Cover-Bild Die Geschichte des Wassers
Band 2 der Reihe "Klimaquartett"
(24)
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 10.06.2019
  • ISBN: 9783442718313
Maja Lunde

Die Geschichte des Wassers

Roman
Ursel Allenstein (Übersetzer)

Norwegen, 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe begibt sich auf eine riskante Reise: Mit einem Segelboot versucht sie die französische Küste zu erreichen. Dort will die den Mann zur Rede stellen, der einmal die Liebe ihres Lebens gewesen ist.

Frankreich, 2041. Eine große Dürre zwingt die Menschen Südeuropas zur Flucht in den Norden, es ist längst nicht genug Trinkwasser für alle da. Doch bei dem jungen Vater David und seiner Tochter Lou keimt Hoffnung auf, als sie in einem vertrockneten Garten ein altes Segelboot entdecken. Signes Segelboot.

Virtuos verknüpft Maja Lunde das Leben und Lieben der Menschen mit dem, woraus alles Leben gemacht ist: dem Wasser. Ihr neuer Roman ist eine Feier des Wassers in seiner elementaren Kraft und ergreifende Warnung vor seiner Endlichkeit.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2026

Wow, krasse, bewegende, packende, deprimierende Umweltgeschichte

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Die Geschichte spielt in 2 versch. Zeiten und Ländern: 2017 in Norwegen und 2041 in Frankreich.

2017 versucht die fast 70 jährige Umweltaktivistin Signe , den Gletscher zu retten bzw klaut und vernichtet ...

Die Geschichte spielt in 2 versch. Zeiten und Ländern: 2017 in Norwegen und 2041 in Frankreich.

2017 versucht die fast 70 jährige Umweltaktivistin Signe , den Gletscher zu retten bzw klaut und vernichtet das abgebaute Eis, das im Süden verkauft werden soll. Sie ist unterwegs mit ihrem Boot und ein paar Kisten Eis zu ihrem damaligen Freund…

2041 flieht David mit seiner kleinen Tochter Lou vor dem Feuer und landet in einem Flüchtlingslager, wo er auf seine Frau und seinen 1jährigen Sohn treffen soll. Das Wasser ist sehr knapp und rationiert, und eines Tages findet David ein Boot und wartet nach 5 Jahren Dürre auf den Regen, damit er mit dem Boot die Meere erreichen kann…

Wow, was für ein Buch! Es lässt einen nachdenken und erinnert daran, wie kostbar (und wie selbstverständlich für uns) Wasser ist und wir die Natur schützen sollen.

Der Schreibstil ist manchmal etwas schwierig, aber die Geschichte ist so packend, dass ich das Buch verschlungen habe. Da ich den VorgängerBand, der angeblich besser ist, nicht kenne, hat mich das Buch absolut überzeugt.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Echt gut und sehr deprimierend

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Ich habe das Buch jetzt in zwei Tagen verschlungen, und einerseits fand ich es unglaublich spannend und bewegend und richtig gut, andererseits auch sehr deprimierend und hoffnungslos, und ich weiß gar ...

Ich habe das Buch jetzt in zwei Tagen verschlungen, und einerseits fand ich es unglaublich spannend und bewegend und richtig gut, andererseits auch sehr deprimierend und hoffnungslos, und ich weiß gar nicht so recht, wohin mit diesen ganzen Gefühlen. Ich habe mit nichts anderem gerechnet, weil ich meine, dass Die Geschichte der Biene auch eher niederschmetternd ist (das habe ich nie in den Händen gehalten, aber Leute haben davon erzählt) und nach den ersten zwei Kapiteln habe ich erst recht nicht mehr mit einer "schönen" Geschichte gerechnet, aber das ganze hat mich noch mal viel mehr runtergezogen als so viele andere Bücher, und ich kann es gar nicht so richtig verstehen.
Aber vermutlich, weil die Geschichte so realistisch ist (nicht zwingend auf eine "das wird auf jeden Fall so eintreffen"-Art, sondern eher, dass es auf jeden Fall so kommen könnte). Es liest sich nicht wie eine fantasievolle Geschichte, oder irgendein Thriller, es liest sich nicht mal wie Blackout, das ja auch eher realistisch war, wo immer dieser kleine Hoffnungsschimmer war, dass am Ende alles noch gut werden kann. Es liest sich einfach nur sehr endgültig, und als wäre von Anfang an klar, dass es egal ist, was passiert, weil die Lage so aussichtslos ist, dass es dann doch keinen Unterschied macht.
Und das ganze mit in meinen Augen durchaus realistischen Figuren. Nicht zwingend Allerwelts-Leute, von denen es überall unglaublich viele gibt, aber eben solche, die es auch gibt, und so normalen Menschen dabei zuzusehen, wie sie in dieser Welt leben/zu überleben versuchen, war schon irgendwie ziemlich ... tragisch?
Was nicht heißt, dass das Buch komplett grauenhaft endet, oder dass alles nur immer schlechter wird, ich würde sogar behaupten, dass gewisse Hoffnungsschimmer auf jeden Fall vorhanden sind, nur für mich persönlich ist die Situation am Ende irgendwie doch nur die gleiche wie am Anfang, und ich habe einfach nicht das Gefühl, dass irgendwas einen Unterschied machen würde. Zumindest nicht 2041.
Fand ich die Figuren sympathisch? Nicht wirklich. Aber kamen sie mir mit ihren Fehlern und Ansichten und ihrem Handeln menschlich vor? Zu 100%. Und ich glaube, genau das trägt auch dazu bei, wie sehr mich das alles mitgenommen hat, einfach weil ich denke, das tatsächlich alle so gut gehandelt haben, wie sie konnten, und könnte ich es besser? Nein. Und würde es einen Unterschied machen? Auch nein.
Es gab im Buch auf jeden Fall einige Handlungsstränge oder Dinge, die ich persönlich nicht gebraucht hätte, und ich fand auch auf jeden Fall nicht alles super, was den Stil oder die Geschichte anging, aber die Geschichte im großen und ganzen, und wie laut sie auf ein Wasser-Problem aufmerksam macht, und wie egal es Menschen ist, was um sie herum in der Welt passiert: das hat mich wirklich sehr bewegt, und (vermutlich auch weil ich nicht so viel besser bin, auch wenn ich mir Gedanken mache) mitgenommen.
Entsprechend ein in meinen Augen ziemlich fantastisches Buch, aber trotzdem nicht die beste Lese-Erfahrung, egal wie sehr ich's mochte, weil ich glaube, für meine Psyche hätte ich es vermutlich nicht alles an zwei Tagen verschlingen sollen, das war doch sehr viel deprimierendes auf einmal.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Dramatisch und hochaktuell

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Inhalt:
"Mein ganze Welt war Wasser. Die Hügel, Berge, Steine, Wiesen waren nur winzige Inseln in dem, was die eigentliche Welt darstellte, und ich nannte meine Welt Erde, aber ich dachte, eigentlich müsste ...

Inhalt:
"Mein ganze Welt war Wasser. Die Hügel, Berge, Steine, Wiesen waren nur winzige Inseln in dem, was die eigentliche Welt darstellte, und ich nannte meine Welt Erde, aber ich dachte, eigentlich müsste sie Wasser heissen."
Im Jahr 2017 kämpft die norwegische Umweltaktivistin Signe für die Natur ihrer Heimat und letztendlich der ganzen Erde, ihr Kampf dauert schon lange an und wird immer härter. Ein wenig mehr als zwanzig Jahre später sucht David mit seiner Tochter Lou nach überlebenden Verwandten, nach Schutz vor den Bränden und der Hitze und nach Wasser. Immer wieder nach Wasser...

Meine Meinung:
Dieses Buch zu lesen, während in anderen Teilen der Welt Wälder brennen und Menschen vor Bränden, Dürren, Hungersnöten und Krieg flüchten, geht nahe und hat mich immer wieder tief erschüttert und berührt. Im zweiten Band ihres dystopischen Klimaquartetts nimmt sich Lunde dem Element an, das uns alle am Leben hält, das aber - wenn es ganz fehlt oder im Überfluss auftritt - schnell auch zur Todesfalle werden kann. Ihr in der Zukunft liegender Erzählstrang ist nur knapp sechzehn Jahre von meiner heutigen Welt entfernt. Jahre, in denen ich nicht weiss, welche Katastrophen noch vor uns liegen. Und wie in "Die Geschichte der Bienen" schafft es die Autorin zugleich gnadenlos ernst in eine sehr düstere Zukunft zu blicken, aber auch die Hoffnung auf Menschlichkeit zu wecken.

Schreibstil und Aufbau:
Die beiden auf den ersten Blick nicht zusammenhängenden Handlungsstränge wechseln sich in eher kurzen und immer kürzeren Kapiteln ab. Während sich der Durst von David und Lou zuspitzt und ihre Lage immer dramatischer wird, wird auch die Erzählweise hektischer. Wie bei einem rasant geschnittenen Film wechseln sich die Szenen und Rückblenden ab und haben mich die letzten Seiten des Buches innerhalb von kürzester Zeit verschlingen lassen.

Meine Empfehlung:
Was Lunde zeigt, ist unangenehm, es macht Angst und liegt doch nicht so weit weg von der Realität, der sich heute schon viele Menschen auf dieser Welt stellen müssen. Hochaktuell, dramatisch und dennoch sehr zugänglich erzählt nähert sich Lunde den intensiven Themen und zeigt dabei ihr ganzes schriftstellerisches Können.

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Veröffentlicht am 22.08.2023

Wenn die Dürre kommt

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Wie schon im ersten Teil des Klimaquartetts, „Die Geschichte der Bienen,“ erzählt Maja Lunde die Handlung von „Die Geschichte des Wassers“ in verschiedenen Epochen. Der eine Handlungsstrang spielt im Jahr ...

Wie schon im ersten Teil des Klimaquartetts, „Die Geschichte der Bienen,“ erzählt Maja Lunde die Handlung von „Die Geschichte des Wassers“ in verschiedenen Epochen. Der eine Handlungsstrang spielt im Jahr 2017 und beginnt in Norwegen. Signe, 70 und Umweltaktivistin, macht sich mit einer ganz besonderen Ladung an Bord ihres Segelschiffs auf den Weg nach Frankreich. In Frankreich will sie ein Hühnchen mit dem Mann rupfen, der einmal eine ganz besondere Bedeutung für sie hatte.

Der zweite Handlungsstrang spielt im Frankreich des Jahres 2041. Südeuropa hat aufgrund langanhaltender Dürre kaum noch Trinkwasser für die Menschen, die dort leben. Es bleibt ihnen nur eines: die Flucht in den Norden, dorthin, wo es Wasser, Nahrung und die Hoffnung auf Leben gibt. David ist mit seiner kleine Tochter Lou aus der Stadt Argelès in Südfrankreich vor einem Feuer geflohen. Der Plan war, dass er seine Frau mit dem kleinen Sohn in einem Flüchtlingslager trifft und die Familie dann wieder vereint ist.

„Die Geschichte des Wasser“ hat mich von der ersten Zeile an gepackt. Maja Lunde beschreibt Wasser so eindringlich, die Fülle des norwegischen Fjords und den Mangel im Süden Europas.

Es ist kein leichtes Buch, es ist ein düsteres Buch, eine düstere Dystopie. Signe blickt zurück auf ihr Leben und es ist kein Blick auf ein erfolgreiches Leben. Sie und die anderen Aktivist*innen haben gekämpft und es wirkt auf sie so, als ob nicht zugehört wurde. David blickt auch zurück, weiß, dass es nicht realistisch ist, zu glauben, dass er Frau und Sohn jemals wiedersieht, er sorgt sich um Lou, die einfach nicht Kind sein darf und kann. Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, was wird aus seinem Kind? Kann er Lou eine Zukunft bieten?
Dieses Buch ist unglaublich eindringlich und eines der wenigen Bücher, bei denen ich am Ende Rotz und Wasser geheult habe. Es hat mich wirklich tief berührt. Es ist die Kombination aus den Gefühlen von Signe, die verzweifelt ist, weil sie nicht das erreichen konnte, was sie wollte mit ihrem Kampf und die tiefe Verzweiflung und Traurigkeit aus dem Teil der Geschichte, die in der Zukunft spielt.

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Veröffentlicht am 05.07.2023

Absolut Spitze!

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Ich habe den ersten Teil des Klimaquartetts von Maja Lunde schon gelesen, nein ich habe ihn regelrecht verschlungen. Da musste natürlich sofort der zweite teil her.

und ich kann es nur wiederholen, genauso ...

Ich habe den ersten Teil des Klimaquartetts von Maja Lunde schon gelesen, nein ich habe ihn regelrecht verschlungen. Da musste natürlich sofort der zweite teil her.

und ich kann es nur wiederholen, genauso absolut Fantastisch wie der erste teil, nein ich muss ehrlich gestehen, dieser hier hat mich sogar noch mehr von den Socken gehauen, ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und habe dieses Buch, ebenfalls wie das erste, in Rekordzeit gelesen!

Das Cover ist ebenso wieder wunderbar gestaltet und ein echter hingucker!

Der Klappentext liest sich sehr Interessant und ist genau auf mich zugestimmt.

Der Schreibstil ist hervorragen, der Einstieg ist gleich schon mal irgendwie etwas bedrückend und regt jetzt schon zum nachdenken an, ich musste wirklich schlucken!
Ich bin nur so durch die Kapitel geflogen, der Aufbau, der Stil - einfach alles für mich ein rundherum gelungenes Buch!

Vor allem fand ich es fantastisch wie in sich alles verbunden ist, so etwas mag ich absolut gerne!
Seit diesem buch bin ich ein wirklich großer Fan von Maja Lunde

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