Cover-Bild Schwarzer Jasmin
(18)
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Picus Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 26.08.2020
  • ISBN: 9783711720979
Manfred Rumpl

Schwarzer Jasmin

Roman
Der Journalist Jakob und die Sozialarbeiterin Julia haben sich ein Ultimatum gestellt: Ihre Beziehung steht am Scheideweg. Der tunesische Flüchtling Eymen schwankt zwischen den Verlockungen des westlichen Lebens und seiner religiösen Überzeugung. Und der Polizist Frank übernimmt einen letzten großen Fall vor seiner Rente. Er und sein Team müssen sich gegen ihre opportunistische Vorgesetzte und für die Sicherheit entscheiden: Sie stoßen auf Eymen, der in Julias Beratungsstelle aufgetaucht ist, als möglichen Gefährder, den es zu fassen gilt, bevor er zuschlägt. Die Wege dieser so unterschiedlichen Figuren scheinen schicksalhaft verwoben und alles läuft auf ein dramatisches Finale hinaus …Zwischen der tunesischen Jasminrevolution, die den kurzen Arabischen Frühling auslöste, und der Fluchtbewegung nach Europa siedelt Manfred Rumpl seinen spannenden und vielschichtigen Thriller an.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2020

interessante Idee - langatmige Umsetzung

0

Zum Cover:

Das Cover dieses Buches hat direkt meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Allein die Schrift, die zwar lateinisch ist, aber einen Hauch vom Arabischen vermittelt, gefällt mir gut. Der Hintergrund ...

Zum Cover:

Das Cover dieses Buches hat direkt meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Allein die Schrift, die zwar lateinisch ist, aber einen Hauch vom Arabischen vermittelt, gefällt mir gut. Der Hintergrund ist in verschiedenen Brauntönen gehalten und zeigt Blüten, wie ich sie von Hennatattoos kenne. Auch das Papier des Schutzumschlages fühlt sich gut an, etwas fester als gewohnt. Wirklich hübsch! Schade finde ich jedoch, dass der Buchrücken ganz dunkelbraun ist ohne das schöne Muster. Das hätte sich im Regal sehr hübsch gemacht.


Zum Buch:

Dieses Buch spielt vor allem zu Beginn in verschiedenen Zeitzonen und an verschiedenen Orten. Zum einen in Tunesien, beginnend 1998 und zum anderen in Berlin 2016. Im Laufe des Romans verschiebt sich alles ins Berlin 2016, jedoch gibt es auch dort verschiedene Handlungsstränge, einer, der immer ein wenig voraus ist. In den unterschiedlichen Handlungssträngen treffen wir auch verschiedene Charaktere: Eymen und Ahmed, die aus Tunesien fliehen und in Berlin landen, wo sich erstmal auch ihre Wege trennen, denn Ahmed möchte sein Glück finden und Eymen radikalisierte sich auf dem Weg bis nach Deutschland, wo er diesen Weg weiterverfolgt und bald als Gefährder ins Visir der Ermittler kommt. Auf der anderen Seite haben wir ein Pärchen, das nicht mehr weiß, ob es eine gemeinsame Zukunft hat und die auf unterschiedlichen Wegen auf Eymen treffen. Auch die Sicht der Ermittler bekommen wir immer wieder mit, wo sich auch eine Liebesgeschichte entwickelt.


Ich muss sagen, dass mir Eymen von Beginn an sehr unsympathisch war und sich das bis zum Ende nicht geändert hat. Zwar bekommt man mit, dass er immer wieder zweifelt, ob was ihm von den Radikalen vermittelt wird, wirklich ist, was er tun möchte, aber alles in allem denkt er eben, wie man es sich voller Vorurteile vorstellt. Sein Denken über die westliche Gesellschaft, über Frauen, dass er die Frau, die er getroffen hat, schlagen will, als sie ihn nicht mehr sehen möchte... All das schürrt eher noch die Vorurteile. Außerdem spielt die Geschichte in Berlin und gegen Ende dann zur Weihnachtszeit 2016, was mich unheimlich getriggert hat. Es ist ganz klar, dass ein Anschlag geplant ist und dann werden genau die Orte aufgesucht, die damals beim Attentat auf den Weihnachtsmarkt in Berlin auch angesteuert wurden. Das fand ich wirklich schlimm! Es hätte doch so viele andere Locations gegeben, so viele andere Zeiten, in denen die Geschichte hätte spielen können, die sie dadurch nicht besser oder schlechter gemacht, aber eben weniger getriggert hätten. Da verstehe ich die Wahl des Ortes und der Zeit des Autors überhaupt nicht.


Die Rolle des Pärchens Jakob und Julia für die Handlung ist mir auch nicht ganz klar. Sie waren in Tunesien im Urlaub und stehen jetzt am Scheitelpunkt ihrer Beziehung, gehen ein paar Tage lang getrennte Wege und begegnen dem Gefährder da in unterschiedlichen Situationen, auch dem Freund Ahmed begegnen sie. Jedoch trägt in meinen Augen nichts von dem was sie tun oder sagen oder gar ihre Beziehung irgendwas zum Ende der Geschichte bei. Ja, man kann sagen, dass sich Eymen am Ende so entscheidet, wie er es tut, weil ihm einige von Jakobs Worten im Gedächtnis geblieben sind. Aber das ist immer alles in allem zu wenig.


Die Ermittler sind ganz interessant. Es gibt mehrere Gruppen, die ihre eigenen Ziele verfolgen und eigentlich mehr gegeneinander als miteinander arbeiten. Mir gefiel gut, wie sich die Gruppe, die am Ende Eymen dicht auf den Fersen ist, sich gegen ihre Vorgesetzen wendete, um den Gefährder zu stellen. Was jedoch die Liebesgeschichte zwischen zwei Kollegen dort zu suchen hat, weiß ich auch nicht. Sie hat für mich auch nicht wirklich was zum Verlauf beigetragen.



Fazit:

Alles in allem spricht das Buch ein interessantes Thema an, jedoch gefällt es mir überhaupt nicht, dass es ausgerechnet zur selben Zeit wie das wahre Attentat in Berlin spielt! Dazu gibt es auch nirgendwo eine Triggerwarnung. Die gesamte Geschichte plätschert für mich so vor sich hin und war mir auch nicht spannend genug. Leider bin ich auch mehrfach über dem Buch eingeschlafen. :( Das Ende ist dann zwar zum Teil positiv, aber auf den letzten Seiten knallt es dann doch noch und man weiß leider überhaupt nicht, wer zu Schaden gekommen ist. Das gefällt mir auch nicht wirklich.


Leseempfehlung:

Leider kann ich für das Buch keine Leseempfehlung geben. Dafür gab es zu viele Dinge, die mir nicht gut gefallen haben. Angefangen von einigen Charakteren, über Teile der Handlung, das Tempo bis hin zum Ende.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2020

Interessant

0

Der Journalist Jakob und die Sozialarbeiterin Julia haben sich ein Ultimatum gestellt: Ihre Beziehung steht am Scheideweg. Der tunesische Flüchtling Eymen schwankt zwischen den Verlockungen des westlichen ...

Der Journalist Jakob und die Sozialarbeiterin Julia haben sich ein Ultimatum gestellt: Ihre Beziehung steht am Scheideweg. Der tunesische Flüchtling Eymen schwankt zwischen den Verlockungen des westlichen Lebens und seiner religiösen Überzeugung. Und der Polizist Frank übernimmt einen letzten großen Fall vor seiner Rente. Er und sein Team müssen sich gegen ihre opportunistische Vorgesetzte und für die Sicherheit entscheiden: Sie stoßen auf Eymen, der in Julias Beratungsstelle aufgetaucht ist, als möglichen Gefährder, den es zu fassen gilt, bevor er zuschlägt. Die Wege dieser so unterschiedlichen Figuren scheinen schicksalhaft verwoben und alles läuft auf ein dramatisches Finale hinaus …

Der Roman ist sehr vielschichtig. Er spielt zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Orten. Der Roman wird aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt. Jeder Charakter hat seine eigene Sichtweise auf die Welt. Im laufe des Buches entwickeln sich die Charaktere. Besonders die Geschichte von Eymen und Ahmed hat mich fasziniert. Die Geschichte war nicht schlecht aber das Ende hat mich sehr enttäuscht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2020

Packend und vielschichtig

0

„Es wäre nicht das erste Mal, dachte Franz, dass ihnen von höherer Stelle in die Arbeit gepfuscht würde. Und es wäre auch nicht das letzte Mal, dass sie sich keinen Deut darum scherten.“ (Zitat Seite 80)

Inhalt
Julia ...

„Es wäre nicht das erste Mal, dachte Franz, dass ihnen von höherer Stelle in die Arbeit gepfuscht würde. Und es wäre auch nicht das letzte Mal, dass sie sich keinen Deut darum scherten.“ (Zitat Seite 80)

Inhalt
Julia arbeitet für ein Projekt, das Asylwerber und Migranten betreut. Nach fünf Jahren kriselt es in ihrer Beziehung zu Jakob, einen Fachjournalisten und Weinkritiker. Ihre kurze Auszeit soll am 19. Dezember enden, bis dahin wollen sich beide klar sein, ob es eine gemeinsame Zukunft gibt.
Frank ist Kriminalhauptkommissar beim GTAZ, Terrorismusabwehr. Seit Monaten gibt es ernstzunehmende Hinweise, dass in Berlin „ein Zeichen gesetzt werden soll“. In diesem Dezember 2016 sind Frank und sein Team mit ihren Ermittlungen wesentlich weiter, doch es fehlen immer noch das Wann, Was, Wo. Für das Wer gibt es einen konkreten Verdacht. Die jungen Tunesier Eymen und sein bester Freund Ahmed waren als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, doch während Ahmed erfolgreich eine Ausbildung als Koch beginnt, gleitet Eymen am Rande der Kriminalität dahin, bis er im Islamkreis Unterstützung und Freundschaften findet. Doch damit steht er in ihrer Schuld …

Themen und Genre
In diesem spannenden Roman und Thriller geht es um wichtige Entscheidungen, die, einmal getroffen, das Leben verändern können und gleichzeitig um die Frage, wie weit es möglich ist, den Lauf der Dinge zu beeinflussen. Ein wichtiges Thema ist die Migration als Chance, aber auch als Bedrohung.

Charaktere
Die Figuren dieser Geschichte haben eines gemeinsam, sie alle sind auf der Suche. Julia sucht Möglichkeiten, Migranten zu helfen. Sie will in ihrer Beziehung intensiv über dieses Thema reden und sieht bei Jakob mehr Einsatz für tunesische Qualitätsweine, als für die europäische Flüchtlingsbewegung. Beide suchen mehr Tiefe in ihrer Beziehung. Frank und sein Team suchen in einem Gewirr aus Politik, Religion und V-Männern nach realen Gefährdern. Eymen und Ahmed, junge Flüchtlinge, suchen in Deutschland ein neues, besseres Leben.

Handlung und Schreibstil
Im Mittelpunkt der Handlung stehen einige Tage im Dezember 2016 in Berlin. Unterbrochen werden diese Ereignisse durch weitere Erzählstränge, welche früher beginnen und die Geschichte der einzelnen Hauptfiguren bzw. Figurengruppen schildern, bis sie alle in diesem Dezember 2016 aufeinandertreffen Ein sehr klug und gekonnt entwickeltes Netz aus Zufall und Unabwendbarkeiten, eindrücklich und achtsam erzählt.

Fazit
Ein packender, vielschichtiger Roman mit einem brisanten Thema und authentischen Figuren, deren Schicksale nachdenklich stimmen. Eine leise Geschichte mit einem gerade deshalb intensiven Sog und einer beeindruckenden Dichte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2020

Aktuelles gesellschaftliches Konfliktthema spannend in Romanform verpackt

0

Das Cover ist durch seine geschmackvolle Farb-&Mustergebung ein echter Eyecatcher.. Der Titel:" Schwarzer Jasmin" stellt schnell eine gedankliche Verbindung zu unserem " Wir schaffen das"und ...

Das Cover ist durch seine geschmackvolle Farb-&Mustergebung ein echter Eyecatcher.. Der Titel:" Schwarzer Jasmin" stellt schnell eine gedankliche Verbindung zu unserem " Wir schaffen das"und die Arabische Revolution, her.
Der Autor erzählt ruhig, mit klaren jedoch gerne auch verschachtelten Sätzen, wie sich die Leben der Protagonisten auf einen gemeinsamen Punkt im Dezember 2016, hin entwickeln.
Schon nach den ersten Kapiteln bemerkte ich, wie ich eine mentale "Verbindung," & Verständnis zu den jeweiligen Charakteren bekam. Durch seine Erzählweise hinterließen die Persönlichkeiten, Spuren & Emotionen in meiner Erinnerung.
Da das gesamte Buch, mit verschiedenen Zeitebenen & kulturellen Besonderheiten arbeitet, muss der Leser sich konzentrieren um den Faden nicht zu verlieren.
Die Beziehungen zwischen Einheimischen in Deutschland, Migranten und Hilfsorganisationen werden erläutert ohne langweilig oder oberflächlich zu sein. Bei diesem umfangreichem Thema ist verständlich, dass einige Fragen unbeantwortet blieben.
Der Roman ist spannend geschrieben & hinterlässt beim Leser einen tiefen Eindruck. Leider ist das Finale nicht so rund wie erhofft & hinterlässt einige loose Fäden und Fragen. Fazit: ein durchaus lesenswertes Buch für spannende, nachdenkliche Stunden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2020

Vielsichtig und spannend

0

Im Allgemeinen ist das Buch sehr gut gelungen.
Der Schreibstil ist gut verständlich, es werden keine unnötig langen Sätze verwendet, sondern eher kurze, was das Geschehene sehr gut verständlich macht.
Alle ...

Im Allgemeinen ist das Buch sehr gut gelungen.
Der Schreibstil ist gut verständlich, es werden keine unnötig langen Sätze verwendet, sondern eher kurze, was das Geschehene sehr gut verständlich macht.
Alle wichtigen Charaktere (Eymen, Ahmed, Jakob, Julia, Cherif, Bilal, Bodo und sein Team) werden ausführlich beschrieben und ihre Beziehungen und Taten dem Leser sehr gut nahegebracht. Somit kann man sich auch gut in die Charaktere hineinversetzen und teils ihre Handlungen und Gefühle nachvollziehen.
Der Spannungsaufbau finde ich, ist auch sehr gut gelungen, vorallem im Bezug auf Eymen (und teilweise Jakob und Bodo).
Einen Stern Abzug gibt es jedoch für das Ende, das ich recht enttäuschend fand, da es so abrupt war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere