Cover-Bild Sister of the Stars
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Nova MD
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Romance
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 20.06.2020
  • ISBN: 9783966983693
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Marah Woolf

Sister of the Stars

Von Runen und Schatten
»Manche Dinge vermisst man für immer.«

Vor vier Jahren wurde Vianne von einer Sylphe gebissen. Im folgenden Dämonenfieber verlor sie all ihre Hexenkräfte. Um zu überleben, musste sie ihre Heimat und ihre große Liebe Ezra Tocqueville verlassen. Nun kehrt sie geheilt nach Frankreich zurück, das mittlerweile hinter einer riesigen Mauer liegt, die die Welt vor den Dämonen schützt. Vianne ist fest entschlossen, sich ihre Magie und Ezra zurückzuholen.

Vorher muss sie jedoch den jetzigen Großmeister der Magier überzeugen, einen Pakt mit den Dämonen zu schließen. Aber Ezra hat seine eigenen Pläne und in diesen kommt Vianne nicht mehr vor …

Ein magisches Abenteuer voller Gefahren und Romantik in einer Welt, in der Legenden Wirklichkeit geworden sind.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.06.2020

Hexengeschichte mit viel Spannung und Emotionen

2

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Was für eine wunderschöne Hexengeschichte. Dieser französische Charme war unbeschreiblich und ich habe mich, trotz bedrohlichen Ereignissen, zuhause gefühlt. Ich ...

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Was für eine wunderschöne Hexengeschichte. Dieser französische Charme war unbeschreiblich und ich habe mich, trotz bedrohlichen Ereignissen, zuhause gefühlt. Ich konnte mir ganz genau vorstellen, wie es ist, in diesem kleinen Hexenhäuschen in Brocéliande zu leben. Zusätzlich kam noch die Tatsache, dass durch die Räucherstäbchen im Paket das ganze Buch einen ganz bestimmten Duft an sich hatte, den ich nun für immer mit den Hexenschwestern verbinden werde.

Der Prolog startet schon direkt spannend und dramatisch. Man erlebt eine kranke und verzweifelte Protagonistin, die um ihre Liebe sehr vergeblich kämpft. Schon auf diesen ersten Seiten kommt die Frage auf, wie das Ganze mit Ezra weitergehen wird und es wird eine grosse Spannung schon direkt am Anfang geschaffen.
Danach springt die Handlung direkt zu den Ereignissen zwei Jahre später. Zu beginn war ich sehr verwirrt, weil die Welt gar nicht so ist, wie wir sie kennen. Hexen und Magier leben direkt unter Menschen, gleichzeitig herrschen grosse Unruhen. In Frankreich, der Heimat unserer Protagonistin Vianne, kommt es zu immer mehr Überfällen von Dämonen, worauf eine riesige Flüchtlingswelle losgetreten wurde. Ausserdem ist das Land von einer enormen Mauer umgeben. Es herrscht eine sehr düstere und bedrückte Stimmung. Als Leser merkt man, wie bedrohlich die Situation ist und dass dringend eine Lösung für das Problem gefunden werden muss.

Unsere Hauptprotagonistin Vianne und ihre Schwestern spielen bei diesem Kampf eine sehr entscheidende Rolle. Die drei waren eine perfekte Kombination. Diese Hexenschwestern verbindet so viel und ich habe gemerkt, wie tief ihre Beziehung und Liebe geht.
Aimée ist die älteste und ernsteste Schwester. Sie ist eine Orakelhexe und kann die Zukunft auf ganz verschiedene Art vorhersagen. Nach dem Tod ihrer Eltern hat sie die Mutterrolle übernommen und fühlt sich für ihre jüngeren Geschwister verantwortlich. Dies aber keinesfalls auf negative Art und Weise. Sie war sehr süss in ihrer Art und ohne sie wäre dieses Dreiergespann einfach nicht vollständig gewesen.
Maëlle, die Mittlere, ist die coolste der Schwester. Sie hat einen ganz freien Charakter und besitzt die Gabe der Heilerin.

Vianne ist das Nesthäkchen und wird von ihren älteren Schwestern sehr behütet. Durch das Dämonenfieber hat sie leider alle Kräfte verloren und ist nun extrem auf die Hilfe und den Schutz anderer angewiesen. Ihre Geschwister machen sich natürlich ständige Sorgen über ihren emotionalen und physischen Zustand, was auch verständlich ist, denn schliesslich hätten sie sie fast verloren.
Vianne hat eine unglaublich schöne Entwicklung in diesem Buch durchgemacht. Es war wundervoll zu sehen, wie sie langsam wieder selbstbewusster wurde und sich mehr getraut hat, als zuvor. Man hat Vianne einfach lieb gewonnen, weil sie süss war und einen ehrlichen Charakter hat. Dennoch musste ich manchmal schmunzeln und den Kopf schütteln.

Ihre grösste Schwachstelle sind nämlich nicht ihre verschwundenen Kräfte, sondern ihre grosse Liebe Ezra, der sie verstossen hat und nun nichts mehr mit ihr zu tun haben möchte. Diese Liebesgeschichte war schwierig für mich. Zum einen mochte ich Ezra schon nach dem Prolog überhaupt nicht. Ich fand ihn wirklich zum Kotzen mit den Aktionen, die er abgezogen hat und seinem arroganten und überheblichen Verhalten. Die Autorin hat es aber auch geschafft, dass ich mit der Zeit eine Art Hassliebe für ihn entwickelt habe und ich ihn dann doch etwas verstehen konnte. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel spoilern, am besten lest ihr selber, wie es mit Vianne und Ezra aus-und weitergeht.
Neben Ezra gab es noch ganz viele andere männliche Protagonisten, für die meine und Viannes Gefühle ständig hin und her gesprungen sind. Ich hatte während des ganzen Buches so viele Theorien im Kopf, die im Nachhinein echt lustig zu betrachten sind.

Alle Nebencharaktere hier aufzulisten würde einfach den Rahmen sprengen. Lasst euch aber gesagt sein, dass ich zu so vielen Personen eine Bindung aufbauen konnte und so viele sympathisch fand, dass ich wirklich gerne von ihnen gelesen habe.

Die Atmosphäre im Buch war unbeschreiblich und für mich der Punkt, der mich am allermeisten überzeugen konnte. Alleine schon durch die französischen Namen und dem Handlungsort ist bei mir eine gemütliche Stimmung aufgekommen. Das Haus der Schwestern und allgemein der ganze Ort war so wunderschön und hat mir ein sehr gutes Gefühl gegeben. Dies, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich wirklich in einem solchen Haus wohnen wollen würde! Die Bewohner von Paimpont sind wie eine grosse Familie, in der jeder jeden kennt und man gegenseitig auf einander aufpasst und für sich sorgt.
Zusätzlich dazu kamen dann noch die Hexenrituale und magischen Gegenstände, die mich fasziniert haben. Bisher habe ich noch keine so gute Hexengeschichte gelesen! Es ist eine ganz eigene und spezielle Art von Geschichte, die meinen Geschmack zu 100% getroffen hat.

Der ganze Kampf gegen die Dämonen und besonders das Ende müsst ihr selbst lesen. Nach diesem Teil wollt ihr aber unbedingt den nächsten lesen und ich kann es kaum erwarten, bis im September die Geschichte rund um Vianne endlich weitergeht.

Mein abschliessendes Fazit sieht sehr positiv aus. Die Stimmung in Frankreich gemeinsam mit den Hexenelementen und Ritualen war genau nach meinem Geschmack. Dennoch vergebe ich ⭐️⭐️⭐️⭐️.5 Sterne, weil ich fest daran glaube, dass da noch Luft nach oben ist. Die Spannung hat gerade gegen Ende rasant zugenommen und dann war es natürlich wieder mittendrin fertig. Deshalb glaube ich, dass die Spannung in der Fortsetzung noch krasser werden kann, als es hier war. Auch die Liebesgeschichte hat mich noch nicht ganz so überzeugt, wie ich es gerne gehabt hätte. Ich bin so gespannt darauf, was Marah Woolf noch alles aus diesem Prickeln und der Spannung zwischen den beiden zaubern wird.
Eine fantastische Hexengeschichte für alle Fantasyfans!

!Achtung, ab hier kommen Spoiler!

Die Liebesgeschichte zwischen Vianne und Ezra möchte ich in diesem Teil dann doch noch mal genauer erläutern. Ich fand es sehr, sehr gemein, was Ezra alles mit Vianne gemacht hat und wie er mit ihr gespielt hat. Er hätte sich einfach von ihr fernhalten sollen (obwohl das ja dann genau diese Spannung zwischen den beiden ausgelöst hat). Als er sie geküsst hat, habe ich es halbwegs akzeptiert, doch nein, er muss natürlich auch noch verlobt sein! Ich habe mir wirklich so sehr während des Buches gewünscht, dass Vianne sich in Ash oder Caleb verliebt, was dann leider nicht eingetreten ist. Ash wurde mir aber gegen Ende auch wieder unsympathisch, Caleb dagegen finde ich einfach grossartig!

Das Ende war super gemein. Natürlich ist der Dämonenkönig aufgetaucht und in genau dem Moment hört das Buch auch schon auf und ich habe keine Ahnung, wie die Geschichte ausgehen könnte.

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Veröffentlicht am 16.09.2020

Diese Geschichte konnte mich leider nicht abholen...

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„Sister of the Stars“ war für mich das erste Buch, welches ich von der Autorin Marah Woolf gelesen habe. Ich hab mich sehr auf das Buch gefreut, doch wurden meine Erwartungen an die Geschichte leider nicht ...

„Sister of the Stars“ war für mich das erste Buch, welches ich von der Autorin Marah Woolf gelesen habe. Ich hab mich sehr auf das Buch gefreut, doch wurden meine Erwartungen an die Geschichte leider nicht erfüllt. Mich konnte die Geschichte einfach nicht abholen.

Es fing schon alles damit an, dass ich mir keine richtige Vorstellung von der Zeit machen konnte. Nirgends wird ein Wort darüber verloren in welcher Zeit es spielt und demnach konnte ich mir von vielen Sachen gar keine Vorstellung machen, weil mich viele unterschiedliche Faktoren verwirrt haben. Es fehlten Erklärungen zu Begriffen mit denen man am Ende auch leider noch nichts anfangen konnte. Ein Glossar wäre hier sehr hilfreich gewesen.

Ich konnte leider auch keine große Sympathie für die Charaktere entwickeln. Viele blieben da sehr blass in ihrer Art und Beschreibung. Vianne, war zwar ein liebes gutherziges Mädchen, jedoch viel zu naiv und ständig verrannte sie sich in ihren Gefühlen für Ezra. Ash mochte ich zu Beginn sehr, aber auch das hat sich im Verlauf geändert. Die Konstellation von Vianne und ihren Schwestern fand ich allerdings schön gemacht, der Zusammenhalt wurde hier sehr deutlich. Am Ende mochte ich Caleb irgendwie am meisten, weil er durch seine Art einfach erfrischend war und etwas Humor mitbrachte.

Der Handlungsverlauf war für mich überwiegend langatmig. Es passierte nicht groß was, immer wieder gab es irgendwelche Treffen, die letztendlich auch keinen Schwung brachten. Meiner Meinung nach hätte dieser Band deutlich mehr Potenzial gehabt. Leider kam erst weit am Ende etwas Schwung in die Geschichte und es wurde spannend, doch war ich da schon so frustriert, dass dies an meiner Meinung nicht mehr viel reißen konnte. Es fiel mir wirklich schwer, das Buch nicht abzubrechen.

Der Schreibstil der Autorin war ansonsten recht flüssig und die Covergestaltung ein echter Hingucker, was mir auch sehr gut gefallen hat. Auch wenn ich froh war das Buch am Ende zuklappen zu können, werde ich mich an den kommenden zweiten Band wagen, in der Hoffnung, dass dieser mich mehr überzeugen kann.

Ob ich hier eine Leseempfehlung geben kann, kann ich nicht sagen. Jeder sollte wirklich selbst entscheiden, jeder empfindet anders und hat einen anderen Geschmack, aber für mich persönlich war diese Geschichte enttäuschend.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Vielversprechender Reihenauftakt

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Als Vianne von einer Sylphe gebissen wurde, verlor sie aufgrund des darauffolgenden Dämonenfiebers ihre Magie. Aber mit der Magie ging auch ihr Mut und zurück blieb nur Angst. Fest entschlossen, versucht ...

Als Vianne von einer Sylphe gebissen wurde, verlor sie aufgrund des darauffolgenden Dämonenfiebers ihre Magie. Aber mit der Magie ging auch ihr Mut und zurück blieb nur Angst. Fest entschlossen, versucht sie alles, um ihren Mut und die Magie zurückzubekommen. Denn die Dämonen drängen ihre Welt zurück. Menschen und Hexen sind in großer Gefahr. Der Pakt, der vor über 1000 Jahren geschlossen wurde, läuft aus und nun muss er dringend erneuert werden. Dieser Mission stellen sich Vi und ihre zwei Schwestern. Wenn sie scheitern, wird ein Krieg unausweichlich sein...

Die Geschichte spielt in der heutigen Zeit. Menschen und Magiebegabte koexistieren wissentlich nebeneinander. Nur die Dämonen leben abgeschnitten. Es geht viel um politische Aushandlungen und Entscheidungen, um die angespannte Stimmung runterzukühlen und einen Krieg zu vermeiden.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Vianne erzählt, die jüngste von drei Schwestern.

Aimée ist klug, vernünftig und prinzipientreu. Als älteste der Schwestern fühlt sie sich für die beiden jüngeren verantwortlich.

Maelle ist eine kleine Querulantin, aber eine sehr sympathische. Sie ist sehr hübsch und kann die Menschen schnell für sich einnehmen. Sie nimmt das Leben etwas bunter und leichter.

Der Umgang zwischen den Schwestern war so unbeschwert und ihre Dialoge ließen mich oft schmunzeln :)

Das herzliche Miteinander, auch zwischen den anderen Figuren, haben eine schöne Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Und auch die schwierigen Beziehungen waren authentisch ausgestaltet. Es war natürlich nicht ausschließlich harmonisch :D

Denn es gibt natürlich auch noch emotionale Dramen.

Da haben wir Ezra, der ist wunderhübsch und männlich und stark und sowieso total begehrenswert, aber er wirkt kaltherzig und eben abweisend.

Ash wiederum ist nicht ganz so perfekt in seinem Aussehen, aber dafür total lieb und zuvorkommend und Vi wünscht sich, ihn zu mögen, aber da ist eben dieser bad guy, der ihr Herz gestohlen hat. Außerdem gibt Ezra ihr widersprüchliche Signale, weswegen sie auch nicht bereit ist, die Hoffnung auf ein Happy End mit ihm aufzugeben.

...nichts neues also :D aber trotzdem unterhaltsam.

Marah Woolf versteht es, Emotionen jeglicher Art auf die Leser*innen zu übertragen. Vor allem Sehnsucht...

Über Caleb verrate ich nichts, nur dass er mein Liebling ist 😁

Wie die Umgebung und die Welt beschrieben werden, finde ich sehr gelungen. Die Dämonen habe ich mir richtig gruselig vorgestellt, denen wollte ich lieber nicht begegnen.

Die Vielfalt der Magie hat mich begeistert. Runen, Kräuter, Zeitenhexer, Wahrsagung und noch viel mehr. Alles ist voller Magie, das fand ich toll. Das Haus ist irgendwie lebendig und reagiert auf die Leute, die es betreten und es leben auch noch Geister darin, die eben einfach zum Inventar gehören.

Die Einführung in die Welt und die Geschichte dauert lange. Die Vorstellung der Charaktere und der Situation im allgemeinen steht vorerst im Vordergrund. Die Spannung steigt gemächlich, aber stetig und es ist die ganze Zeit so eine Grundspannung zu spüren. Plötzliche Erkenntnisse und überraschende Ereignisse lassen die Spannungskurve zusätzlich regelmäßig ausschlagen.

Ein gelungener Auftakt der Reihe, der ein bisschen wie eine sehr lange Einleitung daherkommt. Die eigentliche Hauptstory kommt erst noch. Die Welt und die Charaktere faszinieren mich und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten ein tolles Buch

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Bei Büchern von Marah Woolf kann man sich immer darauf verlassen, dass man eine tolle Geschichte bekommt, die uns als Leser total mitreißen wird. Nachdem ich nun "Sister of the Stars" beendet habe, ging ...

Bei Büchern von Marah Woolf kann man sich immer darauf verlassen, dass man eine tolle Geschichte bekommt, die uns als Leser total mitreißen wird. Nachdem ich nun "Sister of the Stars" beendet habe, ging es mir auch hier wieder genauso - jedoch habe ich diesmal darauf warten müssen, dass die Geschichte für mich das wird, was ich bei Marah erwarte. Im Nachhinein denke ich mir aber, dass es daran liegen wird, dass ich unmittelbar davor die Angelus-Saga beendet habe, welche mich total geflasht hat und ich wohl noch zu sehr in der Geschichte steckte - ich werde zu schnell ein neues Buch von Marah gelesen haben und das hatte es dann natürlich schwer da mithalten zu können.

Diese Geschichte dreht sich um Vianne, die durch eine Krankheit ihre Hexenkräfte verloren hat, und ihre beiden Schwestern Aimée und Maelle, welche in ihr Heimatdorf zurückkehren um mit Ezra, Viannes großer jedoch unerwiderter Liebe, über eine Einigung im Kampf gegen die Dämonen zu verhandeln. Doch Ezra geht schon seinen eigenen Weg und Vianne muss feststellen, dass sie in seinem Leben nicht mehr vorkommt.

Ich hatte diesmal leider große Probleme in die Geschichte zu finden. Lange habe ich den "roten Faden" der Handlung gesucht, da mir nicht klar wurde, worum genau es wirklich geht. Doch als mir das endlich klar wurde, hat auch die Geschichte der Hexenschwestern mich wieder überzeugen können, sodass ich immer weiter lesen wollte. Marah hat hier wieder stark mit unseren Gefühlen gespielt, es war eine Achterbahnfahrt an Emotionen zwischen Hoffnung und Verlust. Die Spannung baute sich während der Handlung immer weiter auf und endete mit einem Cliffhanger, der nicht einfach zu verkraften ist - weshalb ich sehr froh bin, dass die Reise in Band 2 bald schon weiter geht.

Aber auch die Charaktere konnte ich lange nicht einschätzen. Selbst jetzt noch, nach dem Lesen, sind sie mir nicht alle so klar. Vianne ist auf der einen Seite eine starke junge Frau, die für sich, ihre Ziele und die Leute, die sie liebt, kämpft und einsteht, dabei ihre eigenen Wünsche und Träume hinten anstellt und genau weiß, was das Ziel ist. Auf der anderen Seite bemitleidet sie sich aber auch immer wieder selbst. Seien es ihre verlorenen Kräfte oder die unerwiderte Liebe zu Ezra - sie sieht sich immer wieder als Opfer und ab und an wurde das etwas...anstrengend. Sie ist naiv, was aber auch ihrem jungen Alter geschuldet sein kann, denn einige Entscheidungen und ihre Ergebnisse hätte sie umgehen können, wenn sie sich nicht immer und überall Hoffnungen machen würde, bei welchen sie von vornherein weiß, dass daraus nichts werden kann.

Auch Ezra kann ich noch immer nicht einschätzen. Er trägt eine große Verantwortung, geht dadurch Wege, die ihn in seinem eigenen Leben und Glück einschränken und ist sich vollkommen bewusst, auf was er dafür verzichtet. Er stößt Vianne immer wieder von sich, um kurz danach doch wieder bei ihr anzukommen und den eigenen Gefühlen nachzugehen, immer in dem Wissen, dass es dennoch kein Happy End für die Beiden geben wird. In diesen Momenten war Ezra mir leider immer unsympathisch, da ich finde, dass dieses Verhalten einfach egoistisch ist. Er weiß, wie Vianne für ihn empfindet, dass sie ihn nie wegstoßen würde und sorgt so immer wieder dafür, dass es ihr damit schlecht geht. Ich hoffe, dass sich das im weiteren Verlauf der Bücher noch ändern wird, denn hier tut Vianne mir einfach immer leid. 

Am sympatischsten ist mir im übrigen der Caleb - ein Dämon, der auf der Seite des "Guten" kämpft und kein Geheimnis aus seinem Interesse an Aimée macht. Er hat immer einen lustigen Spruch auf Lager, wirkt eher wie der "Witzbold" der Geschichte, trägt aber in den wichtigen Momenten auch die Verantwortung für den weiteren Verlauf der Verhandlungen. Ich hoffe wir sehen noch sehr viel mehr von ihm.

Anfangs hatte ich auch meine Probleme mit der Welt, in welcher die Geschichte spielt, denn sie ist deutlich moderner als erwartet. Denkt man bei Hexen, Magiern und Dämonen eher an ein Bild, welches dem mittelalterlichen Leben ähnelnt, bekommt man eher die moderne Welt, in welcher statt auf Pferden geritten in AUtos gefahren wird. Das war für mich zuerst ein befremdliches Bild und hatte nicht ganz gepasst, aber im Laufe der Geschichte habe ich mich daran gewöhnt und mittlerweile achte ich darauf gar nicht mehr so sehr.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hat sich "Sister of the Stars" für mich zu einem tollen Buch entwickelt, bei welchem ich unbedingt wissen möchte, wie die Reise weiter geht.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

"Niemand kämpft so gut für dich wie du selbst."

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Klappentext:

»Manche Dinge vermisst man für immer.«

Vor vier Jahren wurde Vianne von einer Sylphe gebissen. Im folgenden Dämonenfieber verlor sie all ihre Hexenkräfte. Um zu überleben, musste sie ihre ...

Klappentext:

»Manche Dinge vermisst man für immer.«

Vor vier Jahren wurde Vianne von einer Sylphe gebissen. Im folgenden Dämonenfieber verlor sie all ihre Hexenkräfte. Um zu überleben, musste sie ihre Heimat und ihre große Liebe Ezra Tocqueville verlassen. Nun kehrt sie geheilt nach Frankreich zurück, das mittlerweile hinter einer riesigen Mauer liegt, die die Welt vor den Dämonen schützt. Vianne ist fest entschlossen, sich ihre Magie und Ezra zurückzuholen.

Vorher muss sie jedoch den jetzigen Großmeister der Magier überzeugen, einen Pakt mit den Dämonen zu schließen. Aber Ezra hat seine eigenen Pläne und in diesen kommt Vianne nicht mehr vor …

Meine Meinung:

Ich habe bis jetzt jedes Buch von Marah Woolf gelesen und keines davon hat mich bis jetzt enttäuscht, auch mit Sister of the Stars hat sie bei mir wieder einen Volltreffer gelandet. Soweit ich zurückdenken kann haben mich Hexen und Dämonen schon immer fasziniert. Die Umsetzung des Buches gefällt mir sehr gut, besonders gefällt mir dass, das Buch in unserer Zeit spielt.

Die Geschichte ist aus der Sichtweise von Vianne, der jüngsten der drei Hexenschwestern geschrieben. Die drei Geschwister sind vom Charakter sehr unterschiedlich, bilden aber eine untrennbare Einheit. Die älteste Schwester heißt Aimée, sie ist klug, besonnen und die, die auf alle aufpasst und alles zusammenhält, dann gibt es noch Maëlle, sie ist rebellisch, wild, kann aber die Menschen auch schnell für sich einnehmen. In vielerlei Hinsicht ist Maëlle meine Lieblings Hexenschwester.

Nachdem die Drei in ihre Heimat zurückkehren werden sie von Ash begleitet, einem Mitglied der Kongregation und Freund der Schwestern. Er wird als lieb ziemlich zuvorkommend beschrieben, trotzdem mochte ich ihn nicht besonderes. Nicht zu vergessen ist natürlich Ezra Tocqueville, Viannes große Jugendliebe. Er ist vom Charakter ziemlich verschlossen und Vianne gegenüber teils sehr abweisend, sendet aber oft auch sehr widersprüchliche Signale. Das genaue Gegenteil von Ezra ist Caleb. Caleb ist Ezras Freund und Verbündeter und einer meiner absoluten Favoriten in dem Buch. Viel mehr möchte ich aber nicht zu ihm erzählen. Sonst würde ich zu viel vorwegnehmen.

Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger, bei dem man am liebsten sofort nach dem nächsten Band greifen möchte.

Fazit:

Das Buch war von der ersten bis zur letzten Seite mitreißen und spannend und für mich der perfekte Auftakt der Reihe.

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