Cover-Bild Doggerland. Fester Grund

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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Paperback
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 29.03.2021
  • ISBN: 9783864931383
Maria Adolfsson

Doggerland. Fester Grund

Stefanie Werner (Übersetzer)

Sommer auf Doggerland: weiße Nächte, alte Feindschaften, tödliche Rache

Der Sommer hat gerade auf Doggerland Einzug gehalten. Die Musikerin Luna kehrt nach Jahren in den USA und Frankreich zurück in ihre Heimat. Auf einer Party verwindet die Sängerin spurlos. Hat sie die Insel heimlich verlassen oder ist ihr etwas zugestoßen? Kommissarin Karen Eiken Hornby soll die Ermittlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit leiten. Denn je mehr an die Medien durchsickert, desto größer wird die Gefahr für die Künstlerin. Was keiner weiß: Karen verdächtigt ihren eigenen Freund, eine Affäre mit Luna zu haben. Weiß er etwas über ihr Verschwinden?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2021

Spannend

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Die Sängerin Luna kehrt nach Doggerland zurück und verschwindet kurze Zeit spöter spurlos. Kommissarin Karen Eiken Hornby betraut man mit den Ermittlungen und ausgerechnet die verdächtigt ihren Freund ...

Die Sängerin Luna kehrt nach Doggerland zurück und verschwindet kurze Zeit spöter spurlos. Kommissarin Karen Eiken Hornby betraut man mit den Ermittlungen und ausgerechnet die verdächtigt ihren Freund etwas darüber zu wissen, denn angeblich hatte er eine Affäre mit ihr. Ich fand das Buch sehr spannend. Die Ermittlern ist charismatisch und stark. Der Fall an sich ist aufregend mit überraschenden Wendungen und auch der Schauplatz der Handlung ist sehr schön. Das Cover passt perfekt. Ich habe mich richtig gut unterhalten gefühlt und kann das Buch empfehlen.

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Veröffentlicht am 03.04.2021

Sehr packende Fortsetzung der Doggerland-Krimi-Reihe

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MEINE MEINUNG
Mit „Doggerland: Fester Grund“ ist der schwedischen Autorin Maria Adolfsson eine äußerst fesselnde Fortsetzung ihrer Krimi-Reihe rund um die sympathische Kommissarin Karen Eiken Hornby gelungen. ...

MEINE MEINUNG
Mit „Doggerland: Fester Grund“ ist der schwedischen Autorin Maria Adolfsson eine äußerst fesselnde Fortsetzung ihrer Krimi-Reihe rund um die sympathische Kommissarin Karen Eiken Hornby gelungen.
Das besondere an der Doggerland-Reihe ist, dass die Handlung nicht an einem realen Schauplatz in Skandinavien angesiedelt ist, sondern auf dem sagenumwobenen, fiktiven Doggerland spielt, einer aus mehreren Inseln bestehenden Inselgruppe zwischen Großbritannien und Skandinavien in der Nordsee gelegen. Während die ersten beiden Bände mit einer sehr ruhigen, stimmungsvollen Atmosphäre und dem besonderen Flair der fiktiven Schauplätze punkten konnten, begeisterte mich die Autorin diesmal auch mit ihrem sehr packenden, clever angelegten Plot, interessante, sehr lebensechten Figuren und vielschichtigen Ermittlungen, in die die sympathische Ermittlerin Karen persönlich stärker involviert wird, als ihr lieb ist. Dieser dritte Krimi lässt sich übrigens auch ohne Vorkenntnisse der beiden Vorgänger-Bände problemlos lesen.
Schon der rätselhafte und sehr unheilvolle Einstieg aus der Perspektive eines hasserfüllten Unbekannten ist sehr gelungen und wirft viele Fragen auf. Ausgerechnet Kommissarin Karen wird inoffiziell mit den Ermittlungen zum Vermisstenfall der bekannten Musikerin Luna betraut. Unklar ist, ob die divenhafte und sehr geheimnisvolle Sängerin, die für ihr Comeback nach 10 Jahren Pause auf Doggerland ein neues Album aufgenommen hat, die Insel nach einer Party heimlich verlassen hat oder ob ihr etwas zugestossen ist. Schon bald herrscht bei Karen Zuhause schlechte Stimmung, denn ausgerechnet ihr Freund und Musiker Leo hatte während der Aufnahmen ein besonders enges Verhältnis zu Luna. Doch schon bald überschlagen sich die Ereignisse, denn ein brutaler Serienvergewaltiger, der bereits im ersten Band auftaucht, hält die Ermittler in Atem. Vier Opfer gehen mittlerweile auf sein Konto, doch gibt es kaum Anhaltspunkte auf die Identität des Täters – unter Hochdruck gehen sie jedem kleinsten Hinweis nach. Besonders überzeugen konnte mich erneut die sehr engagierte, akribische Ermittlungsarbeit des gesamten Teams, die sehr ausführlich, anschaulich und glaubwürdig beschrieben wird. Großen Raum nimmt auch das Privatleben der facettenreichen und sehr sympathischen Kommissarin ein, mit der der Autorin eine überaus überzeugende Protagonistin gelungen ist. Karen ist ein vielschichtiger, sehr lebensechter Charakter mit Ecken und Kanten, lebenserfahren und eigensinnig, sehr taff aber bisweilen auch extrem verletzlich. Sehr beeindruckend ist es, zu verfolgen, wie die gesundheitlich angeschlagene Karen sich hochprofessionell und unerschrocken gleich um zwei Fälle kümmert, die sie persönlich auf ganz unterschiedliche Weise herausfordern und belasten, und sich dabei auch noch gegen Vorgesetzte durchzusetzen versteht. Auch die vielen Nebenfiguren sind entsprechend ihrer Rollen sehr plastisch ausgearbeitet.
Das rasch anziehende Erzähltempo, immer neue Verwicklungen und überraschende Wendungen lassen die Spannung zunehmend ansteigen. Gekonnt lässt die Autorin ihren sehr abwechslungsreichen Krimi in einem unglaublich packenden Finale gipfeln.
Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und darauf, wie es mit der sympathischen Karen als Kommissarin weitergehen wird, denn anders als ursprünglich angekündigt, wird die Krimi-Reihe auf Doggerland fortgeführt.
FAZIT
Eine sehr packende Fortsetzung der Doggerland-Krimi-Reihe mit tollem nordischen Flair, spannenden, vielschichtigen Ermittlungen und der grandiosen Ermittlerin Karen Eiken Hornby.
Lesenswert für alle Fans von skandinavischer Spannungsliteratur!

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Veröffentlicht am 03.04.2021

Hoffentlich geht diese Krimireihe weiter!

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Jetzt bin ich zum dritten Mal nach Doggerland gereist - und war wieder gefesselt. Eine Nachmittag und Abend und den nächsten Vormittag habe ich (fast) durchgelesen und spannende Kriminalfälle nachverfolgt. ...

Jetzt bin ich zum dritten Mal nach Doggerland gereist - und war wieder gefesselt. Eine Nachmittag und Abend und den nächsten Vormittag habe ich (fast) durchgelesen und spannende Kriminalfälle nachverfolgt. Und viel über persönliche Probleme von Ermittlern und über Doggerland gelesen.

Wer skandinavische Krimis mit ihrer Mischung aus Privatleben der Ermittler, Kriminalfall und ein wenig Sozialkritik mag, der wird - wie ich - diese Doggerland Krimis lieben.

Aber was bedeutet Doggerland eigentlich? Es ist eine Inselgruppe zwischen England und Dänemark in der Nordsee. Von den Namen her skandinavisch geprägt - aber mit Einflüssen aus England und aus Frankreich. Nordisch-herbe Inseln mitten in der Nordsee - ein wenig wie Shetland oder die Orkneys.

Ob ich schon da war? Natürlich nicht. Geht nämlich nicht. Die Inselgruppe ist fiktiv - die Autorin hat sie erfunden - und kann so in Ruhe soziale Probleme erläutern und eine Landschaft und seine Bevölkerung erfinden. Allerdings gab es vor ungefähr 8.000 Jahren einmal einen Landstrich in dieser Gegend. Dieser wurde von der Nordsee überschwemmt und ist heute noch als "Doggerbank" vorhanden.



Ich hoffe sehr, dass die Krimi-Serie weitergeht. Denn gerade hat die Kommissarin angefangen, wieder Halt in ihrem Leben zu finden. Sie hat Freunde gefunden, eine WG hat sich gegründet und irgendwie findet auch ein wenig die Liebe zu ihr - in einer sehr spröden Art. Denn viel Zeit hat sie nicht. Schließlich muss sie einen üblen Vergewaltiger finden. Und dann ist noch eine berühmte Sängerin verschwunden......

Aber lest selbst! Ich hoffe, Ihr seid auch begeistert!

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Veröffentlicht am 29.03.2021

Maria Adolfsson - Doggerland. Fester Grund

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Ein wenig neidisch ist Karen Eiken Hornby schon auf Luna, die berühmteste Sängerin von Doggerland, die eine geheimnisvolle Aura umgibt, der auch Karens Partner Leo offenbar gerade verfällt. Nach Jahren ...

Ein wenig neidisch ist Karen Eiken Hornby schon auf Luna, die berühmteste Sängerin von Doggerland, die eine geheimnisvolle Aura umgibt, der auch Karens Partner Leo offenbar gerade verfällt. Nach Jahren des Rückzugs will die Sängerin wieder ein Album veröffentlichen und hat nun im Geheimen die Aufnahmen mit Leo und dem Team gemacht. Als sie zu den finalen Aufnahmen nicht erscheint, wird Karen gebeten, inoffiziell zu ermitteln, nur wenige Tage später jedoch gibt es schon wieder Entwarnung und Karen kann sich einem viel dringenderen Fall widmen: ein Serienvergewaltiger scheint wieder zugeschlagen zu haben. Nachdem er bereits im Herbst Frauen brutal misshandelt hat, ist nun ein weiteres Opfer zu beklagen und wieder kann dies kaum Angaben zum Täter machen. Vier Frauen, die nichts gemeinsam zu haben scheinen, doch irgendetwas muss sie verbinden. Obwohl gesundheitlich angeschlagen, vergräbt sich Karen in die Nachforschungen – bis ihre Ärztin sie bittet, sofort vorbeizukommen.

„Fester Grund“ ist der Abschluss der Doggerland-Trilogie der schwedischen Autorin Maria Adolfsson. Die Inselgruppe zwischen Dänemark und Großbritannien, die einst die britischen Inseln mit dem Kontinent verband, liegt heute versunken in der Nordsee. In ihren Romanen macht Adolfsson sie zum Schauplatz der Ermittlungen ihrer eigenwilligen Kommissarin Karen Eiken Hornby, die im Abschlussband gleich zwei Fälle bearbeiten muss, während sie selbst ziemlich angeschlagen ist.

Die Suche nach der Sängerin Luna wird zunächst vor allem durch negative Emotionen Karens geprägt, sie ist sich ihrer Beziehung zu Leo, die nach wie vor weitgehend undefiniert ist, nicht sicher und lässt sich durch die strahlende Diva völlig aus dem Gleichgewicht bringen. Dies hindert sie zwar nicht daran, genauso akribisch und ernsthaft wie immer ihre Nachforschungen zu betreiben, aber die Stimmung zu Hause ist mehr als vergiftet. Auch der zweite Fall geht ihr nahe, die Brutalität, mit der der Täter immer wieder zuschlägt, ist kaum auszuhalten. Offenkundig treibt ihn ein tiefer Hass, was für sie die Vermutung nahelegt, dass er seine Opfer gekannt und sich von diesen gedemütigt gefühlt haben könnte.

Nachdem mich „Fehltritt“, der erste Teil der Reihe, restlos begeistern konnte, weil Adolfsson eine unglaubliche Welt erschaffen hat, die man sich mit dem rauen Klima leicht bildlich vorstellen kann, ließ mich „Tiefer Fall“ etwas enttäuscht zurück, da sich hier die Handlung etwas in sich selbst verirrt hatte. „Fester Grund“ punktet dieses Mal nicht mit der Insellandschaft, sondern mit zwei interessanten Fällen und einer wieder überzeugenden Protagonistin, die neben dem scharfen Verstand und auch ihre Schwächen offenbart und so genau jenen Bruch zwischen mutiger, unerschrockener Ermittlerin und leicht zu verunsichernden Partnerin schafft, der sie zu einer vielseitigen und authentischen Figur macht.

Ein klassischer nordic crime, der keine Wünsche offenlässt, außer vielleicht jenem, dass die Trilogie auch bei uns fortgesetzt wird, im schwedischen original ist nämlich inzwischen ein vierter Band erschienen.

Veröffentlicht am 17.04.2021

Instinkte und Überraschungen

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Nicht immer zählt die Logik, manchmal muss man den eigenen Instinkten vertrauen - das erfährt Karen Eiken Hornby, die Protagonistin von Maria Adolfssons "Fester Grund" im dritten Teil der Doggerland-Triologie ...

Nicht immer zählt die Logik, manchmal muss man den eigenen Instinkten vertrauen - das erfährt Karen Eiken Hornby, die Protagonistin von Maria Adolfssons "Fester Grund" im dritten Teil der Doggerland-Triologie gleich mehrmals, privat und beruflich. War sie am Anfang des ersten Romans verkatert neben ihrem eigentlich ziemlich unsympathischen Chef aufgewacht, hat sich ihr privates Leben vergleichsweise stabilisiert. Und auch mit der Trinkerei hält sie sich mittlerweile ziemlich zurück - und sei es nur, weil die Blutwerte für die routinemäßige Fitnessprüfung der Doggerländer Polizei stimmen sollen.

Dennoch steht die Polizistin ziemlich unter Druck. Sie soll sich diskret um eine angeblich verschwundene Popdiva Luna kümmern. Der Fall passt Karen gleich aus zwei Gründen überhaupt nicht. Zum findet sie, dass ihr Mitbewohner und Gelegenheitslover Leo der charismatischen blonden Schönheit bei gemeinsamen Studioaufnahmen viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt hat, zumal er Luna in seiner Jugend nahestand. Zum anderen wäre Karen viel lieber bei den Ermittlern dabei, die einen Serienvergewaltiger jagen. Was ist dagegen schon eine launische Sängerin, die es sich vermutlich in irgendeinem Retreat gut gehen lässt. Obendrein sorgt sich die Polizistin ernsthaft um ihre Gesundheit - warum ist sie ständig so erschöpft. abgelenkt und übellaunig?

Dass Karen nicht unbedingt immer ein offenes Ohr für die Anweisungen von Vorgesetzten hat, hat sie in den ersten beiden Bänden der Doggerland-Triologie auf der fiktiven Inselgruppe zwischen Großbritannien und Skandinavien unter Beweis gestellt. Auch jetzt kann sie es nicht lassen, Ermittlungsakten und Vernehmungsprotokolle des Vergewaltigungsfalls neben ihren eigentlichen Aufgaben zu prüfen. Wo ist den Ermittlern bisher ein Detail entgangen, gibt es eine Verbindung zwischen den bisher vier Opfern?

Der Blick fürs Detail ist ebenso wichtig wie das Vertrauen auf den bereits erwähnten Instinkt. Auch Fehlschläge und falsche Vermutungen können die beharrliche Ermittlerin nicht vom Kurs abbringen, eher hingegen lebensverändernde Entscheidungen, die sie sehr schnell treffen muss. Und auch der eigentlich bereits zu den Akten gelegte und beendete Vermisstenfall - von ihrem in England georteten Handy hatte sich Luna bei den doggerländischen Studiomusikern für die Aufregung entschuldigt - erhält unversehens eine neue Wendung.

Manchmal entsteht beim Lesen der Eindruck, dass Adolfsson zwischendurch die Handlungsfäden zerfasern. Doch Geduld - am Ende fügen sich die verschiedenen Stränge durchaus wieder zusammen. Gewalt gegen Frauen, die bereits in den ersten beiden Bänden der Reihe thematisiert wurde, zieht sich auch jetzt wieder wie ein roter Faden durch die Handlung. Dennoch steht am Ende nicht nur für Karen ein neuer Anfang - und sie muss einsehen, dass sie sich gelegentlich nicht nur auf Logik und Instinkt, sondern auch mal auf Gefühle verlassen kann. Eigentlich schade, wenn mit der Triologie Schluss ist mit den Fällen für Karen Eiken Hornby - ich habe die spröde, widersprüchliche und hartnäckige Ermittlerin beim Lesen jedenfalls lieb gewonnen.

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