Cover-Bild Neon Birds
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 27.11.2019
  • ISBN: 9783404200009
Marie Graßhoff

Neon Birds

Roman
Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2020

Kampf gegen KAMI

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Die Menschheit ist schlichtweg gespalten. Die eine Hälfte lebt sicher in den Großstädten, die andere Hälfte lebt unsicher zwischen den Städten und Sperrzonen. Die Menschheit ist von einer künstlichen Intelligenz ...

Die Menschheit ist schlichtweg gespalten. Die eine Hälfte lebt sicher in den Großstädten, die andere Hälfte lebt unsicher zwischen den Städten und Sperrzonen. Die Menschheit ist von einer künstlichen Intelligenz (KI), die sie KAMI nennen, befallen. Diese übernimmt die Menschen und verwandelt diese zu Mojas, die quasi unbesiegbar sind. Leider kommt es eines Tages zu einem Zwischenfall in einer Sperrzone, wodurch alle verfügbaren Soldaten hier zum Einsatz kommen. Es findet eine furchtbare Schlacht statt, bei der viele umkommen.

Mir haben die vielen Charaktere gut gefallen. Jeder Charakter ist auf seine Art und Weise einzigartig. So gibt es Andra, die außerhalb der Städte ihr zu Hause hat. Luke ist für die Beobachtung der Zone zuständig. Ihm fällt das Leck auf. Flover ist sein bester Freund, der sich am Kampf beteiligt. Okijen ist ein Kriegsheld, der die Truppen anführt. Alle vier haben ein gemeinsames Ziel: Sie wollen KAMI aufhalten.

Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen. Vor allem war man stets mitten im Geschehen. Das Buch hat mich wirklich gefesselt. Auch die Vorstellung von der KI hat mir gut gefallen. Denn wir Menschen arbeiten ja auch an solchen KIs und so bekommt man auch mal eine Vorstellung davon, wie so etwas ausgehen kann. Daher stellt sich auch die Frage für einen privat: Brauchen wir eine KI oder nicht?

Das Ganze wird durch den Schreibstil von Marie natürlich unterstützt. Marie schreibt sehr bildhaft und flüssig, sodass selbst schwierige technische Fakten leicht zu verdauende Kost ist. Marie führt uns in eine zukunftsnahe Welt, die auf der einen Seite fantastisch und faszinierend ist, aber auf der anderen Seite auch so düster und beängstigend ist.

Ich fand auch die Illustrationen im Buch einfach genial. Ich habe sie sogar mittlerweile als Postkarten in Farbe. Sie sind einfach so wunderschön.

Das Buch konnte mich wirklich überzeugen, vor allem da ich nicht so gerne Science-Fiction lese. Aber diese Geschichte konnte mich wirklich überzeugen und hat seinen Hype mehr als nur verdient.

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Veröffentlicht am 21.03.2020

„Versprochen?“, raunte sie. Ihr Herz wurde endlos schwer, als sie den besorgten Zug um seinen Mund sah. „Versprochen.“

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Das Buch „Neon Birds“ von Marie Grasshoff ist mir als erstes durch sein Cover aufgefallen. Jetzt hatte ich das Glück es auch lesen zu dürfen. Ungefähr als ich zur Hälfte durch den Roman durch war, habe ...

Das Buch „Neon Birds“ von Marie Grasshoff ist mir als erstes durch sein Cover aufgefallen. Jetzt hatte ich das Glück es auch lesen zu dürfen. Ungefähr als ich zur Hälfte durch den Roman durch war, habe ich mir vorgestellt, wie eine Verfilmung des Buches wäre. Ich glaube wenn man einen guten Regisseur hätte, könnte man gar nichts mehr falsch machen.

Das Buch hat die Emotionen und die Tiefe, aber auch die Kampfszenen. Es hat das unglaubliche, gewissermassen fantastische das Einen in eine andere Welt eintauchen lässt und erstmal nicht mehr freilässt. Es nimmt einen mit in seine Welt und lässt einen selber träumen wie es wäre dort zu leben. Als Film könnte man da glaube ich wirklich viel draus machen da man automatisch, dass einzige was mich am Buch gestört hat verhindern würde. Für den Film müsste man das Buch sicherlich kürzen, kompakter machen. Denn manche Szenen im Buch haben sich meiner Meinung nach ein wenig lang gezogen. Trotzdem hat es geschafft mich so in seinem Bann zu halten, dass ich gestern angefangen habe zu lesen und jetzt schon fertig bin und das bei ein Bisschen mehr als 450 Seiten.

Denn trotzdem hat die Autorin es geschafft ihre Geschichte toll zu erzählen. Sie hat das Verschwörungsszenario das möglicherweise eines Tages Roboter sich eigenständig machen und die Menschen besiegen werden weitergesponnen und es dann um die 80 Jahre in die Zukunft gesetzt. Deswegen hat das Buch gleichzeitig auch eine gewisse Verbindung zur Gegenwart. Eine Verbindung von der man vielleicht eher nicht hoffen wird das sie sich erfüllt.

Und dann erst die Charaktere. Alle so detailreich, so echt. Vier gleich und man kriegt von allen nie genug. Ich will sie jetzt nicht wirklich weiter beschreiben da eine sehr gute Zusammenfassung der vier auf der Rückseite des Buchcovers steht, und ich die vier selber nicht besser umschreiben kann. Trotzdem hat mir eine Charakterin doch ein wenig mehr gefallen als die anderen und ich finde es schade, dass ein Rätsel das sich zu Anfangs ergeben hat, das ihrer Pfeile, sich im Verlauf der Geschichte nicht gelöst hat. Wahrscheinlich dann etwas für den bereits am Ende des ersten Teils angekündigten zweiten Teils. Dies ist nicht der einzige Erzählstrang der aufgegriffen aber nicht zu Ende geführt wurde weshalb ich hoffe, dass diese Erzählstränge im zweiten Teil weitergesponnen werden. Ansonsten wär es meiner Meinung nach sehr schade.

Eine weitere Sache die mir sehr gut gefallen hat, ist die zum Teil etwas ungewöhnliche Art zu erzählen. Zum Teil sind Militärberichte oder ähnliches in der Geschichte eingefügt die eine andere Sicht auf die Ereignisse zeigen und meiner Meinung nach auch sehr gut passen. Besonders gut hat mir dabei gefallen das nachdem man die Hauptcharaktere bereits kennengelernt hatte und sich ein Bild von ihnen gebildet hatte zu jedem der vier eine sogenannte „Personalakte“ kam, zusammen mit einem passendem Bild. Man wusste also schon wie die Person sich verhält, ob sie einem sympathisch ist oder nicht und dann erst hat man erfahren wie sie aussieht. So konnte sich keine Vorurteile anhand des Aussehens bilden.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil und gebe der Geschichte hiermit viereinhalb Sterne.

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Veröffentlicht am 20.03.2020

Was für ein cooles Buch!

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Was für ein geniales Buch ist "Neon Birds" bitte? Es gab zwischendurch nur ganz wenige Längen, und die paar macht das Ende umso mehr wett. Die Welt ist so cool konstruiert und die Charaktere so intensiv ...

Was für ein geniales Buch ist "Neon Birds" bitte? Es gab zwischendurch nur ganz wenige Längen, und die paar macht das Ende umso mehr wett. Die Welt ist so cool konstruiert und die Charaktere so intensiv und hautnah gezeichnet, dass es eine wahre Freude war, dieses Buch zu lesen. Ich freue mich schon riesig auf die beiden Fortsetzungen. Mit den Büchern der Autorin kann man wirklich nichts falsch machen.

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Veröffentlicht am 17.03.2020

Spannend bis zum Ende

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Das Buch spielt in der Zukunft und es gibt Feinde, die die Städte bedrohen. Diese Feinde sind mit einem Virus infizierte Menschen, der eigentlich nur die Fähigkeiten verbessern sollte, aber (wie das bei ...

Das Buch spielt in der Zukunft und es gibt Feinde, die die Städte bedrohen. Diese Feinde sind mit einem Virus infizierte Menschen, der eigentlich nur die Fähigkeiten verbessern sollte, aber (wie das bei Viren so ist) zum schlechten mutiert ist. Die mit KAMI infizierten Menschen werden zu Cyborgs, deren Ziel es ist, die Gesunden zu zerstören. Nun liegt es an vier jungen Erwachsenen, die versuchen, die Zivilisation zu retten. Ob Ihnen das gelingt

Das Buch ist super spannend und ich kann es immer kaum erwarten weiter zu lesen. Es wird insgesamt drei Bände geben, deren Erscheinungsdaten schon festgelegt sind. Die werde ich mir wohl mit großer Wahrscheinlichkeit auch kaufen müssen

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Veröffentlicht am 15.03.2020

Von Soldaten, Cyborgs und der Menschlichkeit

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Ihre Leben sind mit dem Tod verwoben. Flover Nakamura und Okijen Van Dire, weil sie in ihrem kurzen Leben bereits zu viel töten mussten. Andra und Luke, weil sie alles und jeden, den sie in ihrem Leben ...

Ihre Leben sind mit dem Tod verwoben. Flover Nakamura und Okijen Van Dire, weil sie in ihrem kurzen Leben bereits zu viel töten mussten. Andra und Luke, weil sie alles und jeden, den sie in ihrem Leben kannten, verlieren mussten.

KAMI, ein künstlich erschaffener, technischer Virus, macht Menschen und Tiere, die sich mit ihm infizieren, zu Mojas: Cyborgs, die von KAMI gesteuert Menschen angreifen. Weggesperrt in Sperrzonen sind sie aus dem Alltag der Menschen verschwunden. Doch während die Menschen sich in den Gebieten eingerichtet haben, die ihnen noch bleiben, schläft KAMI nicht – es lernt.

»Die Älteste sagte, dass das, was hinter den Mauern schlummerte, das Kind und gleichzeitig der Untergang der Menschheit sei. Geschöpfe, von ihnen selbst erschaffen, gekommen, um über sie zu richten.«

Was sagt es über eine Welt, in der die gefeiertsten Soldaten kaum 20 Jahre alt und doch schon müde sind? Mechanische Tiere tummeln sich auf den Straßen und in den Wohnungen, die oftmals über und über mit Pflanzen dekoriert sind, um sich von ihnen zu ernähren.

Soldaten werden im Kampf gegen die Mojas ausgebildet, die mit jedem verstreichenden Jahr stärker und intelligenter zu werden scheinen. An den Mauern zu den Sperrzonen wohnen noch vereinzelt Stämme, die ihren eigenen Gesetzen folgen, oder Menschen, die das Leben in den Zonen nicht hinter sich lassen können. Sie warten und hoffen, dass das, was hinter den Mauern existiert, irgendwann wieder so sein wird, wie sie es kannten.

»Die Tore der Zone waren das Größte, was sie jemals gesehen hatte. Die Gewalt, die allein von den Mauern ausging, war unfassbar für sie gewesen. Wie mächtig musste dann erst das sein, was sie in sich bargen?«

Doch von jenen, die sich hinter die Mauern trauen, kommen nur die wenigsten zurück. Und während KAMI in den Mauern gedeiht, werden außerhalb der Mauern Entscheidungen getroffen.

»Außerhalb der Mauern erzählen die Menschen einander eine Geschichte. Eine Geschichte von Sicherheit und davon, dass sie durch Ausgrenzung erreicht werden könnte. Sie neigen dazu, alles, was sie nicht kennen, von sich fernzuhalten, aus Angst, es könnte ihnen schaden.«

Die Charaktere von Neon Birds, dem Auftaktband zur Trilogie von Marie Graßhoff, sind ebenso besonders, wie es die Welt ist, die Graßhoff erschafft. Weder Flover noch Okijen entpuppen sich als bloße Abziehbilder eines Soldaten, auch Andra ist kein hilfloses Mädchen, das ständig gerettet werden muss. Männliche wie weibliche Charaktere nehmen die unterschiedlichsten Positionen in der Welt von Neon Birds ein.

In dieser Welt, die von Kybernetik, künstlicher Intelligenz und Fortschritt geprägt ist, zeichnen sich die Figuren vor allem durch eines aus: Menschlichkeit.

»Die Welt stand vor dem Ende. Er hatte dieses Gefühl gehabt, seit er denken konnte. Das Gefühl, dass es endete.«

Diese besonderen, ans Herz wachsenden Figuren machen es leicht, die Einladung in die Trilogie um Neon Birds anzunehmen, obwohl der Sog der Gesamterzählung, der mich förmlich zwang, das Buch bis zum Ende zu lesen, erst im späteren Verlauf des Romans einsetzte. Mit jedem weiteren Kapitel wird bei Neon Birds eines sicherer: Man darf auf die beiden Folgebände Cyber Trips und Beta Hearts mehr als gespannt sein.

»Supersoldaten kämpfen gegen Zombie-Cyborgs«, lautete Graßhoffs Danksagung im Roman zufolge die ursprüngliche Plotidee zu Neon Birds. Und es ist wirklich erstaunlich, was die Autorin aus dieser Idee erschaffen hat: Eine Empfehlung, nicht nur für Science Fiction-Fans.

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