Cover-Bild Drei Meter unter Null

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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 06.03.2017
  • ISBN: 9783453271111
Marina Heib

Drei Meter unter Null

Thriller
Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. Sie schlägt den Weg der Gewalt jedoch nicht ohne Grund ein. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle der Normalität umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Dem Tag, an dem sie beschließt, eine Mörderin zu werden. Sie will die Dämonen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie.





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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2018

Extrem schwieriger Einstieg und dann kommt die Wende

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Einst wollte sie Pippi Langstrumpf werden, dann doch lieber Winnetou, als sie älter wurde, konnte ihre Mutter sie überzeugen, etwas "Vernünftiges" zu lernen. Doch schon immer fühlte sie, etwas ist anders ...

Einst wollte sie Pippi Langstrumpf werden, dann doch lieber Winnetou, als sie älter wurde, konnte ihre Mutter sie überzeugen, etwas "Vernünftiges" zu lernen. Doch schon immer fühlte sie, etwas ist anders mit ihr, denn sie war schon immer anders als andere Kinder. Nun ist sie auf der Jagd, sie ist ein Wolf, doch sie jagd andere Wölfe.
Meine Meinung:
Wie ihr bereits an meiner Inhaltsangabe lesen könnt, ist es ganz schön schwer, diesen Thriller in Worte zu fassen, denn er ist etwas ganz anderes, als ich von einem Thriller gewohnt bin und auch als ich erwartet habe. Es fiel mir extrem schwer, hier in das Geschehen zu finden, denn zu Beginn ist es einfach verwirrend, dabei auch sehr langatmig und ich hatte so gar keine Idee, wohin die Autorin mit mir wollte. Der Schreibstil zu Beginn ist durchaus gehoben, zwar vom reinen Inhalt her verständlich, aber richtig leicht hat mir die Autorin es nicht gemacht. Sie wechselt hier sprachlich gemeinsam mit der Stimmung der Protagonistin, so ist sie mal weit ausschweifend und detailliert, wenn sie von Erlebnissen ihrer Kindheit spricht, und dann wird es kurz und abgehackt, wenn sie zu den Ereignissen in der Gegenwart springt, in denen sie zu einer Täterin wird. Beinahe hätte ich hier aufgegeben weiterzulesen, doch etwa in der Mitte des Thrillers gibt es plötzlich eine Wendung, die ich nicht einmal ansatzweise erahnt hätte. Diese Wendung brachte mir nicht nur das plötzliche Aha-Erlebnis über bereits gelesenes, sondern auch von jetzt auf gleich ganz viel Tempo und Spannung im Geschehen und so habe ich das Buch bis zum Ende regelrecht verschlungen. Ich hatte fast den Eindruck, plötzlich ein ganz anderes Buch zu lesen, denn hier wurde es keineswegs langweilig.
Somit kommen wir zum Plot, dieser ist zu Beginn einfach nur zäh und träge. Doch auch hier gilt: unbedingt durchhalten, denn was da kommt, ist wirklich unglaublich. Was diesen Thriller auch komplett von anderen unterscheidet, ist das völlige fehlen jeglicher Ermittlungen im herkömmlichen Sinne. Es gibt weder Polizei noch gejagte Verbrecher, was mir wiederum gefallen hat, denn es macht dieses Buch durchaus aussergewöhnlich.
Erzählt wird hier aus der Ich-Perspektive der Protagonistin, die ich zu Beginn einfach für das reine Böse gehalten habe. Sie selbst betitelt sich als Wölfin auf der Jagd nach Wölfen und ich konnte einfach nicht verstehen, warum und weshalb sie wie agierte. Ich dachte hier, es mit einer psychisch schwer gestörten Person zu tun zu haben, doch auch hier gilt: Geduld, denn die Wendung bringt auch hier Verständnis für die Protagonistin. Diese ist durch das ganze Buch hinweg eher unnahbar und ich überlege gerade, ob ich hier überhaupt einen Namen erfahren habe. Sie bleibt durchweg wie ein Phantom, jemand, den man kaum greifen, geschweige denn verstehen kann und genau das ist wohl auch so gewollt, denn selbst die Protagonistin spricht davon, dass sie immer auf der Suche nach sich selbst war. Was mir sehr gefallen hat, ist diese Wende auch bei der Hauptperson, die mir zunächst alles andere als sympathisch war, für die ich aber plötzlich Verständnis aufbrachte.
Auch die Nebencharaktere bleiben hier komplett überschaubar, aber auch das passt hier sehr gut. Alles andere würde dieses Buch in ein Licht setzen, dass es unglaubhaft machen würde.
Die Taten in diesem Buch scheinen zu Beginn noch sehr grausam und die Autorin beschreibt zwar nicht im Detail, was da geschieht, doch man konnte sich hier durchaus vorstellen, wie alles vonstatten ging.
Mein Fazit:
Ein Buch, bei dem ich mich immer wieder aufraffen musste, um weiterzulesen, denn die Autorin macht es dem Leser beim Einstieg alles andere als einfach. Doch wer hier am Ball bleibt, wird mit einer Wendung überrascht, die erschreckend, grausam und Atem beraubend ist. Auf jeden Fall ist es kein gewöhnlicher Thriller und ich bin mir sicher, so etwas in der Art noch nicht gelesen zu haben. Wer einmal einen ungewöhnlichen Thriller lesen möchte, der ist hier mit Sicherheit beim richtigen Buch gelandet, Fans des "gewöhnlichen" Thrillers könnten hier zunächst jedoch Schwierigkeiten haben.

Veröffentlicht am 07.05.2017

Die Wölfin reißt das Rudel

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Zum Inhalt:
Eine Frau erfährt ein furchtbares Geheimnis und beschließt, die verantwortlichen Personen zur ultimativen Rechenschaft zu ziehen. Sie lässt sich zur Kampfmaschine ausbilden und verfolgt kaltblütig ...

Zum Inhalt:
Eine Frau erfährt ein furchtbares Geheimnis und beschließt, die verantwortlichen Personen zur ultimativen Rechenschaft zu ziehen. Sie lässt sich zur Kampfmaschine ausbilden und verfolgt kaltblütig ihren Plan.

Mein Eindruck:
Eine Ich-Erzählerin, die sehr lange das Motiv für ihr Tun für sich behält und damit das Page-Turning forciert. So sitzt man und liest und wundert sich, wie ein so geliebtes Kind in ein Raubtier mutieren kann. Die Brüche in der Persönlichkeit ihrer Protagonistin weiß Marina Heib sehr intensiv darzustellen. Zuerst als Kind und Jugendliche einerseits Pippi Langstrumpf und Tarzan, andererseits werden andere misshandelt und schwer verletzt – immer ohne Folgen für die Hauptfigur. Dann wird aus dem fantasiebegabten Wesen plötzlich eine analytische, kühle Frau, die erst nach reiflicher Überlegung heiraten möchte, um nach überraschenden Informationen praktisch wieder ihr ganzes Leben auf den Kopf zu stellen und zur Mörderin zu werden, große darstellerische Fähigkeiten inklusive.
Das ist dann der Moment, an dem man der Geschichte und den Beweggründen der Protagonistin nur noch schwer zu folgen vermag, diese durchlebt fast zu viele Metamorphosen.
Allerdings – und das ist das große Plus von Heib – spannend ist ihre Geschichte und es ist ein Genuss, sich in der wohlgeformten Sprache zu verlieren, obwohl einem die Ich-Erzählerin fern bleibt und der Twist zum Schluss nicht unbedingt gefallen muss.

Aber das ist ja möglicherweise genau so gewollt!

Veröffentlicht am 18.04.2017

Psychogramm einer eiskalten Mörderin - hart, schonungslos, aber absolut überzeugend

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Marina Heib, die ich bisher nur durch ihre Krimis aus der Reihe um den Ermittler Christian Beyer kannte, legt hier einen harten und schonungslosen Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugt hat.

Die ...

Marina Heib, die ich bisher nur durch ihre Krimis aus der Reihe um den Ermittler Christian Beyer kannte, legt hier einen harten und schonungslosen Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugt hat.

Die Geschichte spielt auf zwei unterschiedlichen Ebenen. Auf der einen begleitet man die namenlose Mörderin bei der Durchführung ihres eiskalten Racheplanes, der nach einem klaren Muster verläuft und auch einer vorgegebenen Reihenfolge folgt.
Auf der anderen Ebene erfahren wir nach und nach immer mehr Details aus der Vergangenheit der Frau, bis wir mit ihr den Moment erleben, an dem ihre bisherige Welt in Trümmern liegt und sie beschließt, zur Mörderin zu werden.

Der Wechsel zwischen diesen beiden Ebenen sorgt dafür, das man ständig zwischen Abscheu und Verständnis bzw. Ablehnung und Zustimmung schwankt und sich im Verlaufe des Buches irgendwann entscheiden muss, welche der beiden Seiten hier die Überhand gewinnen soll und muss. Das das Buch dabei konsequent aus der Sicht der Mörderin geschrieben ist und es keine Passagen aus einer zweiten bzw. einer neutralen Sichtweise gibt, die dem Leser helfen, das Geschehen ein wenig besser einordnen zu können, macht einem diese Entscheidung allerdings auch nicht gerade einfacher.

Der Schreibstil des Buches ist hier doch eher ungewöhnlich und sicherlich auch gewöhnungsbedürftig, er gibt aber die zum Teil wirre und abschweifende Gedankenwelt der Protagonistin insgesamt gut wieder, macht es dem Leser aber auch nicht gerade leicht, ihr immer gleich folgen zu können. Viele dieser Gedanken ergeben dann im weiteren Verlauf des Buches aber durchaus noch einen tieferen Sinn.

Ein kompromissloser Thriller, der meinen Geschmack voll getroffen hat.

Veröffentlicht am 13.04.2017

Wow, was für ein spannendes Buch!

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Zum Inhalt:
Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. Sie schlägt den Weg der Gewalt jedoch nicht ohne Grund ein. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales ...

Zum Inhalt:
Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. Sie schlägt den Weg der Gewalt jedoch nicht ohne Grund ein. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle der Normalität umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste.
Meine Meinung:
Hammerspannend! Hab mich immer wieder selbst erwischt, wie ich den Atem anhalte. Sehr lange fragt man sich, warum die Opfer sterben müssen und hat auch das Gefühl, dass die Opfer eher zufällig ausgewählt sind. Irgendwann beschleicht einen dann das Gefühl, dass wahrscheinlich doch bestimmte Personen ausgewählt werden. Die Blicke in die Vergangenheit helfen zunächst aber auch nicht. Aber der Auslöser der Morde und das furiose Ende sind schon grandios.
Fazit:
Unbedingt lesen!

Veröffentlicht am 12.04.2017

Düster und spannend!

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Die Mörderin erzählt aus der Ich-Perspektive ihre Geschichte, wie sie war und wie sie wurde wie sie jetzt ist. Der Einstieg in die Geschichte mit dem Prolog beginnt unspektakulär, ja fast langweilig. Die ...

Die Mörderin erzählt aus der Ich-Perspektive ihre Geschichte, wie sie war und wie sie wurde wie sie jetzt ist. Der Einstieg in die Geschichte mit dem Prolog beginnt unspektakulär, ja fast langweilig. Die namenlose Protagonistin erzählt aus ihrer Kindheit. Wie jedes Kind hat auch sie Zukunftsträume und –wünsche. Doch diese sind bei ihr sehr fantasievoll und entsprechen nicht der Norm. Sie ist eben doch nicht wie alle anderen Kinder, hat keine Freunde und wird für ihre Fantastereien gemieden. Verständnis für ihre rege Fantasie findet sie nur bei ihren Eltern. Besonders der Vater unterstützt sie dabei. Richtet liebevolle Zufluchtsorte in ihrem Kinderzimmer her. Dort kann sie, ganz sie sein und ihre Träume ausleben.

Nach dem Prolog schlägt die Stimmung um. Der Ton wird härter, voller Wut, mit viel Hass. Ich wusste gar nicht was da auf mich zukam. Wusste nicht, was ich von “ihr” halten soll. Wieso diese Verbitterung, wieso diese Wandlung? Etwas ist passiert, zwei Jahre vorher”. Dieses Erlebnis hat “sie” zu der Person gemacht, die sie ab nun verkörpert. Sie wird zur Mörderin. Schildert in Rückblicken, wie es dazu kam. Peu à peu erfährt man als Leser den Grund, warum “sie” zu dem wurde, was sie ist. Die Rückblicke wechseln sich mit den Geschehnissen in der Gegenwart ab. Sie ist auf der Jagd. Sie ist ein Raubtier. Sie will töten, sie muss töten. Denn sie will Vergeltung. Der Auslöser für diese Taten sind schockierend und man kann den Hass und die Wut dann auch verstehen.

Die Geschichte selber ist mit 250 Seiten recht kurz, überzeugt aber durch die unterschiedlichen Handlungsstränge und vor allem durch die drakonischen Wendungen. Zwar hat man als Leser immer einen entsprechenden Hintergedanken, die Wahrheit selber ist aber noch um einiges grausamer.

Das Cover und der Titel lassen schon vermuten, dass e.s düster wird in diesem Thriller. Was sich hinter den “Drei Meter und Null” verbirgt ist schrecklich und abartig, entspricht aber leider auch so manches Mal der Realität.

Marina Heib war mir bisher als Autorin unbekannt. Mit diesem Roman hat sie mich aber zu Hundertprozent überzeugen können, es wird bestimmt nicht das letzte Buch von ihr für mich gewesen sein!

Mein Fazit:

Ein durch und durch gelungener Thriller. Düster und spannend, gern mehr davon!