Cover-Bild Tante Poldi und die Schwarze Madonna

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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ehrenwirth
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 29.03.2019
  • ISBN: 9783431041156
Mario Giordano

Tante Poldi und die Schwarze Madonna

Kriminalroman
Lecktsmiamarsch, Poldis Geburtstag steht vor der Tür! Blöderweise sieht es nicht so aus, als ob sie den überleben würde. Denn als in Rom eine junge Ordensschwester vom Dach des Apostolischen Palastes stürzt, gerät die Poldi höchstpersönlich unter Verdacht. Einziger Hinweis auf den Täter: eine Schwarze Madonna. Und diesmal hat es die Poldi mit sehr gefährlichen Leuten zu tun. Als sich dann noch in Torre Archirafi auf einmal alle von ihr abwenden, reicht es ihr. Krachledern, mit Perücke und tüchtig Dings stürzt die Poldi sich in einen neuen Fall und gerät mit dem Commissario ihres Herzens voll ins Visier der Mörder ...

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Lesejury-Facts

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2019

Der Deal mit dem Tod

5

Beim Exorzismus einer Frau in Rom behauptet deren Dämon plötzlich auf bayrisch, er sei Poldi: „Isolde Oberreiter aus Torre Archiafi, hast mi?!“ (S. 9). Wenige Stunden später stürzt sich die junge Nonne, ...

Beim Exorzismus einer Frau in Rom behauptet deren Dämon plötzlich auf bayrisch, er sei Poldi: „Isolde Oberreiter aus Torre Archiafi, hast mi?!“ (S. 9). Wenige Stunden später stürzt sich die junge Nonne, die dieser Beschwörung assistiert hat, vom Dach der päpstlichen Wohnung zu Tode. Da ist es nicht verwunderlich, dass ein Commissario der vatikanischen Gendarmerie und ein päpstlicher Padre vor Poldis Tür stehen, um sie zu befragen. Und obwohl Poldi weder die Besessene noch die Nonne kennt und der Fall für sie damit eigentlich erledigt wäre, macht sie sich natürlich selbst auf den Weg nach Rom, um zu ermitteln. Dabei bringt sie anscheinend ganz Torre Archiafi gegen sich auf, denn es werden Drohungen an ihre Hauswand gesprüht und die Signora Cocuzza kündigt ihr die Freundschaft.
Doch auch der Neffe hat ein Problem. Irgendwas ist im Urlaub mit Valérie schief gegangen, aber er will (noch) nicht drüber reden.

Tante Poldi steckt wieder mal in Schwierigkeiten. OK, das ist für den Neffen jetzt nichts Neues, auch nicht, dass er in den Fall mit reingezogen wird. Neu ist allerdings, dass er sich jetzt (endlich) als ihr offizieller „Krimiograf“ versteht – er dokumentiert und schreibt mit und wird aus ihren Fällen ein Buch machen. Mit seiner großen Familiensaga kommt er nämlich nicht wirklich weiter.
Aber es gibt ein klitzekleines Problem – der Tod hat der Poldi ein Geschäft vorgeschlagen (welches, verrate ich hier natürlich nicht). Doch es sieht nicht so aus, als ob sich die Poldi an ihren Teil der Abmachen würde halten können ...
Also wird wieder ermittelt, geflucht, gestritten, geliebt, geschrieben und die Perücke autgetufft.

Ich liebe Tante Poldi und ihren Neffen einfach – den Humor, die Sprüche, die Spannung und das Zwischenmenschliche. Er hat bei ihr aber auch wirklich nichts melden. Außerdem warte ich inzwischen immer schon gespannt auf den Auftritt der Berühmtheiten, die Donna Poldina kennt – neben dem Papst sind es diesmal Gianna Nannini, Adiano Celentano (Danke für die Ohrwürmer lieber Mario Giordano) und Steve Jobs. Poldi ist eben einfach ein Original: gewitzt, erfahren, weit rumgekommen und sehr schlau. In ihren Commissario Vito Montana ist sie immer noch sehr verliebt – welches Vollweib könnte seiner „zyklopischen Virilität“ schon widerstehen?! Aber auch Russo scheint sich ja sehr für sie zu interessieren und es ist lange nicht klar, ob und wie er in diesen Fall involviert ist.

Mario Girodanos Erzählstil ist einzigartig. Er zelebriert die deutsche Sprache geradezu, wirft mit Aufzählungen, Adjektiven und Superlativen nur so um sich – vor allem, wenn es um „Dings“ geht .

Die Handlung ist extrem spannend, mit mehr als einem echten Cliffhanger und einem filmreifen Showdown. Apropos: Die Bücher sollen nicht zufällig verfilmt werden? Also ich würde das Kino stürmen.
Mich fasziniert, wie gekonnt immer wieder Details der Vorgängerbände integriert werden – hier taucht z.B. Kigumbe aus „Tante Poldi und der schöne Antonio“ wieder auf. Die Geschichte scheint nie abschließend auserzählt, alles ist miteinander verwoben. Ich hoffe, dass Poldi 100 wird und bis zum bitteren Ende ermittelt!

Veröffentlicht am 28.03.2019

Wenn der Papst auf eine bayerische Naturgewalt stößt...

2

Dezenz kann man Tante Poldi wirklich nicht vorwerfen. In ihrem vierten Abenteuer verschlägt es das bayerische Original mit dem losen Mundwerk in den Vatikan. Weder Papst noch Padres können die exzentrische ...

Dezenz kann man Tante Poldi wirklich nicht vorwerfen. In ihrem vierten Abenteuer verschlägt es das bayerische Original mit dem losen Mundwerk in den Vatikan. Weder Papst noch Padres können die exzentrische Poldi davon abhalten, ihre neugierige Nase in einen neuen Kriminalfall zu stecken: Kurz nach einem Exorzismus verschwindet die Frau, deren Dämonen vertrieben werden sollten, spurlos und eine wichtige Zeugin stürzt sich vom Dach des Apostolischen Palastes. War es Mord oder Selbstmord? Steckt eine Verschwörung der Kirche dahinter? Oder hat gar die sizilianische Mafia ihre Finger im Spiel? Wenn das nicht schon genug wäre, hat „Donna Poldina“ auch noch mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen: ein liebeskranker Neffe, bedrohliches Graffiti an ihrer Hauswand und der Tod lässt schließlich auch nicht mit sich spaßen.

Mario Giordano hat mit „Tante Poldi und die schwarze Madonna“ eine wirklich fantasievolle Geschichte ersonnen, die mit komplexen Handlungssträngen, interessanten Charakteren und einem wirklich überraschenden Ende aufwartet. Die vielen Cliffhanger am Ende der einzelnen Kapitel neben den zusammenfassenden Einleitungen zu Beginn jedes Abschnitts halten die Spannung auf hohem Niveau, so dass ich immer weiter lesen wollte. Dazu kommen noch wilde Verfolgungsjagden, mysteriöse Botschaften und geheimnisvolle Figuren, die sich nicht so leicht in Gut und Böse einteilen lassen.

Obwohl ich die drei Vorgängerbände nicht kannte, bin ich ohne Startschwierigkeiten in die Geschichte eingetaucht. Ihre bairischen "O-Töne" sind so lebhaft geschrieben, dass ich mir die Poldi gut vorstellen konnte. Sie ist mir schon nach kurzer Zeit richtig ans Herz gewachsen!

Was mich aber immer wieder begeistert hat, sind die kleinen fantasievollen Wortkreationen und Bildvergleiche. Wir lernen den P.O.L.D.I. kennen. Ein Brutpflegereflexe auslösendes Auto mit dem Charme einer Wilden Maus. Ältere Herren, die ihren Bäuchen das Meer zeigen. Und „dings“ kommt auch nicht zu kurz. Diese Assoziationen lassen ein tolles Kopfkino entstehen. Da wird die eigentliche Story um einen Mord im Vatikan schon fast zur Nebensache...

Fazit: Dieses Buch macht extrem viel Spaß! Schon nach den ersten paar Seiten hat es mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert und ich musste regelmäßig wie blöd vor mich hinkichern. Zugleich kommt Donna Poldina immer wieder mit richtig tiefgründigen Gedanken um die Ecke, so dass die Geschichte nie zu flach wurde. Ich freu mich schon auf das fünfte Abenteuer und werde mir die Wartezeit definitiv mit der Lektüre der ersten drei Bände verkürzen. Forza, Poldi!

Veröffentlicht am 28.03.2019

P.O.L.D.I. Der Progressive-Oberreiter-Lügen-und-Drama-Index

2

Poldi reicht es. Sie hat die Nase voll. Ihr Geburtstag steht vor der Tür.
Dummerweise sieht es aber so aus, als ob sie den nicht überleben wird.
Der Tod macht solche Andeutungen.
Als in Rom eine junge ...

Poldi reicht es. Sie hat die Nase voll. Ihr Geburtstag steht vor der Tür.
Dummerweise sieht es aber so aus, als ob sie den nicht überleben wird.
Der Tod macht solche Andeutungen.
Als in Rom eine junge Ordensschwester vom Dach des apostolischen Palastes stürzt,
gerät Poldi unter Verdacht.
Wer ist, die Frau, die mit Poldis Stimme spricht und behauptet Isolde Oberreiter zu sein?
Damit nicht genug, auf einmal wenden sich ihre Nachbarn aus Torre Archirafi von ihr ab.
Poldi bekommt Drohungen an die Hauswand geschmiert.
Langsam reicht es, Poldi stürzt sich in die Ermittlungen.
Da hat aber nicht nur der Tod etwas dagegen, sondern auch der wahre Mörder.

Auch dieser Band überzeugt wieder durch die wunderbare Sprache und
Ausdrucksweise. Diese Poldi mit ihrer so bombenfesten Perücke
und ihrem so handfesten Vokabular, die sogar mit dem Tod verhandeln kann.
Sie steckt natürlich wieder mal in großen Schwierigkeiten.
Ihr Neffe, der so gern ein großer Schriftsteller wäre und als Chronist
der Geschehnisse fungiert, ist ja nichts anderes gewohnt von seiner Tante.
Dieses Mal wird er aber so richtig in die Ermittlungen mit einbezogen.
Es ist nicht so einfach neben einem Superhirn zu bestehen.
P.O.L.D.I. Der Progressive-Oberreiter-Lügen-und-Drama-Index ist einfach nicht
zu toppen.
So ganz nebenbei wird der Leser durch die Eigenarten Siziliens und seiner Bewohner,
bis zum Vatikan geführt.
Die Charaktere sind einfach nur wunderbar. Schrullig, eckig und die Figur der Poldi
ist ein richtiger strahlender Solitär.
Resolut und selbstbewusst nimmt sie sich, was sie will.
Der Autor spannt viele lose Fäden die am Ende auf wunderbare Weise zusammen laufen.
Auch der vierte Band spart nicht an Originalität.
Poldi bringt den Vatikan im Nonnen Habit völlig aus der Rolle,
liefert sich heiße Verfolgungsfahrten und klärt ein altes Geheimnis in ihrem Dorf.
Wir können sogar auf eine Hochzeit hoffen.
Bis zum Schluss bleibt der Spannungsbogen erhalten.

Fazit:
Diese Bayrisch/Italienische Wuchtbrumme bringt mich immer wieder zum Lachen.
Dank der detaillierten Personen und Ortsbeschreibungen bin ich immer richtig drin im Geschehen.
Die Gespräche zwischen Poldi und dem Tod empfinde ich als sehr lustig bzw. makaber.
Ich fühlte mich bestens Unterhalten und freue mich schon auf den nächsten Band.

Veröffentlicht am 28.03.2019

Dezenz ist Schwäche

2

Poldis Geburtstag steht vor der Tür, aber so recht Lust es krachen zu lassen hat Poldi gar nicht. In Torre Archirafi scheint es nicht mehr so schön zu sein. Fast täglich muss sie Schmierereien an ihrer ...

Poldis Geburtstag steht vor der Tür, aber so recht Lust es krachen zu lassen hat Poldi gar nicht. In Torre Archirafi scheint es nicht mehr so schön zu sein. Fast täglich muss sie Schmierereien an ihrer Hauswand übermalen, „Krazze ab“ ist an Deutlichkeit nicht zu überbieten. Dann findet in Rom ein Exorzismus statt und die Besessene schreit in bestem Bayerisch und mit Poldis Stimme ihre unflätigen Verwünschungen, kurz danach wird eine junge Nonne, die bei diesem Ritual anwesend war, tot aufgefunden.
Was bleibt der Poldi denn anderes übrig als zu ermitteln, zumal sie plötzlich selbst noch unter Mordverdacht steht.
Das neueste Abenteuer der Tante Poldina ist wieder eine Tour force. Weder von Todesdrohungen, noch Mordverdacht oder sogar Haft lassen sich Poldi und ihr schneidiger Commissario Montana vom Ermitteln abbringen. Ja ganz richtig, Montana macht gemeinsame Sache mit Poldi, denn er scheint jemandem auf die Füße getreten zu sein und ist vom Dienst suspendiert. Aber er hat auch noch überall den einen oder anderen Gefallen einzufordern, so klappt das mit den Ermittlungen auch in Rom ganz gut.
Poldi lässt nichts aus, sie wirbelt im Nonnenhabit im Vatikan reichlich Staub auf, liefert sich in Rom heiße Verfolgungsfahrten und mischt zurück in Sizilien das Dorf auf. Kein Stein bleibt auf dem anderen, denn wenn Poldi sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann brennt die Hütte!
Es gibt bei den Lesern der Poldi Krimis nur zwei Meinungen, entweder man mag sie oder man mag sie nicht. Dazwischen gibt es nichts. Ich gehöre zur „Mag sie“ Fraktion, weil ich mich immer köstlich amüsiere. Ich liebe die überzogenen Abenteuer, ich liebe ihre derbe, bayerische Ausdrucksweise und wenn sie das Götz Zitat verwendet, klingeln mir die Ohren. Damit es zwischen den Abenteuern kleine Erholungspausen für die Leser gibt, kommentiert der nette, aber ein wenig tapsige Neffe die Ereignisse. Wenn er nicht den Lesern seinen eigenen Romanentwurf ans Herz legt, denn eigentlich hält er sich ja für einen begnadeten Schriftsteller, doch sein Opus Magnum – der große italienisch-deutsche Familienroman – will ihm nicht so recht aus der Feder fließen. Aber er soll besser weiterhin Poldis Abenteuer aufschreiben, das macht mir mehr Spaß.
Eine verrückte und abgedreht Geschichte und ich bin immer wieder überrascht, dass sich Poldi noch steigern lässt.

Veröffentlicht am 17.04.2019

5 Sterne sind zu wenig, die Tante Poldi ist eine Prachtfrau, und ihre Schwester eine Garsti

1

Bei Tante Poldi geht es wieder hoch her. Ein Exorzismus, und dann auch noch Poldis Stimme währendessen, und ihr Neffe der aus Frankreich extra kommt. Poldi ist in ihrem Ort nicht mehr erwünscht, die Ereignisse ...

Bei Tante Poldi geht es wieder hoch her. Ein Exorzismus, und dann auch noch Poldis Stimme währendessen, und ihr Neffe der aus Frankreich extra kommt. Poldi ist in ihrem Ort nicht mehr erwünscht, die Ereignisse überschlagen sich, und dann kommt noch der Tod und gibt Poldi die Info das sie nicht mehr lange zu leben hat. Ich habe sehr viel gelacht, Mario Giordano, danke für die tollen Lesestunden. Die Poldi fegt den Papst um, hat einen Inder zu Besuch, und eigentlich will der Montana sie heiraten. Und da gibt es ja auch die schwarze Madonna, die verschwunden ist. Und diese soll ja wieder gefunden werden. Es gibt zwei Morde und bis zum zweiten Drittel wusste ich nicht wer der Mörder ist. Und ich lag mit meiner Vermutung völlig falsch, Poldi deckt alles nach und nach auf. Und ich war dabei. Ich konnte mich selbst mit ihrem Neffen in Poldis Haus vorstellen. Der Montana hat ja auch noch einiges zu bieten. Da dies mein erster Poldi Krimi ist, wusste ich nicht was mich erwartet. Ich bin sehr dankbar, das ich diesen lesen konnte. Der Mario ist halt ein Prachtkerl. Danke ( 17.04.19) für das Buch. Vielen Dank