Cover-Bild Terra di Sicilia. Die Rückkehr des Patriarchen
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 14.03.2022
  • ISBN: 9783442315604
Mario Giordano

Terra di Sicilia. Die Rückkehr des Patriarchen

Roman
Das Sommerbuch des Jahres 2022!

Ende des 19. Jahrhunderts wächst Barnaba Carbonaro in einem archaischen Sizilien auf, den Kopf voller Träume von Reichtum und einer Familiendynastie. Und tatsächlich steigt er mit Gewitztheit und Mut vom bettelarmen Analphabeten zum Dandy auf und schließlich zum geachteten Zitrushändler auf dem Münchner Großmarkt. Ein Leben wie eine Odyssee, voller Triumphe und bodenloser Niederlagen, getrieben von einer unstillbaren Sehnsucht. Barnaba zeugt vierundzwanzig Kinder, verdient ein Vermögen und verliert alles. Am Ende seiner langen Reise blickt der Patriarch auf den hungrigen Jungen zurück, der auszog, den Göttern das große Glück abzutrotzen. Und er versteht, dass ihm zwischen Abschieden und Neuanfängen, zwischen süßen Mandarinen und bayerischem Schnee etwas viel Größeres gelungen ist.

Ein großes deutsch-italienisches Familienepos: sinnlich, farbenfroh, imposant.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2022

Eine bezaubernde Geschichte, die alle fünf Sinne erregen

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Barnaba „Nino“ Carbonaro wird 1880 in Sizilien geboren. Trotz Armut und Schläge, die seinen Alltag prägen, entkommt er das übliche Schicksal dieser Zeit: Dank Pfiffigkeit, Kampflust und Hartnäckigkeit, ...

Barnaba „Nino“ Carbonaro wird 1880 in Sizilien geboren. Trotz Armut und Schläge, die seinen Alltag prägen, entkommt er das übliche Schicksal dieser Zeit: Dank Pfiffigkeit, Kampflust und Hartnäckigkeit, sowie unerwarteter Begegnungen entwickelt er sich zum Patriarchen einer angesehenen Großfamilie zwischen Sizilien und München.

Der Roman „Terra di Sicilia - die Rückkehr des Patriarchen“ von Mario Giordano ist ein besonderes Highlight unter den Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Das farbenfrohe Cover ist ein Hingucker und fasst gut zusammen, wie wichtig die Zitrusfrüchte und die Fotografie in Barnabas Leben sind.
Der Erzähler dieser abenteuerlichen Geschichte ist Barnabas Urenkel. Der Stammbaum am Anfang des Buches unterstützt ungemein das Verständnis der Beziehungen, besonders wenn der Erzähler den Leser oder die Leserin zwischendurch nach München im Jahr 1960 entführt.
Mario Giordano gibt mit diesem Buch einen Ausblick auf das Leben in Sizilien um die Jahrhundertwende. Wahre Begebenheiten, wie ausführlich recherchierte Beschreibungen der sizilianischen Kultur und der schweren Arbeit in den Zitrushainen, und Mythen, sei es Odysseus oder die sizilianischen patruneddi, vermischen sich und schaffen ein einmaliges Epos, das nach Mandarinen und Sonne duftet.
Barnaba „Nino“ Carbonaro ist eine faszinierende ambivalente Figur: Analphabetisch bis zum Ende seines Lebens, aber dank Kreativität und eine besondere Beziehung zu Zahlen sehr begabt und geschäftstüchtig. Deutschland spielt eine wichtige Rolle in seinem Leben, jedoch wird er nie mehr als ein paar deutschen Wörter kennen. Trotz Liebe und eine Großfamilie, verbringt er einen Großteil seines Lebens allein.
Zeitlose Befragungen sind auch Teil seiner Existenz, wie die Frage zwischen Sicherheit und Freiheit. Er gehört zu den Leuten, die für ihr Leben die Freiheit gewählt haben.
Mario Giordano hat ein einen bezaubernden Schreibstil: Die Lyrik seiner Beschreibungen hat mich verzaubert. Wenn er den Geschmack eines cannolo oder einer Mandarine wiedergibt, wachen die Papillen auf und ein wohlschmeckendes Gefühl füllt den Mund. Zusätzlich verwandelt Mario Giordano die Zeit, zumindest das Jahrhundert, in eine eigenständige Figur des Romans, die den Leser oder die Leserin während der Geschichte begleitet.

„Terra di Sicilia - die Rückkehr des Patriarchen“ war für mich ein Vergnügen, das ich gern noch verlängert hätte… Ein Cannolo, das man gern noch länger im Mund hätte…

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Veröffentlicht am 27.05.2022

Rundum gelungenes Familienepos

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Terra di Sicilia von Mario Giordano ist ein rundum gelungener Familienroman.

Er beschreibt das Leben von Barnaba Carbonaro von 1880 bis zu seinem Tod 1960.

Barnaba wurde 1880 in ärmlichen Verhältnissen ...

Terra di Sicilia von Mario Giordano ist ein rundum gelungener Familienroman.

Er beschreibt das Leben von Barnaba Carbonaro von 1880 bis zu seinem Tod 1960.

Barnaba wurde 1880 in ärmlichen Verhältnissen geboren, aufgewachsen ist er in den Mandarinengärten Siziliens mit nur einem Ziel vor Augen der Armut zu entfliehen und reich zu werden

Mario Giordano beschreibt seinen Hauptprotagonisten sehr detailreich und äußerst lebhaft. Ich hatte den kleinen Sizilianer, der niemals Lesen lernte aber eine besondere Affinität zu Zahlen hatte direkt vor Augen.

Barnabas Leben ist von Höhen, Tiefen und Pleiten geprägt. Er selbst bezeichnet sich als einen Mandarinenbaum auf steinigem Boden und genau das ist er.

Der Autor hat mich gleich bei den ersten Kapiteln eingefangen und nicht mehr losgelassen. Sein Erzählstil ist blumig, sehr detailreich und fast poetisch. An einigen Stellen übertreibt er etwas, aber das habe ich nie als störend empfunden. Immer wieder blitzt sein Humor durch.

Viele Bezüge zur jüngeren Geschichte, auch in die allerdunkelsten Zeiten und zu tatsächlichen Personen lassen das Buch umso interessanter und spannender wirken. Man kann viel aus der Erzählung von Mario Giordano mitnehmen, sei es einfach nur aus dem Text, oder man nimmt diesen Roman zum Anlass sich selbst nochmal eingehender zu informieren.

Im Roman wird Hitler von Barnaba als kleiner, gefährlicher Mann mit Bärtchen im Regenmantel beschrieben, das hat schon was von schwarzem Humor.

Der Ausflug des Autors ins Reich der Fantasie, durch das Auftauchen der Geister, die sich durch den ganzen Roman ziehen belebt die Geschichte zusätzlich und hat mich schmunzeln lassen.

Durch seinen Erzählstil lässt Mario Giordano Orte, Geschehnisse und die Menschen deutlich vor den Augen der Leser:innen entstehen, egal wo Barnaba sich gerade befindet, ob München, Amerika oder Sizilien, die Leser:innen sind dabei.

Mal plätschert die Geschichte etwas gemütlich dahin und dann zieht der Autor das Tempo rapide an, immer passend zum Inhalt des Romans. Überschlagen sich die Ereignisse, wie bei der Hyperinflation, so ist auch das Erzähltempo rasant.

Ein gelungener Roman, von der ersten bis zur letzten Seite, mit einem schlüssigen Ende, das aber noch genug Raum für die eigene Fantasie lässt und die Möglichkeit einer Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 25.05.2022

Großartig erzählt

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Das abwechslungsreiche Leben des Barnaba Carbonaro oder „eine deutsch-italienische Familiengeschichte über die Suche nach dem großen Glück“.

Über drei Generationen lerne ich die Familie Carbonaro kennen, ...

Das abwechslungsreiche Leben des Barnaba Carbonaro oder „eine deutsch-italienische Familiengeschichte über die Suche nach dem großen Glück“.

Über drei Generationen lerne ich die Familie Carbonaro kennen, allen voran den Patriarchen. Um ihn geht es, um seine großen Träume, seinen unbedingten Willen trotz widriger Umstände etwas aus seinem Leben zu machen. Sie sind arm, schon bald muss der kleine Barnaba mit anpacken, jede Lira wird gebraucht. Zum Lernen ist da kein Platz, lesen wird immer ein Problem bleiben und doch gibt er nie auf, seine hochtrabenden Pläne wollen erreicht werden. Die Zahlen haben es ihm angetan, er kann sie sehen, spüren, schmecken – hier macht ihm keiner was vor.

Mario Giordano ist eine anrührende und warmherzige Geschichte gelungen. Seinen Erzählstil kennt man von den Tante Poldi-Büchern, er beschreibt die Lebensgeschichte eines Sizilianers, der zuweilen ein wenig schlitzohrig daherkommt. Ihm wird nichts geschenkt, er will das aber auch gar nicht. Von ganz unten fängt er an, lernt alles über die Zitrusfrüchte und schafft sich mit dem Export nach Deutschland ein gutes Auskommen.

Abwechselnd sind wir auf Sizilien im Gestern und in München um 1960. Als alter Mann kehrt er hierher zurück, seine Kinder und Enkel leben hier. Beide Erzählstränge habe ich gerne verfolgt, auf Sizilien war ich noch ein Stückchen lieber.

Um Barnaba Carbonaro, dem Urgroßvater des Autors, rankt sich „Terra di Sicilia“. Ein Produkt der Fantasie ist dieser Roman, hie und da historisch verwurzelt – so lese ich die letzten Zeilen dieser großartigen Familiengeschichte. Ein unterhaltsamer Lesegenuss.

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Veröffentlicht am 24.05.2022

Was für ein Buch !

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Mario Giordano hat hier ein Familienepos der besonderen Art vorgelegt. Wir erleben (und das meine ich so, man erlebt es wirklich mit) die Lebensgeschichte des Barnaba Carbonaro von Geburt 1880 auf Sizilien, ...

Mario Giordano hat hier ein Familienepos der besonderen Art vorgelegt. Wir erleben (und das meine ich so, man erlebt es wirklich mit) die Lebensgeschichte des Barnaba Carbonaro von Geburt 1880 auf Sizilien, bis 1960 in München.

Es wird auf diesen zwei Zeitebenen erzählt. Der Autor beschreibt ein Sizilien, das von harter Arbeit und Armut geprägt war. Barnaba wächst mit Schlägen und Missbrauch auf. Er ist immer angetrieben davon, einmal viel Geld zu haben. Es erweist sich , dass er ein besonderes Händchen für Zitrusfrüchte hat und diese Fähigkeit und seine Zielstrebigkeit lässt ihn, mit vielen Rückschlägen zum Zitrushändler in München aufsteigen. Von diesem Weg erzählt uns Mario Giordano auf meisterliche Art. Neben den Geschehnissen um Barnaba, fügt Giordano auch reale Ereignisse der Weltgeschichte ein. Außerdem begegnen wir vielen Dingen und Personen mehrmals über die Jahre hinweg. Dies stellt für mich ein besonderes Lesevergnügen dar, weil man jedes mal denkt, ach so war das !

Der Erzählstil ist teils ausschweifend und detailreich, fast schon poetisch, dann wieder kurz und aufzählend. Und alles immer wieder mit einer guten Prise Humor versetzt.

Der Stammbaum am Anfang des Buches ist sehr zu empfehlen, da der Leser es mit vielen Personen, teils auch mit gleichen Namen, zu tun bekommt. Aber man liest sich ein und erlebt die Geschichte von Barnaba, dem kleinen Sizilianer, der sich nie unterkriegen ließ, in allen Facetten mit.

Das Buch hat mich wirklich mitgenommen und eintauchen lassen in diese besondere Geschichte.

Sollte es noch ein Buch über die Frauen der Familie Carbonaro geben, bin ich auf jeden Fall dabei.

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Veröffentlicht am 19.05.2022

Intensive und atemberaubende Erzählung

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Barnaba Carbonaro wurde 1880 in Sizilien geboren.
Er wächst in einer armen Familie auf und hat unter dem Zorn und der Wut seines Vaters zu leiden.
Er träumt davon aus der Armut auszubrechen und reich zu ...

Barnaba Carbonaro wurde 1880 in Sizilien geboren.
Er wächst in einer armen Familie auf und hat unter dem Zorn und der Wut seines Vaters zu leiden.
Er träumt davon aus der Armut auszubrechen und reich zu werden.
Und tatsächlich schafft er es vom armen Jungen zum erfolgreichen Zitrushändler.
Dabei ist sein Weg von Erfolg und Misserfolg gekrönt. So oft er gewinnt, sooft verliert er auch. Nur seinen Lebensmut und sein eiserner Wille seinen Traum zu verwirklichen, den verliert er nie.
Als 80jähriger lässt er sein Leben Revue passieren.
Er blickt auf ein Leben zurück in dem er 24 Kinder gezeugt hat, ein Vermögen verdient und verloren hat.

„Terra die Sicilia - Die Rückkehr des Patriarchen“ ist das neue Werk von Mario Giordano.
Bisher war mir der Autor nur durch seine Tante Poldi-Krimis bekannt die eher von humorvoller und leichter Natur sind.
„Terra die Sicilia“ dagegen ist ein literarischer Roman und erzählt die Geschichte der Familie von Mario Giordano.

Die Hauptfigur in diesem Roman ist Barnaba Carbonaro, der Urgroßvater des Autors.
Barnaba wurde 1880 in Sizilien geboren. Er ist der Sohn eines Priesters und einer Wunderheilerin.
Sein Vater regierte mit loser Hand. Seine Wut und seinen Zorn bekam Barnaba oft zu spüren.
Als Kind musste er schon früh auf der Orangenplantage von Dottore Passalacqua arbeiten.
Die Arbeit war hart und wurde oft mit Schlägen belohnt.
Zu seinen schönen Momenten gehörte, wenn er Baron von Gloeden Modell stehen konnte.
Der Baron machte Aktaufnahmen von Jungs und verkaufte die Bilder.
Das Geld musste er natürlich bei seinem Vater abliefern.
Barnaba versuchte immer ein wenig für sich abzuzweigen.
Baron von Gloeden hat großen Eindruck auf Barnaba gemacht. Der Reichtum des Barons beeindruckte ihn. Seither war sein Traum eines Tages reich zu sein.
Ein Traum der ihn sein ganzen Leben lang begleitet hat.
Barnaba war sein ganzes Leben lang Analphabet.
Seine Welt waren die Zahlen. Zahlen hatten für ihn Farben und Aromen. Er sah sie an sich vorbeiziehen.
Er konnte schneller Rechnen als jeder andere, schneller als die ersten Rechenmaschinen.
Barnaba kam seinem Traum oft sehr nahe. Baute ein Mandarinenimperium in München auf.
München wurde zu seiner zweiten Heimat.
So oft er es zu Reichtum gebracht hatte so oft verlor er auch wieder alles. Doch seinen Lebensmut und seinen Glauben an seinen Traum den verlor er nie.
Frauen haben in Barnabas Leben immer eine große Rolle gespielt. An erster Stelle seine Mutter Pancrazia, die ihn immer wieder ermahnte sie nie zu verlassen, seine erste Liebe Rosaria, seine Frau Pina, die Mutter seines Sohnes Franz in München und einige Weggefährtinnen.
Jetzt ist Barnaba 80 Jahre und schaut auf ein langes Leben mit vielen Höhen und Tiefen zurück.

Mario Giordano erzählt die Geschichte mit einer so intensiven Sprache wie sie mir nur selten in Büchern begegnet ist.
Wie der Autor erzählt als Barnaba sein erstes cannolo gegessen hat, hat mich fasziniert.
Die Eindrücke und die Geschmacksexplosion die Barnaba erlebt hat werden fast schon poetisch beschrieben.
Eine ganze Seite füllt Mario Giordano mit der Beschreibung von Lachen. Danach hatte ich selbst ein Lächeln auf den Lippen.
Auch die Zeit der Handlung wird seht authentisch widergespiegelt.
So haben immer wieder reale Persönlichkeiten wie Baron von Gloeden, Barnabas Freund Valentin der später als Karl Valentin bekannt wurde oder der Schriftsteller Mann ihren Auftritt in der Geschichte.
Durch die Aufzählung von technischem Fortschritt, Erfindungen oder kulturelle Ereignisse wird die ganze Geschichte noch realer.

Natürlich handelt es sich um einen Roman, der viele fiktionale Elemente beinhaltet. Realität und Fiktion ist hier aber nicht mehr zu trennen.
„Terra die Sicilia - Die Rückkehr des Patriarchen“ ist ein großartige Geschichte und wird mit Sicherheit zum meinen Highlights 2022 gehören.

Jetzt kann ich mich nur noch bei Mario Giordano bedanken für die schönen und intensiven Lesestunden die er mir geschenkt hat und mich auf den nächsten Band, der von den Frauen in Barnabas Leben erzählen wird freuen.

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