Cover-Bild Der Moment zwischen den Zeiten
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 12.10.2020
  • ISBN: 9783423282123
Marta Orriols

Der Moment zwischen den Zeiten

Roman
Ursula Bachhausen (Übersetzer)

Der Weg zurück ins Leben

Ein Paar trifft sich zum Mittagessen. Er erzählt dies und das, bis er die Bombe platzen lässt: Er hat sich in eine jüngere Frau verliebt. Eine der ältesten Geschichten der Welt. Doch dann, nur wenige Stunden später, wird Mauro bei einem Verkehrsunfall getötet. Schockstarre. Fassungslosigkeit. Paula steht vor den Trümmern ihrer Liebe. Über zehn Jahre war sie mit Mauro zusammen: Mit einem Schlag ist das vorbei. Wie trauern um den Mann, der einen kurz vor seinem Tod verlassen hat?

»Wie man weiterlebt, wenn das Leben von einem Tag auf den anderen in viele kleine Teile zerspringt und widersprüchliche Gefühle einen zerreißen, erzählt Marta Orriols sehr einfühlsam, aber nie pathetisch.« Daniela Stohn in ›Brigitte‹

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2020

Eine Geschichte über das Leben, den Tod eines geliebten Menschen und das dazwischen.

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FAZIT: Für mich war die Geschichte nicht rund, nicht so erzählt, wie ich es mir gewünscht hätte, was jedoch nicht heißt, dass es anderen Lesern ebenso gehen muss.

Meine Meinung:

Noch nie ist es mir so ...

FAZIT: Für mich war die Geschichte nicht rund, nicht so erzählt, wie ich es mir gewünscht hätte, was jedoch nicht heißt, dass es anderen Lesern ebenso gehen muss.

Meine Meinung:

Noch nie ist es mir so schwergefallen eine Rezension zu schreiben. Dieses Buch war keine leichte Lektüre, das kann ich schon mal festhalten.

Der Schreibstil: verwirrend. Für mich teilweise zu konfus und ohne roten Faden. Zumindest kam es mir so vor. Die Autorin springt innerhalb der Kapitel durch verschiedene Zeitperspektiven, was mich stellenweise verzweifelt zurückgelassen hat. Die Geschichte ist in der Gegenwart zu Hause, was für mich nicht die liebste Sichtweise ist. Die Gedankenwelt der Protagonistin (oder auch Autorin), war zum Teil nicht von der Vergangenheit oder gar der Vorvergangenheit zu unterscheiden. Diese Sprünge haben mir das Lesen unheimlich schwer gemacht.

Die Story an sich fand ich gut. Niemand kann sagen, was es mit einem macht, wenn der geliebte Mensch, mit dem man viele gemeinsame Jahre zusammen verbracht hat, stirbt und vorher die Beziehung wegen einer anderen Frau beendet hat. Wie geht man mit dieser Situation um? Welche Gefühle durchfluten einen, wenn man genau weiß, dass er sein Herz bereits einem anderen Menschen anvertraut hat? Genau diese Fragen werden in der Geschichte verarbeitet. Leider muss ich an dieser Stelle sagen, dass die Protagonistin mir in einzelnen Szenen eher unsympathisch gewesen war. Sie wirkte kühl, distanziert und wenig emotional. Für das, dass ihr Mann sie betrogen hat (man muss dazu sagen, dass sie den Chatverlauf der beiden gelesen hatte, der ziemlich offenherzig gewesen war) hielt sie ihre Gefühle zu sehr unter Verschluss. Es war mehr ein Wirrwarr aus Gefühlsregungen, die bei mir sehr unterkühlt und verhalten ankamen. So konnte ich mich nicht in sie hineinversetzen, was es für mich noch schwieriger machte, die Story in mich aufzunehmen.

Ich weiß noch immer nicht genau, was ich von dem Buch halten soll. Einerseits hat mir das Thema unglaublich gut gefallen und es gab Stellen, da konnte ich alles gut nachvollziehen, anderseits waren die vielen wirren Zeitsprünge und die nicht nach außen gekehrten Emotionen der Protagonistin nicht greifbar genug. Ich hatte mir etwas anderes vorgestellt. Schade.

Ich kann weder eine Empfehlung noch eine »Nichtempfehlung« aussprechen und lass einfach mal so stehen...

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Veröffentlicht am 31.10.2020

Gefangen zwischen den Zeiten

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Paula ihre Welt ist in Trümmern. Die Beziehung zu ihrem Mauro war in den letzten Jahren nicht mehr so rosig und einfach wie zu Beginn, es gab viele Streitigkeiten. Ihre Jobs waren sehr anstrengend und ...

Paula ihre Welt ist in Trümmern. Die Beziehung zu ihrem Mauro war in den letzten Jahren nicht mehr so rosig und einfach wie zu Beginn, es gab viele Streitigkeiten. Ihre Jobs waren sehr anstrengend und zeitraubend. Und gerade als sie sich zum Essen verabreden und Paula eine Entscheidung trifft offenbart ihr Mauro dass er sich, wegen einer jüngeren Frau, trennen will. Und kurz darauf ist Mauro tot und Paula alleine in der Welt….

„Wenn der Tod nicht länger Sache der anderen ist, muss man ihm ganz bewusst ein Eckchen auf der anderen Seite des Riffs einrichten, sonst nimmt er schon bald wie selbstverständlich den ganzen Raum für sich ein.“ (Seite 14)

Es ist für mich sehr schwer dieses Buch in klare Worte zu fassen, beim Lesen war ich immer Hin und Her gerissen zwischen „Wow“ und „Hä“?!

Es gibt 3 Kapitel – Vorher- dann während ihrer Trauerphase – und Danach. Zwischendrin, mit einer Blume versehen geht es um die gemeinsame Zeit von Paula und Mauro.

Das Buch beschäftigt sich mit der Trauerbewältigung und wird in Spanien gefeiert. Das Cover sieht sehr schön aus, passt auch gut zu der Geschichte, wenn man sie kennengelernt hat. Der Schreibstil ist verständlich und angenehm gehalten.

Paula ist die Protagonistin in diesem Buch. So richtig warm bin ich mit Paula nicht geworden, ich denke, dies muss auch nicht unbedingt sein. Paula lebt für ihren Beruf als Kinderärztin auf der Frühgeborenen Station. Dies war immer sehr bewegend und interessant dargestellt, kann mir aber vorstellen dass es nicht bei allen auf Interesse stossen wird.

Mit der Zeit erfahren wir das Paula nicht den „typischen Weg“ von Beziehung, Ehe und Kinder bekommen eingehen wollte, sie war glücklich, aber wie sieht es mit ihrem verstorbenen Freund aus? Sie macht sich nach seinem Tod, der sehr plötzlich und unerwartet kam, sehr viele Gedanken und fragt sich ob sie an vielen Wegen hätte abbiegen sollen oder können. Was ich gut fand – eine Beziehung entwickelt sich nicht von alleine, beide müssen mitarbeiten, Kompromiss eingehen und einen gemeinsamen Weg finden, oder eben nicht.

Die Gedanken, die Gefühle, das Ganze Herum um den Tod von Mauro ist ein Durcheinander. Vielleicht so wie man sich die Trauer vorstellt, dass sie keinem genauen Weg folgt, dass jeder anders und schwer oder leichter trauert, dass man aber den Trauernden keine Zeit einräumt und es immer meint besser zu wissen. Ich denke, dass Menschen die jemanden durch einen plötzlichen Tod verloren haben, sich in diesem Buch finden werden, es verstehen und die Wege von Paula nachvollziehen können.

Ich persönlich war nicht mit allen Schritten und Gefühlen vertraut und hatte auch meine Probleme mit der ein oder anderen Entscheidung oder Gedanken von Paula und war manchmal regelrecht verzweifelt und verwirrt.

Das Buch konnte mich irgendwo packen und einnehmen und dann wieder war ich genervt und missverstand einiges, vielleicht von der Autorin auch so gewollt. Ich gebe hier noch einen halben Stern dazu und bewerte es mit 3,5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.10.2020

Sehr authentisch, hat mich inhaltlich jedoch nicht überzeugt

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"Der Moment zwischen den Zeiten" von Marta Orriols handelt von Protagonistin Paula. Paula lebt in Barcelona und arbeitet als Neonatologin im Krankenhaus. Sie war lange mit Mauro verheiratet, der sie aber ...

"Der Moment zwischen den Zeiten" von Marta Orriols handelt von Protagonistin Paula. Paula lebt in Barcelona und arbeitet als Neonatologin im Krankenhaus. Sie war lange mit Mauro verheiratet, der sie aber wegen einer Jüngeren verlassen hat und noch am selben Tag durch einen Autounfall ums Leben kam. Die Geschichte erzählt, in diversen Zeitsprüngen (davor, dazwischen, danach), wie Paula mit dem Tod von Mauro umgeht und was genau darum herum passiert ist.
Erstmal muss ich den Schreibstil von Marta Orriols loben. Ich weiß, dass die Originalsprache des Buches nicht Deutsch ist, weil es übersetzt wurde, aber es liest sich einfach wundervoll. Die Beschreibungen von Pauls Umfeld und Emotionen sind immer wunderschön umgesetzt. Dennoch hat mich Paula als Charakter nicht erreichen können. Ihre Handlungen und Gedanken konnte ich fühlen aber nicht immer rational nachvollziehen... und da das Buch zu 90% von Marta und ihren Gedanken & Taten handelt, war das Buch für mich doch recht zäh. Klar, Emotionen sind alles andere als rational, dennoch möchte man sich als Leser damit identifizieren können und ein Verständnis für die Protagonistin aufbauen. Das ist mir aber nicht so recht gelungen.
Was ich wirklich toll fand, war das Cover und der hochwertige Umschlag. Selbst ohne Schutzumschlag war noch eine einzelne Rose auf das Buch gedruckt, die irgendwie gut zum Inhalt gepasst hat. Sie vermittelt eine gewisse Tragik.
Alles in alles war das Buch einfach nicht mein Fall. Durch den sehr guten Schreibstil und das tolle Cover hat es aber 3 Sterne verdient.

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Veröffentlicht am 15.10.2020

Eine Geschichte über den Verlust eines geliebten Menschen – interessantes Buch für Zwischendurch

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Zunächst zum Cover und Schreibstil:

Das Cover ist wunderschön, die hervorgehobenen Blumen auf dem etwas rauen Hintergrund sind wirklich schön erarbeitet. Der Schreibstil ist sehr poetisch, allerdings ...

Zunächst zum Cover und Schreibstil:

Das Cover ist wunderschön, die hervorgehobenen Blumen auf dem etwas rauen Hintergrund sind wirklich schön erarbeitet. Der Schreibstil ist sehr poetisch, allerdings brauchte ich ca. die 100 Seiten um in die Geschichte zu finden und zu verstehen worum es genau geht. Der nicht so flüssige Schreibstil und Satzbau führten bei mir dazu, dass es die Geschichte sehr abgehackt gemacht hat.

Zu den Charakteren und der Handlung:

Paula, die Hauptprotagonistin hat ihren geliebten Mann verloren, der ihr kurz vorher verkündete, dass es eine andere Frau in seinem Leben gibt. In dem Buch wird dieser Verlust aus Paulas Sicht aufgearbeitet. Anfangs ist sie sehr niedergeschlagen und sieht keinen Sinn mehr. Im Verlaufe des Buches entwickelt sie sich zu einer starken Frau, die versucht wieder Freude am Leben zu fassen.
Die anderen Charaktere lernt man dazu sehr oberflächlich kennen. Ich hätte mir gewünscht, dass der Verlust ihres geliebten Freundes tiefer aufgegriffen und behandelt wird. Dazu wäre es meines Erachtens gut gewesen, die Gedanken von Paula transparenter und öfter darzustellen. So konnte ich leider keine emotionale Bindung zu Paula aufbauen und war etwas distanziert die ganze Geschichte über. Ich fand es interessant und mal etwas ganz anderes eine Geschichte über den Tod, Aufarbeitung, Entwicklung und Verlust zu lesen, allerdings fand ich es leider zu allgemein gehalten. Die Szenen im Krankenhaus (Paulas Arbeit) und mit Quim (einem Schreiner den sie kennengelernt hat) fand ich hingegen sehr gut.

Alles in allem war es ein guter Roman für Zwischendurch, der allerdings meiner Meinung nach mehr Potenzial gehabt hätte. Trotz alledem werden wichtige Themen behandelt, die jedem wahrscheinlich im Leben mal begegnen werden. Vielleicht habe ich das Buch in einem falschen Moment gelesen, sodass er mir nicht zugänglich genug war.

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