Cover-Bild Wie wir töten, wie wir sterben
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ars vivendi
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 302
  • Ersterscheinung: 04.11.2021
  • ISBN: 9783747203293
Martin von Arndt

Wie wir töten, wie wir sterben

Politthriller
Bonn, 1961: Agent Dan Vanuzzi wird vom französischen Auslandsnachrichtendienst angeheuert, zwei in der BRD untergetauchte Mitglieder der algerischen Befreiungsarmee aufzuspüren. Der Algerienkrieg tobt mittlerweile
seit sieben Jahren, und den beiden werden Kriegsverbrechen an französischen Soldaten zur Last gelegt. Um sie zu fangen, muss Vanuzzi
seine ganze Kraft und Erfahrung aus zwanzig Jahren Geheimdienst aufbieten. Doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass niemand der ist, der er zu
sein scheint. Vanuzzi kontaktiert seinen alten Gefährten Rosenberg, der als Mossad-Agent in der BRD den ehemaligen KZ-Kommandanten Arthur
Florstedt aufspüren und nach Israel entführen soll. Rosenberg wird dabei mit seinem eigenen Trauma konfrontiert, der Ermordung seiner Familie im KZ und seinem eigenen Überleben. Vanuzzi und Rosenberg versuchen sich gegenseitig zu helfen und begeben sich in die Abgründe der Geschichte...

Ein explosiver Spionageroman um die Traumata Frankreichs und Deutschlands: die koloniale Vergangenheit und der Holocaust.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2022

Politthriller vom Allerfeinsten

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Dan Vanuzzi steht vor der fast unlösbaren Aufgabe, zwei untergetauchte Mitglieder der algerischen Befreiungsarmee zu finden. Um die Zielpersonen ausfindig zu machen, muss Vanuzzi all seine Kraft und sein ...

Dan Vanuzzi steht vor der fast unlösbaren Aufgabe, zwei untergetauchte Mitglieder der algerischen Befreiungsarmee zu finden. Um die Zielpersonen ausfindig zu machen, muss Vanuzzi all seine Kraft und sein Können aus 20 Jahren Geheimdiensttätigkeit aufwenden, um zum Erfolg zu kommen. Er merkt, dass er alleine nicht weiterkommt und der Zufall spült Rosenberg an, der eigentlich gerade dabei ist, eine alte Schuld zu sühnen, in dem er den ehemaligen KZ-Kommandanten Florstedt finden und nach Israel entführen soll. Schnell wird klar, dass sie nur gemeinsam ihre Ziele erreichen können...


Bisher hat sich Martin von Arndt nicht wirklich auf meinem Radar bewegt und ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich literarisch ganz viel verpasst habe. Mit "Wie wir töten, wie wir sterben" hat mich der Schriftsteller von der ersten Sekunde an begeistert und ich werde mir auf jeden Fall die vorhergehenden Bände dieser Reihe besorgen, um das Defizit auszugleichen.

Nun aber zum Buch:

Schon die ersten Szenen nehmen mich komplett von sich ein und die aufgeheizte Stimmung beim Boxkampf lässt spüren, dass es hier um Schuld und Sühne, alte Wunden und Vergangenheitsbewältigung geht. Vanuzzi verdingt sich in Schaukämpfen, deren Ausgang vorher schon festgelegt worden ist und nach bestimmten Regeln abläuft. Wer es wagt, diese Regeln zu brechen, spürt umgehend die Konsequenzen.

Diese Szenen sind federführend für das ganze Buch, denn sowohl Vanuzzi als auch Rosenberg müssen sich durchboxen, regelrecht verbeißen, um hier das gesteckte Ziel zu erreichen.

Der Hintergrund des Romans erzählt von der Aufarbeitung des Holocaust und dem Aufspüren von Kämpfern des Unabhängigkeitskrieges und bewegt sich somit auf brisantem Boden - der Schreibende hat hier sehr gut recherchiert und die grausamen Tatsachen mit brillanten Ideen verwebt. Es entsteht ein packender Agententhriller, der mit zwielichtigen Charakteren gespickt ist und die Leser:innen in Atem hält. Gerade das Auseinandersetzen von Rosenberg mit seinen Schuldgefühlen - er hat alle seine Verwandten durch den Holocaust verloren - verlangt den Leser:innen einiges ab und bedeutet Seelenpein und quälende Gedanken.

Abwechslungsreich, aufregend und mit manchmal auch mit einem gewissen Augenzwinkern erzählt, gelingt es hier dem Autor, den Spagat zwischen der Tätigkeit als Agent und dem eigenen Gewissen darzustellen und, wie ganz nebenbei, noch die politische Situation der 1960er Jahre wissensbildend

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Veröffentlicht am 27.12.2021

spannend und fesselnd

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Bei „ Wie wir töten, wie wir sterben“ von Martin von Arndt handelt es sich um einen Politthriller.

Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar. Hätte ich gerne früher entdeckt.

Normalerweise sind mir ...

Bei „ Wie wir töten, wie wir sterben“ von Martin von Arndt handelt es sich um einen Politthriller.

Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar. Hätte ich gerne früher entdeckt.

Normalerweise sind mir Politthriller zu kompliziert. Aber dieser hier, ist leicht verständlich und ich konnte dem Geschehen sehr gut folgen. Intrigen, Machenschaften usw. all dies steigert die Spannung enorm . Ebenso, dass dieser Politthriller in unserer Vergangenheit spielt.

Beim Lesen spürt man, dass der Autor hier viel recherchiert hat. Sein Wissen über diese Zeit hat er sehr gut und anschaulich zu Papier gebracht.

Die facettenreichen Protagonisten handeln authentisch, ich habe deren Entwicklungen mit Begeisterung verfolgt und konnte mich gut in sie hineinversetzen.

Durch den tollen Schreibstil und der guten Ausdrucksform, lässt sich dieses Buch sehr flüssig lesen. Hier stimmt alles, sodass ich dieses Buch über Weihnachten gelesen habe.

Ich empfehle dieses Buch weiter.

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Veröffentlicht am 25.12.2021

Über Algerier, Deutsche und Franzosen

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1961: Zwei Agenten mit unterschiedlichem Hintergrund, die bereits in von Arndts Romanen „Rattenlinien“ und „Sojus“ zusammengearbeitet haben. Zwei Handlungsstränge, die auf den ersten Blick nicht miteinander ...

1961: Zwei Agenten mit unterschiedlichem Hintergrund, die bereits in von Arndts Romanen „Rattenlinien“ und „Sojus“ zusammengearbeitet haben. Zwei Handlungsstränge, die auf den ersten Blick nicht miteinander zu tun haben: Dan Vanuzzi, amerikanischer „Freiberufler“ in Wartestellung, mittlerweile im Ruhrgebiet als Show-Boxer in gekauften Kämpfen unterwegs, wird von zwei dubiosen Franzosen engagiert. Er soll in der BRD untergetauchte Mitglieder der algerischen Befreiungsfront FLN aufspüren, denen Kriegsverbrechen zur Last gelegt werden. Zeitgleich sucht Ephraim Rosenberg für den Mossad nach dem mittlerweile entnazifizierten Arthur Florstedt, ehemals KZ-Kommandant von Buchenwald und Majdanek, sowie dessen Helfer Hermod Kaiser, um die beiden in Israel ihrer gerechten Bestrafung zuzuführen.

Die Beweggründe der beiden Protagonisten könnten nicht unterschiedlicher sein. Auf der einen Seite Rosenberg, der seine gesamte Familie und Freunde im Holocaust verloren hat und mit der Scham des Überlebenden kämpft, auf der anderen Seite Vanuzzi, ein Söldner, ein käuflicher Agent, der seine Dienste jedem zur Verfügung stellt, der genug bezahlt. Aber wenn es darauf ankommt, unterstützen sie einander, arbeiten Hand in Hand. Aber was ist mit der persönlichen Moral? Bleibt sie auf der Strecke?

Es ist ein interessantes und weitgehend unbekanntes Kapitel der europäischen Vergangenheit und der deutsch-französischen Beziehungen, das in „Wie wir töten, wie wir sterben“ thematisiert wird. Dass die Algerier sich von dem Joch der Kolonialmacht Frankreich befreien wollten, ist bekannt. Weniger geläufig ist die Tatsache, dass im Zuge des Unabhängigkeitskriegs auch auf deutschem Boden Sympathisanten und Angehörige sowohl der linken Front de libération nationale als auch der rechtsextremen OAS, einer Untergrundorganisation, gegründet von französischen Siedlern in Algerien, aktiv waren, um Unterstützer zu akquirieren und Gelder für die jeweilige Gruppierung auf- und einzutreiben.

Ein informativer und spannender Politthriller über Algerier, Deutsche und Franzosen mit überraschenden Wendungen, die mich an den Seiten kleben ließen. Lesen!

Veröffentlicht am 18.12.2021

Guter Agententhriller

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Über LOVELYBOOKS durfte ich das Buch " Wie wir töten , wie wir sterben " testlesen .
Autor : Martin von Arndt

Handlung des Buches :
Bonn, 1961: Agent Dan Vanuzzi wird vom französischen Auslandsnachrichtendienst ...

Über LOVELYBOOKS durfte ich das Buch " Wie wir töten , wie wir sterben " testlesen .
Autor : Martin von Arndt

Handlung des Buches :
Bonn, 1961: Agent Dan Vanuzzi wird vom französischen Auslandsnachrichtendienst angeheuert, zwei in der BRD untergetauchte Mitglieder der algerischen Befreiungsarmee aufzuspüren. Der Algerienkrieg tobt mittlerweile seit sieben Jahren, und den beiden werden Kriegsverbrechen an französischen Soldaten zur Last gelegt. Um sie zu fangen, muss Vanuzzi seine ganze Kraft und Erfahrung aus zwanzig Jahren Geheimdienst aufbieten. Doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass niemand der ist, der er zu sein scheint. Vanuzzi kontaktiert seinen alten Gefährten Rosenberg, der als Mossad-Agent in der BRD den ehemaligen KZ-Kommandanten Arthur Florstedt aufspüren und nach Israel entführen soll. Rosenberg wird dabei mit seinem eigenen Trauma konfrontiert, der Ermordung seiner Familie im KZ und seinem eigenen Überleben. Vanuzzi und Rosenberg versuchen sich gegenseitig zu helfen und begeben sich in die Abgründe der Geschichte...

Mein Fazit :
Das Cover ist einfach gehalten, passt aber super zur Geschichte.

Die Geschichte beginnt mit einem umstrittenen Boxkampf ,
in dem nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Es geht nur alleine ums Geschäfte machen.... Aber inwieweit ist der Hauptprotagonist Dan Vanuzzi darin involviert ? Geht es um Machtspielen, die große Kohle oder ist es nur ein Ablenkungsmannöver?

Von " Hauptberuf" Agent, soll er zwei skrupellose Mitglieder der algerischen Befreiungsarmee aufspüren und zur Strecke bringen. Sie sind angeklagt, Verbrechen an der Menschlichkeit verübt zu haben. Dan gerät mehr als einmal in brenzlige Situationen, in denen er um sein Leben fürchten muss.

Wenn er die Drahtzieher aufspüren will , muss er sein ganzes kriminalistisches Können aufbringen , ist aber schlußendlich auf Hilfe angewiesen. Und da tritt sein alter Kamerad Rosenberg in den Vordergrund. Ein Mossad - Agent , der es sich zur Aufgabe gemacht hat , frühere SS - Nazischergen aufzuspüren. Denn schließlich wurde seine ganze Familie im KZ getötet und er selbst inhaftiert. Seine Beweggründe sind daher gut nachvollziehbar........ Kann er mit diesem Trauma überhaupt objektiv als Agent arbeiten?
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit der beiden Agenten? Es bleibt spannend......

Dieses ist mein erstes Werk des Autors , aber ich muss sagen der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist modern , sehr gefühlvoll und sehr gut recherchiert. Die Hintergrundinformationen wurden sehr gut in die Geschichte eingebaut und machen neugierig auf mehr. Die Protagonisten sind sehr autentisch beschrieben und man fühlt sich sofort in der Geschichte gefangen. Der Spannungsbogen steigert sich im Laufe der Geschichte und man ist sofort im Geschehen drin. Besonders die Ermittlungen um den Holocaust waren für mich hoch interessant, denn ich beschäftige mich seit Jahren mit dem 2. Weltkrieg. Der Handlung kann man gut folgen und die Erlebnisse der Protagonisten sind zum Teil sehr bedrückend geschildert .

" Wie wir töten, wie wir sterben " ist ein hochexplosiver Spionagethriller um die grausame Ermordung von französischen Soldaten und der Geschichte des Holocaust. Sehr zu empfehlen!

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