Cover-Bild Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 30.04.2020
  • ISBN: 9783404179800
Mary E. Garner

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich

Roman
Nichts ist für die Londonerin Hope Turner schöner, als sich in die Bücher ihrer Lieblingsautorin Jane Austen zu träumen. Denn ihr eigenes Leben ist alles andere als spannend und romantisch. Das ändert sich, als sie sich eines Tages in die Buchhandlung Mrs. Gateway’s Fine Books verirrt und dort einem mysteriösen Gentleman begegnet. Der attraktive Fremde geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Doch da ist auch der grimmige und unnahbare Rufus Walker, der sie regelrecht zu verfolgen scheint. Bis er ihr schließlich Unglaubliches offenbart: Der Buchladen ist das einzige Portal in die Welt der Bücher, in der die Romanfiguren ein Eigenleben führen. Doch diese Welt ist in Gefahr ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2020

Lange Einleitung zu Band zwei

4

​Was geschieht wohl mit all den Wörtern, die wir im Laufe unseres Lebens löschen? Dieser Frage geht Mary E. Garner in ihrer Reihe "Das Buch der gelöschten Wörter" nach. Protagonistin ist dabei die Londonerin ...

​Was geschieht wohl mit all den Wörtern, die wir im Laufe unseres Lebens löschen? Dieser Frage geht Mary E. Garner in ihrer Reihe "Das Buch der gelöschten Wörter" nach. Protagonistin ist dabei die Londonerin Hope Turner. In ihrem Job für eine Partnervermittlung verhilft sie einsamen Herzen zu einem Happy End - sie selbst ist nun jedoch schon seit einigen Jahren Single. Eines Tages rettet sie sich vor dem Regen in eine Buchhandlung, in der sie einen seltsam vertrauten Duft wahrnimmt und in der ein mysteriöser Mann quasi vor ihren Augen verschwindet. Dann lernt sie auch noch Rufus Walker kennen, der ihr Unglaubliches offenbart: Die Buchhandlung ist ein Portal in die Welt der Bücher, in der sowohl Menschen als auch Romanfiguren miteinander leben. Und Hope selbst hat eine wichtige Fähigkeit, die das Überleben dieser Welt sichern kann.

Die Idee des Romans klingt zunächst großartig, wenn auch nicht ganz neu. Eine Welt, in der all unsere liebsten Charaktere zum Leben erwachen, welche Leseratte wünscht sich das nicht? Und so ist Hope auch ganz aufgeregt, als sie zum ersten Mal in die Welt von Jane Austen reist. Nach und nach lernt sie immer mehr Figuren kennen und entwickelt sogar eine Freundschaft zu Guinevere aus der Artussage, die sich hier ganz modern Gwen nennt und von ihrem Lancelot die Nase voll hat. Aber auch Lassie und die Grinsekatze, Pinocchio und Gepetto, Robin Hood und König Löwenherz und viele andere sind mit von der Partie. Leider gelingt es der Autorin nicht, dieses eigentlich tolle Konzept richtig umzusetzen. Die Charaktere sind oft nur Schatten ihrer selbst, Persiflagen auf Kosten eines schnellen Lachers oder ohne jegliche Kontur. Nur Gwen, die sich nach einem Ausbrucht aus ihrer Rolle sehnt oder Anna Karenina, die ihre eigenen Ziele verfolgt, bilden hier eine Ausnahme.

Zunächst war ich auch angenehm überrascht, dass mit Hope einmal eine Frau jenseits der dreißig im Fokus steht. Leider verliert diese sich bald in kindischen Schwärmereien für den mysteriösen Unbekannten, einem sentimentalen Aufeinandertreffen mit ihrem Ex-Freund sowie in Streitereien mit Mentor Rufus. Der entspricht in seiner Darstellung als immer grummeliger, bärtiger, höchst geheimnisvoller Mann jedem Klischee. Hinter all diesen Nebenschauplätzen tritt der eigentliche Kern der Geschichte immer mehr zurück. Zudem liest sich der gesamte Band wie das, was er eigentlich auch ist: eine lange Einleitung zu Band zwei. Denn gerade, als es richtig spannend wird und die Handlung endlich Fahrt aufgenommen hat, ist das Buch auch schon zu Ende. Übrig bleibt ein fieser Cliffhanger, der natürlich zum Weiterlesen verführen soll. Seltsamerweise schafft die Autorin trotz aller Kritikpunkte genau das: Ich will weiterlesen, meine eigenen wilden Theorien überprüfen und mehr über diese verlockende Welt erfahren. Und das ist doch auch etwas wert, oder?

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Veröffentlicht am 11.05.2020

Macht neugierig

3

Geschichten, in denen man in Bücher reisen kann, gibt es mittlerweile viele. Was also ist neu an dieser Trilogie? Hier geht es nicht nur um das geschriebene Wort, sondern auch um das gelöschte - und damit ...

Geschichten, in denen man in Bücher reisen kann, gibt es mittlerweile viele. Was also ist neu an dieser Trilogie? Hier geht es nicht nur um das geschriebene Wort, sondern auch um das gelöschte - und damit möchte ein bis dato unbekannter Bösewicht die Welt ins Unglück stürzen. Im 'Buch der gelöschten Wörter' werden alle Worte gesammelt, die jemals geschrieben und dann aber wieder gelöscht wurden. Als es plötzlich einen sprunghaften Anstieg der beschriebenen Seiten gibt, wird klar dass da jemand seine Hand im Spiel haben muss. Wer will unbedingt diese vielen ungeschriebenen Worte einfangen und benutzen, um das Gleichgewicht zwischen realer und Bücherwelt ins Wanken zu bringen?

Die Autorin hat eine durchaus komplexe Handlung erdacht, die spannend ist und einige sensationelle Ideen liefert (z.B. dass Romanfiguren sterben können und dadurch Bücher quasi umgeschrieben werden). Dazu gibt es eine bodenständige Protagonistin, die vom Mauerblümchen zur Heldin erblühen soll, eine Prise Romantik in Form zweier ungleicher Brüder, sowie einen Schuss Humor, wenn diverse Romanfiguren getreu oder gerade entgegen ihrem antiquierten Charakter mitmischen.

Diese Mischung bietet einige Lesestunden hervorragender Unterhaltung, wobei mich vor allem der Plot in seinen Bann zog. Leider gab es für meinen Geschmack aber zu viel 'Drumherum', zu viel belangloses Geplapper und zu viele hübsch anzuschauende, für die Geschichte aber belanglose Nebenschauplätze (bzw. besuchte Romane). Ob dies der Tatsache geschuldet ist, dass es sich um einen Teil einer Trilogie handelt und die Geschichte daher ein wenig gestreckt werden musste, bleibt mit Teil 2 und 3 abzuwarten. Mir jedenfalls war das Tempo etwas zu gemächlich, die Protagonisten zu überschaubar in ihrem Handeln und die Haupthandlung zu wenig im Fokus (das ändert sich immerhin zum Schluss - da wird es endlich mal richtig spannend: ich sage nur Cliffhanger).

Dieser erste Teil hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht, war mir aber als Einführung in die Geschichte und Charaktere stellenweise einfach zu (be)lang(los). Nichtsdestotrotz bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung, die dann aber hoffentlich mehr Handlung zu bieten hat.

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Veröffentlicht am 18.05.2020

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich ist wie eine lange Einleitung

2

In den ersten Buch der Triologie "Das Buch der gelöschten Wörter, der erste Federstrich" von Mary E. Garner geht es in erster Linie um Hope. Hope ist eine Frau in den Vierzigern und ihre größte Leidenschaft ...

In den ersten Buch der Triologie "Das Buch der gelöschten Wörter, der erste Federstrich" von Mary E. Garner geht es in erster Linie um Hope. Hope ist eine Frau in den Vierzigern und ihre größte Leidenschaft sind Bücher. Sie kümmert sich rührend um ihre an
Demenz erkrankte Mutter. Ihre sonstigen sozialen Kontakte konzentrieren sich eher auf Onlinebasis, durch ihren Beruf bei einer Partnervermittlung. Und seit sie von ihren Verlobten in Stich gelassen wurde, ist ihr Liebesleben auch nicht wirklich interessant.
Also Hope führt ein eher langweiliges Leben.

Das alles ändert sich, als sie auf Grund eines starken Regens, in die Buchhandlung von Mrs. Gateway’s Fine Books landet. Hope hat bereits beim Eintreten des Geschäftes ein komisches Gefühl und als sie das Geschäft später verlässt, ahnt sie nicht das sich ihr
bisheriges Leben verändern wird. Sie lernt den brummeligen Rufus kennen und auf einmal ist auch ihr Ex-Verlobter Christian wieder da. Etwas später wird sie erfahren das es möglich ist in Büchern zu reisen und sie helfen muss, diese Welt zu retten. Hopes Leben ändert sich enorm und sie schliddert in ein riesiges Abenteuer aus Verrat, Liebe und Freundschaft.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen und hat mehr versprochen, als das Buch dann hergab. Ich glaube die Autorin hatte so viele Ideen im Kopf, das die Geschichte zwischendurch ihren roten Faden verliert und in zu viele Nebenschauplätze verwandelt. Die Geschichte war gut und sie ist die meiste Zeit flüssig geschrieben und mit so vielen literarischen Figuren bestückt, dass man nur staunen kann. Vielleicht so gar
etwas überladen, als ob man möglichst viele Figuren in dieses Buch stopfen möchte. Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich ist eine Mischung aus viel Fantasy, Liebe und einer Spur Humor.

Das erste Band ist wie eine gute Einleitung und man ist gespannt auf den zweiten Band, bei dem ich hoffe das dieser Funke überspringt, der das Cover verspricht.




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Veröffentlicht am 07.07.2020

Eine phantastische Reise in Bücher

1

Eine große Leidenschaft von Hope Turner sind die Romane von Jane Austen. In diese Seiten kann Hope eintauchen und sich gänzlich darin verlieren. In ihrem Job als Telefonistin beim Dating Portal Herz trifft ...

Eine große Leidenschaft von Hope Turner sind die Romane von Jane Austen. In diese Seiten kann Hope eintauchen und sich gänzlich darin verlieren. In ihrem Job als Telefonistin beim Dating Portal Herz trifft Herz bringt sie Menschen zueinander. Erst nimmt sie selber eine Identität an und gaukelt dem Mann am anderen Ende der Leitung einen Charakter vor, den es gar nicht gibt. Während der Gespräche versucht Hope den passenden Partner zu finden, was oft gelingt. Nur mit Rufus klappt es nicht, da Hope selber Gefallen an ihm findet. Dies ist ihr allerdings untersagt von Seiten der Firmenpolitik.
Doch was Rufus ihr bei einem persönlichem Treffen eröffnet, glaubt Hope auf keinen Fall. Man kann in Bücher wahrhaftig eintauchen. Über einen Buchladen gelangt man in ein Portal und so in die Welt der Bücher.
Es ist sehr wichtig, dass Hope ihm glaubt und mit ihm kommt. Die Weltordnung ist in Gefahr, die gelöschten Wörter im Internet entwickeln ein Eigenleben und werden unter Umständen sogar wahr. Alle Hoffnungen liegen auf Hope, sie muss es schaffen, das sogenannte Buch der gelöschten Wörter von den bösen und zornigen Wörtern zu befreien. Gelingt es ihr nicht, sind alle Romanfiguren und die echten Menschen in großer Gefahr.

Ich war höchst skeptisch, das Buch wurde mir zu sehr gelobt. Mir war die Thematik zunächst zu ähnlich zu Tintenherz. Dann habe ich mir eine Leseprobe angeschaut und das Cover genauer und dann ist es doch bei mir gelandet. Darüber bin ich sehr froh. Die Geschichte ist ganz anders als erwartet. Es ist wie ein Traum, den man als Leser hat. Einmal tatsächlich in die Welt der aktuellen Lektüre tauchen. Mit den Figuren sprechen, sich umsehen und in die Landschaft spazieren. Wie gerne würde ich durch Hobbingen gehen.
Im Buch der gelöschten Wörter wird dies Wirklichkeit. Es wird phantastisch erzählt, die Geschichte entwickelt ein Eigenleben und man kommt kaum hinterher. Die Seiten fliegen dahin, es hat großen Spaß gemacht, durch diese Welt zu stöbern.
Ich freue mich sehr auf Teil 2, der bereits auf mich wartet.

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Veröffentlicht am 02.06.2020

Vorhandenes Potenzial nicht genutzt

1

Wenn man den Klappentext eines Buches liest und dabei an seine Herzensreihe erinnert wird, hat solch ein Buch schon oft einen schweren Start und hohe Erwartungen. Bei „Das Buch der gelöschten Wörter“ hatte ...

Wenn man den Klappentext eines Buches liest und dabei an seine Herzensreihe erinnert wird, hat solch ein Buch schon oft einen schweren Start und hohe Erwartungen. Bei „Das Buch der gelöschten Wörter“ hatte ich direkt eine Mischung aus der Tinten-Trilogie von Cornelia Funke, welche ich einfach unter allen Büchern mit am meisten liebe, und den Buchspringern von Mechthild Gläser. Beide Reihen konnten mich überzeugen und auf eine ebenso toll gestaltete Geschichte habe ich hier gehofft und leider nicht bekommen.

Die Welt ist ähnlich aufgebaut wie in Gläsers Werk, ein Zentrum, wo sich die Charaktere der verschiedenen Bücher treffen können und ein Eigenleben führen. Vervollständigt wird dies durch Skizzen, Statisten und und den bekannten Charakteren. So weit, so gut. Auch die Frage, was mit geschriebenen Worten passiert, die wieder gelöscht wurden oder beim Versenden einer Mail verloren gingen, fand ich interessant und vom Gedanken her gut aufgegriffen. Jedoch war genau das einfach zu schnell geklärt, unsere Protagonistin Hope hat das Problem zu schnell in den Griff bekommen und man fragte sich, was soll hier wohl noch passieren auf den nächsten 300 Seiten?!? Auch die Idee, aus welchem das vorherrschende Problem entstand, fand ich gut und man hätte viel mehr daraus machen können, als es tatsächlich wurde.

Die Geschichte hatte unglaubliches Potenzial und dieses wurde leider nicht genutzt, denn zum Großteil beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch eine reine Einführung in diese Welt sein soll, rein theoretisch und mit minimaler Handlung. Ich denke, wäre etwas mehr passiert, hätte mich die Geschichte auch begeistern können – so musste ich mich doch recht oft dazu selbst überreden, dass ich weiter lese und verlor ein wenig auch die Lust am Lesen.

Dies lag allerdings nicht nur an der fehlenden Handlung, sondern auch an den wenig authentischen Charakteren. Unsere Protagonistin Hope wird beschrieben als 42-Jährige Frau, jedoch hat man beim Lesen eher das Gefühl ein heranwachsendes junges Mädchen auf ihrem Weg zu begleiten. Ich konnte sie leider in der gesamten Geschichte nicht als die ansehen, die sie sein sollte und das störte mich leider auch durchweg. Rufus war für mich ein komischer Kautz, den ich im gesamten Buch nicht wirklich einschätzen konnte. Frischen Wind in die Geschichte hat Gwen gebracht, welche einige von euch evtl aus den Geschichten rund um König Artus als Gwendolin kennen, denn sie war aufgeweckt und fröhlich, freute sich über fast alles und hat immer gute Laune verbreitet. Auf der anderen Seite hat sie ein großes Herz und setzt sich für ihre Freunde ein – also eine gute Mischung. M war für mich…merkwürdig. Warum man sie ausgerechnet so genannt hat, ist mir bis heute nicht klar, aber auch sie war für mich ein Charakter, der mir nicht schlüssig war und aus dem ich einfach nicht schlau wurde.

Es ist schwer zu beschreiben, wie ich das Buch fand, ohne dafür Erklärungen zu geben, die leider spoilern würden, daher lasse ich das an dieser Stelle auch sein. Für mich war dieses Buch leider eine kleine Enttäuschung, da man gewisse Handlungen auch sehr früh erahnen konnte. Auch die Auflösung kam nicht gänzlich überraschend, auch wenn das Buch dennoch mit einem Cliffhanger endet – man konnte sich denken, in welche Richtung die Geschichte sich entwickeln würde. Dennoch werde ich auch Band 2 eine Chance geben, da ich hoffe, dass in der Fortsetzung mehr Handlung und vor allem Spannung ins Spiel kommt und Band 1 wirklich nur die Einführung in diese Welt war.

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