Cover-Bild Oberschwaben Krimi / Mord im Dörfle
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 23.01.2020
  • ISBN: 9783740806217
Matthias Ernst

Oberschwaben Krimi / Mord im Dörfle

Oberschwaben Krimi
Oberschwäbisches Brauchtum trifft auf psychologische Krimispannung.

Eigentlich will Kommissar Wellmann seinen wohlverdienten Skiurlaub genießen, als während der Fasnet ein totes Liebespaar aufgefunden wird – genau dort, wo vor mehr als zwanzig Jahren Wellmanns große Liebe starb. Die Spur führt ihn zu einem Drogenring, der den Landkreis Biberach im Griff hat. Und Wellmann erkennt: Um den Fall zu lösen, muss er sich den Dämonen seiner Vergangenheit stellen ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2020

Am Aschermittwoch ist alles vorbei

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Urlaub ... endlich. KHK Wellmann will sich eine Woche Auszeit gönnen. Bei einer winterlichen Alpenüberquerung. Aber 1. Kommt es anders, 2. Als man denkt. So auch für KHK Wellmann. Denn am Lindenweiher ...



Urlaub ... endlich. KHK Wellmann will sich eine Woche Auszeit gönnen. Bei einer winterlichen Alpenüberquerung. Aber 1. Kommt es anders, 2. Als man denkt. So auch für KHK Wellmann. Denn am Lindenweiher wird ein totes Liebespaar gefunden. Ausgerechnet am Lindenweiher, wo vor mehr als 20 Jahren Wellmanns große Liebe ihren letzten Atemzug getan hat. Es hilft alles nichts, Wellmann muss seinen Urlaub abbrechen und sich stattdessen mit den Dämonen seiner Vergangenheit auseinandersetzen und diesen mysteriösen Todesfall aufklären. Eines alleine geht nicht, denn schon bald wird klar, dass beides irgendwie zusammenhängt.

Wellmanns Kollegin Linda glaubt nicht an einen Selbstmord des Liebespaares. Zudem häufen sich die Beweise, dass es so, wie sich die Situation darstellt, nicht gewesen sein kann. Immer wieder tauchen ehemalige Weggefährten von Wellmann auf und immer wieder wird ein Zusammenhang zwischen der Toten von damals und den beiden Toten von heute deutlich. Als dann auch noch Wellmanns 8jähriger Sohn ins Visier der „Übeltäter“ gerät und er beim Fasnetsumzug in Gefahr gerät, ist für Wellmann „der Ofen aus“. Er setzt alles daran, den Fall zu lösen. Koste es, was es wolle.

Meine Meinung:

Ein Krimi, bei dem man ununterbrochen aufgefordert wird, mit zu rätseln.
Denn Wellmann will den Fall um seine große Liebe Monika genauso lösen, wie den aktuellen Fall. Aber das dauert seine Zeit, weil er immer wieder ausgebremst wird. Es hat den Anschein, als hätte jemand ein großes Interesse daran, dass die Fälle ungelöst bleiben. So werden ein Haufen falsche Spuren gelegt und es dauert, bis die Spreu vom Weizen getrennt ist und der wahre Täter sowie der wahre Hintergrund der Taten offenbar wird.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Charaktere in den Nebenrollen sich des schwäbischen Dialektes bedienen. Auch, wenn ich zugeben muss, dass ich als Nicht-Schwabe bei den ersten drei Sätzen etwas Schwierigkeiten hatte. Aber das legt sich sehr, sehr schnell. Auch super gefallen hat mir der regionale Bezug, bei dem man – so ganz nebenher - die Faschings-/Karnevalsbräuche im schwäbischen kennenlernt.

Ich habe super in die Geschichte reingefunden und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Es war immer wieder super spannend, an den richtigen Stellen actiongeladen (aber auch nicht überladen) und an den richtigen Stellen auch einfühlsam. Eben eine perfekte Mischung.

Der Schreibstil ist klar und flüssig. Das Buch ist gut gegliedert. Die einzelnen Kapitel sind nicht zu lang, so dass man das Buch sowohl in einem Rutsch, als auch in mehreren Etappen sehr gut lesen kann.

Mein Fazit:
Den Krimi sollte man gelesen haben. Eine absolute Leseempfehlung für spannende, kurzweilige Lesestunden. Von mir gibt es 5 Sternchen.



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Veröffentlicht am 18.02.2020

Ländliche Abgründe

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Kommissar Tobias Wellmann ist aus Stuttgart zurück in die Provinz Dienststelle in Oberschwaben. Nicht ganz freiwillig, wie wir bald erfahren. Drogen und Medikamentenmissbrauch waren der Grund. Wellmann ...

Kommissar Tobias Wellmann ist aus Stuttgart zurück in die Provinz Dienststelle in Oberschwaben. Nicht ganz freiwillig, wie wir bald erfahren. Drogen und Medikamentenmissbrauch waren der Grund. Wellmann hat eigentlich nie den Tod seiner ersten Liebe verwunden.

Jetzt kurz vor einem Winterurlaub wird er von Kollegin Linda zu einem Leichenfundort gerufen, ein jugendliches Liebespaar hat gemeinsam Suizid begangen. So jedenfalls der erste Augenschein, aber Lindas Gefühl sagt etwas anderes. Für Tobias ist der Fundort ein Schock, denn genau hier hat sich auch vor mehr als 20 Jahren seine Freundin das Leben genommen. Aber trotz des Schocks und des ersten Augenscheins muss er Linda Recht geben. Irgendetwas ist faul an der Sache – wenn er nur den Gedanken fassen könnte.

Erste Spuren zeigen, dass es im beschaulichen Oberschwaben wohl seit einiger Zeit ein Drogen Hotspot gibt, aber auch Ereignisse aus der Vergangenheit scheinen eine Rolle zu spielen.

Ein Dorf im Fasnachtsfieber. Die alemannische Fasnacht ist am Höhepunkt. Gruppen mit ihren traditionellen Masken nehmen an den Umzügen teil und an den Straßen stehen die Zuschauer dichtgedrängt. In dieser dörflichen Gemeinschaft wirken Mord und Drogen fast unvorstellbar. Dieser Gegensatz macht einen großen Reiz bei diesem regionalen Krimi aus. Ermittlerarbeit und Spurensuche werden immer wieder von dörflichen Szenen in Mundart aufgelockert. Tobias Wellmann als Hauptfigur ist ein vielschichtiger gezeichneter Charakter. Seine Vergangenheit lässt ihn nicht los und auch seine Ehe ist daran gescheitert. Trotzdem überlagern die privaten Probleme nicht Handlung des Krimis. Sie sind ein unverzichtbarer Teil der Geschichte und machen den Plot besonders interessant.

Mit Jana und Robert, den beiden toten Jugendlichen wird eine immer wieder aufgegriffene Verbindung zu Shakespeares Romeo und Julia gezogen und letztendlich auch die Lösung des Falls angeschoben.

Aber ganz besonders gefallen hat mir, wie die Honoratioren des Dorfes dargestellt werden. Biedere Ehrenmänner, in der Gesellschaft verwurzelt, aber nicht immer halten sie einem genaueren Blick stand. Ein kleines Detail am Rande: es ist letztendlich die oft zitierte schwäbische Sparsamkeit die ein entscheidendes Indiz liefert.

Der Kriminalroman von Matthias Ernst hat mir sehr gefallen, ich habe wirklich kaum aufhören können zu lesen, so sehr hat mich die Geschichte gepackt. Ein wirklich gelungener Regio-Krimi aus dem Emons Verlag und ich werde den Autor im Auge behalten. Vielleicht darf Tobias Wellmann weiter ermitteln.

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Veröffentlicht am 16.02.2020

NIchts ist, wie es scheint in Oberschwaben

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Tobias Wellmann, KHK mit ein paar seelischen Schrammen, will eigentlich zu einer winterlichen Alpenüberquerung aufbrechen, als am Lindenweiher ein junges Paar tot aufgefunden wird.
Ausgerechnet am Lindenweiher, ...

Tobias Wellmann, KHK mit ein paar seelischen Schrammen, will eigentlich zu einer winterlichen Alpenüberquerung aufbrechen, als am Lindenweiher ein junges Paar tot aufgefunden wird.
Ausgerechnet am Lindenweiher, wo vor 24 Jahren Wellmanns Jugendliebe Monika gestorben ist.
Nur der Hartnäckigkeit von Kollegin Linda ist es zu verdanken, dass der Tod der beiden Jugendlichen als unklarer Todesfall betrachtet und nicht sofort als Doppelselbstmord zu den Akten gelegt wird.

Bei den Recherchen finden sich immer wieder Parallelen zu William Shakespeares „Romeo und Julia“. Wie in der Tragödie stammen Robert/Romeo und Jana/Julia aus miteinander verfeindeten Familien. Die Auffindungssituation ähnelt der Sterbeszene bei Shakespeare, nur dass 99 Teelichter um die Toten herum drapiert sind. Wer hat die eigentlich angezündet? Denn die beiden Toten haben weder Zündhölzer noch Feuerzeug bei sich....

Je weiter die Ermittlungen fortschreiten, desto häufiger mehren sich die Indizien, dass hier niemand ermitteln sollte. Da werden Reifen aufgeschlitzt, Einbrüche verübt und auch pure Gewalt angewendet. Als dann noch Wellmanns achtjähriger Sohn in Gefahr gerät, ist für Wellmann Schluss mit lustig.

Meine Meinung:

Dieser Krimi ist eine verzwickte Angelegenheit. Auf der Suche nach der Wahrheit muss sich Wellmann seinen eigenen Dämonen stellen. Es dauert eine geraume Zeit bis alle Puzzleteile an ihrem richtigen Platz fallen.
Auch in der Dienststelle ist nicht alles eitel Wonne. Da gibt es zwei Kollegen, die sich Chancen auf eine Beförderung ausgerechnet haben, die dann durch Wellmanns Rückkehr nach Biberach vereitelt worden sind.

Der Krimi besticht durch zahlreiche falsche Spuren und ein paar recht umtriebige kriminelle Elemente. Nicht der arbeitslose Außenseiter, sondern honorige Bürger haben hier jede Menge kriminelle Energie entwickelt.

Gut gefallen hat mir, dass die meisten Leute Dialekt sprechen. Für Nicht-Schwaben manchmal nicht leicht zu lesen. Auch die versöhnliche Geste am Ende, bei der sich Roberts und Janas Väter die Hände reichen, gefällt mir.

Die Charaktere sind recht gut entwickelt. Ob wir jemals erfahren werden, was Wellmann in Stuttgart so aus der Bahn geworfen hat, dass er selbst Drogen genommen hat? Hierzu gibt es nämlich nur die eine oder andere Andeutung. Aber, vielleicht wird ja eine Reihe aus diesem Regio-Krimi, ähnlich wie die „Kommissarin Vill-Reihe“. Schauen wir einmal.
Der Krimi hat mich gut unterhalten, obwohl ich dem Fasnet/Fasching/Karneval so rein gar nichts abgewinnen kann. Als Kulisse für die Ermittlungen hat es aber gut gepasst.?


Fazit:

Ein gut strukturierter Krimi, bei dem wenig ist, wie es scheint.
Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

Veröffentlicht am 15.02.2020

Liebe und Leid in Oberschwaben

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Eine Alpenwinterüberquerung ist genau das Richtige, was sich Kommissar Wellmann für die kommenden Urlaubstage vorgenommen hat. Überall nur Schnee, klare Luft und Einsamkeit. Doch daraus wird nichts, denn ...

Eine Alpenwinterüberquerung ist genau das Richtige, was sich Kommissar Wellmann für die kommenden Urlaubstage vorgenommen hat. Überall nur Schnee, klare Luft und Einsamkeit. Doch daraus wird nichts, denn ein totes Liebespaar macht ihm ein Strich durch die Rechnung. Als wäre das noch nicht schlimm genug, führt ihn die Tat ausgerechnet an den Ort zurück, an dem er vor zwanzig Jahren seine große Liebe verlor. Die Spuren am Tatort deuten zuerst auf Suizid hin, doch dann kommt alles anders und Wellmann muss sich den Schatten der Vergangenheit stellen…

„Mord im Dörfle“ ist ein rasanter, abwechslungsreicher und wahnsinnig spannender Regio-Krimi aus der Feder von Matthias Ernst.
Nach dem historischen Vorbild von Shakespeares Romeo und Julia strickt er hier einen Fall, der vor Ideenreichtum, Kombinationsgabe und falschen Fährten nur so strotzt.
Die Geschichte liest sich von Anfang an flüssig, die Spannung baut sich langsam auf und lässt den Leser regelrecht an den Fingernägeln knabbern, weil die Szenen so geschickt angelegt sind, dass sie einen Vergleich mit dem Drama des großen Meisters nicht scheuen müssen.
Besonders gut gefällt mir, dass die Nebenfiguren alles schwäbischen Dialekt sprechen und somit noch dem Regio-Krimi das Tüpfelchen auf dem i verleihen und so für Authentizität sorgen. Mehr regionaler Bezug geht schon gar nicht mehr rund genau das macht diesen Roman so lesens- & liebenswert.
Wellmann Senior hat dabei mein Herz gestohlen und der alte Herr weiß, wie er seinem Filius den Rang ablaufen kann 😉
Aber auch Wellmann Junior ist nicht ohne, denn er überzeugt durch gute Kombinationsgabe, Vorstellungsvermögen und einer gewissen Hartnäckigkeit, um sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. An seiner Seite ermittelt Linda, eine taffe junge Kommissarin, die zusammen mit Tobias ein perfektes Ermittlerteam bildet.
Der Autor schickt den Leser öfter auf den Holzweg, legt geschickt falsche Spuren aus und führt so den Leser mehrmals in die Irre. Das stachelt natürlich dazu an, die eigenen Nachforschungen wieder und wieder zu überdenken, den Kreis der Verdächtigen zu vergrößern und die Geschehnisse zu hinterfragen.
Bis zur Auflösung des Rätsels dringt man in ein enges Geflecht aus Korruption, übertriebenem Geltungsbedürfnis, Machtgerangel und Eifersucht, das Linda und Tobias nach und nach auflösen können.
Ich bin restlos begeistert von diesem Oberschwaben-Krimi und hoffe, dass der Autor seinem Ermittlerteam noch viele Fälle zum Lösen offeriert. Ich reihe mich gerne in die Fan-Riege ein und spreche sehr gerne eine absolute Leseempfehlung aus 😊

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Veröffentlicht am 14.02.2020

Regional

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Der regionale Krimi für in ein schwäbisches Dorf und allein der Schauplatz der Handlung war schon das Lesen wert mit seinen skurrilen Bewohnern und der schönen Mundart. Als ein Pärchen ermodert wird nach ...

Der regionale Krimi für in ein schwäbisches Dorf und allein der Schauplatz der Handlung war schon das Lesen wert mit seinen skurrilen Bewohnern und der schönen Mundart. Als ein Pärchen ermodert wird nach Art von Romeo und Julia wird Kommissar Wellmann mit der Aufklärung betraut, was er allerdings etwas merkwürdig findet. Genau an dem Tatort fand auch seine große Liebe ihre Tod. Der Krimi ist spannend und hat eine Vielzahl von überraschenden Wendungen. Die Figuren sind interessant und vielschichtig angelegt und auch der Schreibstil ist sehr schön. Dazu passt das tolle Cover. Ich habe mich glänzend unterhalten gefühlt und kann das Buch nur empfehlen.

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