Cover-Bild Geheimnis in Rot
Band der Reihe "British Library Crime Classics"
(41)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 298
  • Ersterscheinung: 09.10.2017
  • ISBN: 9783608961898
Mavis Doriel Hay

Geheimnis in Rot

Kriminalroman | British Library Crime Classics
Barbara Heller (Übersetzer)

Tante Mildred hat es schon immer geahnt: Die Verwandtschaft an Weihnachten zu versammeln ist keine gute Idee. Als der Familienpatriarch mit einer Kugel im Kopf gefunden wird, entbrennt an der festlichen Tafel ein Streit um sein Erbe. Dieser neuentdeckte Klassiker von Mavis Doriel Hay ist ein Muss für alle Krimifans und perfekt geeignet, von den eigenen Familiendramen an Weihnachten abzulenken.

Das traditionelle Familienfest im Hause Melbury beginnt wenig beschaulich, als Sir Osmond von einem als Weihnachtsmann verkleideten Gast ermordet aufgefunden wird. Die Trauer der anwesenden Verwandtschaft hält sich jedoch in Grenzen, da Sir Osmond ein beträchtliches Erbe hinterlässt. Jedes der eingeladenen Familienmitglieder zieht seinen Nutzen aus dem Tod des Patriarchen – nur der Weihnachtsmann, der genug Gelegenheiten hatte, den alten Herrn ins Jenseits zu befördern, besitzt kein Motiv. Inmitten von Missgunst, Verdächtigungen und Abscheu stellt sich schließlich heraus: Es kann nicht nur einen verkleideten Weihnachtsmann gegeben haben.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.01.2019

Mord am Weihnachtsabend im engsten Familienkreis

0

Im Buch geht es um die Familie Melbury die an Weihnachten zusammen kommt um zu feiern. Dabei ereignet sich aber bereits kurz nach der Bescherung ein grausames Verbrechen und Colonel Halstock beginnt sofort ...

Im Buch geht es um die Familie Melbury die an Weihnachten zusammen kommt um zu feiern. Dabei ereignet sich aber bereits kurz nach der Bescherung ein grausames Verbrechen und Colonel Halstock beginnt sofort mit den Ermittlungen. Die Geschichte wird zum Großteil aus der Sicht des Colonel, der zugleich ein Freund der Familie ist, erzählt, aber auch alle anderen Familienmitglieder kommen zu Wort und erzählen ihre Sicht der Dinge. So fügt sich ein Puzzle-Teil um das andere zu einem Großen und Ganzen zusammen.

Die Autorin spinnt mit ihrem sehr lockeren und recht unterhaltsamen Schreibstil eine sehr spannende Geschichte, die sich erst auf den letzten Seiten auflöst. Was ich außerdem sehr geschätzt habe ist, dass es im Großen und Ganzen um die Aufklärung des Verbrechens geht und nicht wie in Thrillern etc. um die Grausamkeit und dementsprechende Beschreibung des Verbrechens. Für mich macht es dieser Umstand zum perfekten Buch für alle, die sich eine spannende Weihnachtszeit wünschen.

Veröffentlicht am 09.12.2017

Großartige alte Schule

0

Agatha Christie neu aufgelebt.

Geheimnis in Rot erzählt die Geschichte um einen Landsitz, einen alten Familienpatriarchen, der plötzlich tot ist und die Suche nach dem Täter. Und all das an Weihnachten.

Mit ...

Agatha Christie neu aufgelebt.

Geheimnis in Rot erzählt die Geschichte um einen Landsitz, einen alten Familienpatriarchen, der plötzlich tot ist und die Suche nach dem Täter. Und all das an Weihnachten.

Mit dieser Geschichte bin ich in eine herrlich altmodische Stimmung versetzt worden, wie es sonst nur die Christie-Werke vermögen und habe mich ganz in eine andere Zeit vertiefen können. Man merkt bereits, ich mochte dieses Buch.

Die gesamte Handlung wird eher trocken wiedergegeben und ich als Leser habe keine besondere Bindung oder Sympathie zu einer bestimmten Person entwickelt, ausgeschlossen vielleicht von Colonel Halstock, den man als Ermittler des ganzen Vorfalls bezeichnen kann, und aus dessen Perspektive der Leser den meisten Teil der Geschichte erfährt.

Genauso war auch der Schreibstil geprägt von analytischen Beschreibungen und eine nahezu psychologische Betrachtungsweise aller Anwesenden. Genau dieses in der Schwebe zwischen Kennenlernen, sich ein Bild machen und Verdächtigen schätze ich an älteren Detektivromanen, die weniger auf die Forensische Aufklärung abzielt als auf die Beschäftigung mit unterschiedlichen Charakteren und deren Natur.

Der Spannungsbogen ist ganz klar Geschmacksache und so wie ich das wahrgenommen habe nicht für den Fitzek-Fan gemacht, aber entsprach meinem Geschmack. Zu Anfang bis weit in die Mitte der Handlung gab es keine großartige Spannung zu entdecken. Es handelte sich viel mehr verstärkt um ein sogenanntes Kennenlernen und Beleuchten aller Protagonisten. Erst ab dem letzten Drittel war ein zügiger Anstieg im Spannungsbereich bemerkbar, das in einem ausgezeichneten Ende gipfelte (ich war dazu gezwungen es in einem Stück zu lesen).

Abgesehen von den Parallelen zu Agatha gab es noch ein kleines Highlight, das mein Bücherherz höherschlagen ließ. Auf den Einbandseiten befindet sich ein Grundriss des Landsitzes um den es sich fortwährend dreht. Und dieser Grundriss ist nicht nur eine lustige Spielerei, sondern, so viel sei verraten, essentiell um auf die Lösung der Verstrickungen zu kommen.

Summa summarum mal ein anderes Buch mit wunderbarem Weihnachtsthema, das mich begeistern konnte und indem ich für Liebhaber des letzten Jahrhunderts echtes Potential sehe. Frohe Weihnachten.

Veröffentlicht am 02.12.2017

Klassische Krimi-Spannung

0

Mavis Doriel Hay kann man ohne zu zögern in die Reihe klassischer Englischer Krimi-Autorinnen einreihen. 
Ihr Krimi "Geheimnis in Rot" war mein erstes Buch von ihr, aber es wird bestimmt nicht das letzte ...

Mavis Doriel Hay kann man ohne zu zögern in die Reihe klassischer Englischer Krimi-Autorinnen einreihen. 
Ihr Krimi "Geheimnis in Rot" war mein erstes Buch von ihr, aber es wird bestimmt nicht das letzte bleiben. 
Wir werden in das idyllisch gelegene Anwesen Flaxmere versetzt, in dem sich Jahr für Jahr zur Weihnachtszeit alle Familienmitglieder so gar nicht idyllisch versammeln. Der Hausherr und Vaterr/Schwiegervater Sir Osmond ist stolz auf seinen einstigen Erfolg und sein Vermögen und will es nur an die Kinder vererben, die genau tun, was er sagt, d.h. auch heiraten, wen er will. Damit hat er sich in der ganzen Familie nur Feinde gemacht, denn die einen haben sich durchgesetzt und gegen seinen Willen geheiratet - mussten dafür ohne sein Geld auskommen, die anderen haben nach seinen Wünschen geheiratet und dafür andere Liebschaften aufgegeben und sind nun unglücklich. 
Am Weihnachtstag wird Sir Osmond schließlich erschossen aufgefunden und nur die Hausgemeinschaft hatte Motiv und Gelegenheit. Der benachbarte Colonell und die Polizei beginnen sofort zu ermitteln und werden abwechseln in die Irre geführt und unterstützt. 


Ein klassischer englischer Krimi, mit einer "geschlossenen Gesellschaft" in der der Mörder zu suchen ist. Spannend geschrieben, mit reich ausgestalteten Charakteren und nicht vorhersehbar. Der Schreibstil ist Briefromanartig, es wird von verschiedenen Personen aus verschiedenen Perspektiven erzählt, der Hauptteil jedoch aus der Sicht des ermittelnden Colonell, das schafft Kontinuität. 


Das einzige, was mich gestört hat, ist der offensichtlich falsche Text außen auf dem so stimmungsvoll gestalteten Flexcover-Buch: Die genannte Stimmung der goldenen Zwanziger ist in einem Buch, bei dem schon im ersten Kapitel die aktuelle Jahreszahl 1935 genannt wird, einfach nicht vorhanden. 


Insgesamt ein spannendes Buch, passend für graue Herbst- und Frühwintertage und ideal um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Für Cosy-Crime-Fans sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 30.11.2017

Nostalgisch

0

Familie Melbury feiert Weihnachten 1935. So wie in jeder Familie hofft hier jeder, daß alles ruhig und besinnlich abläuft. Sir Osmond, das Familienoberhaupt, hat einige Überraschungen geplant. Doch dazu ...

Familie Melbury feiert Weihnachten 1935. So wie in jeder Familie hofft hier jeder, daß alles ruhig und besinnlich abläuft. Sir Osmond, das Familienoberhaupt, hat einige Überraschungen geplant. Doch dazu soll es nicht kommen. Er wird kurz nach der Bescherung erschossen. Colonel Halstock, Polizist und Freund der Familie, muß sich nun mit der Familie auseinandersetzen, die such schon beginnt, sich um das Erbe zu streiten. 

Einfach eine wunderschöne Geschichte, die nostalgische Gefühle aufkommen läßt. Man fühlt sich in die Zeit der alten Krimis versetzt, die noch ohne Action und Folter auskamen. Einfach herrlich. Auch das Cover erinnert an diese Zeit. Wunderschön gestaltet und man meint, man hätte ein in Leinen gebundenes Buch in der Hand. Das Buch ist auf eine ganz besondere Art spannend und macht viel Spaß beim Lesen.

Veröffentlicht am 29.11.2017

Weihnachten und die lieben Verwandten

0

Ach herrje ja, wer kennt das nicht: an Weihnachten muss man teilweise mit Leuten zusammensitzen und friedlich-fröhlich vor sich hin feiern, die man ansonsten das ganze Jahr eher zum teufel Jagen möchte. ...

Ach herrje ja, wer kennt das nicht: an Weihnachten muss man teilweise mit Leuten zusammensitzen und friedlich-fröhlich vor sich hin feiern, die man ansonsten das ganze Jahr eher zum teufel Jagen möchte. Jeder hat doch irgendwo so einen Verwandten – oder im schlimmsten Fall gleich mehrere...

Auch Tante Mildred weiß um die Gefahr, Weihnachten die Verwandten an einem Tisch zu versammeln...
Das traditionelle Familienfest im Hause Melbury beginnt wenig beschaulich, als Sir Osmond von einem als Weihnachtsmann verkleideten Gast ermordet aufgefunden wird. Die Trauer der anwesenden Verwandtschaft hält sich jedoch in Grenzen, da Sir Osmond ein beträchtliches Erbe hinterlässt.
Jedes der eingeladenen Familienmitglieder zieht seinen Nutzen aus dem Tod des Patriarchen – nur der Weihnachtsmann, der genug Gelegenheiten hatte, den alten Herrn ins Jenseits zu befördern, besitzt kein Motiv.
Inmitten von Missgunst, Verdächtigungen und Abscheu stellt sich schließlich heraus: Es kann nicht nur einen verkleideten Weihnachtsmann gegeben haben.

Nicht, dass es bei uns Weihnachten auch Dramen gibt, ergo mussten wir uns auch von nichts ablenken („Dieser neuentdeckte Klassiker von Mavis Doriel Hay ist ein Muss für alle Krimifans und perfekt geeignet, von den eigenen Familiendramen an Weihnachten abzulenken“), aber dennoch ist dieser Klassiker einfach herrlich zu lesen.

Es kommt richtig Weihnachtsstimmung auf, weil die Autorin die Szenerie so lebhaft und lebensecht schildert, dass man das Gefühl hat, man säße mit den Leuten im Salon. Sowas mag ich immer sehr, wenn man in das Buch „eintauchen“ kann, fast schon Teil der Geschichte ist, weil alles so bildhaft beschrieben ist, als liefe ein Film vorm geistigen Auge ab. Und dieses Buch ist absolut zu Recht ein Klassiker ! 5 Sterne !