Cover-Bild Blumenkinder

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 14.11.2016
  • ISBN: 9783442714490
Meike Dannenberg

Blumenkinder

Kriminalroman
In Lüneburg wird die Leiche eines 12-jährigen Mädchens gefunden: wie aufgebahrt liegt sie da, scheinbar friedlich, mit Blumen umkränzt. BKA-Sonderermittlerin Nora Klerner und Profiler Johan Helms unterstützen die Kripo vor Ort bei den Ermittlungen, denn es gibt Parallelen zu einem Mordfall in Tschechien. Auch die Aktivitäten einer obskuren Hippie-Gruppe haben Nora und Johan im Visier. Nora ist sich sicher, dass der Täter aus dem Umfeld des dubiosen Kollektivs stammt. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, wird Nora wegen eigenmächtiger Aktionen vom Fall abgezogen. Doch sie ermittelt auf eigene Faust weiter. Denn sie weiß, wenn sie nicht schnell handelt, wird wieder ein »Blumenkind« sterben.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.01.2018

Engagierte Ermittler und ein aufsehenerregender Fall

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Nora ist BKA-Ermittlerin und Johan ist Profiler. Sie werden zur örtlichen Kripo hinzugezogen, was nicht auf allgemeines Wohlwollen stößt. Somit haben beide eine Art Außenseiterrolle inne, die sie aber ...

Nora ist BKA-Ermittlerin und Johan ist Profiler. Sie werden zur örtlichen Kripo hinzugezogen, was nicht auf allgemeines Wohlwollen stößt. Somit haben beide eine Art Außenseiterrolle inne, die sie aber zusammen schweißt. Beide leben für ihren Job, Privatleben wird bewusst verdrängt und das lässt sie zu einem Team zusammen wachsen.

Was mir trotz der interessanten Location mit den Hippies und dem außergewöhnlichen Fall Probleme bereitet hat, ist die Person der Nora. Sie ist arbeitswütig und gibt für den Fall alles, doch ihre Person wirkt sehr verschlossen, ich kann sie nicht durchschauen. Ihr Privatleben bleibt unbekannt und sie schleppt irgendein Problem aus ihrer Vergangenheit mit sich herum, das im Buch nicht aufgeklärt wird. Sicherlich kommt das im Folgeband näher zur Sprache, für mich hat sich aber dadurch kein eindeutiges Charakterbild aufbauen lassen. Nora bleibt mir merkwürdig fremd.



Der Schreibstil ist sehr bildhaft, erklärend und ausführlich gehalten. Für einen Krimi finde ich die Sprache recht außergewöhnlich, klare Ermittlungsbeschreibungen und Gedankengänge befragter Personen erscheinen mir für einen Kriminalroman interessanter und passender. Das hat sich jedoch nicht in der Sternevergabe bemerkbar gemacht.

Ich hätte gern selbst die Chance gehabt, den Täter zu erraten. Hier wurde er letztendlich als neue Figur eingeführt, sofort als Täter benannt und in einem ohne Frage fesselnden Finale dingfest gemacht. Diese Präsentation finde ich schade. Das Motiv war mir schon früh bewusst, jedoch konnte ich keine Person mit diesem Problem benennen.

Zeitlich und inhaltlich ist der Prolog für mich nicht einzuordnen. Eine Pforte aus Licht, eine Mutter und ihr Kind bei einer Sekte. Ich habe gehofft, am Ende des Buches hier mehr zu erkennen, aber es gelang mir nicht.

Dieser Krimi hat mich gefesselt und mitgerissen, ein paar Kleinigkeiten muss ich aber bemängeln. Deswegen vergebe ich 4 Sterne und bin gespannt auf den Nachfolgeband und die Klärung von Noras Geheimnis.


Ein mitreißender Krimi, der eine ominöse Sekte aus dem Hippie-Milieu im ländlichen Lüneburg beleuchtet.

Veröffentlicht am 25.10.2017

Perfekt für nasses Regenwetter

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Nach dem Tod zweier Mädchen, die sich verblüffend ähnlich sehen wird BK-Sonderermittlerin Nora Klerner zum Fall hinzugezogen. Sie sol zwischen den Behörden in Deutschland und Tschechien vermitteln. Neben ...

Nach dem Tod zweier Mädchen, die sich verblüffend ähnlich sehen wird BK-Sonderermittlerin Nora Klerner zum Fall hinzugezogen. Sie sol zwischen den Behörden in Deutschland und Tschechien vermitteln. Neben Nora wird auch Johan als Fallanalytiker ergänznd zum Team hinzugezogen. Erst scheinen die Ermittlungen nicht vorwärts zu kommen, da sich das Team im Kreis dreht. Doch dann verschwindet ein weiteres Kind und der Kreis der Verdächtigen wird kleiner.

"Blumenkinder" ist ein sehr spannend gehaltener Krimi, nicht nur durch die Doppeldeutigkeit des Titels. Ich habe sehr mit den Protgonisten mitgefiebert und konnte die letzten Seiten gar nicht schnell genig lesen. Meike Dannenbergs Schreibstil hat da das übrige getan.

Falls ihr also noch etwas für die kuschelige Herbstzeit sucht, werdet ihr mit "Blumenkinder" sicher zufrieden sein.

Veröffentlicht am 30.06.2017

beeindruckend, geheimnisvoll, detaillverliebt

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Kurze Inhaltszusammenfassung:
In Lüneburg wird ein 12jähriges Mädchen tot aufgefunden. Da in Tschechien auch ein ähnlicher Fall auftaucht und noch ein weiteres Mädchen verschwunden ist, werden Nora, Sonderermittlerin ...

Kurze Inhaltszusammenfassung:
In Lüneburg wird ein 12jähriges Mädchen tot aufgefunden. Da in Tschechien auch ein ähnlicher Fall auftaucht und noch ein weiteres Mädchen verschwunden ist, werden Nora, Sonderermittlerin vom BKA und Johan als Fallanalytiker hinzugezogen. Die Suche nach der verschwundenen Marina wird ein Wettlauf gegen die Zeit und Nora bringt sich durch ihre Alleingänge selbst in Gefahr.

Meine Meinung zum Buch:
Mir hat der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen, denn Heike Dannenberg beschreibt Situationen und Menschen sehr detailliert und mit viel Gefühl, sodass man als LeserIn das Gefühl bekommt, mitten im Geschehen zu sein oder mit den Charakteren gemeinsam im Raum zu stehen. Die Handlungsstränge waren so aufgebaut, dass niemals Langeweile aufgekommen ist. Es wechseln ständig Personen, Orte und auch bei den vermeintlichen Verdächtigen wird man als LeserIn mehrmals in die Irre geführt. Am Ende gibt es noch ein paar Wendungen und gefährliche Situationen, es wird spürbar hektisch und turbulent und Nora bringt sich mit ihren Alleingängen selbst in Gefahr – genau so, wie ich es gerne mag. Die Hauptcharaktere Nora und Johan sind mir sehr ans Herz gewachsen, obwohl Nora niemanden an sich heranlässt und auch uns bis zum Schluss im Unklaren lässt, was mit ihr in der Vergangenheit dramatisches passiert ist. Hier können wir nur Vermutungen anstellen. Normalerweise mag ich es ja nicht so gerne, wenn im Laufe des Buches Andeutungen gemacht werden, aber am Ende trotzdem nicht aufgeklärt wird, aber ich vermute, dass hier die Spannung auf den zweiten Teil nochmals erhöht werden soll. Eine interessante Person ist sie auf alle Fälle.
Der Prolog war für mich zu Beginn unzusammenhängend und nicht klar einzuordnen, aber nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, habe ich mir den Prolog noch einmal durchgelesen und dann war mir klar, worum es geht.

Titel und Cover:
Die Covergestaltung finde ich optimal gelungen, sowohl die Farbauswahl als auch das Motiv betreffend. Vor allem der verlassene Schuppen hat etwas schauriges, Düsteres an sich, das spürbar ist. Den Titel finde ich doppeldeutig, da „Blumenkinder“ auf der einen Seite „Hippies“ sind, auf der zweiten Ebene können Blumen auch mit „Friedhof und Grabstätten“ in Verbindung gebracht werden.

Mein Fazit:
Ich habe „Blumenkinder“ sehr gerne gelesen, kann es an Krimifans unbedingt weiterempfehlen und freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil.

Veröffentlicht am 22.01.2017

Komplex, atmosphärisch, fesselnd ...

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Die Geschichte:
Nora Klerner ist Sonderermittlerin des BKA und wird von Fallanalytiker Johan Helms zur Unterstützung der Kripo in Lüneburg angefordert. Ein kleines Mädchen wurde brutal ermordet und vom ...

Die Geschichte:
Nora Klerner ist Sonderermittlerin des BKA und wird von Fallanalytiker Johan Helms zur Unterstützung der Kripo in Lüneburg angefordert. Ein kleines Mädchen wurde brutal ermordet und vom Täter in besonderer Weise geschmückt: ein Blumenkind.
Johan hat eine Verbindung nach Tschechien entdeckt, denn dort wurde eine ähnlich drapierte Tote gefunden. Die Ermittlungen fördern zunächst wenig Brauchbares zutage und dann passiert das Schlimmste: ein weiteres Mädchen wird vermisst. Befindet auch sie sich in den Fängen des skrupellosen Mörders? Nora und die Kripo suchen fieberhaft nach Hinweisen und bald haben sie gleich mehrere Verdächtige. Doch können sie die Kleine noch rechtzeitig retten?

Meine Meinung:
Für dieses Buch habe ich eine gefühlte Ewigkeit gebraucht, weil ich anfangs irgendwie keinen richtigen Zugang dazu fand. Im Nachhinein kann ich mir das aber gar nicht mehr so wirklich erklären, denn es ist echt gut. Vielleicht hätte ich auch einfach mal dranbleiben sollen und es nicht immer nach nur wenigen Seiten wieder weglegen. Einziger Kritikpunkt, der mir dazu einfällt, ist der manchmal etwas zu detaillierte Schreibstil, der dazu führt, dass es nicht so schnell vorwärts geht, wie ich mir das oft wünschen würde.
Andererseits sorgt der atmosphärische Schreibstil aber eben auch dafür, dass sich das komplette Geschehen ständig wie ein lebendiger Film im Kopf abspielt. Nachdem ich meine Ungeduld überwunden hatte, konnte ich das auch genießen.

Die Charaktere werden auch ganz gut beschrieben, allerdings wirken die beiden Hauptpersonen Nora und Johan ein bisschen geheimnisvoll. Nora hat wohl schon einiges erlebt, das sie zu einem nicht einfachen Menschen gemacht hat. Sie gibt sich immer etwas distanziert, ist extrem ehrgeizig und leidet auch unter verschiedenen Ängsten.
Johan ist sehr intelligent und weiß nicht so recht, wohin er im Leben will. Sollte er sich mehr auf sein Privatleben konzentrieren oder ist ihm seine Arbeit doch das Wichtigste?
Auch die übrigen Figuren erscheinen recht glaubwürdig und manche durchaus sympathisch. Nora und Johan mochte ich auch ganz gern und ich könnte mir vorstellen, noch weitere Bücher mit ihnen zu lesen.

Der Fall an sich ist sehr komplex und es wird in verschiedenste Richtungen ermittelt. Die Lösung ist dann trotzdem noch eher überraschend, aber wenigstens taucht der Täter nicht ganz aus dem Nichts auf.
Besonders am Ende wirkt das Buch viel mehr wie ein Thriller. Natürlich steht die Arbeit der Polizei schon im Vordergrund, aber Nora ist einfach eine Einzelgängerin, die sich auch gern in brisante Situationen bringt. So bleibt es nicht aus, dass sie in große Gefahr gerät, was auch noch einiges an Action in die Story bringt.

Spannung ist durchgehend vorhanden, meistens auf einem eher moderaten Niveau. Das Buch liest sich fesselnd, aber erst zum Schluss gibt es ein paar echte Gänsehautmomente.
Die blutigen Szenen halten sich übrigens im sehr erträglichen Rahmen, so dass ich das Buch auch zarteren Gemütern weiterempfehlen kann.

Fazit:
Ein sehr komplexer Kriminalfall hält Sonderermittlerin Nora und Fallanalytiker Johan in Atem. Fesselnd, atmosphärisch, geheimnisvoll … empfehle ich gern weiter!

Bewertung:
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 18.12.2016

Blumenkinder

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Ein sehr interessanter und sehr kurzweiliger Krimi. In Lüneburg wurde eine Mädchenleiche gefunden, auf einem Hügel im Wald aufgebahrt und mit einem Blumenkranz im Haar. Auch in Tschechien wurde ein junges ...

Ein sehr interessanter und sehr kurzweiliger Krimi. In Lüneburg wurde eine Mädchenleiche gefunden, auf einem Hügel im Wald aufgebahrt und mit einem Blumenkranz im Haar. Auch in Tschechien wurde ein junges Mädchen tot im Böhmerwald gefunden, genauso drapiert wie das Mädchen aus Lüneburg. Da die Kripo in diesem Fall nicht weiterkommt, wird der Fallanalytiker Johan und Nora vom BKA nach Lüneburg beordert. Aber auch die beiden Spezialisten tappen im Dunklen bis ein weiteres Mädchen vom Reitunterricht nicht nachhause kommt. Durch akribische Ermittlungen finden sie eine Verbindung nach Tschechien. Es werden einsame Reiterhöfe durchleuchtet, bei denen im Sommer massenhaft Aussteiger für Kost und Logie arbeiten. Die Spur führt zu Hippies. Aber was dingfestes kommt dabei nicht heraus. Wir dürfen auch in die Hierarchie der Polizei schauen, wo der Chef nicht immer die Meinung seiner Mitarbeiter unterstützt. Nora ist psychisch sehr angeschlagen. Sie verfällt immer wieder in Angstzustände und Depressionen. Der Leser erfährt aber bis zum Schluß nicht, was der Beamtin widerfahren ist. Die Autorin lockt uns fast bis zum Schluß auf falsche Fährten. Aber dann fügen sich die Fragmente alle zusammen und wir sehen Dinge anders, denen wir vorher gar keine Bedeutung zugemessen haben. Dies ist erst der Anfang einer Serie von Büchern mit Johan und Nora. Das Cover mit der einsamen Waldhütte ist stimmig und paßt sehr gut zum Thema und Inhalt des Buches.