Cover-Bild Goddess of Poison - Tödliche Berührung

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17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ars Edition
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 19.09.2016
  • ISBN: 9783845815138
Melinda Salisbury

Goddess of Poison - Tödliche Berührung

A. M. Grünewald (Übersetzer)

Die siebzehnjährige Twylla ist kein Mädchen wie jedes andere: Sie ist die Verkörperung der Großen Göttin und wird als solche im ganzen Land verehrt - außerdem ist es ihr bestimmt, einmal den Kronprinzen zu heiraten. Doch ihr göttliches Schicksal bringt auch eine schreckliche Verpflichtung mit sich: Jeden Monat muss sie tödliches Gift trinken, gegen das nur sie, als göttliche Inkarnation, immun ist. Doch jeder, der Twylla berührt, wird von dem Gift infiziert und stirbt.

Twylla ist der einsamste Mensch der Welt. Wer kann schon ein Mädchen lieben, das regelmäßig Verbrecher und Verräter durch seine Berührung hinrichtet? Vor der alle erschrocken zurückweichen, sobald sie einen Raum betritt? Sogar der Kronprinz, der ja einmal ihr Mann werden soll, meidet sie. Doch alles ändert sich, als Twylla ein neuer Wächter zur Seite gestellt wird. Mit frechem Grinsen und unangemessenen Bemerkungen zieht der junge Mann alles, woran Twylla geglaubt hat, in Zweifel. Ist ihre Heirat mit dem Prinzen wirklich vom Schicksal vorherbestimmt? Ist sie tatsächlich die Verkörperung einer Gottheit? Und nicht zuletzt: Was hat es mit dem schrecklichen Gift auf sich, das auf alle, außer auf Twylla, eine tödliche Wirkung hat?

Nach und nach deckt Twylla mit Hilfe ihres charmanten Beschützers eine mörderische Intrige auf, die die Grundfesten des gesamten Landes Lormere ins Wanken bringt …

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2018

Atmosphärisch und emotional, jedoch mit kleiner Schwäche ;)

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Zitate:
"Es schien kein allzu furchtbarer Preis, nie zu berühren und nie berührt zu werden; schließlich hatte ich den einzigen Menschen zurückgelassen, der mir je Liebe und Zuneigung gezeigt hatte. Aber ...

Zitate:
"Es schien kein allzu furchtbarer Preis, nie zu berühren und nie berührt zu werden; schließlich hatte ich den einzigen Menschen zurückgelassen, der mir je Liebe und Zuneigung gezeigt hatte. Aber ich hatte mich geirrt." Pos. 130
"Sie schreien Euretwegen. Denn ganz gleich, was die Folterer ihnen antun, es ist nichts im Vergleich zu dem, was sie von Euch zu erwarten haben." Pos. 185

Meinung:

Twylla hatte eine schwere Kindheit. Als Tochter der Sündenesserin war es ihr vorbestimmtes Schicksal, diese Aufgabe eines Tages zu übernehmen und so, nach dem Ableben eines Menschen, dessen Sünden in Form von Nahrungsmitteln zu verspeisen, damit dieser davon erlöst wird. Ihr größter Wunsch war es, diesem Leben zu entfliehen. Zumal sie zwar ihre kleine Schwester liebt, aber ihre Mutter wahrlich keine herzliche Frau ist.
Dieser Wunsch wurde ihr gewährt, als eines Tages die Königin von Lormere vor ihrer Tür stand und erklärte, dass sie die göttliche Daunen -die wiedergeborene Tochter der Götter- sei. Obwohl Twylla mit der Entscheidung, ihr altes Leben hinter sich zu lassen, auch das Recht verwirkt hat, Kontakt mit ihrer Familie zu halten, entschied sie sich für ein Leben am Hof. Zumal das beinhaltete, die zukünftige Braut des Prinzen zu sein.

Was Twylla nicht bedacht hatte, war die Tatsache, dass sie als göttliche Daunen -die sie bis zur Vermählung mit dem Prinzen bleiben wird- ein noch einsameres Leben führen würde, als bisher...

Ihre schillernden Träume haben sich zu ihren größten Albträumen verwandelt, denn als Daunen muss sie monatlich Gift von Morgenandorn zu sich nehmen. Zum einen um zu beweisen, dass sie die von den Göttern Erwählte ist, denn ansonsten würde das Gift sie töten, und zum anderen um das Werkzeug des Königspaares zu sein.
Denn durch die Einnahme ist ihre Haut giftig und jeder, der sie berührt, stirbt einen grauenvollen Tod! Ihre Aufgabe ist es, auf diese Weise Hochverräter und sonstige Kriminelle hinzurichten.
So hatte sie sich das wahrlich nicht vorgestellt! Sie will weder jemanden umbringen müssen (doch welche Wahl hat sie? Wenn sie es nicht tut, zieht sie sich womöglich den Unwillen der Götter zu und stirbt bei der nächsten Gifteinnahme), noch kann sie sich weiterhin an der Schönheit des Schlosses und den Pomp am Hof erfreuen. Denn noch nie in ihrem Leben war sie dermaßen einsam!
Niemand darf sie berühren, alle haben Angst vor ihr...
Und die Königin, die sich damals als ihre Rettung darstellte, ist mittlerweile das genaue Gegenteil. Twylla hasst sie, denn sie ist grausam und gefährlich für jeden, der ihr auch nur unangenehm auffällt.
Doch welche Optionen bleiben Twylla? Kann sie überhaupt etwas tun? Und wenn nicht, wie lange kann sie dieses Leben noch aushalten?

Ganz langsam werden wir in Twyllas Misere eingeführt, wobei wir gerade zu Beginn immer wieder über kleine Anspielungen stolpern, die erst im Verlauf der Geschichte aufgelöst werden.
Wir erfahren hierbei nicht nur, wie ihr Leben heute aussieht (so war sie zum Beispiel gezwungen, ihren besten Freund zu töten), sondern auch, wie ihr früheres Leben als Tochter der Sündenesserin war.

In einen angenehmen, schönen Schreibstil verpackt, dürfen wir so immer tiefer in den Charakter Twylla eintauchen und an ihrem Leben, gezeichnet von Einsamkeit, Verlust und Angst teilhaben.
Ihr seht schon, auf was ich hinaus will ;) Atmosphärisch ist die Geschichte wirklich überzeugend gelungen! Wenn zum Beispiel erzählt wird, dass jeder ihrer Wächter relativ schnell Reißaus nimmt, weil sie einfach zu viel Angst vor ihr haben, bricht einem fast das Herz. :(

Für mich war Melinda Salisburys Debut wirklich lesenswert, zumal sie viele tolle Elemente in ihre Geschichte eingestrickt hat. Aberglauben, Märchen, vielerlei Emotionen und so manch unerwartete Wendung haben Twyllas Geschichte wirklich schön werden lassen.

Leider ist jedoch das erste Drittel für meinen Geschmack etwas zu ausufernd geworden. Dieser Teil, der hauptsächlich ihr Leben und ihre Situation behandelt, zieht sich etwas und hätte für mich gerne ein bisschen gekürzt werden können.
Ich vermute, dass sich die Autorin einfach etwas zu viel Mühe gegeben hat, uns den Charakter ans Herz zu legen. Aber da die Geschichte davon abgesehen wirklich Spaß gemacht hat und absolut fesselnd war, bin ich guter Dinge, dass sich das bei ihrem nächsten Werk legen wird.
Ich persönlich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil ;)

Veröffentlicht am 23.12.2017

Tödliche Lügen

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Melinda Salisbury - Goddess of Poison

Eine Welt der drei Reiche, zur Zeit der Magie und Alchemie

Eines Tages klopft die Königin von Lormere an die Tür der Sündenesserin, deren Tochter eine Auserwählte ...

Melinda Salisbury - Goddess of Poison

Eine Welt der drei Reiche, zur Zeit der Magie und Alchemie

Eines Tages klopft die Königin von Lormere an die Tür der Sündenesserin, deren Tochter eine Auserwählte der Götter sein soll, Twylla ist die Reinkarnation der "Gottgleiche Daunen". Diese hat die Fähigkeit, die vom Reich, zum Tode verurteilten, mit einer einzigen Berührung zu töten. In ihrem Blut wallt ein Gift, welches jeden ins Jenseits befördert, der in direktem Kontakt mit ihr kommt. Nur die von den Göttern geschützte Königsfamilie ist immun dagegen.
Damals war es Tradition, in der Familie zu heiraten, Bruder und Schwester also. Da des Prinzen Schwester verstarb, tritt jetzt Twylla an ihre Stelle. Twylla und der Prinz kennen sich seit den Kindertagen und können sich gut leiden. Das Twylla auch ihren eigenen Kopf hat und nicht wie seine berechnende Mutter ist, gefällt ihm sehr gut.
Twylla wohnt in einem Turm und hat viele Wächter, weil das Volk sie fürchtet und auch hasst. Ein "Henker" ist immer ungeliebt, auch wenn er lange rote Locken hat und das Gesicht und die Stimme eines Engels besitzt.
Als ihr alter Wächter Dorin plötzlich erkrankt, ersetzt ihn ein junger Mann, er ist attraktiv und sehr eigensinnig, sein Schwert liegt ihm leicht in der Hand und für Twylla würde er sein Leben geben.
Er ist der erste, der nicht ihre Nähe fürchtet, nein, sie sogar sucht, sie zum Lachen bringt. Doch da ist auch der Prinz und Twylla muss sich entscheiden.
Derweil übt sich die Königin wie gewohnt in Willkür und schmiedet Ränkespiele.
Für Twylla wird es jetzt gefährlich, denn sie hat ein Geheimnis, von dem sie selbst nichts weiß!
Flüssig geschriebener Jugendroman, den man Seite um Seite liest, die Geschichte birgt einige Überraschungen in sich und legt an Tempo noch zu. Ein bisschen wie ein altes Märchen, mit Magie geschrieben.
Das Ende bleibt offen, denn die Geschichte um Twylla geht weiter.
Gute Unterhaltung!

Veröffentlicht am 29.11.2017

Wenn Gift meine Waffe wäre ..

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Auftackt einer fantasievollen Welt die fast alles möglich macht.
Mrs. Salisbury lässt den Leser in eine Welt eintauchen die unsere wie ich finde ehre dem Mittelalter ähnelt.
Das hier ist der erste Band ...

Auftackt einer fantasievollen Welt die fast alles möglich macht.
Mrs. Salisbury lässt den Leser in eine Welt eintauchen die unsere wie ich finde ehre dem Mittelalter ähnelt.
Das hier ist der erste Band einer Trilogie.
Finde raus was ich dazu gesagt habe !

https://bluubsbuecherwelt.blogspot.de/2017/11/goddess-of-poison-todliche-beruhrung.html

Veröffentlicht am 08.11.2017

Sehr empfehlenswerter Fantasy-Auftakt

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In "Goddes of Poison" von Melinda Salisbury geht es um die siebzehnjährige Twylla. Twylla ist die Tochter einer Sündenesserin und um ihrem Schicksal dieser Nachfolge zu entgehen nimmt sie ein Angebot des ...

In "Goddes of Poison" von Melinda Salisbury geht es um die siebzehnjährige Twylla. Twylla ist die Tochter einer Sündenesserin und um ihrem Schicksal dieser Nachfolge zu entgehen nimmt sie ein Angebot des Königshauses an. Sie wird die vergötterte Daunen, diese kann durch ihre bloße Berührung töten. Jeden Monat muss sie in einer Zeremonie ein Gift einnehmen, gegen das nur sie immun ist. Dadurch wird jedoch jeder, der Twylla berührt infiziert und stirbt. Die Königin benutzt sie, um Verurteilte hinzurichten, weshalb Twylla gefürchtet und gemieden wird.
Ihre Heirat mit dem Prinzen und ihr gesamtes Schicksal wird bald schon auf die Probe gestellt, als Twylla einen neuen Wächter bekommt, der ihre Welt und alles was sie zu glauben dachte, auf den Kopf stellt..
(
Eine Sündenesserin muss alle Sünden eines Verstorbenen in Form von Nahrung essen. Jede Sünde steht für ein bestimmtes Nahrungsmittel. Wenn einem Verstorbenen diese Zeremonie verweigert wird und die Sündenesserin die Sünden nicht isst, kann der Verstorbene keinen Frieden finden.)


Das Cover
Das Cover ist einfach perfekt. Es wurde mit ein paar kleinen Änderungen von der Englischen Version übernommen und ist einfach nur traumhaft schön. Die Farben und die Schrift, alles ist perfekt aufeinander abgestimmt. Das Cover gehört dieses Jahr zu meinen absoluten Favoriten.

Meine Meinung
Die Idee der Geschichte finde ich grandios. Ich verrate nicht zu viel und werde hier nicht spoilern, da in diesem Buch so viele Wendungen und wirklich unerwartete Ereignisse eintreten, dass ich euch dieser nicht berauben will!
Mir hat der erste Band so gut gefallen, es war einfach alles dabei, was für mich ein gutes YoungAdult Buch ausmacht.
Allein die ganze Idee dieser Geschichte hat mir so mega gut gefallen!
Ich kann gar nicht so viel erzählen, ohne wichtiges auszuplappern ahhh :D
Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und bieten dem Leser viele Überraschungen, die man von manchen Personen einfach nicht kommen sieht..
Ich bin immer noch total enttäuscht von ***** und kann es gar nicht fassen...WIESO?? :D

Melinda Salisbury hat einen tollen Schreibstil, der sich super liest und dem Leser eine tolle bildliche Darstellung liefert. Man ist mitten in der Geschichte, fiebert, und vor allem fühlt alles mit. Ich bin wirklich total begeistert und kann es gar nicht abwarten weiter zu lesen!

Fazit*
Greift zu diesem Buch und lasst euch von der Goddess of Poison infizieren! Es lohnt sich und ist eine klare Empfehlung von mir!

Veröffentlicht am 24.10.2017

Wäre die Protagonistin doch nur etwas bedachter…

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Klappentext
„Die siebzehnjährige Twylla ist kein Mädchen wie jedes andere: Sie ist die Verkörperung der Großen Göttin und wird als solche im ganzen Land verehrt - außerdem ist es ihr bestimmt, einmal den ...

Klappentext
„Die siebzehnjährige Twylla ist kein Mädchen wie jedes andere: Sie ist die Verkörperung der Großen Göttin und wird als solche im ganzen Land verehrt - außerdem ist es ihr bestimmt, einmal den Kronprinzen zu heiraten. Doch ihr göttliches Schicksal bringt auch eine schreckliche Verpflichtung mit sich: Jeden Monat muss sie tödliches Gift trinken, gegen das nur sie, als göttliche Inkarnation, immun ist. Doch jeder, der Twylla berührt, wird von dem Gift infiziert und stirbt.

Twylla ist der einsamste Mensch der Welt. Wer kann schon ein Mädchen lieben, das regelmäßig Verbrecher und Verräter durch seine Berührung hinrichtet? Vor der alle erschrocken zurückweichen, sobald sie einen Raum betritt? Sogar der Kronprinz, der ja einmal ihr Mann werden soll, meidet sie. Doch alles ändert sich, als Twylla ein neuer Wächter zur Seite gestellt wird. Mit frechem Grinsen und unangemessenen Bemerkungen zieht der junge Mann alles, woran Twylla geglaubt hat, in Zweifel.“

Gestaltung
Das Cover finde ich richtig genial! Mir gefällt das Reagenzglas, in dem das Mädchen sitzt und in dem eine Flüssigkeit zu schwimmen scheint, weil es toll zur Geschichte passt. Es spiegelt für mich das Gift wieder, das im Buch eine große Rolle spielt und genauso zeigt es auch schön die eingeschränkte Situation der Protagonistin. Auch die Farbwahl finde ich richtig toll, da sie die Atmosphäre des Buches einfängt. Sehr schön ist auch dass der Titel in silber-metallic glänzt.

Meine Meinung
Vor allem das tolle Cover hat mich an diesem Buch nahezu magisch angezogen, aber auch der vielversprechende Klappentext konnte mich neugierig machen. Die Geschichte klang nach einer Mischung aus Fantasy und Romantic und genau das ist sie auch. In „Goddess of Poison“ geht es um die junge Twylla, die vom Volk als göttliche Inkarnation verehrt wird. Sie wohnt bei der königlichen Familie im Schloss und ist dem Kronprinzen versprochen. Ihre Aufgabe ist es durch ihre besondere Verbindung zu einem tödlichen Gift, Verbrecher und alle, die dem Königreich schaden, zu bestrafen, indem sie sie tötet. Sie ist als Einzige immun gegen das Gift, durch das jede ihrer Berührungen tödlich wird. So lebt sie sehr isoliert am königlichen Hofe. Twyllas Leben ändert sich jedoch als Lief, ihr neuer Wächter, in ihr Leben tritt…

„Goddess of Poison“ ist eine schöne Fantasygeschichte, die mit einer Prise Liebe versehen ist. Einerseits ist die Handlung spannend, andererseits beinhaltet sie aber auch typische Handlungselemente, die mir schon in mehreren Jugendbüchern begegnet sind. Gefallen hat mir, dass am königlichen Hofe nichts war, wie es zu sein schien. Die Verstrickungen rund um Twylla sind sehr rätselhaft, sodass ich stets überlegt habe, was es mit ihren Fähigkeiten als göttliche Verkörperung auf sich haben könnte. Stets habe ich mich gefragt, ob Twylla wirklich gottähnlich ist oder ob das nur ein Trick der Königin ist, denn diese ist wirklich abgrundtief böse. Hier wären wir auch schon bei dem ersten typischen Handlungselement. Die böse Königin. Diese findet sich ja häufig in Fantasybüchern, die in einem Königreich spielen.

Aber als typisches Element ist mir Twyllas Wächter Lief noch viel mehr ins Auge gestochen. Er wird Twylla als Beschützer zur Seite gestellt und schnell entwickelt sich zwischen ihm und ihr eine Liebesbeziehung. Das war mir zwar schon durch das Lesen des Klappentextes klar, aber es war doch einfach recht vorhersehbar, typisch und die Gefühle haben sich zwischen den beiden viel zu schnell entwickelt. Auch die Entwicklung, die dann im Handlungsverlauf vor sich geht und die den Leser hinsichtlich Liefs Charakter wohl überraschen sollte, war doch recht klischeehaft, da sie in ziemlich vielen Liebesgeschichten vorkommt und somit schon verbraucht ist. Diesbezüglich kann ich nichts Genaueres sagen, ohne zu spoilern, aber es hat zwischen den beiden ein sehr klischeehaftes Ende genommen und war mir dann auch etwas zu kitschig.

Die Figuren fand ich alle recht unterschiedlich, aber ich muss sagen, dass ich mit Twylla so meine Probleme hatte, weil sie mir einfach zu naiv und kopflos war. Zu Beginn des Buches blieb sie im Vergleich zu den anderen Figuren zu blass, dann mit Fortschreiten der Handlung, zeigte sich immer mehr, dass sie einfach nicht wirklich nachgedacht hat. Je genauer ich sie kennen lernte, desto öfter habe ich mich dabei erwischt, wie ich mir ihretwegen die Hand vor die Stirn hauen wollte. Ich habe auch stets darauf gewartet, dass Twylla sich charakterlich entwickeln würde, aber leider blieb das selbst am Buchende aus. Mein Favorit war Prinz Merek, da er ein sehr geheimnisvoller Charakter ist und man eigentlich nie genau wusste, auf welcher Seite er steht, bis einem klar wird, dass seine Gefühle stets aufrichtig sind. Lief war mir im Gegensatz dazu zu perfekt und aalglatt. Er hat kaum Ecken und Kanten.

Dieses Buch war von der Handlung her sehr rund, hatte einen roten Fanden und wirkt am Ende recht abgeschlossen, aber dennoch sind einige Fragen offen geblieben, die mich brennend interessieren. Daher bin ich gespannt, wie die Geschichte sich im zweiten Band entwickeln wird. Vor allem das Ende von „Goddes of Poison“ hat noch einiges Potenzial gezeigt, von dem ich hoffe, dass es im zweiten Band ausgeschöpft wird. Vielleicht durchläuft Twylla auch dann endlich die von mir erwartete Charakterentwicklung.

Fazit
„Goddess of Poison“ war ein guter Trilogieauftakt, der eine interessante Fantasygeschichte mit einer kleinen Romanze vermischt. Für mich war die Liebesbeziehung zwischen Twylla und Lief leider etwas zu schnell und später etwas zu typisch, aber die Handlung an sich konnte mich überzeugen und packen. Es war Spannend, die verschiedenen Intrigen am Hof zu verfolgen und zu überlegen, was es mit Twyllas Fähigkeiten auf sich hat. Leider war mir Twylla selbst aber etwas zu naiv und kopflos, sodass sie mich manchmal wirklich aufgeregt hat.
Knappe 4 von 5 Sternen!