Cover-Bild Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang
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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 576
  • Ersterscheinung: 30.10.2020
  • ISBN: 9783785727072
Michaela Grünig

Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang

Roman

Heiligendamm, 1912: Die Berliner Hotelierfamilie Kuhlmann hat große Pläne, man will dem berühmten Grand Hotel Konkurrenz machen. Doch die High Society steigt lieber weiter bei dem etablierten Rivalen ab. In dieser schweren Zeit zeigt ausgerechnet die junge Tochter Elisabeth kaufmännisches Geschick, während sich der sensible Sohn Paul für Musik begeistert. Vater Kuhlmann sieht sich gezwungen, den Emporkömmling Julius Falkenhayn um Hilfe zu bitten. Und der hegt recht unkonventionelle Ansichten ...

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2020

Familiensaga

2

1912 gelingt es dem Berliner Hotelier Kuhlmann sich den Traum eines eigenen Luxushotels zu erfüllen. Das Palais Heiligendamm wird in Doberan eröffnet und steht in harter Konkurrenz zum ersten Haus, dem ...

1912 gelingt es dem Berliner Hotelier Kuhlmann sich den Traum eines eigenen Luxushotels zu erfüllen. Das Palais Heiligendamm wird in Doberan eröffnet und steht in harter Konkurrenz zum ersten Haus, dem Grand Hotel Heiligendamm. Stammhalter Paul beugt sich nur widerwillig den Plänen seines Vaters ihn zum Nachfolger aufzubauen. Seine Interessen liegen in der Musik und der Hotelalltag langweilt ihn. Ganz im Gegensatz dazu die Schwester Elisabeth. Sie hat alle Eigenschaften, die eine Geschäftsfrau braucht, das Auge für Details und Personal und die Durchsetzungskraft. Aber die Konventionen sprechen gegen sie. Eine gute Partie, das ist das Einzige was den Eltern Kuhlmann für ihre Töchter vorschwebt.

Doch das junge Jahrhundert ist turbulent und die Zeiten gefährlich…

Dieser Familienroman ist als umfassende Saga angelegt. Unbestritten ist Elisabeth die Hauptfigur in diesem ersten Band. Vom jungen Mädchen, das zwar weiß, was es will, aber nicht immer durchsetzen kann bis zur jungen Frau, die viele Schicksalsschläge zu meistern muss, begleitet sie das Buch. Die Autorin hat als geschichtlichen Hintergrund die Jahre vom dem Ersten Weltkrieg bis kurz danach gewählt. Eine interessante Zeit, in der es große gesellschaftliche Umbrüche gab. So sind die Eltern Kuhlmann noch ganz im 19. Jahrhundert verwurzelt, Standesdünkel steht über allem. Die Kinder rebellieren jedoch und versuchen ihre eigenen Wege zu gehen.

Es gelingt der Autorin auch ein sehr farbiges und lebendiges Zeitbild. Die Kriegsjahre werden meist aus der Sicht Elisabeths erzählt, die ihren Platz an der Spitze des Hotels eingenommen hat. Das war nicht einfach, viel zu oft wurde sie von Schicksalsschlägen gebeutelt und mit ihrer große Liebe Julius Falkenhayn ist ihr kein gemeinsames Leben gegönnt.

Überhaupt die Schicksalsschläge: auf die Familie und vor allem auf Elisabeth stürzt alles ein, was man sich ausdenken kann und alle Handlungsstränge sind so angelegt, dass die Auflösung erst im nächsten Band dieses Romans gelingen kann. Mir persönlich war das ein wenig viel, es wäre auch mit weniger Dramatik spannend gewesen. Besonders im ersten Drittel des Buches hatte ich das Gefühl, dass schon zu sehr auf die Fortsetzung hin erzählt wurde und sich manche Episode in zu vielen Details erging. Historisch war das Buch immer sehr gut recherchiert, zum Beispiel die Kriegsfreude der kaisertreuen Schichten oder der Stolz auf die Kolonie Südwest in Afrika.

Julius Falkenhayn, der an der Seite von Elisabeth auch eine große Rolle in diesem Familiendrama spielt, blieb mir bisher in seiner Handlungsweise ein wenig zu vage und konnte mich – im Gegensatz zu den anderen Figuren – nicht ganz überzeugen.

Es war ein richtiger Historien-Schmöker, dem eine straffere Handlungsführung ganz gut getan hätte, der sich aber gut und unterhaltsam liest.

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Veröffentlicht am 25.03.2021

Palais Heiligendamm

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Pailais Heiligendamm von Michaela Grünig ist der Auftakt einer Familiensaga. Mich persönlich konnte dieser erste Teil nicht überzeugen und ich habe mich mit der Geschichte auch etwas schwer getan. Ich ...

Pailais Heiligendamm von Michaela Grünig ist der Auftakt einer Familiensaga. Mich persönlich konnte dieser erste Teil nicht überzeugen und ich habe mich mit der Geschichte auch etwas schwer getan. Ich lese sehr gerne historische Familiensagen und da ich Doberan und Heiligendamm auch kenne habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Aber leider war es etwas langatmig und teilweise hat mich die Protagonistin Elisabeth an Scarlett aus Vom Winde verweht erinnert. Auch die Story an sich wirkte sehr nach einen billigen Abklatsch des großen Romans.

1912 die Hotelierfamilie Kuhlmann hat sich ein großes Ziel gesetzt. Sie wollen in Doberan ein Luxushotel errichten dass dem berühmten Grand Hotel in Heiligendamm Konkurrenz macht. Doch dies ist nicht einfach. Zum einen wird das Grand Hotel bevorzugt und zum anderen kommen finanzielle Sorgen dazu. Auch die Konkurrenz versucht Mittel zu finden das Palais zu vernichten. Ausgerechnet in dieser Lage zeigt die Tochter der Kuhlmanns geschäftliches Geschick und verhindert so eine Katastrophe. Doch die Lage wird nicht besser als der 1. Weltkrieg ausbricht.

Der Schreibstil ist eigentlich leicht und teilweise sehr bildlich. Und doch habe ich mich dem Buch schwer getan. Die Autorin schreibt sehr ausführlich und teilweise langatmig. So wird sich an vielen Dingen aufgehalten. Sie behandelt auch einige Themen in dem Buch. Unter anderem Emanzipation, Homosexualität, Religion, Liebe und Krieg. Es war einfach zu alles zu viel. Man hatte das Gefühl die Autorin wollte einfach jedes Thema in ihrem Werk unterbringen. Mir war es eindeutig zu viel und ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht warum es neuerdings immer einen schwulen und einen Juden geben muss. Über die Passagen mit Paul und seinen Neigungen habe ich meist nur drüber weg gelesen. Wenn ich mit diesem Thema intensiv hätte befassen wollen, hätte ich eine andere Literatur bevorzugt.

Die Charakter waren alle sehr konstruiert und festgefahren. Die einen bleiben im 19 Jahrhundert festsitzen mit ihrer Weltanschauung, andere sind schon sehr modern für ihre Zeit. Besonders Elisabeth kam mir wie ein Abklatsch von Scarlett O‘Hara vor. Sie hat einen starken Willen und das Palais steht immer an erster Stelle. Dafür würde sie alles Opfern. Hauptsache ihrem Hotel geht es gut. Ich mag es wenn Protagonisten stark und eigenständig sind. Aber hier waren sie teilweise labil und auch festgefahren. Sie haben sich nicht wirklich entwickelt.

Ich habe für das Buch extrem lange gebraucht und habe immer wieder ein anderes Buch gelesen. Mir hat der erste Teil gereicht einen weiteren brauche ich nicht. Denn im Grunde weiß man wie es weiter geht und Enden wird. Denn das Buch ist sehr vorhersehbar und ähnelt zu sehr anderen Werken.

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