Cover-Bild Palais Heiligendamm - Stürmische Zeiten
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14,90
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  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 528
  • Ersterscheinung: 28.05.2021
  • ISBN: 9783785727171
Michaela Grünig

Palais Heiligendamm - Stürmische Zeiten

Roman

Palais Heiligendamm, 1922: Während der Währungskrise kämpft Elisabeth erneut um das Überleben des frisch renovierten Palais. Erst als ein berühmter Regisseur in der schönen Kulisse des Hotels einen Film dreht, gibt es neue Hoffnung. Während der berufliche Erfolg zum Greifen nah ist, steht Elisabeths Liebe zu Julius unter keinem guten Stern. Auch ihr Bruder Paul muss Abschied von seinen Träumen nehmen. Er ist zutiefst unglücklich. Als er in den Dunstkreis der NSDAP gerät, trifft er eine Entscheidung, die die ganze Familie in Gefahr bringt ...


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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2021

Wenn der Wind sich dreht...

1

Das frisch renovierte Palais erstrahlt in wunderbarem Glanz und trotzdem muss Elisabeth um alles kämpfen, was ihr wichtig ist. Das Geld verliert immer mehr an Wert und es scheint fast so, als als würde ...

Das frisch renovierte Palais erstrahlt in wunderbarem Glanz und trotzdem muss Elisabeth um alles kämpfen, was ihr wichtig ist. Das Geld verliert immer mehr an Wert und es scheint fast so, als als würde es wie Sand zwischen den Finger zerrinnen. Und dann scheint es einen Hoffnungsschimmer zu geben, denn das Hotel wird zur Filmkulisse und damit scheint alles wieder gerade gerückt. Womit aber keiner so richtig gerechnet hat ist, dass sich der politische Wind dreht und somit der Einfluss der NSDAP immer größer wird....



Kann der zweite Teil eines Fortsetzungsromans noch besser werden als der Erste ? Ja, er kann... und wie !! Michaela Grünig lässt ihre Leser mit "Palais Heiligendamm -Stürmische Zeiten" eben jene hautnah miterleben und bietet nicht nur nostalgische Bilder der Extraklasse, sondern auch absolute Spannung, Gefühlschaos und blankes Entsetzen.

Der schmucke Prachtbau an der Küste ist wieder Dreh- & Angelpunkt ihrer Erzählung und schnell ist man wieder mittendrin im Geschehen, fast so, als habe es die Lesepause zwischen den beiden Veröffentlichungen gar nicht gegeben. Das Treiben im Hotel sorgt für rege Geschäftigkeit und irgendwie ist man ein Teil der Familie geworden und kämpft gemeinsam mit Elisabeth gegen die Inflation und den braunen Gegenwind, der immer stärker wird.

Michaela Grünig stellt hier die Anfänge des dunkelsten Kapitels der deutschen Vergangenheit dar und zieht den Leser an die Schauplätze. Dabei gelingt ihr hervorragend der Spagat zwischen Familiensaga und lebendig erzählten historischen Ereignissen und vermittelt dem Leser immer das Gefühl, die dargestellten Szenen genau jetzt in diesem Augenblick zu erleben. Paul wird zur tragischen Schachfigur in einem Spiel, bei dem es fast nur Verlierer gibt und er merkt nicht, dass Carl ihn ausnutzt und vor seinen Karren spannt. Manchmal möchte man einfach nur in die Handlung eingreifen, um das drohende Unheil abzuwenden, aber das geht leider nicht...die dramatischen Folgen sind leider nur allzu gut bekannt.

Helene und Minna bekommen von der Schreibenden ebenfalls tragende Rollen zugedacht und das Rad des Schicksals dreht sich unbarmherzig und schlägt zu. Mir haben wirklich manchmal die Tränen in den Augen gestanden, da hier verhängnisvolle Szenen in ergreifende Momente übergehen und so ihre Spuren hinterlassen.

Manchmal vergesse ich, dass ich "nur" ein Buch lese, denn Michaela Grünig katapultiert mich mit ihrem aufwühlenden und bildhaften Schreibstil direkt in die Kulisse hinein und somit verschwindet die Grenze zwischen dem Hier und Jetzt und ihrer fiktiven Handlung. Auch darf ich mit dabei sein, wenn die nächste Generation der Hoteliersfamilie geboren wird. Ein kleiner Lichtblick in den dunklen Zeiten und die Zukunft liegt in den Händen des neuen Erdenbürgers.

Auch wenn hier der Fokus ganz deutlich auf den politischen Ereignissen und ihren Auswirkungen auf die Hoteliersfamilie liegt, ist hier alles fein aufeinander abgestimmt und zeigt, dass sich die Charaktere weiterentwickelt haben. Ihre Sorgen und Ängste, Hoffnungen und Pläne sind wie ein offenes Buch, in dem der Leser versinken darf.

Ein absoluter Pageturner, der die Latte für den sehnsüchtig erwarteten dritten Band unglaublich hochlegt...

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Veröffentlicht am 16.06.2021

Auf und Ab im Palais Heiligendamm

1

„...Der kleine Bankettsaal erstrahlte in all seinen frisch renovierten Herrlichkeit und bot einen denkbar schönen Rahmen für die Hochzeitsgesellschaft ihrer Schwester Johanna...“

Mit diesem Satz beginnt ...

„...Der kleine Bankettsaal erstrahlte in all seinen frisch renovierten Herrlichkeit und bot einen denkbar schönen Rahmen für die Hochzeitsgesellschaft ihrer Schwester Johanna...“

Mit diesem Satz beginnt der zweite Teil der Saga. Er schließt ziemlich zeitnah an den ersten an. Wir schreiben das Jahr 1922, als Johanna den jüdischen Kinderarzt Dr. Samuel Hirsch heiratet. Dunkle Zeiten werfen schon ihre Schatten voraus.
Die Autorin hat erneut einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Im Palais Heilgendamm gibt es ein Auf und Ab, je nach wirtschaftlicher Großwetterlage. Eingebunden werden die historischen Ereignisse.
Der Schriftstil ist ausgereift. Er passt sich geschickt der entsprechenden Situation an. Gleich am Anfang wird ein kurzer Rückblick auf die bisherigen Geschehnisse eingebunden.
Die Zeitverhältnisse werden insbesondere in gut ausgearbeiteten Gesprächen analysiert. So ist der Direktor, den Julius Falkenhayn für seine Werke eingesetzt hat, folgender Meinung:

„...Wir sollten ehrlich zueinander sein. Sie wissen genauso gut wie ich, dass wir uns irgendwann die im Osten und im Westen verlorengegangenen Gebiete zurückerobern werden...“

Das sieht Julius völlig anders. Ihm ist klar, dass er bezüglich seines Erbes in den nächsten Jahren eine Entscheidung fällen muss. Und Martha, die das Gespräch mit gehört hat, gehen diese Gedanken durch den Kopf:

„...Sie konnte nicht glauben, dass es vier Jahre nach dem schrecklichen Krieg schon wieder machthungrige Menschen gab, die mit dem Feuer spielten...“

Zwischen Julius und Elisabeth wird erneut zu wenig geredet. Sie können nicht miteinander und nicht ohne einander, scheuen sich aber, endlich klare Fronten zu schaffen.
Dafür lernt es Paul, zu seiner Veranlagung zu stehen. Doch der Bruch mit Robert hat Spuren hinterlassen. Als er Carl kennenlernt, ordnet er sich ihm völlig unter, um ihn nicht zu verlieren. Damit aber gelangt er immer weiter in den Dunstkreis der NSDAP.
Sehr differenziert wird herausgearbeitet, welche Meinung es zum Aufstieg der neuen Partei gibt. In einem Gespräch zwischen Julius und Elisabeth spricht Julius Klartext.

„... Man darf diese Propaganda nicht unterschätzen. Selbst der Volksmund sagt, steter Tropfen höhlt den Stein...“

Elisabeth glaubt noch, dass sich alles wieder einrenkt. Je mehr Paul allerdings erkennt, dass er seine Einstellung und seinen moralischen Kompass verrät, desto mehr wächst seine innere Zerrissenheit. Es sind kleine Szenen, die das deutlich machen. Die erhoffte Freiheit wird zu neuer, wenn auch völlig anderer, Unfreiheit.
Elisabeth hat in der Wirtschaftskrise eine weitreichende Entscheidung gefällt. Aus den Erfahrungen früherer Hungerjahre entschließt sie sich, ein Bauerngut zu kaufen. Das ermöglicht auch in schwieriger Zeit die Versorgung im Hotel.
Natürlich erscheinen in den guten Jahren im Hotel Gäste, die bekannt sind, sei es Claire Waldoff oder Joachim Ringelnatz.
Wegen der politischen Verhältnisse geht der Riss mitten durch die Familien. Gehen oder bleiben? Diese Entscheidung kann Johanna und ihrem Mann niemand abnehmen.
Ein Personenverzeichnis ergänzt das Buch.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es vermittelt ein Stück Geschichte mit all ihren Facetten und zeigt, wie persönliche Entscheidungen gefordert sind.

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Veröffentlicht am 17.07.2021

Stürmische Zeiten

3

Es ist das Jahr 1922, und Doberan darf sich seit 1921 Bad nennen. Das Hotel Palais Heiligendamm erstrahlt im neuen Glanz, auch wenn der Ansturm der Gäste wenige Jahre nach dem ersten Weltkrieg ausbleibt, ...

Es ist das Jahr 1922, und Doberan darf sich seit 1921 Bad nennen. Das Hotel Palais Heiligendamm erstrahlt im neuen Glanz, auch wenn der Ansturm der Gäste wenige Jahre nach dem ersten Weltkrieg ausbleibt, weil die Menschen sich wegen der anhaltenden Lebensmittelknappheit, der blitzartigen Geldentwertung und der Wirtschaftskrise noch nicht für die luxuriöse Sommerfrische am Meer begeistern können.

Elisabeth Kuhlmann ist als Hoteldirektorin ganz in ihrem Element, jedoch sind die Konflikte zwischen ihr und Julius Falkenhayn, ihrer großen Liebe, nicht gelöst, ihr Verhältnis nach wie vor angespannt. Dazu trägt ebenfalls bei, dass Elisabeth dem Missverständnis unterliegt, Julius würde ihr die gemeinsame Tochter entziehen. Tatsächlich ist Julius darauf bedacht, dass der Kontakt zu Elisabeth nicht abreißt, aber Julia hängt einfach sehr an ihrer Ziehmutter Minna. Das einstige Stubenmädchen, das Julia zwei Jahre aufgezogen hat, arbeitet inzwischen als Köchin im Hotel und scheint mit Albert, den sie bei einem Besuch der Familie in München kennengelernt hat, den Mann fürs Leben gefunden zu haben. Allein dessen politische Einstellung geht ihr gegen den Strich. Albert ist nämlich überzeugter Kommunist und schreckt ohne Rücksichtnahme auf sich selbst auch vor der Gewaltanwendung gegenüber Andersdenkenden nicht zurück.

Von ähnlichem Kaliber, obwohl aus einem anderen politischen Lager, sind die erstarkenden Nationalsozialisten, denen sich Elisabeths Bruder Paul zuwendet, als er sich in den charismatischen Carl von Herrhausen verliebt, der eine Karriere in der NSDAP anstrebt. Gefangen in der reizlosen, mehr und mehr belastenden Ehe mit Helene, in der diese drei Kinder geboren hat, machen ihm seine Gefühlen für das männliche Geschlecht nach wie vor zu schaffen. Denn Homosexualität ist unter Strafe gestellt. An Carls Seite findet er endlich Erfüllung, und so ist die gemeinsam verbrachte Zeit in Berlin wegen der Anonymität der Großstadt im Vergleich zum biederen Mecklenburg eine unbeschwerte, und Carls Gesinnung spielt zunächst keine wesentliche Rolle. Selbst den aufkommende Judenhass ignoriert Paul.

Außerdem verschweigt er seinem Geliebten, dass seine Schwester Johanna nicht nur mit dem jüdischen Arzt Samuel verheiratet ist, sondern außerdem den Glauben ihres Ehemannes angenommen hat. Er kann (und will) sich dem Einfluss des ehrgeizigen, kühl berechnenden und rücksichtslosem Carl nicht entziehen, so dass seine Ansicht und Besessenheit folgerichtig zum Bruch zwischen den Geschwistern führt.

Luise hingegen, Pauls jüngste Schwester, sieht in einer Scheinehe mit Carl, die von dessen Homosexualität ablenken soll, die Chance, ihrem Aufstieg als Filmschauspielerin neuen Schub zu verleihen. Doch Carl erweist sich nicht als der Gönner, als der er sich suggeriert hat, und Luise wird erneut mit einer Enttäuschung konfrontiert.

Als die Nationalsozialisten endgültig ihre Führungsposition erlangen, müssen nicht nur Elisabeth, Paul, Luise und Minna sowie ihre Familien Farbe bekennen ...


„Palais Heiligendamm. Stürmische Zeiten“ besticht durch die prägnante Erzählkunst seiner Autorin. Einmal mit der Lektüre begonnen, ist es fast unmöglich, damit aufzuhören, so sehr fesselt dieser Zeitraum deutscher Geschichte von 1922 bis 1933 im Verbund mit dem Schicksal der Charaktere, die einem aus dem ersten Band vertraut sind und die erstmals auftreten. Michaela Grünig schildert in ihrem historischen Roman die von ihr exzellent recherchierten Ereignisse mit nuancierter Dramatik und ausdrucksstarker Lebendigkeit. Im Verlauf nehmen die verhängnisvolle Düsternis und teilweise Hilflosigkeit zu wie sich Machtbesessenheit und Rücksichtslosigkeit erhöhen.

Die Autorin vermittelt ein überzeugendes Bild der handelnden Personen. Sie weiß deren Höhen und Tiefen mit viel Empathie auszuloten und fördert nicht ausschließlich die guten Seiten zutage. Daneben vermag es Michaela Grünig meisterhaft, Emotionen wie Unbehagen, Abscheu, Besorgnis, Unverständnis und Bedauern einerseits, Freude, Mitgefühl, Hoffnung, Vertrauen und Zuneigung andererseits hervorzurufen.

Michaela Grünig überlässt uns als Leser eine Wertung, wenn sie Umstände und Entwicklungen dank ihrer intensiven Beschreibung offenkundig macht. Da gibt es diejenigen Menschen, die die politische Entwicklung begrüßen und Anhänger von Nationalsozialismus mit der ansteigenden Verachtung und dem fanatischen Antisemitismus werden. Jene, die das Gedankengut kohärent ablehnen. Wiederum solche, die drohende Gefahr und deren Auswirkungen falsch einschätzen oder die Augen davor verschließen. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Aber Michaela Grünig demonstriert glaubhaft, dass das Herrschaftsgehabe zur Einschüchterung führt und oft wirtschaftliche Aspekte ursächlich für ein Arrangement mit der nationalsozialistischen Partei sein können.

Das „Palais Heiligendamm“ hat „Stürmische Zeiten“ erlebt, und wir verlassen das Hotel in der Gewissheit, dass vor den Figuren „Tage der Entscheidung“ stehen werden.

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Veröffentlicht am 13.06.2021

Das Palais Heiligendamm in stürmischen Zeiten

2

Bei "Palais Heiligendamm - Stürmische Zeiten" handelt es sich um den zweiten Teil einer Trilogie um ein mondänes Hotel, das sich in Bad Doberan befindet, aber bewusst nach dem einige Kilometer entfernten ...

Bei "Palais Heiligendamm - Stürmische Zeiten" handelt es sich um den zweiten Teil einer Trilogie um ein mondänes Hotel, das sich in Bad Doberan befindet, aber bewusst nach dem einige Kilometer entfernten mondänen Badeort Heiligendamm benannt wurde. Das Cover zeigt dann auch Heiligendamm mit seinen weißen Gebäuden von der berühmten Seebrücke aus, auf der eine elegante Frau in der damaligen Mode gekleidet steht.

Der Roman spielt in der Zeit zwischen dem 1. Weltkrieg und der Machtergreifung der Nationalsozialisten, also keiner leichten Zeit für ein Luxushotel, da einerseits noch die Kriegsfolgen zu spüren waren, es andererseits auch zu neuen Wirtschaftskrisen kam und auch die immer stärker werdenden Nationalsozialisten, Einfluss auf das Hotelgeschäft zu nehmen versuchten.

Elisabeth, die zusammen mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter das Hotel von ihrem zu früh verstorbenen Vater geerbt hat und es als Geschäftsführerin leitet, hat zudem noch mit privaten Problemen zu kämpfen, da sie und Julius, Teilhaber des Hotels und Vater ihrer Tochter, immer noch nicht wieder zueinander gefunden haben. Und auch ihr Bruder Paul ist nicht glücklich mit seiner Ehe, die er nur eingegangen ist, weil er angenommen hatte, dass sein Geliebter Robert im Krieg gefallen war. Ihre Schwester Luise versucht, zumindest als Schauspielerin Fuß zu fassen, wenn sie schon auf Grund ihrer Scheidung von der Doberaner Gesellschaft geschnitten wird. Und Johanna, die letzte der Schwestern, bekommt auf Grund ihrer Heirat mit einem Juden immer mehr Schwierigkeiten.

Ich fand es auf jeden Fall sehr schön, die Hoteliersfamilie "wiederzutreffen" und zu erfahren, wie alles weitergeht. Die Zeit, in der der zweite Teil spielt, ist eine sehr ereignisreiche und es war interessant, mitzuerleben, wie sich die wirtschaftlichen und politischen Umbrüche auf das Leben der einzelnen Protagonisten auswirkte. Die Charaktere sind überzeugend ausgestaltet und der Schreibstil der Autorin anschaulich und gut nachvollziehbar. Die historischen Bezüge wirken gut recherchiert. Man kann diesen zweiten Teil auch ohne Kenntinis des ersten Bandes lesen, gerade am Anfang kommt es zu einem kurzen Rückblick, aber ich würde dennoch empfehlen, mit dem ersten Teil zu beginnen, um alle Zusammenhänge voll zu verstehen und da auch dieser sehr lesenswert ist. Ich persönlich freue mich bereits auf den dritten und letzten Band und bin gespannt, wie das Palais und die Familie durch den Zweiten Weltkrieg kommen.

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Veröffentlicht am 12.06.2021

Ein wunderbarer zweiter Teil der Trilogie!

2

Nachdem es im ersten Teil der Reihe vorallem um die Zeit rund um den ersten Weltkrieg ging, setzt das Buch hier 1922 an. Die Zeit der Weimarer Republik, die goldenen Zwanziger und der Beginn des Nationalsozialismus ...

Nachdem es im ersten Teil der Reihe vorallem um die Zeit rund um den ersten Weltkrieg ging, setzt das Buch hier 1922 an. Die Zeit der Weimarer Republik, die goldenen Zwanziger und der Beginn des Nationalsozialismus werden hier näher beleutet. Während der Währungskrise muss Protagonistin Elisbeth erneut um ihr geliebtes Palais kämpfen. Auch die anderen Personen die man aus dem ersten Band kennt, haben Probleme, Sorgen und Ängste. Da es sich um den zweiten Teil der Reihe handelt, möchte ich über den Inhalt gar nicht mehr sagen, um nicht zu spoilern.

Wieder ist Michaela Grünig hier ein wundervoller historischer Roman gelungen, der dem ersten in nichts nachsteht! Sie schafft es den Leser voll und ganz mitzunehmen in eine andere Zeit. Man fiebert, bangt und hofft mit den verschiedenen Charakteren mit, die einem so sehr ans Herz gewachsen sind! Teilweise ist der zweite Teil einer Trilogie ja schwächer als die anderen Bücher der Reihe, dies ist hier aber ganz und gar nicht der Fall! Mit einem wunderbaren, lockeren, gut verständlichen Schreibstil bringt die Autorin dem Leser die Zeit der zwanziger Jahre näher. Besonders schön und interessant an dieser Reihe finde ich, wie geschickt die Autorin jedes mal die Handlung in wahre historische Ereignisse einbettet. Da lernt man ganz nebenbei und mit viel Spaß die Geschichte Deutschlands.

Fazit: Der Autorin ist hier wieder ein tolles Buch gelungen, der dem ersten Teil in nichts nachsteht. Man fiebert und bangt mit allen Charakteren mit, die einem immer mehr und weiter ans Herz wachsen. Ich kann diesen Teil und auch die gesamte Reihe empfehlen und gebe gern die volle Punktzahl. Ich freue mich schon auf den Abschluss der Trilogie, blicke aber auch schon mit einem betrübten Auge darauf.

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