Cover-Bild Vielleicht sind wir alle Monster

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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Brighton Verlag GmbH
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 180
  • Ersterscheinung: 15.05.2018
  • ISBN: 9783958765566
Michaela Weiß

Vielleicht sind wir alle Monster

Jugendthriller
Eines Abends sehe ich einen Mord.
Eigentlich will ich nichts damit zu tun haben.
Trotzdem schleiche ich mich in das Leben derer, die darin verwickelt sind.

Was das alles auslöst begreife ich erst viel zu spät.
Ich spüre eine Verbindung zu diesen Menschen.
Und doch behandele ich sie wie Puppen in meinem Theater.

Welche Wahrheit steckt wohl hinter dem Mord?
So schnell verfängt man sich in einem gefährlichen Spiel um Angst, Trauer und Wut.
Und all diese Gefühle werden in einem lauten Knall explodieren.

Das alles ist irgendwie verrückt.
Aber vielleicht ist in Wahrheit nichts und niemand normal.
Vielleicht tun wir alle bloß so

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2018

Außergewöhnlicher Jugendthriller

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An einem Abend sieht der 20 - jährige Niklas einen Mord. Er möchte nicht damit zu tun haben. Doch als er dann eines Abends den Mörder in einem Pub trifft, spricht er ihn auf den Mord an. Bald darauf trifft ...

An einem Abend sieht der 20 - jährige Niklas einen Mord. Er möchte nicht damit zu tun haben. Doch als er dann eines Abends den Mörder in einem Pub trifft, spricht er ihn auf den Mord an. Bald darauf trifft er sich auch mit ihm. Niklas beginnt sich immer mehr nach den Hintergründen zu informieren, nach dem Opfer und Angehörigen. Nach dem Arbeitsumfeld des Mörders. Er möchte herausfinden, warum Alex sterben musste. Und dazu tritt er nicht nur mit dem Mörder Jan in Kontakt, sondern auch mit der Schwester des Toten. Er geht auf Alex Beerdigung. Was das alles auslöst begreift Niklas dann erst viel zu spät...

Zitat von Seite 20 :

Oder war es auch eine besondere Erfahrung, einen anderen Menschen zu töten? Ließ das alles andere verblassen? "Ich weiß nicht, wer das war", beteuerte ich. "Aber ich weiß, dass du ihn getötet hast", schloss ich.


Rezension

Ich finde das Cover einfach und trotzdem irgendwie spannend. Vor allem springt das Blut auf dem dargestellten Block direkt ins Auge. Und ich finde, dass inzwischen relativ viele Buchcover relativ einfach gehalten sind. Es gibt zwar immer noch die reichlich ausgeschmückten, wirklich auch guten Buchcover, aber der Trend geht, meiner Meinung nach, in Richtung einfach gehaltenes Buchcover. Ich finde das gar nicht so schlecht, eher ziemlich gut, deswegen finde ich das Cover sehr schön und zum Buch passt es auch!

Im Buch geht es vor allem um ethische Themen, zum Beispiel ob ein Mord unter bestimmten Gründen verantwortbar ist oder auch ob Menschen Monster sind, was uns schon der Titel verrät. Dabei wird es teilweise auch sehr philosophisch. Das wurde leider dann teilweise doch zu viel, und an einigen Stellen etwas langweilig, wo dann fließende Handlung sehr schön gewesen wäre. ach ja, die Handlung. Was passiert eigentlich so in dem Buch? Um es direkt zu sagen : Relativ viel. In diesem Buch fängt es von dem Mord an, den Niklas beobachtet. Danach geschieht einiges, was ich hier jetzt nicht verraten möchte (lest es euch durch), es ist aber immer logisch und nachvollziehbar, es wird nichts überstürzt und es wirkte auch nicht unübersichtlich.

Das Buch spielt in einer nicht genannten Kleinstadt. Der Ort bzw. der Platz und die Plätze tun aber in diesem Buch kaum was zur Sache. Daher ist jetzt nicht jeder Fliesen, Teppich und die Innenausstattung beschrieben, was aber wie gesagt nicht nötig ist. Ich glaube, mit diesen Infos hätte es auch weniger Spannung gegeben.

Der Protagonist Niklas ist interessant, aber nicht aufschlussreich. Ich finde, man musste schon etwas nachdenken, um ihn und seine Beweggründe zu verstehen. Auf jeden Fall konnte ich mich schlecht mit ihm identifizieren. Niklas ist auf jeden Fall aber, wie schon erwähnt, ein sehr interessanter Charakter. Ebenfalls interessant sind Jan, der Mörder und Sophia, die Schwester von Alex, dem Opfer. Mit ihnen kann man sich schon eher identifizieren. Ich persönlich sah aber eher Sophia als meine Identifikationsfigur, da ich relativ gut mit ihr mitfühlen konnte.

Die Spannung im Buch baute sich relativ gut auf und es gab eine mehr oder weniger "klassische" Spannungskurve, also dass sich die Spannung nach und nach aufbaut und es zum Showdown kommt - mit mehr oder weniger Open End. Der Schreibstil war durchschnittlich, aber ich fand die Form schlecht - dass es als Niklas Tagebuch geschrieben wurde. Normalerweise kenne ich es so, dass es einen Ich - Erzähler gibt (und das hätte ich auch in diesem Buch besser gefunden) und kein Tagebuch. Ich denke, ohne die Tagebuch - Form hätte das Buch mehr Spannung gehabt.

Fazit :
Ja, das Buch hat ein paar Schwachpunkte, diese habe ich auch schon oben aufgezählt. Aber dieses Buch bringt uns dazu, über philosophisch - ethische Fragen nachzudenken, an die man sonst nicht gedacht hätte und ist gleichzeitig atemberaubend spannend. Ich kann es kaum erwarten, mehr von Michaela Weiß zu lesen.

Veröffentlicht am 28.06.2018

Spannender Jugendthriller!

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Rezensionsexemplar

Ich bin an dieses Buch ohne Erwartungen ran gegangen, da ich mich gerne bei solchen Thrillern sehr gerne mal überraschen möchte.
Und ich muss sagen, dass mich die Autorin positiv überrascht ...

Rezensionsexemplar

Ich bin an dieses Buch ohne Erwartungen ran gegangen, da ich mich gerne bei solchen Thrillern sehr gerne mal überraschen möchte.
Und ich muss sagen, dass mich die Autorin positiv überrascht hat. Das Buch ist in Tagebuchform geschrieben und das Tagebuch führt der junge Niklas. Niklas ist ein komischer, junger Mann, der das Leben mal mit anderen Augen betrachtet. Für ihn sind wir Sardinen und leben in einer Sardinenbüchse. Nachdem er einen Mord beobachtete, veränderte er sich sehr und man hat diese Veränderung auch sehr stark mitbekommen und sie wirkte auch nicht surreal, sondern echt, greifbar.
Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber man gewohnt sich recht schnell. Niklas stellt sich sehr viele Fragen und er stellt auch alles infrage, deshalb besteht auch das halbe Buch aus Fragen. Diese Fragen regen einen zum Nachdenken an und auch die Thematik.
Ich habe nicht 5 Sterne hergeben können, weil mich eine einzige Sache gestört hat. Diese eine Sache hat mich so sehr gestört und auch verwirrt, dass ich nicht einfach 5 Sterne geben konnte.
Ich rede von dem vorletzten Kapitel, da war einfach ein Logikfehler dabei, der mich sehr, sehr verwirrt hat.
Ansonsten ist das Buch echt lesenswert und ich kann`s euch nur empfehlen, wenn es euch anspricht.

Veröffentlicht am 28.06.2018

Ein Mord mit seltsamen Verlauf

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Rezensionsexemplar

Dieses Buch erzählt die Geschichte des jungen Mannes Niklas, der bei einem Abendspaziergang einen Mord mitangesehen hat. Er schreibt seine Erlebnisse und Gedanken dazu in einem Tagebuch ...

Rezensionsexemplar

Dieses Buch erzählt die Geschichte des jungen Mannes Niklas, der bei einem Abendspaziergang einen Mord mitangesehen hat. Er schreibt seine Erlebnisse und Gedanken dazu in einem Tagebuch nieder. Nachdem er den Mörder in einer Bar wieder getroffen hat, findet er irgendwie Interesse an ihm und die beiden werden durch diese skurrilen Umstände Kumpels. Eine eigenartige Freundschaft entwickelt sich zwischen den beiden. Als Niklas dann auch noch die Schwester des Ermordeten Alexander aufsucht und sich in sie zu verlieben scheint, gerät alles aus den Fugen. Jan der Mörder denkt, dass Niklas ihn hintergeht und durch einen Fehler, kann auch Sophia ihre angestaute Wut nicht mehr unterdrücken und macht einen fatalen Fehler und sucht bewaffnet Niklas auf.

Ich finde die Idee die Geschichte in Tagebucheinträgen zu erzählen wirklich interessant. Niklas ist ein schwer einschätzbarer Charakter, man kann auch bestimmt vieles nicht nachvollziehen was er macht und wieso. Er denkt bestimmt nicht konventionell und ist, wie so oft erwähnt, anders. Einfach ein komischer Kauz. Der Mord scheint ihm egal zu sein, er schließt Freundschaft mit dem Mörder, empfindet etwas für die Schwester des Ermordeten und beschafft sich Informationen über alle. Ja sogar ihre Eltern ruft er an. Ich weiß eigentlich bis zum Schluss nicht zu 100% sein Motiv. Hat er die beiden nur benutzt? Ich hatte ja schon das Gefühl, dass die zwei ihm irgendwie ans Herz gewachsen sind. War es nur Interesse oder was anderes?

Man erfährt sehr viel an Niklas Gedanken und Gefühlswelt. Wobei er keine allzu große Gefühlswelt zu haben scheint. Er wirkt einfach unbeteiligt, sonderlich und einfach anders. Sogar in Jan scheint mehr Leben, mehr Herz zu stecken als in ihm. Ich bin also nicht so richtig warm geworden mit Niklas.

Der Schreibstil ist super, sehr hohes Niveau und einfach ein guter Stil. Eigentlich sollte es ja ein Jugendthriller sein, doch ich kann es gar nicht richtig einordnen. Für einen Thriller fehlte mir leider jegliche Spannung. Da ist der Funke bei mir nicht übergesprungen, da es eher so dahin plätschert. Dennoch hat mich das Ende wirklich überrascht.