Cover-Bild Nichts davon ist wahr
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9,95
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 23.08.2019
  • ISBN: 9783423718349
Michelle Painchaud

Nichts davon ist wahr

Roman
Stephanie Singh (Übersetzer)

  Es ist der perfekte Betrug, bis sich ihr Gewissen meldet...

Mit vier Jahren wurde Erica Silverman entführt. Jetzt, 13 Jahre später, ist sie wieder da. So scheint es zumindest …

Denn das Mädchen, das auftaucht, heißt eigentlich Violet. Sie wurde ihr ganzes Leben darauf vorbereitet, Erica zu sein: Violets Vater ist ein hochprofessioneller Betrüger, der vor nichts zurückschreckt, um diesen Identitätsschwindel durchzuziehen.

Doch je länger Violet sich als Erica ausgibt, desto schwerer fällt es ihr, dieses skrupellose Spiel weiterzuspielen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2020

spannender Jugendthriller

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Inhalt:
Es ist der perfekte Betrug, bis sich ihr Gewissen meldet...
Mit vier Jahren wurde Erica Silverman entführt. Jetzt, 13 Jahre später, ist sie wieder da. So scheint es zumindest …
Denn das Mädchen, ...

Inhalt:
Es ist der perfekte Betrug, bis sich ihr Gewissen meldet...
Mit vier Jahren wurde Erica Silverman entführt. Jetzt, 13 Jahre später, ist sie wieder da. So scheint es zumindest …
Denn das Mädchen, das auftaucht, heißt eigentlich Violet. Sie wurde ihr ganzes Leben darauf vorbereitet, Erica zu sein: Violets Vater ist ein hochprofessioneller Betrüger, der vor nichts zurückschreckt, um diesen Identitätsschwindel durchzuziehen.
Doch je länger Violet sich als Erica ausgibt, desto schwerer fällt es ihr, dieses skrupellose Spiel weiterzuspielen.

Meinung:
Das Cover finde ich richtig ansprechend und von den Farben recht herbstlich. Zusammen mit dem Klappentext macht es mich neugierig auf die Handlung.
Der Roman ist in der Ich-Perspektive aus Sicht der Protagonistin Erica/Violet geschrieben, wobei der Schreibstil sehr flüssig und gut zu lesen ist. Man steigt mitten in die Handlung ein und wird durch Rückblicke mit der Vergangenheit vertraut gemacht. Ich war sofort in der Handlung gefangen und die Spannung lies mich immer weiterlesen.
Man schwankt zwischen Loyalität der Mutter, der man ein Kukuskind untergeschoben hat und wünscht andererseits aber auch Erica eine Familie die sie liebt. Ja wäre da nicht dieser Betrug. Genau so fühlt sich wohl auch Violet. Die Autorin hat dieses Dilemma packend in Szene gesetzt und man merkt der Protagonistin ihre innere Zerrissenheit absolut an. Die Emotionen werden jedenfalls fabelhaft dem Leser nahegebracht.
Doch wenn man meint es ginge nur hierum, weit gefehlt. Natürlich muss es ei einem Thriller auch noch jede Menge kriminelle Energie geben. Warum sonst sollte Violet die Rolle der Erica wohl spielen. Aber hier will ich nicht zuviel verraten. Der Roman hat einen für mich sehr befriedigenden guten Schluss gefunden.

Fazit:
Hier ist der Autorin Michelle Painchaud ein wunderbarer Thriller gelungen. Emotional und raffiniert aufgestellt, nimmt einen dieser Thriller sofort gefangen. Spannung vom ersten Moment an ist hier garantiert.

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Veröffentlicht am 29.08.2019

Empfehlenswert!!

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Mein Eindruck:
Zitat (Seite 12):
„Ich atme tief ein, versuche, meine Verwirrung wegzuatmen. Denk an Sals Worte! An das, was er mir beigebracht hat. Die oberste Regel eines Trickbetrügers: Auch wenn du ...

Mein Eindruck:
Zitat (Seite 12):
„Ich atme tief ein, versuche, meine Verwirrung wegzuatmen. Denk an Sals Worte! An das, was er mir beigebracht hat. Die oberste Regel eines Trickbetrügers: Auch wenn du keinerlei Selbstvertrauen hast – tu so, als hättest du welches.“

Ich weiß gar nicht mehr, wo ich das Buch entdeckt habe, aber es müsste auf der Verlagsseite gewesen sein und nachdem ich den Klappentext mit dem Zusatz „Psychologisch perfekt ausgefeilter Thriller der Extraklasse“ gelesen habe, wusste ich, dass ist ein Buch für mich.

Kaum war es bei mir eingegangen, habe ich auch schon angefangen zu lesen. Ich musste einfach wissen, was es mit Vic auf sich hat, wem Vics Treue gilt. Und: Warum sie dieses Spiel spielt und was sie dazu geführt hat?

Der Einstieg in das Buch gelang mir problemlos, denn die Autorin wirft den Leser gleich mitten ins Geschehen: Vics erster Schultag als Erica. Obwohl Vic lange darauf vorbereitet wurde, plagen sie Gewissensbisse und immer wieder fragt sie sich, ob es richtig ist, was sie macht.

Die Autorin hat eine wundervolle Art und Weise zu schreiben, denn ich flog nur so durch die Seiten und war innerhalb kurzer Zeit auch schon durch mit dem Buch. Ich bin quasi durch das Buch geflogen. Auch waren die örtlichen Begebenheiten so gut beschrieben, dass man sie direkt vor Augen hatte und sich alles gut vorstellen konnte.

Die Spannung ist von der ersten Seite vorhanden und treibt einen zum weiterlesen, man kann einfach nicht anders. Allerdings hat mir der typische Thrill, der in einem Thriller vorhanden sein sollte, etwas gefehlt. Dieser besondere Kick, der einen Thriller ausmacht. Der war leider nicht da.
Dafür hat es die Autorin geschafft, die perfekte Stimmung für dieses Buch herzustellen: drückend und düster mit einem Sog, der mich ans Buch fesselte.

Die Charaktere fand ich sympathisch und ich fand, dass sie in ihrer Rolle authentisch handelten. Da man hin und wieder Rückblicke in Vics Kindheit bekam, konnte ich ihr Verhalten und ihre Gedanken besser nachvollziehen. Sie tat mir etwas leid, denn man spürte während des Lesens, dass sie nicht wirklich glücklich mit der ganzen Sache war. Das sie ausbrechen und ein normales Leben leben wollte.

Mit Taylor hat die Autorin einen schrägen, aber total sympathischen Charakter geschaffen. Ich mochte sie von Anfang an. Ihre Art und Weise war einfach erfrischend und hat dem Buch noch einen weiteren Kick gegeben.

Fazit:
Auch wenn mir der Thrill eines typischen Thrillers gefehlt hat, hat mich das Buch trotzdem sehr gut unterhalten. Ein Buch das einen mit Spannung, authentischen Charakteren und der passenden Stimmung fesselt. Ganz klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 03.09.2019

Interessante, neue Herangehensweise an ein bekanntes Thema

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Meinung:
Also das Setting hat mich total angesprochen. Bücher, bei denen wieder aufgetauchte Personen nicht die waren, für die sie sich ausgegeben haben, habe ich schon einige gelesen. Aber nie wusste ...

Meinung:
Also das Setting hat mich total angesprochen. Bücher, bei denen wieder aufgetauchte Personen nicht die waren, für die sie sich ausgegeben haben, habe ich schon einige gelesen. Aber nie wusste man das bereits vorher, sondern das kam dann immer erst mit viel Drama und Geheimnis raus. Deshalb fand ich diese neue Herangehensweise sehr interessant.

Und hier geht es auch gleich damit los, dass die Protagonistin eigentlich Violet heißt und sich als Erica ausgibt. Dabei begleitet man Erica/Violett in der ich Perspektive durch die Geschichte, was ziemlich gut ist, da man so auch ihre Gedanken und ihre innere Gefühlswelt und vor allem ihre immer größer werdende Zerrissenheit hautnah mitbekommt. Denn, auch wenn Violet ihr Leben lang eine Trickbetrügerin war, ist sie vor den Gefühlen nicht sicher, die die neue Situation bei ihr auslöst.

Durch diese Herangehensweise wird aber auch viel Spannung raus genommen. Deshalb ist das für mich kein klassischer Thriller, sondern eher ein ruhiger, gefühlsbetonter Spannungsroman, bei dem die Atmosphäre aber doch auch oft eher recht beklemmend ist. Ab und an gibt es eine kleine Spannungsspitze, vor allem gegen Ende hin, aber prinzipiell geht es hier wirklich eher um die leisen Töne.

Zwischendurch gibt es auch ein paar Rückblenden zu Violets Kindheit, wobei ich oft echt richtig Mitleid mit ihr hatte und einfach geschockt war, wie abgebrüht man sein kann. Und auch das Schicksal der richtigen Erica wird für den Leser recht schnell deutlich.

Obwohl man so nah an Violet/Erica dran ist, ist es gar nicht so leicht, die wirkliche Violet dahinter zu erkennen, da sie ja Ericas Verhalten spiegeln muss. Aber mit der Zeit wird auch sie persönlich immer deutlicher und diesen „Ausbruch“ fand ich toll zu begleiten.

Generell empfand ich die Figuren der Geschichte als Pluspunkt. Allen voran natürlich die hervorstechende und stets provozierende Taylor. Sie ist extrem besonders, anfangs nicht unbedingt sympathisch, aber sie ist mir schnell ans Herz gewachsen und sie ist einfach echt und gerade heraus. Aber auch die unterschiedlichen anderen Figuren fand ich passend und interessant und sie harmonieren alle gut miteinander.

Das Ende fand ich schon ganz stimmig und passend, auch wenn ich da irgendwie noch etwas mehr erwartet hatte.

Fazit:
Eine interessante und neue Herangehensweise an ein bekanntes Thema. Dabei gibt es wenig handfeste Spannung, sondern es dominieren eher die leisen Töne, aber Violets glaubwürdige innere Zerrissenheit und auch die besonderen Figuren haben mir viel Lesespaß bereitet. Deshalb gibt’s solide 4 Sterne.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Tolle Story, allerdings mit etwas wenig Hintergrundinformationen

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Nichts davon ist wahr von Michelle Painchaud
erschienen bei dtv

Zum Inhalt

Es ist der perfekte Betrug, bis sich ihr Gewissen meldet...
Mit vier Jahren wurde Erica Silverman entführt. Jetzt, 13 Jahre ...

Nichts davon ist wahr von Michelle Painchaud
erschienen bei dtv

Zum Inhalt

Es ist der perfekte Betrug, bis sich ihr Gewissen meldet...
Mit vier Jahren wurde Erica Silverman entführt. Jetzt, 13 Jahre später, ist sie wieder da. So scheint es zumindest …
Denn das Mädchen, das auftaucht, heißt eigentlich Violet. Sie wurde ihr ganzes Leben darauf vorbereitet, Erica zu sein: Violets Vater ist ein hochprofessioneller Betrüger, der vor nichts zurückschreckt, um diesen Identitätsschwindel durchzuziehen.
Doch je länger Violet sich als Erica ausgibt, desto schwerer fällt es ihr, dieses skrupellose Spiel weiterzuspielen.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Ich habe schon mehrere Bücher gelesen, die diese Thematik behandeln. Doch dieses war ganz anders – man wusste ja schon von Anfang an, dass das aufgetauchte Mädchen nicht die verschwundene Erica ist. Fand ich als Ansatz sehr interessant.
Die Story wird in der ersten Person geschildert, obwohl auch manchmal in die dritte Person gewechselt wird. Nämlich in den Momenten, in denen Erica/Violet von sich selbst redet.

Wie schon erwähnt - und auch der Klappentext offenlegt - handelt es sich hier nicht um eine „richtige“ Zusammenführung von entführtem Kind und seiner Familie. Es ist eher ein weiteres Verbrechen, das geplant wurde und in dem Violet die Hauptrolle spielt. Der Leser hat somit auch nichts zum Rätseln, aber der Ansatz ist wirklich interessant.
Man erfährt einiges aus Violets Leben der letzten Jahre in Form von Rückblenden. Ebenso weiß der Leser schnell, was mit Erica passiert ist. Es ist wie eine kleine Randnotiz gehalten, die Hintergründe werden aber nicht wirklich geklärt. Fand ich etwas schade.
Violet/Erica mochte ich recht gerne. Besonders ihre stetig wachsende innere Zerrissenheit fand ich gut dargestellt. So wuchs sie mir trotzdem ans Herz, obwohl man sie an manchen Stellen eher hätte verurteilen sollen. Das Aufeinandertreffen mit neuen Klassenkameraden und Freundinnen aus frühester Kindheit wirkte authentisch. Gerade mit Taylor verbindet Violet eine eher schräge Freundschaft.

Michelle Painchaud hat das Thema Entführung und Wiederauftauchen eines Kindes mal von einer anderen Seite angepackt. Der Leser weiß von Anfang an, dass nicht die richtige Erica wieder da ist. Das Hoffen, Bangen und Rätseln bleiben also komplett aus. Trotzdem gibt es noch genug offene Fragen, denen man auf den Grund gehen möchte. Ich fand es etwas schade, dass das, was mit Erica wirklich geschah, relativ kurz abgehandelt wurde. Ebenso die Intention hinter dem nun neuen Verbrechen, in dem Violet die Hauptrolle spielt. Die Geschichte lässt sich gut lesen, der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig. Man fliegt quasi durch die Seiten. Der Zwiespalt, dem Violet ausgesetzt ist, wird stellenweise in der dritten Person geschildert, was ich sehr interessant fand. Eine toll geschriebene Story für zwischendurch mit einem Ende, das absolut passend ist.



Zum Autor

Michelle Painchaud wurde in Seattle geboren, wuchs aber auf Hawaii auf, wo sie sich heimlich zu Partys auf den Zuckerrohrfeldern schlich. Der kleine Teil ihres Gehirns, der nicht von Geschichten über beeindruckende Teenager heimgesucht wird, ist für Katzen und Animes reserviert. Sie lebt in San Diego, Kalifornien.


WERBUNG
Nachfolgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

ab 14 Jahren
304 Seiten
übersetzt von Stephanie Singh
ISBN 978-3-423-71834-9
Preis: 9,95 Euro
erschienen bei https://www.dtv.de
Leseprobe https://www.dtv.de/buch/michelle-painchaud-nichts-davon-ist-wahr-71834/

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Vorab-Exemplars bedanken!

Veröffentlicht am 24.08.2019

Nichts davon ist wahr

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Ein unglaublicher Plot, den uns Autorin Michelle Painchaud hier präsentiert. Ich möchte mir nicht einmal ansatzweise ausmalen, was Mrs Silverman all die Jahre durchgemacht haben muss.

Violet wirkt zunächst ...

Ein unglaublicher Plot, den uns Autorin Michelle Painchaud hier präsentiert. Ich möchte mir nicht einmal ansatzweise ausmalen, was Mrs Silverman all die Jahre durchgemacht haben muss.

Violet wirkt zunächst einmal wie eine ganz normale junge Erwachsene Frau. Blickt man jedoch hinter die Kulissen, erkennt man den inneren Zwiespalt, mit dem sie sich tagtäglich auseinandersetzen muss. Von ihrem Vater wurde Violet ihr Leben lang dafür trainiert, die verschwundene Erica zu imitieren, sie zu sein. Grund hierfür ist eine geplante Strafttat. Was genau die beiden vorhaben möchte ich aber hier nicht verraten.
Während Violet zunächst ihr neues Leben genießt und sich mehr und mehr darin einfindet, merkt sie mit der Zeit, dass ihr das Lügen immer schwerer fällt. Wie normal doch der Alltag all der Jugendlichen mit ihren scheinbar lächerlichen Problemchen für sie wirkt. Tief in ihrem inneren wäre sie manchmal gerne ganz genauso wie sie.
Diese innere Zerrissenheit wird von der Autorin äußert überzeugend dargestellt und ich konnte mich gut in die Protagonistin einfühlen.

Eines habe ich allerdings ein wenig vermisst. Spannung. Die Geschichte lässt sich ganz gut lesen, aber Spannungsbögen oder Höhepunkte bleiben leider aus. Mir hat eine besondere Atmosphäre gefehlt. Irgendwie hat die Leidenschaft gefehlt. Ansonsten wäre es perfekt gewesen.