Cover-Bild Never Too Close
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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: LYX
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 30.09.2019
  • ISBN: 9783736311220
Morgane Moncomble

Never Too Close

Ulrike Werner-Richter (Übersetzer)

Der erste Roman von Morgane Moncomble - der New-Adult-Sensation aus Frankreich!

Wenn aus besten Freunden plötzlich mehr wird ...

Seit sie gemeinsam in einem Aufzug eingeschlossen waren, sind Loan und Violette beste Freunde. Das zwischen ihnen ist vollkommen platonisch - zumindest bis jetzt. Denn als Violette beschließt, dass sie nicht länger Jungfrau sein will, ist es Loan, den sie bittet, ihr auszuhelfen. Schließlich vertraut sie niemandem so sehr wie ihrem besten Freund. Loan ist von der Idee zunächst alles andere als begeistert, doch schließlich willigt er ein. Es ist ja nur dieses eine Mal ... oder?

Die NEVER-Reihe:
1. Never Too Close
2. Never Too Late

Leserstimmen aus der französischen Buch-Community:

"Ich bin total verliebt - in die Atmosphäre, den Humor, die Figuren. Ich würde am liebsten der ganzen Welt sagen, dass sie dieses Buch lesen soll." La fée liseuse et les livres

"Am liebsten würde ich das Buch noch mal lesen, nur um diese Atmosphäre wieder heraufzubeschwören und jene Momente noch einmal erleben zu können, die für Loan und Violette so bedeutend und wichtig gewesen sind." Livre sa vie

"Ein erfrischender und prickelnder Liebesroman voller Humor und Gefühl, den ich allen New-Adult-Fans nur empfehlen kann. Ein neues Lieblingsbuch!" Les milles et une pages de LM

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2019

Vorhersehbar, klischeehaft und unlogisch

12

Obwohl das Cover und die Leseprobe mich anfangs für das Buch begeisterten, verlor ich diese Begeisterung doch unterwegs. Je mehr Kapitel ich las, desto mehr sehnte ich das Ende herbei. Doch worum geht ...

Obwohl das Cover und die Leseprobe mich anfangs für das Buch begeisterten, verlor ich diese Begeisterung doch unterwegs. Je mehr Kapitel ich las, desto mehr sehnte ich das Ende herbei. Doch worum geht es überhaupt?

Violette lebt gemeinsam mit ihren BFFs in einer Wohnung. Das eine davon gar keine sie, sondern ein er ist, mag zwar etwas ungewöhnlich sein, aber warum eigentlich nicht? Eine platonische Freundschaft zwischen Mann und Frau sei unmöglich: hier ist der Beweis des Gegenteils. Als Vio aber dann feststellt, dass es ein Problem für ihren Freund ist, dass sie noch Jungfrau ist, wendet sie sich an Loan, ihren BFF, um dieses Hindernis aus der Welt zu schaffen. Eine einmalige Sache eben, kein Problem...oder?

Also zu Beginn sei einmal gesagt, dass Violette eine wirklich angenehm ungeniertes, natürliches Verhalten an den Tag legt. Sie sagt frei heraus, was sie denkt. Ist tollpatschig, ein redender Wasserfall und einfach nur liebenswert. Aufgrund ihrer Vergangenheit ist Ehrlichkeit für sie das höchste Gebot, das sie auch immer an erste Stelle stellt. Auch ihre Freunde kommen immer zuerst. (:

Genau so sympathisch ist auch Loan. Durch seine Tätigkeit als Feuerwehrmann, seine verständnisvolle Art und sein Bemühen darum, dass Vio alles Glück der Welt, das ihr zusteht, auch erlebt, machen ihn zum "Gutmensch" in Person, sodass man gar nicht anders kann, als ihn zu mögen.
Blickt man nun auf Clement, Vios Freund, stellt man fest, dass er nach seinen Szenen im ersten Kapitel kaum noch gute Seiten aufweist. Jede dann folgende Situation führt nur dazu, dass man ihn weniger mag und Vio eher an Loans Seite sehen möchte.

Seht ihr, wo das hinführt? Genau das störte mich so an diesem Buch. Der Leser wird vom Autor auf nicht sehr subtile Weise in eine Richtung gedrängt, die den Ausgang der Geschichte mehr als vorhersehbar werden lässt. Ein klassisches Dreieck baut sich auf und ich war einfach nur enttäuscht, dass man diese tolle Protagonistin durch diese dämliche Situation so unverständlich werden ließ. Ihre Handlungen wurden für mich immer unlogischer und so zog sich das Buch in die Länge.

Vor allem auch das Ende, welches natürlich von vielen dramatischen Offenbarungen und Missverständnissen begleitet wurde, war für mich zu viel des Guten. Ich konnte mich nicht in die Charaktere hineinversetzen, weswegen es mich auch emotional nicht wirklich mitreißen konnte.

Nur der flüssige, gut verständliche Schreibstil ließ mich das Buch überhaupt zu Ende lesen, auch wenn ich es kein zweites Mal tun würde. Gut geschriebene Dialoge täuschen nämlich leider nur kaum über die nicht nachvollziehbar beschriebenen Gedankenvorgänge der Figuren hinweg. Auch die polarisierend präsentierten Personen sind für mich ein starker Kritikpunkt. Es gab nur "gut" und "schlecht", aber nichts dazwischen außer es ging um Vio, da war plötzlich alles vollkommen rechtens...

Darum habe ich dieses Buch auch nur mit 2 von 5 Sternen bewertet, da es mich in keinem Punkt überzeugen konnte.
Solltest du allerdings klischeehafte Liebesgeschichten voller Drama lieben, ist dies genau das richtige Buch für dich! (:

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Veröffentlicht am 27.12.2019

Lieber betrügen, als eine Lüge zuzugeben?!

3

Die Freundschaft von Violette und Loan ist sehr innig. Sehr. Man nenne mich von mir aus verklemmt oder altmodisch, aber wenn mein Freund sich so mit seiner besten Freundin verhalten würde, fände ich das ...

Die Freundschaft von Violette und Loan ist sehr innig. Sehr. Man nenne mich von mir aus verklemmt oder altmodisch, aber wenn mein Freund sich so mit seiner besten Freundin verhalten würde, fände ich das alles andere als normal. Sie schlafen in einem Bett, kuscheln, reden über alles ... Gleichzeitig reden sie über sehr vieles gar nicht, zum Beispiel über ihre Familie. Ihre Familiengeheimnisse sind natürlich auch sehr dramatisch, ist ja klar.

Violette ist dabei, sich in einen anderen zu verlieben und das wirkt auch vollkommen überzeugend, sodass ich mir am Anfang schon gewünscht habe, dass das funktioniert (bevor sich der Typ als arrogant und engstirnig entpuppt hat). Sie wünscht sich gar keine Beziehung mit Loan, sondern mit diesem Kerl. Und obwohl sie eigentlich so selbstbewusst ist, hat sie das Gefühl, sie müsse sich nach seinen Wünschen verbiegen, was ich sehr schade fand.

Dann kommt diese Jungfräulichkeit-Loswerden-Sache. Violette will vor ihrem neuen Freund Clément nicht zugeben, dass sie noch Jungfrau ist und muss daher fix dieses Problem beseitigen, bevor sie irgendwann mit ihm schläft. Es ist doch viel besser, ihn mal eben zu betrügen und mit dem besten Freund zu schlafen, oder? Der wird sowieso schon verdächtigt und Clément fühlt sich etwas unwohl mit der innigen Beziehung der beiden, aber das ist trotzdem besser, als eine Lüge zuzugeben, oder? NEIN, VERDAMMT. Vielleicht hat sie unterbewusst einfach nach einer Ausrede gesucht, mit ihrem besten Freund Loan zu schlafen, aber das ist so furchtbar unlogisch, dass ich sie nicht mehr ernstnehmen konnte.

Nachdem der Damm einmal gebrochen ist, ist die Freundschaft zwischen Violette und Loan nicht mehr die Gleiche. Man kann die Anziehung zwischen den beiden sehr gut spüren. Nach dem ganzen unlogischen Blödsinn konnte ich es aber nicht mehr genießen. Eigentlich fand ich nichts an dem Buch wirklich großartig und der Grund, aus dem Violette mit Loan geschlafen hat, hat mich so furchtbar aufgeregt.

Fazit
"Never Too Close" hat zwar einen angenehmen Schreibstil, aber die Beziehung zwischen Loan und Violette konnte mich nicht wirklich überzeugen. Als Freunde waren sie zu eng und der Beginn ihrer Liebesgeschichte war mir zu blöd.

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Veröffentlicht am 12.10.2019

Wenn man sich als Leser veräppelt fühlt

3

Mir ist bewusst, dass meine 2 Sterne Bewertung nicht jedem zusagt, trotzdem kann ich bei bestem Willem diesem Buch keine bessere Bewertung geben.

Ich versuche keine Szenen zu spoilern, dennoch wird meine ...

Mir ist bewusst, dass meine 2 Sterne Bewertung nicht jedem zusagt, trotzdem kann ich bei bestem Willem diesem Buch keine bessere Bewertung geben.

Ich versuche keine Szenen zu spoilern, dennoch wird meine Bewertung einige Bereiche etwas detaillierter auffassen, wie es in anderen Rezensionen so der Fall ist.

Ein kurzer Blick in die Geschichte:
Violette, die noch sehr junge Modedesignstudentin, zieht nach Paris, wo sie nach kürzester Zeit bereits zwei Mitbewohner bekommt, nämlich ihre beste Freundin und Kommilitonin und ihren besten Freund Loan, der bei ihrem Ersteinzug noch ihr Nachbar war. Loan und Vio wirken wie unzertrennlich, sie schläft auch ganz auf platonischer Ebene mit in seinem Bett und er hat ihr Haustier mehr oder weniger adoptiert. Klingt eher ungewöhnlich, oder? Scheint aber zu funktionieren. Als die jedoch noch unberührte Violette Loan bittet, ihr auf ganz freundschaftlicher Ebene die Jungfräulichkeit zu nehmen, gerät die ganze Freundschaft etwas ins Wanken.

Auf den ersten Moment klang diese Geschichte für mich recht ansprechend und auch die Komplikationen konnte man sich schon bildlich vorstellen. Ich war somit recht angetan. Jedoch hat sich für mich bereits nach keinen 50 Seiten die Geschichte schon so gezogen!
Violette ist eine sehr lebensfrohe, aus sich herausgehende Person die so rein gar nichts für sich behalten kann. Zudem soll sie extrem scharf aussehen und setzt ihre Reize ganz gekonnt in Szene. Trotzdem scheint es so wahnsinnig schwer für sie zu sein, entjungfert zu werden. Nicht einmal von der Disco will einer mit ihr mitgehen. Das passte für mich beim Lesen einfach nicht zusammen! Um ehrlich zu sein, ich kam mir wirklich ALT vor! Welche gutaussehende Frau empfindet denn ihre Jungfräulichkeit als Bürde?
Naja, hier also für mich schon einmal die ersten Dinge, die für mich irgendwie nicht zusammenpassten. Leider zog sich das durch die ganze Geschichte.

Vielleicht mal kurz die netteren Dinge zum Buch:
Loan und Violette gehen teilweise wirklich süß miteinander um. Es gibt auch einige sehr romantische Stellen. Zudem ist der Zusammenhalt im Freundeskreis sehr groß, was ich immer befürworte und deswegen auch besonders hervorheben möchte. Loan selbst wirkte auf mich bis auf einige Ausnahmen eigentlich auch recht sympathisch auf mich. Er wirkt insgesamt mehr im Leben verankerter, ernsthafter und oftmals auch ziemlich weise. Trotzdem liefert die Autorin auch bei seinem Charakter einige heftige Schnitzer.

Was mich sehr gestört hat, ist die doch sehr extreme Manipulation durch die Autorin. Sie wählt ihre Charaktere eher nach Stereotypen aus und zieht dies sehr stringent durch. Loan ist der "Gutmensch", natürlich Feuerwehrmann, hilft allen und verliert eigentlich kein böses Wort über andere. Violette ist die eher durchgeknallte Labertasche, die für mich etwas zu naiv dargestellt wird. Ihre beste Freundin hat gefühlt jeden Abend einen anderen Mann im Bett und wird auch im Buch mit dem Wort "Schl'''''" betitelt. Das fand ich einfach nur unterstes Niveau. Sie lässt sich auch immer äußerst unfreundlich über andere Personen aus, insbesondere andere Frauen, und kommt meiner Meinung nach äußerst schlecht weg. Sie muss auch recht zum Schluss für eine Dummheit von Violette den Kopf hinhalten, so dass Vio ihren "Heiligenschein" behalten darf. Auch Vios boyfriend wird recht schnell zum Poser abgestempelt und die Autorin drängt dem Leser fast schon auf, ihn nicht zu mögen. Er hatte jedoch meiner Meinung nach oft die "normalsten" Weltansichten.

Von Anfang an weiß man auch eigentlich, wo die ganze Geschichte hin führt. Ich wurde nicht wirklich überrascht. Die Autorin schmeißt einem zwar noch sehr aufwühlende Szenen vor die Füße, an der eigentlichen Geschichte ändert sich jedoch nichts. Es führt recht stringent auf ein Happy End zu. Wie dieses nun ausfällt, muss man lesen...oder aber auch nicht.

Das Liebesdreieck ist zwar da, jedoch auch eigentlich nicht interessant, da Loan und Vio sowieso bereits wie ein altes Ehepaar zusammen leben. Ich denke, ihr könnt euch denken, was ich meine.

Ab ca. der Hälfte des Buches oder eventuell 2/3 packt die Autorin die Geschichte noch einmal so richtig voll. So langweilig und zäh wie Kaugummi der erste Buchteil war, umso rasanter wird es dann. Mir kam es so vor, als hätte die Autorin eine Liste zum Abhaken neben sich und musste so viel davon unterbringen wie nur möglich. Oh, vielleicht könnte eine Person sterben...check....große Trauer....check...Dramatik á la Hollywood...check....viele Missverständnisse...check.....Vio hält bei einer wirklich wichtigen Sache mal über Monate den Mund (wieder so ein extremes Antiverhalten zum bisherigen Charakterverlauf)...check...eine und ein Ex machen ganz viel Ärger ...check. Ich konnte nur noch mehr den Kopf schütteln.

Sprachlich orientiert sich die Autorin meiner Meinung nach eher am unteren Niveau. Anspruchsvolle Formulierungen sind nicht zu finden. Ich musste eher über einige Formulierungen herzlich lachen, da sich für meinen Geschmack die Autorin einfach nur lächerlich gemacht hat. Eine Stelle habe ich nun extra noch einmal gesucht: "Eine unerklärliche Alchemie entweicht unseren umschlungenen Körpern." Ich hoffe so sehr, dass es sich hierbei um eine schlechte Übersetzung handelt, denn diese wirklich ungeschickte und falsche Verwendung von Alchemie kann man doch gar nicht ernst nehmen. Es gab noch andere Stellen dieser Art im Buch.

Mein größer Aufreger bezüglich dieser Geschichte ist der komplett unangebrachte Humor der Autorin, die diesen auf den Hauptcharakter Vio projiziert. Wer seine Charaktere Witze über Pädophilie machen lässt, gehört meiner Meinung nach nicht publiziert! Violette soll ein Sympathieträger sein und hat für mich bei dieser Szene alle Sympathie die ich für sie zuvor hatte verloren! Loan findet ihren Witz auch noch ausgesprochen lustig.
Wer schlimme Taten an Kindern witzig findet und dies als gesprächstauglich empfindet, hat in so einem Buch nichts zu suchen. Ich bin regelrecht schockiert, dass diese Szene vom Verlag so abgenickt wurde. Es ist mir wirklich ein Rätsel. Ich habe auch viel darüber nachgedacht, was denn auch die Autorin dazu getrieben hat und komme einfach auf keinen grünen Nenner. Vielleicht findet sie sich so selbst cool. Sprachlich greift sie sowieso gerne zu sehr jugendlichen Ausdrücken. Hier fühlte ich mich definitiv wieder als zu alt, ja...zu alt für diesen Sch''''.

Was zeigt das Buch nun eigentlich? Eine Liebesgeschichte, die nur auf einen Punkt zulaufen kann und das bereits von Anfang an. Ein paar Verwirrungen auf dem Weg. Sehr einseitige Charaktere, die bei passenden Szenen dann doch plötzlich komplett gegen ihre Gewohnheit agieren und das auch noch auf sehr unrealistische Art und Weise. Das musste die Autorin wohl so machen, denn sonst wäre die Geschichte einfach nur komplett langweilig ausgefallen.

Achja, die beiden schrecklichen Kindheitsgeschichten der beiden Hauptcharaktere habe ich ja fast vergessen. Naja, sie werden von der Autorin auch nur so lange aktuell gehalten, wie sie diese halt für die Geschichte brauchte. Zum Schluss sind diese Ereignisse auch nur abgehakte Stichpunkte auf der Liste der Autorin.

Wie man an meiner Rezension erkennt, sind die 2 Sterne schon richtig hoch gegriffen und äußerst kulant. Für den Pädophilenwitz müsste man das Buch eigentlich auf 0 Sterne setzen.

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Veröffentlicht am 12.01.2020

Leider enttäuschend

2

Ein Buch was in der Bookstagram Szene sehr bekannt ist und das wohl schönste pastellfarbene Cover hat, das ich kenne. Gefühlt jeder hat es gelesen und seine Meinung dazu abgegeben und der Hype um Never ...

Ein Buch was in der Bookstagram Szene sehr bekannt ist und das wohl schönste pastellfarbene Cover hat, das ich kenne. Gefühlt jeder hat es gelesen und seine Meinung dazu abgegeben und der Hype um Never Too Close ist riesig. Bei vielen gehört es auch zu den Jahreshighlights 2019. Dadurch habe ich mich lange nicht getraut es zu rezensieren.
Ich habe das Buch 2019 angefangen und knapp 150 Seiten gelesen. Ich habe es wirklich versucht, aber es war mir einfach alles viel zu gezogen. Deshalb habe ich abgebrochen. Vor kurzem ist mir dann aufgefallen, dass ich es einfach in einer ziemlich stressigen Phase gelesen habe und wollte somit dem Buch eine zweite Chance geben. Denn sonst mag ja eigentlich jeder dieses Buch.

Der Klappentext

Seit sie gemeinsam in einem Aufzug eingeschlossen waren, sind Loan und Violette beste Freunde. Das zwischen ihnen ist vollkommen platonisch - zumindest bis jetzt. Denn als Violette beschließt, dass sie nicht länger Jungfrau sein will, ist es Loan, den sie bittet, ihr auszuhelfen. Schließlich vertraut sie niemandem so sehr wie ihrem besten Freund. Loan ist von der Idee zunächst alles andere als begeistert, doch schließlich willigt er ein. Es ist ja nur dieses eine Mal ... oder?

Die Charaktere

Das Buch handelt von Violette und Loan, sowie den Nebenrollen Zoé und Jason. Loan ist einfach der perfekte Bookboyfriend. Da kann ich jedem anderem zustimmen. Er ist einfach wundervoll, super freundlich und beschützt Violette vor allem Bösen. Er akzeptiert sie so wie sie ist und ist immer für sie da. Außerdem ist er auch noch Feuerwehrmann. Die Persönlichkeit von Violette fand ich da eher schwieriger. Sie ist tollpatschig, schusselig, mag schwarzen Humor, redet wie ein Wasserfall und ist manchmal einfach anders. An manchen Stellen war das echt süß, an anderen war es mir einfach zu viel und zu übertrieben. Ich konnte nur schwer Sympathie zu ihr entwickeln. Eine Person habe ich noch vergessen, Clement. Am Anfang war er mir echt sympathisch und ich habe darauf gehofft, dass er und Violette zusammenkommen, doch im Verlaufe des Buches habe ich angefangen ihn zu hassen. Er hat Violette in ihrem Verhalten und ihrer Persönlichkeit eingeschränkt. Das sollte ein Freund nicht machen.

Die Handlung

In „Never too Close“ geht es um zwei Protagonisten die im Verlauf des Buches zu besten Freunden werden und sich in- und auswendig kennen. Mit Ausnahme von ein paar kleinen Geheimnissen, die jeder hat. Aus dem Klappentext entnehmbar ist die Protagonistin noch Jungfrau, doch sie will dem ein Ende setzen und mit ihrem besten Freund schlafen. Ich hätte erwartet beziehungsweise gehofft, dass diese Stelle weiter vorne im Buch auftaucht. Denn bis dahin war kaum Spannung da und es hat sich ewig gezogen, sodass ich kaum noch Lust hatte.

Als es dann endlich passiert, kann man erwarten wie es weiter geht. Klar können viele danach bestimmt normal weiter machen, aber können die beiden das auch? Ich möchte nicht zu sehr Spoilern, deswegen gehe ich nicht weiter darauf ein. Ich konnte mir den Rest des Buches dann aber schon zusammenreimen. Das einzige was dann noch spannend war, waren die Geheimnisse der beiden, die langsam ans Licht kamen. Man wurde vom Autor von einer Situation zur nächsten gebracht. Tatsächlich war ich damit sehr überfordert und mochte die letzten paar Kapitel deshalb gar nicht. Ich habe es auch so empfunden, dass man von der Autorin manipuliert wird. Loan soll man lieben, Clement eher nicht. Es war zu vorhersehbar.

Außerdem war mir alles ein bisschen zu dramatisch. Wenn man sich in alle Rollen hineinversetzen kann, findet man das bestimmt toll. Aber wenn dem nicht so ist, ist es einfach langweilig und ewig langgezogen. Vom Ende hätte ruhig mehr an den Anfang gedurft und das Ende hätte mehr gestreckt werden können.

Fazit

Never Too Close lässt sich durch den Schreibstil gut und einfach lesen, hat mir aber einfach nicht zugesagt. Für mich war das Buch viel zu langgezogen und ich finde man wird zu sehr von der Autorin manipuliert. Wenn man Fan von typisches Liebesdramen ist, kann einem das Buch sehr gut gefallen. Ein großer Pluspunkt ist aber das Cover, weil es einfach wunderschön ist.

Leider war das Buch für mich eher nichts und ich denke, dass die Geschichte mehr Potential hatte. Ich gebe dem Buch 2,5/5 Sterne.
PS: Nach dem Schreiben habe ich mir ein paar Rezensionen dazu durchgelesen, weil ich Angst hatte irgendwas falsch verstanden zu haben. Aber zum Glück bin ich nicht die einzige, die das Buch nicht perfekt fand. :D



  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2019

Humorvoll, spannend und tiefgründig - Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte !

2

Inhalt/Klappentext:
Wenn aus besten Freunden plötzlich mehr wird ...
Seit sie gemeinsam in einem Aufzug eingeschlossen waren, sind Loan und Violette beste Freunde. Das zwischen ihnen ist vollkommen platonisch ...

Inhalt/Klappentext:
Wenn aus besten Freunden plötzlich mehr wird ...
Seit sie gemeinsam in einem Aufzug eingeschlossen waren, sind Loan und Violette beste Freunde. Das zwischen ihnen ist vollkommen platonisch – zumindest bis jetzt. Denn als Violette beschließt, dass sie nicht länger Jungfrau sein will, ist es Loan, den sie bittet, ihr auszuhelfen. Schließlich vertraut sie niemandem so sehr wie ihrem besten Freund. Loan ist von der Idee zunächst alles andere als begeistert, doch schließlich willigt er ein. Es ist ja nur dieses eine Mal ... oder?

Eindruck:
Das Cover ist wie vom Lyx Verlag nicht anders zu erwarten wunderschön gestaltet und trifft genau meinen Geschmack. Es ist schlicht gehalten, aber trotzdem gefällt mir das Zusammenspiel der Farben und die goldene Schrift unheimlich gut. In der Buchhandlung wäre ich sicherlich nicht daran vorbeigelaufen, sondern es wäre mir sofort ins Auge gesprungen.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig, locker und super gut verständlich. Ich hatte während des Lesens einen angenehmen Lesefluss und konnte das Buch zwischendurch gar nicht mehr aus der Hand legen. Morgane schreibt sowohl unglaublich humorvoll, sodass ich bei einigen Szenen wirklich schmunzeln musste, als auch sehr emotional und tiefgründig, was mir total gut gefallen hat. Ich muss dazu sagen, dass es mein Erstes und definitiv nicht letztes Buch der Autorin ist.

Die gesamte Geschichte ist aus den jeweiligen Sichten der Protagonisten in der Ich-Form geschrieben. Das gefällt mir persönlich immer unheimlich gut, da man einen Einblick in die Gedanken-und Gefühlswelten beider Charaktere bekommt und die Geschichte nicht nur auf einen Charakter fixiert ist. Zudem bekommen wir einige Kapitel aus der Vergangenheit von Violette und Loan zu Lesen, was ich wirklich sehr gerne mochte. Dadurch hat man deutlich mehr Hintergrundwissen über die Beiden bekommen und konnte einige Situationen besser nachvollziehen.

Violette war mir direkt zu Beginn der Geschichte schon unglaublich sympathisch. Sie ist eine junge Studentin, die in Paris versucht ihren Traum als Designerin zu verwirklichen. Ich mochte ihre aufgedrehte, tollpatschige und stückweit naive Art einfach unfassbar gerne und durch ihr ständiges Geplapper und ihre große Liebe zu Schokolade, kann man sie einfach nur ins Herz schließen. Sie nimmt nie ein Blatt vor den Mund und sagt alles, was ihr in den Sinn kommt. Das hat sie meiner Meinung nach nochmal doppelt so liebenswert gemacht.
Violette hat sich im Verlauf der Geschichte zu einer selbstbewussten, jungen Frau entwickelt, die sich von ihren Problemen nie unterkriegen lässt, obwohl sie mit ihrer Vergangenheit stark zu kämpfen hat.

Loan ist ebenfalls ein unheimlich sympathischer Protagonist, der mir von Seite zu Seite immer besser gefallen hat. Anfangs hat er noch einen sehr ruhigen und zurückhaltenden Eindruck auf mich gemacht und war ziemlich in sich gekehrt. Im Laufe der Geschichte hat aber auch er eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht und ich empfand ihn am Ende des Buches als deutlich selbstbewusster. Er ist außerdem total liebenswert und unterstützt Violette in vielen Situationen. Seine, genau wie Violettes Geschichte, konnte mich sehr berühren und mitreißen. Am liebsten mochte ich die kleinen Zankereien und Geplänkel zwischen ihm und Violette und die Beiden haben mich mehr als nur gut unterhalten.

Zu den tollen Nebencharakteren möchte ich gerne auch noch ein paar Worte loswerden. Zoé, Violettes beste Freundin und Mitbewohnerin, konnte mich mit ihrer direkten und humorvollen Art sofort von sich überzeugen. Auch Jason mochte ich total gerne und kann es kaum erwarten im nächsten Teil mehr von ihm zu erfahren. Am liebsten ist mir aber immer noch Ethan, dessen Herzen einfach nur am richtigen Fleck sitzt. Er ist so ein aufmerksamer und liebenswerter Charakter, den man nur mögen kann.

Der Klappentext erschien mir anfangs ehrlich gesagt ein bisschen unrealistisch und eigenartig. Genau deshalb hat er mich auch angesprochen und ich konnte es gar nicht abwarten zu Lesen, was sich dahinter verbirgt. Schlussendlich kann ich sagen, dass das Buch meine Erwartungen deutlich übertroffen hat. Es ist unheimlich humorvoll und amüsant geschrieben, sodass ich sehr oft lachen musste. Trotzdem gibt es auch einige emotionale und tiefgründige Stellen, die sich überwiegend auf die Vergangenheiten von Violette und Loan beziehen. Diese Abwechslung war sehr erfrischend und schön zu Lesen. Zudem mochte ich die Dynamik zwischen den Beiden Protagonisten total gerne und ihre ungewöhnliche Situation, die mich am Anfang ziemlich skeptisch gemacht hat, passt unglaublich gut zu ihren jeweiligen Charaktereigenschaften.
Das Buch hatte seine Höhen und Tiefen, die keinesfalls zu gezwungen oder dramatisiert wirkten. Auch an Spannung hat es der Geschichte in keiner Weise gefehlt, denn vor allem das Ende hat dem Buch noch einmal das gewisse Etwas gegeben.

Wo wir schon vom Ende der Geschichte sprechen, dieses ist unheimlich gut gelungen und konnte mich mitreißen und fesseln. Die tragische Szene könnte man eventuell als etwas zu dramatisch empfinden, jedoch hat sie mich sehr berührt und passt gut zu dem restlichen Inhalt des Buches.
Insgesamt hat "Never too Close" meine Erwartungen übertroffen und ich freue mich jetzt schon darauf, in dem nächsten Teil der Reihe vielleicht noch ein bisschen was über die Protagonisten Violette und Loan zu Lesen und Zoé und Jason genauer kennenzulernen.

Fazit:
Eine wunderschöne, außergewöhnliche und vor allem humorvolle Liebesgeschichte, die meine Erwartungen übertroffen hat. Die sehr besonderen und interessanten Charaktere sind mir von Seite zu Seite mehr ans Herz gewachsen und ihre Geschichten konnten mich total berühren.
4.5/5 Sterne