Cover-Bild Der Fall des verschwundenen Lords

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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Der Hörverlag
  • Genre: Kinder & Jugend / Sonstige Kinder- & Jugendbücher
  • Ersterscheinung: 18.03.2019
  • ISBN: 9783844533729
Nancy Springer

Der Fall des verschwundenen Lords

Ein Enola Holmes Krimi
Luisa Wietzorek (Sprecher), Nadine Mannchen (Übersetzer)

Sherlock Holmes bekommt Konkurrenz: Jetzt ermittelt seine genauso schlaue kleine Schwester!

Als Enola, die jüngere Schwester von Sherlock Holmes, entdeckt, dass ihre Mutter verschwunden ist, macht sie sich sofort auf die Suche nach ihr. Sie reist dafür heimlich nach London, aber nichts hätte sie darauf vorbereiten können, was sie hier erwartet: Sie wird in die Entführung eines Lords involviert, muss vor mörderischen Gaunern fliehen und sich gleichzeitig vor ihren beiden scharfsinnigen älteren Brüdern verstecken, die auf der Suche nach ihr sind, um sie in ein Internat zu stecken. Wird sie es zwischen all dem Chaos schaffen, ihre Mutter zu finden, den Lord zu retten und dem Internat zu entkommen?

Gelesen von Luisa Wietzorek.

(4 CD, Laufzeit: 4h 10)

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 4 Regalen.
  • 2 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2019

Die Holmes-Familie wächst

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Enola ist kein gewöhnliches Mädchen, kein Wunder, schließlich ist sie eine Holmes. Obwohl um einiges jünger als Sherlock und Mycroft, hat sie dennoch bereits einen Scharfsinn entwickelt, der dem ein oder ...

Enola ist kein gewöhnliches Mädchen, kein Wunder, schließlich ist sie eine Holmes. Obwohl um einiges jünger als Sherlock und Mycroft, hat sie dennoch bereits einen Scharfsinn entwickelt, der dem ein oder anderen das Fürchten lehren kann. Doch zunächst hat sie ganz andere Probleme, denn just an ihrem Geburtstag verschwindet ihre Mutter, ohne ein Wort oder auch nur den kleinsten Hinweis – denkt Enola. Auf der Suche nach der Wahrheit entdeckt sie immer weitere Indizien und ein unglaublicher Verdacht keimt auf. Währenddessen wollen ihre Brüder sie allerdings in einem Internat unterbringen, was der jungen Holmes ganz und gar nicht gefällt. Auf eigene Faust schlägt sie sich nach London durch und stolpert mehr oder weniger ungewollt in einen brisanten Fall rund um einen verschwundenen Lord…

Die Familie Holmes wächst und wächst, plötzlich zieht Autorin Nancy Springer Enola aus dem Hut, die 14-jährige Schwester der Herren Sherlock und Mycroft. Sie beweist von Anfang an, dass sie absolut nicht auf den Kopf gefallen ist und trotz ihres Alters über ein gewisses Maß an Scharfsinn und Abenteuerlust verfügt. Nichtsdestotrotz merkt man innerhalb einiger Passagen doch ganz deutlich, dass sie in einem Alter ist, das möglicherweise nicht unbedingt geeignet ist, um sich mit den ganz Großen anzulegen. Vielleicht täuscht dieser erste Eindruck aber auch und ist Teil einer ganz besonderen Taktik, denn wirklich schlau wird man aus Enolas Verhalten nicht immer. Trotz Ich-Perspektive bleibt der ein oder andere Gedanke verborgen, so dass nur mit Mutmaßungen und Interpretationen seitens des Hörers gearbeitet werden kann.

Als Enola sich auf die Suche nach ihrer Mutter begibt und gleichzeitig versucht den Fittichen ihrer Brüder zu entkommen, wirkt die Geschichte ein wenig verworren, da sie auf dem Weg plötzlich in einen gänzlicher anderen Fall stolpert, in dem es ebenfalls um eine vermisste Person geht. Dadurch, dass im Grunde nun zwei Handlungsstränge verfolgt werden, scheint keiner von beiden genügend Beachtung finden zu können, so dass an Details gespart wird, wodurch erneut minimale inhaltliche Lücken entstehen. Womöglich wäre es sinnvoller gewesen im ersten Band nur das Verschwinden der Mutter zu thematisieren und entsprechend auszubauen, aber wer weiß was für die nächsten Bände bereits geplant ist.

Allzu viel Spannung will leider vor allem zu Beginn nicht aufkommen, was allerdings hauptsächlich an der Vertonung liegt. Luisa Wietzorek besitzt die richtige Stimme für eine Person wie Enola, zumindest wie man sie sich nach dem Hören vorstellt, dennoch will der Funke nicht so recht überspringen, auch auf Grund der extrem unterschiedlichen Lautstärken, je nachdem welche Figur gerade gesprochen wird. Entsprechend schwierig kommt man in die Geschichte rein, geschweige denn, dass man gefesselt wird. Das geschieht erst relativ spät, als sich die Lage extrem zuspitzt und es so richtig rund geht.

Alles in allem bildet “Der Fall des verschwundenen Lords” einen soliden Reihenauftakt, es ist aber durchaus Potential nach oben vorhanden, vor allem was die Tiefgründigkeit der Charaktere angeht, aber auch die inhaltliche Ausgestaltung des Geschehens..

Veröffentlicht am 10.04.2019

durch und durch eine Holmes

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Enola Holmes steckt in einem Dilemma. Ihre Mutter ist spurlos verschwunden und hat ihr nichts außer zwei nervigen, deutlich älteren Brüdern und einem zerfledderten Heft in Geheimsprache hinterlassen.

Mit ...

Enola Holmes steckt in einem Dilemma. Ihre Mutter ist spurlos verschwunden und hat ihr nichts außer zwei nervigen, deutlich älteren Brüdern und einem zerfledderten Heft in Geheimsprache hinterlassen.

Mit Mycroft und Sherlock ist nicht zu spaßen. Enola soll demnächst eine bessere Erziehung in einem Mädcheninternat genießen, während sich beide auf die Suche nach der verschwundenen Mutter machen. Doch von der fehlt jede Spur und es stellt sich heraus, dass ihre Flucht schon vor langer Zeit geplant war. Als Enola begreift, was es mit dem geheimnisvollen Buch ihrer Mutter auf sich hat, schmiedet sie einen Plan.

Ihre Flucht verschlägt sie nach London. Dieser Moloch will so gar nicht in Enolas Vorstellung dieser wunderschönen Stadt passen und gerät mitten hinein in einen Vermisstenfall.

Inspektor Lestrate ist ratlos auf der Suche nach einem kleinen vermissten Lord und Enola trägt, verkleidet als junge trauernde Witwe, gekonnt ihre Ermittlungsergebnisse bei.

Nichtsahnend für Enola wird aus dem Vermisstenfall eine Entführung und sie selbst steht ganz oben auf der Liste der Kidnapper.

Es kommt wie es kommen muss, doch Enola weiß sich gekonnt zu wehren.

Mit Nancy Springer erleben wir mit Enola Holmes einen spannenden Jugendkrimi, der sich geschickt dem letzten Jahrhundert Londons bedient. Ob Hüftschmeichler, Popolster oder elende Armenhäuser, Springer macht Geschichte dank Enola Holmes wieder lebendig.

Mit viel Witz und einer gehörigen Prise Abenteuer fliehen wir mit Enola Holmes quer durch London. Ihr Einfallsreichtum, ihren feinen Witz und ihren Mut macht Lust auf weitere Geschichten. Als jüngere Schwester des Meisterdetektives Sherlock Holmes und des mysteriösen Myroft Holmes gelingt es Enola spielend, dass man dieses schlaue junge Mädchen in sein Herz schließt.

Gekonnt gelesen von Luisa Wietzorek wird Enola Holmes lebendig. Mit viel Feingefühl und gutem Gespür bin ich gespannt auf die nächste Vertonung.

Veröffentlicht am 28.03.2019

ein unterhaltsamer Krimi für Kinder - als Hörbuchversion qualitativ wenig gelungen

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Der Name der Titelheldin des Kinderbuchs „Der Fall des verschwundenen Lords – Ein Enola Holmes Krimi“ erinnert nicht zufällig an den bekannten britischen Detektiv Sherlock Holmes. Enola ist seine unbekannte ...

Der Name der Titelheldin des Kinderbuchs „Der Fall des verschwundenen Lords – Ein Enola Holmes Krimi“ erinnert nicht zufällig an den bekannten britischen Detektiv Sherlock Holmes. Enola ist seine unbekannte und deutlich jüngere Schwester, die ohne Kontakt zu ihren Brüdern mit ihrer Mutter auf dem Familiengut lebt. An Enolas 14.Geburtstag verschwindet ihre Mutter spurlos, lässt ihrer Tochter lediglich ein Buch über Blumen und ein selbstgestaltetes Büchlein mit Rätselcodes als Geburtstagsgeschenke zurück, die Enola zu raffinierten Geldverstecken führen und zu der Erkenntnis, dass ihre Mutter sich mit Absicht abgesetzt hat, um dem Regiment ihrer Söhne zu entkommen. Wenig später macht Enola sich auf der Suche nach ihrer Mutter auf den Weg in das düstere London des Jahres 1888.

Dabei wird sie per Zufall auf den Fall eines verschwundenen Lords aufmerksam, nach ihren Erfolgen mit den Rätseln ihrer Mutter werden ihre familiären Instinkte als Detektivin geweckt. Sie begibt sich auf die Spurensuche und stellt mit ihrer gewitzten Art selbst Scotland Yard in den Schatten.

Die Altersempfehlung des Buchs liegt bei 12-15 Jahren, aufgrund des Themas und der eher einfach gehaltenen Erzählung halte ich es für 10 bis 14-jährige Leser geeignet, auch wenn einige Begriffe wie Pompadour, Podexpolster oder gar Bordsteinschwalbe vermutlich für Erklärungsbedarf sorgen werden.

Die Ich-Erzählung aus der Sicht Enolas lässt das Buch sehr lebendig wirken und wird von vielen Dialogen gestützt. Da es sich um den ersten Band einer Buchserie handelt, bedarf es in den ersten Kapiteln einiger Erläuterungen zur Einführung der Personen und den Besonderheiten der Zeit, in der die Geschichte spielt. Der Fall um die Entführung des jungen Lords gerät dadurch etwas kurz, in den Folgebänden sollte das etwas anders aussehen.

Es gefällt mir, dass es sich bei der Audio-CD um eine ungekürzte Lesung handelt, so dass bei der Hörversion nichts von der Geschichte verloren geht. Luisa Wietzorek als Sprecherin habe ich allerdings als äußertst anstrengend empfunden. Ihre Stimme passt zu der jungen Hauptfigur, sie neigt jedoch sehr dazu, am Ende der Sätze so leise zu werden, dass die Satzenden verschluckt werden und kaum zu verstehen sind. Insbesondere Enola spricht sie passagenweise unangebracht leise, andere Figuren wesentlich lauter, sodass man ständig genötigt ist, die Lautstärke der CDs nachzustellen.

Inhaltlich ein schönes Buch, ich empfehle eher das gemeinsame Lesen oder Vorlesen mit den Kindern. Für die Geschichte würde ich 4 Sterne geben, für die Sprecherin und das darunter leidende Hörvergnügen ziehe ich einen Stern ab.