Cover-Bild Tödliche Sonate
Teil 1 der Serie "Rom-Krimi-Serie"
9,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Random House Audio
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 08.10.2018
  • ISBN: 9783837143119
Natasha Korsakova

Tödliche Sonate

Ein Fall für Commissario Di Bernardo
Johannes Steck (Sprecher), Frank Arnold (Sprecher), Oliver Brod (Sprecher)

Wer tötete die Grande Dame der klassischen Musik?Ein skandalöser Fall erschüttert Rom: Die mächtige und in den Kreisen der klassischen Musik gefürchtete Musikagentin Cornelia Giordano wurde brutal ermordet. Commissario Di Bernardo, erst kürzlich aus Kalabrien nach Rom versetzt, muss sich in die Welt der Musikagenten, Opernhäuser und musikalischen Wunderkinder begeben und ermitteln. Es scheint, als sei die Giordano alles andere als beliebt gewesen. Und was hat die „Messias“, Antonio Stradivaris legendäre Violine, mit dem Fall zu tun?Johannes Steck leiht seine charismatische Stimme Commissario Di Bernardo und dessen Team. Frank Arnold erzählt die Geschichte zweier Geigen – über die Künstler die auf ihnen spielten und ihre Reise durch die Zeit. Oliver Brod wiederum schlüpft in seinem Part in die Rolle des Mörders. Natasha Korsakova spielt ausgesuchte Stücke auf der Violine.Gemeinsam machen sie Tödliche Sonate zu einem melodischen Hörgenuss.

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Lesejury-Facts

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  • Ritja hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2018

Von Rosen und Krawatten

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Commissario Dionisio di Bernardo will gerade joggen, als er nach Parioli gerufen wird, das schicke Viertel Roms. Die Leiche der Konzertagentin Cornelia Giordano wurde von ihrer Sekretärin Marina Adamová ...

Commissario Dionisio di Bernardo will gerade joggen, als er nach Parioli gerufen wird, das schicke Viertel Roms. Die Leiche der Konzertagentin Cornelia Giordano wurde von ihrer Sekretärin Marina Adamová gefunden, als diese mit dem üblichen Mittagssnack zu ihrer Chefin zurückkehren wollte. Doch wer kann die harte Geschäftsfrau so gehasst haben, dass er sie so zugerichtet hat? Da gibt es etliche Musiker, deren Karrieren Cornelia Giordano scheinbar willkürlich zerstört hatte – und da gibt es ihre Familie, für die doch vermutlich ein Erbe herausspringen dürfte. Während sich der Commissario und seine Kollegen, Ispettore Roberto del Pino, Gerichtsmediziner Dottor Fabio Ricci und Polizeipsychologin Giorgia Magnati, durchwühlen durch schwierige Familienverhältnisse, Erbschaften, Mäzenatentum, Günstlingswirtschaft und fragwürdige „Gefallen“, passiert ein Überfall auf eine der Personen im Dunstkreis der Ermittlungen. Doch kann sich das Opfer wirklich an nichts erinnern? Und wie hängt der anonyme Brief damit zusammen?

Ich war zunehmend begeistert von diesem Krimi und seiner speziellen Darstellungsform. Autorin Natasha Korsakova ist selbst Geigerin – das merkt man sehr positiv in ihrem Erstling. Da sind zum einen die Einschübe mit von ihr gespielter und komponierter Geigenmusik, stets an die jeweilige Stimmung angepasst, die in ihrer Gesamtheit aber auch das Klangpotential des Streichinstruments vermitteln, ohne zu lang zu werden (das hier MUSS man geradezu hören, nicht lesen). Dann gibt es den Wechsel vom Rom des Jahres 2017 in die Vergangenheit; angesetzt wird hier am 12. August 1716 in der Werkstatt von keinem geringeren als Antonio Stradivari. Der Leser kann diesem Pfad aus der Vergangenheit schrittweise über die Jahrzehnte folgen. Außerdem gibt es Sprünge zu einem Ich-Erzähler, der über seinen oder ihren Mord an der Konzertagentin berichtet, weitere Pläne offenbart (schön schaurig, dass ausgerechnet hier die erste Person gewählt wird).

Dazu erfährt man ein wenig aus dem Leben des Commissario (zugezogen, geschieden, ein 17jähriger Sohn, Alberto, der bei der Ex, Monica, lebt), folgt den Ermittlungen durch Rom und in die Tiefen des Musikbusiness und die Kunst der Violinisten, bekommt Hunger bei den diversen Mahlzeiten (del Pino zeichnet für wahre Fressorgien verantwortlich). Man erfährt von di Bernardos Beziehungsfrust, lernt die weiteren Personen langsam mit ihm zusammen kennen – bis er beginnt, das Geflecht zu durchschauen. Währenddessen ist der Täter jedoch auch ihm näher gekommen – die mächtige Managerin war für ihn nur der Auftakt zu der namengebenden „tödlichen Sonate“. Und zu allem beherrscht die Debüt-Autorin auch einen angenehmen Humor mit einer oft trockenen Note.

Das hat mir sehr gut gefallen, ich habe nebenbei noch etwas gelernt über Geigen(spiel) und Stradivari und könnte mir das sehr gut in Serie vorstellen (schließlich will ich noch wissen, wer Camilla für den Commissario war – Schwester? Kollegin? Geliebte?). Ich fand das Hörbuch sehr gut gelesen, auch wenn ich keine drei Sprecher gebraucht hätte (ich bemerkte die Unterschiede nicht unbedingt bei jedem Wechsel, hätte nur zwei Sprecher vermutet...).

Leichte Abzüge, weil ich die Auflösung dann reichlich komplex fand. Dazu wünsche ich mir wie bei fast jedem Hörbuch eine Namensliste - ich habe meine aus der Leseprobe für das gedruckte Buch zusammengesucht.

4, 5 Sterne

Veröffentlicht am 26.10.2018

Der Krimi hat mich leider nicht so richtig gepackt

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Wenn man sich diesem Hörbuch annimmt, sollte man (aus meiner Sicht) zuerst das Booklet lesen. Neben der Vorstellung der Autorin und Musikerin und den Sprechern wird auch über Il Messias etwas geschrieben. ...

Wenn man sich diesem Hörbuch annimmt, sollte man (aus meiner Sicht) zuerst das Booklet lesen. Neben der Vorstellung der Autorin und Musikerin und den Sprechern wird auch über Il Messias etwas geschrieben. Ich fand es ganz hilfreich, da ich mich mit der Geschichte der Violinen nicht auskenne.

Das Hörbuch ist voll mit Wissen und Geschichte rund um die Stradivari Violinen und deren besonderen Status. Fast jeder hat schon einmal von den Summen (im Millionenbereich) gehört, die manche Sammler oder Musiker bereit sind, für eine Stradivari zu zahlen.

Auch in diesem Krimi geht es um die berühmte Stradivari und deren Wert, es geht um Eifersucht und Neid und Missgunst. Es geht um Erfolg und Macht und Abhängigkeit. Di Bernardo hat alle Hände zu tun, aber er macht es leider recht gemächlich.

So interessant die Geschichte war, aber der Krimi darin war recht langatmig und teilweise recht zäh. Durch die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart wurde man immer wieder aus dem Krimi herausgerissen. Ich habe mich phasenweise durch die Geschichte kämpfen müssen, weil man das Gefühl bekam auf der Stelle zu treten. Die Musikstücke, dagegen, fand ich wieder gut und sie lockerten etwas die Geschichte auf.

Für mich war es interessant etwas über die Geigenbauer zu erfahren, aber der Krimi hat mich leider nicht so richtig gepackt und mitgerissen.