Cover-Bild Die Bilder der Frauen

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Themenbereich: Belletristik - Biografischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 21.07.2020
  • ISBN: 9783746636641
Natasha Lester

Die Bilder der Frauen

Roman
Christine Strüh (Übersetzer)

Mit den Augen einer Frau.

Paris, 1942: Die Amerikanerin Jessica May soll als Fotojournalistin für die Vogue über den Krieg berichten, doch die Soldaten akzeptieren keine Frau an ihrer Seite. Erst mit Hilfe der Journalistin Martha Gellhorn und des Offiziers Dan Hallworth gelingt es Jessica, aus ihrem ganz eigenen – nämlich weiblichen – Blickwinkel von der Front zu berichten. Inmitten der Gräuel des Krieges verliebt sie sich in Dan und nimmt sich eines kleinen Waisenmädchens an. Doch dann werden Jess und Dan getrennt, und ihre Liebe droht zu tragisch zu enden.

Ein vielschichtiger Roman nach der authentischen Geschichte der bedeutenden Fotografin Lee Miller

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2020

Brillant

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Jessica May ist eigentlich ein glanzvoller Stern in der Modellbranche, doch ein unmöglicher Auftritt, eingefädelt von ihrem Ex-Lover, sorgt dafür, dass dieser Stern untergeht. Doch Jessica lässt sich nicht ...

Jessica May ist eigentlich ein glanzvoller Stern in der Modellbranche, doch ein unmöglicher Auftritt, eingefädelt von ihrem Ex-Lover, sorgt dafür, dass dieser Stern untergeht. Doch Jessica lässt sich nicht unterkriegen und sattelt um - sie steht fortan hinter der Kamera und sorgt als Fotojournalistin dafür, dass die Menschen die Welt mit ihren Augen betrachten. Aber als Frau in einer Männerdomäne muss sie um Respekt und Anerkennung kämpfen, bevor sie wahrgenommen und als das angesehen wird, was sie ist. Damit sie Fuß fassen kann, greifen ihr Martha Gellhorn, Hemingways Frau, und Offizier Dan Hallworth hilfreich unter die Arme und der Erfolg stellt sich ein. Zwischen Jessica und Dann entwickeln sich zarte Gefühle, doch der Krieg macht auch vor dieser Liebe nicht Halt und es scheint, als würde die Beziehung tragisch enden...

"Die Bilder der Frauen" ist ein brillant geschriebenes Buch über die authentische Geschichte der Fotografin Lee Miller, gibt einen erschreckend lebendigen Einblick in die Zeit des Zweiten Weltkrieges wieder und zeigt, wie Menschen zu Opfern im Krieg werden können, egal auf welcher Seite sie stehen. Das Buch gibt jenen eine Stimme, die versucht haben zu vergessen was passiert ist und lässt so die Gräuel und Schrecken dieser dunklen Tage wieder aufleben. Lester lässt die Schlachtfelder wie mahnende Bilder vor dem Leser entstehen und setzt so in ihrem Buch den Kriegsberichterstatterinnen ein Denkmal, um ihre Arbeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Die Autorin verwebt hier geschickt ihre fulminanten Ideen mit realen Ereignissen, fesselt den Leser an die Seiten und erzählt, was sich damals zugetragen hat. Sie nutzt den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit um aufzuzeigen was geschieht, wenn man den falschen Weg wählt.

Das Buch spielt geschickt mit den Gefühlen des Leser, verlangt von ihm seine ganze Aufmerksamkeit und begeistert mit einer überaus interessanten Handlung, die wendungsreich und faszinierend, erschreckend und mitreißend zugleich ist. Die Welt der Kriegskorrespondenten wird lebendig und prasselt mit all ihren grässlichen Erlebnissen, verheerenden Szenarien und erschütternden Bildern auf den Leser ein.

Ein echtes Highlight 2020, das sich vom ersten bis zum letzten Buchstaben in das Herz des Leser schleicht und dort prägende Spuren hinterlässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.07.2020

"Liebe ist wie Krieg: leicht zu beginnen, aber äußerst schwer zu beenden."(H.L. Mencken)

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1942. Bisher hat Jessica May erfolgreich als Modell gearbeitet und stand für die Vogue vor der Kamera. Doch als ihr Ex-Liebhaber Emile sie in der Branche unmöglich macht, sucht sich Jessica ein neues Tätigkeitsfeld ...

1942. Bisher hat Jessica May erfolgreich als Modell gearbeitet und stand für die Vogue vor der Kamera. Doch als ihr Ex-Liebhaber Emile sie in der Branche unmöglich macht, sucht sich Jessica ein neues Tätigkeitsfeld und lässt sich als Fotojournalistin nach Europa schicken. Schon von Beginn an muss sich Jessica gegen die Männerwelt behaupten, wird nicht nur von den Soldaten als das berühmte Modell identifiziert, sondern man traut ihr auch nicht zu, aussagekräftige mit Fotos versehene Reportagen zu schreiben. Durch die Journalistin und Ehefrau von Ernest Hemingway, Martha Gellhorn und Lieutenant Colonal Dan Hallworth in ihrer Arbeit bestätigt, schafft es Jessica endlich, auch andere von ihren Arbeiten zu überzeugen: ihre Artikel werden gedruckt und finden großen Anklang, auch unter den Soldateneinheiten. Das Verhältnis zwischen Dan und Jessica wird immer enger, auch aufgrund der Zuneigung, die sie für das französische Waisenkind Victorine teilen. Aber dann ist es irgendwann Liebe, die im Verborgenen gehalten und von anderen zerbrochen wird…
Natasha Lester hat mit „Die Bilder der Frauen“ einen sehr unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt, für dessen Hauptprotagonistin nicht nur die berühmte Fotojournalistin Lee Miller als Vorlage diente, sondern den Leser per Zeitreise in die 40er Jahre des Zweiten Weltkriegs zürückversetzt. Der flüssig-farbenfrohe und gefühlvolle Erzählstil projiziert nicht nur erschreckendes Kriegsgeschehen vor dem inneren Auge des Lesers, er lässt ein wahres Kopfkino anlaufen, wobei der Leser sich als Teil der Geschichte empfindet, während er Jessica verfolgt. Lester bedient sich berühmter Namen, um die Arbeits- und Kriegsatmosphäre rund um ihre fiktiven Darsteller glaubwürdig und authentisch abzubilden. Da flaniert Hemingway nebst Gattin Martha Gellhorn durch die Szenerie, auch das Foto in Hitlers Badewanne bildet tatsächlich Lee Miller ab. Dabei scheut Lester sich nicht, neben dem widerlichen Kriegstreiben der Nazis auch die ungeheuerlichen Taten der amerikanischen Soldaten aufs Papier zu bringen. Gleichzeitig macht sie deutlich, wie schwer es damals für Frauen war, beruflich ernst genommen und nicht nur auf ihr Äußerstes reduziert zu werden. Um die Vergangenheit ins Licht zu rücken, hat die Autorin ihr mit der Gegenwart einen Rahmen gegeben, der von der jungen Arthändlerin D’Arcy ausgefüllt wird. Im Zeitenwechsel stellt sich bald heraus, dass die Vergangenheit für die Gegenwart eine ganz bestimmte Rolle spielt, im stetigen Wechsel der Zeiten steigt die Spannung immer weiter in die Höhe, wobei der Leser der Auflösung entgegenfiebert.
Die Charaktere sind liebevoll in Szene gesetzt, wirken mit ihren menschlichen Ecken und Kanten lebendig sowie authentisch und nehmen den Leser schnell in ihre Mitte. Als unsichtbarer Teil der Gruppe fiebert dieser dem Verlauf entgegen und hofft und bangt mit ihnen um einen guten Ausgang. Jessica ist zwar eine Schönheit, doch sie lässt sich nicht auf ihre äußere Hülle reduzieren. Mit Intelligenz, Schlagfertigkeit, aber auch mit Mut, Stärke und Ehrlichkeit gewinnt sie schnell nicht nur das Herz des Lesers, sondern auch das so manchen Soldaten. Dan ist ein freundlicher und gerechter Mann, der die Fürsorge für seine Einheit sehr ernst nimmt. Martha ist eine Frau, die das Herz auf der Zunge trägt. Warren Stone ist ein Widerling erster Güte. Aber auch D’Arcy, Josh, Victorine, Amalie, Bell und viele andere spielen wichtige Rollen in dieser Geschichte.
Mit „Die Bilder der Frauen“ kann Lester sowohl mit einer spannenden Handlung als auch mit akribischer Hintergrundrecherche punkten. Der Leser erlebt während der Lektüre eine wahre Fülle an Bildern im Kopf und kann das Buch kaum aus der Hand leben. Absolute Leseempfehlung für einen von der ersten Seite an fesselnden Roman!

Veröffentlicht am 21.07.2020

Eine Fotografin geht an ihre Grenzen

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Eine Geschichte die unter die Haut geht.
Jessica May ist Modell, doch ein unfreiwilliger Auftritt in einer Werbung für Hygiene Produkte zerstört ihre Karriere. Jess ist aber nicht der Typ der den Kopf ...

Eine Geschichte die unter die Haut geht.
Jessica May ist Modell, doch ein unfreiwilliger Auftritt in einer Werbung für Hygiene Produkte zerstört ihre Karriere. Jess ist aber nicht der Typ der den Kopf in den Sand steckt und so sucht sie eine neue Herausforderung. Jess geht nach Europa, um Kriegsreporterin im zweiten Weltkrieg zu werden.
In Europa hat sie nicht nur mit den schrecklichen Bildern des Krieges zu kämpfen, sondern auch mit der starken Abneigung gegen Frauen beim Militär....

Das Buch schildert eindrucksvoll das Leben der Kriegsreporterin, und das Grauen des Krieges. Jessica May ist Lee Miller nachempfunden, die wirklich als Kriegsreporterin und Fotografin gearbeitet hat. Es ist sehr beeindruckend, wie sie sich immer wieder durchgesetzt hat, und mit wie vielen Vorurteilen sie leben musste.
Nebenher wird eine Geschichte erzählt in der eine junge Australierin sechzig Jahre später auf Fotos von Jessica May stößt. Dieser Erzählstrang lockert die Geschichte auf und man ist immer Mal wieder von den Kriegsbildern abgelenkt.
Insgesamt ein toller Roman, über eine starke Frau und ihre Geschichte

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere