Cover-Bild Vollendet
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8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 21.08.2014
  • ISBN: 9783733500290
Neal Shusterman

Vollendet

Anne Emmert (Übersetzer), Ute Mihr (Übersetzer)

EIN ERSCHÜTTERND REALES ZUKUNFTSSZENARIO

Deine Umwandlung ist garantiert schmerzfrei. Jeder Teil deines Körpers lebt weiter. Sagen sie. Aber wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben im Körper eines anderen … Lebst du dann? Oder bist du tot

Der 16-jährige Connor hat ständig Ärger. Risa lebt in einem überfüllten Waisenhaus. Lev ist das wohlbehütete Kind strenggläubiger Eltern. So unterschiedlich die drei auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind auf der Flucht. Vor einem Staat, in dem Eltern ihre Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren »umwandeln« lassen können …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2020

Jede einzelne Seite ist einfach nur grandios!

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Deine Umwandlung ist garantiert schmerzfrei. Jeder Teil deines Körpers lebt weiter. Sagen Sie. Aber wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem... Lebst du dann, oder bist du tot?

Mein ...

Deine Umwandlung ist garantiert schmerzfrei. Jeder Teil deines Körpers lebt weiter. Sagen Sie. Aber wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem... Lebst du dann, oder bist du tot?

Mein Buch ist die Hardcoverausgabe, die ein anderes Cover hat als die broschierten Ausgaben. Es ist komplett in Silber gehalten, abgesehen vom Titel, der ist in Rot und Großbuchstaben vorne mittig auf dem Buch aufgedruckt. Oben findet sich der Name des Autors. Mir gefallen die alten Cover viel besser als die der broschierten Ausgaben. Leider wurde hier aber der vierte Teil nicht mehr als Hardcover gedruckt, was ich sehr schade finde.

Bei dem Buch „Vollendet“ handelt es sich um den ersten Band einer Tetralogie, es sind bereits alle Bände erschienen. Nur ich bin recht spät dran damit, diese Reihe endlich zu beginnen. Dieses Buch liegt schon eine ganze Weile auf meinem Sub und davor war es noch viel länger auf meiner Wunschliste.

Für mich ist „Vollendet“ das dritte Buch, welches ich von Neal Shusterman lese. Ich kannte seinen Schreibstil also schon vorher und mir fällt dazu nur ein Wort ein – grandios! Er schafft es mit seinen Büchern immer wieder, dass ich mir ganz genau vorstellen kann, dass genau das Szenario, das er beschreibt, in ein paar Jahren eintreffen könnte. Sein Schreibstil ist dabei sehr gut zu lesen und wenn ich einmal angefangen habe, kann ich nicht mehr aufhören zu lesen.

Bereits zu Beginn des Buches bleibt nicht viel Zeit, um langsam in die Geschichte zu kommen, denn ein Ereignis jagt das nächste. Bumm, bumm, bumm. Die Charaktere kommen nicht zum durchatmen und genauso wenig der Leser.

Jeder einzelne Charakter, den der Autor in seinem Buch auftauchen lässt, bringt eine Geschichte mit. Jeder ist auf seine Art interessant, liebenswert oder löst eher gegenteilige Gefühle in mir als Leser aus. Doch genau das macht die Geschichte auch aus.

Ich habe festgestellt, dass das Thema eigentlich gerade nicht passender sein könnte. Hat doch der Bundestag diese Woche beschlossen, dass nicht jeder Bundesbürger automatisch Organspender ist, sondern dass eine ausdrückliche Zustimmung gegeben werden muss. Und in „Vollendet“ lese ich, dass damals zu wenige Organspender waren und dass aber so viel gebraucht worden ist und so erst die Idee der Umwandlung aufkam. Irgendwie gruslig, wenn man darüber nachdenkt, oder?

Dieser erste Band war für mich von der ersten bis zur letzten Seite ein absolutes Highlight. Ich war mehr als einmal geschockt und gleichzeitig fasziniert, was für eine Welt der Autor hier erschaffen hat. Das Buch endet nicht mit einem Cliffhanger, trotzdem kann ich es kaum erwarten, weiter zu lesen.

Ich spreche hier eine klare Leseempfehlung aus für jeden, der Dystopien mag. Für mich ist dieses Buch schon jetzt ein absolutes Jahreshighlight und bekommt voll verdiente 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.11.2019

Überraschend gut

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Dystopien sind für mich immer wie ein Überraschungsei: Man weiß nie, was drin steckt und manchmal wird man auch enttäuscht. Da ich allgemein dem Genre sehr skeptisch gegenüberstehe, fiel es mir zunächst ...

Dystopien sind für mich immer wie ein Überraschungsei: Man weiß nie, was drin steckt und manchmal wird man auch enttäuscht. Da ich allgemein dem Genre sehr skeptisch gegenüberstehe, fiel es mir zunächst schwer, mich auf dieses Buch einzulassen, allerdings verschwand dies immer mehr, je mehr ich über die Handlung und die Charaktere erfahren habe.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte liest sich spannend und flüssig. Trotz der Thematik wird die Geschichte nicht allzu dramatisch erzählt, vielmehr informiert sie stellenweise über das Thema Organspende, zum anderen beschreibt die Geschichte das Leben der Menschen, die darunter leiden müssen, dass der Staat seine Machtspielchen an ihnen auslässt. Neal Shusterman hat ein großes Talent, seine Leser an sich zu binden, nur selten konnte ich das Buch aus den Händen legen.

Gelungen sind auch die Charaktere, die mir zum Großteil sehr sympathisch waren. Connor, Risa und Lev sind alles andere als glücklich und müssen sich täglich mit Dingen befassen, die für andere Jugendliche relativ fremd sind. Connor gerät ständig in Situationen, in denen es zu Ärger kommt, Risa ist eine talentierte Musikerin und lebt in einem Waisenhaus und Lev muss sich mit strenggläubigen Eltern herumschlagen, die das Leben nicht unbedingt angenehm gestalten. Die drei Jugendlichen sind sehr unterschiedlich und haben keinerlei Gemeinsamkeiten, allerdings sind sie auf der Flucht, weil sie nicht in die Fänge des Organhandels geraten möchten. Trotz ihrer Lebensumstände haben sie nur einen Wunsch: Sie wollen leben! Ich konnte mit ihnen mitfühlen, konnte ihre Gedanken, Ängste und Argumente verstehen und man wünscht ihnen einfach ein besseres Leben, um auch einmal auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen. Obwohl jeder Charakter seine Macken hat und ich nicht direkt mit ihnen warm wurde, sind sie doch am Ende allesamt sehr sympathisch. Vor allem Risa ist eine Protagonistin, die man einfach ins Herz schließen muss. Alle Drei entwickeln sich während der Flucht gut, sie werden quasi erwachsen und können sich und das Leben anderer besser einschätzen und handeln nicht mehr nur aus dem Bauch heraus.
Die Flucht selbst ist relativ spektakulär geschrieben und hat mir so manchen Gänsehautmoment beschert.

Das Thema Organspende ist mit Sicherheit nicht neu, allerdings immer wieder interessant. Vor allem die Darstellung, dass man durch seine Organe in anderen Menschen weiterleben soll, ist interessant. Man versucht ein ernstes Thema, bei dem es um Leben und Tod geht, schön zu reden, indem man den Jugendlichen vermittelt, dass sie mit ihrer Spende und ihrem Tod etwas Wunderbares erreicht.
Gleichzeitig wird aber auch ordentlich aussortiert. Problemkinder, die entweder schlechte Noten haben, Streitereien erzeugen oder keine Eltern mehr haben, werden durch die Organspende ausgesucht. Für mich als Leserin ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar. Der Staat, der seine Einwohner mit dieser Methode mehr oder weniger bestraft, findet diese Vorgehensweise jedoch vollkommen okay.
Auch das heikle Thema Abtreibung wird in diesem Buch besprochen. Gleich zwei solcher Themen in einem Jugendbuch ist vom Autor sehr mutig, aber trotz mancher Zweifel sehr gut gelungen. Das Buch ist dadurch nicht nur ein einziger Fingerzeig, sondern auch informativ und dem Leser wird die Chance gegeben, sich selbst seine Gedanken zu machen.

Die Covergestaltung ist kaum der Rede wert. Das Cover ist sehr schlicht, leicht silbrig und der Titel springt direkt ins Auge. Allerdings ist bei dieser Geschichte auch kein großes Cover nötig, denn die Geschichte überzeugt einfach ohne kitschige Bilder. Die Kurzbeschreibung liest sich spannend und hat sofort mein Interesse geweckt.

Insgesamt ist "Vollendet" ein Buch, dass Dank der Thematik zum Nachdenken anregt und einen so schnell nicht wieder loslässt. Endlich mal wieder eine Dystopie, die mich überzeugen konnte. Empfehlenswert.

Veröffentlicht am 29.04.2019

Erschreckende Dystopie

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Inhalt
Eine Welt, in der man seine Kinder zwischen 13 und 18 Jahren rückwirkend abtreiben kann, wenn man nicht mehr mit ihnen zurechtkommt. 99,4% dieses Körpers wird wiederverwendet und Leuten gegeben, ...

Inhalt
Eine Welt, in der man seine Kinder zwischen 13 und 18 Jahren rückwirkend abtreiben kann, wenn man nicht mehr mit ihnen zurechtkommt. 99,4% dieses Körpers wird wiederverwendet und Leuten gegeben, die es nötig haben oder genügend Geld besitzen um sich neue, stärke Organe oder Körperteile zu kaufen.
Connor ist ein 16-jähriger Rebell und hat es sich endgültig mit seinen Eltern verscherzt, die 15-jährige Risa lebt in einem städtischen Waisenhaus und muss nun Platz für die Neuankömmlinge machen und der 13-jährige Lev ist ein Zehntopfer und weiß schon seit vielen Jahren, was ihm bevorsteht. Drei junge Menschen, die sich das Schicksal der Umwandlung teilen.

Kritik
Von diesem Buch hatte ich die ganze Zeit über nichts mitbekommen. Es war eher zufällig, dass ich es mir ausgeliehen und gelesen habe und ich bin wirklich überaus glücklich darüber, dass ich es getan habe, denn sonst wäre mir wirklich etwas entgangen. Bei „Vollendet“ handelt es sich um ein Buch, welches einen auch nach der letzten Seite noch lange nicht loslassen wird. Die Thematik ist einzigartig, schockierend, grausam und auf eine gewisse Art und Weise auch höchst interessant und ansprechend. Was Neal Shusterman mit diesem Roman geschaffen hat fasziniert und bewegt mich sehr.
Das Besondere an diesem Buch ist es, dass jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen geschrieben ist, doch niemals in der ersten Person. Die meiste Zeit über führen uns die drei Hauptcharaktere Connor, Risa und Lev durch die Handlung. Doch auch andere, eher zweitrangige Charaktere steuern ihren Teil in einigen Kapiteln bei und treiben somit die Handlung um ein weiteres Stück voran, da man einen tiefen Einblick in die Gedankengänge von ihnen allen bekommt.
Doch um genauer auf die Protagonisten einzugehen: Connor ist ein willensstarker, mutiger junge Mann, dem das Recht zu leben von Jetzt auf Gleich entzogen werden soll. Dieses Recht möchte er sich aber auf keinen Fall von irgendwem nehmen lassen und somit flüchtet er, um seiner Umwandlung zu entgehen. Auf diesem Wege lernt er das Waisenkind Risa kennen, welches umgewandelt werden soll, um Platz im Heim freizumachen. Ihr Leben lang hat sie von einer Karriere als Pianistin geträumt, doch dieser zerplatzt in jenem Moment, in dem man ihr von ihrem Schicksal erzählt. Gemeinsam mit Connor nehmen sie Lev als eine Art Geisel. Er hat sich schon früh auf sein Schicksal einstellen können und für ihn ist es eine Ehre geopfert zu werden und in vielen anderen Menschen seinen Platz zu finden.
Während ihrer Flucht durchleben die Drei eine einzigartige Wandlung. Sie werden stärker, aufgeschlossener und würden bis zum bitteren Ende gegen eine Umwandlung kämpfen. Ich kann mir nicht ausmalen, was ich in einer solchen Situation tun würde und ob ich den Mut hätte vor meinem Schicksal davonzulaufen. Sie wissen, dass wenn sie entdeckt werden, würde das ihr Ende sein, doch akzeptieren können sie es nicht. Selbst das Zehntopfer Lev erkennt irgendwann, dass er sein Leben gerne in vollen Zügen genießen und auskosten möchte.
Das gemeinsame Schicksal verbindet die Jugendlichen und sie wachsen einander sehr ans Herz. Sie können niemandem trauen und sind auf sich alleine gestellt, doch ihre Freundschaft verbindet sie so sehr miteinander, dass sie sich sicher sind, dass sie überleben werden.

Lange hat mich kein Buch mehr so mitgenommen. Jeder einzelne Charakter macht einen Gesamtteil der Geschichte aus und ich kann mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn eine fehlen würde. Sie ergänzen sich alle so gut, dass sie ein perfektes Trio ergeben.
Oftmals wird die Prozedur des Umwandelns leicht angeschnitten, doch niemand weiß wirklich, was genau mit einem passiert. Doch im Laufe der Geschichte bekommt der Leser immer mehr Informationen, die das Schicksal der Jugendlichen nur noch grausamer erscheinen lässt. Die Welt in der Connor, Risa und Lev leben, ist eine sehr grausame und man hofft beim Lesen inständig, dass es bei uns niemals wirklich soweit kommt.
Die Kinder sind alle sehr reif, da sie dem Tod förmlich ins Auge sehen und dementsprechend stellen sie sich Fragen, die man sich für gewöhnlich nicht zwischen 13 und 18 Jahren stellt. Sie philosophieren darüber, ob es wirklich so etwas wie eine menschliche Seele gibt, die einen großen eines jeden Menschen ausmacht, sie überlegen sich, was sie im Leben wohl alles falsch gemacht haben, sodass man sie nicht mehr um sich haben möchte und besonders häufig wird die Frage vom Klappentext aufgeworfen: Wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem… lebst du dann, oder bist du tot? Eine berechtigte Frage, auf die es allerdings keine konkrete Antwort geben kann. Niemand weiß, was nach der Umwandlung geschieht und es ist ein unumkehrbares Prozedere.

Auch ich habe mir im Nachhinein viele Gedanken über die oben genannten Fragen gemacht, welche mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Wie grausam können Eltern sein, ihren Kindern so etwas Schreckliches anzutun? Jeder Mensch sollte das Recht darauf haben zu leben und man sollte sich dieses Recht keinesfalls nehmen lassen, um nichts in der Welt.
Neal Shusterman hat mich mit „Vollendet“ mitten ins Herz getroffen und mir wunderbare Lesemomente beschert. Für mich eine der besten Dystopien, die ich jemals gelesen habe. Man könnte dieses Buch als in sich geschlossen betrachten, doch nun erscheint auf Englisch nach einer fünfjährigen Pause der zweite Band „Unwholly“ und ich hoffe wirklich sehr, dass die deutsche Übersetzung nicht allzu lange auf sich warten lässt, denn ich möchte noch viel mehr über die Umwandlung und die Umstände, unter denen diese eingeführt wurde, erfahren.

Fazit
Eine sagenhafte Dystopie, die einen bei jeder gelesenen Seite zum Nachdenken anregt. Neal Shusterman weiß scheinbar, wie man es schafft, seine Leser in den Bann zu ziehen und ihnen eine schockierende Zukunftsvision zu präsentieren, die es hoffentlich in einer solchen Form niemals und nirgends auf der Welt geben wird.
Düster, packend, erschreckend - Nicht nur für Fans des Genres ein Muss, sondern für absolut Jedermann!

Veröffentlicht am 11.01.2019

Eine andere, schockierende Welt

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Schwierige Kinder können bis zu ihrem 16. Lebensjahr von ihren Eltern zur Umwandlung freigegeben werden. Ihnen wird gesagt, sie leben weiter, aber in Wahrheit werden ihre Organe und alle Körperteile auseinander ...

Schwierige Kinder können bis zu ihrem 16. Lebensjahr von ihren Eltern zur Umwandlung freigegeben werden. Ihnen wird gesagt, sie leben weiter, aber in Wahrheit werden ihre Organe und alle Körperteile auseinander genommen und anderen Menschen eingesetzt, bis vom Original nichts mehr übrig ist.
Connor findet heraus, dass auch er umgewandelt werden soll, also flüchtet er. Unterwegs trifft er andere Kinder in der gleichen Situation und schließt sich mit Risa zusammen. Beide sind 2 sehr starke Persönlichkeiten, die nun auf sich gestellt sind, obwohl sie einfach nur weiterleben wollen. Doch der Staat ist gegen sie...
„Vollendet“ ist ein sehr bewegender Roman. An vielen Stellen klang die Idee der Umwandlung gar nicht so unrealistisch und ging mir beim Lesen sehr nah. Der Gedanke, dass durch Organspenden mehr Menschen gerettet werden können, gefällt mir, da ich sehr für Organspenden bin. Gleichzeitig ist die Vorstellung, dass Menschen gegen ihren Willen regelrecht ausgeschlachtet werden, sehr verstörend.
Die Figuren des Romans sind stark, sympathisch und authentisch. Ich habe mit Ihnen gelitten und fand die Geschichte insgesamt gar nicht so unrealistisch wie erwartet. Ich würde sehr gerne mehr davon lesen.

Veröffentlicht am 09.09.2018

Schockierend

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Ich habe den ersten Teil der "Vollendet" Reihe nach Jahren mal wieder in der Neuauflage des Fischer Verlags gelesen. Ich konnte mich noch dunkel an die Geschehnisse erinnern und war gespannt ob mich die ...

Ich habe den ersten Teil der "Vollendet" Reihe nach Jahren mal wieder in der Neuauflage des Fischer Verlags gelesen. Ich konnte mich noch dunkel an die Geschehnisse erinnern und war gespannt ob mich die Geschichte auch wieder so flashen würde.
OMG das hat sie und wie sie das hat. Neal Shusterman schockt mich auch diesmal. Bohhhh allein die Vorstellung der "Umwandlung" jagt mir Schauer über den Rücken. Geschickt spielt der Autor hier mit meiner eigenen Vorstellungskraft. Der Weltenentwurf ist sehr schockierend und dennoch wirkt er erschreckend realistisch.
Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Connor, welcher ein Alphatier ist und öfters in Schwierigkeiten gerät, Risa, einem Mündel des Staates, für die kein Platz mehr im Heim ist und Lev, einem Zehntopfer.
Die Drei könnten unterschiedlicher nicht sein. Connor wirkt anfangs aufbrausend, roh und grob. Risa ist zunächst unnahbar, unsicher und genervt. Lev hingegen freut sich auf seine Umwandlung, denn er wurde sein ganzes Leben darauf vorbereitet, dass er ein Zehntopfer ist.
Alle drei Charaktere machen im Laufe der Geschichte eine große Wandlung durch. Besonders Connor wächst dabei über sich hinaus und wurde am Ende richtig sympathisch.
Die Story war von Anfang bis zum fulminanten Schluss richtig spannend und fesselnd. Immer wieder baut der Autor Schocker ein, die noch lange nachwirken. Besonders eine Szene im Ernte Camp ist mir im Gedächtnis geblieben. Auch jetzt versuche ich das Gelesene noch verarbeiten.
Klar möchte ich weiter lesen. Unbedingt. Am liebsten jetzt sofort.

Mein Fazit

"Vollendet- Die Flucht" ist ein grandioser dystopischer Reihenauftakt. Ein Schocker jagt den Nächsten. Die Story klingt noch lange nach und ist stellenweise sehr schwer zu verarbeiten.