Cover-Bild Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.

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30,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 864
  • Ersterscheinung: 10.12.2018
  • ISBN: 9783442314904
Neal Stephenson, Nicole Galland

Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.

Roman
Juliane Gräbener-Müller (Übersetzer)

D.O.D.O. – das Department of Diachronic Operations – ist eine Geheimorganisation der amerikanischen Regierung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, mittels Zeitreise die Magie in unsere Welt zurückzuholen. Denn selbst wenn Zauberei in der Gegenwart nur noch Stoff für Märchen und Mythen sein mag, so war sie doch real, bis sie im Jahr 1851 durch ein schicksalhaftes Ereignis für immer verschwand. Tatsächlich gelingt es, in die Vergangenheit zu reisen. Doch es ist ein riskantes Unterfangen mit ungewissem Ausgang, da niemand zu sagen vermag, welche Zukunft die Zeitreisenden bei ihrer Rückkehr erwarten wird …

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 10 Regalen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2019

Dranbleiben, lesen, Spaß haben!

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Allgemeines:

Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O. ist am 10. Dezember 2018 bei Goldmann erschienen. Es handelt sich um ein gebundenes Buch von schwerem Format: 864 Seiten haben die beiden Autoren Neal Stephenson ...

Allgemeines:

Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O. ist am 10. Dezember 2018 bei Goldmann erschienen. Es handelt sich um ein gebundenes Buch von schwerem Format: 864 Seiten haben die beiden Autoren Neal Stephenson und Nicole Galland für ihre Leser geschrieben. Aus dem Amerikanischen wurde der Roman von Juliane Gräbener-Müller übersetzt.

Wenn ich den Roman einem Genre zuordnen sollte, wäre es am ehesten die Fantasy. Mir persönlich ist D.O.D.O. in der Buchhandlung durch sein Cover aufgefallen. Irgendwie ein Hingucker, oder?

Inhalt:

„D.O.D.O. – das Department of Diachronic Operations – ist eine Geheimorganisation der amerikanischen Regierung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, mittels Zeitreise die Magie in unsere Welt zurückzuholen. Denn selbst wenn Zauberei in der Gegenwart nur noch Stoff für Märchen und Mythen sein mag, so war sie doch real, bis sie im Jahr 1851 durch ein schicksalhaftes Ereignis für immer verschwand. Tatsächlich gelingt es, in die Vergangenheit zu reisen. Doch es ist ein riskantes Unterfangen mit ungewissem Ausgang, da niemand zu sagen vermag, welche Zukunft die Zeitreisenden bei ihrer Rückkehr erwarten wird …“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung:

„Ich heiße Melisande Stokes, und das ist meine Geschichte. Ich schreibe sie im Juli 1851 (christlicher Zeitrechnung oder – machen wir uns nichts vor – Anno Domini) im Gastzimmer eines bürgerlichen Hauses in Kensingtion, London, England. Eigentlich gehöre ich aber weder an diesen Ort noch in diese Zeit.“ (S. 13)

Zu Beginn der Lektüre gibt es eine Anmerkung der Autoren, dass sich im hinteren Teil des Buches ein Personenverzeichnis und ein Glossar befinden. Mit Sicherheit haben viele Leser von D.O.D.O. diese beiden Verzeichnisse arg nötig. Leider wird aber auch direkt der Hinweis gegeben, dass die Listen viele Spoiler enthalten. Aus diesem Grund habe ich sie während des Lesens nicht genutzt. Und ja, sie enthalten Spoiler. Aber vor allem das Glossar empfehle ich mit fortschreitender Handlung doch einmal anzusehen…

Nun aber die alles entscheidende Frage: Was ist D.O.D.O. für ein Roman?

Eine Erzählung. Melisande Stokes erzählt den Lesern die Geschichte vom Aufstieg und Fall des D.O.D.O. – und das von Anfang an. Mit fortschreitender Handlung wird die Geschichte ihrer Diachronik immer komplexer und erfordert sehr aufmerksame Leser. Wenn man nicht aufpasst (und das Glossar nicht nutzt), fragt man sich sonst irgendwann mit Sicherheit, was zur Hölle eine MUON ist, die jemandem zu einem BZO schickt, welche Rolle dabei der DO spielt und warum es eigentlich die WAFADEUNARDOT gibt. RUELPS ist vielleicht auch mit von der Partie. Tatsächlich ist es mir relativ leicht gefallen, die unzähligen Abkürzungen auseinanderzuhalten. Mir gefällt eine hohe Komplexität und ein gewisses Maß an Eigenleistung bei einer Lektüre eines Buches aber auch sehr. Da muss jeder für sich den richtigen Weg finden. Insgesamt schränkt die Komplexität mit Sicherheit aber auch den Kreis der potentiellen Leser ein. Wer sich nur berieseln lassen will, hat mit D.O.D.O. nicht das richtige Buch in der Hand.

Melisandes Erzählungen innerhalb der Diachronik werden angenehm von diversen Protokollen, Tagebucheinträgen und Briefen unterbrochen. Manchmal tauchen auch Chatverläufe oder andere Dinge auf. Mir hat dieser Aufbau gut gefallen. Erfahren wir so geschickt aus verschiedenen Perspektiven alles, was wir wissen müssen, um die Situation rund um die ODEK einschätzen zu können. Obwohl es einen solchen Aufbau gibt, sind die Protagonisten mitnichten platt oder eindimensional entworfen. Vor allem Melisande, Tristan und Erszebet haben es mir angetan. Aber auch die Odas und der ein oder andere Nebencharakter waren für mich positiv herausstechend. Alles in allem stehen auch die Charaktere in ihrer Komplexität der Geschichte in nichts nach. So werden schnell viele unterschiedliche Handlungsebenen gebildet, die so rasant wachsen, wie das D.O.D.O. aufsteigt.

Anders als man es bei vielen anderen Büchern bemerkt, wird der Lesefluss nicht dadurch gestört, dass an D.O.D.O. zwei Autoren geschrieben haben. Um genau zu sein, ist es mir beim Lesen gar nicht aufgefallen. Obwohl das brisante Thema des Zeitreisens eine allumfassende Rolle in D.O.D.O. spielt, gelingt es den Autoren, die Details der Geschichte im Blick zu behalten. Zeitreisen haben es so an sich, dass sie den Protagonisten irgendwann um die Ohren fliegen. Zu sensibel ist die Thematik, zu einfach ist es, im Umgang mit historischen Ereignissen Fehler zu machen. Auch das ist den beiden Autoren gut gelungen. Manchem mögen einige Details zu detailliert erscheinen. Ja, ihr solltet nicht zu müde sein und den Roman nicht über mehrere Wochen hinweg lesen. Wenn ihr dranbleibt, schafft ihr es in ein paar Tagen und verliert auch nicht den Überblick. Nein, dann habt ihr mit D.O.D.O. einen wahrhaftigen Schmöker in Händen, der es ins sich hat. Viel Spaß damit!

Fazit:

Obwohl es bereits genauso in den letzten Sätzen meiner Rezension steht: Dranbleiben, lesen, Spaß haben! Und wer weiß… vielleicht lesen wir ja irgendwann einen zweiten Band?