Cover-Bild Sommer der Wahrheit

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11,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 03.08.2020
  • ISBN: 9783548062518
Nele Neuhaus

Sommer der Wahrheit

Roman
Wenn ein Sommer dein ganzes Leben verändert

Nebraska, Anfang der neunziger Jahre: Sheridan Grant lebt mit ihrer Adoptivfamilie auf einer Farm inmitten von Maisfeldern. Die Eintönigkeit des Farmlebens und das strenge Regime ihrer Adoptivmutter machen Sheridan das Leben schwer, doch zum Glück gibt es Tante Isabella und die Musik, die Sheridan über alles liebt. Der Farmarbeiter Danny, der Rodeoreiter Nick und der Künstler Christopher machen ihr den Hof, und sie stößt auf die Tagebücher der geheimnisvollen Carolyn, die vor vielen Jahren spurlos verschwand. Das Leben ist plötzlich aufregend, bis in einer Halloween-Nacht etwas Furchtbares passiert. Nun erweist sich, wem Sheridan wirklich vertrauen kann ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2020

Für die Gefühlswelt fast zu viel

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Im Nebraska der 90er-Jahre lebt Sheridan Grant mit ihrer Familie auf einer Farm. Dort hat sie es nicht leicht, denn ihre Adoptivmutter lässt kein gutes Haar an ihr. Haltlos lässt sie sich auf verschiedene ...

Im Nebraska der 90er-Jahre lebt Sheridan Grant mit ihrer Familie auf einer Farm. Dort hat sie es nicht leicht, denn ihre Adoptivmutter lässt kein gutes Haar an ihr. Haltlos lässt sie sich auf verschiedene Männer ein und stolpert durch ihr Leben. Bis eines Tages in einer Halloween-Nacht entscheidende Weichen gestellt werden.

Durch das ansprechende Cover bin ich auf diesen Roman aufmerksam geworden. Ich habe erst später bemerkt, dass er aus der Feder von Nele Neuhaus stammt. Und das hat mich dann erst recht neugierig gemacht.

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt diesen ersten Teil der Sheridan-Grant-Reihe zu lesen, die Autorin schreibt wunderbar, ließ mit Leichtigkeit Bilder in meiner Fantasie entstehen. Obwohl diese Bilder nicht gerade oft vor Harmonie strotzten, denn der Lebensweg der Protagonistin war ganz schön steinig und hat mich emotional ziemlich mitgenommen. Nele Neuhaus konnte die nie enden wollenden Erniedrigungen Sheridans und deren Haltlosigkeit in dieser verstaubten Familie wahnsinnig gut transportieren. Vor allem ihre ersten Erfahrungen in Sachen Sexualität fand ich etwas verstörend, man beachte das Alter. Trotz allem wurde Sheridan mit all ihren Facetten dargestellt, schonungslos. Es hatte etwas kraftvolles, diese Naivität, Traurigkeit, Scheu, und noch so viel mehr – fokussiert auf dieses Mädchen.

„Der Sommer der Wahrheit“ ist herausfordernd, aber toll geschrieben. Auf jeden Fall darf man nicht den Fehler machen, dieses Buch mit einem Krimi der Autorin zu vergleichen. Ein eindrucksvoller Auftakt einer Roman-Trilogie.

  • Cover
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Veröffentlicht am 27.06.2020

Ihre Taunuskrimis haben mir besser gefallen

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Fairfield in Nebraska, 1994
Die 15-jährige Sheridan Grant, innerhalb einer großen Farmer-Familie aufwachsend, beginnt diesen Sommer mit Aufmüpfigkeit und Rebellion gegen ihre Adoptivmutter Rachel und das ...

Fairfield in Nebraska, 1994
Die 15-jährige Sheridan Grant, innerhalb einer großen Farmer-Familie aufwachsend, beginnt diesen Sommer mit Aufmüpfigkeit und Rebellion gegen ihre Adoptivmutter Rachel und das hinterwäldlerische Leben auf der Farm.

Sie wird von ihrer Adoptivmutter terrorisiert und mit Beschimpfungen und Arbeitsaufträgen überhäuft. Einzig bei ihrer Tante Isabella kann sie sich zu Gesprächen und zum Lesen zurückziehen.

Nach zahlreichen sexuellen Erfahrungen wendet sie sich der Suche nach ihrer Identität und ihrer leiblichen Mutter zu.

Dabei macht sie erstaunliche Entdeckungen.



Ich habe den flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil von Frau Neuhaus in den Taunuskrimis immer bewundert und genossen. Dieser leichte Schreibstil hat mich dieses Buch überhaupt zu Ende lesen lassen. Die Geschichte fand ich mühsam und unrealistisch. Mir ist zwar immer klar, dass ich fiktive Belletristik lese, aber irgendwie muss es für mich noch glaubhaft sein.

Was diesem Mädchen in knapp zwei Jahren widerfährt, ist in dieser Häufung unglaubwürdig.

Nicht nur, dass Sheridan bezüglich ihrer leiblichen Eltern belogen wird, sie wird von ihrer Adoptivmutter gehasst, sie wird von ihrem Bruder fast vergewaltigt, sie wird von einem Polizisten vergewaltigt und geschwängert, sie wird von all ihren Bezugspersonen verlassen, sie wird verführt und abhängig gemacht, sie kann mit 15 Jahren komponieren, singen und einer großen Bühne performen……….

Das ist einfach zu viel.
Die nächsten Teile der Geschichte werde ich mir nicht mehr antun.

  • Cover
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Veröffentlicht am 23.06.2020

Ein Sommer in Willow Creek und alles verändert sich

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Meine Meinung


Nele Neuhaus entführt uns mit Ihrem Roman Sommer der Wahrheit nach Nebraska auf die Willow Creek Farm der Familie Grant. Dort lernen wir vor allem Sheridan kennen. Ihr Leben auf der Farm, ...

Meine Meinung


Nele Neuhaus entführt uns mit Ihrem Roman Sommer der Wahrheit nach Nebraska auf die Willow Creek Farm der Familie Grant. Dort lernen wir vor allem Sheridan kennen. Ihr Leben auf der Farm, die schikanen Ihrer Adoptivmutter, das enge Verhältnis zu Ihrem Adoptivvater und die verschiedenen Verhältnisse zu Ihrem Brüdern. Wir erleben Sheridan in all ihren Facetten.

Sheridan die auf der Jagd nach der Liebe ist, die immer wieder enttäuscht wird. Sheridan die von Ihrer Mutter als Dienstmagd missbraucht und immer wieder erniedrigt und gedemütigt wird. Sheridans liebe zur Musik und zu Büchern. Sheridans Sehnsucht nach Freiheit. Sheridans Erlebnis bei der Party Ihres Bruders oder auch der Vorfall in der Halloween Nacht. Sheridans Abtreibung und wie sie fast verblutet und Sheridan die all das meist für sich behält um Ihren Vater nicht zu enttäuschen.

Ich kann persönlich keinen genauen Punkt des Buches nennen, der mir am besten gefallen hat, denn das hat mir irgendwie alles sehr gut gefallen. Ich mochte die starke Sheridan, die sich gegen Ihre Mutter auflehnt, wobei diese das auch mehr als verdient hat. Ich mag die schüchterne Sheridan und die traurige Sheridan. Ich mochte es sehr, dass sie nicht aufgibt, egal was in ihrem Leben so passiert. Und passiert ist ihr weiß Gott sehr viel und vor allem viel schlimmes. Ich hatte oft Mitleid mit ihr und doch wusste ich, dass sie es schafft. Sheridan begibt sich trotz des Lebens um sie herum auf die Spuren ihrer Vergangenheit, denn wer ihre Mutter weiß sie nicht, noch nicht. Auch die Suche nach der Liebe begleitet Sheridan unermüdlich und sie scheint immer an die falschen Menschen zu geraten.

Man spürt beim lesen förmlich die Gefühlswelt von Sheridan und den anderen Protagonisten. Nur bei der Mutter und beim Lieblingssohn der Mutter, will man nicht mitfühlen. Solch ein ekelerregendes Gespann und die Wertvorstellungen so veraltet, dass man die beiden am liebsten mit Mistgabeln von der Farm verjagen will. Und immer wieder hoffe ich, dass das ganze auffliegt und die beiden Unmenschen Ihr blaues Wunder erleben. Sosehr die beiden mich auf aufregten umso mehr freute ich mich, dass Sheridan am Ende des Buches einfach alles über Bord schmeißt. Sie weiß dass sie gehen wird und somit nichts mehr zu verlieren hat.

Gut gefallen hat mir auch der Schreibstil von Nele Neuhaus, dennoch muss ich gestehen, dass man einige Stellen für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen hat. Das hätte auch etwas kürzer sein dürfen. Alles in allem fand ich den Roman jedoch ganz gut, sodass ich mich auch auf den zweiten Teil sehr freue. Natürlich möchte ich in erstes Linie erfahren was Sheridan so weiteres erlebt und ob sie das Glück und die Liebe in Ihrem Leben finden wird.

Sommer der Wahrheit (Band Eins der Sheridan Grant Reihe) erschien am 03.08.2020 mit 512 Seiten im Ullstein Taschenbuch Verlag.

Fazit

Ein Roman der dich fesselt und der dich auf die traurigen Familiengeheimnisse neugierig macht. Ein Buch das man nur schwer aus der Hand legt, so sehr überzeugt Sheridan als Hauptfigur. Absolut toll wenn man in andere Welten entfliehen möchte.

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Veröffentlicht am 12.06.2020

spannend und ergreifend

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Handlung:
Sheridan Grant lebt Anfang der 90er Jahre mit ihrer Adoptivfamilie auf einer abgelegenen Farm inmitten von Maisfeldern in Nebraska. Ihre von Hass erfüllte Adoptivmutter macht Sheridan mit ihrem ...

Handlung:
Sheridan Grant lebt Anfang der 90er Jahre mit ihrer Adoptivfamilie auf einer abgelegenen Farm inmitten von Maisfeldern in Nebraska. Ihre von Hass erfüllte Adoptivmutter macht Sheridan mit ihrem strengen Regime das Leben zur Hölle, doch zum Glück gibt es Tante Isabella und die Musik, wohin sich Sheridan zwischendurch immer wieder zurückziehen kann. Als sie dann Tagebücher einer gewissen Carolyn findet, die vor vielen Jahren spurlos verschwand, ist ihr Leben plötzlich sehr aufregend. Zumindest bis in einer Halloween-Nacht etwas Schreckliches geschieht und sich erweist, wem Sheridan wirklich vertrauen kann…
Schreibstil:
Von Nele Neuhaus kannte ich bislang nur ihre Taunus-Krimis, die ich sehr mag. Daher wollte ich gerne auch eines ihrer anderen Bücher lesen. Der Schreibstil ist auch in diesem Buch sehr angenehm und leicht zu lesen. Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive aus Sicht von Sheridan geschrieben, was dazu führt, dass man sehr tief in die Gedanken und Gefühle der Hauptprotagonistin eintaucht.
Charaktere:
Die Geschichte beginnt 1994 und die 14-jährige Sheridan lebt mit ihrer Adoptivfamilie bestehend aus Vater, Mutter und 4 Brüdern auf einer Farm in Nebraska. Sie ist eine gute Schülerin und verrichtet ihre Pflichten auf der Farm. Aus ihr unverständlichen Gründen wird sie von ihrer Adoptivmutter ständig schikaniert und gedemütigt. Ihr Adoptivvater, zu dem sie ein besonders inniges Verhältnis hat, zieht sich immer weiter aus der Familie zurück und lässt sie damit auch im Stich. Nur Tante Isabella und die Musik halten sie noch oben.
Immer wieder musste ich mir klar machen, dass die Handlung tatsächlich Mitte der 90er Jahre spielt, denn beim Lesen entstand für mich sehr oft der Eindruck, dass wir uns im 18. oder 19. Jahrhundert befinden. Diese altmodischen und überholten Ansichten der Familie waren schon sehr überwältigend. Durch die Erzählung aus Sicht von Sheridan konnten man sich von Anfang an in die heranwachsende Jugendliche hereinversetzen und litt mit ihr. Das hatte für mich allerdings zur Folge, dass ich das Buch häufiger zur Seite legen musste, weil sich diese Verzweiflung und Wut auf mich übertragen hat.
Fazit
Nele Neuhaus hat wieder einen tollen Roman geschrieben, der auf Grund der Thematik und der sehr gut transportierten Gefühlswelt der Hauptprotagonistin nicht ganz so einfach zu lesen war. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen – mit Ausnahme der Entwicklung der bei Sheridan erwachenden Sexualität. Hier fühlte ich mich doch des Öfteren an Lolita erinnert. Diese Reihe ist ursprünglich unter dem Pseudonym Nele Löwenberg erschienen und wird jetzt aktuell unter dem Namen Nele Neuhaus neu veröffentlicht. Ich freue mich schon total auf den 2. Teil, der hier schon als Hörbuch auf mich wartet.

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Veröffentlicht am 08.06.2020

Weniger wäre mehr gewesen

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Zum Inhalt selbst verweise ich wie immer auf den Klappentext. Nele Neuhaus schreibt sehr flott und zügig und man kommt nie zum Stehenbleiben. Inhaltlich verwebt sie Geschehnisse gekonnt ineinander sodass ...

Zum Inhalt selbst verweise ich wie immer auf den Klappentext. Nele Neuhaus schreibt sehr flott und zügig und man kommt nie zum Stehenbleiben. Inhaltlich verwebt sie Geschehnisse gekonnt ineinander sodass nie Langeweile aufkommt.
Nun aber zum Inhalt: Mir war es einfach zu viel. Sheridan hat einfach kein Glück verdient. Als Teenager schlittert sie von einem Erlebnis zum nächsten, nicht einmal wird ihr Luftholen vergönnt. Mir war sie als Protagonisten zu dermaßen naiv, zu dermaßen von Männern besessen, was mit einer normalen Schwärmerei in diesem Alter einfach nichts mehr zu tun hat. Ja, ihre familiäre Situation verleitet sie dazu, ihr Glück wo anders zu suchen aber phasenweise war es mir einfach zu dick aufgetragen. Ein paar Schicksalschläge weniger hätten ganz gut getan und hätten das Buch atmen lassen aber so wirkte es für mich schon fast gezwungen. Die Geschichte soll tragisch sein und das ist sie auch doch diese Tragik hätte auch weniger Theatralik verkraftet.

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