Cover-Bild Die Einsamkeit der Schuldigen - Der Abgrund

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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 12.06.2019
  • ISBN: 9783839224496
Nienke Jos

Die Einsamkeit der Schuldigen - Der Abgrund

Thriller
„Wenn man auf den Tod wartet, können sich Minuten schier unendlich hinziehen, während im Kampf ums Überleben jede Sekunde zählt.“ Kaum eine Autorin geht so gnadenlos mit ihren Protagonisten um, wie Nienke Jos es tut. Auch im lang ersehnten zweiten Teil stellt sie ihre Leser kompromisslos auf die Probe: Kein Weiß, kein Schwarz, kein furioses Finale, stattdessen eine moralische Irrfahrt an den Abgrund der menschlichen Seele. Und wer noch glaubt, Jos habe etwas für die Guten übrig, wird hier meisterlich durch die Manege geführt. Ein gelungener Abschluss des spannenden Zweiteilers.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2019

menschliche Abgründe

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"Die Einsamkeit der Schuldigen - Der Abgrund" ist die Fortsetzung von "Die Einsamkeit der Schuldigen - das Verlies". Ich habe die Teile unmittelbar hintereinander gelesen, was für ein unglaublich intensives ...

"Die Einsamkeit der Schuldigen - Der Abgrund" ist die Fortsetzung von "Die Einsamkeit der Schuldigen - das Verlies". Ich habe die Teile unmittelbar hintereinander gelesen, was für ein unglaublich intensives Leseerlebnis sorgte. Es zeigt menschliche Abgründe auf, die erschrecken, anwidern, betroffen machen. Man sollte den ersten Teil unbedingt gelesen haben, um die Protagonisten und die Ereignisse von Anfang an zu kennen.

Der Schreibstil der Autorin ist genial, anspruchsvoll, direkt, intensiv und dabei so bildhaft, beim lesen entfaltet sich eine Sogwirkung, der man sich schwer nur entziehen kann. Ein wenig erinnert der Schreibstil an den von Bernhard Aichner, den ich auch sehr schätze.

Die Story wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und enthält Rückblicke, bleibt durch den Aufbau schon für sich fesselnd. Man erhält beim lesen einen Einblick in menschliche Abgründe, die Figuren sind so geschickt angelegt und gut skizziert, fast schon Charakterstudien. Unglaublich wie die Autorin die jeweiligen Charaktere zum Leben erweckt. Fasziniert war ich, wie gekonnt sie aus der Sicht eines sechsjährigen Jungen schreibt, man hat direkt das Gefühl im Kopf des Kindes zu stecken, eines überaus verstörenden Kindes übrigens. Eines Kindes, das Gut von Böse (noch) nicht zu unterscheiden vermag.

Das Schicksal so vieler Personen ist unwiderrufbar miteinander verwoben, es gibt Abhängigkeiten, Rache und den Versuch, sich selbst zu retten. Zufälle bringen das ganze Gefüge zum Einsturz. Die beiden Teile sind für mich Highlights, ich kann sie nur wärmstens empfehlen.


Veröffentlicht am 02.08.2019

Die Einsamkeit der Schuldigen- Der Abgrund

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Junias Neubeginn gestaltet sich als wahrgewordener Albtraum und sie wird mit der harten Realität konfrontiert. Ann muss mit der Tatsache fertig werden, dass sie einen Menschen getötet hat und wird zum ...

Junias Neubeginn gestaltet sich als wahrgewordener Albtraum und sie wird mit der harten Realität konfrontiert. Ann muss mit der Tatsache fertig werden, dass sie einen Menschen getötet hat und wird zum Spielball ihrer Anwältin Leen, welche Ann nur zu ihren eigenen Gunsten missbraucht. Berne, welche endlich frei ist, hat den großen Wunsch wieder zu ihrer Familie zu kommen, aber sie weiß nicht, was sie dort erwartet. Für Theodor beginnt ein Wettlauf mit seiner Vergangenheit und Ruben hat nur einen Wunsch: Rache. Wodurch für Isa und Junia ein Kampf ums nackte Überleben beginnt.

Nienke Jos versteht es, wie kaum eine andere Autorin, ihren Protagonisten Leben einzuhauchen und den Leser mit ihnen mit fiebern zu lassen. Die Autorin ist mit ihren Charakteren allerdings unbarmherzig, wodurch der Leser oft stark mit leiden muss. Mich konnte die Handlung bereits mit der ersten Seite in ihren Bann ziehen und mitreißen. Die Autorin kann sehr schnell Spannung aufbauen und diese ist von Anfang bis Ende nervenzerreißend, wodurch man das Buch kaum zur Seite legen kann. Besonders gut gefällt mir, dass dieser Band nahtlos an den ersten Teil anschließt und der Leser sofort wieder mitten im Geschehen ist. Die Handlung ist unfassbar spannend, fesselnd, mitreißend und oftmals sehr überraschend und unvorhersehbar. Meiner Meinung nach hat dieses Buch alles, was ein genialer Thriller braucht.

„Die Einsamkeit der Schuldigen- Der Abgrund“ ist der zweite und letzte Teil der Reihe. Meiner Meinung nach ist es für das Verständnis dringend erforderlich den ersten Teil zu kennen, aber ich kann ohnehin zu diesem raten, da beide Bände ein absolutes Meisterwerk und Lesehighlights sind. Der erste Band konnte mich restlos überzeugen und auch der zweite steht diesem in nichts nach. Besonders gut gefällt mir, dass die ganzen Protagonisten aus dem ersten Teil wieder vorkommen und erneut sehr authentisch, menschlich, facettenreich, interessant und zum Teil auch liebenswert wirken. Dennoch ist ihr Handeln oftmals unvorhersehbar, überraschend aber dennoch glaubwürdig. Die unglaublich gut ausgearbeiteten Charaktere, welche alle Gute und Schlechte Seiten haben, machen aus dem ohnehin sehr gelungenen Thriller nochmals etwas ganz Besonderes.

FAZIT:
„Die Einsamkeit der Schuldigen- Der Abgrund“ ist eine unfassbar gelungene Fortsetzung und hat alles, was ein guter Thriller braucht. Wie auch schon im ersten Teil konnten mich vor allem die interessanten, facettenreichen und authentischen Protagonisten überzeugen. Ich empfehle jedem Thrillerfan die zwei Bände von „Die Einsamkeit der Schuldigen“, da diese ein besonderes Lesehighlight sind und vergebe daher 5 Sterne! Ich hoffe auf viele weitere Werke der Autorin!

Veröffentlicht am 24.03.2019

Der perfekte Titel

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Nie hätte Junia gedacht, dass sie ausgerechnet bei einer ärztlichen Untersuchung ihren Traummann kennenlernen würde, doch dann kam Thies in ihr Leben. Auch sonst läuft es endlich wieder richtig rund in ...

Nie hätte Junia gedacht, dass sie ausgerechnet bei einer ärztlichen Untersuchung ihren Traummann kennenlernen würde, doch dann kam Thies in ihr Leben. Auch sonst läuft es endlich wieder richtig rund in ihrem Leben, denn nicht nur in der Liebe hat sie Glück, sondern auch im Beruf. Doch dann verschwindet bei einer Mountainbiketour eine Teilnehmerin spurlos. Doch das Geheimnis um ihr Verschwinden hat weit reichende Folgen, die bis zu einem Psychiater in Wiesbaden führen.
Meine Meinung
Ein Cover, das mich auf den ersten Blick an einen skandinavischen Krimi erinnerte, doch die Handlung findet in Deutschland statt.
Schon beim Einstieg wurde mir bewusst, dass diese Geschichte harten Tobak beinhaltet. Doch die Autorin beginnt hier langsam ihre einzelnen Fäden auszulegen. Viele Wechsel der Perspektiven verlangen durchaus Aufmerksamkeit beim Lesen und vor allem zu Beginn hatte ich noch so meine Schwierigkeiten, überhaupt Zusammenhänge zu erkennen. Doch auch nachdem ich dachte, ich hätte einen Überblick oder wüsste nun, woher der Wind weht, drehte die Autorin noch einmal an den Ereignissen. Nach und nach knüpft die Autorin aus den losen Fäden ein großes, logisches Gesamtbild. Genau wie zu Beginn hatte ich auch zwischendurch immer wieder Momente der Verwirrung, die aber dann doch immer wieder aufgeklärt wurden.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich verständlich und flüssig lesen, doch eines ist sie auch auf jeden Fall: schonungslos. Sie gibt ihren Lesern zwischenzeitlich immer wieder Bilder, die brutal und hart sind, schwache Nerven sollte man da besser nicht haben.
Wie ich schon schrieb, arbeitet die Autorin hier mit einigen Perspektivenwechsel, die bei mir dafür sorgten, einen gewissen Abstand zum Geschehen zu halten. Ich blieb, auch durch den personalen Erzähler in dritter Person, der Beobachter. Genau das macht mich hier ein wenig zwiegespalten, zum einen fehlte es mir einen engeren Bezug zu einem der Charaktere zu bekommen, zum anderen war gerade dieser Abstand von Nöten, um nicht zu geschockt zu werden.
Dadurch, dass ich hier einige Charaktere beobachten konnte, blieben diese mir auch recht fern. Lediglich zu Junia konnte ich etwas mehr gedankliche Beziehung aufbauen. Doch für die Handlung des Thrillers fand ich das recht passend. Man bekam zu jedem Charakter ein sehr glaubwürdiges Bild und auch wenn mir keiner richtig ans Herz wuchs, kamen mir ihre Beschreibungen doch sehr authentisch vor. Ihre Handlungen waren nachvollziehbar, teilweise erschreckend und beängstigend. Gerade die Rolle der Ann Beck hat mich dann auf eine bestimmte Weise wieder berühren können.
Mein Fazit
Ein Thriller, der teilweise schockiert und auch Momente hat, die mich berührt haben. Immer wenn ich dachte, ich hätte die Geschichte und den Plot endlich durchschaut, gab es wieder eine Wendung. Dabei besticht die Geschichte nicht unbedingt mit permanenter Action oder hohem Tempo, sondern eher durch den psychologischen Aufbau der Charaktere. Trotzdem weiß die Autorin, wie sie ihre Leser mit Schockmomenten packen kann und lässt mich auch jetzt noch über ihre Geschichte nachdenken. Anders in der Umsetzung, aber gerade durch dieses Ungewöhnliche sehr lesenswert.