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Veröffentlicht am 06.06.2018

Schwächster Band

Sehnsucht nach dir
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Inhalt:
Ella ist schon seit ewigen Zeiten in Gavin verliebt. Doch seit sein großer Bruder viel zu jung gestorben ist, kann Gavin nicht mehr in seinen normalen Alltag zurückfinden. Er weist seine Freunde ...

Inhalt:
Ella ist schon seit ewigen Zeiten in Gavin verliebt. Doch seit sein großer Bruder viel zu jung gestorben ist, kann Gavin nicht mehr in seinen normalen Alltag zurückfinden. Er weist seine Freunde und auch Ella immer wieder zurück, bis diese ihm gehörig und vermeintlich zum letzten Mal den Kopf wäscht. Voller Angst, die einzige Person zu verlieren, die seit diesem tragischen Unglück immer kompromisslos an seiner Seite gestanden hat, gibt er ihr ein Versprechen, dass er solange hält, bis in die grausame Vergangenheit einzuholen droht.

Meine Meinung:
Der Inhalt dieses Teils der Reihe hat mich enttäuscht. Natürlich erwarte ich bei diesem Genre kein Meisterwerk, allerdings war die Handlung sehr leer. Es wird viel Ellas und Gavins Angst thematisiert, ihre gerade aufkeimende Beziehung könnte Chief gehen, eine tatsächliche Handlung ist allerdings kaum vorhanden (sieht man mal von den zahlreich eingestreuten Liebesszenen ab ;) ).
Ella ist ein süßer Charakter, denn sie ist unglaublich lieb, voller Hoffnung und begegnet anderen freundlich, dadurch ist sie aber auch ein wenig langweilig, denn sie hat kaum Ecken und Kanten.
Gavin besitzt diese dafür zu Hauf, vor allem wenn es um die Erinnerung an seinen verstorbenen großen Bruder geht, aber auch -und vor allem- bei ihm hätte ich mir mehr Pfiff gewünscht. Er redet ständig über seine dunklen Seiten, wenn diese aber vermeintlich hervorbrechen, ist es entweder wegen einer Lappalie oder anderweitig nicht wirklich nachvollziehbar für mich als Leserin.
Es gibt zwar wieder familiäre Einblicke bei anderen Abbotts, in diesem Teil aber viel weniger.
Generell wirkte es, als wollte die Autorin die Geschichten des Paares schnell abschließen, nur um die nächste beginnen zu können, sodass mir die übliche Detailliebe, die ich aus anderen Büchern von ihr kenne, fehlte.
Auch dadurch waren zwar Emotionen auf dem Papier da, in mir selbst wurden sie aber leider nicht wirklich geweckt.
Trotzdem lässt sich auch dieser Teil schnell durchlesen, ist gut geeignet zum Durchschnaufen und so entspannend, wie nur Liebesromane sein können.
Fazit:
Dies ist das erste Buch der Reihe, das ich nicht annähernd so gut fand, wie die anderen und somit das bisher ,,Schlechteste".

Veröffentlicht am 06.06.2018

Lesenswert!

Chosen 2: Das Erwachen
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Inhalt:
Emmas Erinnerungen wurden manipuliert. Sie glaubt ihr Vater wurde von ihrer großen Liebe Aidan ermordet und vertraut niemandem mehr, außer ihrem Mentor und Schulleiter einer Schule für außergewöhnlich ...

Inhalt:
Emmas Erinnerungen wurden manipuliert. Sie glaubt ihr Vater wurde von ihrer großen Liebe Aidan ermordet und vertraut niemandem mehr, außer ihrem Mentor und Schulleiter einer Schule für außergewöhnlich Begabte: Fion Farran. Genau dieser ist jedoch in die dunklen Machenschaften verwickelt, in die Emma immer wieder hineingezogen wird. Er manipuliert sie, kapselt sie vom Rest ihrer Freunde ab und versucht krampfhaft, sie an seiner Seite zu halten. Doch was steckt dahinter? Und werden ihre Freunde es schaffen, Emma von der Wahrheit zu überzeugen, wo sie doch glaubt, das Richtige zu tun? Eines ist sicher: Selbst ihren eigenen Erinnerungen kann Emma nicht mehr trauen.

Meine Meinung:
Bei ,,Chosen: Das Erwachen" handelt es sich um den zweiten und letzten Band einer Reihe.
Alle Punkte, die ich am ersten Band kritisiert habe, wurden durch diesen zweiten Teil so gut wie neutralisiert. Die Geschichte ist und bleibt von Anfang an spannend, allein schon wegen der neu hinzugekommenen drei Sichtweisen. Nicht nur Emmas Gefühlswelt und Erlebnisse seit Ende des ersten Teils werden betrachtet, auch Aidan und Jacob, also Emmas Liebe und Emmas Vater erhalten ihre eigenen Kapitel. Dadurch wird die Geschichte von mehreren Seiten aufgearbeitet und mein Lieblingscharakter, Jacob, erhält mehr Aufmerksamkeit. Dadurch sind die Hauptcharaktere besser ausgearbeitet, man erhält mehr Einblicke und es gibt keinen Platz mehr für Oberflächlichkeit, was mir sehr gut gefallen hat.
Der Schreibstil von Rena Fischer ist gewohnt bemerkenswert, man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Dazu trägt auch die Handlung bei, denn immer wieder, wenn gerade ein Spannungshoch erreicht wurde, geht es mit neuen Ereignissen weiter, die den Leser in Atem halten. Hierbei wirkt das alles jedoch nicht überladen, was bei dicht aufeinanderfolgenden Szenen dieser Art leicht passieren könnte. Im Gegenteil, die Auflösungen sind einfallsreich und interessant, sodass Langeweile keine Chance hat.
Was mir im Gegensatz zum ersten Teil als einziger Punkt etwas gefehlt hat, war die gemeinsame Zeit zwischen Emma und Aidan. Die Geschichte gibt nicht so die Möglichkeiten wie im ersten Teil her, trotzdem hat meine romantische Ader dies etwas vermisst.
Da selbst das große Finale am Ende weder Fragen, noch Wünsche offen gelassen hat, bin ich sehr zufrieden mit diesem Abschluss.

Letztendlich passt sogar das tolle Cover zum Gesamteindruck, denn das springt einem nicht nur sofort ins Auge, es passt auch noch zum Vorgängerband und lässt somit die Herzen der Bücherregal-Fetischisten höher schlagen.

Fazit:
Eine absolut lesenswerte, in beiderlei Hinsicht fantastische Dilogie, die Jugendbuchfans gelesen haben sollten. Rena Fischer gehört hiermit zu meinen Lieblingsautoren!

Veröffentlicht am 06.06.2018

Erstes Buch des Autors für mich

Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe
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Inhalt:
Der Oberkommissar Max Bischoff ist neu auf dem Revier als eines Morgens ein bekannter Journalist blutbesudelt und verwirrt auf dem Polizeipräsidium auftaucht. Er kann sich an die letzte Nacht nicht ...

Inhalt:
Der Oberkommissar Max Bischoff ist neu auf dem Revier als eines Morgens ein bekannter Journalist blutbesudelt und verwirrt auf dem Polizeipräsidium auftaucht. Er kann sich an die letzte Nacht nicht mehr erinnern, weiß nicht woher das Blut stammt und welche Rolle er dabei spielt. Den Ermittlern ist schnell klar, dass etwas Schlimmes vorgefallen sein muss, erst Recht, nachdem sich herausstellt, dass das Blut einer Frau gehört, die seit über zwei Jahren vermisst wird. Bischoff und sein Partner Böhme sehen sich einem grausamen Foltermord gegenüber, als kurz darauf eine Frauenleiche am Rhein auftaucht. Mit seinen modernen und wissenschaftlich fundierten Ermittlungsmethoden muss sich Max nicht nur gegenüber seinen Kollegen, sondern auch gegen den Mörder behaupten, denn bald verstrickt er sich immer weiter in den mysteriösen Fall. Ist der Journalist Opfer oder Täter?


Meine Meinung:
Dieser Thriller wird aus der Sicht des Oberkommissars Max Bischoff erzählt und schon zu Anfang wurde mir dadurch klar, dass dies für mich kein Thriller, sondern eher ein Kriminalroman sein wird, zumindest so wie ich die beiden Genre verstehe. Max ist der Überflieger, ein junger Kollege in einem neuen Team, der mit seinen modernen Methoden nicht auf Gegenliebe bei seinem älteren Partner stößt. Er ist als Charakter eher unspektakulär und von Beginn an fast schon langweilig. Seinen Kollegen Böhmer empfinde ich schlichtweg als unsympathisch, da er nicht gerade durch seine offene Art besticht. Er verhält sich oftmals herablassend, da er der Meinung ist, Erfahrung und Intuition wiegen mehr als die Methoden von Max und dies thematisiert er häufig und ausgiebig durch Augenrollen, Verwerfen von Max Ideen oder die Betonung, dass er mehr in diesem Job gesehen habe als Max. Sein Charakter ist typisch klischeehaft dargestellt: Er ist der alteingesessene Polizist.
Bis zur Mitte hin musste ich mich zwingen, weiter zu lesen, da weder etwas Nennenswertes passiert, noch mag ich die auftauchenden Charaktere besonders. Kleine Kapitel aus der anonymen Sicht des Mörders geben zwischendurch Einblick in die kranke Psyche und der Leser fragt sich, welcher Mensch nur so schlimme Sachen tun kann.
Ab der Mitte des Buches habe ich mich reingelesen und obwohl sämtliche Charaktere immer noch eher monoton und klischeehaft dargestellt werden, wird alles wesentlich spannender, sodass das Lesen nicht mehr so schleppen voran geht.
Ab da wird aber auch die Folter des Mörders an seinen Opfern immer häufiger thematisiert, sodass zarte Gemüter vielleicht weniger gewillt sind, weiter zu lesen. Wer also ein mehr Blut nicht verkraftet, sollte da die Finger weglassen.


Fazit:
Solider Krimi, dessen Charaktere mich nicht überzeugen konnten. Wirkte teilweise klischeehaft und plump

Veröffentlicht am 06.06.2018

Nicht meins

Ewig - Wenn Liebe entflammt
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Inhalt:

Auroras Leben klingt wie ein Märchen: Nachdem sie durch einen Fluch in einen hundertjährigen Schlaf fiel, wird sie mit dem Kuss des Prinzen geweckt und als Heilsbringerin gefeiert. Doch der König ...

Inhalt:

Auroras Leben klingt wie ein Märchen: Nachdem sie durch einen Fluch in einen hundertjährigen Schlaf fiel, wird sie mit dem Kuss des Prinzen geweckt und als Heilsbringerin gefeiert. Doch der König unterdrückt sein Volk, mordet ohne Gnade und zeigt sich tyrannischer denn je. Um ihr Volk zu retten, sucht Aurora Zuflucht im von Drachen bedrohten Königreich des charmanten Prinz Finnegan, der mehr über ihre Macht zu wissen scheint, als Aurora selbst. Nun muss Aurora kämpfen: Gegen den uralten Fluch, für ihr Königreich und dafür, ihre immer stärker werdende Magie zu beherrschen.



Meine Meinung:

Schon den ersten Teil dieser Reihe habe ich mit nur zwei Sternen bewertet, weil es mir nicht gefallen hat. Dieser Zweite ist nun etwas besser gelungen:

Aurora ist, auch wenn schon sympathischer als im ersten Teil, immer noch eine launische Protagonistin, der ich so recht keine positiven Gefühle abgewinnen konnte. Sie wirkt selbst in emotionalen Situationen gefühlstechnisch nicht greifbar und konnte so keine Gefühle bei mir hervorrufen.

Der neue Ansatz dieser Interpretation, also das Aurora ihr Leben selbst in die Hand nimmt, nicht nur auf ihren Prinzen wartet und Vorgegebenes aus eigenem Willen nicht erfüllen möchte, gefällt mir an sich, allerdings schafft es die Autorin einfach nicht, mich zu fesseln oder gar eine für mich sympathische Protagonistin zu erschaffen, mit der ich mich identifizieren könnte.

Die Handlung des Buches ist selbst dann langweilig, als vermeintlich Neues passiert und der Leser eigentlich an den Seiten kleben sollte. Zudem habe ich das Gefühl, alles dreht sich im Kreis, Aurora wird durch Wiederholungen ihrer Gedanken bestimmt und dabei werden immer wieder Fragen aufgeworfen, die offen bleiben und einen damit zusätzlich verwirren. Selbst am Ende, nach der Auflösung, erschließen sich mir die Hintergründe für den Fluch und Auroras Situation nicht ganz, denn die Erklärung dahinter wirkt nicht vollständig durchdacht.

Insgesamt fehlt ein Spannungsbogen und es werden kaum Emotionen transportiert und erst die letzten 100 Seiten haben einen Faden aufgebaut, dem ich zumindest etwas gespannt folgen konnte. Das war jedoch zu spät, verbessert meine Bewertung zwar etwas, bringt für mich diese Reihe aber leider nicht auf einen grünen Zweig.



Fazit:

Durch die letzten 100 Seiten besser als der erste Band. Diese konnten es aber nicht mehr herausreißen, sodass ich die Reihe generell nicht empfehle.

Veröffentlicht am 05.06.2018

Eindringlich und düster

Kleine Stadt der großen Träume
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Inhalt:

Björnstadt ist eine Eishockeystadt- so war das und so wird es immer bleiben. In dem kleinen Ort hinter dem Wald, kann sich keiner diesem Spiel entziehen, egal ob er es hasst, liebt oder beides ...

Inhalt:

Björnstadt ist eine Eishockeystadt- so war das und so wird es immer bleiben. In dem kleinen Ort hinter dem Wald, kann sich keiner diesem Spiel entziehen, egal ob er es hasst, liebt oder beides gleichermaßen tut. Ein ganzer Ort fiebert nun mit seiner Junioren-Mannschaft mit, die im Halbfinale gegen eine der besten Mannschaften Schwedens stehen. Ale erhoffen sich durch einen Sieg Aufschwung für Björnstadt und jeder feiert die Mitglieder der Mannschaft, die sich selbst am stärksten fühlen. Doch dass bald ihrer aller Leben vollkommen auf den Kopf gestellt und das Spiel hinterfragt wird, ahnt noch niemand. Björnstadt wird den Atem anhalten...


Meine Meinung:

Die erste Hälfte des Buches konnte mich leider gar nicht in Spannung halten. Alles dreht sich um Eishockey und jede einzelne der zahlreichen Personen lässt ihr Leben auf die ein oder andere Weise von Eishockey bestimmen. Da ich kein großer Sportfan bin, konnte mich dies nicht sonderlich begeistern, auch wenn der Schreibstil von Backman einen gewohnt gefangen nimmt. Der Autor schafft es, allein durch seine Worte so viel Atmosphäre und Stimmung in eine Geschichte zu legen, dass der Leser, egal bei welcher Thematik, nicht anders kann, als hineingesogen zu werden, selbst wenn es nicht spannend ist.

Seine Art zu erzählen erinnert mich bei diesem Buch von ihm an einen großen Flickenteppich, denn jeder Charakter, der vorkommt, möge er Protagonist oder Nebencharakter sein, erhält seinen Platz im Buch und schildert einzelne Stellen und seine Stellung gegenüber dem Eishockey aus der eigenen Sicht (auch wenn Backman aus der Er-/Sie-Perspektive schildert). All diese Eindrücke ergeben einen großen Teppich, der die Geschichte unterlegt.

Trotz diesem eindeutigen Talent von Backman, konnte mich der erste Teil wirklich nicht für sich einnehmen. Aus meiner Sicht hätte man Mehreres wegkürzen können, weil der Leser nach einiger Zeit sehr wohl begreift, wie wichtig dieser Sport ist und das sich alles nur darum dreht. Nach der ermüdenden ersten Hälfte ging jedoch die eindringliche Achterbahnfahrt der Gefühle los, der sich niemand entziehen kann. Erst hier hat mich das Buch gepackt und das Ende hat mich mit dem Rest des Buches so versöhnt, dass es einen Stern mehr bei der Bewertung ausmacht. Ich habe mitgefühlt und die düstere Stimmung der Geschichte hat nicht nur auf den Seiten, sondern auch in mir den Höhepunkt gefunden. Ich war wütend, angeekelt, traurig und enttäuscht und das in einem seltenen Ausmaß. Es gibt kein Happy End und doch hätte das Ende nicht passender sein können.


Fazit:

Einfühlsamer Autor, eine düstere Geschichte mit schwieriger Thematik und mit riesigem Sportanteil ergeben meinerseits gemischte Gefühle. Nichtsdestotrotz eine eindringliche Geschichte, die bestimmt großen Anklang findet.