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Veröffentlicht am 05.06.2018

Liebenswürdiger Bär erlebt Abenteuer

Paddington im Zirkus
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Der Zirkus ist in der Stadt und Paddigton, sowie Familie Brown, sind natürlich mit von der Partie. Doch Paddington wäre nicht Paddington, wenn der Abend nicht anders laufen würde als geplant. Als er einem ...

Der Zirkus ist in der Stadt und Paddigton, sowie Familie Brown, sind natürlich mit von der Partie. Doch Paddington wäre nicht Paddington, wenn der Abend nicht anders laufen würde als geplant. Als er einem Trapezkünstler helfen möchte, der an einem Seil kopfüber von der Decke hängt, wird der Bär bald schon selbst zur Zirkusnummer des Abends.

Ich bin ein großer Fan von Paddington und seinen Geschichten und so ist es auch bei diesem Buch. Der quirlige Bär erlebt ein neues Abenteuer, diesmal mit Familie Brown im Zirkus und Klein und Groß können daran teilhaben. Die Illustrationen von R.W. Alley sind wie immer sehr liebevoll und gut ausgearbeitet. Mit seinem Stil können auch ältere Kinder etwas anfangen, was diese Bücher fast schon zeitlos macht. Es gibt ganzseitige, halbseitige und kleine Illustrationen auf den Seiten, auf denen man beim Vorlesen Neues entdecken kann. Die Texte dazu sind niedlich und verständlich, sodass man auch von kleineren Lesern beim Vorlesen Aufmerksamkeit bekommen kann.

Besonders aufgefallen ist mir bei diesem Buch die Größe, denn diese ist genau richtig: Groß genug, damit das Kind mit hineinschauen und die Bilder betrachten kann, aber nicht so groß, dass es für den Vorleser unhandlich wird.
Auf der letzten Seite endet die Geschichte damit, dass Paddington schlafen geht, sodass dies ein guter Abschluss bildet, wenn man Kindern vor dem Schlafengehen etwas vorliest. So merken sie, dass die Geschichte für heute geendet hat und auch sie nun schlafen sollen.

Meine Patenkinder von 2,5 und 7 Jahren und ich haben die Geschichte sehr genossen und freuen uns bald wieder mit dem liebeswürdigen Paddington Abenteuer zu erleben.

Veröffentlicht am 05.06.2018

Konnte mich nicht überzeugen

Wo die Dünen schimmern
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Inhalt:

Jessieanna möchte unbedingt eine Lotion herstellen, die nicht nur den Körper verschönert, sondern vor allem die Seele beruhigt. Doch in Kalifornien will es ihr einfach nicht gelingen, die perfekten ...

Inhalt:

Jessieanna möchte unbedingt eine Lotion herstellen, die nicht nur den Körper verschönert, sondern vor allem die Seele beruhigt. Doch in Kalifornien will es ihr einfach nicht gelingen, die perfekten Duftstoffe zu finden. Als sie durch eine Lungenerkrankung dazu gezwungen ist, in die alte Heimat ihres Vaters, die Nordseeinsel Amrum, zu reisen, um sich auszukurieren, hat sie zumindest die Möglichkeit, dort neue Düfte zu finden. Doch Jessieanna muss dafür ihre Hochzeit verschieben, mehrere Monate von ihrer geliebten Familie getrennt verbringen und dann auch noch das Reizklima auf Amrum ertragen. Doch vielleicht findet sie ja dort eine neue Komponente für ihre Lotion?


Meine Meinung:

Dieser zweite Band wird aus zwei Perspektiven geschildert: Einmal aus Jessiannas Sicht 2004/2005 und einmal aus der Sicht ihres Vaters Pinswin, den man von seiner Kindheit bis zur Gegenwart begleitet. Aber nicht nur die beiden erhalten eine Stimme, denn es gibt viele Nebencharaktere, die ihre kleinen Geschichten beitragen. Manche davon waren für mich interessant, vor allem da die Personen mir innerhalb des Romans sympathisch wurden, andere wiederum nicht, sodass man manche Stellen hätte kürzen können, um das Buch etwas leichter zu gestalten.

Jessieanna ist eine liebenswürdige Protagonistin, die kein bisschen böses Blut in sich hat. Auch ihr Vater Pinswin ist sehr sympathisch, man hat den Eindruck, er ist durch seine Leidenschaft an der Archäologie immer jung geblieben. Durch seine Faszination für die Geschichte der Erde schafft er es als Protagonist, dass sich auch ein Leser für Fossilien interessiert, der vorher eigentlich kein Interesse daran hatte. Mir haben auch so einige Nebencharaktere sehr gut gefallen, über die ich aber nicht viel verraten möchte.

Für mich persönlich war dieses Buch allerdings zu ruhig. Die Geschichte plätschert sanft dahin und ist bis auf wenige Stellen unaufgeregt, wodurch sie für mich auch mal langatmig wurde. Die Charaktere reagieren bei Problemen oder Hindernissen meist besonnen, sind weder verärgert, noch beleidigt oder sehr ängstlich, was bei so manchen Themen, wie beispielsweise Unsicherheiten in der Beziehung oder wiederholter Todesgefahr nur menschlich wäre. So löst sich allerdings alles meist unmittelbar auf. Dies kann man positiv und negativ sehen.

Ein großer Pluspunkt sind allerdings die starken Frauenbilder, die die Autorin hier schafft und die Tatsache, dass die Liebe zur Nordsee und zum Watt durch jeden Charakter und jede kleine Anekdote deutlich zum Leser transportiert wird.


Fazit:

Leider konnte mich das Buch insgesamt nicht ganz überzeugen. Es ist trotz gewichtiger Themen etwas seicht, dabei aber trotzdem kein lockeres Sommerbuch, das man schnell weg lesen kann. Wem aber genau diese Mischung gefällt, der kann beim Lesen wahrscheinlich mehr empfinden als ich.

Veröffentlicht am 05.06.2018

Wunderbare Kombi von Buch und App!

Die kleine Brilleneule
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Inhalt:
Die schüchterne Eule Mimi hat die Brille des Bären gefunden. Nun macht sie sich auf den Weg durch den nächtlichen Wald, vorbei an verschiedenen Tieren und begleitet von Geräuschen und Schatten. ...

Inhalt:
Die schüchterne Eule Mimi hat die Brille des Bären gefunden. Nun macht sie sich auf den Weg durch den nächtlichen Wald, vorbei an verschiedenen Tieren und begleitet von Geräuschen und Schatten. Sie entdeckt dort viel Verschiedenes, lernt neue Freunde kennen und merkt dabei, dass sie viel selbstsicherer ist, als sie dachte.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass es so fesselnd für drei Generationen sein kann, sich dieses Buch anzuschauen und mit der kostenlosen App, die man sich herunterladen kann, Neues neben den Illustrationen zu entdecken.
Zuerst zum Buch: Die Zeichnungen sind absolut niedlich, schlicht und nicht überladen gehalten. Die Farben strahlen nur so und sind sehr kräftig, was den Blick der Kinder darauf zieht. Trotz dem nächtlichen Wald, in dem die Geschichte spielt gibt es immer wieder bunte Elemente, die schön aussehen. Die Textabschnitte auf jeder Seite sind kurz; sie umfassen wenige Sätze, sodass es auch da nicht zu kompliziert wird. So können auch jüngere Kinder die Konzentration halten.
Dann zur App: Diese lässt sich einfach und kostenlos für iOS und Android herunterladen. Man hält sein Smartphone oder Tablet für die Seiten und die Geschichte erwacht zum Leben. Man kann über den Bildschirm begrenzt mit den Illustrationen interagieren und/oder sich die Geschichte als Hörbuch vorlesen lassen.
Ich lüge nicht, wenn ich sage dass drei Generationen, auch die Großeltern, fasziniert vor dem Buch und dem Tablet saßen und still der Geschichte zugehört, sowie mit der Gratis-App Neues entdeckt haben. Gerade das hat mich fasziniert, die Familie zusammengebracht und uns eine schöne Viertelstunde beschert, in der nicht nur die Kinder auf ihre Kosten gekommen sind

Veröffentlicht am 05.06.2018

Wohlfühlbuch

Schwestern für einen Sommer
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Inhalt:

Seit einem tragischen Vorfall vor 14 Jahren haben sich die Halbschwestern Cassie und Julie kaum gesprochen. Dabei waren sie in den Sommern, die sie bei ihrer Großmutter am Strand verbracht haben, ...

Inhalt:

Seit einem tragischen Vorfall vor 14 Jahren haben sich die Halbschwestern Cassie und Julie kaum gesprochen. Dabei waren sie in den Sommern, die sie bei ihrer Großmutter am Strand verbracht haben, die größten Vertrauten. Anlässlich ihres Testaments müssen die Schwestern einen Sommer gemeinsam im Haus ihrer Nana in den Hamptons verbringen. Werden sie sich die schlimmsten Geheimnisse verzeihen oder die andere für immer verlieren? Und können sie den letzten Wunsch ihrer Großmutter erfüllen, die sich nichts sehnlicher wünschte, als dass die beiden ihren Zwist beilegen?



Meine Meinung:

Mit ca. 600 Seiten kommt dieser Sommer-Roman relativ dick daher. Da wundert es auch nicht, dass man vor allem in der Mitte manches hätte kürzen können.

Aber kommen wir erstmal zu den Basics: Das Buch erzählt die Geschichte aus den Perspektiven von Julie und Cassie, die unterschiedlicher nicht sein könnten, was durch die Perspektivwechsel deutlich wird. Cassie ist vermeintlich stark und selbstständig und hat sich schon als Kind vorgenommen, nie zu heiraten. Julie hingegen ist romantisch veranlagt, versucht es allen Recht zu machen und erfindet ihre eigenen Märchengeschichten. Dieser liebenswerte Spleen findet auch Platz in ihren Kapiteln, was ich sehr süß fand. Gestört haben mich aber ihre "Randnotizen, die sich immer wieder in Klammern im Fließtext wiederfinden. Dies hätte man nicht als Randnotiz erwähnen müssen, denn so störte es eigentlich nur beim Lesen.

Der Schreibstil ist nicht zu seicht, aber locker genug, um beim Lesen zu entspannen und die Geschichte einfach auf sich wirken lassen zu können, was gut zum Roman passt.

Der ständige Kleinkrieg zwischen dem Schwestern, dem man als Leser bewohnen muss, zehrt irgendwann an den Nerven, vor allem da die Annäherung sich lange dahinzieht. Als sie dann da ist, kommt sie fast schon zu plötzlich und zu einfach, macht das Klima aber wesentlich angenehmer.

Auch die Nebencharaktere werden nicht vernachlässigt, da sie durch die ständigen Rückblenden und Erzählungen der Protagonisten lebendig werden, auch wenn sie keine große Rolle im Roman spielen. Vor allem die Negativen dieser Sorte wirken nicht zu blass und können einen schon einmal auf die Palme bringen mit ihrem Verhalten.

Ich konnte nicht jede Sichtweise verstehen, wollte einzelne Charaktere manchmal durchschütteln und auch wenn Klischees vorhanden waren, hat mich das erstaunlicherweise doch nicht gestört, denn trotz dieser eher negativen Punkte, fesselt das Buch den Leser auf seine eigene Art. Trotz alledem hätten in der Mitte ca. Seiten weggelassen werden können, um es etwas knackiger zu machen.


Fazit:

Ein schöner Sommer-Roman über Familie, Liebe und eine tiefe Freundschaft zweier Schwestern. Konnte mich überzeugen!

Veröffentlicht am 05.06.2018

Habe mehr erwartet

Iron Flowers – Die Rebellinnen
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Inhalt:

Ihr Leben lang wurde Serina darauf vorbereitet, als Grace vom Regenten auserwählt zu werden. Als Frau soll sie schön, anmutig und unterwürfig sein und genau darauf arbeitet Serina seit ihrer Kindheit ...

Inhalt:

Ihr Leben lang wurde Serina darauf vorbereitet, als Grace vom Regenten auserwählt zu werden. Als Frau soll sie schön, anmutig und unterwürfig sein und genau darauf arbeitet Serina seit ihrer Kindheit hin. Nomi, ihre Schwester, könnte gegensätzlicher nicht sein. Sie ist wild und rebellisch und hat, trotz Verbot für Frauen, das Lesen gelernt. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders als gedacht und die unzertrennlichen Schwestern werden auseinandergerissen. Beide erwartet ein unheilvolles Schicksal und doch wollen sie für ihre Rechte kämpfen. Für die jeweils andere Schwester.Für sich selbst. Und für alle Frauen.



Meine Meinung:

Ich kann mich mit meiner Rezension leider nicht den vielen positiven Stimmen anschließen.

Der Einstieg ins Buch wird sehr kurz abgehandelt, sodass es mir schwerfiel, in die Geschichte hineinzufinden. Serina ist zu Anfang sehr naiv und mir daher weniger sympathisch gewesen als ihre rebellische Schwester Nori, die viel mehr Feuer besitzt als gut für sie ist in einer Welt, in der Frauen unterdrückt werden. Die Charaktere außerhalb der beiden Protagonisten bieten zwar viel Potenzial, bleiben leider aber blass, was vielleicht auch am oberflächlichen Schreibstil liegen könnte. Die Geschichte hat mich trotz Gewalt, Schmerz und Leid kaum berühren können und das, obwohl für ein Jugendbuch doch eindrucksvolle Überlebenskämpfe á la Tribute von Panem ausgeführt werden.



Nomi ist ein interessanter Charakter, der zum Ende heraus leider wiederum blauäugiger wird. Ihre Schwester Serina mausert sich hingegen zu einer Rebellin, was mir wiederum gut gefallen hat. Der Tausch der Lebenswelten der beiden Schwestern und ihre charakterliche Unterschiedlichkeit bieten grundsätzlich spannenden Stoff, auch wenn dies für mich leider nicht genug ausgekostet wurde. Der gewisse Funke hat mir gefehlt, um meine Aufmerksamkeit während des Lesens beizubehalten.

Auch Teile vom Ende ließen sich vorhersagen, was das Lesevergnügen für mich geschmälert hat. Trotzdem hat es die Autorin mit einem großen Cliffhanger am Ende geschafft, dass ich den zweiten Teil der Reihe lesen möchte, der Potenzial für mehr Spannung bietet.


Fazit:

Ich kann den Hype um dieses Buch nicht ganz nachvollziehen, da mir einfach das Gewisse Etwas gefehlt hat.