Profilbild von 9Buecherwurm9

9Buecherwurm9

Lesejury Star
offline

9Buecherwurm9 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit 9Buecherwurm9 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2026

85% Spice, 15% (größtenteils) blasse Protagonisten

For the Fans (Deutsche Ausgabe)
0

„For the Fans“ war schon lange im englischen Original auf meiner Wunschliste. Dem entsprechend war ich total überrascht und begeistert als ich gesehen habe, dass es nun auch auf Deutsch erscheint. Besonders, ...

„For the Fans“ war schon lange im englischen Original auf meiner Wunschliste. Dem entsprechend war ich total überrascht und begeistert als ich gesehen habe, dass es nun auch auf Deutsch erscheint. Besonders, da ich bis jetzt hauptsächlich gutes von dem Buch gehört hatte, habe ich mich sehr drauf gefreut. Leider konnte das Buch meine Erwartungen allerdings so gar nicht erfüllen.

Die beiden Hauptcharaktere Avi und Kyran waren wahnsinnig blass. Beide sind auf ihre Art wandelnde Klischees, Avi der planlose, Kunst liebende Kiffer und Kyran der disziplinierte und verschlossene Star-Quaterback. Man hat zwar mitbekommen, dass beide auf ihre Art eine Rolle spielen, das „Warum“ wurde aber erst so spät beantwortet, dass mir zu dem Zeitpunkt beide schon ziemlich auf den Senkel gingen. Außerdem war die Entwicklung der Beziehung der beiden immer sehr sprunghaft. So wurden die verschiedenen Phasen – sie kennen sich nicht, sind Stiefbrüder, … - stets beschrieben, allerdings konnte ich zwischen diesen Phasen nie wirklich eine Entwicklung erkennen. Dadurch war ich dann doch immer etwas irritiert, wie die nächste Phase plötzlich eingeleitet wurde.

Mein zweites riesengroßes Problem waren die Spicy Kapitel. An sich lese ich entsprechende Inhalte gerne, sie sollten aber bitte zur Geschichte passen und gut eingebettet sein. Dass es bei dem Thema viel Smut geben wird, war mir ebenfalls klar. Allerdings war es meiner Meinung nach deutlich zu viel. Gefühlt gibt es in den Kapiteln 5 bis 25 fast keinen anderen Inhalt und wenn doch, dann drehen die Protas sich thematisch im Kreis. Außerdem war der Smut für meinen Geschmack so unangenehm und gleichzeitig so eintönig geschrieben, dass ich es erst einfach nur unangenehm zu lesen fand und die Seiten irgendwann einfach nur noch überflogen habe.

Das letzte viertel hat mich dann doch wieder überrascht. Hier wurden einige Themen aufgeklärt, es gab wieder mehr Inhalt und die Charaktere wirkten nahbarer. Wäre das ganze Buch entsprechend geschrieben gewesen, hätte es mir sehr gut gefallen. Auch hätte ich mir für einige Themen aus den letzten Kapiteln deutlich mehr Raum gewünscht. So wie es ist hat mir „For the Fans“ aber leider größtenteils gar nicht zugesagt und besonders im Mittelteil hat es teils viel Überwindung gekostet überhaupt weiterzulesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.02.2026

Eine süße und kurzweilige Geschichte

Football Royalty
0

Der Schreibstil von Eden Finley ist – wie bis jetzt bei jedem ihrer Bücher - sehr angenehm. Man kommt problemlos in die Geschichte und kann sowohl den Charakteren als auch der Handlung selbst super folgen. ...

Der Schreibstil von Eden Finley ist – wie bis jetzt bei jedem ihrer Bücher - sehr angenehm. Man kommt problemlos in die Geschichte und kann sowohl den Charakteren als auch der Handlung selbst super folgen.

Was mir an Peyton und Levi sehr gut gefallen hat ist, wie sie sich nicht nur gegenseitig ergänzen, sondern auch je nach Situation ihre jeweiligen „Rollen“ tauschen beziehungsweise anpassen. So ist Peyton zum Beispiel in vielen Situationen der selbstbewusste Quarterback mit der für viele Sportler typischen Arroganz. Gleichzeitig hat er in der Beziehung mit Levi jedoch kein Problem damit, seine Unerfahrenheit zu zeigen und zu kommunizieren, dass er Anleitung braucht.

Die Handlung hatte für mich dieses mal leider leichte Schwächen. Es hat sich sehr lange sehr viel um das Aufwachsen der beiden Protagonisten gedreht, dass es sich hier um ähnliche Voraussetzungen und doch ganz andere Umstände gehandelt hat. Da hat sich die Geschichte nach einiger Zeit doch etwas im Kreis gedreht. Gleichzeitig wurde der erwartbare Wendepunkt sehr schnell abgearbeitet. Das hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht.

Davon abgesehen handelt es sich auch bei Football Royalty um ein Buch das man gerne anfängt, weil man sich schon zu Beginn auf das Happy End freut und der Weg dahin ein Lächeln ins Gesicht und ein wohliges Gefühl hinterlässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2026

Oberflächlich und Lückenhaft

Books & Coffee - An Wunder muss man glauben
0

Emilia will eigentlich Schauspielerin werden. Nach dem überraschen frühen Tod ihrer Serienfigur macht jedoch nicht nur ihr Freund mit ihr Schluss, sondern sie wird auch noch aus ihrem WG-Zimmer geschmissen. ...

Emilia will eigentlich Schauspielerin werden. Nach dem überraschen frühen Tod ihrer Serienfigur macht jedoch nicht nur ihr Freund mit ihr Schluss, sondern sie wird auch noch aus ihrem WG-Zimmer geschmissen. Überfordert und planlos zieht sie zurück zu ihren Eltern nach Nürnberg wo sie unter anderem auf Lucy trifft, die das Café Zuckerzeit übernommen hat. Ein Ort, der Emilia und ihrer verstorbenen Oma viel bedeutet hat und zu dessen Erfolg Emilia beitragen möchte.

Die Idee fand ich super schön und vom Klappentext her versprach die Geschichte ein richtiges Wohlfühlbuch zu werden. Leider konnte es mich jedoch zu keinem Zeitpunkt wirklich begeistern. Direkt im ersten Kapitel wird man mit haufenweise unsympathischen Charakteren konfrontiert. Ja, das ist eine wichtige Einleitung für die Geschichte, trotzdem ist es mir dann doch etwas schwer gefallen, interessiert und motiviert weiterzulesen.
Mit Emilia bin ich leider das ganze Buch über nicht wirklich warm geworden. Die Momente, in denen sie von der allgemeinen Situation überfordert war und nicht wusste, was sie machen soll, waren spannend und extrem nachvollziehbar. Insgesamt war sie für mich aber leider ein doch sehr flacher und wenig nachvollziehbarer Charakter. Anstatt zu überlegen, was sie machen möchte, springt sie von einem Mann zum nächsten. Freundschaften sind auf einmal da und irgendwie ist sie dann doch Expertin für alles. Außerdem wird gefühlt alle zwei Seiten erwähnt, dass sie wunderschön ist und dass sie darunter leidet, damit das bloß niemand vergisst. Dafür waren die meisten Nebencharaktere zu nett, dass ich sie schnell ins Herz geschlossen habe.

Auf dem ersten Seiten hatte ich meine Problemen mit dem Schreibstil, habe mich dann aber zum Glück relativ bald einfinden können. Allerdings hatte ich weiterhin mit der Entwicklung der Geschichte meine Probleme. Vieles wirkte doch sehr konstruiert und ich hatte bei manchen Entwicklungen das Gefühl, dass mir ein Kapitel fehlt. Vieles war für mich leider weder emotional, noch logisch nachvollziehbar. Egal ob familiäre Themen, der Buchclub, das Café oder Emilias anfänglicher Job im Secondhandshop, alles wird sehr oberflächlich behandelt und wie durch ein Wunder kollidiert natürlich nichts wirklich miteinander.

Ich habe mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, weil die Idee sich wirklich gut angehört hat. Leider konnte es mich jedoch gar nicht abholen, sowohl der Geschichte selbst, als auch den Charakteren fehlte es an Tiefe und eine wirkliche (nachvollziehbare) Entwicklung gab es leider nicht. Auch bezüglich der Lovestory ist bei mir der Funke so gar nicht übergesprungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2026

Langweilig und langatmig

Loki − Her Twisted Heart
0

Auf „Loki – Her Twisted Heart“ habe ich mich sehr gefreut. Alle, die sich ein bisschen für nordische Mythologie interessieren sind schon mal über den Gott des Chaos gestolpert und haben bestimmt schon ...

Auf „Loki – Her Twisted Heart“ habe ich mich sehr gefreut. Alle, die sich ein bisschen für nordische Mythologie interessieren sind schon mal über den Gott des Chaos gestolpert und haben bestimmt schon mal in ein oder anderer Form ihr Herz an ihn verloren. Leider konnte mich die Geschichte jedoch gar nicht überzeugen.

Harlow ist Teil der Agrai, einer Gemeinschaft rein weiblicher Kriegerinnen, die die Welt der Menschen beschützen sollen. Loki, den Gott des Chaos, kennen vermutlich alle. Keiner der beiden Hauptcharaktere konnte mich im laufe der Geschichte so richtig überzeugen. Bei Loki wurde sich für meinen Geschmack zu sehr auf das verlassen, was man eh über ihn weiß. Er hatte relativ wenig Raum, um sich abseits der bekannten Vorurteile als Charakter zu entwickeln. Harlow hat sich im Laufe der Geschichte leider hauptsächlich durch ihr ständiges hin und her, zwischen Hass, Vertrauen und Liebe, ausgezeichnet. Dafür, dass sie offiziell eine Elite-Kriegerin ist, war sie mir häufig zu naiv.

Die Geschichte rund um Harlow und Loki konnte mich leider gar nicht überzeugen. Ihre Reise durch die Welt der Götter war gespickt von Romantasy-Klischees und somit leider sehr vorhersehbar. Ich war zu keinem Zeitpunkt wirklich gebannt von den Geschehnissen, sondern musste mich leider eher durchkämpfen. Außerdem hatte ich das Gefühl, die gleiche Situation wieder und wieder zu lesen, nur an einem anderen Ort. Charakterlich oder in ihrem Umgang miteinander haben sich die beiden Charaktere leider nicht wirklich entwickelt.

Am meisten enttäuscht hat mich vermutlich, dass so viel Potential verschenkt wurde. Das Setting wäre da gewesen, es wurden einige Mystische Wesen vorgestellt und die Grundidee der Geschichte war spannend. Leider ging es aber hauptsächlich um die nicht allzu spannenden Charaktere. Auch das Ende war so vorhersehbar, dass ich mir verkneifen musste, mit den Augen zu rollen. Insgesamt konnte mich die Geschichte leider gar nicht abholen, weshalb ich die Fortsetzung nicht lesen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2026

Spannender Auftakt, dann stark nachgelassen

Die versteckte Apotheke
0

Mit "Die versteckte Apotheke" hatte ich einen guten Lesestart, im Verlauf des Buches dann aber leider auch immer mehr Probleme.

Zunächst hat mir gut gefallen, dass zwei Geschichten aus der Sicht von drei ...

Mit "Die versteckte Apotheke" hatte ich einen guten Lesestart, im Verlauf des Buches dann aber leider auch immer mehr Probleme.

Zunächst hat mir gut gefallen, dass zwei Geschichten aus der Sicht von drei Frauen in zwei unterschiedlichen Epochen erzählt wurden. Die von Eliza und Nella im 18. Jahrhundert, sowie die von Caroline in der heutigen Zeit, welche über die Vergangenheit stolpert. Leider konnte ich mit keinem der drei Charaktere so richtig warm werden.

Generell lese ich nicht wirklich gerne historische Romane. Vielleicht habe ich deshalb keinen wirklichen Zugang zu der Geschichte von Eliza und Nella gefunden, auch wenn sie grundsätzlich durchaus interessant war. Die Geschichte von Caroline fand ich zu Beginn noch interessant, je mehr ich gelesen habe, desto furchtbarer fand ich sie allerdings. Die Erzählung strotzte nur so vor Logiklücken und Widersprüchen. Sie hatte teilweise ordentliche Längen, nur um dann sehr abrupt zu enden. In vielen Bereichen des Buchs habe ich mich ziemlich verloren gefühlt wobei ich nicht weiß, ob es am holprigen Schreibstil oder an der Übersetzung lag. Auf jeden Fall habe ich mich durch die letzten 100 Seiten ziemlich durch gequält. Auch, wenn ein spannendes Thema behandelt wird, kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere