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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2022

Eine ungeplante Zeitreise

#London Whisper – Als Zofe ist man selten online
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Zoe hat es endlich geschafft. Sie hat ihre Eltern dazu überredet ein Jahr in einem Londoner Internat zur Schule gehen zu dürfen. Doch kaum hat sie sich dort eingelebt guckt sie in einen Spiegel und wacht ...

Zoe hat es endlich geschafft. Sie hat ihre Eltern dazu überredet ein Jahr in einem Londoner Internat zur Schule gehen zu dürfen. Doch kaum hat sie sich dort eingelebt guckt sie in einen Spiegel und wacht auf einmal in 1814 auf. Doch das kann doch eigentlich nur ein Traum sein, oder? Und was ist mit Hayden, den jungen Lord der sich ebenfalls nicht ganz zeitgemäß verhält.

Der Schreibstil von Aniela Ley gefällt mir sehr gut. Man kommt gut in die Geschichte rein und freut sich auf jedes neue Kapitel.

Zoe als Hauptcharakter hat mir gut gefallen. Sie ist selbstbewusst, weiß was sie will und setzt sich für sich und andere ein. Sie findet sich erstaunlich schnell mit der neuen Situation ab, verliert ihre Ziele jedoch nie aus den Augen.
Miss Lucie gefällt mir sehr gut. Sie ist eine junge Dame aus der gehobenen Londoner Gesellschaft zu einer Zeit, in der es extrem schwer ist, als Frau aufzuwachsen. Es gibt mehr Vorgaben, was verboten ist als man sich vorstellen mag und jeder Moment scheint ein Balanceakt zu sein. Das wird von der Autorin sehr gut beschrieben. Besonders bei ihr ist es schön zu sehen, wie sie sich im Laufe der Geschichte verändert.
Hayden finde ich schwer zu beschreiben. Er scheint nett und loyal zu sein, allerdings habe ich das Gefühl, das ganze Buch über nicht wirklich viel über in zu erfahren, obwohl er ein Hauptcharakter ist. Ich hoffe, dass sich das in der Fortsetzung ändert.

Insgesamt hat mich die Geschichte nicht vom Hocker gehauen, mir aber doch gut gefallen. Da sie mit einem ziemlichen Cliffhanger endet, werde ich die Fortsetzung auf alle Fälle lesen.

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Veröffentlicht am 26.02.2022

Tolles Fantasy-Jugendbuch mit ein paar Schwächen

Legend Academy, Band 1: Fluchbrecher
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Damit ihr bester Freund Sinclair einer Strafe entgeht, muss die Guerilla Strickerin Graylee über den Sommer ihre Schule verlassen und auf ein Internat in Texas gehen. Doch dort ist nicht so wie es scheint. ...

Damit ihr bester Freund Sinclair einer Strafe entgeht, muss die Guerilla Strickerin Graylee über den Sommer ihre Schule verlassen und auf ein Internat in Texas gehen. Doch dort ist nicht so wie es scheint. Denn das Internat ist nicht für Jugendliche mit speziellen Bedürfnissen, sondern solche, mit übernatürlichen Fähigkeiten. Schon bald befindet Graylee sich in einem Chaos von sprechenden Kolibris, einem Fluch und der Frage, wer sie selbst ist.

Graylee ist ein toller Hauptcharakter. Sie ist zynisch, lässt sich nicht unterkriegen und ist immer für ihre Freunde da. Sie wird stets in einem positiven Licht dargestellt, ohne dabei perfekt zu sein.

Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass die nordische Mythologie gut mit eingearbeitet wurde. Die Autorin hat sich trotzdem einige Freiheiten genommen und gleichzeitig alles so gut erklärt, dass auch Leser, die sich in dem Bereich nicht auskennen, die Geschichte verstehen sollten.
Nina MacKay baut immer wieder Klischees ein, über die sie sich ein paar Sätze später selbst lustig macht, wodurch die Geschichte sehr erfrischend ist. Außerdem gibt es immer mal wieder tiefgründige Gedanken und Szenen, in denen sich die Charaktere selbst hinterfragen. Als Leserin habe ich da immer kurz gestockt und musste selbst nachdenken. Das ganze war aber so gut verpackt, dass es sich nie wie eine Belehrung anfühlte.

Ein paar Schwächen hatte das Buch dann aber leider doch. Manche Szenen haben sich gefühlt zig mal wiederholt. Klar müssen manche Sachen auch erst mal sacken und ich finde es gut, wenn nicht alles sofort funktioniert. Das war mir teilweise dann aber doch zu viel. Auch einige Charaktere gingen mir in ihrer Entwicklung etwas auf den Keks. Für jeden Schritt, den sie nach vorne gemacht haben, ging es wieder zwei zurück.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Graylee ist ein interessanter Hauptcharakter und auch die Nebencharaktere waren sehr interessant. Das Buch endet mit so einem fiesen Cliffhanger, dass ich die Fortsetzung auf alle Fälle auch lesen möchte.

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Veröffentlicht am 29.11.2021

Ein positiv verrücktes Buch irgendwo zwischen „Feel Good“ Roman und Gesellschaftskritik

Heartbreak Boys
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Jack und Nate sind kurz davor die Highschool abzuschließen. Den Abschlussball wollen beide jeweils mit ihrem Freund verbringen und anschließend einen tollen Sommer genießen. Doch als Dylan und Tariq auf ...

Jack und Nate sind kurz davor die Highschool abzuschließen. Den Abschlussball wollen beide jeweils mit ihrem Freund verbringen und anschließend einen tollen Sommer genießen. Doch als Dylan und Tariq auf dem Abschlussball mit ihnen Schluss machen und verkünden, dass sie zusammen sind, sind die Pläne hinfällig. Gemeinsam gehen Jack und Nate den Sommer über auf einen Roadtrip und posten als „TheHertbreakBoys“, um ihren Exfreunden eins auszuwischen.

Der Schreibstil von Simon James Green ist sehr angenehm zu lesen. Die Geschichte wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt – der von Jack und der von Nate – was beim lesen auf aufgrund des Stils sehr gut rüberkommt.

Sowohl Jack, als auch Nate haben mir als Charaktere sehr gut gefallen. Jack ist ein Paradiesvogel. Er lebt und liebt jedes Klischee, welches es über Schwule gibt. Er ist laut und stolz und oft etwas drüber, aber genau das macht ihn so interessant.
Nate hingegen ist leise und zurückhaltend. Er passt sich anderen an, möchte bloß nicht aus der Reihe tanzen und am besten nicht gesehen werden.
Beide Charaktere sind fast komplett gegensätzlich, ergänzen sich aber perfekt. Es macht Spaß zu sehen, wie sie miteinander umgehen, sich aneinander anpassen und gegenseitig fordern.

Im Mittelteil fand ich die Geschichte etwas langatmig. Hier waren die beiden Erzählperspektiven nicht so gut umgesetzt, da ich teilweise das Gefühl hatte, Situationen doppelt zu lesen.Insgesamt hat mir das Buch aber wirklich gut gefallen. Die Charaktere waren sehr interessant, es gab tolle Denkanstöße und handelte sich um eine gute Mischung aus „Feel Good“ Buch und Gesellschaftskritik.

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Veröffentlicht am 10.10.2021

Ein magisches Buch das vor englischem Humor trieft

The Stranger Times
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„The Stranger Times“ ist eine Zeitung, die über alles übernatürliche berichtet, was in der Welt so geschieht. Geister, UFO Sichtungen und alles andere was irgendwelche Spinner erzählen wird aufgeschrieben ...

„The Stranger Times“ ist eine Zeitung, die über alles übernatürliche berichtet, was in der Welt so geschieht. Geister, UFO Sichtungen und alles andere was irgendwelche Spinner erzählen wird aufgeschrieben und abgedruckt. Aber ist das wirklich alles Spinnerei?

Der Einstieg in das Buch ist mir tatsächlich etwas schwer gefallen. Es ist voll von britischem Humor und dem entsprechend (zumindest für mich) zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Außerdem geht es zu Anfang oft zwischen mehreren verschiedenen Perspektiven hin und her, was mich doch etwas verwirrt hat.

Insgesamt hat mir das Buch aber wirklich gut gefallen. Es hat exzentrische Charaktere, ist sehr humorvoll und einfach anders. Vermutlich fällt es mir deshalb auch so schwer, eine vernünftige Zusammenfassung zu schreiben. Es ist eins dieser Bücher, die man einfach selbst lesen muss, weil es unmöglich ist, den Inhalt sinnvoll und ohne Spoiler wiederzugeben. Auf alle Fälle freue ich mich schon auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Ein schöner Herbstroman

Was wir in uns sehen - Burlington University
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Chastity ist vor zwei Jahren aus einer Sekte in Wyoming geflohen. Nun hat sie nicht nur die Freiheiten, sondern auch die Probleme eines normalen Mädchens. Sie quält sich durch die Kurse an der Uni, muss ...

Chastity ist vor zwei Jahren aus einer Sekte in Wyoming geflohen. Nun hat sie nicht nur die Freiheiten, sondern auch die Probleme eines normalen Mädchens. Sie quält sich durch die Kurse an der Uni, muss Freundinnen finden und Zicken überstehen und dann ist da noch Dylan, ihr bester Freund von Zuhause, der mit ihr an der gleichen Universität studiert und für sie so viel mehr ist.

Der Schreibstil von Sarina Bowen hat mir gut gefallen. Er lässt sich angenehm lesen und man kommt gut in die Geschichte rein. Außerdem versteht man das Spin-off zur „True North“-Reihe auch ohne diese zuvor gelesen zu haben.

Chastity hat mir als Charakter gut gefallen. Sie hat eine schwere Vergangenheit, was man auch in der Geschichte immer wieder merkt. Allerdings geht sie erfrischend offen und ehrlich damit um, was sie sehr interessant und sympathisch macht. Meiner Meinung nach handelt sie teilweise recht widersprüchlich, was mich in manchen Situationen etwas genervt hat. Im Großen und Ganzen hat sie mir aber gut gefallen.
Dylan hat mir auch super gefallen. Er wirkte auf mich sehr authentisch. Es hat mir gefallen, ihm bei seiner Entwicklung zuzusehen und mitzubekommen, wie sehr er sich für die Menschen einsetzt, die ihm wichtig sind.
Auch die Nebencharaktere waren sehr schön ausgearbeitet und ich habe die meisten bereits ins Herz geschlossen.

Das letzte Drittel des Buches hat mir leider nicht so gut gefallen, da mir vieles zu schnell ging. Besonders vor dem Hintergrund, dass die Handlung sich zuvor sehr (angenehm) langsam entwickelt hat. Insgesamt war es aber ein schönes Buch und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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