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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2018

Unnatural History - Steampunk in Reinkultur

UNNATURAL HISTORY
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Die Zeit: Es ist das Ende des 20. Jahrhunderts und Queen Victoria (inzwischen stolze 160 Jahre alt) regiert das Reich noch immer an oberster Stelle, gewartet von einer Lebenserhaltungsmaschine. Aufwiegelungen ...

Die Zeit: Es ist das Ende des 20. Jahrhunderts und Queen Victoria (inzwischen stolze 160 Jahre alt) regiert das Reich noch immer an oberster Stelle, gewartet von einer Lebenserhaltungsmaschine. Aufwiegelungen und Unzufriedenheit wachsen so stetig in Magna Britannia, wie das ständige Streben von Schattenwesen nach Macht und Einfluss. Roboter und Dampfmaschinen erleichtern das Leben, Dinosaurier bevölkern die Zoos und ansonsten ist die Gesellschaft viktorianisch Steif.
Der Lebemann, Weltenbummler und Adliger Ulysses Lucian Quicksilver spielt in diesem Rahmen den James Bond, Agent im Auftrag ihrer Majestät und steht einem gewitzten Widersacher aller Moriaty gegenüber.
Mit viel Liebe zum Detail wird die Zeit, Gesellschaft und Umgebung beschrieben, da es sich um den Start einer ganzen Serie handelt bleiben allerdings bei einigen Figuren noch Fragen offen.
Alles in allen ein unterhaltsamer Steampunk-Roman.

Veröffentlicht am 17.01.2021

Liebe und Hass liegen nahe beieinander

Hate You, Love You
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Ich durfte den Roman „Hate You, Love You“ im Zuge einer Leserunde auf Lesejury kennenlernen und ich war sehr gespannt auf dieses Buch von Penelope Ward, ich kannte die Autorin nämlich bereits als Teil ...

Ich durfte den Roman „Hate You, Love You“ im Zuge einer Leserunde auf Lesejury kennenlernen und ich war sehr gespannt auf dieses Buch von Penelope Ward, ich kannte die Autorin nämlich bereits als Teil eines Duos mit Vi Keeland und war nun auf den Alleingang gespannt. Ich muss sagen, ich sah jetzt keinen großen Unterschied, der Schreibstil war immer noch packend und flüssig zum Lesen. Auch die Charaktere waren weiterhin sehr gut aufgebaut und für mich realistisch. Kurz gesagt auch alleine hat Penelope Ward einen Roman geschrieben, den ich sehr gerne gelesen habe und der mich super unterhalten hat.
„Hate You, Love You“ ist ein richtiger Liebesroman, bei dem sich Feinde zu Liebenden entwickeln, inklusive einiger sehr expliziten Szenen. Oder besser in dem ein Paar seine zweite Chance bekommt, aber diese Chance ist hart umkämpft und es gibt einige unvorhergesehene Wendungen. Angestoßen wird das Ganze durch das Testament von Amelies Großmutter, denn sie vererbt ihr Häuschen zu gleichen Teilen an ihre Enkelin und eben an Justin. Justin, der Jungen, dem Amelie mit fünfzehn das Herz gebrochen hat. Und der sie seitdem hasst! Nun sehen sie sich zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder und die Gefühle sind immer noch frisch, sowohl die Liebe als auch der Hass. Und um die Situation noch zu erschweren hat Justin für seinen Aufenthalt seine Freundin mitgebracht. Wie die beiden die Vergangenheit aus den Weg räumen und was eigentlich wirklich passiert ist, müsst ihr natürlich selbst lesen, aber, wenn ihr einen unterhaltsamen, durchaus knisternden Liebesroman mit einem wundervollem Setting am Meer sucht, kann ich euch diesen Roman nur empfehlen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 08.11.2020

Die Macht der Feder

Die Romanfabrik von Paris
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Ich durfte „Die Romanfabrik von Paris“ im Zuge einer Leserunde kennenlernen, es war das Cover das mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat und ich war sehr gespannt auf mein erstes Buch von dem Autor ...

Ich durfte „Die Romanfabrik von Paris“ im Zuge einer Leserunde kennenlernen, es war das Cover das mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat und ich war sehr gespannt auf mein erstes Buch von dem Autor Dirk Husemann. Der Klappentext dieses historischen Romans verrät nur einen kleinen Teil dieser äußerst komplexen Geschichte: „Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo, die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser begeistern. Doch im jüngsten Werk ist etwas faul zwischen den Zeilen, denn es ist gespickt mit Staatsgeheimnissen. Um seinen Ruf zu retten, muss sich Dumas ausgerechnet mit seiner größten Kritikerin verbünden: der deutschen Lehrerin Anna Moll, die ihn wegen freizügiger Texte angezeigt hat.“ Jedem müsste der Name Alexandre Dumas eigentlich bekannt sein. Der Autor von „Die 3 Musketiere“ und „Der Graf von Monte Christo“ war tatsächlich der Herausgeber einer Zeitschrift mit Fortsetzungsgeschichten und rühmt sich selbst, der Erschaffer von mehreren hundert Geschichten zu sein, das schaffte er tatsächlich nur mit mehreren Angestellten, die für ihn seine Ideen zu Papier brachten. Für diese Art der Vermarktung von Literatur wurde er tatsächlich angefeindet, aber war für seine spannenden Geschichten bei der breiten Masse sehr beliebt. In diesem Roman, wird die Zeitung von Dumas für gezielte politische Fehlinformationen genützt, die Frankreich ins Chaos stürzen, Dumas will seinen guten Ruf wiederherstellen und den wahren Schuldigen ausfindig machen. Ausgerechnet in seiner eine scharfen Kritikerin Anna Moll findet er dabei eine Verbündete, denn sie jagen das gleiche Ziel. Diese Jagd führt sie von Frankreich nach England und schließlich nach Russland, doch die Beute scheint immer einen Schritt voraus zu sein.
Ich persönlich fand es sehr spannend mehr über den großen französischen Schriftsteller zu erfahren, ich empfehle hier auch das Nachwort des Autors, der dort Realität und Fiktion klar definiert. Zugleich wurde ich von einer spannenden und sehr abwechslungsreichen Verfolgungsjagd gut unterhalten und konnte mit den Protagonisten gut mitfiebern. Einige überraschende Wendungen und auch eine Prise Ironie sorgten für Spannung, die in einem fulminanten Showdown gipfelte. Hier ist auch zugleich mein einziger echter Kritikpunkt: das Ende kam dann doch etwas zu abrupt. Der Autor verwendete die ganze Geschichte so viel Sorgfalt auf seine Erzählung, man merkt die detaillierte Recherche und auch die ausführlichen, fast malerischen Beschreibungen, selbst von Kleinigkeiten, ja selbst der Sprachgebrauch wurde (ohne altmodisch zu wirken) dem Zeitgeist angepasst, da war ich dann doch vom Finale etwas überrumpelt. Es werden zwar noch einige lose Fäden verknüpft, aber trotzdem war mir der Abschluss etwas zu kurz.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 15.03.2020

Das Leben muss weiter gehen

Mein Herz in deinen Händen
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Ich durfte von dem Roman „Mein Herz in Deinen Händen“ der Autorin Corinne Michaels im Zuge einer Leserunde hier auf Lesejury lesen und möchte mich gleich dafür bedanken, meine Rezension wurde davon aber ...

Ich durfte von dem Roman „Mein Herz in Deinen Händen“ der Autorin Corinne Michaels im Zuge einer Leserunde hier auf Lesejury lesen und möchte mich gleich dafür bedanken, meine Rezension wurde davon aber nicht beeinflusst.
Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Band der Trilogie um die Hennington-Brüder, jeder Band beschäftigt sich mit einem der Brüder und ihrer jeweiligen Partnerin, sie sind in sich abgeschlossen und so wirkte der erste Teil zumindest auf mich, unabhängig voneinander zu lesen. Hier geht es nun um Zach, dessen Jugendliebe Presley nach 17 Jahren als Witwe mit Zwillingssöhnen nach Hause zurückkehrt. Da Zach es mittlerweile bereut, Presley überhaupt verlassen zu haben, hat er nun eine zweite Chance – doch es ist schwer gegen einen toten Rivalen anzukommen. Erzählt wird die Liebesgeschichte der beiden von den beiden Protagonisten Presley und Zach selbst in Ich-Form, so lernt man vor allem Presleys innere Zerrissenheit besonders gut kennen, aber ganz ehrlich, zu Beginn des Buches steht eine Triggerwarnung, die ich trotz aller Emotionen und Schicksalsschläge nicht ganz verstanden habe. Ja Presley wurde in ihrem Leben arg gebeutelt, sie hat einige Tragödien überstehen müssen, aber trotz allem ist es auch eine romantische Liebesgeschichte mit vielen positiven Emotionen, ich möchte aber an dieser Stelle nicht zu viel erzählen. Alles in allem ist „Mein Herz in Deinen Händen“ eine emotionale Liebesgeschichte um einen Neuanfang und dank seines flüssigen Schreibstils und guter Charaktere recht schnell zu verschlingen. Wenn ihr Lust habt auf eine etwas andere Liebesgeschichte seit ihr hier auf jeden Fall richtig.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl
Veröffentlicht am 03.02.2020

Die blauen Rosen

Eisige Dornen
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Ich durfte von dem Schweden-Krimi Eisige Dornen, Band Vier der Nathalie-Svensson-Serie ein Rezensionsexemplar des Verlages lesen und möchte mich gleich vorweg dafür bedanken, meine Meinung wurde davon ...

Ich durfte von dem Schweden-Krimi Eisige Dornen, Band Vier der Nathalie-Svensson-Serie ein Rezensionsexemplar des Verlages lesen und möchte mich gleich vorweg dafür bedanken, meine Meinung wurde davon aber natürlich nicht beeinflusst. Bei Krimis bin ich generell vorsichtig, was eine Wiedergabe des Inhalts betrifft, damit ich nicht aus Versehen zu viel verrate und anderen Lesern den Spaß verderbe. Deswegen zitiere ich hier nur den Klappentext: „In Ystad wird der Fußballstar Hendrik Borg tot in seinem Sommerhaus gefunden – auf seiner Brust liegt eine blaue Rose. Es scheint fast, als wäre er friedlich eingeschlafen. Doch ein natürlicher Tod kann schnell ausgeschlossen werden. Innerhalb von einer Woche kommt es zu weiteren Todesfällen. Der Täter hat alle Opfer mit einer blauen Rose versehen. Psychiaterin Nathalie Svensson soll mit ihren Kollegen von der Spezialeinheit die Jagd nach dem unkalkulierbaren Serienmörder aufnehmen. Was hat die Toten zu Lebzeiten miteinander verbunden? Warum mussten sie sterben? Und vor allem: Wo wird der Killer als nächstes zuschlagen?“ Wie gesagt, es handelt sich um den vierten Teil einer Serie, aber der Fall ist in sich abgeschlossen und man kommt als Quereinsteiger sehr gut zurecht, was die Personen und das Team um Nathalie Svensson betrifft – ich selbst kannte die anderen Bände auch nicht. Geschrieben ist dieser spannende und verzwickte Krimi mit wechselnden Perspektiven, aber immer in der Dritten Person, man blickt sogar dem Täter ab und zu über die Schulter, was aber mehr für Spannung und Verwirrung sorgt, als es einem der Lösung näher bringt. Auch die Einführung der vielen Charaktere fand ich am Anfang etwas verwirrend, vor allem weil es immer wieder zur Rückblenden kommt und in meinen Augen zu viele Nebenhandlungen rund um das Privatleben der Ermittler, aber das ist Geschmackssache. Auf jeden Fall ist der vorliegende Krimi eine spannende Täterjagd, bei der alle lange im Dunkeln tappe und gekonnt falsche Spuren gelegt werden, dadurch wird aber auch der Spannungsbogen bis zum Schluss gehalten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere