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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2020

Humorvoll, witzig, herzlich und mit äußerst sympathischen Charakteren

Memento Monstrum
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Erinnerst du dich an die schaurigen Geschichten über Graf Dracula, Werwölfe oder den Yeti?
Ja? – Dann vergiss ganz schnell, was du glaubst du wissen.
Nein? – Prima! Dann lass dir auch in Zukunft keinen ...

Erinnerst du dich an die schaurigen Geschichten über Graf Dracula, Werwölfe oder den Yeti?
Ja? – Dann vergiss ganz schnell, was du glaubst du wissen.
Nein? – Prima! Dann lass dir auch in Zukunft keinen Stuss darüber erzählen und lies in diesem Buch, was wirklich geschehen ist.

Vlad Dracula ist Wahrheit kein blutrünstiger Vampir, der liebend gerne Menschen beißt. Dracula ist ein 589-jähriger Fledermaus-Opa, der seine Enkel liebt, äußerst freundlich und höflich ist und am liebsten nie einen Menschen beißen würde.
Was mit dem Yeti, dem Werwolf und dem schleimigen Fischmonster ist? Kann ich dir leider nicht verraten. Dafür musst du das Buch selber lesen.

Jochen Tills neustes Kinderbuch ist ein wahrer Hingucker. Das Buch ist so unglaublich schön aufgemacht. Es glänzt und funkelt und sieht einfach nur großartig aus. Ein absolutes Muss im gutsortierten Bücherregal. Mir ist das Buch zunächst tatsächlich nur wegen seines Äußeren aufgefallen. Dass es mich auch inhaltlich angesprochen hat, ist mir erst auf den zweiten Blick aufgefallen.
Die witzigen Illustrationen von Wiebke Rauers geben dem Buch den letzten Feinschlief. Ohne die Illustrationen wäre das Buch nur halb so toll. Sie geben dem Ganzen das gewisse Etwas.
Im Übrigen hat Wiebke Rauers nicht nur die Illustrationen zum Buch gestaltet, sie hat auch die Idee dazu geliefert. Schriftstellerisch umgesetzt wurde es dann von Jochen Till. Meiner Meinung nach eine wunderbare Mischung. Ich mag Jochen Tills Art zu schreiben.

Vermeintliche Ungeheuer in äußerst freundlich, sympathisch und liebenswert. Ich mag die Idee und auch die Umsetzung.

Dracula hat in seinen fast 600 Lebensjahren schon so einiges erlebt und schwierige Situationen gemeistert. Doch dieses Wochenende steht ihm die wohl schwierigste Aufgabe bevor: er soll auf seine drei Enkel aufpassen. Seine Frau und seine Tochter brechen zu einem Wellness-Kurztrip auf und lassen die drei Kinder in den vertrauensvollen Händen Draculas.
Etwas überfordert von der Situation landen die Vier in Draculas imposanter Bibliothek. Während sie aus Büchern eine Höhle bauen, entdeckt die Jüngste ein altes Fotoalbum. Nostalgisch angehaucht beginnt Dracula von seinen Freunden aus alter Zeit zu erzählen.

Das Buch ist zwar für Kinder ab 9 Jahren geschrieben, bietet Erwachsenen aber genauso viel, wenn nicht sogar noch mehr Spaß an den Texten. Es eignet sich also prima zum Vorlesen oder auch selber lesen, ganz ohne Kinder.
Obwohl das Buch bereits ab 9 ist, würde ich es eher geübteren Lesern empfehlen. Der Schreibstil ist zwar einfach und leicht, doch die Textmenge und die Kapitellängen sind eher etwas für junge Leser*innen, die gerne und häufig lesen. Zum Vorlesen (lassen) eignet es sich natürlich auch für ungeübtere Leseanfänger.

Auch wenn ich bereits viele Kinderbücher gelesen habe, ist mir die Idee dieses Buches neu. Und wie bereits erwähnt, gefällt sie mir echt gut. Die vermeintlichen Monster, denen wir alle schon in Schauermärchen begegnet sind, so sympathisch zu erleben, empfand ich sehr erfrischend.
Insgesamt ist die ganze Geschichte sehr herzlich und liebevoll geschrieben. Auch wenn die Bilder ab und an etwas gruselig anmuten mögen, ist es die Geschichte nicht im geringsten. Sie vermittelt tolle Werte, ist gleichzeitig humorvoll und witzig.
Ich habe das Buch gerne gelesen und bin froh darüber gestolpert zu sein.

Fazit

Humorvoll, witzig, herzlich und mit äußerst sympathischen Charakteren. Vergesst die ganzen Schauergeschichten, die ihr bisher gehört habt, schnappt euch Memento Monstrum und erfahrt, wie die vermeintlichen Monster wirklich sind. Ihr werdet überrascht sein.

Von mir gibt es gute 4 von 5 Sternen für dieses wunderschön gestaltete Buch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2020

Wunderbares Kinderbuch mit viel Liebe, Empathie und Witz

Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen!
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Vor einiger Zeit habe ich ein anderes Kinderbuch von Anne Barns gelesen und war hin und weg von ihrem Schreibstil. Als ich dann Mirella Manusch entdeckt hatte, stand für mich fest, dass ich dieses Buch ...

Vor einiger Zeit habe ich ein anderes Kinderbuch von Anne Barns gelesen und war hin und weg von ihrem Schreibstil. Als ich dann Mirella Manusch entdeckt hatte, stand für mich fest, dass ich dieses Buch auch lesen muss. Dieses Mal schreibt Anne Barns jedoch nicht alleine, sondern zusammen mit ihrer Tochter Christin-Marie Below und auch diese Mischung hat ein ganz wunderbares Kinderbuch hervorgebracht.

Mirella ist fast 10 Jahre alt und gerade damit beschäftigt einen neuen Eckzahn zu bekommen. Naja, freiwillig macht sie das nicht, denn so einen Eckzahn zu bekommen tut höllisch weh. In Mirellas Fall tut das nicht nur weh, nein, sie erhält durch ihren neuen Zahn auch gleich eine neue Fähigkeit. Seitdem der Zahn endlich durchgebrochen ist, kann sie plötzlich mit Tieren sprechen, allen voran mit ihrem Kater Langstrumpf.
Dass das nicht ganz normal ist, ist auch Mirella klar. Als ihre Mutter am nächsten Morgen einen Blick in ihren Mund wirft, staunt sie nicht schlecht. Mirella ist kein normaler Eckzahn gewachsen, sondern ein waschechter Vampirzahn. Mirella Manusch ist ein kleines Vampirmädchen, das sich abends sogar in eine Fledermaus verwandeln kann.

Hach, die Geschichte um Mirella Manusch ist einfach nur süß, herzlich und liebevoll. Ich habe das Buch so gerne gelesen. Mirella ist ein ganz großartiges, empathisches Mädchen, das sehr gerne hilft. Und jetzt wo sie auch die Sprache der Tiere versteht, kann sie auch den Tieren das erste Mal so richtig gut helfen.
Wir Leserinnen begleiten sie dabei, wie sie einem kleinen Zwergflusspferd-Baby und seiner Mama und einer einsamen Giraffe hilft. Außerdem lernen wir Batboy kennen, einen Vampirjungen aus ihrer Nachbarschaft.

Mit viel Witz, Empathie und Liebe hat das Autorenduo ein Kinderbuch mit ganz wunderbaren, authentischen Charakteren geschaffen. Der Schreibstil ist einem Kinderbuch ab 8 Jahren angemessen einfach gehalten, so dass beim Selberlesen kein Frust entstehen muss.

Die Geschichte an sich ist für junge Leser
innen bestimmt auch ganz fesselnd. Ich werde das Buch auf jeden Fall aufbewahren, bis meine Tochter in das Alter kommt, in der sie das Buch selber lesen kann. Ich habe mich beim Lesen auf jeden Fall sehr gut unterhalten gefühlt und mir das Herz erweichen lassen.

Fazit

Ein ganz wunderbares Kinderbuch mit viel Liebe, Empathie und Witz. Es ist sehr einfach gehalten, so dass auch die jüngeren Leser viel Freude an dem Buch haben. Mir als erwachsene Leserin hat das Buch auch sehr viel Spaß gemacht.

Ich empfehle es sehr gerne weiter und vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 19.09.2020

Interessante Geschichte, tolles World-Building und authentische Charaktere

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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80 Jahre ist es her, dass ein riesiger Energiewirbel – der Urvortex – alles auf der Welt veränderte.
Im Jahr 2020 (was für ein Zufall) suchte eine noch nie dagewesene Katastrophe den Planeten Erde heim. ...

80 Jahre ist es her, dass ein riesiger Energiewirbel – der Urvortex – alles auf der Welt veränderte.
Im Jahr 2020 (was für ein Zufall) suchte eine noch nie dagewesene Katastrophe den Planeten Erde heim. Ein gigantischer Energiewirbel zerstörte die Erde, so wie wir sie kennen. Ganze Landmassen vermengten sich und löschten Länder und Städte aus. Doch nicht nur das. Der Urvortex vermengte auch die menschliche und tierische DNA mit den vier Elementen. Neue Wesen, die Splits, entstanden. Vermengte Menschen und Tiere, deren DNA mit einem der vier Elemente vermischt wurde. Die Grunder (Erde), die Schwimmer (Wasser), die Wirbler (Luft) und die Zünder (Feuer) bevölkern seitdem zusammen mit den Menschen die Erde. Doch leider nicht in Frieden miteinander.

Der einstige Urvortex hat noch weitere Spuren hinterlassen. Auf der gesamten Welt bilden sich seitdem immer wieder kleinere Vortexe, die mehrere Orte miteinander verbinden. Die sogenannten Vortexläufer trainieren sehr hart, um durch diese Vortexte springen zu können. Solch ein Sprung ist lebensgefährlich, erfordert Mut und Können. Daher kann nicht einfach jeder ein Vortexläufer werden. Beim Vortexrennen treten hunderte von Jugendliche gegeneinander an und jagen einmal um den ganzen Globus.

Unsere Protagonistin Elaine (Ellie) ist eine dieser Jugendlichen. Ihre Eltern wurden vor Jahren von Zündern ermordet und seitdem ist ihr sehnlichster Wunsch eine Läuferin zu werden. Elaine möchte das Rennen also um jeden Preis gewinnen. Bei ihrem letzten Sprung durch einen Vortex passiert plötzlich etwas noch nie dagewesenes und erschüttert die ganze Menschheit.

Klingt das nicht spannend und interessant? Für mich war die Idee so einer zukünftigen Welt jedenfalls neu. Etwas ähnliches hatte ich bisher jedenfalls noch nicht gelesen. Der Einstieg ins Buch fiel mir auch leicht und gefiel mir sehr. Ich war sofort mitten in der Geschichte und es ging rasant los. Die ersten Seiten hatte ich im Nu gelesen.
Danach lies die Geschwindigkeit und der Spannungsbogen allerdings etwas nach und ich kam nicht mehr ganz so schnell voran. Gefallen hat es mir aber dennoch weiterhin. Ich mochte den angenehm locker leichten Schreibstil, der für ein Jugendbuch mit einer Altersempfehlung ab 12 Jahren sehr passend ist. Dafür, dass das Buch schon ab 12 Jahren ist, hat es mich ein wenig gewundert, dass die Protagonistin schon 17 Jahre alt ist. Ob das bei den jüngeren Leser*innen einen Unterschied macht, weiß ich nicht. Mich hat es nicht gestört, ich bin allerdings auch einige Jahre älter als Elaine.

Kommen wir zu den Charakteren. Mir persönlich haben sie recht gut gefallen. Besonders Bale, den männlichen Protagonisten mochte ich sehr. Smart, sympathisch und ein wenig geheimnisvoll. Ellie mochte ich auch, auch wenn ich ihr manchmal gerne ein wenig den Kopf zurecht gerückt hätte. Sie war ein wenig stur, doch das habe ich lieber als eine immer Ja-sagende Protagonistin.
Auch die Nebencharaktere empfand ich als authentisch und gut ausgearbeitet. Ich konnte mir von jedem ein Bild machen und habe ihnen ihre Rollen im Buch angekauft.

Die Geschichte an sich war sehr interessant aufgebaut, hätte für meinen Geschmack allerdings etwas spannender sein können. Im Mittelteil habe ich etwas die Motivation am Lesen verloren, die kam im letzten allerdings wieder und jetzt möchte ich unbedingt wissen, wie es im zweiten Band weitergeht.

Fazit

Interessante Geschichte, tolles World-Building und authentische Charaktere. Mir hat der erste Band der Vortex-Trilogie sehr gut gefallen. Im Mittelteil hätte es für mich etwas spannender sein dürfen. Ich freue mich schon sehr darauf bald den zweiten Band dieser Trilogie zu lesen.

Von mir gibt es gute 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2020

Super süßes Buch zum Thema Freundschaft

Rille: Die Dschungelfreunde sind los!
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Freundschaft ist nicht immer nur rosig und eitler Sonnenschein, manchmal müssen Freunde auch kleinere oder größere Krisen überstehen. Rille und seine Freunde zeigen uns in diesem tollen Buch unter anderem, ...

Freundschaft ist nicht immer nur rosig und eitler Sonnenschein, manchmal müssen Freunde auch kleinere oder größere Krisen überstehen. Rille und seine Freunde zeigen uns in diesem tollen Buch unter anderem, dass es gar nicht so schlimm ist, wenn Freunde sich mal nicht so eins sind.

Der kleine Gorilla Rille soll eigentlich nur von einem Zoo in einen anderen verlegt werden, doch plötzlich findet er sich im Dschungel wieder. Noch eingesperrt in seiner dunklen Transportkiste hört Rille viele aufgeregte Stimmen von draußen. Zum Glück hat Rille seinen Kuschelaffen Mr Gibbs bei sich, ohne ihn hätte er sicherlich fürchterliche Angst vor all diesen unbekannten Wesen. Doch er ist nicht der einzige, der es ein klein wenig mit der Angst zu tun bekommt. Auch die Dschungeltiere haben bisher keine Ahnung mit wem sie es zu tun haben. Nur die weise Gürteltierdame Tatu weiß Rat und befreit Rille aus seiner Kiste.
Gürteltiere, Tapire, Wasserschweine…all diese Tiere sind neu für Rille, ebenso das Leben im Dschungel. Keine Pfleger mehr, die ihm pünktlich sein Fressen bringen, kein weiches Schlaflager mit Kuscheldecke mehr. Jetzt muss er sein Futter selber suchen und einen Platz zum Schlafen finden. Zum Glück helfen ihm seine neuen Freunde dabei.

Das Buch ist aufgeteilt in acht kurze Geschichten, die unabhängig voneinander gelesen werden können. Ich empfehle sie allerdings in der Reihenfolge zu lesen, wie sie im Buch abgedruckt wurden, da sie chronologisch so einfach mehr Sinn ergeben.

Ich habe das Buch zusammen mit meiner vierjährigen Tochter gelesen, die, genau wie ich, sehr viel Freude mit dem Buch hatte. Sie hat beim Vorlesen aufmerksam zugehört, viele Fragen gestellt und gemeinsam mit mir die großartigen Illustrationen bestaunt. Nikolai Renger hat mit seinen süßen Bildern den Text der Autorin Fee Krämer super ergänzt. Auf nahezu jeder Doppelseite gibt es viel zu entdecken und zu bestaunen.

Meiner Meinung nach haben die einzelnen Geschichten eine tolle Länge, die die Konzentration der kleinen Zuhörer nicht zu sehr strapaziert. Für meine Tochter hätten die Gschichten sogar noch etwas länger sein können. Meistens wollte sie gleich mehrere hintereinander hören.

Die einzelnen Geschichten zeigen wie schön und wertvoll Freundschaft sein kann. Sie zeigen aber auch, dass in einer Freundschaft genau so Platz für Wut, Angst und Ärger ist. Sehr einfühlsam und witzig begleitet Fee Krämer ihre Figuren und somit auch ihre Leser durch die wunderschönen Zeiten einer Freundschaft voller Freude und Glück und durch die schwierigen Zeiten, in denen man an eben dieser Freundschaft zweifelt.

Meine Tochter und ich haben Rille und seine Dschungelfreunde fest in unser Herz geschlossen und sind froh darüber, dieses wunderbare Buch entdeckt zu haben.

Fazit

Freundschaft ist nicht immer nur rosig und eitler Sonnenschein, manchmal müssen Freunde auch kleinere oder größere Krisen überstehen. Rille und seine Freunde zeigen uns in diesem tollen Buch unter anderem, dass es gar nicht so schlimm ist, wenn Freunde sich mal nicht so eins sind.
Sehr einfühlsam und witzig begleitet Fee Krämer ihre Figuren und somit auch ihre Leser durch die wunderschönen Zeiten einer Freundschaft voller Freude und Glück und durch die schwierigen Zeiten, in denen man an eben dieser Freundschaft zweifelt.

Ein wundervollen Buch mit süßen Illustrationen, das ich sehr gerne weiterempfehlen möchte. Von uns gibt es 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 09.09.2020

Leicht verständlich, mit tollen Illustrationen - das Buch gehört in jeden Haushalt mit Kind

Grüne Helden - Ohne Plastik geht es auch
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“Sich um unseren Planeten zu kümmern ist kein Hippie-Ding, es ist ein Überlebens-Ding.”

Ich erinnere mich noch an Zeiten, in denen Menschen, die sich für die Umwelt eingesetzt haben, belächelt wurden ...



“Sich um unseren Planeten zu kümmern ist kein Hippie-Ding, es ist ein Überlebens-Ding.”

Ich erinnere mich noch an Zeiten, in denen Menschen, die sich für die Umwelt eingesetzt haben, belächelt wurden oder als Öko-Tussis beschimpft wurden. Als ich vor 20 Jahren (mit 16) aufgehört habe Fleisch und Fisch zu essen, war ich eine Außenseiterin, nicht mehr ganz bei Sinnen, schwierig. Dass ich damals damit schon etwas für unsere Umwelt getan habe, das war den meisten egal. Für sie bedeutete es einfach nur mehr Aufwand bei der Essenzubereitung. Ich wurde nicht verstanden.
Nun sind 20 Jahre vergangen, die Zahl der Vegetarier und auch Veganer ist enorm gestiegen. Auch die Zahl der Menschen, die sich anderweitig um unseren Planten kümmern und trotzdem noch Fleisch konsumieren, ist gestiegen. Es gibt so viele Arten sich für unsere Umwelt einzusetzen. Jeder Einzelne von uns macht einen Unterschied, auch wenn er marginal erscheint.

Nadine Schubert, die Autorin des Buches, ist bereits seit 2013 auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben. Auf ihrem Blog berichtet sie darüber. Da die Umwelt nicht nur uns Erwachsene betrifft, sondern ganz stark auch unsere Kinder, hat sie zusammen mit der Illustratorin Inka Vigh dieses wunderbare Buch geschaffen. Alleine den Titel finde ich schon ganz großartig: “Grüne Helden – Ohne Plastik geht es auch”.

Mit einfachen Worten und wunderbaren Illustrationen zeigen die beiden Frauen, dass es für jeden von uns möglich ist im Alltag auf Plastik zu verzichten. Schritt für Schritt und so wie es für einen selbst möglich ist, kann man beginnen das Plastik aus seinem Leben zu verbannen.
Das Buch ist zwar für Kinder geschrieben und umgesetzt, aber auch Erwachsenen kann es ganz simpel erklären, was Plastik anrichtet und was wir tun können, um unserer Umwelt zu helfen.

Das Buch ist voller Wissen, Tipps und konkreten Heldenaufgaben, um sich auf den Weg in ein plastikfreies Leben zu machen. Die Aufgaben sind simpel und doch sehr effektiv. Hinten im Buch befinden sich außerdem einige Rezepte, zum Beispiel für Zaubersand, Spiel-Schleim und Bade-Bomben. Weiterhin finden sich auch Upcycling-Ideen für alte Konservendosen im Buch.

Ich konnte so einiges für mich entdecken, was ich zusammen mit meiner Tochter umsetzen möchte. Auch wenn wir schon dabei sind Plastik zu reduzieren, können wir noch viel mehr tun. Kleine Schritte und nicht alles auf einmal wollen ist hier das Stichwort. Jede Kleinigkeit hilft.

Fazit

Meiner Meinung nach gehört dieses großartige Buch in jedes Kinderzimmer. Leicht verständlich und mit tollen Illustrationen versehen, führt das Buch auch Kinder ab 8 Jahren an das Thema plastikfreies Leben heran. Wer schon immer seine Kinder in diese Thematik einbeziehen wollte, aber nicht genau wusste wie, hier ist die Lösung. Das Buch unterstützt Eltern und auch Lehrer ganz prima in der Vermittlung dieses unfassbar wichtigen Themas.

Von mir gibt es volle 5 von 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung