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AiHaninozuka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2018

Absoluter Schwachsinn

Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen
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Ich habe die Reihe vor Jahren gelesen, als sie gerade stark gehyped wurde. Anfangs war ich vom Konzept echt begeistert. Immerhin ist "Reicher Mann - junge, unerfahrene Studentin" der übliche Rahmen für ...

Ich habe die Reihe vor Jahren gelesen, als sie gerade stark gehyped wurde. Anfangs war ich vom Konzept echt begeistert. Immerhin ist "Reicher Mann - junge, unerfahrene Studentin" der übliche Rahmen für Erotikbücher.<br /><br />Ich denke, die Geschichte kennt mittlerweile jeder. Christian Grey ist stinkreich, Ana ist unerfahren, Jungfrau und dazu noch verdammt naiv. Und das mit 21.<br /><br />Für mich hat der Roman einfach zu viele Problemstellen. Angefangen bei der falschen Darstellung von BDSM über Nonconsent mit 'ner Person, die keine Ahnung hat, worauf sie sich einlässt bis hin zur absolut ungesundesten Beziehung, von der ich bisher gelesen habe.<br /><br />Der Anfang war ja ganz nett. Ana springt für ihre Freundin, die Journalistin ist, ein und interviewt Christian anstelle von ihrer Freundin, da diese krank geworden ist. Christian wirkt gelangweilt und desinteressiert und Ana ist hin und weg, weil er ja so gut aussieht. Sie bauen Kontakt auf, lernen sich kennen und dann kriegt sie recht schnell den Vertrag vor die Nase geklatscht. Bisher alles schön und gut, kann man so machen.<br /><br />Was mich enorm stört ist die Tatsache, dass die gute Dame weder Ahnung von Sex hat, noch von BDSM. Wie soll sie sich unterwerfen, wenn sie absolut unerfahren ist - in Theorie UND Praxis? Aber das ist Grey relativ Rille, immerhin muss er ja sein schweres schweres Trauma überwinden und benutzt sie dafür. <br /><br />Insgesamt wird hier also BDSM im ungesündesten Stil praktiziert. Ana hat das zutun, was Christian will, denn er weiß ja, was er braucht und tut. Ana sagt ein einziges Mal, dass Grey sich zur Hölle scheren kann, kommt dann aber brav bei ihm angekrochen und das Spiel geht von vorne los.<br /><br />Kontrollzwang steht bei Grey an oberster Stelle. Er kontrolliert Ana wo es nur gut. Natürlich nur, weil er sich so sorgt. Und weil er den Schuss nicht gehört hat.<br /><br />Fraglich, wie man sich als Mensch so behandeln lassen kann. Dass er das Safeword missachtet ist das i-Tüpfelchen. Absolut unromantisch und ungesund.<br /><br />Die Charaktere sind der Reihe nach durchweg eindimensional und haben nichts, was sie wirklich ausmacht. <br /><br />Von dem schrecklichen Schreibstil mal abgesehen. Ihre innere Göttin klatscht ungefähr 3 Trilliarden Mal. Alle paar Seiten zerspringt sie in Millionen Teile, Christians Hose sitzt ja so perfekt auf seiner Hüfte und sie errötet X Mal. Ein Wunder, dass man sie nicht direkt zu den Tomaten in den Supermarkt stellt.

Veröffentlicht am 09.10.2018

Toller Roman mit kleinen Schwächen

Schmetterlinge im Winter
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Von Sarah Jio hatte ich bis zu diesem Buch nichts gehört, allerdings hatte mich der Klappentext sofort neugierig gemacht und es stand schon Wochen vor dem Erscheinungsdatum auf meiner Wunschliste.<br /><br />Der ...

Von Sarah Jio hatte ich bis zu diesem Buch nichts gehört, allerdings hatte mich der Klappentext sofort neugierig gemacht und es stand schon Wochen vor dem Erscheinungsdatum auf meiner Wunschliste.<br /><br />Der Hintergrund des Covers und die Gestaltung des Titels gefallen mir sehr gut. Ich bin kein großer Fan von Personen auf dem Cover und denke, hier hätte man mit einem anderen Motiv vielleicht ein wenig mehr rausholen können. So wirkt es sehr schlicht und gefällt mir nur mäßig gut. Der Titel lässt sehr viel Interpretationsspielraum. Im Originalen heißt das Buch "Always" was sehr gut zur Geschichte passt - das kann man beim Lesen des Buches relativ zu Beginn rausfinden, allerdings habe ich mir auch zum Deutschen Titel eine schöne Interpretation ausgedacht.<br /><br />Der Schreibstil ist einfach gehalten und somit leicht zu verstehen und sorgt für einen guten, stetigen Lesefluss. Seite 170 bis zum Schluss habe ich an einem Stück durchgelesen und habe mich keine Sekunde gelangweilt. Hin und wieder gab es einige Grammatikfehler, aber die kann man an einer Hand abzählen, von daher stört es mich nicht sehr, obwohl ich immer großen Wert auf Richtigkeit lege, vor allem bei einem Buch. Das Einzige was mich wirklich stört, ist die Geschichte um den Tod von Cades Vater, denn auf Seite 66 heißt es, er habe sich das Leben genommen und später erwähnt er gegenüber Kaileys Großeltern, dass er im Vietnamkrieg Marine war und gefallen ist. Ich weiß nicht, ob er einfach nicht die Wahrheit über den Tod seines Vaters erzählen wollte, weil er die Großeltern gerade erst kennengelernt hatte, oder ob das ein Fehler in der Handlung ist.<br /><br />Die Handlung beginnt mit einem Abendessen zwischen Kailey und ihrem Verlobten Rayn. An diesem Abend trifft sie auch auf Cade. Von da an begleitet man sie durch die Tage, in denen sie versucht Cade zu helfen und ihre Beziehung zu Rayn aufrecht zu halten. Tracey, ihre beste Freundin, taucht auch des Öfteren auf und steht ihr mit Ratschlägen zur Seite. Man liest ausschließlich aus Kaileys Sicht, was ich ein wenig schade finde, denn sowohl Rayns, als auch Cades Perspektive hätten mich sehr interessiert. Man wechselt zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit und jedes zweite Kapitel spielt in der Vergangenheit um die Geschichte von Kailey und Cade zu erzählen.<br /><br />Mit den Figuren hatte ich so meine Schwierigkeiten. Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, um so ernüchternder war es festzustellen, dass ich zu Cade keine wirkliche Verbindung aufbauen konnte. Er erschien mir einfach nie so toll, wie Kailey es schilderte und dementsprechend konnte ich auch nicht die tiefe Verbindung zwischen den beiden nachempfinden. Kailey hat mir sehr gut gefallen. Man bekommt einen sehr guten Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt und sie wirkte auf mich sehr authentisch, zumindest ihre Handlungen konnte ich nachvollziehen. Insgesamt habe ich sie sehr für ihre Ausdauer und Geduld bewundert und wie sie mit Cade umgeht, denn dieser spricht am Anfang überhaupt nicht mit ihr.<br /><br />Rayn spielt, obwohl er ihr Verlobter ist, keine unheimlich große Rolle. Die kleine Rolle, die er hat, wurde meines Erachtens aber gut umgesetzt. Außer am Ende. Das Ende hat mich irgendwie überhaupt nicht zufrieden gestellt. Zum einen kam es irgendwie so plötzlich, als würde man nun schnell alles beenden wollen und zum anderen bleiben noch einige Fragen offen, die mich doch ein wenig stören. Allerdings ist das Meckern auf hohem Niveau und ich denke, man könnte sich auch völlig zufrieden stellen, wenn man keine Antwort auf die Fragen erhält, die mich nun noch beschäftigen. Zwar fand ich Rayns Verhalten gegen Ende hin doch sehr kurz gehalten, allerdings bin ich um jedes Buch froh, indem kein künstliches Drama aufgebauscht wird, um das Buch zu strecken.<br /><br />Insgesamt fand ich den Roman okay. Ich hatte womöglich zu hohe Erwartungen und bin deswegen umso mehr enttäuscht, dass mich die Geschichte der Beiden nicht wirklich packen konnte, weil ich keinen Zugang zu Cade gefunden habe. Das ist nämlich der Hauptgrund, weshalb die Geschichte mich nicht so berührt wie andere Leser. Irgendwie wirkte alles so blass und den Figuren hat es - meiner Meinung nach - ein wenig an Tiefe gemangelt. Somit konnten die Gefühle auch eher schwer transportiert werden. Dass das Ende dann so flott geht, trägt natürlich auch seinen Teil dazu bei.<br /><br />Trotz allem würde ich das Buch weiterempfehlen, weil ich mir vorstellen kann, dass nicht jeder so streng ist wie ich - oder Probleme mit Cades Figur haben wird - und das viele Personen die Dinge, die ich als störend und negativ empfand, gar nicht so eng sehen. Im Großen und Ganzen ist es nämlich wirklich eine aufregende Geschichte mit wahnsinnig angenehmen Schreibstil. Zudem beinhaltet sie mal ein etwas anderes Setting als die üblichen Liebesromane und das macht das ganze ziemlich spannend, weil es nicht immer die gleiche 0-8-15 Geschichte ist, bei der man sich vorher alles schon zusammen reimen kann.

Veröffentlicht am 21.09.2018

Lockere Lektüre für einen gemütlichen Nachmittag

One Dream
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Auf "One Dream" bin ich durch "Lass dich verführen" aufmerksam geworden. Letzteres ist ein eBook, welches mehrere Leseproben enthält und "One Dream" war die erste von vier verschiedenen Leseproben. Die ...

Auf "One Dream" bin ich durch "Lass dich verführen" aufmerksam geworden. Letzteres ist ein eBook, welches mehrere Leseproben enthält und "One Dream" war die erste von vier verschiedenen Leseproben. Die ersten beiden Kapitel haben mir so gut gefallen, dass ich mir direkt das eBook gekauft habe, weil ich unbedingt weiter lesen wollte!<br /><br />Man liest sowohl aus der Sicht von Abby, als auch aus der Sicht von Simon aus der "Ich"-Perspektive. Zu Beginn der Handlung erfährt man, dass Abby schon einige Monate bei Simon als Nanny angestellt ist und sich um seine Tochter Hayden kümmert. Abby schwärmt davon, was für ein toller Vater Simon ist und wie gut das Verhältnis zwischen den beiden ist und ihre Arbeit ihr, durch den lockeren Umgang, viel Spaß macht. Simon arbeitet als Investor und ist gerade dabei einen neuen Deal auszuhandeln bei dem Abby ihm hilft, in dem sie ihm Französischunterricht gibt, da sie mehrere Sprachen flüssig spricht und als Spanischlehrerin in einem Kurs arbeitet.<br /><br />Die Figuren machen, durch die Reihe weg, einen guten Eindruck und man beginnt recht schnell sie zu mögen. Einzig und allein hat mich die Ex-Frau von Simon ein wenig genervt, allerdings hat sie nur zwei kurze Auftritte, von daher spielt sie keine große Rolle. Hayden ist unfassbar süß und hier und da sind ein paar witzige Szenen dabei.<br /><br />Das Buch ist mit 256 Seiten recht kurz, aber damit nicht weniger unterhaltsam. Man begleitet Abby, Simon und Hayden in ihrem Alltag und erlebt dabei, wie sich Abby und Simon immer näher kommen. Drama gibt es dabei keines, was ich auch wirklich unpassend gefunden hätte. Die Geschichte ist recht oberflächlich, somit also nicht wirklich tiefgehend, aber das gibt das Szenario auch nicht her, somit stört mich das auch gar nicht. Hier und da ist es manchmal etwas zu kitschig, was ab und an, für meinen Geschmack, too much war.<br /><br />Der leichte Schreibstil sorgt für einen guten Lesefluss, sodass man schnell in die Geschichte rein findet und insgesamt ist das Buch eine leichte Lektüre für zwischendurch oder einen gemütlichen Nachmittag.

Veröffentlicht am 20.09.2018

Thriller zum "mit-spekulieren"!

Schlafe für immer
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"Schlafe für immer" ist das erste Buch, welches ich von den beiden Autorinnen gelesen habe. Zuerst möchte ich anmerken, dass das Buch der vierte Band einer Reihe ist und die anderen Fälle, aus den anderen ...

"Schlafe für immer" ist das erste Buch, welches ich von den beiden Autorinnen gelesen habe. Zuerst möchte ich anmerken, dass das Buch der vierte Band einer Reihe ist und die anderen Fälle, aus den anderen Bänden, hier ebenfalls angesprochen werden. Jedoch wird bei keinem Fall erklärt, wie er aufgelöst wurde, also kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen, ohne gespoilert zu werden. Ich werde mir auf jeden Fall noch die anderen Bänder der Reihe kaufen!<br /><br />Das Cover gefällt mir gut. Es ist ähnlich wie einige andere Bände der Reihe gehalten. Es hat zwar nicht direkt etwas mit der Geschichte zutun, allerdings ist es für mich sehr passend für einen Thriller. Beim Titel muss ich allerdings sagen, dass ich die Übersetzung hier leider nicht ganz so passend finde. Im Original heißt das Buch "The Sleeping Beauty Killer", was absolut passend für das Buch ist, weil dieser Begriff häufig in Verbindung mit dem Fall gebracht wird.<br /><br />Der Schreibstil ist an einigen Stellen etwas holprig übersetzt, dabei handelt es sich jedoch um Grammatik, die etwas ungünstig gewählt ist. Nichts, was unfassbar störend ist. Insgesamt lässt sich das Buch sehr gut und flüssig lesen. Man kann sich wunderbar in die Geschichte hineinversetzen und obwohl hier die "Erzähler"-Perspektive gewählt wurde, kamen die Emotionen der jeweiligen Figuren gut bei mir an.<br /><br />Die Handlung beginnt im Prolog mit der Verurteilung von Casey und im ersten Kapitel wird ihre Entlassung geschildert. Hin und wieder zieht sich die Handlung etwas, weil man viel über Laurie und ihr Privatleben kennen lernt und sie natürlich nicht ausschließlich am Fall von Casey arbeitet, insgesamt hielt sich das zwar in Grenzen, hat aber leider trotzdem die Spannung gedrückt. Ich fand es sehr spannend, die jeweiligen Figuren kennen zu lernen und die Verdächtigen zu hinterfragen. "Schlafe für immer" war mein erster Thriller, aber das Autorenduo konnte mich absolut für das Genre begeistern. Es war ganz anders, als die Bücher, die ich sonst so lese. Man konnte spekulieren, hinterfragen und das Ende war - zumindest für mich - überhaupt nicht offensichtlich. Ich hatte hier und da meine Verdächtigen, was sich aber häufiger änderte, je nach Beweislage und ich hab versucht die Puzzleteile selbstständig zusammen zu setzen. Das war wirklich unterhaltsam, weil man - genau wie Laurie - nicht weiß, wem man was glauben soll und sich somit sehr gut in ihre Lage versetzen kann.<br /><br />Laurie hat mir sehr gut gefallen. Sie ist die Produzentin der Serie "Unter Verdacht", die sich eigentlich mit ungelösten Fällen beschäftigt. Als Casey zu ihr kommt und sie bittet, ihren Fall in der Sendung zu behandeln, weiß sie nicht so recht, was sie davon halten soll - kann den Gedanken aber nicht gänzlich fallen lassen, obwohl ihr einige Personen raten, besser die Finger davon zu lassen.<br /><br />Neben Laurie gibt es noch zahlreiche andere Figuren, die insgesamt ein sehr solides Bild abgeben haben. Grace und Jerry, ihre engsten Kollegen, waren zeitweise wirklich unterhaltsam und die Diskussionen, die sie mit Laurie geführt haben, fand ich immer sehr interessant. Sie waren zwar sehr locker - das gesamte Buch ist nicht sonderlich dramatisch - aber so hatte man auch etwas weniger spannungsgeladene Momente, in denen man seinen Kopf mal kurzzeitig ausschalten konnte.<br /><br />Casey ist eine wirklich starke Figur. Sie will mit allen Mitteln beweisen, dass sie unschuldig ist, dabei ist die Beweislast erdrückend und es wird ihr absolut nicht leicht gemacht. Zwar wird sie von ihrer Mutter Paula und ihrer Cousine Angela, die mehr eine Schwester für sie ist, unterstützt, allerdings wollen ihr beide ausreden, bei der Sendung teilzunehmen, um nach 15 Jahren endlich ein ruhiges Leben führen zu können. Doch Casey ist fest entschlossen ihren Namen "reinzuwaschen" und wendet sich schließlich an Laurie. <br /><br />Die Spannung wird über das gesamte Buch hin aufgebaut, flacht hin und wieder leicht ab, findet aber zu Ende ihren absoluten Höhepunkt.<br /><br />Insgesamt ist das Buch absolut empfehlenswert und ich bin gespannt, was ich von den anderen Bänden der Reihe halten werde!

Veröffentlicht am 13.09.2018

Fehlender Tiefgang, dennoch schöne Geschichte!

The Ivy Years – Bevor wir fallen
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Von Sarina Bowen hatte ich schon viel gehört, allerdings noch nichts gelesen. Mit "The Ivy Years - Bevor wir fallen" konnte sie mich jedoch absolut begeistern!<br /><br />Das Cover finde ich ansprechend. Die Anordnung ...

Von Sarina Bowen hatte ich schon viel gehört, allerdings noch nichts gelesen. Mit "The Ivy Years - Bevor wir fallen" konnte sie mich jedoch absolut begeistern!<br /><br />Das Cover finde ich ansprechend. Die Anordnung der Blumen sind schön aus und insgesamt in Kombination mit dem zentralen Titel sieht es wirklich gut aus. Die Blumen erinnern mich an ältere Zeichnungen, was ziemlich gut passt, weil das College auf das Corey geht ebenfalls schon 300 Jahre alt ist. <br /><br />Ich hatte auf den ersten Seiten seltsamerweise ein wenig Schwierigkeiten mich in die Geschichte zu finden, aber insgesamt habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen und mich schnell an den Schreibstil gewöhnt. <br /><br />Die Handlung wird durch den Klappentext schon gut zusammen gefasst, allerdings gab es einen großen Punkt, den ich sehr kompliziert fand. Insgesamt hat die Geschichte für mich nicht so viel Tiefe, wie einige andere Bücher in dem Genre, allerdings empfand ich das Buch dadurch nicht als schlecht. Das Buch bedient sich nicht an unheimlich viele Drama, sondern erzählt mit etwas weniger Tiefe über die Geschichte von Callahan und Hartley, denn die beiden nennen sich fast ausschließlich beim Nachnamen. Das ist ein kleiner Punkt, der mich etwas störte, denn Corey nennt ihn kein einziges Mal "Adam". Beide kommen aus dem Hockeybereich und beim Sport ist es ja nicht unüblich, sich beim Nachnamen zu rufen und ich kenne es aus auch meiner Schulzeit, dass die Kerle sich untereinander nur beim Nachnamen nennen, aber dadurch hätte man in dem Buch eventuell einen besonderen Moment unterstreichen können, wenn sie von ihrer Gewohnheit ablassen und die fast intimen Vornamen nutzen. <br /><br />Corey sitzt nach einem Hockeyunfall im Rollstuhl und Hartley bricht sich die Beine, weil er betrunken, um 2 Uhr nachts auf der Kletterwand rumhängt und abstürzt. So weit so gut. Corey fand ich ehrlich gesagt, obwohl sie sich viel beschwert und hin und wieder ins Jammern verfällt, wie sie selbst sagt, überhaupt nicht schlimm. Dazu muss man wissen, dass mir an einigen Ecken doch die Empathie fehlt und ich oft nicht hören kann, wie Menschen sich die ganze Zeit über irgendwas ausweinen, aber Corey empfand ich überhaupt nicht als anstrengend, oder zu weinerlich. Sie war an den richtigen Stellen optimistisch, aber eben auch nicht "zu zuversichtlich", sodass es unrealistisch wirkte. Corey ist für mich zwar eine authentische Protagonistin, aber auch hier fehlte es insgesamt an Tiefgang. Leider war das auch bei Hartley der Fall, der doch schon sehr mit seiner Verletzung im Mittelpunkt steht - ganz anders als Corey, die sich hier und da über Blicke und Treppenstufen beschwert, aber so einen richtigen Einblick bekommt man tatsächlich nicht. Aber (!) ich finde das völlig okay so. Es wirkt auf diese Weise, als würde man kein großes Ding daraus machen und das finde ich irgendwie cool.<br /><br />Das Buch ist recht kurz und in sich abgeschlossen, da bleibt entweder Platz für viel Handlung, oder viel Tiefgang. Die Autorin entschied sich hier für viel Handlung, da man die ersten Kapitel doch schon größere Zeitsprünge macht, aber das störte mich kein bisschen. Neben Callahan und Hartley lernt man auch noch das nähere Umfeld der beiden kennen. Dort hat jede Figur ihre Rolle, die sie so weit auch gut einnimmt. <br /><br />Rückblickend betrachtet ist das Buch doch sehr vorhersehbar, jedoch sind das für mich sehr viele New Adult Geschichten, also auch kein großer Störfaktor. Der einzige Punkt, den ich nicht gut fand war die Entwicklung der beiden am Abend von Hartleys Geburtstag, wobei sowas leider nicht fern liegt und realistisch dargestellt war. <br /><br />Durch die Zeitsprünge am Anfang passiert alles natürlich sehr schnell, wodurch die Tiefe verloren geht, aber das ist mir lieber als gestrecktes Drama, was nicht authentisch wirkt. Nicht jedes Buch muss unfassbar tiefgehend sein. Insgesamt kann ich das Buch trotz der fehlenden Tiefe und seiner Vorhersehbarkeit empfehlen, weil es dennoch eine schöne Liebesgeschichte ist!