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AiHaninozuka

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Veröffentlicht am 18.08.2018

Ausbaufähig

Kalte Strömung
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Spoilerwarnung!

Das ist mein erstes Buch von Mary-Jane Riley. Hier werden zu Beginn einige Dinge erläutert, die in Band 1 "All die bösen Dinge" ermittelt werden, quasi wird Band 1 komplett gespoilert, ...

Spoilerwarnung!

Das ist mein erstes Buch von Mary-Jane Riley. Hier werden zu Beginn einige Dinge erläutert, die in Band 1 "All die bösen Dinge" ermittelt werden, quasi wird Band 1 komplett gespoilert, was das Ende angeht. Wer also die ganze Reihe lesen möchte, sollte mit Band 1 beginnen. Ich werde mir dennoch den ersten Band zulegen.

Das Cover finde ich wahnsinnig gut gestaltet! Es passt hervorragend zum Titel und beschwört mit dem dunklen, bewölkten Himmel die passende kühle, geheimnisvolle Atmosphäre heraus.

Mit dem Schreibstil tat ich mich anfangs etwas schwer. Ich fand die Artikulation bei so ziemlich jeder Figur nicht ansprechend. Die Sätze der Jugendlichen wirkten für mich abgehackt und nicht vollständig. Auch das Sprachniveau sagte mir nicht zu, ich finde es für einen Thriller absolut unpassend. Es fiel mir bis zu Kapitel 19/Seite 201 wirklich schwer, mich in die Geschichte einzufinden.

Das Buch beginnt mit einer Art Prolog mit der Überschrift "Dezember" in dem kurz geschildert wird, wie ein alter Mann die Leiche eines jungen Mädchens am Rande der Klippen findet. Dieser Teil ist wirklich enorm kurz gehalten. Die eigentliche Handlung beginnt dann fünf Monate später mit einem Besuch von Alex bei ihrer Schwester Sasha in der geschlossenen Psychiatrie. Dort erfährt man dann was im ersten Teil passiert ist. Recht schnell gelangt die Handlung dann auch schon zum Hauptthema und Alex besucht ihre alte Jugendfreundin Cat, die sie bittet den Tod ihrer Tochter genauer zu untersuchen. Alex überlegt nicht lange und macht sich zügig daran, mehr zu dem vermeintlichen Suizid raus zu finden, denn Cat glaubt nicht, dass ihre Tochter sich umgebracht hat, so wie es vermutet wird. Nicht zuletzt, weil es einen anonymen Facebookaccount gibt, der auf der Gedenkseite kommentierte, dass Elena sich nicht selbst umgebracht hat ...

Was mich direkt zu Beginn gestört hat ist die Darstellung von psychischen Krankheiten und das eine Verkäuferin als magersüchtig bezeichnet wird, weil sie schlank ist. Allerdings fand ich die gesamte Grundstimmung, die Atmosphäre sehr schwierig. Es kam keine wirkliche Stimmung auf und am Anfang begleitete ich Alex nur sehr desinteressiert auf ihrer Reise.

Die Figuren sind leider durchweg schwierig. Ich konnte weder mit Alex richtig warm werden, noch mit den Lehrern, den Freunden, den Jugendlichen, mit niemandem. Alex wirkt insgesamt so frustriert und ist von allem genervt - da geht es mir ähnlich. Das finde ich sehr schade, weil insgesamt Potential da wäre. Alex' Alter wird nicht angesprochen, jedoch hat sie einen 18-jährigen Sohn und arbeitet schon eine Weile als Journalistin, dementsprechend gehe ich davon aus, dass sie eventuell Ende 30, Anfang-Mitte 40 ist, während ihr Verhalten eher an das einer 12-jährigen erinnert. "Lass mich" ist gefühlt ihre Lieblingsaussage. Sie löst Konflikte nicht mit Konversation und hört einem nicht zu, wenn es gut für sie wäre. Das wirkt trotzig und kindisch-stur. Nicht gerade sympathisch. Alex ging mir wirklich wahnsinnig auf die Nerven. Auch ihren eigenen Handlungsstrang mit Gus, ihrem Sohn, fand ich uninteressant und war jedes Mal genervt, wenn zum wiederholten Male erwähnt wurde, wie doof Alex es findet, dass Gus nach seinem Vater sucht. Von einer erwachsenen Frau erwarte ich mir da mehr Reife, Weitsicht und auf jeden Fall einen weiteren Horizont als Alex ihn besitzt. Ansonsten fehlt den Charakteren der eigene Touch - es gibt nicht wirklich was, was sie ausmacht und hervorstechen lässt.

Auch mit der Handlung hatte ich meine Schwierigkeiten. Sie konnte mich bis Kapitel 19/Seite 201 nicht wirklich packen, was ich für ein Buch mit knapp 380 Seiten einfach zu lang für "Anfangsschwierigkeiten" finde. Ab Kapitel 19 nimmt die Geschichte endlich ein wenig an Fahrt auf, es wird spannender, man erfährt in kürzeren Abständen neue Abläufe über den Fall und die letzten 180 Seiten habe ich tatsächlich am Stück gelesen, während ich mich zuvor regelrecht zum Lesen zwingen musste - damit hätte ich nicht gerechnet. Ich dachte wirklich, dass ich über dieses Buch nichts Gutes zu sagen hätte, aber auf den letzten Kapiteln war der Schreibstil so angenehm und ich bin richtig gut durch die Seiten gekommen. Ich bin absolut positiv überrascht, wie man die letzten Kapitel noch derart rumreißen kann. Außerdem wird alles logisch aufgeklärt, sodass man als Leser alles nachvollziehen kann und es versteht. Wie qualitativ man die Idee dahinter findet, ist einem selbst überlassen. Womöglich fehlt mir noch der geschulte Sinn, da das mein erstes Buch Richtung Thriller war, aber ich fand den Plottwist sehr angenehm- nur schade, dass es so lange gedauert hat, bis es spannend geworden ist.

Veröffentlicht am 15.08.2018

Wenn das Ende der Anfang ist ...

Before you go - Jeder letzte Tag mit dir
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"Before you go" ist mein erster Roman von Clare Swatman gewesen.

Das Cover ist schlicht gehalten, gefällt mir dennoch wahnsinnig gut, weil am Ende des Buches die Bedeutung davon klarer wird und es in ...

"Before you go" ist mein erster Roman von Clare Swatman gewesen.

Das Cover ist schlicht gehalten, gefällt mir dennoch wahnsinnig gut, weil am Ende des Buches die Bedeutung davon klarer wird und es in Verbindung dazu richtig niedlich ist.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Man findet schnell in die Geschichte rein und es entsteht ein locker-leichter Lesefluss.

Nach dem Tod ihres Mannes stürzt Zoe und erlebt die wichtigen Tage, in den letzten 20 Jahren, mit ihm erneut. In der Hoffnung seinen Tod vermeiden zu können, versucht sie an den Tagen, die sie durchlebt, kleine Dinge zu ändern, damit sich die Beziehung verbessert und sie glücklicher miteinander sind als beim ersten Mal. Die Autorin erzählt dabei in jedem Kapitel einen Tag. Man erfährt wie es an dem eigentlichen Tag zu sich ging und wie es in der neuen Version abläuft. Mir gefiel richtig gut, dass es wirklich ohne Filler geschrieben wurde. Man liest das Wesentliche, ohne viel Schnickschnack drum herum.

Der Fokus liegt auf Zoe und ihre Entscheidungen und diese wurden absolut nachvollziehbar dargestellt. Sie hinterfragt sich selbst, entwickelt sich weiter und lernt aus ihren "Fehl"entscheidungen. Das wurde wunderbar dargestellt und insgesamt ist Zoe ein wirklich herzlicher Charakter, den ich sympathisch finde, weil sie sich dennoch treu bleibt und sich zwar verändert, dabei aber trotzdem authentisch bleibt. Nur war mir ihre Trauer an einigen Stellen "too much", denn an jedem Kapitel schließt sie an, dass sie besorgt ist, ob ihr noch ein Tag gegeben wird. Das ist auf Dauer doch recht nervig.

Zoe habe ich über die Kapitel deswegen wirklich sehr ins Herz geschlossen, und bin deswegen so ernüchtert vom Ende ... weil es tatsächlich realistisch bleibt. Nur Zoe kann damit jetzt anders umgehen. Das hat mir auch in den einzelnen Kapiteln sehr gefallen. Es verändern sich kleine Dinge, aber die Gesamtsituation bleibt doch immer ähnlich. So sind die Streitthemen auch immer noch präsent, obwohl Zoe zuvor versucht hat dies zu ändern. Letzten Endes muss ich sagen, dass ich doch was anderes erwartet hätte, aber positiv überrascht bin, dass man das Ende doch so gut verpacken kann, dass jeder etwas positives daraus ziehen kann.

Veröffentlicht am 15.08.2018

Spannende Idee - Umsetzung hinkt leider etwas

Das Herz der Quelle. Sternensturm
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Von Alana Falk hatte ich bereits "Die Tage, die ich dir verspreche" unter dem Namen "Lily OIiver" gelesen und war sehr begeistert.

Das Cover finde ich wunderschön! Es gehört definitiv zu den schönsten ...

Von Alana Falk hatte ich bereits "Die Tage, die ich dir verspreche" unter dem Namen "Lily OIiver" gelesen und war sehr begeistert.

Das Cover finde ich wunderschön! Es gehört definitiv zu den schönsten Covern, die bisher einen Platz in meinem Regal finden durften. "Sternenfinsternis" ist Band 2 der Reihe und sieht genauso wunderschön aus wie Band 1. Hier ist das Cover eher in kühleren Farben gehalten, während Band 2 in Orange/Rot und wärmeren Akzenten gestaltet ist. Generell finde ich die Aufmachung hinreißend und die kleinen Sterne funkeln auf dem Einband sogar.

Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm und flüssig, wenn auch diesmal etwas langatmig. Etwas verwirrend wird es dadurch, dass man zum einen aus der Sicht von "Adara" und einmal aus der Sicht von "Liliana" liest und da erstmal einen Überblick finden muss.

Die Handlung beginnt aus der Sicht von "Adara" mit einem Prolog und berichtet über die Beerdigung ihrer Quelle. Was das genau ist und wie das Magierdasein in dieser Welt funktioniert wird im Laufe des Buches erklärt, allerdings haben mir hier leider ein paar Erklärungen gefehlt und manches bleibt doch sehr offen. Kapitel 1 erzählt von "Liliana" und ihrem Schulalltag, man lernt ihren Bruder und dessen Quelle kennen und bekommt schnell einen Einblick in ihre Gedankenwelt.

Neben Liliana, Adara und anderen Magiern lernt man auch einige Quellen kennen, man lernt während des Buches immer mehr über die Welt kennen und wie verschiedene Zeremonien ablaufen.

Die Figuren lassen definitiv noch Spielraum zur Weiterentwicklung. Liliana war mir in diesem Band einfach zu unselbstständig. Es wird zwar deutlich, dass Magier stark sind und dies nach außen hin tragen sollten, allerdings wird Liliana im Laufe des Buches immer abhängiger von anderen. Da würde ich mir im zweiten Band definitiv eine Wendung erwünschen, die sie zur starken Protagonistin macht, die sie zu Anfang zu sein schien. Liliana wirkt insgesamt noch sehr kindlich, Dialoge mit ihr sind anstrengend, weil sie nie die gewünschte Reife an den Tag legt, sondern sehr stur und egoistisch ist. Das finde ich, in Anbetracht der Verantwortung, die sie trägt, mehr als unpassend. Es wird zum Ende hin zwar etwas besser, weil man dann die ganze Geschichte versteht, aber Luft nach oben bleibt dennoch.

Auch zu den anderen Figuren konnte ich nicht wirklich eine Bindung herstellen. Da fehlt es mir an Tiefe und Weitsicht. Sie wirken noch wie Kinder, nicht wie junge Erwachsene, die im Leben stehen und sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Alles ist sehr oberflächlich gehalten und auch das Ende ist kein wirklicher Cliffhanger, der einen zum weiterlesen verleitet.

Obwohl Alana zu meinen Lieblingsautorinnen gehört und ich "Sternensturm" auch wirklich sehr gerne mag, hat das Buch seine Schwächen, die man nicht übersehen kann, weil sie einem immer wieder auf's Auge gedrückt werden. Dennoch hatte ich viel Spaß das Buch zu lesen, auch wenn ich es hier doch sehr kritisiere. Die gesamte Handlung hat mich sehr angesprochen und ich hoffe in Band 2 wird alles ein wenig spannender und die Charakter bekommen mehr Tiefe verliehen.

Veröffentlicht am 14.08.2018

Wunderbar humorvoller Roman!

Kennen wir uns nicht?
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"Kennen wir uns nicht" war eins der ersten Bücher, die ich mir selbst gekauft habe. Ich weiß noch, wie ich durch die Buchhandlung geschlendert bin und nach Romanen gestöbert habe und mir drei Romane von ...

"Kennen wir uns nicht" war eins der ersten Bücher, die ich mir selbst gekauft habe. Ich weiß noch, wie ich durch die Buchhandlung geschlendert bin und nach Romanen gestöbert habe und mir drei Romane von Sophie Kinsella ins Auge gestochen sind. Neben "Kennen wir uns nicht?" habe ich mir damals auch "Sag's nicht weiter, Liebling" und "Göttin in Gummistiefeln" gekauft. Seit dem gehört Kinsella zu meinen Lieblingsautorinnen und hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, da sie die erste Autorin war, deren Bücher ich mir eigenständig, von meinem eigenen Geld gekauft habe.

Das Cover passt unheimlich gut zur Geschichte und ich mag die Aufmachung sehr gerne, weil sie ähnlich ist wie andere Bücher von Kinsella im Goldmann Verlag und so sieht man direkt, dass sie von der gleichen Autorin sind.

Der Schreibstil ist wunderbar leicht und lustig. Ich liebe Kinsellas Schreibstil, weil er einen so leicht in ihre Geschichten führt und nicht mehr loslässt. Sie schreibt absolut klasse und jedes Buch bereitet mir unheimlich viel Spaß, weil ich ständig lachen muss. Sie hat einen fabelhaften Sinn für Humor und schafft es immer wieder, diesen Sinn auch in ihren Figuren zu verarbeiten.

Die Handlung beginnt mit dem Prolog, in dem Lexi mit ihren besten Freundinnen feiern ist. Auf dem Weg nach Hause rutscht sie aus und stürzt. In Kapitel 1 wacht sie im Krankenhaus aus und macht sich Sorgen darum, die Beerdigung ihres Vaters verpasst zu haben, der vor Kurzem verstorben ist - bis sie, voller Schrecken, feststellen muss, dass es nicht 2004, sondern 2007 ist. Von da an muss sie ihr neues Leben kennen lernen; ihre neue beste Freundin, ihren Ehemann und so ganz versteht sie nicht, wieso ihre früheren besten Freundinnen nichts mehr mit ihr zutun haben wollen. Also versucht Lexi ein wenig Ordnung in das völlige Chaos zu bringen. Eine große Hilfe ist Jon, der behauptet ihr Lover zu sein, dabei leider nicht, denn Lexi würde niemals ihren Ehemann betrügen, auch wenn der mehr als seltsam ist - oder?

Die Figuren gefallen mir total gut, weil sie zwar locker, leicht, humorvoll und witzig sind, dabei aber nicht nur an der Oberfläche kratzen. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen und hatte 'ne Menge Spaß dabei, Lexi auf ihrer Reise, ihr Gedächtnis wieder zu erlangen, zu begleiten. Mit der besten Freundin und ihrem Ehemann hat man auf jeden Fall einen ganzen Haufen an lustigen Szenarien und ihre früheren besten Freundinnen sorgen für die gewisse Tiefe, die jedoch nicht den Schwung aus der Geschichte nimmt.

Insgesamt schafft es Kinsella auch hier wieder, die Figuren so authentisch darzustellen, dass man sie sofort in ihr Herz schließt und das Buch gar nicht mehr weglegen möchte. Eine ganz klare Kaufempfehlung für Personen, die gerne Liebesgeschichten mit einer großen Portion Humor lesen!

Veröffentlicht am 12.08.2018

Gelungener Auftakt

Save Me
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Von Mona Kasten habe ich bereits die "Again"-Reihe gelesen und sie zählt zu meinen Lieblingsautorinnen.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Durch das Gold bekommt man direkt den richtigen Eindruck, denn Geld, ...

Von Mona Kasten habe ich bereits die "Again"-Reihe gelesen und sie zählt zu meinen Lieblingsautorinnen.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Durch das Gold bekommt man direkt den richtigen Eindruck, denn Geld, Glamour und Macht spielen eine nicht ganz kleine Rolle in der "Maxton-Hall"-Reihe.

Auch der Farbwechsel und die einzelnen Sprenkel, die sich auch am Anfang jedes Kapitels wieder finden sind wundervoll kombiniert. Macht ein wenig den Eindruck von Konfetti. Farblich passt es perfekt zu den anderen Bändern, die alle eine andere Farbe haben.

Der Schreibstil ist wie gewohnt locker und flüssig. Mona Kasten weiß, wie man einen guten Lesefluss herstellt und kann wunderbar mit Worten umgehen. Das Einzige was mich mal wieder stört sind die Rechtschreib- und Grammatikfehler, als hätte niemand so genau Korrektur gelesen.

Die Handlung beginnt aus der Sicht von Ruby und man bekommt direkt eine Übersicht über ihr Bullet Journal und ihr Ordnungssystem, was sie penibelst pflegt. Finde ich persönlich sehr sympathisch, weil ich selbst sehr kleinlich bin, was To-Do Listen o.Ä. angeht. Desweiteren findet man schnell den Einstieg in die Handlung und gelangt zügig an den ersten kleinen Höhepunkt - das erste Problem von Ruby, was sie in Kontakt mit James bringt. Von da an hat die Geschichte hier und da kurze Szenen, die ich nicht so spannend fand, aber im Großen und Ganzen lässt sich das Buch gut in einem Rutsch durchlesen.

Auch bei den Figuren bekommt man einen schnellen Überblick. Da gibt es zum einen Ruby, mit ihrer Schwester Ember + Eltern und Lin, ihre Freundin aus der Schule. Auf der anderen Seite haben wir James, seine Zwillingsschwester Lydia und seinen Freundeskreis, bestehend aus Keshav und Cyril, die eher Kesh und Cy genannt werden, Alistar und Wren. Alle aus wohlhabenden Familien und mehr oder minder verwöhnte Schnösel - auf den ersten Blick.

Alistar fand ich aus dem Freundeskreis am angenehmsten, was wohl daran liegt, dass er meines Erachtens den meisten Spielraum bekommt und optisch das Aussehen eines Engels hat. (Hohe Wangenknochen, blasse Haut, blonde Löckchen) Ich mag ihn sehr gerne, vor allem weil er als einziger nicht so gegen Ruby schießt und ihr sogar einmal aushilft.

Ruby ist sehr rational, was mir absolut zusagt. Für eine 17-jährige empfinde ich ihre Figur für absolut authentisch. Natürlich macht auch sie einige Dinge, die ich so nicht getan hätte, aber sonst würde ein Buch auch nicht funktionieren und alles wäre zu perfekt.

James gehört definitiv zu der Spalte "Bad Boys". Ich fand ihn zu Beginn wahnsinnig unverschämt, aber seine Figur als reicher Kerl, der glaubt er könne alles mit Geld erkaufen, erfüllt er perfekt und ist dementsprechend wunderbar ausgearbeitet und umgesetzt.

Die Figuren wirken authentisch, nicht perfekt, alle haben ihre Ecken und Kanten, machen Fehler und das ist klasse umgesetzt, denn wer liest schon gerne Bücher mit geleckten Charakteren, die nie Probleme haben?

Hier und da ist mir das Drama zwar zu sehr inszeniert, aber darüber kann ich noch hinwegsehen und insgesamt ist "Save Me" ein guter Auftakt. Ich bin gespannt, wie es weiter geht und wie sich die Dinge entwickeln, vor allem mit dem ein oder anderen Geheimnis, das man hier erfährt.