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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2020

Eher was für Fans der Autorin

Someone Else
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»Someone Else« ist der zweite Band aus der »Someone«-Reihe von Laura Kneidl. Darin geht es um Cassie und Aurie, die mehr als nur ihre Freundschaft verbindet. Da ich die beiden Charaktere bereits aus dem ...

»Someone Else« ist der zweite Band aus der »Someone«-Reihe von Laura Kneidl. Darin geht es um Cassie und Aurie, die mehr als nur ihre Freundschaft verbindet. Da ich die beiden Charaktere bereits aus dem Vorgänger »Someone New« kenne und friends-to-lovers-Geschichten mag, habe ich mich entschieden, dieses Buch zu lesen. Das Cover unterscheidet sich zwar nicht allzu sehr vom Cover des ersten Bandes, dennoch gefällt es mir ganz gut.

Auri und Cassie sind nicht nur Mitbewohner, sondern beste Freunde. Die beiden haben viel gemeinsam, auch wenn Außenstehende oft das Gegenteil denken. Auri und Cassie interessieren sich beispielsweise für Bücher und sind leidenschaftliche Cosplayer. Davon abgesehen, sind sie tolle Menschen, auf die man sich immer verlassen kann. Cassie ist eine sehr einfühlsame junge Frau, die vor Kreativität nur so strotz. Auri ist ein cooler und hilfsbereiter Typ.

Doch was wäre die »Someone«-Reihe ohne Micah und Julian? Richtig, etwas langweilig. Und da sie nicht nur im selben Haus wie Cassie und Auri leben, sondern auch mit ihnen befreundet sind, haben Micah und Julian jede Menge Auftritte. Fans von den beiden müssen also nicht auf sie verzichten. Außerdem lernt man die Protagonisten aus Band 3. besser kennen, Aliza und Lucien. Zwischen den beiden sind bereits die ersten Funken geflogen, sodass ich mich auf ihre Geschichte sehr freue.

Kneidls Schreibstil ist immer noch sehr ausführlich. Viele alltägliche Situationen werden ins Rampenlicht gestellt, weshalb mir die Handlung oft etwas zäh und langgezogen vorkam. Ich meine, es ist von vornherein klar, was da zwischen Cassie und Auri vorgeht und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Unvermeidliche endlich passieren wird. Ich verstehe, dass den beiden Protagonisten ihre Freundschaft sehr wichtig ist, vieles hätte aber etwas schneller vonstattengehen können. Der Spannungsbogen ist also so gut wie nicht vorhanden. Die zahlreichen Erwähnungen und Verweise auf die Popkultur finde ich persönlich überflüssig, auch wenn die Charaktere dadurch lebendiger wirken und man sich mit ihnen besser identifizieren kann.


Fazit

Fans von Laura Kneidl werden an »Someone Else« ihre Freude haben. Genrekenner werden sich vermutlich etwas langweilen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.01.2020

Ein Muss für jeden Kalenderliebhaber!

Kreativ-Blogger Planer 2020
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Falls ihr Blogger seid und noch auf der Suche nach einem passenden Kalender, dann empfehle ich euch meine neue Entdeckung aus dem Frech Verlag, den »Kreativ-Blogger Planer 2020«. Aufmerksam wurde ich auf ...

Falls ihr Blogger seid und noch auf der Suche nach einem passenden Kalender, dann empfehle ich euch meine neue Entdeckung aus dem Frech Verlag, den »Kreativ-Blogger Planer 2020«. Aufmerksam wurde ich auf den Kalender durch das wunderschöne Cover. Und da ich einen Planer für meinen Blog gesucht habe, habe ich mich kurzerhand entschieden, dieses Prachtstück genauer anzuschauen.

Der Planer besteht nicht nur aus leeren Seiten, die darauf warten, von ihrem Besitzer ausgefüllt zu werden. Zwischendurch werden 25 Bloggerinnen vorgestellt - DIY Eule, Backenmachtglücklich, Jane Carrot, Leelah Loves, Boho and Nordic, Fembroidery, Titatoni, Knusperstübchen, Fräulein Selbstgemacht und viele mehr. Dies geschieht in der Frage-Antwort-Form à la „Was ist dein Lieblingszitat oder Motto?“ oder „Welche Songs machen dich nostalgisch und ziehen dich sofort in die Vergangenheit zurück?“. Danach folgen DIY-Anleitungen dieser Bloggerinnen und man wird zum kreativ sein animiert und kann zum Beispiel einen Wandbehang häkeln, Kuchen backen oder Fotokalender basteln. Außerdem gibt Challenges bei denen man mitmachen kann.

Auch wenn ich aus dem Schwärmen nicht mehr herauskomme, so habe ich einen kleinen Kritikpunkt. Da ich ein Fan von ellenlangen Listen bin bzw. ich mir gerne viel aufschreibe, haben mir zwischendurch leere Seiten gefehlt. Wer den Planer aber nur zur Übersicht der Termine braucht, ist hier genau richtig. Dank Leseband findet man sich schnell zurecht und hat einfach Spaß, den Kalender zu benutzen, da die farbenfrohe Gestaltung gute Laune macht. Aufgrund der handlichen Größe kann der Planer überall hin mitgenommen werden und ist wegen seines Covers auf jeden Fall ein Hingucker.


Fazit

Ein Muss für jeden Kalenderliebhaber!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.12.2019

Diese Reihe darf nie aufhören!

Die Spiegelreisende
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»Die Spiegelreisende - Das Gedächtnis von Babel« ist der dritte Band der »Spiegelreisenden-Saga« von Christelle Dabos. Die Handlung setzt fast drei Jahre nach den Geschehnissen im zweiten Band an und man ...

»Die Spiegelreisende - Das Gedächtnis von Babel« ist der dritte Band der »Spiegelreisenden-Saga« von Christelle Dabos. Die Handlung setzt fast drei Jahre nach den Geschehnissen im zweiten Band an und man erfährt bereits zu Beginn, dass in dieser Zeit einige interessante Dinge passiert sind. Handlungsort ist die Arche Babel. Diese ist ganz anders als die Archen, die Ophelia schon bereist hat, weshalb es wieder viel Spaß macht, sie auf ihrer Reise zu begleiten.

Auch wenn Ophelia immer noch eine Neugiernase schlechthin ist, muss ich gestehen, dass sie sich enorm entwickelt hat. Sie ist nicht mehr das naive Mädchen, das sie im ersten Band war. Ophelia hat eine Menge durchgemacht und aus ihren Erfahrungen gelernt. Klar, es gibt einige Stellen, die manchmal aussichtslos für sie erscheinen und wo sie starke Zweifel hat. Aber dies gehört zur Charakterentwicklung dazu, denn niemand ist perfekt. Ophelia hat es sogar geschafft, mich zu überraschen, indem sie eine Tätigkeit aufnimmt, von der ich wirklich nicht gedacht habe, dass Ophelia sie annehmen würde.

Thorn mag ich mit jedem Band immer mehr und mehr. Ich bin schon kurz davor, mich in ihn zu verlieben, auch wenn ich ihn im ersten Band nur wenig mochte. Er ist eine der Figuren, die nach außen sehr kalt wirken, wobei ich an dieser Stelle noch etwas untertreibe, wie ich finde. Doch je mehr Zeit vergeht und je mehr man sieht, wie er mit Ophelia umgeht, desto mehr schließt man ihn in ins Herz. Mittlerweile ist Thorn einer meiner Lieblingsfiguren in dieser Reihe und ich möchte nicht mehr auf ihn verzichten.

Wie zuvor erwähnt, katapultiert uns die Autorin auf eine neue Arche. Und wie wir bereits wissen, hat jede Arche ihre speziellen Eigenheiten. Babel bildet hier keine Ausnahme. Ich würde sogar behaupten, dass diese Arche alle anderen in puncto Eigenheit übertrumpft. Sowohl die Regeln als auch die Bewohner von Babel sind ungewöhnlich und ließen sowohl mich als auch Ophelia oft staunen. Doch auch wenn die Protagonistin dieses Mal auf einer anderen Arche unterwegs ist, gibt es immer noch zwei Sorten von Menschen, die ihr begegnen, nämlich die, die ihr helfen und die, die sich ihr in den Weg stellen. Bei den Letzteren hatte ich sogar das Gefühl, dass sie dieses Mal besonders fies waren.

Wer nun denkt, dass in diesem Band der sprichwörtliche Tapetenwechsel stattgefunden hat, irrt sich. Zumindest ein bisschen. Es gibt nämlich ein Wiedersehen mit den bereits lieb gewonnenen Figuren, wie zum Beispiel Tante Roseline und Archibald. Allerdings ist dieses Wiedersehen von einer sehr kurzen Dauer, weshalb ich hoffe, dass sie im nächsten Band viel öfter vorkommen werden.


Fazit

Mittlerweile ist für mich »Die Spiegelreisende«-Reihe zu lesen, wie nach Hause zu kommen. Ich freue mich auf jedes Band, das neu herauskommt und verschlinge es innerhalb weniger Tage, sobald ich es endlich in der Hand halte. Band 4. fiebere ich aber mit gemischten Gefühlen entgegen, denn obwohl ich unbedingt wissen will, wie die Geschichte weitergehen wird, ist mir klar, dass diese Reise bald ein Ende hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2019

Gehört zu meinen Jahreshighlights!

Eine Odyssee
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Als ich zum ersten Mal »Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich« von Daniel Mendelsohn in meinen Händen hielt, glaubte ich ungefähr zu wissen, was auf mich zukommen würde. Ich habe zwar die „Original“ ...

Als ich zum ersten Mal »Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich« von Daniel Mendelsohn in meinen Händen hielt, glaubte ich ungefähr zu wissen, was auf mich zukommen würde. Ich habe zwar die „Original“ - »Odyssee« von Homer nicht gelesen, nichtsdestotrotz habe ich vor einigen Jahren den Film »Die Fahrten des Odysseus« mit Kirk Douglas gesehen und erst vor kurzem das Videospiel »Assassin’s Creed Odyssey« beendet, die ebenfalls Homers Epos aufgreifen. So war ich erstaunt, dass Mendelsohns Buch viel mehr als nur eine weitere Interpretation von Homers Werk ist, denn es hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen.

Zu Beginn lernt man die beiden Protagonisten Daniel und seinen Vater Jay Mendelsohn kennen. Schnell wird klar, dass Vater und Sohn nicht besonders gut miteinander auskommen und dass sie diesbezüglich einiges nachholen müssen. Als Jay beschließt an einem Uni-Kurs seines Sohnes teilzunehmen, lässt er keine Gelegenheit aus, Daniel zu kritisieren. Und Jay macht es Daniel wirklich nicht leicht, obwohl er sein Sohn ist. Diese schwierige Vater-Sohn-Beziehung ist eins der Schwerpunkte des Buches. Zwischendurch bezieht sich der Autor auf Homers »Odyssee«, die er sogar für Leute wie mich, die die „Original-Geschichte“ nicht kennen, verständlich herüberbringt. Er schafft es sogar, mein aufrichtiges Interesse dafür zu wecken, weshalb es nun auf meiner Wunschliste steht.

„Manche Geschichten brauchen einfach ihre Zeit.“ – Zitat (Seite 214)

Doch wer denkt, dass hier Homers »Odyssee« nacherzählt wird, irrt sich gewaltig. Die vielen Diskussionen um das Epos werden von persönlichen Geschichten sowohl aus Daniels als auch aus Jays Leben abgerundet. Dieser Aspekt macht den Inhalt lebendig und verflechtet ihn im Laufe der Geschichte immer mehr mit Homers Werk. Die scharfsinnigen und diskussionsreichen Dialoge sind mit der richtigen Portion Humor ausgeschmückt, sodass zu keinem Zeitpunkt Langeweile auftritt.


Fazit

Man lernt nicht nur viel über Homers »Odyssee«, sondern auch über Väter und deren Söhne. Ich denke, Mendelsohns Buch kann gelesen werden auch, ohne Homers Werk zu kennen (so wie ich), aber ich könnte mir trotzdem vorstellen, dass das Buch noch mehr Spaß machen würde, wenn man die „Original“ - »Odyssee« bereits kennt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2019

Sehr guter Auftakt!

Flirting with Fire
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»Flirting with Fire« ist der erste Band aus der »Saving Chicago«-Reihe. Da ich die Geschichten von Piper Rayne mittlerweile liebgewonnen habe, wollte ich es mir nicht entgehen lassen, ihr aktuelles Werk ...

»Flirting with Fire« ist der erste Band aus der »Saving Chicago«-Reihe. Da ich die Geschichten von Piper Rayne mittlerweile liebgewonnen habe, wollte ich es mir nicht entgehen lassen, ihr aktuelles Werk zu lesen. Und so viel kann ich euch vorab schon mal verraten, es geht ganz schön heiß her und dies liegt nicht nur daran, dass der Protagonist Feuerwehrmann ist 😉. Das Cover überzeugt mich zwar nicht – ich kann männliche Oberkörper auf Buchcovern einfach nicht mehr sehen – dafür hat es die Story wirklich in sich.

Genau wie alle anderen Protagonistinnen, die von Piper Rayne erschaffen wurden, konnte mich Madison bereits nach wenigen Sätzen überzeugen. Wie denn auch nicht, denn sie weiß was sie will, hat Humor und ist liebenswürdig. Madison lebt mit ihren zwei besten Freundinnen, der selbstbewussten Lauren und der geheimnisvollen Vanessa. Da die beiden mir ebenfalls sympathisch sind, freue ich mich schon auf ihre Geschichten, die in den Folgebänden im Mittelpunkt stehen werden.

Mauro hatte ich als Protagonisten ebenfalls gern, auch wenn er sich manchmal an Sachen nicht erinnern zu sein scheint. Nein, er leidet nicht an Gedächtnisverlusten, falls ihr das jetzt denkt. Was ich aber damit meine, erfahrt ihr, wenn ihr die Story lest. Nun denn, wie bereits erwähnt, ist der 29-jährige von Beruf Feuerwehrmann. Er ist italienischer Herkunft und hat zwei Brüder Luca und Cristian, die ebenfalls in der Geschichte vorkommen. Obwohl die drei Brüder sind, unterscheiden sie sich voneinander, was den Spannungsgrad mancher Szenen steigert und für die eine oder andere Situationskomik sorgt.

Die Geschichte gliedert sich in 36 Kapitel. Handlungsort ist Chicago. Erzählt wird sowohl aus der Sicht von Madison als auch von Mauro. Es hat mich gefreut, dass Piper Rayne ihren Stil beibehalten haben. So entählt »Flirting with Fire« nicht nur eine prickelnde Liebesgeschichte, sondern Humor, Spannung und extrem charismatische Nebenfiguren. Wer bereits Bücher von Rayne gelesen hat, wird zwar schnell wissen, wie alles ausgehen wird, doch dies tut der Spannung in keiner Weise Abbruch. Ich habe die Geschehnisse fasziniert mitverfolgt und war etwas traurig, als das Buch zu Ende war.


Fazit

Jede Seite von »Flirting with Fire« war ein Genuss und ich kann Band 2. kaum abwarten!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere