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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2019

Erwartungen wurden nicht erfüllt

Wild Hearts - Kein Blick zurück
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Wie bin ich auf 'Wild Hearts - Kein Blick zurück' von T. M. Frazier aufmerksam geworden? Tja, ich habe zuerst das Cover gesehen, dann den Klappentext gelesen und es war sofort um mich geschehen. Dazu kam ...

Wie bin ich auf 'Wild Hearts - Kein Blick zurück' von T. M. Frazier aufmerksam geworden? Tja, ich habe zuerst das Cover gesehen, dann den Klappentext gelesen und es war sofort um mich geschehen. Dazu kam noch die Tatsache, dass ich noch nie etwas von T. M. Frazier gelesen habe. Im Mittelpunkt des Geschehens steht die 21-jährige Sawyer, die nach ihrer Flucht in einer kleinen Stadt namens Outskirts in Florida landet. Dort begegnet sie Finn, der von ihr nicht begeistert zu sein scheint.

„Verbring Dein Leben mit jemandem, der Dir hilft, dem Sturm zu trotzen, anstatt Dich davor zu verstecken.“ – Zitat (Seite 15)

Protagonistin Sawyer hatte es wirklich nicht leicht. Ihre Mutter ist tot und ihr Vater ist ein Tyrann. Irgendwann beschließt Sawyer, dass sie genug gelitten hat und sucht das Weite. Dafür, dass sie jahrelang von ihrem Vater unterdrückt wurde, kann sich Sawyer erstaunlich gut durchsetzen. Ab und zu wird sie von der Autorin als eine graue Maus dargestellt, was sie meiner Meinung überhaupt nicht ist. Allein schon Sawyers Gedanken beweisen oft das Gegenteil. Leider hatte ich überhaupt keinen Draht zu der Protagonistin, weshalb sie mich völlig kaltgelassen hat. Beim Protagonisten ging es mir ähnlich. Für meinen Geschmack weist Finns Charakter viele Widersprüche auf, die für mich nicht nachvollziehbar waren.

Dadurch, dass ich nichts mit den Protagonisten anfangen konnte, konnte mich die Handlung nicht überzeugen. Ich hatte das Buch zwischendurch weggelegt, in der Hoffnung, dass mich die Geschichte doch noch packen wird. Irgendwann musste ich mich aber zwingen, es zu Ende zu lesen, sonst würde es jetzt immer noch irgendwo herumliegen. Überrascht hat mich dagegen das Ende. Ich habe es wirklich nicht kommen sehen. Leider reicht dieser positive Punkt nicht aus, um mich zum Lesen des zweiten Bandes zu animieren.


Fazit

Das Cover und der Klappentext haben mir viel Hoffnung gemacht, die nicht erfüllt wurde. Wirklich schade, da ich mich auf die Geschichte sehr gefreut habe.

Veröffentlicht am 25.07.2019

Must-Read!

Das Erbe der Elfen
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‚Das Erbe der Elfen‘ von Andrzej Sapkowski ist der erste „richtige“ Roman der Hexer-Saga. Den Prolog ‚Das Schwert der Vorsehung‘ und die Vorgeschichte ‚Der letzte Wunsch‘ zu der Saga hatte ich euch bereits ...

‚Das Erbe der Elfen‘ von Andrzej Sapkowski ist der erste „richtige“ Roman der Hexer-Saga. Den Prolog ‚Das Schwert der Vorsehung‘ und die Vorgeschichte ‚Der letzte Wunsch‘ zu der Saga hatte ich euch bereits auf meinem Blog vorgestellt und ausgiebig davon geschwärmt, wie verliebt ich in die Welt von Hexer Geralt bin. Was den Roman ‚Das Erbe der Elfen‘ angeht, so hat er meine Begeisterung für Geralts Abenteuer ins Unermessliche steigen lassen und ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird.

Normalerweise zieht Hexer Geralt von Riva mit seinen zwei Schwertern und seinem Pferd Plötze umher und legt sich gegen Bezahlung mit verschiedenen Wesen, manchmal aber auch Menschen, an. Dies ist sein Job und dafür wurde er perfekt ausgebildet. Womit Geralt sich noch schwertut, ist der Umgang mit seinem Überraschungskind, dem Mädchen Ciri. Doch Geralt lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und lehrt das Mädchen einfach das, was auch ihm als Kind beigebracht wurde. So trägt der Hexer einen entscheidenden Teil dazu bei, dass Ciri willensstark und durchsetzungsfähig ist. Geralt zeigt Ciri, wie man sich verteidigt und schwierige Situationen meistert.

Doch der Weiße Wolf ist nicht allein auf sich gestellt. Seine Freunde stehen ihm immer zur Seite. Die Hexer Eskel, Lambert und Vesemir tragen ebenfalls zu Ciris Hexer-Ausbildung bei. Da sie aber ebenfalls keinen Plan im Umgang mit Mädchen haben, kommt es für alle Beteiligten immer wieder zu witzigen und etwas peinlichen Situationen. Die Zauberinnen Yennefer und Triss stellen sich da schon etwas geschickter an und helfen ebenfalls mit, besonders dann, wenn die Männer mal wieder scheitern.

Neben der Vater-Tochter-Beziehung (ich nenne sie jetzt einfach so, auch wenn Geralt nicht der echte Vater von Ciri ist) von Geralt und Ciri stehen Politik, Machtspiele, Intrigen und zahlreiche andere Themen im Vordergrund. Und genau diese bunte und abwechslungsreiche Mischung macht für mich die Reihe spannend und interessant. Man begegnet Zauberinnen, Elfen, Zwergen und anderen geheimnisvollen Wesen, reist mit Geralt durch verschiedene sagenumwobene und magische Orte und begegnet vielen Charakteren, die irgendwann dafür sorgten, dass ich den Überblick verloren hab. Man wird von Sapkowskis Schreibstil in die Welt von Geralt gesogen und kommt schwer wieder heraus (zumindest ging es mir so).


Fazit

Ich habe es immer gesagt und werde es auch weiterhin sagen, lest Sapkowskis Bücher, ihr werdet es nicht bereuen!

Veröffentlicht am 24.07.2019

Comic-Meisterwerk von Neil Gaiman

Neil Gaiman: Marvel 1602
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Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, welchen Anzug Spider-Man tragen würde, wenn er Anfang des 17. Jahrhunderts leben würde? Auf den ersten Blick mag diese Vorstellung etwas absurd erscheinen, denn ...

Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, welchen Anzug Spider-Man tragen würde, wenn er Anfang des 17. Jahrhunderts leben würde? Auf den ersten Blick mag diese Vorstellung etwas absurd erscheinen, denn man kann sich die freundliche Spinne von nebenan nur schwer ohne seinen rot-blauen Anzug vorstellen. Und genau hier knüpfen die zwei Kreativköpfe Neil Gaiman und Andy Kubert an und zeigen die uns bereits bekannten Marvel-Figuren aus einer anderen Perspektive. In ‚Marvel 1602‘ spielt die Handlung im Jahr 1602, als in England noch Elisabeth die Erste herrschte.

Im Mittelpunkt stehen Sir Nicholas Fury, Stephen Strange, Peter Parquagh, Natasha, Graf Otto von Doom und viele mehr. Manche von ihnen erkennt man sofort, andere wiederum einige Seiten später. Dies ist vor allem auf die andere Epoche und den damit einhergehenden Lebens- und Kleidungsstil zurückzuführen. Zumindest mir war nicht sofort klar, welchen Superhelden ich vor mir habe. Vom Offensichtlichen (z.B.: Kleidung) mal abgesehen, ist mir aufgefallen, dass die Superhelden mehr Zeit damit verbringen, irgendwohin zu reisen als Menschen zu retten, wie man es aus den Filmen gewöhnt ist. Ich bewerte es nicht als negativ, sondern fand diese Tatsache einfach sehr interessant.

Die Atmosphäre fand ich sehr toll, da sie unheimlich und düster ist. In der Geschichte lauert an jeder Ecke die Gefahr und man macht sich Sorgen um die Figuren. Dadurch fiebert man mit und wünscht sich, dass am Ende alles gut wird. Die verschiedenen Handlungsstränge erschienen mir zunächst als etwas ungewöhnlich. Doch ich habe umsonst befürchtet, dass das Ganze in einem unerklärlichen Wirrwarr endet, denn die Handlungsstränge werden zum Schluss von dem Autor doch noch zusammengeführt.

Wenn ich diesen Comic mit einem Wort beschreiben würde, dann wäre es „spannend“. Es gibt Wendungen, die man nicht kommen sieht und Überraschungen, die mich staunen ließen. Besonders gut fand ich die vielen Details, die aber nur dann auffallen, wenn man den Comic sehr aufmerksam liest. Der Zeichenstil unterscheidet sich von dem, den ich vorher in meinen gelesenen Comics gesehen habe. Auch wenn ich dies als untypisch empfand, war ich für diese Abwechslung dennoch dankbar, da sie das Feeling des 17. Jahrhunderts perfekt herüberbringt.


Fazit

‚Marvel 1602‘ von Neil Gaiman ist mehr als nur ein Comic. Es ist ein Meisterwerk, das in jedem guten Regal eines Comic-Fans stehen sollte.

Veröffentlicht am 05.07.2019

Lesen, lesen, lesen!

Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen - Band 3
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‚Chinas Geschichte im Comic – Barbareninvasionen und die Geburtsstunde der chinesischen Identität' ist der dritte Band der ‚Chinas Geschichte im Comic‘-Reihe von Jing Liu. Nachdem ich von den ersten beiden ...

‚Chinas Geschichte im Comic – Barbareninvasionen und die Geburtsstunde der chinesischen Identität' ist der dritte Band der ‚Chinas Geschichte im Comic‘-Reihe von Jing Liu. Nachdem ich von den ersten beiden Teilen maßlos begeistert war, konnte ich mir die Fortsetzung einfach nicht entgehen lassen. Wie man an dem Titel bereits unschwer erkennen kann, liegt der Themenschwerpunkt dieses Mal auf der Entstehung der chinesischen Kultur. Es geht um das Bewusstsein des Volkes als eine Einheit und darum, was sie als eine geschlossene Gemeinschaft ausmacht. Abgedeckt wird dabei die Zeitspanne von 907 bis 1368.

Genau wie seine beiden Vorgänger wurde auch der dritte Band zweisprachig (deutsch und chinesisch) verfasst und bietet die Gelegenheit, sein Chinesisch zu üben oder aufzufrischen. Für diejenigen, die die ersten beiden Teile nicht gelesen haben, gibt es am Anfang eine kurze Zusammenfassung der wichtigen Ereignisse. Ich würde jedoch empfehlen, die Reihe von Anfang an zu lesen. Meiner Meinung nach entgeht einem doch recht viel, wenn man erst mit dem dritten Band anfängt. Der Stil des Autors ist wieder sowohl sehr informativ als auch extrem fesselnd.

Auch wenn ich die gesamte Graphic Novel sehr interessant fand, gab es dennoch einige Highlights, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind. Ein Beispiel dafür sind die Rolle des Genghis Khan und der Einfluss des Mongolischen Reichs. Außerdem erfuhr ich einige aufschlussreiche Fakten über Marco Polo, zum Beispiel, dass er siebzehn Jahre lang in China gelebt hat. Überraschend fand ich, welche chinesischen Erfindungen sich durchgesetzt und die Menschheit somit für immer verändert haben.


Fazit

Die ‚Chinas Geschichte im Comic‘-Reihe ist für jeden ein Gewinn. Ich bin ein Fan dieser Reihe und freue mich auf die Fortsetzung!

Veröffentlicht am 27.06.2019

Viele prickelnde Momente

Most Wanted Billionaire
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Wisst ihr, was ein Telefonweckdienst ist? Klar, der Name verrät bereits um was es sich handelt. Trotzdem, vor ‚Most Wanted Billionaire‘ von Annika Martin wusste ich nicht mal, dass es so etwas überhaupt ...

Wisst ihr, was ein Telefonweckdienst ist? Klar, der Name verrät bereits um was es sich handelt. Trotzdem, vor ‚Most Wanted Billionaire‘ von Annika Martin wusste ich nicht mal, dass es so etwas überhaupt gibt. Was ich aber weiß ist, dass der Weckdienst in Martens Buch alles andere als gewöhnlich ist. In dem zweiten Teil der ‚Most-Wanted‘-Reihe muss Lizzie ihren unausstehlichen Chef Theo Drummond jeden Werktag um 4:30 Uhr aufwecken. Die Art und Weise, wie Lizzie es macht, ist allerdings sehr unkonventionell.

‚Most Wanted Billionaire‘ ist mein erstes Buch von Annika Martin. Es war allerdings nicht das Cover, das meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, sondern der Klappentext. Die Geschichte versprach einen Hauch von etwas, das mir vorher noch nicht unter die Finger gekommen ist. Schließlich überzeugte mich die mitreißende Leseprobe und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Lizzie und Kontrollfreak Theo weitergeht.

Die Handlung spielt in New York, einer Stadt in der täglich viele Hoffnungen und Träume entstehen und mindestens genauso viele platzen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Protagonistin. Nach einer unglücklichen Beziehung, versucht sie sich wieder aufzurappeln. Da es ihr finanziell nicht besonders gut geht, tritt sie einen Job bei dem pharmazeutischen Unternehmen Vossameer an. Es soll jedoch nichts Langfristiges sein, da Lizzie viel lieber eine eigene Bäckerei betreiben würde. Sie liebt es, sich kreativ auszudrücken und kann sich nichts Schöneres vorstellen, als ihre Kunden mit ihren selbst gebackenen Keksen zu verwöhnen. Und genau diese Leidenschaft und Begeisterung für eine Sache, waren es, die mich für Lizzie eingenommen haben. Wenn sie für etwas brennt, dann geht sie wie eine Blume auf und steckt alle mit ihrem Tatendrang an.

„Er ist ein A********, aber seine Produkte retten Leben.“ - Zitat (Seite 15)

Den ersten Teil des Zitats habe ich beim Lesen auch manchmal gedacht. Vor allem in dem ersten Drittel des Buches. Mit seinem Benehmen, den Theo Drummond manchmal an den Tag legt, hat er meinen Eindruck nicht gerade entkräftet. Der CEO von Vossameer ist sehr streng zu seinen Angestellten. Manche haben sogar Angst vor ihm. Theo ist es gewohnt, dass ihm nie jemand widerspricht und dass er immer das bekommt, was er will. Er ist jemand, der nie die Kontrolle abgibt und über alles informiert sein will. Mit der Zeit lernt man ihn jedoch immer besser kennen und versteht, warum er so ist, wie er letztendlich ist.

Die Geschichte um Theo und Lizzie wird durch Good Girl Mia und Bad Girl Sasha etwas aufgepeppt. Wobei die Letztere vielmehr eine Zicke ist, die nicht nur Lizzie, sondern auch mich in den Wahnsinn getrieben hat. Mia ist Lizzies beste Freundin und Mitbewohnerin. Sie ist witzig und loyal. Besonders spannend fand ich die erste Hälfte des Buches. Das Katz und Maus Spiel von Theo und Lizzie war spannend zu verfolgen. Es gibt viele und detailreiche prickelnde Szenen. Die Autorin hat ein Händchen dafür und weiß, wie sie die Chemie zwischen den Protagonisten aufbauen muss. Darüber hinaus war die Handlung mit einigen witzigen Momenten ausgeschmückt, die mich zum Lächeln brachten. Wer allerdings nach tiefsinnigem Inhalt sucht, ist hier fehl am Platz. Es gibt zwar, die eine oder andere traurige Geschichte, diese konnten mich allerdings nicht ganz von sich überzeugen.


Fazit

‚Most Wanted Billionaire‘ beinhaltet eine unterhaltsame und leidenschaftliche Geschichte. Lizzie und Theo lassen wirklich nichts anbrennen.