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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2020

Kann man lesen, muss man aber nicht

Der Schattenmörder
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Alex North und sein Bestseller »Der Kinderflüsterer« kannte ich bisher nur vom Hören. Ich habe viel Positives über den Autor gehört und wurde deswegen neugierig auf ihn. Deshalb ließ ich mir Norths neuen ...

Alex North und sein Bestseller »Der Kinderflüsterer« kannte ich bisher nur vom Hören. Ich habe viel Positives über den Autor gehört und wurde deswegen neugierig auf ihn. Deshalb ließ ich mir Norths neuen Roman »Der Schattenmörder« nicht entgehen. Der Klappentext klang ebenfalls vielversprechend und so musste ich nicht lange überlegen, ob ich das Buch lesen soll oder nicht.

Ich finde, dem Cover gelingt es sehr gut, das beklemmende Gefühl, das der Buchtitel beim Leser entstehen lässt, zu verstärken. Die beiden Farben Schwarz und Rot bringen die bedrohliche Atmosphäre sehr gut herüber. Als ich das Cover das erste Mal betrachtet habe, ist mir nichts Ungewöhnliches aufgefallen. Umso überraschter war ich, als ich das Buch am nächsten Tag wieder in die Hand genommen habe und die roten Handabdrücke, die sich auf der Blume befinden, bemerkte. Tolle Idee!

Die Geschichte spielt sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit. In der Gegenwart folgen wir wiederum zum einen Paul Adams, der nach mehreren Jahren in seine Heimatstadt zurückkehrt. Zum anderen begleiten wir Detective Amanda Beck, die in einem Mordfall ermittelt. Natürlich laufen die ganzen Handlungsstränge irgendwann zusammen und ergeben so das große Ganze, auch wenn es am Anfang schnell passieren kann, dass man etwas durcheinandergerät.

Mit Paul Adams hatte ich etwas Schwierigkeiten, weil ich mich nicht zu 100 % in ihn hineinversetzen konnte. Dies führte dazu, dass ich bis zum Ende auf Abstand zu ihm blieb. Es hatte zwar den Vorteil, dass ich alles objektiv betrachten konnte, aber dadurch fehlte mir „die Nähe“ zum Protagonisten. Amanda Beck fand ich komplett überflüssig, weshalb ich mich mit ihr auch nicht identifizieren konnte.

Womit ich jedoch kein Problem hatte, war das Kleinstadt-Feeling nachzuempfinden und nachzuvollziehen, dass Paul sich oft beobachtet fühlte. Außerdem fand ich das Thema luzide Träume bzw. Klartraum sehr interessant. Es passte zur Handlung und hat dem Ganzen eine gewisse Würze verleiht. Dennoch kam es ab und zu vor, dass es sich stellenweise etwas gezogen hat. Spannung wurde vor allem im ersten Drittel des Buches aufgebaut. Später nahm sie jedoch deutlich ab, weshalb das Ende zwar überraschend, jedoch unspektakulär war.


Fazit

Man kann das Buch lesen, muss man aber nicht. Ich weiß jetzt schon, dass die Geschichte mir nicht lange im Gedächtnis bleiben wird, höchstens das Cover.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2020

Spannende Story, interessante Figuren, actionreiche Handlung und großartiges Artwork!

Lady Mechanika. Band 2
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»Lady Mechanika - An Bord der Helio-Arx« ist der zweite Band aus der »Lady Mechanika« -Reihe von Joe Benitez. Band 2. beinhaltet sowohl den Abschluss der Geschichte aus Band 1. als auch die ersten zwei ...

»Lady Mechanika - An Bord der Helio-Arx« ist der zweite Band aus der »Lady Mechanika« -Reihe von Joe Benitez. Band 2. beinhaltet sowohl den Abschluss der Geschichte aus Band 1. als auch die ersten zwei Kapitel der Geschichte in Band 3. Ich wollte die Fortsetzung unbedingt lesen, weil ich den ersten Teil super fand und mittlerweile ein Fan der Reihe bin, obwohl ich noch ganz am Anfang stehe.

Auf dem Cover ist Lady Mechanika in einem roten Anzug zu sehen. Sie ist bewaffnet und an ihrem Outfit sind mechanische Flügel befestigt. Es ist eine Erfindung von Mechanikas Kumpel Lewis, die ein weiteres Mal sein Einfallsreichtum beweist. Selbstverständlich ist Lady Mechanika nicht grundlos auf dem Cover in diesem Anzug zu sehen. Ihr könnt euch sicher sein, dass sie in der Story von den Flügeln Gebrauch machen wird.

Zu Beginn wird ein kurzer Rückblick auf die Geschehnisse in Band 1. geworfen. Dies fand ich sehr hilfreich, obwohl ich den ersten Teil erst vor kurzem gelesen habe. Die Story knüpft nahtlos an den ersten Band an. Wir befinden uns wieder in Mechanika City bei der Präsentation der sogenannten Helio-Arx, einem riesigen Luftschiff. Dieser ist gleichzeitig der Handlungsplatz, denn Lady Mechanika und ihre Begleiter besuchen dort einen Maskenball.

Lady Mechanika konnte mich wieder mit ihrem trockenen Humor und Selbstsicherheit überzeugen. Darüber hinaus sorgte sie für viel Action, indem sie einige Kämpfe austragen musste. Mit am Start ist auch Mechanikas bester Freund Lewis. Dieser erweist sich wieder als enorme Hilfe. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Professor Littleton und seiner Tochter Alexandra, Mr. Gitano, Commander Winter und Lord Blackpool. Darüber hinaus erscheinen neue Figuren, die einige Rätsel aufkommen lassen.

Das Artwork ist tadellos und ich möchte nicht viel dazu sagen, außer, dass es großartig ist. Es hat mir wieder extrem viel Spaß bereitet, die Zeichnungen zu betrachten. Besonders erwähnenswert sind dieses Mal die Outfits vom Maskenball und die Technik. Beide strotzen vor Kreativität und Detailreichtum. Was die Farbpalette angeht, so wird die düstere Atmosphäre von den Tönen Blau, Grau und Violett dominiert, was wahrscheinlich daran liegt, dass die Geschehnisse in diesem Band hauptsächlich abends stattfinden.

Wie bereits erwähnt wurde, endet der zweite Band nicht einfach so, denn den Leser erwarten noch die ersten zwei Kapitel aus dem dritten Band. Das finde ich äußerst raffiniert, denn so kann man sich schon mal einen Eindruck davon machen, wie die Geschichte um Lady Mechanika weitergeht. Wichtiger ist jedoch, dass man sofort mitgerissen wird und eigentlich nicht anders kann, als sich den Folgeband zu holen.


Fazit

Obwohl ich bereits den ersten Band der Reihe sehr gut fand, konnte »Lady Mechanika 2 - An Bord der Helio-Arx« von Joe Benitez meine Erwartungen noch ein Stück übertreffen. Band 3. muss also nicht lange auf mich warten

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2020

Super interessant und informativ!

Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen - Band 4
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Wow, so schnell vergeht die Zeit. Vor ungefähr zwei Jahren habe ich zufällig den ersten Band der »Chinas Geschichte im Comic«-Reihe von Jing Liu entdeckt. Vor kurzem ist nun der vierte Teil erschienen ...

Wow, so schnell vergeht die Zeit. Vor ungefähr zwei Jahren habe ich zufällig den ersten Band der »Chinas Geschichte im Comic«-Reihe von Jing Liu entdeckt. Vor kurzem ist nun der vierte Teil erschienen und diesen konnte und wollte ich mir nicht entgehen lassen, denn die Reihe hört einfach nicht auf, mich zu begeistern. Ich freue mich jedes Mal, wenn ein neuer Band veröffentlicht wird und hoffe, dass es weitere Fortsetzungen geben wird, denn es macht einfach eine Menge Spaß, mithilfe von Comics mehr über Geschichte zu erfahren.

„Ich habe nichts zu verlieren und alles zu gewinnen!“ – Zitat (»Chinas Geschichte im Comic – Band 4«, Seite 24)

Der vierte Band deckt die Jahre von 1368 bis 1912 ab. Dabei erfährt man wieder viel Wissenswertes und Interessantes. Unter anderem stehen im Vordergrund sowohl die Ming- als auch die Qing-Dynastie. Darüber hinaus wird Chinas Entwicklung vor dem Hintergrund der Modernisierung aufgezeigt und wie die sich immer mehrende Konflikte mit anderen Ländern ausgetragen wurden.

Genau wie die Vorgänger bietet der vierte Teil der Reihe eine Möglichkeit, die Geschichte sowohl auf Deutsch als auf Chinesisch zu lesen. Wer also der chinesischen Sprache mächtig ist, wird hier seinen Spaß haben. Besonders hilfreich fand ich die Übersicht über die drei vorigen Bände. So konnte ich mir das Geschehene in Erinnerung rufen, ohne die drei Bücher nochmal zur Hand zu nehmen. In Bezug auf Zeichnungen behaupte ich, dass der Autor sich treu geblieben ist. Das Artwork ist wieder informativ und übersichtlich gestaltet. Die Niedlichkeit der Figuren ist wieder kaum zu übertreffen, obwohl sie oft ein Bestandteil sehr trauriger Erzählung sind.


Fazit

Band 4 liefert wieder einen guten Überblick über wichtige Meilensteine der chinesischen Geschichte. Ich liebe diese Reihe und hoffe, dass es einen fünften Teil geben wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.09.2020

Der perfekte Liebesroman!

Hate Notes
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Mittlerweile freue ich mich auf die gemeinsamen Bücher von Vi Keeland und Penelope Ward wie ein Kind, wenn es seine Geschenke auspackt. Es ist also kein Wunder, dass ich mich über das neue Buch des Autorenduos ...

Mittlerweile freue ich mich auf die gemeinsamen Bücher von Vi Keeland und Penelope Ward wie ein Kind, wenn es seine Geschenke auspackt. Es ist also kein Wunder, dass ich mich über das neue Buch des Autorenduos sofort hergemacht habe, kurz nachdem es erschienen ist. Und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

In »Hate Notes« geht es um Charlotte Darling, die ein neues Kapitel in ihrem Leben beginnt. Nachdem es für sie eine Weile nicht so gut gelaufen ist, beschließt die Blondine sich zusammenzureißen und neu anzufangen. Und genau deswegen mochte ich Charlotte wirklich sehr. Sie ist immer optimistisch und versucht, in jeder Lebenssituation das Positive zu sehen, auch wenn es manchmal wirklich schwer ist. Ich habe beim Lesen oft vergessen, dass Charlotte eine Buchfigur ist, weil sie dermaßen energiegeladen ist, dass ich das Gefühl hatte, es würde um eine Person gehen, die es wirklich gibt. Die Dynamik, die Charlotte an den Leser weitergibt, ist wirklich einmalig.

Reed Eastwood ließ mich ebenfalls nicht kalt. Und ich bezweifle, dass es überhaupt möglich ist, dass er jemanden kaltlassen kann. Ich gebe zu, manchmal kann Reed unfreundlich und arrogant sein. Aber man merkt schnell, dass das alles nur eine Fassade ist, weil er sich schützen will, da er in der Vergangenheit eine große Enttäuschung hinnehmen musste. Doch sobald Reed etwas „auftaut“, ist er einer der liebevollsten und sorgsamsten Menschen, die es gibt.

Dass »Hate Notes« eine der schönsten Liebesgeschichten ist, die ich je gelesen habe, liegt vor allem an der Chemie zwischen den beiden Protas. Man spürt die Energie zwischen Charlotte und Reed und weiß sofort, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die beiden übereinander herfallen. Doch bis es so weit ist, wird man Zeuge vieler Neckereien und Auseinandersetzungen zwischen den beiden, denn Reed gibt sich wirklich Mühe, um auf Charlottes Avancen nicht einzugehen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Charlotte und Reed erzählt. Wie man bereits gemerkt hat, hat mich der Schreibstil sofort mitgerissen. Dass ich am Ende maßlos von »Hate Notes« begeistert war, hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich keine allzu großen Erwartungen an das Buch hatte. Es stellte sich jedoch heraus, dass das Buch viel mehr als nur eine Liebesgeschichte bietet. Es zeigt, dass man seine Entscheidungen zwar sorgfältig abwägen muss, aber nicht zögern darf, wenn es darauf ankommt, da man sonst die Chance seines Lebens verpassen könnte.


Fazit

Wieso ich weiß, dass »Hate Notes« von Vi Keeland und Penelope Ward ein perfekter Liebesroman ist? Weil es ein Liebesroman ist, der es geschafft hat, mich wieder für das Genre zu begeistern und zum Nachdenken gebracht hat. Außerdem habe ich das Buch in einem Rutsch ausgelesen. Also, wenn das keine Kriterien für einen perfekten Liebesroman sind, dann verstehe ich die Welt nicht mehr

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2020

Großartig‼!

Lady Mechanika. Band 1
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»Das Geheimnis der mechanischen Leiche« ist der erste Teil der »Lady Mechanika«-Reihe von Joe Benitez. In Deutschland ist der Steampunk-Comic erstmals im Jahr 2017 beim Splitter Verlag erschienen. Die ...

»Das Geheimnis der mechanischen Leiche« ist der erste Teil der »Lady Mechanika«-Reihe von Joe Benitez. In Deutschland ist der Steampunk-Comic erstmals im Jahr 2017 beim Splitter Verlag erschienen. Die Handlung spielt sich in der fiktiven Stadt ‚Mechnanika City‘ im Jahr 1878 ab. Im Mittelpunkt steht die halb menschlich, halb mechanische Lady Mechanika, die mehr über ihre Vergangenheit herausfinden will, da ihr diesbezüglich jegliche Erinnerung fehlt.

Das Cover vermittelt bereits einen guten ersten Eindruck von Lady Mechanika. Sie posiert selbstbewusst und ist bis auf die Zähne bewaffnet. Sie schaut so, als ob ihr keiner etwas anhaben kann. Bereits der Anfang der Story bestätigt diesen Eindruck, denn Lady Mechanika wird in einen Kampf verwickelt und zeigt, dass man sich mit ihr besser nicht anlegen sollte. Kein Wunder, denn sie verfügt über übermenschliche Kräfte und hat eine Art „Star-Status“ in ihrer Stadt, da jeder schon mal von ihr gehört hat. Was mir an Lady Mechanika gefallen hat, ist, dass sie sowohl selbstsicher als auch zurückhaltend ist. Sie ist alles andere als schüchtern und kann für sich einstehen. Sehr gelungen finde ich zudem das Geheimnis um ihre Vergangenheit und ich freue mich schon darauf, in Zukunft mehr über die junge Frau herauszufinden.

Obwohl unsere Lady lieber auf eigene Faust ermittelt, wird sie von ihrem lustigen Freund Lewis unterstützt. Dieser ist sowohl eine nette Abwechslung als auch Ergänzung zu der Protagonistin, da er locker und redselig ist. Außer Lewis gibt es weitere interessante Figuren, die erwähnenswert sind. So gibt es zum Beispiel eine Clique von Zirkusartisten, die der Story eine magische Atmosphäre verleihen. Zudem sei hier noch Commander Winter genannt, die Lady Mechanika ständig auf Trab hält. Die beiden haben nämlich noch ein „Hühnchen miteinander zu rupfen“, was der Geschichte zusätzliche Spannung verleiht.

Die herrschende Atmosphäre in »Das Geheimnis der mechanischen Leiche« konnte mich sofort packen. Ich fand den Mix aus der düsteren viktorianischen Zeit und der geheimnisvollen Fantastik so aufregend, dass ich den Comic in einem Rutsch gelesen habe. Das Artwork hat aber auch seinen Teil dazu beigetragen, da es einfach großartig ist. Besonders die kreativen Outfits der Protagonistin zeigen, dass Joe Benitez mit viel Liebe zum Detail gearbeitet hat. Insgesamt muss ich sagen, dass nicht nur die Kleidung bei mir pure Begeisterung auslöste. Die Gesichtsausdrücke der Figuren, die Action und die Gespräche versetzten mich ebenfalls in Euphorie.


Fazit

Ich bin maßlos begeistert von »Das Geheimnis der mechanischen Leiche« und freue mich schon riesig auf die Fortsetzung. Ich empfehle diesen Comic sowohl Steampunk-Liebhabern, als auch Comiclesern, die offen für Neues sind.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere