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Veröffentlicht am 23.10.2022

hat mich unschlüssig hinterlassen

Das Reich der Vampire
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Mit seinen Reihen »Nevernight« und »Illuminae-Akten« hat sich Jay Kristoff einen Namen gemacht. Bis jetzt kam ich leider nicht dazu, eine dieser erfolgreichen Buchreihen zu lesen, obwohl ich schon viel ...

Mit seinen Reihen »Nevernight« und »Illuminae-Akten« hat sich Jay Kristoff einen Namen gemacht. Bis jetzt kam ich leider nicht dazu, eine dieser erfolgreichen Buchreihen zu lesen, obwohl ich schon viel über den Sci-Fi- und Fantasy-Autor gehört habe. »Das Reich der Vampire« konnte ich mir jedoch auf keinen Fall entgehen lassen. Als ich gesehen habe, dass es in Kristoffs neuestem Werk um Vampire geht, musste ich nicht lange nachdenken, ob ich das Buch lesen werde oder nicht, denn Bücher mit Vampiren ziehen mich immer magisch an.

Unser Protagonist Gabriel de León gehört zum Orden der Silberwächter, einer Bruderschaft, die verschiedene gefährliche Kreaturen bekämpft. Vor allem macht Gabriel aber Jagd auf Vampire, weil diese vor einigen Jahren damit anfingen, die Menschen immer mehr zu verdrängen. Wie es dazu kam, dass Vampire plötzlich aus ihren Schatten gekrochen sind, wie Gabriel ein Silberwächter wurde und vieles mehr erfahren im Verlauf der 1024 Seiten, die »Das Reich der Vampire« beinhaltet.

Die Welt in Kristoffs Buch ist sehr düster. Und das meine ich buchstäblich, denn seit über fünfundzwanzig Jahren herrscht der sogenannte „Tagestod“. So wird eine Art Schleier genannt, die den Himmel bedeckt. Den Tag gibt es zwar immer noch, aber die Sonne hat ihre Leuchtkraft und Wärme verloren. Keiner kennt die Ursache und schon gar nicht, was man dagegen tun könnte. Dabei müsste unbedingt etwas dagegen unternommen werden, denn seit dem Tagestod haben Vampire damit begonnen, die Macht an sich zu reißen und sind damit zur Bedrohung für Menschen geworden.

In dem Buch werden Vampire oft als „Eisblüter“ bezeichnet, was irgendwie nachvollziehbar ist. Sie gehören zu verschiedenen Blutlinien, die einander nicht unbedingt friedlich gesinnt sind, da jede Blutlinie die Herrschaft an sich reißen will. Es ist möglich, dass Vampire andere Vampire erschaffen. Das Interessante dabei ist, dass nicht jede/r gebissene sich verwandelt. Wer den Biss überlebt und wer nicht, bleibt dem Zufall überlassen.

Unser Protagonist Gabriel de León ist ein „Halbblut“ (halb Mensch, halb Vampir). Gabriels Kindheit war nicht einfach und seine Jugend war noch komplizierter. Es gab viele Schicksalsschläge, die er hinnehmen musste. Gabriels hartes Leben hat Spuren in seinem Charakter und seiner Art hinterlassen. Wobei ich sagen würde, dass bei ihm der Spruch „Harte Schale, weicher Kern“ sehr gut passt. Nach außen erscheint er wie ein unnahbarer und kaltherziger Krieger. Aber sobald man ihn besser kennenlernt und sein Vertrauen gewinnt, hat man einen zuverlässigen Freund gefunden. Natürlich ist Gabriel nicht perfekt, aber das ist schließlich keiner. Ich finde, Jay Kristoff ist es gut gelungen, einen interessanten Protagonisten zu erfinden.

Die Geschichte wird anhand verschiedener Handlungsstränge erzählt. Ein Handlungsstrang verläuft in der Gegenwart, während Gabriel einem Geschichtsschreiber seine Lebensgeschichte erzähl. Die beiden anderen Handlungsstränge spielen in der Vergangenheit. Der eine handelt davon, wie Gabriel dem Orden beitrat. Der andere schildert uns, was Gabriel passiert ist, bevor er dem Geschichtsschreiber begegnet ist. Auch wenn ich von dieser Erzählweise nicht ganz begeistert war, so kann ich mir vorstellen, dass der Autor auf diese Weise die Spannung aufrechterhalten wollte.

Womit ich meine Schwierigkeiten hatte, war das Thema Religion und Glauben. Der Autor geht das Thema oft an. Da ich damit nichts anfangen kann, war das Buch für mich an vielen Stellen etwas zäh und langatmig. Ich kann verstehen, dass das Thema wahrscheinlich unumgänglich war, da der Orden einen starken Glauben hat. Für mich war das aber etwas anstrengend. Gut gefallen haben mir dagegen die Illustrationen von Bon Orthwick, die zwischendurch für Abwechslung sorgten.

Fazit: »Das Reich der Vampire« von Jay Kristoff hat mich unschlüssig hinterlassen. Einerseits hat mich der Prota überzeugt, andererseits fand ich das Buch an einigen Stellen langatmig. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich den zweiten Band lesen werde. Ich denke, das werde ich erst entscheiden, wenn er erschienen ist.

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Veröffentlicht am 03.10.2022

sehr interessant

Mariah – Ganz ich selbst
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»Mariah – Ganz ich selbst« von Mariah Carey & Michaela Angela Davis hat mich angesprochen, weil ich mich in letzter Zeit für Autobiografien verschiedener Musikerinnen interessiere. Was die Karriere von ...

»Mariah – Ganz ich selbst« von Mariah Carey & Michaela Angela Davis hat mich angesprochen, weil ich mich in letzter Zeit für Autobiografien verschiedener Musikerinnen interessiere. Was die Karriere von Mariah Carey (27.03.1969) angeht, so muss ich gestehen, dass ich sie nie besonders beachtet habe. Früher bin ich immer nur zufällig über ihre Songs gestolpert, wenn sie zum Beispiel im Radio oder im Fernsehen liefen. Dennoch wurde ich plötzlich hellhörig und neugierig, als ich gesehen habe, dass Mariah ihre Autobiografie veröffentlichen wird. Durch das Buch versprach ich mir mehr über die Sängerin mit neunzehn Nummer-Eins-Hits zu erfahren.

Mariahs Autobiografie besteht aus vier Teilen plus Prolog und Epilog. Die vier Teile sind wiederum in Kapitel gegliedert. Einige Kapitel sind in Abschnitte unterteilt. Jedes Kapitel hat einen Titel, der den Inhalt auf den Punkt bringt. Es gibt keine bestimmte Reihenfolge, weshalb es immer wieder Sprünge in der Zeit gibt. Dabei konzentriert sich Mariah auf bestimmte Lebensabschnitte, die sie geprägt haben. Einige Themen kommen immer wieder vor und ziehen sich durch das ganze Buch. Andere Themen sind dagegen bereits nach einem Kapitel abgehackt.

Besonders oft geht Mariah auf ihre Eltern und die beiden Geschwister ein. Die Sängerin redet nicht lange um den heißen Brei herum und erzählt, wie schwierig und turbulent ihre Kindheit war. Schon als kleines Mädchen musste Mariah sehr tapfer sein, da ihre Familie von einem Problem ins nächste stolperte. Unter anderem hat Mariah miterlebt, wie ihre Eltern sich geschieden haben und wie ihr Bruder und ihre Schwester sich auf einen zwielichtigen Pfad begeben haben. Darüber hinaus wurde die multikulturelle Familie immer wieder mit Rassismus konfrontiert.

Bereits im jungen Alter begeisterte sich Mariah für das Singen und schrieb eigene Songtexte. Sie wusste ganz genau, was sie später werden wollte und ließ sich von ihrem Ziel von niemandem und nichts abbringen. Dies fand ich sehr beeindruckend, denn Mariah hatte kein leichtes Leben und auch niemanden in ihrer Familie, der sie unterstützte. Als Mariah erwachsen wurde, konnte sie nichts mehr aufhalten, ihrem Vorhaben zu folgen. Und hier gelangen wir zu dem zweiten großen Thema, das immer wieder in der Autobiografie aufgegriffen wird, nämlich Mariahs Ehe mit Tommy Mottola.

Leider war die gemeinsame Zeit mit dem ehemaligen Vorsitzenden und CEO von Sony Music Entertainment anders, als Mariah ursprünglich erwartet hat. So berichtet sie von Höhen, aber auch ganz vielen Tiefen und wie sie es wieder geschafft hat, negative Erfahrungen ins Positive umzuwandeln. Sowohl bei diesem Thema, als auch bei einigen anderen, nutzt Mariah die Gelegenheit und geht auf einige Gerüchte und Vorwürfe ein. Sie stellt einiges klar und man merkt, wie lange ihr manche Themen auf der Seele gebrannt haben.

Am coolsten fand ich, dass Mariah passend zu einigen Situationen aus ihrem Leben Passagen aus ihren Songs eingefügt hat. Dies macht nochmal deutlich, wie wichtig für sie das Singen ist und dass Musik für sie eine Chance ist, Dinge, die ihr passiert sind, zu verarbeiten. Darüber hinaus gibt es einen sechszehnseitigen Bildteil, der einige spannende Aufnahmen enthält. Alles in einem fand ich die Autobiografie sehr informativ und muss gestehen, dass ich Mariah Carey früher falsch eingeschätzt habe. Die Autobiografie hat meine Meinung komplett verändert.

Fazit: »Mariah – Ganz ich selbst« von Mariah Carey & Michaela Angela Davis hat mich angenehm überrascht. Ich empfehle das Buch allen, die Mariah Carey besser kennenlernen wollen, aber auch denjenigen, die sich für die Pop-, Hip-Hop- und R&B-Musik der 1990er und Anfang 2000er Jahre interessieren.

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Veröffentlicht am 03.10.2022

Spannender Auftaktband!

Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe
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»Die Seufzende Wendeltreppe« von Jonathan Stroud ist das erste Buch der fünfbändigen Reihe »Lockwood & Co.«. Darin geht es um drei Jugendliche Lucy, Lockwood und George, die ihre Brötchen mit Geisterjagd ...

»Die Seufzende Wendeltreppe« von Jonathan Stroud ist das erste Buch der fünfbändigen Reihe »Lockwood & Co.«. Darin geht es um drei Jugendliche Lucy, Lockwood und George, die ihre Brötchen mit Geisterjagd verdienen. Ich wollte dieses Buch lesen, weil ich schon viel Gutes über die Reihe gehört habe und sie mich sofort fasziniert hat. Auch das Cover und der Klappentext haben meine Neugier geweckt.

Die Geschichte spielt in London (England), wahrscheinlich in unserer Zeit. Da der Autor kein Jahrzehnt oder Jahr nennt, tappt man diesbezüglich im Dunkeln. Es gibt jedoch mehrere Hinweise, die darauf deuten, dass die Handlung in unserer Zeit spielt. Erzählt wird aus Lucys Ich-Perspektive. Es gibt zwei Handlungsstränge: Der eine handelt davon, wie Lucy zu ihrem Job bei der Agentur »Lockwood & Co.« kam, der andere setzt an, als Lucy bereits mit Lockwood und George zusammenarbeitet.

Seit einigen Jahren werden die Bewohner*innen in London von übernatürlichen Phänomenen heimgesucht, vor allem von Geistern. Einige von ihnen sind friedlich, andere können gefährlich werden. Niemand weiß, was dazu führte, dass die Geister aufgetaucht sind, aber irgendwann ist aufgefallen, dass nur Kinder und Jugendliche sie sehen können. So kam es, dass einige von ihnen für Agenturen arbeiten, die sich auf Geisterjagd spezialisiert haben, während die Erwachsenen sich bei Anbruch der Dunkelheit zu Hause verschanzen.

Was die Geister angeht, so werden diese in drei Typen unterteilt. „Typ Eins“ stellt für Menschen keine Gefahr dar. „Typ Zwei“ kann dagegen Schaden einrichten. „Typ Drei“ ist beinahe ein Mythos, da die Geister dieses Typs bisher nur von einer Person gesehen wurden. Kinder und Jugendliche, die Geister aufspüren können, verfügen über verschiedene übersinnliche Gaben. So sind „Hörende“ in der Lage, die Stimmen der Toten zu hören. „Schauende“ können Geister optisch wahrnehmen. Und „Fühlende“ empfangen verschiedene Schwingungen der Geister.

Auch unsere drei Hauptfiguren verfügen über solche Gaben. Zunächst ist da Lucy Carlyle. Sie ist außergewöhnlich sensibel für alles, was mit Übernatürlichem zu tun hat, da sie sowohl über die Gabe des Schauens, des Hörens als auch des Fühlens verfügt. Lucy stand schon sehr früh auf eigenen Beinen, weshalb sie früh von Zuhause auszog. Als Nächstes haben wir Anthony Lockwood. Dieser wird von allen nur Lockwood genannt. Er ist der Chef der »Lockwood & Co.«-Agentur, die ihm, Lucy und George als Wohn- und Firmensitz dient. Lockwood bleibt immer cool, hat einige Geheimnisse und redet manchmal wie jemand, aus einem anderen Jahrhundert. Außerdem liest er gern Glamour-Zeitschriften und neigt dazu, überstürzte Entscheidungen zu treffen. Als Schauender kann Lockwood Todesscheine und andere Rückstände der Verstorbenen sehen. Last but not least: George Cubbins, der im Gegensatz zu Lockwood, es immer vorzieht, vorbereitet und informiert in einen Einsatz zu ziehen. Er ist für die Recherche zuständig, weshalb Bücher und Comics sein Ding sind. Obwohl die drei Jugendlichen unterschiedlich sind, haben sie einiges gemeinsam: Sie lieben Tee und Kekse und wollen eine angefangene Ermittlung immer zu Ende bringen.

»Die Seufzende Wendeltreppe« umfasst sechsundzwanzig Kapitel. Am Ende des Buches gibt es ein Glossar, das ich sehr hilfreich fand. Jedes Kapitel enthält eine kleine Illustration, die mit dem Inhalt zu tun hat. Allerdings sind sie schwarzweiß und ich finde, dass sie in Farbe besser aussehen würden. Jonathan Stroud kann sehr interessant und mitreißend schreiben. Ich habe das Buch verschlungen und fand jede Seite spannend. Die Atmosphäre und die Hauptfiguren, die Stroud erschaffen hat, sind etwas ganz Besonderes. Einen Kritikpunkt habe ich dennoch. Es gibt einige Stellen, wo Lucy über George meckert. Das hat mich etwas aufgeregt, da ihre Einwände überhaupt nicht gerechtfertigt waren, weil sie sich nur auf Georges Aussehen bezogen haben. Dies ließ Lucy sehr unsympathisch wirken.

Fazit: »Die Seufzende Wendeltreppe« von Jonathan Stroud ist ein toller Auftakt, der Lust auf die anderen Bände macht. Ich bin froh, dass ich auf die »Lockwood & Co.«-Reihe aufmerksam geworden bin. Ich empfehle dieses Buch allen, die gern Jugendbücher mögen, in denen es um Abenteuer und Geister geht.

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Veröffentlicht am 11.09.2022

einzigartig und großartig

Quiet Girl (deutsche Hardcover-Ausgabe)
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Ich wollte »Quiet Girl« von Debbie Tung unbedingt lesen, weil meine Intuition mir sagte, dass ich den Comic mögen werde. Es hat sich herausgestellt, dass ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen kann, denn ...

Ich wollte »Quiet Girl« von Debbie Tung unbedingt lesen, weil meine Intuition mir sagte, dass ich den Comic mögen werde. Es hat sich herausgestellt, dass ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen kann, denn ich mag diesen Comic nicht nur, ich liebe ihn einfach! In dem autobiografischen Comic geht es um die junge Frau namens Debbie, die es im Alltag nicht immer einfach hat, weil sie introvertiert ist. Dabei fokussiert sich die Autorin stark auf die Gefühle und Emotionen der Protagonistin, was den Comic tiefgründig macht.

Debbie ist eine ruhige junge Frau, die ihre Freizeit am liebsten mit einem Buch verbringt. Partys und Menschen sind einfach nicht ihr Ding. Ich mochte Debbie auf Anhieb, weil sie mir sehr ähnlich ist. Viele Situationen, die in dem Comic beschrieben werden, habe ich genauso erlebt. Ich hatte oft das Gefühl, die Autorin würde über mich schreiben. Aus diesem Grund ist mir der Comic sehr nahe gegangen. Ich glaube, ich konnte mich noch nie so sehr mit einer Figur identifizieren, wie mit Debbie.

Außer Debbie steht ihr Freund Jason im Mittelpunkt. Das Interessante ist, dass Debbie und Jason sehr gut miteinander auskommen, obwohl sie etwas anders ticken. Jason ist extrovertiert, was bedeutet, dass er sich gerne unter Leute mischt. Gleichzeitig gibt er sein Bestes, um Debbie zu verstehen. Er akzeptiert Debbie so wie sie ist und versucht sie nicht zu ändern. Aus diesem Grund konnte Jason nicht nur Debbies, sondern auch mein Herz erobern, denn nicht jede:r hat Verständnis mit einer introvertierten Person.

Ich fand es gut, dass Debbie Tung nicht einfach darüber erzählt, wie es ist, introvertiert zu sein, sondern auch die unterschiedlichen Selbstzweifel und Gedanken aufgreift, die eine introvertierte Person beschäftigen. Außerdem macht Tung klar, dass es vollkommen in Ordnung ist, so zu sein wie man ist. Gefallen hat mir auch, wie die Unterschiede zwischen Extrovertierten und Introvertierten sichtbar gemacht werden.

Sowohl die Story als auch die Illustrationen stammen von Debbie Tung. Der Zeichenstil ist sehr einfach. Die Panels sind nicht überladen und beinhalten nur das Nötigste. Dies tut dem Comic aber keinen Abbruch. Im Gegenteil, die Einfachheit und Schlichtheit der Zeichnungen helfen dabei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dass der Comic nur in Schwarz, Weiß und Grau gehalten ist, stört mich ebenfalls nicht. Ich finde, der Comic ist einzigartig und großartig, so wie er ist. Das Artwork harmoniert perfekt mit der Story und ich habe nichts an »Quiet Girl« auszusetzen.

Fazit: »Quiet Girl« von Debbie Tung ist einer der besten Comics, die ich dieses Jahr gelesen habe. Ich bin absolut begeistert und empfehle den Comic allen, die ihn noch nicht kennen!

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Veröffentlicht am 21.08.2022

wieder ein interessanter Band über eine Legende aus dem Wild West

Western Legenden: Buffalo Bill
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In dem vierten abgeschlossenen Einzelband der »Western Legenden«-Reihe geht es um Buffalo Bill, der seinen Spitznamen dadurch erlangte, indem er 69 Büffel erschoss. Das Szenario stammt von Fred Duval. ...

In dem vierten abgeschlossenen Einzelband der »Western Legenden«-Reihe geht es um Buffalo Bill, der seinen Spitznamen dadurch erlangte, indem er 69 Büffel erschoss. Das Szenario stammt von Fred Duval. Die Zeichnungen lieferte Andrea Fattori, während Sylvain Cordurié für die Farben verantwortlich war. Ich wollte diesen Band lesen, weil ich die ersten drei Bände »Western Legenden: Wyatt Earp«, »Western Legenden: Sitting Bull« und »Western Legenden: Billy the Kid« gelesen habe. Ich finde diese Reihe spannend, denn ohne sie hätte ich mich wahrscheinlich nie mit den Western-Berühmtheiten beschäftigt.

Auf dem Cover ist der spitzbärtige Büffeljäger mit seinem Lieblingsgewähr Lucrezia Borgia (benannt nach einer Renaissancefürstin) und seinem Pferd Charlie zu sehen. Das Cover greift damit die Geschichte auf, denn in dem Comic reist Buffalo Bill in den Yellowstone-Park, um dort mit seinen Freunden zu jagen. Auf seiner Reise stellt Buffalo Bill jedoch fest, dass jemand es auf ihn abgesehen hat.

Die Handlung spielt im Winter 1887. Der Comic beginnt jedoch mit einem Ereignis, das sich zwanzig Jahre zuvor abgespielt hat. Insgesamt erfährt man wenig über Buffalo Bill, der eigentlich William Frederick Cody hieß. Im Vorsatz werden zwar einige Dinge aufgezählt, aber man erfährt zum Beispiel nichts über seine Kindheit, Familie oder wie er gestorben ist. Einerseits finde ich das schade, da es viel über Buffalo Bill zu erzählen gibt. Anderseits weckt der Comic so die Neugier, mehr über Buffalo Bill zu erfahren.

»Western Legenden: Buffalo Bill« besteht aus sechs Kapiteln. Fred Duval hat nicht nur eine dynamische Story inszeniert, sondern auch die Legenden, die damals und noch heute um Buffalo Bill kursieren, aufgegriffen. Der Mythos bleibt aber aufrechterhalten, denn wir bekommen keine Antworten darauf, was wahr und was erfunden ist. Dies ist übrigens auch die Gemeinsamkeit, die alle Western Legenden verbindet. Visuell ist Band 5 genauso ansprechend wie seine Vorgänger. Besonders gut gefallen haben mir die Panels, die sich im Yellowstone abspielen, da hier die Atmosphäre besonders gut transportiert werden konnte.

Fazit: »Western Legenden: Buffalo Bill« von Duval, Fattori & Cordurié ist wieder ein interessanter Band über eine Legende aus dem Wild West. Ich freue mich auf Band 5, denn da geht es um Wild Bill Hickok.

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