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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.07.2020

Anders, als erwartet

Die Spiegelreisende
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Nach vier Bänden, die insgesamt etwas mehr als zweitausend Seiten umfassen, sind Ophelia und Co. am Ende ihrer Reise angelangt. Christelle Dabos zieht mit »Die Spiegelreisende - Im Sturm der Echos« einen ...

Nach vier Bänden, die insgesamt etwas mehr als zweitausend Seiten umfassen, sind Ophelia und Co. am Ende ihrer Reise angelangt. Christelle Dabos zieht mit »Die Spiegelreisende - Im Sturm der Echos« einen Schlussstrich und es ist auch gut so, denn hätte es einen fünften Teil gegeben, wäre mein Vorstellungsvermögen wahrscheinlich explodiert. Dazu später mehr, denn zuerst möchte ich das gelungene Cover würdigen. Darauf ist wieder eine Arche zu sehen, was mich maßlos begeistert, denn ich finde, dass dieses Motiv am besten passt. Auch die rote Farbe ist mehr als angebracht, da ihr in diesem Teil eine Bedeutung zukommt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob dies wirklich so gewollt war oder eher ein Zufall ist.

In Anbetracht dessen, dass die Veröffentlichung des dritten Bandes mittlerweile mindestens ein halbes Jahr zurückliegt, gibt es zu Beginn des Buches eine kurze, aber dennoch hilfreiche Zusammenfassung über wichtige Geschehnisse, die man sich in Erinnerung rufen sollte, um mit der Reihe fortfahren zu können. Darüber hinaus gibt es Beschreibungen der wichtigen Figuren, was ebenfalls nicht verkehrt ist. Jedes Kapitel verfügt über eine Überschrift.

Die Geschichte geht auf der Arche Babel weiter und knüpft unmittelbar an seinen Vorgänger an. Dabei spielt ein großer Teil der Handlung in dem sogenannten ‚Beobachtungsinstitut für Abweichungen‘ ab. Dort muss sich Ophelia verschiedenen Herausforderungen stellen, die noch schlimmer zu sein scheinen, als alles, was sie bisher durchmachen musste. Doch unsere Protagonistin bleibt stark und lässt sich nicht unterkriegen. Thorn kommt ebenfalls oft zum Vorschein, was mich freute, da ich gern noch mehr über ihn erfahren hätte.

„Denn Krieg ist, wenn man aufhört, sich zu verstehen.“ – Zitat (»Die Spiegelreisende - Band 4 - Im Sturm der Echos« von Christelle Dabos, Seite 334)

Genau wie in den vorigen Teilen auch, haben Ophelia und Thron keine ruhige Minute, die sie miteinander verbringen können, ohne, dass etwas passiert. Und dieses Mal passiert sogar so einiges. Vieles davon hat mich verwirrt und ich wusste manchmal nicht, um was es überhaupt geht. Das Problem ist, dass das große Rätsel um „Gott“ und den „Anderen“ zusätzlich verkompliziert wurde, indem weitere komplexe Sachverhalte hinzukamen. Anstatt es im letzten Band ein bisschen ruhiger angehen zu lassen, hat die Autorin das Ganze unnötig kompliziert gemacht.

Es gibt sowohl neue als auch alte Figuren. Wobei ich finde, dass viele von den bereits bekannten Charakteren vernachlässigt wurden. Zum Teil kann ich es nachvollziehen, da nach vier Bänden die Anzahl der Figuren enorm zugenommen hat und es irgendwann einfach unmöglich ist, alle „unterzubringen“. Schade fand ich nur, dass man nicht erfährt, wie es für manche von ihnen am Ende ausgegangen ist. Zusammenfassend muss ich jedoch gestehen, dass »Die Spiegelreisende - Im Sturm der Echos« auch so abgedreht genug war, ohne dass zusätzlich auf das Schicksal jeder einzelnen Figur eingegangen werden musste. Dabos hat sich wirklich Mühe gegeben, die Geschichte undurchschaubar zu gestalten.



Fazit

Also, was soll ich sagen. Irgendwie habe ich mir den Abschluss der Reihe anders vorgestellt. Ich weiß zwar nicht wie genau, aber der vierte Band hat mich unzufrieden zurückgelassen. Meiner Meinung nach ist »Die Spiegelreisende - Im Sturm der Echos« der schwächste Band der Reihe. Dennoch empfehle ich sie weiter und ich kann es mir vorstellen, sie zu rereaden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2020

Bitte mehr davon!

Sonnenstein
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Im zweiten Band der leidenschaftlichen und humorvollen »Sonnenstein«-Reihe von Stjepan Sejic heizen Ally und Lisa wieder ordentlich ein. Die beiden Frauen kommen sich dieses Mal nicht nur näher, sondern ...

Im zweiten Band der leidenschaftlichen und humorvollen »Sonnenstein«-Reihe von Stjepan Sejic heizen Ally und Lisa wieder ordentlich ein. Die beiden Frauen kommen sich dieses Mal nicht nur näher, sondern lernen sich immer mehr kennen. Dabei kommt das eine oder andere Geheimnis ans Licht, was dafür sorgt, dass die Beziehung von Ally und Lisa auf die Probe gestellt wird.

Die Gestaltung des Covers sieht fast genauso aus, wie beim Teil 1. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass jetzt nur Ally zu sehen ist. Zurecht, wie ich finde, denn meiner Meinung nach, steht Ally dieses Mal im Zentrum der Geschichte. So erfährt man einige interessante Dinge aus ihrer Vergangenheit, beispielsweise wie sie zu BDSM gekommen ist. Lisa ist ebenfalls mit am Start, denn schließlich sind die beiden Frauen nicht mehr voneinander zu trennen. Sowohl für Lisa als auch für die Leser_innen wird es dies Mal richtig spannend, da die rothaarige Protagonistin viele neue Erfahrungen sammeln wird. Und manche von ihnen sind ganz schön prickelnd

Darüber hinaus gibt es einen neuen Handlungsort, nämlich den BDSM-Club Crimson. Und glaubt mir, dort gibt es so Einiges zu sehen. Frischen Wind bringen außerdem neue Figuren. Sie mischen Allys Clique etwas auf und sorgen für einige komische Situationen. Doch trotz einiger neuer Elemente gibt es viel Bekanntes. Dazu gehört beispielsweise das großartige Artwork. Ich persönlich blieb wieder an jeder Zeichnung hängen und habe jedes noch so kleine Detail betrachtet. An dieser Stelle möchte ich wieder die super coolen Outfits hervorheben. Diese sind zweifelsohne ein Beweis dafür, dass die Kreativität von Stjepan Sejic keine Grenzen kennt. Also, zumindest mir würde so etwas Tolles niemals einfallen.


Fazit

Es hat mir extrem viel Spaß bereitet, den zweiten Band der »Sonnenstein«-Reihe von Stjepan Sejic zu lesen. Ich freue mich auf Band 3!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2020

Tolle Rezepte

Einfach gesund kochen
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Da ich mich in letzter Zeit ausführlich mit dem Thema gesunde Ernährung beschäftige, konnte ich mir das neue Buch von Rita Bernardi nicht entgehen lassen. »Einfach gesund kochen - Vollwertige Rezepte mit ...

Da ich mich in letzter Zeit ausführlich mit dem Thema gesunde Ernährung beschäftige, konnte ich mir das neue Buch von Rita Bernardi nicht entgehen lassen. »Einfach gesund kochen - Vollwertige Rezepte mit Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten« hat mich direkt angesprochen, vor allem, weil ich ein großer Fan von Hülsenfrüchten bin.

Bernardis Kochbuch gliedert sich in mehrere Kapitel. Die Autorin startet mit einem Vorwort und erklärt, worauf sich Leserinnen gefasst machen können. Außerdem zählt sie Punkte auf, die sie bei der Erstellung der Rezepte berücksichtigt hat. Danach folgen einige praktische Anleitungen, die den Umgang mit den Rezepten erleichtern sollen. Besonders interessant fand ich hier einige Lebensmittelbezeichnungen, die in Südtirol verwendet werden. Im Anschluss folgen einige Basics zum Getreide, was ich sehr informativ fand. Darauffolgend geht es um getrocknete Bohnensorten, Obst und Gemüse.

Nach dem Glossar geht es endlich mit den Rezepten los. Den Anfang machen zahlreiche Salate. Hierbei hat die Autorin die Auswahl sehr breit aufgestellt. Von Tomaten- über Quinoa- bis hin zu Spinatsalat – ich bin mir sicher, hier wird jede
r fündig. Besonders hilfreich fand ich Tipps, wie man bestimmte Zutaten ersetzen kann, falls man diese gerade nicht zur Hand hat oder aus welchem Grund auch immer ersetzen will. Nach dem umfangreichen Salaten-Kapitel folgen Rezepte zu Suppen und anderen Gemüsegerichten. Das Schlusslicht bildet das Register, welches eine Übersicht liefert und ein schnelles Auffinden bestimmter Stichpunkte ermöglicht.

Ein Rezept belegt immer eine Doppelseite. Auf der einer Seite befindet sich das Rezept, auf der anderen die jeweilige Abbildung. Auf den Bildern wird das Essen sehr appetitlich in Szene gesetzt, auch wenn der Bildaufbau sehr minimalistisch gehalten wird. Die Rezepte an sich sind wiederum leicht verständlich und unkompliziert erklärt. Zutaten und die Vorgehensweise bei der Zubereitung sind immer angegeben. Die Zubereitungszeit dagegen nicht, was ich aber nicht schlimm finde.


Fazit

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass »Einfach gesund kochen« von Rita Bernardi eine Bereicherung für diejenigen ist, die auf gesunde Ernährung achten und mehr mit Hülsenfrüchten experimentieren wollen. Bernardi konnte mich nicht nur mit ihren Rezepten inspirieren, sondern hat mich auch auf ihre anderen Bücher neugierig gemacht.

  • Cover
Veröffentlicht am 15.05.2020

Sehr informativ und stellenweise zäh

How Not to Diet
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»How Not to Diet« ist mein erstes Buch von Michael Greger. Meine Aufmerksamkeit hat der Autor allerdings schon viel früher auf sich gezogen, da sein anderes Buch »How not do die« schon seit einer Weile ...

»How Not to Diet« ist mein erstes Buch von Michael Greger. Meine Aufmerksamkeit hat der Autor allerdings schon viel früher auf sich gezogen, da sein anderes Buch »How not do die« schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste steht. Das Cover ist sehr schlicht und minimalistisch gestaltet. Meiner Meinung zurecht, denn das Buch hat einen pompösen Umschlag nicht nötig, da allein der Titel schon bei vielen Menschen das Interesse wecken dürfte.

»How Not to Diet« ist in fünf Abschnitte gegliedert, die wiederum in verschiedene Subthemen unterteilt sind. Das erste Kapitel trägt den Titel ‚Das Problem‘. Hier geht es unter anderem um die falsche Ernährung und Gründe für das Übergewicht. Im zweiten Kapitel stellt Greger verschiedene Zutaten für eine optimale Ernährung zum Abnehmen vor. Der darauffolgende Abschnitt beschäftigt sich mit dem „optimalen“ Abnehmprogramm. Im vierten Kapitel werden verschiedene Abnehm-Booster erläutert. Unter anderem geht es hier um den Wasserhaushalt, die Fettverbrenner und Essgeschwindigkeit. Im fünften und letzten Kapitel werden die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Mit insgesamt 752 Seiten ist »How Not to Diet« kein Buch für zwischendurch. Dies liegt nicht daran, dass der Autor eine Labertasche ist, sondern weil Ernährung nun mal ein umfangreiches Thema ist. Dazu kommt noch, dass sich Greger oft auf zahlreiche Studien bezieht. Damit beleuchtet er nicht nur verschiedene Standpunkte, sondern macht auch auf Probleme und Mythen, die in Bezug auf Ernährung kursieren, aufmerksam. Diese Vorgehensweise konfrontiert die Leser_innen mit viel Wissen und Informationen, die an einigen Stellen sehr zäh und erschlagend wirken. Ich musste beispielsweise deshalb beim Lesen manchmal Pausen einlegen, um das Gelesene sacken zu lassen.

Hat »How Not to Diet« mir nun etwas genutzt oder nicht? Auf jeden Fall! Klar, es war nicht alles neu für mich. Da ich mich mit dem Thema Ernährung seit einer Weile auseinandersetze, kannte ich natürlich das eine oder andere. Aber Greger konnte mir auch viel neues Wissen vermitteln und mich auf sehr interessante Aspekte aufmerksam machen, auch wenn es stellenweise etwas „trocken“ war. Ich denke, es liegt unter anderem daran, dass der Autor sich schon lange mit der Ernährung beschäftigt und es schnell passieren kann, dass er nicht merkt, wenn er sich in diesem Thema verliert.


Fazit

»How Not to Diet« von Michael Greger ist ein sehr informatives Buch, das etwas Klarheit in das komplizierte Thema Ernährung bringt. Auch wenn Greger seine Ratschläge plausibel begründet, möchte ich dennoch darauf hinweisen, sie nicht als die ultimative Wahrheit zu betrachten, sondern kritisch zu hinterfragen, da die Ernährung unsere Gesundheit beeinflusst und zu schnelles und unüberlegtes Handeln hier schwerwiegende Folgen haben kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 07.05.2020

Wieder sehr abwechslungsreich!

Vampir & Vorurteil
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»Vampir & Vorurteil« ist der neunundzwanzigste Band der Argeneau-Serie von Lynsay Sands. Ich bin erst dieses Jahr auf die Reihe aufmerksam geworden und lese nicht in chronologischer Folge, sondern schaue ...

»Vampir & Vorurteil« ist der neunundzwanzigste Band der Argeneau-Serie von Lynsay Sands. Ich bin erst dieses Jahr auf die Reihe aufmerksam geworden und lese nicht in chronologischer Folge, sondern schaue mir zuerst den Klappentext der bereits erschienen Teile an und entscheide spontan, welche Geschichte mich mitreißen könnte. Es passt daher ganz gut, dass jeder Band in sich abgeschlossen ist und unabhängig voneinander gelesen werden kann. Nachdem ich aber bereits vier Bücher aus dieser Reihe gelesen habe, ist mir ein Muster aufgefallen, das stets auf eine leicht abgeänderte Art und Weise jedes Mal wiederholt wird, nämlich die Liebesgeschichte eines Vampirs bzw. Unsterblichen. »Vampir & Vorurteil« bildet hier ebenfalls keine Ausnahme. Im Zentrum steht deshalb der Vampir Santo Notte und die Frau, die für ihn bestimmt ist, Petronella Stone.

Santo kannte ich bereits aus den anderen Teilen der Reihe (wiederkehrende Figuren sind übrigens ein weiteres Markenzeichen der Reihe) und fand ihn sympathisch, auch wenn er stets etwas ruhig im Vergleich zu seinem Umfeld war. Diese Charaktereigenschaft behält er auch in »Vampir & Vorurteil« bei, weshalb er sich manchmal selbst im Weg steht. Da Santo oft sehr wortkarg ist, besonders dann, wenn es darum geht, seine Gefühle auszudrücken, tut er sich zunächst etwas schwer, Petronella von sich zu überzeugen. Nichtsdestotrotz kann man sich auf Santo immer verlassen und er ist immer da, wenn Hilfe gebraucht wird. Petronella ist dagegen offener und redseliger. Sie ist eine taffe Frau, da sie durchsetzungsfähig ist. Ihre Schwester und ihr Neffe stehen für Petronella an erster Stelle und es gibt nichts, was sie für ihre Liebsten nicht tun würde. Aus meiner Sicht haben die beiden Protas sehr gut miteinander harmoniert, da „die Chemie“ zwischen ihnen deutlich spürbar war.

Da sich die Welt aber nicht nur um Santo und Petro dreht und um der Geschichte etwas Abwechslung zu verleihen, begegnet man zahlreichen Nebenfiguren. Wie bereits kurz erwähnt, kommen bereits bekannte Figuren ebenfalls wieder vor. Bei manchen von ihnen habe ich mittlerweile das Gefühl, dass sie zum festen Bestandteil der Reihe geworden sind und die Leserschaft noch einige Bände verfolgen werden. Ich weiß nur nicht, ob ich mich darüber freuen soll oder nicht. Positiv fand ich, dass die Handlung nicht eintönig ist. Sie ist ein Mix aus Romantik, Humor und Phantasie. Dabei wird auf Themen wie Liebe, Freundschaft, Verrat, Mord und Gewalt eingegangen. Darüber hinaus gefällt es mir, wie es Lynsay Sands gelingt, unrealistische Vorgänge (z.B.: Existenz von Unsterblichen) so darzustellen, dass man sich durchaus vorstellen kann, diese könnten sich in der Realität genauso ereignen.


Fazit

»Vampir & Vorurteil« wird nicht der letzte Band der Argeneau-Serie von Lynsay Sands sein, den ich gelesen habe. Ich freue mich schon auf die Teile, die ich noch nicht kenne und die, die noch in Zukunft erscheinen werden. Ich empfehle das Buch allen die, romantische und unterhaltsame Geschichten mit Vampiren mögen. Seid aber gewarnt, dass es an manchen Stellen richtig grausam zugeht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere