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Veröffentlicht am 28.04.2018

Rezension: „Paper Party – Die Leidenschaft“ von Erin Watt

Paper Party
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Worum geht´s?

Gideon ist nicht nur der älteste der Royal-Brüder, sondern auch der unglücklichste in Sachen Liebe. Er ist immer noch in seine Exfreundin Savannah verliebt, die nichts mehr von ihm wissen ...

Worum geht´s?

Gideon ist nicht nur der älteste der Royal-Brüder, sondern auch der unglücklichste in Sachen Liebe. Er ist immer noch in seine Exfreundin Savannah verliebt, die nichts mehr von ihm wissen will, weil Gideon sie betrogen und belogen hatte. Doch er will unbedingt eine zweite Chance haben und seiner großen Liebe beweisen, dass sie zusammengehören. Wird Savannah Gideon verzeihen?


Meine Meinung

„Paper Party“ ist der sechste Teil der „Paper“-Reihe zweier amerikanischer Bestsellerautorinnen, die unter dem Pseudonym Erin Watt schreiben. Leider ist mir erst nach dem Lesen von „Paper Party“ aufgefallen, dass ich zwei Teile, nämlich „Paper Passion“ und „Paper Paradise“, übersprungen habe. Dies ist aber nicht weiter schlimm, da es in den Büchern sowieso um Easton geht. „Paper Party“ wollte ich lesen, da ich bereits die ersten drei Bänder gelesen habe und die Reihe unbedingt zu Ende lesen wollte. Außerdem hat man bisher recht wenig von Gideon mitbekommen, da er nicht mehr mit seiner Familie zusammenlebt und ich auf seine Geschichte neugierig war.

Das Cover ist auf jeden Fall ein Hingucker und es ist ähnlich gestaltet, wie die anderen Teile der Reihe. Dieses Mal sind zwei Champagner-Gläser zu sehen. Beim genaueren Betrachten kam es mir vor, als ob die Gläser aus vielen einzelnen Blümchen bestehen würden, aber sicher bin ich mir nicht, da diese doch recht klein sind.

Wie man bereits aus den vorigen Teilen weiß, lebt Gideon nicht mehr mit den anderen Royals, da er zur Uni geht, wo er BWL studiert. Seine große Leidenschaft ist nicht nur Schwimmen, sondern auch seine Exfreundin Savannah, mit der er in der Highschool zusammen war. Als ältester Bruder war er früher auch derjenige, der auf seine jüngeren Brüder immer aufpassen musste, als seine Mutter wieder mal betrunken und der Vater auf Reisen war. Die Zeit als seine Mutter noch lebte, hat ihn in der Hinsicht sehr geprägt, dass seine Familie bei ihm immer an erster Stelle steht und er ein großes Verantwortungsbewusstsein entwickelt hatte. Da er seine damalige Freundin Savannah nicht in seine Familienprobleme hineinziehen wollte und angefangen hatte, sich von ihr zu distanzieren, ging ihre Beziehung in die Brüche. Doch Gideon hat nie aufgehört Savannah zu lieben. Er ist davon überzeugt, dass sie immer noch zusammengehören und will es mit Savannah nochmal versuchen. Wie sich herausstellte, kann Gideon sehr romantisch sein, was mich persönlich sehr überrascht hatte, da er in vorigen Teilen im Vergleich zu seinen Brüdern sehr kalt und unnahbar wirkte. In „Paper Party“ lernt man andere Seiten von ihm kennen, von denen ich nicht dachte, dass er sie haben könnte. Auch wenn ich es sehr bewundere, dass er mit Savannah trotz allem, was bereits passiert ist, immer noch zusammen sein will, kann ich nicht darüber hinwegsehen, was er ihr angetan hatte. Stichwort Onkel Steves Frau Dinah.

Die 18-jährige Savannah Montgomery, die auch Sav genannt wird, ist schon seit Jahren in Gideon verliebt. Als die beiden in der Highschool ein Paar wurden, ging einer ihrer großen Wünsche in Erfüllung. Traurig fand ich, dass Gideon erst auf sie aufmerksam wurde, als Sav ihr Äußeres verändert hatte. Davor wusste er nicht einmal, dass es sie gibt. Und noch trauriger wurde ich, als Sav in der Vergangenheit Gideon in allem recht machen wollte. Ich finde sie hat sich Gideon zu sehr angepasst, da sie immer das machte, was er wollte und sich nicht traute, etwas zu sagen. Auch wenn Sav ein sehr nettes und kluges Mädchen zu sein scheint, habe ich beim Lesen sehr oft das Bedürfnis verspürt, sie einfach zu schütteln, damit sie endlich aufwacht und sich von Gideon nicht verbiegen lässt. Da hat es mich dann später doch sehr gefreut, dass sie nach der Trennung bisschen zickiger wurde und nicht jeden auf sich herumtrampeln ließ.

In „Paper Party“ gibt es so viele Nebencharaktere, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll : Zunächst sind da bereits bekannte Figuren wie Ellie, Jordan oder Steve. Dann gibt es Charaktere aus Gideons und Savannahs Vergangenheit, also als Ellie noch nicht bei den Royals eingezogen ist, wie Gideons Mom oder seine Freunde Bailey und Three. Und es gibt neue Figuren, die nichts mit Gideons Leben bei den Royals zu tun haben, wie Gideons College Freunde Cal und Julie.

Erzählt wird aus Gideons und Savannahs Sicht. Was mich angenehm überraschte und weil mir das in Büchern gefällt, ist, dass Zeitsprünge eingebaut wurden. So befindet man sich einerseits in der Gegenwart, während Gideon und Sav auf ihre Beziehung zurückblicken und nicht wissen, wie es mit ihnen weitergeht und andererseits erfährt man, wie die beiden sich in der Highschool verliebt haben. Außerdem bekommt man mit, wie sie früher waren und kann ihre Entwicklung mit der Gegenwart vergleichen. Der Schreibstil der beiden Autorinnen war mitreißend, weshalb ich das Buch in einem Zug gelesen habe. Auch wenn dieser Teil der Reihe weniger Action beinhaltet als seine Vorgänger, fand ich ihn trotzdem sehr spannend.


Fazit

Leider konnten mich die beiden Hauptfiguren nicht überzeugen. Dafür hat mir aber der Aufbau der Geschichte und die Zeitsprünge sehr gefallen. Ich würde das Buch denjenigen empfehlen, die absolute Fans von den Royals Brüdern sind und mehr über ihre Vergangenheit bzw. die Zeit, als es Ellie in ihrem Leben noch nicht gab, erfahren wollen.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Rezension: „Taste of Love – Geheimzutat Liebe“ von Poppy J. Anderson

Taste of Love - Geheimzutat Liebe
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Worum geht´s?

Der 35-jährige Drew Knight beschließt etwas Abstand von seinem Job zu gewinnen und fährt nach Maine, um seine Gedanken zu ordnen und sich zu entspannen. Dort trifft er zufällig auf Brooke ...

Worum geht´s?

Der 35-jährige Drew Knight beschließt etwas Abstand von seinem Job zu gewinnen und fährt nach Maine, um seine Gedanken zu ordnen und sich zu entspannen. Dort trifft er zufällig auf Brooke Day, die ein Lokal leitet und eine ausgezeichnete Köchin ist. Dass Drew Chefkoch ist und ein eigenes Restaurant in Boston besitzt, verschweigt er, weshalb Ärger später so gut wie vorprogrammiert ist.


Meine Meinung

Der Liebesroman „Taste of Love – Geheimzutat Liebe“ ist der Auftaktband der „Taste of Love“-Reihe von der Autorin Poppy J. Anderson. Bisher gibt es vier „Taste of Love“-Teile, die bereits erschienen sind. Es ist mein erstes Buch von der Autorin, aber ich weiß schon jetzt, dass es nicht das einzige bleiben wird, da mir „Geheimzutat Liebe“ sehr gut gefallen hat.

Das Cover finde ich einfach traumhaft. Ich könnte es stundenlang anschauen. Es passt nicht nur zum Inhalt, Buchtitel und den Protagonisten, sondern ist auch sehr schön gestaltet. Das Cover ist auf jeden Fall eines der schönsten, die ich dieses Jahr gesehen habe.

Andrew (Drew) Knight ist Chefkoch und Besitzer eines der angesagtesten Restaurants in Boston. Zu seiner Familie hat er kein gutes Verhältnis, da er sein Jurastudium an den Nagel gehängt hat, um stattdessen Koch zu werden. Auch wenn er sich damit mittlerweile abgefunden hat und er es selten zugibt, ist er enttäuscht von seiner Familie, weil sie ihn nicht unterstützen. Beruflich läuft es bei Drew sehr gut und es steht außerdem noch viel an, weshalb er sich etwas ausgelaugt fühlt und eine Pause von allem braucht. Dass er Brooke nicht gleich sagt, wer er wirklich ist, kann ich verstehen. Aber meiner Meinung nach hätte er schon irgendwann selbst mit der Wahrheit herausrücken müssen. Ich fand Drew von Beginn an sofort toll. Er ist talentiert, witzig und hilfsbereit. Drew fand ich so gut, dass ich ihn bereits zu einer meiner Lieblingsfiguren dieses Jahr zähle.

Brooke Day leitet vorübergehend das Lokal ihrer Eltern. Eigentlich ist sie Journalistin, jedoch macht es ihr mehr Spaß, im Lokal zu arbeiten, auch wenn es sehr stressig ist. Brooke kocht leidenschaftlich gern, weshalb sie und Drew einander schnell näherkommen. Von Brooke war ich sofort begeistert, da sie selbstbewusst und frech ist. Sie lässt sich nichts gefallen und vertritt ihre Meinung. Da ich taffe Protagonistinnen sehr mag, war ich sofort verliebt in Brooke. Außerdem steht sie ihren Eltern, die sehr liebevoll sind, sehr nahe und unterstützt sie bei allem.

Die Nebencharaktere in „Geheimzutat Liebe“ waren ebenfalls toll. Angefangen bei Drews Freund und Kollegen Nick, der übrigens die Hauptfigur im nächsten Teil sein wird, bis hin zu den Bewohnern des kleinen Städtchens in dem Brooke lebt. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass es diese Personen wirklich gibt, da sie so liebenswert und witzig beschrieben werden.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und witzig. Besonders die Wortgefechte zwischen den Protagonisten haben mich oft zum Lachen gebracht. Es werden viele Fachbegriffe aus der Gastronomie verwendet und man merkt, dass die Autorin Ahnung von der Materie hat. Das Buch enthält zwar kein großes Drama, trotzdem fand ich die Handlung als sehr spannend beschrieben. Wobei spannend noch untertrieben ist, da ich das Buch einfach verschlungen habe.


Fazit

Der Roman „Taste of Love – Geheimzutat Liebe“ ist jetzt schon eines meiner Buch-Highlights in diesem Jahr. Ich habe jede Seite genossen und mich in die Figuren verliebt. Ich freue mich einfach riesig auf die Fortsetzungen und hoffe, dass sie genauso gut sind. Ich empfehle diesen Roman jedem, der gerne Liebesgeschichten liest und keine Lust auf unzählige Erotikszenen hat.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Rezension: „Bright Side – Ein Moment für immer“ von Kim Holden

Bright Side
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Worum geht´s?

Obwohl Kate eine fröhliche und lebenslustige Person ist, ist Liebe wirklich das Letzte, was sie in ihrem Leben braucht. Sie hat ein großes Geheimnis, das alles zu zerstören droht, weshalb ...

Worum geht´s?

Obwohl Kate eine fröhliche und lebenslustige Person ist, ist Liebe wirklich das Letzte, was sie in ihrem Leben braucht. Sie hat ein großes Geheimnis, das alles zu zerstören droht, weshalb es ihr schwerfällt, sich auf den attraktiven Keller einzulassen. Wird Kate sich überwinden und Keller die Wahrheit sagen?


Meine Meinung

„Bright Side – Ein Moment für immer“ von der amerikanischen Autorin Kim Holden ist ein sehr emotionales Buch, indem es nicht nur darum geht, den Glauben an die Liebe wiederzufinden, sondern auch um Freundschaft, die stärker ist, als alles andere. Es ist mein erstes Buch von Kim Holden und ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe, da es jetzt eines meiner Lieblingsbücher ist, weil mich die Geschichte sehr berührt hat. In den USA ist „Bright Side“ bereits im Jahr 2014 erschien. Nach einigen Recherchen habe ich außerdem herausgefunden, dass es Fortsetzungen gibt, in denen es um andere Figuren geht, die man in „Bright Side“ kennenlernt. Die nachfolgenden Teile habe ich selbstverständlich sofort auf meine Wunschliste gesetzt und kann es kaum erwarten, sie zu lesen.

Das Cover gefällt mir sehr, da es zur Geschichte und zum Genre passt. Die beiden Personen, die in den Buchstaben zu sehen sind, deuten darauf hin, dass es um eine Beziehung oder Liebe gehen könnte. Der weiche Farbverlauf der Hintergrundfarbe hat nicht nur etwas Romantisches und Melancholisches an sich, sondern wird von mir mit dem Sonnenuntergang assoziiert, der in „Bright Side“ eine wichtige Rolle spielt.

Kate Sedgwick oder „Bright Side“ wie sie von ihrem besten Freund Gus genannt wird, zieht aus dem sonnigen Kalifornien nach Minnesota, um dort Sonderpädagogik zu studieren, da sie später Lehrerin werden möchte. Außerdem trinkt sie ihren Kaffee schwarz, ist Vegetarierin, hasst Sushi und ist die liebevollste Person, die es gibt, obwohl das Leben bisher sehr hart zu ihr war. Kate ist selbstlos und fürsorglich. Sie will immer anderen Menschen helfen und sie retten, auch wenn sie selbst jemanden braucht, der sie rettet. Auch wenn sie von ihren Eltern im Stich gelassen wurde und ihre Schwester verloren hat, gibt sie nie auf und macht immer das Beste aus ihrem Tag. Doch zum Glück bekommt derjenige, der viel Liebe verschenkt, meistens auch Liebe zurück. Deswegen hat Kate Freunde, die immer für sie da sind, auch wenn sie nichts von ihrem Geheimnis wissen, das sie sorgfältig hütet und das alles verändern kann. Kate hat mich als Buchfigur einfach umgehauen, da sie so viele gute Charaktereigenschaften besitzt, ohne dass es übertrieben wirkt. Sie ist liebevoll, bodenständig, gütig, talentiert und hilfsbereit. Sie ist meine absolute Lieblingsfigur, weil sie für ihr junges Alter sehr weise ist und obwohl sie bereits viel durchgemacht hat, sie trotzdem eine Kämpfernatur ist. Ich könnte noch stundenlang von ihr schwärmen, da ich so begeistert von ihr bin. Wenn es einen Oscar für beste weibliche Buchfigur geben würde, würde ich diesen sofort Kate verleihen, weil sie aus meiner Sicht eine Heldin ist.

„Ich weiß, dass manche Leute auf schick stehen – was immer einen glücklich macht -, aber für mich ist schick überbewertet. Schick sorgt dafür, dass ich mich nach einfach sehne. Schick verbirgt viel, während einfach unmissverständlich zeigt, was Sache ist, sodass jeder es sehen kann.“ (Kate – Pos. 193)

Keller Banks studiert ebenfalls in Minnesota und kommt aus einer wohlhabenden Familie. Genau wie Kate hat er auch einige Geheimnisse, die mich überrascht haben. Er ist ein ruhiger Typ, der im Laufe des Buchs immer mehr aus sich herausgeht, weil er für Kate ein besserer Mensch sein möchte. Keller hat mir sofort als Protagonist gefallen, da er genau wie Kate einiges durchmachen musste und trotzdem nicht aufgibt.

In „Bright Side“ gibt es viele tolle Nebencharaktere. Vor allem möchte ich Gus erwähnen, der seit langem Kates bester Freund ist. Für mich war er mehr als eine Nebenfigur, da er in Kates Leben stets präsent ist und eine wichtige Rolle spielt. Am Anfang des Buches dachte ich sogar, dass er der Protagonist wäre. Gus und Kate verbindet mehr als nur eine Freundschaft. Sie haben zusammen viel durchgemacht und das hat sie für immer zusammengeschweißt. Mir hat es sehr gefallen, dass die Autorin neben einer Liebesgeschichte auch eine Handlung eingebaut hat, die sich um eine dermaßen starke Freundschaft dreht. Aus meiner Sicht ist Kates und Gus Geschichte mindestens genauso berührend, wie die von Kate und Keller.

Erzählt wird aus Kates und Kellers Sicht und man kann die Gefühle der beiden wirklich sehr gut nachvollziehen. Als Kapitelüberschrift ist immer das Datum angegeben, sodass man ein besseres Gefühl für die Zeit bekommt, was mir persönlich gefällt und ich in vielen Büchern bereits vermisst habe. Den Schreibstil finde ich einfach grandios. Er ist ehrlich, spannend und mitreißend. Es stehen so viele Lebensweisheiten drin, dass ich mir am liebsten jede Seite markiert hätte. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe gelacht und geweint. „Bright Side“ ist voller Emotionen und Gefühl und enthält einige Überraschungen.


Fazit

„Bright Side“ ist ein Buch, das mich sehr berührt hat. Ich würde es nicht nur denjenigen empfehlen, die gerne das Genre New Adult lesen, sondern allen, die eine ergreifende und emotionale Geschichte lesen wollen. Ich freue mich auf die Fortsetzung, in der es um Kates besten Freund Gus gehen wird.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Rezension: „Höllenjazz in New Orleans“ von Ray Celestin

Höllenjazz in New Orleans
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Worum geht´s?

Während der geheimnisvolle „Axeman“-Mörder um das Jahr 1919 in New Orleans sein Unwesen treibt, haben es drei Menschen besonders darauf angelegt, ihm das Handwerk zu legen. Detective Lieutenant ...

Worum geht´s?

Während der geheimnisvolle „Axeman“-Mörder um das Jahr 1919 in New Orleans sein Unwesen treibt, haben es drei Menschen besonders darauf angelegt, ihm das Handwerk zu legen. Detective Lieutenant Michael Talbot will seine Karriere retten und seinen Ruf wiederherstellen. Der ehemalige Polizist Luca D’Andrea, der seine fünfjährige Haftstrafe wegen Korruption abgesessen hat und nun auf freiem Fuß ist, handelt im Auftrag der Mafia. Und Ida, die Detektivin werden möchte und ständig unterschätzt wird. Auch wenn alle drei den Mörder aus unterschiedlichen Gründen verfolgen, so wollen sie im Grunde eigentlich nur das Eine, dass New Orleans wieder ein sicherer Ort wird. Wird es den drei gelingen, „Axeman“ zu fassen?


Meine Meinung

Mit seinem Debütroman „Höllenjazz in New Orleans“, der eine Mischung aus realen Ereignissen und Fiktion darstellt, konnte der Autor Ray Celestin mich sofort von sich überzeugen. Die Verfolgungsjagd nach dem geheimnisvollen „Axeman“ macht ab der ersten Seite süchtig und lässt sehnsuchtsvoll auf den zweiten Teil, der erst im Frühjahr 2019 erscheint, warten.

Bevor ihr jedoch mit dem Lesen anfangt, würde ich euch empfehlen, das Glossar und die Karte von New Orleans, die sich am Ende des Buches befinden, anzuschauen bzw. durchzulesen. Die Karte war für mich sehr behilflich. Ich habe zwar schon von New Orleans gehört, war aber selbst noch nie da und hatte dementsprechend kein Bild von der Stadt vor Augen. Mithilfe der Karte konnte ich mir dann ungefähr vorstellen, wo sich die jeweiligen Handlungen im Buch abspielen. Ihr könnt aber auch einfach Google Maps aufrufen oder es ganz sein lassen, es bleibt jedem selbst überlassen. Ich bin nämlich ein Mensch, der immer alles genau mitverfolgen möchte, wenn es um einen realen Ort geht und der sich dann auch die Mühe macht, einen Stadtplan genauer anzuschauen. Das Glossar hat sich für mich ebenfalls als sehr hilfreich erwiesen, da es wichtige Fachbegriffe enthält, die ich zum Teil nie vorher gehört habe. Am Anfang des Buches befindet sich das Personenverzeichnis mit vielen verschiedenen Namen. Lasst euch aber von der langen Liste nicht abschrecken, weil es im Buch sowieso hauptsächlich um die drei Ermittler und den „Axeman“ geht.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, da hier verschiedene Aspekte des Buches wieder zu finden sind. Die Farben spiegeln die düstere Atmosphäre wider. Der Totenkopf ist stellvertretend für die Morde oder den Mörder, die im Buch vorkommen. Außerdem lässt sich der Bezug zum Jazz erkennen. Darüber hinaus ist die Gestaltung ironisch angehaucht, was die etwas absurde Situation zu der damaligen Zeit in New Orleans widerspiegelt. Während der „Axeman“ die Stadt unsicher macht, feiern die Menschen dort euphorisch die Musikrichtung Jazz.

Detective Lieutenant Michael Talbot ist dem „Axeman“ auf der Spur nicht nur, weil es sein Job ist, sondern weil er seinen Ruf wiederherstellen möchte. Seit Michael gegen seinen ehemaligen Mentor Luca D’Andrea ausgesagt hat und dafür gesorgt, dass er für fünf Jahre ins Gefängnis geht, ist Michael unter seinen Kollegen sehr unbeliebt. Auch bei der „Axeman“-Ermittlung kommt er schwer voran, was kein gutes Licht auf ihn wirft. Sein Privatleben macht ihm ebenfalls jeden Tag zu schaffen, weil er hier viel geheim halten muss. Zur Seite steht ihm der junge Polizist Kerry, der ihm hilft, „Axeman“ zu verfolgen. Aus meiner Sicht ist Michael ein mutiger Polizist, der sich nicht von seinen Zielen abbringen lässt. Er hat ein gutes Durchhaltevermögen und kann sich behaupten. Er ist aufrichtig und versucht, seinen Job so gut es geht zu machen, auch wenn ihm viele Steine in den Weg gelegt werden.

Der ehemalige Polizist und Michaels Mentor Luca D’Andrea ist im Rahmen eines Auftrags dem „Axeman“ ebenfalls dicht auf den Fersen. Der gebürtige Italiener möchte nach seinem Gefängnisaufenthalt eigentlich seine Ruhe haben und wieder von vorne anfangen. Dies gestaltet sich jedoch als schwierig, da er in Verbindung mit der örtlichen Mafia steht. Luca soll herausfinden, wer „Axeman“ in Wirklichkeit ist, damit die Bewohner von New Orleans nicht noch misstrauischer gegenüber den Italienern werden. Besonders gut gefällt mir an Luca, dass er sich ändern und sein altes Leben hinter sich lassen möchte, auch wenn der Ausstieg aus der Mafia sich als schwer erweist.

Zu guter Letzt ist da noch die junge Sekretärin Ida Davis, die in der Pinkerton Detektivagentur arbeitet und irgendwann selbst Detektivin werden will. Als ihr klar wird, dass ihr Chef sie nie mit einem großen Fall beauftragen wird, beschließt sie auf eigene Faust im „Axeman“-Fall zu ermitteln, weil sie hier ihre große Chance sieht. Aufgrund ihrer Hautfarbe und Geschlechts, nicht vergessen, wir befinden uns in den 1910er Jahren, hat es Ida sehr schwer in New Orleans. Sie will dennoch zeigen, dass sie es zu etwas bringen kann. Sie ist eine sehr aufgeweckte junge Frau, die von vielen unterschätzt wird. Hilfe bekommt sie von ihrem besten Freund Louis Armstrong, der grade dabei ist, seine Musikkarriere aufzubauen.

Celestin beschreibt in seinem Roman ein sehr düsteres New Orleans. Korruption, Mafia und zwielichtige Personen gehören hier zum Alltag. Der „Axeman“ hat unter den Bewohnern, die aus den verschiedensten Orten dieser Welt kommen, viel Misstrauen gesät. Die einzelnen Ethnien und Gruppen sind sehr feindselig und vertrauen nicht mal ihren Landsmännern. Armut setzt Mittellosen besonders zu und so führt oft ein Weg an der Kriminalität nicht vorbei.

Celestins Schreibstil sorgt dafür, dass man sich ein genaues Bild von der Stadt, wie sie zu damaliger Zeit war, machen kann, ohne jemals dort gewesen zu sein. Die detailreiche und genaue Beschreibung des Autors vermittelt dem Leser das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Außerdem erfährt man viel über die Geschichte und die Entstehung von New Orleans. Ebenfalls wird die Verbreitung von Jazz und den Beginn der Prohibition und deren Auswirkungen ausgiebig erläutert.

Auch wenn „Höllenjazz in New Orleans“ mit einer Buchlänge von 512 Seiten nicht grade kurz ist, so bleibt es doch die ganze Zeit spannend. Man begleitet die drei Figuren auf ihrer Verfolgungsjagd, während immer mehr interessante und verborgene Aspekte ans Licht kommen und man das Gefühl hat, kurz davor zu sein, „Axeman“ endlich zu erwischen.


Fazit

„Höllenjazz in New Orleans“ hat mir sehr gut gefallen und ich empfehle das Buch nicht nur Jazz-Fans und Krimi-Liebhabern, sondern allen, die schon immer mehr über die Stadt New Orleans erfahren wollten. Die düstere und gleichzeitig spannende Atmosphäre lässt den Leser nicht mehr los. Fiktion und Wahrheit werden so gekonnt miteinander vermischt, dass man nicht weiß, was wahr ist und was nicht. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung, in der es unter anderem um Al Capone gehen wird und man mehr über die Stadt Chicago erfahren kann.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Rezension: „Save Me“ von Mona Kasten

Keiner trennt uns
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Worum geht´s?

Die 21-jährige Hanna steckt mitten in ihrem Medizin-Studium, als ihr Vater plötzlich verstirbt. Nun ist sie auf sich allein gestellt und muss sich um ihre drei jüngeren Geschwister kümmern. ...

Worum geht´s?

Die 21-jährige Hanna steckt mitten in ihrem Medizin-Studium, als ihr Vater plötzlich verstirbt. Nun ist sie auf sich allein gestellt und muss sich um ihre drei jüngeren Geschwister kümmern. Da Hanna noch recht jung ist, kein festes Einkommen hat und keinen festen Lebenspartner an ihrer Seite, fürchtet sie, dass das Gericht sie und ihre Geschwister trennen wird. Hanna will dies auf keinen Fall zulassen und bittet ihren Bekannten Mark um einen Gefallen, der schwere Folgen nach sich ziehen könnte.


Meine Meinung

„Keiner trennt uns“ ist der Auftaktband der „Keiner“-Reihe und mein erstes Buch von der Autorin Jana von Bergner. Ich wollte das Buch lesen, weil mich der Klappentext sehr neugierig gemacht hat. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich fiebere bereits der Fortsetzung entgegen.

Hanna Jannsen studiert Medizin im 5. Semester und lebt mit ihren drei jüngeren Geschwistern in Hamburg. Hanna ist aber weitaus mehr als nur die älteste Schwester, da sie sich schon seit dem Tod ihrer Mutter um ihre zwei Schwestern und kleinen Bruder kümmert. Dies macht sie aber gerne, da ihre Familie für sie immer an erster Stelle steht. Als auch ihr Vater plötzlich verstirbt und die ganze Verantwortung auf ihr liegt, gibt sie trotzdem nicht auf und will ihre Familie zusammenhalten. Mir hat Hanna als Protagonistin gefallen, da sie ein hilfsbereiter, liebevoller und selbstloser Mensch ist. Sie denkt immer zuerst an andere und fast nie an sich.

„Wer du bist, hat nichts damit zu tun, wo du herkommst.“ (Seite 123)

Mark Struwe ist 26 Jahre alt und Polizist. Seine Arbeit und seine Kollegen ersetzen ihm seine richtige Familie, weil er aufgrund einiger tragischer Ereignisse früh von zu Hause ausgezogen ist. Nur zu seinem jüngeren Bruder Tom hat er regelmäßigen Kontakt. Da Mark sich wegen seiner Vergangenheit schämt, erzählt er nicht viel darüber und verschweigt oft vieles, was wiederum dazu führt, dass er viele Geheimnisse hat. Mark mag ich als Figur sehr, weil man immer auf ihn zählen kann, auch wenn er einiges verheimlicht. Er hat sein Herz am rechten Fleck und muss nur lernen, seine Vergangenheit so zu akzeptieren wie sie ist.

In „Keiner trennt uns“ gibt es viele tolle und interessante Nebenfiguren. Besonders sympathisch fand ich Hannas Schwester Emma. Sie interessiert sich für Schauspielerei und ist eine sehr aufgeschlossene junge Frau, die immer ihre Meinung sagt. Mit Hannas anderer Schwester Pia konnte ich leider nicht so viel anfangen, weil sie immer ihr eigenes Ding macht und deswegen auf mich etwas unnahbar wirkt. Ich hoffe, dies wird sich in den Fortsetzungen ändern und sie wird etwas offener. Dann gibt es noch Hannas 8-jährigen Bruder Mika, der ein absolut süßer Junge. Ihn mochte ich auf Anhieb und ehrlich gesagt kann man auch nicht anders, weil er ein tapferer kleiner Mann ist.

Außerdem ist da noch Hannas Tante Yvonne, mit der sie sich oft nicht gut verträgt. Yvonne ist die Schwester von Hannas Mutter und will genau wie Hanna die Vormundschaft für Mika und Emma. Dies führt im Buch zu einigen angespannten Situationen. Auch wenn Yvonne aus Hannas Sicht nicht grade ins positive Licht gerückt wird, so will sie doch nur das Beste für Hannas Geschwister.

Neben Hannas Familienmitgliedern gibt es natürlich noch weitere Figuren. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle Marks Vorgesetzte Birgit, weil sie meiner Meinung nach eine sehr taffe Frau ist. Obwohl sie nur eine Nebenfigur ist und dementsprechend nicht so oft vorkommt, kommt ihr starker Charakter beim Lesen trotzdem sehr gut rüber.

Erzählt wird aus Sicht der beiden Protagonisten Hanna und Mark. Das Geschehen findet in Hamburg statt. Man merkt sofort, dass die Autorin sich mit der Stadt bestens auskennt, da Straßen und Plätze immer genau beschrieben werden und man kann sich als Leser alles bildlich vorstellen. Generell mag ich es sehr, wenn Autoren in ihren Büchern den Ort, an dem sie in Wirklichkeit leben, Lesern näherbringen wollen. Aus meiner Sicht war das Buch wegen Hannas und Marks Vereinbarung, die sie am Anfang des Buches treffen, sehr spannend. Es gibt auch einige Überraschungen und es wird nie langweilig. Ich finde es schade, dass das Buch so kurz ist.


Fazit

„Keiner trennt uns“ ist meiner Meinung nach ein sehr gelungener Auftakt. Es geht um Familie, Freundschaft und Liebe. Ich empfehle dieses Buch allen, die gefühlvolle und spannende Geschichten mögen.