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Veröffentlicht am 28.04.2018

Rezension: „Save Me“ von Mona Kasten

Save Me
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Worum geht´s?

Die 17-jährige Ruby besucht eine der renommiertesten Privatschulen Englands, die „Maxton-Hall“. Während ihre Mitschüler mit Geld prahlen und sich auffällig verhalten, lautet Rubys Motto ...

Worum geht´s?

Die 17-jährige Ruby besucht eine der renommiertesten Privatschulen Englands, die „Maxton-Hall“. Während ihre Mitschüler mit Geld prahlen und sich auffällig verhalten, lautet Rubys Motto „Bloß nicht auffallen!“. Sie will ihr letztes Jahr an dieser Schule ohne irgendwelcher Zwischenfälle verbringen, um dann anschließend in Oxford zu studieren. Doch ihr sorgfältig überlegter Plan droht zu scheitern, als sie durch einen Zwischenfall James Beauforts Aufmerksamkeit auf sich lenkt, denn er ist nicht nur sehr reich und arrogant, sondern steht immer im Mittelpunkt.


Meine Meinung

„Save Me“ gehört zum New Adult Genre und ist der Auftaktband der „Maxton-Hall“-Reihe von der Autorin Mona Kasten. Erzählt wird aus der Perspektive der beiden Protagonisten Ruby und James. Ich wollte dieses Buch nicht nur lesen, weil ich schon Kastens „Again“-Reihe kenne, sondern weil ich auch wissen wollte, was hinter dem Hype von „Save Me“ steckt.

Natürlich muss das schöne Cover extra gewürdigt werden. Es ist schlicht und gleichzeitig auffällig. Ich denke, dass genau diese Kombination das Besondere an diesem Cover ausmacht. Die Farbe Gold steht stellvertretend für Luxus und Glamour, um den es auch unter anderem in „Save Me“ geht.

Die 17-jährige Ruby Bell ist kurz davor, ihren größten Wunsch zu verwirklichen, nämlich in Oxford zu studieren. Davon hat sie bereits als kleines Mädchen geträumt. Sie ist eine gute Schülerin und ein Mitglied im Veranstaltungskomitee, da sie es liebt, zu planen und zu organisieren. Ruby kommt im Vergleich zu ihren Mitschülern aus ärmeren Verhältnissen, weshalb sie ständig versucht, Schule und Privatleben zu trennen. Sie erzählt ihren Eltern nicht viel über ihre Schule und umgekehrt ist es genauso. Was mir an Ruby gefällt ist, dass sie fleißig und ehrgeizig ist. Sie hat einen Traum und diesen verfolgt sie, egal was sich ihr in den Weg stellt. Was mich stört ist, dass sie versucht, Familie und Schule zu trennen. Auch wenn sie nicht reich ist, wie ihre Mitschüler, so sollte sie sich meiner Meinung nach nicht verstecken. Wenn sie nicht erzählt, woher sie kommt und wer sie wirklich ist, wie soll dann irgendjemand eine Chance haben, sie kennen zu lernen?

James Beaufort geht auf dieselbe Schule wie Ruby und ist einer der beliebtesten Schüler. Er hat reiche Eltern, die ihm allerdings immer sagen, was er zu tun hat, auch wenn es ihm nicht passt. Deswegen versteht James sich nicht besonders gut mit seinen Eltern. Zu seiner Schwester Lydia hat er jedoch ein gutes Verhältnis. Die beiden stehen sich nahe und helfen sich immer. James macht nicht nur einen arroganten Eindruck auf Außenstehende, er ist oft auch so. Es ist seine Art und Weise sich zu schützen. Tief in seinem inneren ist er eigentlich ein lieber Kerl. Dies zeigt er jedoch selten. James konnte mich bisher nicht von sich überzeugen. Dies liegt vor allem an seinem Verhalten. Auf mich wirkte er, als ob er sich nicht genau entscheiden kann, was er will. Mal sehen, wie es mit ihm im zweiten Teil weitergeht.

Was Nebenfiguren angeht, so gibt es in „Save Me“ alle möglichen Charaktere, von einem reichen Mädel, das es auf den Protagonisten abgesehen hat bis hin zu einem Kerl, der Angst hat, sich zu outen. Besonders gut hat mir Rubys Schwester Ember gefallen, weil sie sich so akzeptiert, wie sie ist und es gelernt hat, sich über andere Menschen nicht den Kopf zu zerbrechen. Mir gefällt die Botschaft, die diese Buchfigur vermittelt. Was es genau mit Eber auf sich hat, erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest ;)

Der Schreibstil von Mona Kasten ist wiedermal sehr gut, genau wie bei der „Again“-Reihe. Egal ob Personen, Orte oder Gefühlszustände, es wird so beschrieben, dass man sich alles genau vorstellen und sich hineinversetzten kann. Allerdings habe ich das Buch nicht verschlungen und finde, dass es sich am Anfang an manchen Stellen etwas zieht. Das Buch hört mit einem unerwarteten Ereignis auf, das mich etwas schockiert hat. Es hat mich sehr überrascht, weil ich nicht dachte, dass sowas noch kommen würde.


Fazit

Ich empfehle „Save Me“ allen, die Mona Kastens Bücher und vor allem das New Adult Genre mögen. Ich werde wahrscheinlich den zweiten Teil lesen, da mich das Ende von „Save Me“ wirklich schockiert hat.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Rezension: „Krokodilwächter“ von Katrine Engberg

Krokodilwächter
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Worum geht´s?

Als die junge Julie brutal in ihrer Wohnung ermordet wird, ist das Kopenhagener Ermittlerduo Jeppe Kørner und Anette Werner ratlos. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht Julies Vermieterin ...

Worum geht´s?

Als die junge Julie brutal in ihrer Wohnung ermordet wird, ist das Kopenhagener Ermittlerduo Jeppe Kørner und Anette Werner ratlos. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht Julies Vermieterin Esther de Laurenti, weil ihr Kriminalroman als Mord-Vorlage diente. Hat Esther mit Julies Ermordung etwas zu tun oder wurde jemand von ihrem Roman inspiriert?


Meine Meinung

„Krokodilwächter“ ist der Auftakt der Kopenhagen-Thriller von Katrine Engberg. Es ist mein erstes Buch von der Autorin und ich wollte es lesen, weil mich der Klappentext und der Titel sehr angesprochen haben. Der skandinavische Thriller erschien im Diogenes Verlag und umfasst 512 Seiten. Im Mittelpunkt stehen die pensionierte Dozentin Esther de Laurenti und das Ermittlerduo Jeppe Kørner und Anette Werner von der Kopenhagener Mordkommission. Wie der Name dieser Reihe bereits verrät, findet das Geschehen in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt.

Da sich die ehemalige Uni-Dozentin Esther de Laurenti seit ungefähr einem Jahr in Pension befindet, nutzt sie ihre freie Zeit, um einen Kriminalroman zu schreiben und das eine oder andere Gläschen Rotwein zu trinken. Sie lebt mit ihren zwei Hunden in der Kopenhagener Innenstadt und lässt sich ab und zu von ihrem jungen Gesangslehrer bekochen. Esther ist Eigentümerin und Bewohnerin eines Hauses, in dem sie gleichzeitig Wohnungen vermietet. Außerdem ist sie eine belesene und freundliche Dame, die ihr Leben genießt, weil sie ihrem Arbeitsstress endlich entkommen kann.

Jeppe Kørner ist bereits seit zehn Jahren bei der Mordkommission. Seine Arbeit nimmt den größten Teil seiner Freizeit ein, was auch einer der Gründe für seine gescheiterte Ehe war. Jeppe ist über seine Exfrau noch nicht hinweg und trauert ihr immer noch hinterher. Ich mochte Jeppe sofort, weil er eine nachdenkliche und ruhige Person ist.

Jeppes Partnerin bei der Mordkommission Anette Werner ist das genaue Gegenteil von ihm. Sie ist aufgeschlossen und temperamentvoll. Die beiden arbeiten seit acht Jahren zusammen und weil sie so unterschiedlich sind, verhalten sie sich manchmal wie ein altes Ehepaar. Sie kennen einander sehr gut und obwohl sie ab und zu Meinungsverschiedenheiten haben, bilden sie eine sehr effektive Einheit.

Auch wenn der Thriller nicht aus Verfolgungsjagden und viel Action besteht, fand ich ihn dennoch spannend. Es gibt viele Nebenfiguren und ihre Beziehungen sind so komplex ineinander verstrickt, dass man sich immer fragt, wer der Mörder sein könnte. Ich habe das Buch nicht aus der Hand legen können, weil mich die Handlung mitgerissen hat und ich es interessant fand, wie die verschiedenen Fäden am Ende zusammenlaufen. Besonders gut hat mir die Beschreibung der Figuren gefallen. Ich hatte das Gefühl es geht um Personen, die es auch in Wirklichkeit gibt, weil sie sehr authentisch rüberkamen. Der Schreibstil sorgte dafür, dass ich mir alles genau bildlich vorstellen konnte. Personen und Situationen wurden sehr detailreich beschrieben und ich konnte mir immer die jeweilige Atmosphäre vorstellen. Da die Geschichte sich in Kopenhagen abspielt und dieser Ort Schauplatz vieler Ereignisse ist, erfährt man auch dementsprechend viel über die Stadt, was mich ebenfalls gefreut hat.


Fazit

Ich empfehle „Krokodilwächter“ allen, die eher ruhige Thriller ohne viel Action mögen. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung und die neuen Fälle aus Kopenhagen.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Rezension: „Das Eis“ von Laline Paull

Das Eis
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Worum geht´s?

Als Tom Hardings Leichnam aus einem Gletscher in der Arktis geschwemmt wird, liegt die ganze Aufmerksamkeit vor allem auf seinem besten Freund, den erfolgreichen Geschäftsmann Sean Cawson. ...

Worum geht´s?

Als Tom Hardings Leichnam aus einem Gletscher in der Arktis geschwemmt wird, liegt die ganze Aufmerksamkeit vor allem auf seinem besten Freund, den erfolgreichen Geschäftsmann Sean Cawson. Sean war nämlich die letzte Person, die Tom noch lebend gesehen hat und weiß, was damals vor drei Jahren, wirklich passiert ist.


Meine Meinung

„Das Eis“ ist der zweite Roman von der Autorin Laline Paull, der im Klett-Cotta Verlag erschienen ist. Es ist mein erstes Buch von Paull und ihr Debüt „Die Bienen“, das sie im Jahr 2014 veröffentlichte, steht bereits auf meiner Wunschliste.

Protagonist ist der 50-jährige Sean Cawson, der ursprünglich aus einfachen Verhältnissen stammt, aber aufgrund seines Ehrgeizes, es ziemlich weit gebracht hat. Sein Job hat nicht nur etwas mit der Arktis zu tun, sondern die Arktis ist quasi sein Leben. Nicht nur der Unfall, bei dem Tom ums Leben kam, setzt Sean immer noch zu, sondern auch das schlechte Verhältnis zu seiner Exfrau und seiner Tochter. Sean ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der unter anderem exklusive Privatclubs für die Elite betreibt. Sean hat bei mir verschiedene Gefühle ausgelöst, weil er einerseits sehr materialistisch ist und andererseits nach der Wahrheit strebt und versucht, aufrichtig zu sein.

Der Titel des Buches nimmt Bezug auf die Arktis und unterstreicht die Faszination des Protagonisten für diesen Ort. Für mich steht der Titel aber auch stellvertretend für kaltherzige Menschen, die in „Das Eis“ zahlreich vorhanden sind. Diese Menschen nehmen keine Rücksicht auf die Umwelt oder die Lebewesen auf diesem Planeten. Es geht ihnen nur ums Geld, obwohl sie schon viel davon besitzen und sie tun alles, um ihr Ziel zu erreichen. Genau das ist es, was meiner Meinung nach der Autorin sehr gut gelungen ist, nämlich zu zeigen, was Menschen, die viel Geld haben, imstande sind, zu vollbringen, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

„Das Eis“ überzeugt nicht mit Spannung, sondern mit der Wahl des Themas und der Problematik, die im Vordergrund steht. Man erfährt viel Interessantes über die Arktis und wie begehrt dieser Ort ist. Es geht aber auch um Freundschaft, Vertrauen und Verrat. Die Handlung erzeugt eine traurige Atmosphäre, die zum Nachdenken bringt.

Als am Anfang des Buches Toms Leichnam auftaucht, werden viele Fragen aufgeworfen. Zum Beispiel, was mit Tom genau geschehen ist und weshalb diese Tatsache Sean so sehr aus der Bahn wirft. Mit dem Fortschreiten der Geschichte, findet man heraus, wie und was passiert ist, indem die Autorin zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechselt.


Fazit

Ich empfehle „Das Eis“ allen, die Umweltromane mögen und sich für die Arktis interessieren. Mir persönlich hat es sehr gefallen, mehr über die Arktis zu erfahren und das Gelesene brachte mich zum Nachdenken, auch wenn es mir an Spannung etwas gefehlt hat.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Rezension: „New York Bastards – In deiner Erinnerung“ von K. C. Atkin

New York Bastards - In deiner Erinnerung
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Worum geht´s?

Butch hat sein altes Leben hinter sich gelassen und jeglichen Kontakt abgebrochen. Seine Familie und Freunde wissen nicht, wo er ist und wie es ihm geht. Dies ändert sich jedoch schlagartig, ...

Worum geht´s?

Butch hat sein altes Leben hinter sich gelassen und jeglichen Kontakt abgebrochen. Seine Familie und Freunde wissen nicht, wo er ist und wie es ihm geht. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als Butch ein kleines Mädchen rettet. Nun muss er wieder Kontakt zur New Yorker Unterwelt aufnehmen, weil ein Mädchenhändlerring auf ihn aufmerksam geworden ist. Und als ob das nicht genug wäre, trifft Butch wieder auf Vicky, die mit ihm ein traumatisches Erlebnis teilt.


Meine Meinung

„In deiner Erinnerung“ ist der zweite Band der „New York Bastards“-Reihe von der Autorin K. C. Atkin. Der Name der Reihe verrät bereits, dass sich die Geschichte in New York abspielt. Auch wenn ich den ersten Teil „In deinem Schatten“ noch nicht gelesen habe, kann ich aus Erfahrung sagen, dass die beiden Teile unabhängig voneinander gelesen werden können. Ich hatte kein Problem damit, dass mir das Wissen aus dem ersten Teil fehlte. Da wichtige Ereignisse aus dem ersten Teil erwähnt werden, weiß man ungefähr, was bereits geschehen ist. Allerdings hat mir „In deiner Erinnerung“ so gut gefallen, dass ich mir vorgenommen habe, demnächst den ersten Band zu lesen, weil ich genau wissen möchte, wie alles angefangen hat.

Das Cover gefällt mir sehr gut, weil die Gestaltung und die Farben meiner Meinung nach die düstere und gefährliche Atmosphäre spiegeln, die im Buch vorhanden ist. Man sieht zwar, dass der Mann auf dem Cover genau wie der Protagonist tätowiert ist, aber dadurch, dass sein Gesicht nicht zu sehen ist, bleibt noch etwas der Fantasie überlassen.

Nach seiner Begegnung mit dem „Bräutigam“, einem Serienmörder aus dem ersten Teil, hat sich Brian „Butch“ Cohen zurückgezogen. Seitdem will er nichts mit dem New Yorker Untergrund zu tun haben. Nicht mal zu seinem Bruder John, der mit Vickys Schwester zusammen ist, hat er Kontakt. Auch wenn Butch oft sehr grimmig durch die Gegend läuft und sein Äußeres auf Menschen, die ihn nicht kennen, abschreckend wirkt, so ist er dennoch ein selbstloser und liebevoller Kerl, obwohl er dies sehr gut zu verbergen weiß. Butch bin ich sofort verfallen. Instinktiv wusste ich bereits zu Beginn des Buches, dass er gefühlvoll sein kann und ein großes Herz hat, auch wenn er nach außen einen anderen Eindruck macht. Aber spätestens, nachdem er das kleine Mädchen gerettet hat, bin ich ihm endgültig und hoffnungslos verfallen.

Die 26-jährige Victoria „Vicky“ Stafford ist Krankenschwester und das einzige überlebende Opfer des „Bräutigams“. Vicky leidet immer noch unter den Folgen dieses traumatischen Erlebnisses. Solange die einzigen Personen, die ihr dabei helfen könnten, ihr Trauma zu überwinden, ihre Schwester Lissiana und Butch, nicht da sind, versucht sie alleine damit fertig zu werden. Ich habe Vicky genau wie Butch bereits am Anfang des Buches ins Herz geschlossen, weil sie fürsorglich, charismatisch und manchmal stur ist.

Ein weiterer Grund, weshalb mir „In deiner Erinnerung“ sehr gut gefallen hat, sind die interessanten Nebencharaktere. Einige habe ich lieb gewonnen, andere haben mich wiederum sehr überrascht, sowohl positiv, als auch negativ. Ich musste wirklich manchmal das Buch weglegen, um erstmal darüber in Ruhe nachdenken zu können, was grade passiert ist. Ebenfalls hat mir die Darstellung des Bösewichts in diesem Buch gefallen. Er ist unberechenbar, gewalttätig und skrupellos. Er hat seine eigene Moral und Gesetze und zieht einfach sein Ding durch. Dadurch, dass im Buch erst später verraten wird, wer er überhaupt ist, wird die Spannung nochmal gesteigert, weil man sich die ganze Zeit fragt, wer hinter dem ganzen Übel steckt.

„In deiner Erinnerung“ habe ich einfach verschlungen und konnte es nicht aus der Hand legen. Besonders die düstere Atmosphäre des New Yorker Untergrunds hat es mir sehr angetan. Der Schreibstil ist mitreißend und fesselnd. Obwohl einige Dinge für mich vorhersehbar waren, gab es dennoch viele Stellen, die mich wirklich überrascht haben. Außerdem hat mir gefallen, dass sich die Autorin mit dem Mädchenhandel beschäftigt und dieses sehr schwierige Thema gut umgesetzt hat. Vor allem haben mich Butch und das kleine Mädchen emotional sehr berührt, weil sie eine besondere Verbindung zueinander haben. Viele Szenen mit den beiden haben mir Tränen in die Augen getrieben.


Fazit

Auch wenn ich durch Zufall auf „New York Bastards – In deiner Erinnerung“ gestoßen bin, bin ich froh darüber, dass ich diese tolle Reihe entdeckt habe. Ich werde auf jeden Fall demnächst den ersten Teil lesen und kann es kaum erwarten, wenn es mit meiner Lieblingsgang aus New York weitergeht. Ich empfehle das Buch allen, die spannende, düstere und emotionale Liebesromane mögen.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Rezension: „MUTIG“ von Rose McGowan

MUTIG
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Worum geht´s?

Rose McGowan kennt man aus Filmen wie „Scream-Schrei“ oder „The Doom Generation“ oder der erfolgreichen Serie „Charmed-Zauberhafte Hexen“. Kaum einer weiß aber, wie hart Roses Weg zum Erfolg ...

Worum geht´s?

Rose McGowan kennt man aus Filmen wie „Scream-Schrei“ oder „The Doom Generation“ oder der erfolgreichen Serie „Charmed-Zauberhafte Hexen“. Kaum einer weiß aber, wie hart Roses Weg zum Erfolg war und was sie seit ihrer Kindheit alles erleben musste. In „MUTIG“ erzählt Rose nicht nur über ihr Leben, sondern kritisiert Hollywood und ruft besonders Frauen dazu auf, mehr auf sich zu achten und sich nicht unterkriegen zu lassen.


Meine Meinung

„MUTIG“ wollte ich zum einen aus persönlichen Gründen lesen, weil ich Rose McGowan aus der Serie „Charmed-Zauberhafte Hexen“, die ich schon vor Jahren gesehen habe, kenne. Zum anderen interessiert mich alles, was hinter den Kulissen von Hollywood geschieht und natürlich ist der Skandal, der einer der Auslöser für Roses Buch war, auch an mir nicht vorbeigezogen.

Selbstverständlich konnte nicht alles aus Roses turbulentem Leben niedergeschrieben werden, sonst wäre es wahrscheinlich kein Buch, sondern eine Reihe geworden, da Rose wirklich viel zu erzählen hat. Die wichtigsten Ereignisse werden jedoch abgedeckt. Angefangen bei ihrer Kindheit in Italien bis zu dem Zeitpunkt, als sie in die USA auswanderte und wie sie zur Schauspielerei kam.

„Dies ist kein Enthüllungsbuch. Dies ist Hollywood-im-Klartext.“ (Seite 16)

Für mich war es sehr interessant zu erfahren, wie Rose überhaupt Schauspielerin wurde und dass sie bereits in ihren jungen Jahren so viel erlebt hat. Dass Rose wütend auf Hollywood ist und viele Menschen, die dort agieren, wird sehr schnell klar und sie scheut sich nicht, dies zu wiederholen. Sie erzählt über die schrecklichsten Momente ihres Lebens, die mich wirklich schockiert haben. Ich habe zwar bereits geahnt, dass in Hollywood vielleicht nicht alles mit rechten Dingen zugeht, aber dass es so schlimm ist, wie Rose es beschreibt, habe ich nicht gedacht. Sie zeigt eine ganz andere Seite von Hollywood, als die die man sonst in den Medien sieht. Rose erzählt das, was von vielen Menschen vertuscht und unter den Teppich gekehrt wird. Sie macht deutlich, dass in der Welt der Reichen und Schönen mehr Schein als Sein ist und man bitte nicht alles glauben soll, was die Medien versuchen, einem zu verkaufen.

„Man kann Dinge nur ändern, wenn man den Mantel des Schweigens lüftet und Licht in die Dunkelheit bringt.“ (Seite 255)

Dass McGowan sich traut, Dinge anzusprechen und sich gegen bekannte und mächtige Persönlichkeiten auflehnt, finde ich bewundernswert. Es gehört viel Mut dazu, seine Meinung zu äußern, auch wenn man damit alleine steht. Aus meiner Sicht passt der Buchtitel deshalb sehr gut zu Roses Geschichte, genauso wie das Cover.

„Mutig sein, heißt nicht, keine Angst zu haben, sondern die Dinge trotz der Angst anzugehen.“(Seite 300)

Das Buch hat mich berührt und zum Nachdenken gebracht, nicht nur, weil Roses Leben so verlaufen ist, wie sie es beschreibt, sondern wie man sich tagtäglich von Medien beeinflussen lässt, ohne darüber nachzudenken. Besonders gut fand ich, dass sie mehrmals betont, man solle auf seinen Konsum achten und immer darüber nachdenken, was man gesehen, gehört oder auch gelesen hat. Überall verstecken sich Botschaften, die wir als Rezipienten nicht wahrnehmen können oder wollen, weil wir uns darum keine weiteren Gedanken machen.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, weil Rose keine Angst hat zu beschreiben, was und vor allem wie etwas mit ihr passiert ist. Oft schimpft sie oder benutzt Kraftausdrücke. Dies kann ich aber vollkommen nachvollziehen. Mit ihren Worten hat mich Rose emotional berührt und ich konnte die ganze Zeit mit ihr fühlen. Ich weiß jetzt schon, dass dieses Buch mich einige Zeit nicht loslassen wird. „MUTIG“ hat mich traurig, schockiert und verwirrt zurückgelassen. Rose McGowans Leben ist kein Zuckerschlecken und ich bewundere sie dafür, dass sie die Kraft gefunden hat, sich aufzurappeln und gegen diejenigen vorzugehen, die ihr am meisten wehgetan haben.


Fazit

Ich bin wirklich froh, dass ich Roses Buch lesen durfte und finde es schade, dass es nur ca. 300 Seiten hat. Ich empfehle das Buch nicht nur allen, die Rose länger kennen und Fans von ihr sind, sondern auch denjenigen, die sich für Hollywood interessieren. „MUTIG“ ist aus meiner Sicht für alle lesenswert, egal ob Mann oder Frau.