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Veröffentlicht am 11.11.2020

Geschichte mit viel Potenzial

Christmas Deal
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Falls ihr auf der Suche nach einer romantischen Geschichte für die Weihnachtszeit seid, dann empfehle ich euch die Novella »Christmas Deal« von Penelope Ward & Vi Keeland. Dabei geht es um Riley und Kennedy, ...

Falls ihr auf der Suche nach einer romantischen Geschichte für die Weihnachtszeit seid, dann empfehle ich euch die Novella »Christmas Deal« von Penelope Ward & Vi Keeland. Dabei geht es um Riley und Kennedy, die einen verhängnisvollen Weihnachtsdeal miteinander schließen. Ich wollte die Novella lesen, weil ich schon einige Bücher von Penelope Ward und Vi Keeland gelesen habe und sie mir bis jetzt ganz gut gefallen haben.

„Manchmal lassen wir etwas zurück, ohne jedoch die Tür hinter uns ganz zu schließen. Das macht es dann sehr schwer, einen eigenen, neuen Weg zu finden.“ – Zitat (»Christmas Deal« von Penelope Ward & Vi Keeland)

Riley arbeitet als Junior Lektorin bei einem großen Verlag. Da sie eine aufgeweckte junge Frau ist, passt es ihr so gar nicht in den Kram, als ihre E-Mails fälschlicherweise bei ihrem Kollegen Kennedy landen. Und als ob es schon nicht schlimm genug wäre, dass Kennedy Rileys E-Mails immer liest, kommentiert er diese auch noch. Dies führt natürlich dazu, dass die beiden Protas einen etwas schwierigen Start miteinander haben. Doch als es dazu kommt, dass Kennedy Rileys Fake-Boyfriend spielt, kommen die beiden sich näher. Und ab da sprühen die Funken ununterbrochen.

Riley und Kennedy agieren perfekt miteinander, was einer der Gründe dafür sein könnte, warum man die Geschichte in einem Rutsch durchliest. Besonders der Anfang, als die beiden sich nicht besonders mögen und sich ständig gegenseitig necken, ist sehr spannend zu verfolgen. Doch auch der weitere Verlauf der Handlung weiß zu überzeugen. Hier liegt der Schwerpunkt jedoch mehr auf den jeweiligen Persönlichkeiten der beiden Protas, was ihnen mehr Tiefe verleiht und sie nicht oberflächlich wirken lässt. Auch das Zusammenspiel von Romantik und Humor konnte mich wieder überzeugen. Mittlerweile sehe ich diese Konstellation sogar als eine Art „Markenzeichen“ der beiden Autorinnen und freue mich deshalb immer wieder darauf, wenn ich eine Geschichte von ihnen lesen kann.


Fazit

»Christmas Deal« von Penelope Ward & Vi Keeland ist eine perfekte Liebesgeschichte, mit der man sich die Weihnachtszeit etwas versüßen kann. Ich weiß, es ist eine Novella von 172 Seiten, aber die Geschichte hat mir so gut gefallen, dass ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht habe, denn ich finde, man hätte ein bisschen mehr daraus machen können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2020

Einfach perfekt!

All das Ungesagte zwischen uns
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Es gibt wieder Nachschub von Colleen Hoover! In ihrem neuen Roman »All das Ungesagte zwischen uns« geht es um Morgan und ihre Tochter Clara. Die beiden machen eine ziemlich schwere Zeit durch und ihre ...

Es gibt wieder Nachschub von Colleen Hoover! In ihrem neuen Roman »All das Ungesagte zwischen uns« geht es um Morgan und ihre Tochter Clara. Die beiden machen eine ziemlich schwere Zeit durch und ihre Mutter-Tochter-Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Ich wollte »All das Ungesagte zwischen uns« unbedingt lesen, da ich bereits einige Bücher von Colleen Hoover gelesen habe und sie mich immer sehr berührt haben.

Morgan musste sehr früh in ihrem Leben lernen, wie es ist, Verantwortung zu übernehmen. Zunächst kümmerte sie sich um ihre Schwester und danach um ihre eigene Familie. So kam es, dass Morgans Wünsche und Träume immer zweitrangig waren. Ich mochte Morgan sehr, da sie aufopferungsvoll und hilfsbereit ist. Sie hat ein großes Herz und es tat mir leid, dass sie lange gebraucht hat, um zu erkennen, was sie wirklich will. Im Vergleich zu Morgan ist ihre Tochter Clara durchsetzungsfähiger. Sie sagt immer ihre Meinung und lässt sich von ihren Zielen nicht abbringen. Dies führt oft dazu, dass Mutter und Tochter sich streiten.

Erzählt wird sowohl aus Morgans als auch aus Claras Perspektive, wobei ich die Kapitel, die aus Morgans Sicht geschrieben sind, ein bisschen spannender fand. Ich denke, dass das etwas mit dem Alter zu tun hat und ich mich daher mit Morgan mehr identifizieren kann, als mit ihrer Tochter im Teenager-Alter. Insgesamt fand ich die Mutter-Tochter-Beziehung sehr glaubwürdig dargestellt. Ich habe den Figuren ihr Verhalten immer abgekauft und hatte oft das Gefühl, Hoover beschreibt zwei real existierende Personen. Toll fand ich außerdem, wie die Autorin die emotionalen Aspekte rüberbringt. Colleen Hoover zeigt wieder einmal, wie perfekt sie Gefühle und die innere Aufruhr einer Figur beschreiben kann. Ich musste sogar das eine oder andere Mal eine Träne verdrücken.


Fazit

»All das Ungesagte zwischen uns« von Colleen Hoover berührt die Seele und ist deshalb einfach perfekt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.10.2020

Nur für Fans des schwarzen Humors

Ruhet in Friedberg
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Was ist die nächste Stufe vom schwarzen Humor? Ich glaube, die gibt es noch nicht. Gäbe es sie, dann würde ich dieser Kategorie »Ruhet in Friedberg« von Rudolf Ruschel zuordnen. Warum? Weil Ruschels Kriminalroman ...

Was ist die nächste Stufe vom schwarzen Humor? Ich glaube, die gibt es noch nicht. Gäbe es sie, dann würde ich dieser Kategorie »Ruhet in Friedberg« von Rudolf Ruschel zuordnen. Warum? Weil Ruschels Kriminalroman ganz leicht an einer Oberfläche kratzt, die alles andere als lustig ist, weshalb das Buch höchstwahrscheinlich nicht jedermanns Sache ist. Mir hat Ruschels Debütroman dennoch gefallen.

Die Geschichte spielt in dem österreichischen Örtchen Friedberg. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen fünf Männer, die vom Tod auf Schritt und Tritt verfolgt werden und nicht nur deshalb, weil sie in einem Bestattungsinstitut arbeiten. Macho ist der vorlauteste und derjenige, der sich von niemanden etwas sagen lässt. Andi träumt davon, irgendwann ein berühmter Schriftsteller zu werden. Sein bester Freund Fipsi unterstützt ihn, wo er nur kann. Gustl ist eher der ruhigere Typ. Der Bestatter hat einen grünen Daumen und lebt zusammen mit seiner Mutter. Hubsi ist derjenige, über den sich alle lustig machen und der Schrägste von den fünf Männern. Was die Figuren angeht, so wird hier also eine ziemlich bunte Mischung präsentiert.

Die Handlung wird stets vorangetrieben und es gibt nie Leerläufe. Immer, wenn man denkt, schlimmer wird es nicht mehr, legt der Autor noch eine Schippe drauf und man fragt sich irgendwann, wie das Ganze noch enden soll. Die Leserschaft wird direkt angesprochen, sodass man den Eindruck bekommt, die erzählende Person würde direkt vor einem sitzen. Wie bereits erwähnt, bedient sich der Autor des schwarzen Humors. Die normalerweise ernsten Themen werden in diesem Buch aufs Korn genommen, weshalb man als Leser dafür bereit sein muss. Ich persönlich komme mit dieser Art von Humor zurecht, aber ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder sich damit befassen will, denn es gibt Stellen im Buch, die durchaus makaber sind. Die Sprache ist lässig und locker. Da das Ganze in Österreich spielt, gibt es dementsprechend viele ortstypische Wörter. Manche von ihnen waren mir neu, was ich aber nicht schlimm fand. Zum Beispiel weiß ich jetzt, dass ‚speiben‘ spucken oder erbrechen bedeutet. Ich wurde also nicht nur unterhalten, sondern konnte noch das eine oder andere Wörtchen lernen


Fazit

Ich würde ja sagen, dass man »Ruhet in Friedberg« von Rudolf Ruschel allein schon wegen dem Schreibstil lesen sollte. Aber ich könnte mir vorstellen, dass manche Menschen Probleme mit diesem Buch haben könnten, deshalb empfehle ich es nur denjenigen, die schwarzen Humor mögen und sich davon nicht irritieren lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2020

Sehr spannende Autobiografie!

Ozzy
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Für mich war Ozzy Osbourne schon immer ein schräger Vogel, mit dem ich nichts anfangen konnte. Ein Fan von Black Sabbath bin ich ebenfalls nicht. Deshalb hätte ich nie gedacht, dass ich mal zu Ozzys Autobiografie, ...

Für mich war Ozzy Osbourne schon immer ein schräger Vogel, mit dem ich nichts anfangen konnte. Ein Fan von Black Sabbath bin ich ebenfalls nicht. Deshalb hätte ich nie gedacht, dass ich mal zu Ozzys Autobiografie, die er zusammen mit Chris Ayres geschrieben hat, greifen werde. Doch wie der Zufall es wollte, wurde mir »Ozzy - Die Autobiografie« wärmstens empfohlen und so kam es, dass ich es doch gelesen habe. Noch mehr überraschte mich allerdings, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Die Autobiografie besteht aus zwei Teilen und elf Kapiteln. Da Ozzy aus der Ich-Perspektive erzählt, hat man ständig das Gefühl, man würde ein Gespräch mit ihm führen. Dabei geht der Musiker in chronologischer Reihenfolge vor. Deshalb erfährt man zunächst viel über seine Familie und Kindheit. Es stellt sich heraus, dass Ozzys Kindheit alles andere als leicht war, da seine Familie mit sehr wenig auskommen musste. Über die Schulzeit hat Ozzy ebenfalls wenig Positives zu berichten, da er sich für den Lehrstoff nicht besonders interessiert hat. Nach seinem Schulabschluss ist Ozzy einem Job nachgegangen, der mir die Haare zu Berge stehen ließ. Ab da konnte ich nachvollziehen, warum er manchmal durchdrehte. Parallel dazu schildert Ozzy seine musikalischen Anfänge und die Entstehung von Black Sabbath. Zwischendurch gibt es immer wieder komische, groteske und schräge Situationen, die man manchmal nicht glauben kann, weil sie einfach verrückt sind

Doch egal, was man glaubt oder nicht, Tatsache ist, dass Ozzy in seinen jungen Jahren kein Vorbild war. Und ich fand gut, dass er das auch nicht behauptet und einfach zu sich selbst steht. Ozzy versucht nichts schön zureden, auch wenn er dabei oft sehr direkt ist und an der einen oder anderen Stelle zu sehr ins Detail geht. Ozzy erzählt offen über seine Eskapaden und Exzesse. Er lässt nichts aus, egal wie skurril das auch sein mag. Ich fand es super, dass er sich selbst mit Humor nimmt und Situationen, in denen er anders hätte handeln sollen, bereut. Der Musikant gibt seine Fehler zu und dass er in der Vergangenheit einiges falsch gemacht hat. Toll fand ich außerdem, dass die Autobiografie Bildmaterial enthält. Es gibt zahlreiche Fotos, die aus verschiedenen Lebensabschnitten von Ozzy stammen. Manche zeigen ihn, als er noch jung und wild war, andere zeigen dagegen, dass er es mittlerweile etwas ruhiger angehen lässt. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn der Musiker ist jetzt Anfang siebzig.


Fazit

Ich bin sehr froh darüber, dass ich mich aus meiner „Lese-Komfortzone“ herausgetraut und Ozzys Autobiografie gelesen habe. Es würde mich überhaupt nicht wundern, wenn sein turbulentes Leben irgendwann verfilmt wird. Um das Buch zu lesen, muss man nicht unbedingt ein Fan von Ozzy oder Black Sabbath sein. Man sollte sich aber im Klaren sein, dass Ozzy eine Person ist, die in der Vergangenheit viele wilde Partys gefeiert, Drogen genommen und Unmengen von Alkohol getrunken hat. Wer mit diesen Themen nichts zu tun haben möchte, sollte dieses Buch vielleicht doch nicht lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2020

Kann man lesen, muss man aber nicht

Der Schattenmörder
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Alex North und sein Bestseller »Der Kinderflüsterer« kannte ich bisher nur vom Hören. Ich habe viel Positives über den Autor gehört und wurde deswegen neugierig auf ihn. Deshalb ließ ich mir Norths neuen ...

Alex North und sein Bestseller »Der Kinderflüsterer« kannte ich bisher nur vom Hören. Ich habe viel Positives über den Autor gehört und wurde deswegen neugierig auf ihn. Deshalb ließ ich mir Norths neuen Roman »Der Schattenmörder« nicht entgehen. Der Klappentext klang ebenfalls vielversprechend und so musste ich nicht lange überlegen, ob ich das Buch lesen soll oder nicht.

Ich finde, dem Cover gelingt es sehr gut, das beklemmende Gefühl, das der Buchtitel beim Leser entstehen lässt, zu verstärken. Die beiden Farben Schwarz und Rot bringen die bedrohliche Atmosphäre sehr gut herüber. Als ich das Cover das erste Mal betrachtet habe, ist mir nichts Ungewöhnliches aufgefallen. Umso überraschter war ich, als ich das Buch am nächsten Tag wieder in die Hand genommen habe und die roten Handabdrücke, die sich auf der Blume befinden, bemerkte. Tolle Idee!

Die Geschichte spielt sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit. In der Gegenwart folgen wir wiederum zum einen Paul Adams, der nach mehreren Jahren in seine Heimatstadt zurückkehrt. Zum anderen begleiten wir Detective Amanda Beck, die in einem Mordfall ermittelt. Natürlich laufen die ganzen Handlungsstränge irgendwann zusammen und ergeben so das große Ganze, auch wenn es am Anfang schnell passieren kann, dass man etwas durcheinandergerät.

Mit Paul Adams hatte ich etwas Schwierigkeiten, weil ich mich nicht zu 100 % in ihn hineinversetzen konnte. Dies führte dazu, dass ich bis zum Ende auf Abstand zu ihm blieb. Es hatte zwar den Vorteil, dass ich alles objektiv betrachten konnte, aber dadurch fehlte mir „die Nähe“ zum Protagonisten. Amanda Beck fand ich komplett überflüssig, weshalb ich mich mit ihr auch nicht identifizieren konnte.

Womit ich jedoch kein Problem hatte, war das Kleinstadt-Feeling nachzuempfinden und nachzuvollziehen, dass Paul sich oft beobachtet fühlte. Außerdem fand ich das Thema luzide Träume bzw. Klartraum sehr interessant. Es passte zur Handlung und hat dem Ganzen eine gewisse Würze verleiht. Dennoch kam es ab und zu vor, dass es sich stellenweise etwas gezogen hat. Spannung wurde vor allem im ersten Drittel des Buches aufgebaut. Später nahm sie jedoch deutlich ab, weshalb das Ende zwar überraschend, jedoch unspektakulär war.


Fazit

Man kann das Buch lesen, muss man aber nicht. Ich weiß jetzt schon, dass die Geschichte mir nicht lange im Gedächtnis bleiben wird, höchstens das Cover.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere