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Veröffentlicht am 28.12.2022

Nach diesem Band habe ich mich noch mehr in die »Lore Olympus«-Reihe verliebt

Lore Olympus - Teil 2
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»Lore Olympus - Teil 2« von Rachel Smythe ist der zweite Band der »Lore Olympus«-Reihe und enthält die Episoden 26-49 der Webtoon-Version. In diesem Band muss Persephone/Kore (Götting des Frühlings) sowohl ...

»Lore Olympus - Teil 2« von Rachel Smythe ist der zweite Band der »Lore Olympus«-Reihe und enthält die Episoden 26-49 der Webtoon-Version. In diesem Band muss Persephone/Kore (Götting des Frühlings) sowohl privat als auch beruflich einige Hürden überwinden. Seit sie Hades (Gott der Toten und König der Unterwelt) kennengelernt hat, geht er Kore nicht mehr aus dem Kopf. Außerdem ist da noch Apollon (Gott des Lichts), der Persephone auf Schritt und Tritt zu folgen scheint. Darüber hinaus bekommt Kore ein Praktikum in Hades‘ Firma Underworld Corp. Dies sorgt nicht nur für neue Möglichkeiten, sondern auch für neue Probleme.

Die Geschehnisse in »Lore Olympus - Teil 2« sind genauso spannend wie im ersten Band. Die Story war wieder sehr interessant und ereignisreich. Wir erfahren mehr Details über Persephone und Hades. Nun wissen wir zum Beispiel, dass Persephone erst neunzehn Jahre alt ist. Sie war nicht nur eine gute und ehrgeizige Schülerin, sondern ist sehr talentiert. Sie fühlt sich von ihrer Mutter Demeter (Göttin der Ernte) unter Druck gesetzt und hat Angst, sie zu enttäuschen.

Bei Hades kristallisiert sich immer mehr heraus, dass ihm seine Vergangenheit zu schaffen macht. Es gibt einiges, das er verarbeiten muss und man sieht, dass obwohl er nach außen immer selbstsicher erscheint, er von einigen Zweifeln geplagt wird. Es war interessant zu sehen, wie Hades nach Ausreden gesucht hat, um sich von Kore fernzuhalten, obwohl er sie eindeutig mag. Dennoch sind sich die beiden in diesem Band etwas nähergekommen.

Mit von der Partie waren dieses Mal unter anderem Zeus (König der Götter), seine Ehefrau Hera (Göttin der Ehe), Aphrodite (Göttin der Schönheit) und Nymphe Minthe. Einige Charaktere waren witzig und nett, andere eher das Gegenteil. Dann gibt es noch zwei Figuren, die ich besonders liebgewonnen habe, nämlich Artemis (Göttin der Jagd) und Hekate (Göttin der Magie). Artemis kennt man bereits aus dem ersten Band, da sie Persephones Mitbewohnerin ist. Ich mag sie, weil sie selbstbewusst und meinungsstark ist. Dasselbe gilt auch für Hekate, die wir erst in diesem Band zum ersten Mal sehen. Hekate arbeitet bei Underwolrd Corp und versteht sich gut mit Hades. Ich mag Hekate für ihren Humor und ihre Schlagfertigkeit.

Obwohl der Fokus auf Persephone und Hades liegt, lässt Rachel Smythe genug Raum für andere Figuren. Dies sorgt für Spannung und Abwechslung. Außerdem ist es sehr clever von der Autorin, wenn sie im Lauf der Reihe jede Figur aus der griechischen Mythologie vorkommen lässt, da sie genug Erzählstoff bieten. Was das Artwork angeht, so kann ich mich schon als Fan bezeichnen, da ich es einfach toll finde.

Fazit: Nach diesem Band habe ich mich noch mehr in die »Lore Olympus«-Reihe verliebt, da man immer mehr Charaktere kennenlernt und die Story immer spannender wird. Ich bin froh, dass diese Reihe aus mehreren Bänden besteht, denn ich wäre sehr traurig, wenn sie nicht mehr weitergehen würde!

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Veröffentlicht am 26.12.2022

Comic-Highlight 2022

Lore Olympus - Teil 1
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Nachdem »Lore Olympus - Teil 1« von Rachel Smythe die weltweit größte Plattform für Web-Comics Webtoon im Sturm erobert hat, gibt es die moderne Fantasy-Geschichte um die Göttin des Frühlings Persephone ...

Nachdem »Lore Olympus - Teil 1« von Rachel Smythe die weltweit größte Plattform für Web-Comics Webtoon im Sturm erobert hat, gibt es die moderne Fantasy-Geschichte um die Göttin des Frühlings Persephone und den Gott der Unterwelt Hades auch als Print-Exemplar. Ich konnte mir den Comic aus zwei Gründen nicht entgehen lassen: Zum einen hat mich das Cover sofort in seinen Bann gezogen, zum anderen interessiere ich mich sehr für die griechische Mythologie und deren Adaptionen.

»Lore Olympus - Teil 1« ist der erste Band der »Lore Olympus«-Reihe. Wenn man sich die Anzahl der bisher veröffentlichten Kapitel auf Webtoon anschaut, dann kann man sich sicher sein, dass es noch mehrere Bände geben wird. Der vorliegende Band enthält Episoden 1-25. Smythes Reihe ist eine Adaption der griechischen Mythologie. Die uns bekannten Götter Zeus & Co. leben in der Stadt Olympus und haben ganz gewöhnliche Sorgen und Probleme, mit dem kleinen Unterschied, dass sie außergewöhnliche Kräfte besitzen.

Wie bereits erwähnt stehen im Mittelpunkt Persephone (Göttin des Frühlings) und Hades (Gott der Toten und König der Unterwelt). Persephone/Kore ist neu in der Stadt und sie teilt sich eine Wohnung mit Artemis (Göttin der Jagd). Kore ist sehr behütet aufgewachsen. Ihre Mutter Demeter (Göttin der Ernte) hat immer darauf geachtet, dass Kore nichts passiert. Am liebsten hätte Demeter ihre Tochter für immer bei sich behalten, aber sie ließ Kore dennoch nach Olympus gehen. Ich war von Persephone von Anfang an verzaubert, da sie lieb, freundlich und hilfsbereit ist.

Hades konnte mich ebenfalls von sich überzeugen, da er in dem Comic viel sympathischer ist, als ich ihn mir ursprünglich vorgestellt habe. Hades‘ Brüder sind keine Geringeren als Zeus (König der Götter) und Poseidon (König des Meeres). Die drei haben eine besondere Beziehung, da es kaum etwas gibt, das sie voneinander nicht wissen, was oft für witzige Situationen gesorgt hat. Es versteht sich, dass Hades in der Unterwelt lebt. Dementsprechend kriegt er wenig Besuch. Hades ist dennoch nicht allein, denn er hat sieben Hunde, die er sehr liebt.

Außer den genannten Gottheiten kann man sich auf folgende Figuren freuen: Nymphe Minthe, Zeus Ehefrau Hera (Göttin der Ehe), Aphrodite (Göttin der Schönheit), Hermes (Götterbote), Apollon (Gott des Lichts), Kronos (Anführer der Titanen), Reha (Titanide), Eros (Gott der Liebe) und Psyche. Um »Lore Olympus« lesen zu können, braucht man zwar keine Kenntnisse von der griechischen Mythologie, aber aus meiner Sicht wäre es hilfreich, wenn man sich mit dem Thema vor dem Lesen ein bisschen auseinandersetzen würde, weil die ganzen Anspielungen besser nachvollzogen werden können. Als Beispiel kann hier eine Szene genannt werden, in der Poseidon auf einer Party Odysseus begegnet und sich darüber aufregt. Poseidons Reaktion kann nur nachvollzogen werden, wenn man den gemeinsamen Background der beiden Figuren kennt.

Ich finde »Lore Olympus« ist ein ganz besonderer Comic, da er mich sofort begeistern konnte. Die Geschichte ist sehr emotional. Sie ist lustig und traurig, romantisch und ernüchternd. Rachel Smythe hat die griechische Mythologie auf eine Art und Weise adaptiert, wie ich sie mir nie vorstellen könnte. Ich bin froh, dass ich auf diese Reihe gestoßen bin und freue mich auf alle Bände, die noch erscheinen werden. Einer der Gründe ist aber das einzigartige Artwork, in das ich mich verliebt habe. Die beiden Hauptfarben Pink und Blau sind die perfekten Farben für Persephone und Hades. Besonders loben möchte ich noch die Outfits und die Frisuren, da ich sie kreativ und schön fand.

Fazit: »Lore Olympus - Teil 1« von Rachel Smythe ist einer der besten Comics, die ich dieses Jahr gelesen habe! Ich bin total begeistert von der Adaption und freue mich auf weitere Bände.

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Veröffentlicht am 26.11.2022

Band, der mich bisher am meisten gefesselt und schockiert hat

Mythen der Antike: Dionysos
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»Mythen der Antike: Dionysos« von Luc Ferry, Clotilde Bruneau und Gianenrico Bonacorsi ist der fünfzehnte Band der »Mythen der Antike«-Reihe. Da ich mittlerweile ein sehr großer Fan dieser Reihe bin, ist ...

»Mythen der Antike: Dionysos« von Luc Ferry, Clotilde Bruneau und Gianenrico Bonacorsi ist der fünfzehnte Band der »Mythen der Antike«-Reihe. Da ich mittlerweile ein sehr großer Fan dieser Reihe bin, ist es logisch, dass ich mir diesen und keinen weiteren Band entgehen lassen kann. In »Mythen der Antike: Dionysos« geht es um Dionysos, den Gott des Weines, der Freude, des Wahnsinns und der Ekstase. Meiner Meinung nach ist Dionysos freier, hemmungsloser und grausamer als alle, die uns zuvor in der »Mythen der Antike«-Reihe bereits begegnet sind.

Dionysos ist eine der faszinierendsten Figuren der griechischen Mythologie, von der jede:r mal gehört haben sollte. Zumindest die Geschichte seiner einzigartigen Geburt, sollte allen bekannt sein. Dionysos’ Vater ist kein Geringerer als Zeus. Der mächtigste Gott ist ein wahrer Fraueneroberer, da er zahlreiche Kinder mit vielen Frauen hat. Dass Zeus mit Hera verheiratet ist, stört ihn nicht. Dionysos’ Mutter Prinzessin Semele war eine von Zeus’ Liebschaften. Diese ist jedoch alles andere als gut ausgegangen, als Hera davon erfahren hat.

Ihr merkt schon, in diesem Band ist Spannung vorprogrammiert. Es gibt aber noch eine Steigerung, denn als Dionysos erwachsen wird, wird die Geschichte noch krasser. Ich möchte nicht zu viel verraten, ich sage nur so viel: »Mythen der Antike: Dionysos« ist der Band, der mich bisher am meisten gefesselt und schockiert hat. Der Hauptgrund dafür ist der Protagonist, der sich in seiner Art von allen anderen Figuren sehr unterscheidet. Dionysos verbindet zwei Extreme in sich, denn er kann genauso ausgelassen feiern, wie er grausam töten kann.

Die Geschichte hält einige gewalttätige Szenen parat. Es gibt aber auch viele Szenen, in denen ausgiebig gefeiert wird. Eine ordentliche Portion Wahnsinn ist ebenfalls vorhanden. An dieser Stelle kommt Gianenrico Bonacorsi ins Spiel, denn ich finde, dass seine Zeichnungen den Wahnsinn, der im Lauf der Geschichte von einigen Figuren die Macht ergreift, sehr gut zeigen. Insgesamt ist das Artwork aber sehr stimmig und harmonisch und es bereitete mir Spaß, »Mythen der Antike: Dionysos« zu lesen.

Fazit: Ich kann nur sagen, dass ich sowohl »Mythen der Antike: Dionysos« als auch die gesamte »Mythen der Antike«-Reihe jeder und jedem ans Herz legen kann. Alle, die diese Reihe noch nicht kennen, verpassen etwas!

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Veröffentlicht am 14.11.2022

Genial!

Das Bildnis des Dorian Gray
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»Das Bildnis des Dorian Gray« ist der einzige Roman von Oscar Wilde und handelt von einem jungen und attraktiven Mann, der ein Porträt besitzt, das an seiner Stelle altert. Die Erstausgabe erschien im ...

»Das Bildnis des Dorian Gray« ist der einzige Roman von Oscar Wilde und handelt von einem jungen und attraktiven Mann, der ein Porträt besitzt, das an seiner Stelle altert. Die Erstausgabe erschien im Jahr 1890. Der Roman gehört zu den Klassikern der Literatur, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass er oft neu auferlegt und verfilmt wurde. Ich wollte »Das Bildnis des Dorian Gray« unbedingt lesen, weil ich gern Klassiker lese und das Buch schon lange auf meiner Wunschliste stand.

Oscar Wilde war ein irischer Autor, Lyriker, Novellist und Essayist. Geboren wurde er in Dublin (Irland) am 16. Oktober 1854. Am 30. November 1900 verstarb der Autor im Alter von sechsundvierzig Jahren in Paris. Wie bereits erwähnt, war »Das Bildnis des Dorian Gray« der einzige Roman des Autors. Dennoch schaffte es Wilde, dass der Roman zu seinen Lebzeiten in aller Munde war, denn er sorgte für Furore. Aus diesem und vielen anderen Gründen empfehle ich, sich mit dem Leben von Wilde zu beschäftigen, denn es war ganz anders, als man es sich vielleicht zunächst vorstellt.

»Das Bildnis des Dorian Gray« lebt von seinen Charakteren, vor allem von der Hauptfigur Dorian Gray, den ich sehr unsympathisch fand. Dies tat dem Buch jedoch keinen Abbruch, denn ich habe jede Seite regelrecht verschlungen und war total fasziniert davon, wie alle anderen Figuren von Dorian fasziniert waren. Klar, ein bisschen kann ich das nachvollziehen, denn oft fällt es uns Menschen schwer daran zu glauben, dass auch schöne Menschen schlimme Dinge tun. Gray ist ein gefährlicher Mann und er kann jede:n um seinen Finger wickeln. Dazu muss er sich oft nicht mal anstrengen. Das entgeht ihm natürlich nicht, weshalb er das auch schamlos ausnutzt. Dieses Verhalten hat Dorian zum großen Teil von Lord Henry „Harry“ Wotton abgeguckt. Lord Henry nimmt in Dorians Leben eine wichtige Rolle ein und meiner Meinung nach, hat er es zu verantworten, dass Dorian auf die schiefe Bahn geriet. Ich vermute, Dorian hätte ganz anders sein können, wenn Lord Henry ihm mit gutem Beispiel vorangegangen wäre.

Die Atmosphäre und Stimmung sind sehr düster und alles andere als optimistisch. An einigen Stellen vermittelt der Roman sogar Hoffnungslosigkeit darüber, dass sich nie etwas ändern wird. Dorians Porträt ist die mystische Komponente des Romans, die mir sehr zu denken gab. Zunächst hat das Porträt unmittelbar mit Dorian und seiner Person zu tun. Aber es berührt und eröffnet viele weitere Themen wie Kunst, Alter, Schönheit und Unsterblichkeit. Gepaart mit dem mitreißenden Schreibstil von Wilde ist »Das Bildnis des Dorian Gray« ein Roman, über den man noch heute und sehr lange philosophieren kann.

Fazit: Ich finde, jede:r sollte »Das Bildnis des Dorian Gray« von Oscar Wilde gelesen haben, vor allem heutzutage. Ich finde den Roman einfach genial und freue mich darauf, ihn zu rereaden!

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Veröffentlicht am 03.10.2022

sehr interessant

Mariah – Ganz ich selbst
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»Mariah – Ganz ich selbst« von Mariah Carey & Michaela Angela Davis hat mich angesprochen, weil ich mich in letzter Zeit für Autobiografien verschiedener Musikerinnen interessiere. Was die Karriere von ...

»Mariah – Ganz ich selbst« von Mariah Carey & Michaela Angela Davis hat mich angesprochen, weil ich mich in letzter Zeit für Autobiografien verschiedener Musikerinnen interessiere. Was die Karriere von Mariah Carey (27.03.1969) angeht, so muss ich gestehen, dass ich sie nie besonders beachtet habe. Früher bin ich immer nur zufällig über ihre Songs gestolpert, wenn sie zum Beispiel im Radio oder im Fernsehen liefen. Dennoch wurde ich plötzlich hellhörig und neugierig, als ich gesehen habe, dass Mariah ihre Autobiografie veröffentlichen wird. Durch das Buch versprach ich mir mehr über die Sängerin mit neunzehn Nummer-Eins-Hits zu erfahren.

Mariahs Autobiografie besteht aus vier Teilen plus Prolog und Epilog. Die vier Teile sind wiederum in Kapitel gegliedert. Einige Kapitel sind in Abschnitte unterteilt. Jedes Kapitel hat einen Titel, der den Inhalt auf den Punkt bringt. Es gibt keine bestimmte Reihenfolge, weshalb es immer wieder Sprünge in der Zeit gibt. Dabei konzentriert sich Mariah auf bestimmte Lebensabschnitte, die sie geprägt haben. Einige Themen kommen immer wieder vor und ziehen sich durch das ganze Buch. Andere Themen sind dagegen bereits nach einem Kapitel abgehackt.

Besonders oft geht Mariah auf ihre Eltern und die beiden Geschwister ein. Die Sängerin redet nicht lange um den heißen Brei herum und erzählt, wie schwierig und turbulent ihre Kindheit war. Schon als kleines Mädchen musste Mariah sehr tapfer sein, da ihre Familie von einem Problem ins nächste stolperte. Unter anderem hat Mariah miterlebt, wie ihre Eltern sich geschieden haben und wie ihr Bruder und ihre Schwester sich auf einen zwielichtigen Pfad begeben haben. Darüber hinaus wurde die multikulturelle Familie immer wieder mit Rassismus konfrontiert.

Bereits im jungen Alter begeisterte sich Mariah für das Singen und schrieb eigene Songtexte. Sie wusste ganz genau, was sie später werden wollte und ließ sich von ihrem Ziel von niemandem und nichts abbringen. Dies fand ich sehr beeindruckend, denn Mariah hatte kein leichtes Leben und auch niemanden in ihrer Familie, der sie unterstützte. Als Mariah erwachsen wurde, konnte sie nichts mehr aufhalten, ihrem Vorhaben zu folgen. Und hier gelangen wir zu dem zweiten großen Thema, das immer wieder in der Autobiografie aufgegriffen wird, nämlich Mariahs Ehe mit Tommy Mottola.

Leider war die gemeinsame Zeit mit dem ehemaligen Vorsitzenden und CEO von Sony Music Entertainment anders, als Mariah ursprünglich erwartet hat. So berichtet sie von Höhen, aber auch ganz vielen Tiefen und wie sie es wieder geschafft hat, negative Erfahrungen ins Positive umzuwandeln. Sowohl bei diesem Thema, als auch bei einigen anderen, nutzt Mariah die Gelegenheit und geht auf einige Gerüchte und Vorwürfe ein. Sie stellt einiges klar und man merkt, wie lange ihr manche Themen auf der Seele gebrannt haben.

Am coolsten fand ich, dass Mariah passend zu einigen Situationen aus ihrem Leben Passagen aus ihren Songs eingefügt hat. Dies macht nochmal deutlich, wie wichtig für sie das Singen ist und dass Musik für sie eine Chance ist, Dinge, die ihr passiert sind, zu verarbeiten. Darüber hinaus gibt es einen sechszehnseitigen Bildteil, der einige spannende Aufnahmen enthält. Alles in einem fand ich die Autobiografie sehr informativ und muss gestehen, dass ich Mariah Carey früher falsch eingeschätzt habe. Die Autobiografie hat meine Meinung komplett verändert.

Fazit: »Mariah – Ganz ich selbst« von Mariah Carey & Michaela Angela Davis hat mich angenehm überrascht. Ich empfehle das Buch allen, die Mariah Carey besser kennenlernen wollen, aber auch denjenigen, die sich für die Pop-, Hip-Hop- und R&B-Musik der 1990er und Anfang 2000er Jahre interessieren.

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