Profilbild von Aksi

Aksi

Lesejury Star
offline

Aksi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Aksi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2021

Starke Protagonistin, schwache Liebesgeschichte

The Story of a Love Song
0

»The Story of a Love Song« ist mein viertes Buch von Vi Keeland und Penelope Ward. Die beiden Autorinnen haben natürlich mehr als vier Bücher veröffentlicht. Ich habe also nicht alles von ihnen gelesen. ...

»The Story of a Love Song« ist mein viertes Buch von Vi Keeland und Penelope Ward. Die beiden Autorinnen haben natürlich mehr als vier Bücher veröffentlicht. Ich habe also nicht alles von ihnen gelesen. »The Story of a Love Song« wollte ich aber unbedingt lesen, weil mich der Klappentext sehr neugierig gemacht hat. In dem Buch geht es um Luca und Griffin, die nach jahrelanger Funkstille ihre Brieffreundschaft neu aufleben lassen. Für mich klang dieses Szenario sehr vielversprechend.

Luca lebt sehr zurückgezogen und ist oft einsam, da sie seit einigen Jahren mit einer Phobie fertig werden muss, die ihr Leben stark beeinflusst. Die 25-Jährige muss sich leider ständig darüber Gedanken machen, was, wie und wann sie etwas tut. Warum, leider? Weil, Luca ein liebevoller und herzensguter Mensch ist, der es verdient, glücklich zu sein. Als ich las, wie stark sie sich einschränken muss, blutete mir das Herz. Luca tat mir unfassbar leid, weil mir klar wurde, dass vieles, was für mich selbstverständlich ist, für sie enorme Kraft und Überwindung erfordert. Das machte mich traurig.

Griffin bildet insofern das Gegenstück zu Luca, wenn es darum geht, dass er permanent in der Öffentlichkeit steht. Ansonsten könnte man sagen, dass er sich mindestens genauso oft einsam fühlt wie Luca. Als Mitglied einer berühmten Band, weiß Griffin manchmal nicht, wer sein wahrer Freund ist und wer ihn nur ausnutzen will. Im Nachhinein betrachtet, finde ich, dass Griffin in dem Buch etwas untergegangen ist. Meiner Meinung nach hätte man hier mehr rausholen können, da einige spannende Dinge aus seinem Leben angesprochen wurden.

Obwohl »The Story of a Love Song« eine Liebesgeschichte ist, liegt der Fokus vor allem auf Luca und ihrem Leben mit der Phobie. Die Beziehung mit Griffin war vielmehr eine nette Beilage, als der Schwerpunkt des Buches. Einerseits hat mich diese Tatsache etwas gestört, weil ich ja ursprünglich davon ausging, dass es vor allem um die Liebesgeschichte gehen würde, andererseits war mir das irgendwann egal, weil ich Luca und ihre Lebensweise sehr interessant fand.

Erzählt wird sowohl aus Lucas als auch aus Griffins Sicht. Außer Luca und Griffin gibt es noch eine Figur, die ich noch unbedingt erwähnen muss. Dabei handelt es sich um Lucas Therapeut Dr. Maxwell oder einfach Doc, wie Luca ihn immer nennt. Die beiden pflegen eine ungewöhnliche Arzt-Patient-Beziehung, die ich bisher so noch nicht gesehen habe und falls doch, so kann ich mich nicht mehr daran erinnern. Wie dem auch sei, die gemeinsamen Szenen von Luca und Doc waren sehr unterhaltsam. Außerdem hat der Doc eine faszinierende Persönlichkeit, die ich von Anfang an charmant fand. Doch nicht nur der Doc ist locker und entspannt, sondern auch der Schreibstil. Es gibt sowohl traurige, fröhliche als auch witzige Momente. Griffins Songtexte verleihen dem Buch das gewisse Etwas. Nicht so gut fand ich dagegen das klischeebelastete Ende, das ich in letzter Zeit immer öfter in Liebesromanen treffe.


Fazit

»The Story of a Love Song« liefert zwar eine Story als auch einen Love Song, aber es geht vor allem nur um Luca und ihre Phobie, weshalb die Liebesgeschichte in den Hintergrund rückt. Das fand ich aber nicht so tragisch, wie das klischeehafte Ende.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2021

Stellenweise zäh, aber vielversprechend

Kriegsklingen - Die Klingen-Saga
0

»Kriegsklingen« ist der erste Band der »Klingen«-Saga von Joe Abercrombie. Hierzulande ist das Buch bereits im Jahr 2006 erschienen. Ich wurde aber erst vor kurzem auf Abercrombie aufmerksam und die »Klingen«-Saga ...

»Kriegsklingen« ist der erste Band der »Klingen«-Saga von Joe Abercrombie. Hierzulande ist das Buch bereits im Jahr 2006 erschienen. Ich wurde aber erst vor kurzem auf Abercrombie aufmerksam und die »Klingen«-Saga schien mir ein perfekter Einstieg zu sein, um den Autor kennenzulernen.

Die Kapitel sind so aufgebaut, dass verschiedene Figuren abwechselnd im Vordergrund stehen und die Handlungsstränge zunächst nichts miteinander zu tun haben, bevor sie am Ende doch noch zusammenlaufen. Das wusste ich natürlich nicht, als ich mit dem Buch angefangen habe und so kam es, dass ich mir oft unsicher war, welche Richtung das Ganze noch einschlagen wird. Hinzu kommt, dass es dem Autor oft nicht gelingt, die Spannung aufrechtzuerhalten. Vielleicht hat das auch etwas damit zu tun, dass das Buch 800 Seiten umfasst. Es wurde häufig etwas zäh und ich hatte Zweifel, ob ich mit dem Lesen fortfahren sollte.

Wie man sieht, habe ich mich dazu entschlossen, dranzubleiben, auch wenn mir schnell klar wurde, dass ich keine schwindelerregende Dynamik zu erwarten brauche. Irgendwann störte mich das aber auch nicht mehr, weil die Protagonisten es endlich geschafft haben, mich in ihren Bann zu ziehen. Am meisten hat mir gefallen, dass niemand perfekt ist und alle ihre Macken haben, sogar der gut aussehende Hauptmann Jezal dan Luthar. Der junge Mann ist sehr ehrgeizig, kommt aus einer wohlhabenden Familie und scheint eine vielversprechende Zukunft zu haben. Keiner ahnt jedoch, wie es in seinem Inneren aussieht und wie oft er an sich selbst zweifelt.

Logen Neunfinger hat ebenfalls einen gewissen Ruf, der ihm vorauseilt und mit dem er zurechtkommen muss. Zum Teil ist das der Verdienst vieler angsteinflößender Geschichten, die über Logen kursieren. Einiges davon entspricht jedoch der Wahrheit. Die nächste Figur könnte ein Indiz dafür sein, dass Abercrombie der Meinung war, dass ein Fantasy-Buch ohne einen alten weisen Zauberer nicht auskommt. In »Kriegsklingen« heißt dieser Zauberer Bayaz und in meinen Augen ist er der Grund dafür, dass die verschiedenen Handlungsstränge am Ende ineinanderfließen. Ohne Bayaz wären sich viele Figuren höchstwahrscheinlich nicht begegnet, was ihn wohl zu der Schlüsselfigur macht. Inquisitor Sand dan Glotka darf aber auch nicht außer Acht gelassen werden. Dieser kann sehr brutal, zynisch und verbittert sein, was damit zusammenhängen könnte, dass er seit einer Weile als Krüppel leben muss. Neben den genannten Charakteren gibt es zahlreiche weitere interessante schillernde Persönlichkeiten. Als da wären Major West und seine Schwester Ardee, Ferro Maljinn, Yulwei und viele andere, deren Namen man sich schwer merken kann

Über das worldbuilding lässt sich nicht besonders viel sagen, da der Autor mit seinen Beschreibungen sehr sparsam umgeht. Es werden hier und da einige Städte und Völker genannt und man kann einiges aus dem Kontext schließen, aber Abercrombie macht sich keine Mühe, näher darauf einzugehen. Ich hoffe, dass die Fortsetzungen diesbezüglich mehr Informationen liefern werden. Die Magie hat bei mir ebenfalls viele Fragezeichen hinterlassen. Das fand ich schade, da ich mehr darüber erfahren wollte. Die vielen Kraftausdrücke passen zu der düsteren Stimmung und der Brutalität, die in dem Buch oft an den Tag gelegt wird. Es geht um das blanke Überleben und darum, sich durchsetzen zu können. Das Buch ist also eindeutig nicht dazu da, die Laune zu heben.


Fazit

Für mich stellt »Kriegsklingen« den Anfang eines großen und spannenden Abenteuers dar, das vielleicht - oder besser gesagt, hoffentlich - erst in Band 2. richtig beginnen wird. Im ersten Band geht es vielmehr darum, die Figuren kennenzulernen und sich an alles zu gewöhnen. Nichtsdestotrotz liefert der Auftakt viel Potenzial und ich hoffe inständig, dass dieses in Folgebänden entfaltet wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2021

Interessante Idee

Goldene Flammen
0

Die Grisha-Trilogie von Leigh Bardugo ist bereits vor Jahren zum ersten Mal in Deutschland erschienen. Sie kursiert aber immer noch herum, weshalb ich schon das eine oder andere zufällig aufschnappen konnte. ...

Die Grisha-Trilogie von Leigh Bardugo ist bereits vor Jahren zum ersten Mal in Deutschland erschienen. Sie kursiert aber immer noch herum, weshalb ich schon das eine oder andere zufällig aufschnappen konnte. Doch warum habe ich mich erst jetzt dazu entschlossen, den ersten Band »Goldene Flammen« endlich zu lesen? Einen Grund habe ich bereits genannt, und zwar, dass ich in den letzten Jahren viel über die Grisha gehört habe und mit der Zeit immer neugieriger auf sie wurde. Darüber hinaus ist mir Bardugo nicht ganz unbekannt, da ich von ihr bereits »King of Scars« und »Das neunte Haus« gelesen habe. Hinzu kommt, dass mir die Bücher als Vorbereitung auf die kommende Serie dienen sollen, die ich auf jeden Fall sehen möchte.

Die Ereignisse spielen in dem fiktiven Land Rawka. Im Mittelpunkt steht die Kartografin Alina, die in der ersten Armee des Zaren dient und durch die Verkettung bestimmter Ereignisse plötzlich feststellt, dass sie eine Grisha ist, also jemand, der über magische Fähigkeiten verfügt. Der Unterschied zu allen anderen Grisha besteht aber darin, dass Alinas Fähigkeit besonders ist, weshalb der älteste und einflussreichste Grisha, der als der »Dunkle« bezeichnet wird, sich ihrer annimmt.

Zu Beginn des Buches wird Alina als die typische graue Maus dargestellt, die zu Größerem vorherbestimmt ist. Das Witzige ist nur, dass niemand so wenig daran glaubt, als Alina selbst. Ein weiteres Indiz für ihr mangelndes Selbstvertrauen ist, wie Alina sich ständig mit anderen vergleicht und über ihr Aussehen nachgrübelt. Das Erste konnte ich ein bisschen nachvollziehen, das Letztere hat mich etwas genervt. Das alles zeigt zwar, wie unerfahren und unschuldig Alina ist, liefert gleichzeitig jedoch eine gute Basis für Alinas weitere Entwicklung. Und am Ende des Buches kann man tatsächlich feststellen, dass Alina nie wieder so sein wird, wie sie einmal war.

Der Dunkle ist sehr mächtig, weshalb ihn viele fürchten. Ich finde, wenn man seinen Namen hört, ahnt man bereits, dass er höchstwahrscheinlich nicht den Weltfrieden im Sinn hat. Es war mir deshalb ein Rätsel, warum Alina eine Weile gebraucht hat, bis sie das erkannt hat. Diesen Umstand führe ich zum einen auf Alinas anfängliche Naivität und zum anderen auf den Charme des Dunklen zurück. Man mag es kaum glauben, aber er kann wirklich nett sein, wenn er will. Die meiste Zeit ist der Dunkle aber damit beschäftigt, Menschen zu manipulieren und seinen Vorteil aus allem und allen zu ziehen.

Der Schreibstil ist super leicht, was damit zu tun hat, dass Bardugo sofort auf den Punkt kommt, statt mit langen Umschreibungen um sich herumzuwerfen, was ich gut fand. Vor allem hat mir aber Bardugos Idee mit den Grisha und ihren Fähigkeiten gefallen. Die Inszenierung des Dunklen hätte ich mir aber ein wenig anders vorstellen können. Ab und zu habe ich mich auch etwas über Alina aufgeregt, aber ich konnte das Buch dennoch nicht aus der Hand legen, da ich wissen wollte, was die Autorin noch zu bieten hat. Das Ende fand ich zum Teil vorhersehbar, dennoch wurden einige Fragen aufgeworfen, die es schafften, mich auf den zweiten Teil neugierig zu machen.


Fazit

»Goldene Flammen« von Leigh Bardugo weist zwar kleine Schwächen auf, ist aber dennoch gelungen. Ich freue mich schon auf den zweiten Band.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2021

Der düsterste Teil der Reihe

All Saints High - Der Verlorene
0

»Der Verlorene« ist der dritte Band der »All Saints High«-Reihe von L. J. Shen. Da mir die ersten beiden Teile »Die Prinzessin« und »Der Rebell« gefallen haben, wollte ich mir Vaughns Geschichte ebenfalls ...

»Der Verlorene« ist der dritte Band der »All Saints High«-Reihe von L. J. Shen. Da mir die ersten beiden Teile »Die Prinzessin« und »Der Rebell« gefallen haben, wollte ich mir Vaughns Geschichte ebenfalls nicht entgehen lassen.

Vaughn Spencer ist jemand, den man bereits aus den ersten beiden Teilen der Reihe kennt. Er ist sehr gut mit Knight und Daria, den Protas aus »Der Rebell« und »Die Prinzessin«, befreundet. Dementsprechend tauchte Vaughn bereits einige Male auf und man konnte sich schon einen Eindruck von ihm machen. Mein erster Eindruck von ihm war, dass Vaughn irgendwann sehr verletzt wurde, um so zurückhaltend und unnahbar zu sein. In »Der Verlorene« hat er aber noch eine andere Seite von sich gezeigt, nämlich, dass er sehr autoritär und gnadenlos sein kann. Das erinnerte mich stark an Vicious, Vaughns Vater. Je weiter ich mit dem Lesen vorankam, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass ich ‚Vicious 2.0‘ vor mir hatte. Dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, trifft in diesem Fall also vollkommen zu.

„In der Dunkelheit liegt so viel Schönheit. Sie ist nur schwerer zu finden.“ – Zitat (»All Saints High - Der Verlorene« von L. J. Shen)

Ich finde, es ist ein sehr passendes Zitat, das ich mir herausgesucht habe, da Lenora es tatsächlich gelungen ist, die Dunkelheit zu durchbrechen (im übertragenen Sinn, versteht sich). Mir ist es leider nicht gelungen und es war mir oft ein Rätsel, wie Lenora in Vaughns Nähe sein konnte, ohne schreiend davonzulaufen. Ja, er ist ein begnadeter Künstler und gutaussehend. Es gibt sogar Stellen, an denen Vaughn als Gott bezeichnet wird. Aber die Art und Weise, wie er mit Menschen umgeht, machte ihn für mich unsympathisch. Ich will nicht leugnen, dass es eine Weiterentwicklung seines Charakters gab. Trotzdem konnte ich meine Meinung über Vaughn bis zum Ende nicht ändern.

Die Geschichte spielt in den USA und in England. Es tauchen viele bekannte Figuren auf, wobei Vaughns Eltern etwas mehr in den Vordergrund gerückt werden, als alle anderen Charaktere. Damit verfährt die Autorin nach demselben Muster, wie sie es bereits in den ersten beiden Büchern getan hat. Die Atmosphäre ist oft angespannt, da ein paar schwierige Themen verarbeitet werden. Das überraschte mich etwas, weil das Buch sich in diesem Punkt deutlich von seinen Vorgängern unterscheidet. Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, da L. J. Shen ein Händchen dafür hat, Gefühle - vor allem die schmerzvolle Sorte - sehr gut zu beschreiben.


Fazit

Leider hat mich »Der Verlorene« nicht aus den Socken gehauen. »Die Prinzessin« und »Der Rebell« haben mir deutlich besser gefallen. Nichtsdestotrotz fand ich es eine gute Idee von L. J. Shen, eine Reihe über die Kinder von den Protas aus der »Sinners of Saint«-Reihe zu verfassen. Bin gespannt, ob sie auch etwas über die Enkel schreiben wird

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2020

Das erste Buch von Piper Rayne, das ich langweilig finde

Twist of a Love Affair
0

»Twist of a Love Affair« ist der dritte Band der Baileys-Serie von Piper Rayne. Die ersten zwei Bände »Lessons from a One-Night-Stand« und »Kisses from the Guy Next Door« habe ich zwar übersprungen, aber ...

»Twist of a Love Affair« ist der dritte Band der Baileys-Serie von Piper Rayne. Die ersten zwei Bände »Lessons from a One-Night-Stand« und »Kisses from the Guy Next Door« habe ich zwar übersprungen, aber das ist nicht schlimm, da man jeden Teil unabhängig voneinander lesen kann. »Twist of a Love Affair« ist bereits mein achtes Buch von Piper Rayne. Man kann also ruhig behaupten, dass ich ein kleines Faible für Piper Rayne entwickelt habe

Erzählt wird aus der Sicht der beiden Protagonisten Harley und Rome. Harley ist eine taffe Frau, die sich nicht gerne hereinreden lässt. Sie verlässt sich ungern auf andere und ist es gewohnt, alles im Alleingang zu erledigen. Deswegen fällt es Harley schwer, anderen Menschen zu vertrauen. Dies kann man ihr aber nicht verübeln, wenn man ihre Vergangenheit kennt. Harleys Tochter Calista steht bei ihr immer an erster Stelle und sie würde alles für sie tun. Rome ist ein netter und lockerer Typ, der für jeden Spaß zu haben ist. Er und sein Zwillingsbruder Denver haben deshalb schon den einen oder anderen Unfug angestellt. Als eines solcher Späßchen nach hinten losgeht, muss der 25-jährige Rome sein Leben völlig umkrempeln. Und eins muss man dem Mann lassen, er gibt sich wirklich Mühe.

Außer Denver hat Rome noch weitere Geschwister. Womit ich beim Thema Figuren angelange und feststelle, dass es in diesem Buch reichlich davon gibt. Zum einen ist da Romes Familie, als da wären Austin, Savannah, Brooklyn, Juno, Kingston, Phoenix, Sedona und Grandma Dori. Zum anderen gibt es noch die Bewohner von Lake Starlight (die Stadt, in der die Handlung spielt), die hier und da immer wieder auftauchen. Ich muss zugeben, ich habe mich von den ganzen Charakteren am Anfang ein bisschen überrumpelt gefühlt.

»Twist of a Love Affair« umfasst vierunddreißig Kapitel plus Epilog. Insgesamt schreitet die Geschichte schnell voran. Dennoch kam es mir so vor, als ob manche Szenen in die Länge gezogen wären. Ich glaube, das liegt vor allem daran, dass mich der Schreibstil nicht packen konnte. Außerdem konnte ich keinen Zugang zu den beiden Protas finden. Harley und Rome sind zwar nett, mehr aber auch nicht. Es fehlte das gewisse Etwas, weshalb »Twist of a Love Affair« in meinen Augen die schwächste Story ist, die ich bis jetzt von Piper Rayne gelesen habe.


Fazit

Irgendwie hat es zwischen mir und »Twist of a Love Affair« nicht gefunkt. Ob ich die Baileys-Serie weiterlesen werde, weiß ich auch nicht. Nichtsdestotrotz bin ich auf die anderen Reihen von Piper Rayne gespannt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere