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Veröffentlicht am 10.08.2020

Nicht das, was ich erwartet habe

Die Pan-Trilogie 1: Das geheime Vermächtnis des Pan
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»Das geheime Vermächtnis des Pan« ist der erste Band der »Pan«-Trilogie von Sandra Regnier. Es geht um das Mauerblümchen Felicity und den absoluten Traummann Leander. Klingt wie ein Klischee? Ist es auch. ...

»Das geheime Vermächtnis des Pan« ist der erste Band der »Pan«-Trilogie von Sandra Regnier. Es geht um das Mauerblümchen Felicity und den absoluten Traummann Leander. Klingt wie ein Klischee? Ist es auch. Mit dem Unterschied, dass das Buch es schafft, noch eine Schippe drauf zu legen. Der Anfang des Klappentextes liefert diesbezüglich einen kleinen Vorgeschmack: „Felicity Morgan ist nicht gerade das, was sich die Elfenwelt unter ihrer prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist gerade mal achtzehn, trägt eine Zahnspange und arbeitet abends in einem heruntergekommenen Pub.“. Anscheinend hat die Elfenwelt ein Victoria-Secret-Model erwartet und es ist ein No-Go, mit achtzehn eine Zahnspange zu tragen. Oder wie soll man diese Aussage sonst interpretieren?

Falls ihr jetzt denkt, dass ich kleinlich bin, dann irrt ihr euch gewaltig. Besonders am Anfang des Buches war ich schockiert darüber, wie auf Felicitys Aussehen herumgeritten wird. Und das geht so lange, bis die Protagonistin anfängt, mehr Wert auf ihr Erscheinungsbild zu legen. Bedauerlicherweise wird sie erst danach von ihrer Umwelt ernst genommen, weshalb mich die Message, die in diesem Buch vermittelt wird, oft verzweifeln ließ. Protagonist Leander sorgte bei mir ebenfalls für regelmäßiges Kopfschütteln. Ja, er kann nett und hilfsbereit sein. Aber er ist auch oberflächlich, da ihm gutes Aussehen bei Mädchen sehr wichtig ist. Dadurch war er mir unsympathisch und ich kann nicht nachvollziehen, was Felicity an ihm gefunden hat.

Das größte Problem in Regniers Buch ist, dass das Aussehen der Protagonistin zum Hauptthema der Geschichte wird. Anstatt mehr in die Elfenwelt einzutauchen, wird viel Energie und Platz darauf verschwendet, in allen möglichen Formen über Felicitys Äußeres zu diskutieren. Dies sorgt dafür, dass die Geschichte schnell ermüdend und langatmig wird. Die Beschreibung der Alltagsszenen, die die Handlung überhaupt nicht vorantreiben, hätten ebenfalls nicht sein müssen. Einen Pluspunkt gibt es jedoch für die Zeitsprünge, da ich dieses Thema interessant finde und die Handlung dadurch ein bisschen spannender wurde.


Fazit

»Das geheime Vermächtnis des Pan« hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich konnte mich weder für die Story noch für die Protas begeistern. Kann sein, dass ich zu kritisch mit dem Buch umgegangen bin. Vielleicht ist meine negative Meinung auch darauf zurückzuführen, dass ich mit meinen achtundzwanzig Jahren zu alt für diese Art von Teenager-Themen bin.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2020

So kenne ich Samantha Young gar nicht

Boston Nights - Wahres Verlangen
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Als ich erfahren habe, dass Samantha Young ein neues Buch herausbringt, habe ich es sofort auf meine Wunschliste gesetzt, denn ich habe ihre »Edinburgh Love Stories« einfach geliebt. Der Klappentext von ...

Als ich erfahren habe, dass Samantha Young ein neues Buch herausbringt, habe ich es sofort auf meine Wunschliste gesetzt, denn ich habe ihre »Edinburgh Love Stories« einfach geliebt. Der Klappentext von »Boston Nights - Wahres Verlangen« hörte sich ebenfalls toll an und steigerte meine Vorfreude auf die Geschichte noch mehr. Schließlich kam der Tag, an dem ich das Buch in meinen Händen hielt und ich alles stehen und liegen ließ, um in die Geschichte von Ava und Caleb einzutauchen. Nachdem ich jedoch einige Kapitel gelesen habe, musste ich mich zwischendurch immer wieder vergewissern, dass ich auch wirklich ein Buch von Frau Young lese und nicht von jemand anderen, denn die Story konnte mich überhaupt nicht überzeugen und die Protas sogar noch weniger.

Zu Beginn machte Ava einen ganz guten Eindruck auf mich. Sie ist selbstbewusst, lässt sich nichts sagen und schon gar nicht unterkriegen. Manchmal vertritt sie aber ihre Meinung eine Spur zu doll, nämlich dann, wenn sie sich mal wieder mit Caleb streitet. Es schien mir sogar, als ob Ava einen Streit extra provozieren will. Der Protagonist tat mir irgendwann einfach leid. Aber nur ein bisschen, denn zu Ava ist er ebenfalls nicht immer nett. Trotz allem fühlen sich die beiden zueinander hingezogen und genau das konnte ich einfach nicht nachvollziehen. Versteht mich nicht falsch, ich mag Geschichten, in denen sich die Protas ab und zu necken. In diesem Buch sind die Streitereien und Diskussionen aber so erzwungen, dass mir das Ganze irgendwann einfach keinen Spaß mehr gemacht hat.

Der Schreibstil ist auch so eine Sache, die mir nicht geheuer war. Entweder hat Samantha Young ihren Schreibstil verändert oder etwas stimmt nicht mit meinem Gedächtnis. Ich habe ihren Schreibstil nämlich sehr lebendig und mitreißend in Erinnerung. Bei »Boston Nights« war ich oft kurz vorm Einschlafen. Dies lag vor allem an den vielen Stellen, die ziemlich offensichtlich und langgezogen waren. Die sexy Szenen konnten dann auch nichts mehr retten.

Fazit

Mit »Boston Nights - Wahres Verlangen« hat mich die Autorin Samantha Young sehr überrascht. Leider nicht positiv, denn ich wurde enttäuscht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2019

Zu viel Kitsch

Perfectly Broken
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Bereits der Titel 'Perfectly Broken' hört sich nach viel Herzschmerz an. Tatsächlich hält das neue Buch von Sarah Stankewitz das, was es verspricht. Die Geschichte um Brooklyn und Chase ist voller Trauer, ...

Bereits der Titel 'Perfectly Broken' hört sich nach viel Herzschmerz an. Tatsächlich hält das neue Buch von Sarah Stankewitz das, was es verspricht. Die Geschichte um Brooklyn und Chase ist voller Trauer, Kummer und Drama. Ich wollte das Buch lesen, da ich etwas für traurige Liebesgeschichten übrig habe und der Klappentext sich genau danach angehört hat. Leider stellte sich heraus, dass 'Perfectly Broken' eins der kitschigsten Bücher ist, das ich jemals gelesen habe.

Protagonistin Brooklyn kam mir wie der Inbegriff von Wi­der­sprüch­lich­keit vor. Einerseits kann sie ihre große Liebe nicht vergessen, andererseits fühlt sie sich zu ihrem neuen Nachbarn hingezogen. Mit dieser Zerrissenheit hat die Gute nicht nur sich selbst, sondern auch mich verrückt gemacht. Das ewige Hin und Her von Brooklyn hat mich manchmal in den Wahnsinn getrieben. Ich konnte ihr Verhalten in vielen Situationen überhaupt nicht nachvollziehen und fragte mich oft, was sie bezwecken wollte. Chase war etwas weniger anstrengend, auch wenn es mir nicht immer zusagte, wie er mit seiner Ex umgegangen ist. Positiv fand ich, dass er sehr hilfsbereit ist.

Der Einstieg konnte mich ein bisschen fesseln, das Ende dagegen überhaupt nicht. Hinzu kommt, dass mir sehr früh klar wurde, wie die Geschichte abgeschlossen wird, was meine Leselust noch mehr dämpfte. Darüber hinaus hat sich herausgestellt, dass der Schreibstil überhaupt nicht mein Fall ist. Mit dem Voranschreiten der Handlung wurden sowohl die Beschreibungen als auch die Dialoge immer kitschiger. Mir ist durchaus klar, dass es einige Konventionen des Liebesromans zu beachten gibt, aber ich bin mir sicher, dass es auf eine andere Art und Weise ebenfalls gehen könnte. Die zahlreichen Bücher, die ich in diesem Genre bereits gelesen habe, dienen mir als Beweis.


Fazit

Diejenigen, die vor Kitsch nicht zurückschrecken und eine super leichte Kost für zwischendurch suchen, sind bei 'Perfectly Broken' genau richtig. Alle anderen, so wie ich, werden enttäuscht sein.

Veröffentlicht am 19.05.2019

Außen hui, innen pfui

Lotus House - Lustvolles Erwachen
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Willkommen im ‚Lotus-House‘, einem kalifornischen Yogacenter, in dem nicht nur Yoga praktiziert wird. Für diejenigen, die Carlans Werke bereits kennen, dürfte es aber kein Geheimnis sein, dass die Frau ...

Willkommen im ‚Lotus-House‘, einem kalifornischen Yogacenter, in dem nicht nur Yoga praktiziert wird. Für diejenigen, die Carlans Werke bereits kennen, dürfte es aber kein Geheimnis sein, dass die Frau nichts gegen eine ordentliche Portion Erotik in ihren Büchern hat. Auch ‚Lotus House - Lustvolles Erwachen‘ bildet hier keine Ausnahme. Die Autorin lässt die beiden Protagonisten es ganz schön krachen, sodass alles andere viel zu kurz kommt, weshalb ich schon nach wenigen Seiten nicht begeistert von dem Auftaktband war.

Fangen wir zunächst einmal mit der Protagonistin an. Genevieve Harper hat für ihre beiden Geschwister die Verantwortung übernommen und muss deshalb zwei Jobs gleichzeitig nachgehen. Die 24-jährige arbeitet als Yoga-Lehrerin und schneidet Haare in ihrer Garage. Sie träumt davon, irgendwann ihre angefangene Ausbildung zur Haar-Stylistin zu beenden, welche sie vor einigen Jahren aufgeben musste. Soweit so gut. Die zuverlässige Genevieve kam mir am Anfang wie eine vernünftige junge Frau vor, weshalb sie schnell bei mir Sympathiepunkte sammeln konnte. Alles änderte sich jedoch, als sie Trent begegnete und ihre wichtigste Sorge war, dass sie seiner nicht würdig ist, weil er in ihren Augen etwas Besseres ist.

„Typen wie du wollen nicht dauerhaft an jemanden wie mich gebunden sein. Arm. Zwei Kids an der Backe. Ein Riesenhaus, das ständig Arbeit macht.“ - Zitat (Genevieve, Seite 238)

Dies ist nur ein Beispiel von vielen, das mich oft dazu brachte, genervt die Augen zu verdrehen. Wann begreifen die Frauen in Liebesromanen endlich, dass arm sein und für Kinder sorgen zu müssen nicht verwerflich ist? Wieso müssen sie sich selbst schlecht machen, sobald ein attraktiver Junggeselle auf der Bildfläche auftaucht? Ich ahne, dass es leider noch eine Weile dauern wird.

Den Rest gab mir jedoch der Protagonist. Den 27-jährigen Baseballspieler Trent Fox konnte ich nur solange ertragen, bis er seinen Mund aufmacht und man das Gefühl bekommt, es mit einem pubertierenden Jungen zu tun. Keine gut aussehende Frau wird von Trents lüsternen Gedanken und seinen kitschigen und einfallslosen Kosenamen verschont. Wobei „Zuckerkirsche“ exklusiv nur für Genevieve reserviert ist. Und wie reagiert die weibliche Bevölkerung? Mister Trent sei verziehen, schließlich ist er ein sexy Typ.

Der Schreibstil machte mir sehr zu schaffen. Explizite Szenen werden alles andere als prickelnd oder elegant beschrieben. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal ein Buch gelesen habe, indem die vulgäre Ausdrucksweise dermaßen alles verderben konnte. Die Umgangssprache war ebenfalls keine Hilfe. Benutzt jemand heutzutage noch Wörter wie „obercool“ und „Alter“? Vielleicht bin ich aber mit meinen 27 Jahren schon zu alt für Carlans Bücher. Vielleicht hatte die Autorin aber Angst, ihre Protagonisten könnten langweilig wirken und schmückte sie deshalb mit dem Gegenteil von Eloquenz aus. Na ja, ich werde es wohl nie erfahren. Lobenswert ist dagegen die Begeisterung der Autorin für das Yoga und dass sie ihre Inspiration in die gesamte Reihe hat einfließen lassen. Positiv fand ich außerdem die kurzen Erklärungen, die am Anfang jedes Kapitels zu finden sind, sodass ich etwas über Yoga erfahren habe.


Fazit

Das wunderschöne Cover lockt mit Versprechen, die von dem Inhalt nicht erfüllt werden. Da mich bereits Carlans ‚Dream Maker‘ nicht überzeugen konnte, brach mich ‚Lotus House - Lustvolles Erwachen‘ endgültig zu dem Entschluss, mir eine Pause von Carlans Büchern zu nehmen.

Veröffentlicht am 09.12.2018

Übertrieben kitschig

Still Broken
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In ‚Still Broken‘ von April Dawson geht es um das Good Girl Norah, die sich in den geheimnisvollen und gefährlichen Max verliebt. Ich weiß, solche Geschichten gibt es bereits mehr als genug, aber ich bin ...

In ‚Still Broken‘ von April Dawson geht es um das Good Girl Norah, die sich in den geheimnisvollen und gefährlichen Max verliebt. Ich weiß, solche Geschichten gibt es bereits mehr als genug, aber ich bin nun mal ein Fan von gefühlvollen Liebesgeschichten und der Klappentext vermittelte den Eindruck, dass ich eine herzzerreißende Story bekommen würde. Außerdem gefiel mir das Cover sehr gut und ich beschloss dem Buch eine Chance zu geben.

Beim Lesen wurde mich jedoch ziemlich schnell klar, dass das Cover wohl das Einzige bleiben wird, das mir an dem Buch gefallen wird. Besonders irritiert haben mich die beiden Protagonisten. Dies lag auch nicht daran, dass ich Stereotypen nicht mag. Ich habe nichts gegen eine Geschichte, in der es um einen bösen Buben und einem netten Mädchen von neben an geht. Mich störte zum Beispiel extrem, dass Max als jemand beschrieben wird, der er nicht ist. Max wird als gefährlich dargestellt und dass er einem Mädchen das Herz brechen wird, wenn es sich auf ihn einlässt. Nach wenigen Seiten sieht man aber, dass der liebe Max alles andere als ein Bad Boy ist. Noch weniger als sein Image konnte ich jedoch Max‘ Sinneswandel nachvollziehen. Er ändert sich quasi von heute auf morgen, weshalb es mir schwerfiel, ihn ernst zu nehmen.

Norah ist die typische Jungfrau in Nöten und fühlt sich sofort zu Max hingezogen. Norahs Motive konnte ich genauso wenig nachvollziehen, wie die von Max. Die Studentin wurde von ihrem Exfreund alles andere als nett behandelt und man müsste denken, dass sie dem anderen Geschlecht nun etwas skeptischer gegenübertreten wird. Stattdessen verfällt sie Max in dem Moment, als er ein anderes Mädchen küsst. Dies ist eins der vielen Beispiele, die dafür sorgten, dass ich mich in die Protagonistin überhaupt nicht hineinfühlen konnte.

Grundsätzlich breche ich angefangene Bücher nie ab. Ich versuche immer ein Buch zu beenden. Doch ‚Still Broken‘ hat es mir in dieser Hinsicht wirklich schwer gemacht. Vor allem lag dies daran, dass die Dialoge immer kitschiger und die Handlung immer absurder wurden. Dramatische Szenen wirkten auf mich an den Haaren herbeigezogen und es kam mir vor, dass dadurch das Ende künstlich hinausgezögert wurde.


Fazit

Leider hat ‚Still Broken‘ meine Erwartungen nicht erfüllt, weshalb ich das Buch nicht empfehlen kann. Ich war mehrmals kurz davor, das Buch abzubrechen, habe mich dann aber gezwungen, es doch zu Ende zu lesen.