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Veröffentlicht am 28.04.2018

Rezension: „Krokodilwächter“ von Katrine Engberg

Krokodilwächter
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Worum geht´s?

Als die junge Julie brutal in ihrer Wohnung ermordet wird, ist das Kopenhagener Ermittlerduo Jeppe Kørner und Anette Werner ratlos. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht Julies Vermieterin ...

Worum geht´s?

Als die junge Julie brutal in ihrer Wohnung ermordet wird, ist das Kopenhagener Ermittlerduo Jeppe Kørner und Anette Werner ratlos. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht Julies Vermieterin Esther de Laurenti, weil ihr Kriminalroman als Mord-Vorlage diente. Hat Esther mit Julies Ermordung etwas zu tun oder wurde jemand von ihrem Roman inspiriert?


Meine Meinung

„Krokodilwächter“ ist der Auftakt der Kopenhagen-Thriller von Katrine Engberg. Es ist mein erstes Buch von der Autorin und ich wollte es lesen, weil mich der Klappentext und der Titel sehr angesprochen haben. Der skandinavische Thriller erschien im Diogenes Verlag und umfasst 512 Seiten. Im Mittelpunkt stehen die pensionierte Dozentin Esther de Laurenti und das Ermittlerduo Jeppe Kørner und Anette Werner von der Kopenhagener Mordkommission. Wie der Name dieser Reihe bereits verrät, findet das Geschehen in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt.

Da sich die ehemalige Uni-Dozentin Esther de Laurenti seit ungefähr einem Jahr in Pension befindet, nutzt sie ihre freie Zeit, um einen Kriminalroman zu schreiben und das eine oder andere Gläschen Rotwein zu trinken. Sie lebt mit ihren zwei Hunden in der Kopenhagener Innenstadt und lässt sich ab und zu von ihrem jungen Gesangslehrer bekochen. Esther ist Eigentümerin und Bewohnerin eines Hauses, in dem sie gleichzeitig Wohnungen vermietet. Außerdem ist sie eine belesene und freundliche Dame, die ihr Leben genießt, weil sie ihrem Arbeitsstress endlich entkommen kann.

Jeppe Kørner ist bereits seit zehn Jahren bei der Mordkommission. Seine Arbeit nimmt den größten Teil seiner Freizeit ein, was auch einer der Gründe für seine gescheiterte Ehe war. Jeppe ist über seine Exfrau noch nicht hinweg und trauert ihr immer noch hinterher. Ich mochte Jeppe sofort, weil er eine nachdenkliche und ruhige Person ist.

Jeppes Partnerin bei der Mordkommission Anette Werner ist das genaue Gegenteil von ihm. Sie ist aufgeschlossen und temperamentvoll. Die beiden arbeiten seit acht Jahren zusammen und weil sie so unterschiedlich sind, verhalten sie sich manchmal wie ein altes Ehepaar. Sie kennen einander sehr gut und obwohl sie ab und zu Meinungsverschiedenheiten haben, bilden sie eine sehr effektive Einheit.

Auch wenn der Thriller nicht aus Verfolgungsjagden und viel Action besteht, fand ich ihn dennoch spannend. Es gibt viele Nebenfiguren und ihre Beziehungen sind so komplex ineinander verstrickt, dass man sich immer fragt, wer der Mörder sein könnte. Ich habe das Buch nicht aus der Hand legen können, weil mich die Handlung mitgerissen hat und ich es interessant fand, wie die verschiedenen Fäden am Ende zusammenlaufen. Besonders gut hat mir die Beschreibung der Figuren gefallen. Ich hatte das Gefühl es geht um Personen, die es auch in Wirklichkeit gibt, weil sie sehr authentisch rüberkamen. Der Schreibstil sorgte dafür, dass ich mir alles genau bildlich vorstellen konnte. Personen und Situationen wurden sehr detailreich beschrieben und ich konnte mir immer die jeweilige Atmosphäre vorstellen. Da die Geschichte sich in Kopenhagen abspielt und dieser Ort Schauplatz vieler Ereignisse ist, erfährt man auch dementsprechend viel über die Stadt, was mich ebenfalls gefreut hat.


Fazit

Ich empfehle „Krokodilwächter“ allen, die eher ruhige Thriller ohne viel Action mögen. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung und die neuen Fälle aus Kopenhagen.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Rezension: „New York Bastards – In deiner Erinnerung“ von K. C. Atkin

New York Bastards - In deiner Erinnerung
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Worum geht´s?

Butch hat sein altes Leben hinter sich gelassen und jeglichen Kontakt abgebrochen. Seine Familie und Freunde wissen nicht, wo er ist und wie es ihm geht. Dies ändert sich jedoch schlagartig, ...

Worum geht´s?

Butch hat sein altes Leben hinter sich gelassen und jeglichen Kontakt abgebrochen. Seine Familie und Freunde wissen nicht, wo er ist und wie es ihm geht. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als Butch ein kleines Mädchen rettet. Nun muss er wieder Kontakt zur New Yorker Unterwelt aufnehmen, weil ein Mädchenhändlerring auf ihn aufmerksam geworden ist. Und als ob das nicht genug wäre, trifft Butch wieder auf Vicky, die mit ihm ein traumatisches Erlebnis teilt.


Meine Meinung

„In deiner Erinnerung“ ist der zweite Band der „New York Bastards“-Reihe von der Autorin K. C. Atkin. Der Name der Reihe verrät bereits, dass sich die Geschichte in New York abspielt. Auch wenn ich den ersten Teil „In deinem Schatten“ noch nicht gelesen habe, kann ich aus Erfahrung sagen, dass die beiden Teile unabhängig voneinander gelesen werden können. Ich hatte kein Problem damit, dass mir das Wissen aus dem ersten Teil fehlte. Da wichtige Ereignisse aus dem ersten Teil erwähnt werden, weiß man ungefähr, was bereits geschehen ist. Allerdings hat mir „In deiner Erinnerung“ so gut gefallen, dass ich mir vorgenommen habe, demnächst den ersten Band zu lesen, weil ich genau wissen möchte, wie alles angefangen hat.

Das Cover gefällt mir sehr gut, weil die Gestaltung und die Farben meiner Meinung nach die düstere und gefährliche Atmosphäre spiegeln, die im Buch vorhanden ist. Man sieht zwar, dass der Mann auf dem Cover genau wie der Protagonist tätowiert ist, aber dadurch, dass sein Gesicht nicht zu sehen ist, bleibt noch etwas der Fantasie überlassen.

Nach seiner Begegnung mit dem „Bräutigam“, einem Serienmörder aus dem ersten Teil, hat sich Brian „Butch“ Cohen zurückgezogen. Seitdem will er nichts mit dem New Yorker Untergrund zu tun haben. Nicht mal zu seinem Bruder John, der mit Vickys Schwester zusammen ist, hat er Kontakt. Auch wenn Butch oft sehr grimmig durch die Gegend läuft und sein Äußeres auf Menschen, die ihn nicht kennen, abschreckend wirkt, so ist er dennoch ein selbstloser und liebevoller Kerl, obwohl er dies sehr gut zu verbergen weiß. Butch bin ich sofort verfallen. Instinktiv wusste ich bereits zu Beginn des Buches, dass er gefühlvoll sein kann und ein großes Herz hat, auch wenn er nach außen einen anderen Eindruck macht. Aber spätestens, nachdem er das kleine Mädchen gerettet hat, bin ich ihm endgültig und hoffnungslos verfallen.

Die 26-jährige Victoria „Vicky“ Stafford ist Krankenschwester und das einzige überlebende Opfer des „Bräutigams“. Vicky leidet immer noch unter den Folgen dieses traumatischen Erlebnisses. Solange die einzigen Personen, die ihr dabei helfen könnten, ihr Trauma zu überwinden, ihre Schwester Lissiana und Butch, nicht da sind, versucht sie alleine damit fertig zu werden. Ich habe Vicky genau wie Butch bereits am Anfang des Buches ins Herz geschlossen, weil sie fürsorglich, charismatisch und manchmal stur ist.

Ein weiterer Grund, weshalb mir „In deiner Erinnerung“ sehr gut gefallen hat, sind die interessanten Nebencharaktere. Einige habe ich lieb gewonnen, andere haben mich wiederum sehr überrascht, sowohl positiv, als auch negativ. Ich musste wirklich manchmal das Buch weglegen, um erstmal darüber in Ruhe nachdenken zu können, was grade passiert ist. Ebenfalls hat mir die Darstellung des Bösewichts in diesem Buch gefallen. Er ist unberechenbar, gewalttätig und skrupellos. Er hat seine eigene Moral und Gesetze und zieht einfach sein Ding durch. Dadurch, dass im Buch erst später verraten wird, wer er überhaupt ist, wird die Spannung nochmal gesteigert, weil man sich die ganze Zeit fragt, wer hinter dem ganzen Übel steckt.

„In deiner Erinnerung“ habe ich einfach verschlungen und konnte es nicht aus der Hand legen. Besonders die düstere Atmosphäre des New Yorker Untergrunds hat es mir sehr angetan. Der Schreibstil ist mitreißend und fesselnd. Obwohl einige Dinge für mich vorhersehbar waren, gab es dennoch viele Stellen, die mich wirklich überrascht haben. Außerdem hat mir gefallen, dass sich die Autorin mit dem Mädchenhandel beschäftigt und dieses sehr schwierige Thema gut umgesetzt hat. Vor allem haben mich Butch und das kleine Mädchen emotional sehr berührt, weil sie eine besondere Verbindung zueinander haben. Viele Szenen mit den beiden haben mir Tränen in die Augen getrieben.


Fazit

Auch wenn ich durch Zufall auf „New York Bastards – In deiner Erinnerung“ gestoßen bin, bin ich froh darüber, dass ich diese tolle Reihe entdeckt habe. Ich werde auf jeden Fall demnächst den ersten Teil lesen und kann es kaum erwarten, wenn es mit meiner Lieblingsgang aus New York weitergeht. Ich empfehle das Buch allen, die spannende, düstere und emotionale Liebesromane mögen.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Rezension: „MUTIG“ von Rose McGowan

MUTIG
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Worum geht´s?

Rose McGowan kennt man aus Filmen wie „Scream-Schrei“ oder „The Doom Generation“ oder der erfolgreichen Serie „Charmed-Zauberhafte Hexen“. Kaum einer weiß aber, wie hart Roses Weg zum Erfolg ...

Worum geht´s?

Rose McGowan kennt man aus Filmen wie „Scream-Schrei“ oder „The Doom Generation“ oder der erfolgreichen Serie „Charmed-Zauberhafte Hexen“. Kaum einer weiß aber, wie hart Roses Weg zum Erfolg war und was sie seit ihrer Kindheit alles erleben musste. In „MUTIG“ erzählt Rose nicht nur über ihr Leben, sondern kritisiert Hollywood und ruft besonders Frauen dazu auf, mehr auf sich zu achten und sich nicht unterkriegen zu lassen.


Meine Meinung

„MUTIG“ wollte ich zum einen aus persönlichen Gründen lesen, weil ich Rose McGowan aus der Serie „Charmed-Zauberhafte Hexen“, die ich schon vor Jahren gesehen habe, kenne. Zum anderen interessiert mich alles, was hinter den Kulissen von Hollywood geschieht und natürlich ist der Skandal, der einer der Auslöser für Roses Buch war, auch an mir nicht vorbeigezogen.

Selbstverständlich konnte nicht alles aus Roses turbulentem Leben niedergeschrieben werden, sonst wäre es wahrscheinlich kein Buch, sondern eine Reihe geworden, da Rose wirklich viel zu erzählen hat. Die wichtigsten Ereignisse werden jedoch abgedeckt. Angefangen bei ihrer Kindheit in Italien bis zu dem Zeitpunkt, als sie in die USA auswanderte und wie sie zur Schauspielerei kam.

„Dies ist kein Enthüllungsbuch. Dies ist Hollywood-im-Klartext.“ (Seite 16)

Für mich war es sehr interessant zu erfahren, wie Rose überhaupt Schauspielerin wurde und dass sie bereits in ihren jungen Jahren so viel erlebt hat. Dass Rose wütend auf Hollywood ist und viele Menschen, die dort agieren, wird sehr schnell klar und sie scheut sich nicht, dies zu wiederholen. Sie erzählt über die schrecklichsten Momente ihres Lebens, die mich wirklich schockiert haben. Ich habe zwar bereits geahnt, dass in Hollywood vielleicht nicht alles mit rechten Dingen zugeht, aber dass es so schlimm ist, wie Rose es beschreibt, habe ich nicht gedacht. Sie zeigt eine ganz andere Seite von Hollywood, als die die man sonst in den Medien sieht. Rose erzählt das, was von vielen Menschen vertuscht und unter den Teppich gekehrt wird. Sie macht deutlich, dass in der Welt der Reichen und Schönen mehr Schein als Sein ist und man bitte nicht alles glauben soll, was die Medien versuchen, einem zu verkaufen.

„Man kann Dinge nur ändern, wenn man den Mantel des Schweigens lüftet und Licht in die Dunkelheit bringt.“ (Seite 255)

Dass McGowan sich traut, Dinge anzusprechen und sich gegen bekannte und mächtige Persönlichkeiten auflehnt, finde ich bewundernswert. Es gehört viel Mut dazu, seine Meinung zu äußern, auch wenn man damit alleine steht. Aus meiner Sicht passt der Buchtitel deshalb sehr gut zu Roses Geschichte, genauso wie das Cover.

„Mutig sein, heißt nicht, keine Angst zu haben, sondern die Dinge trotz der Angst anzugehen.“(Seite 300)

Das Buch hat mich berührt und zum Nachdenken gebracht, nicht nur, weil Roses Leben so verlaufen ist, wie sie es beschreibt, sondern wie man sich tagtäglich von Medien beeinflussen lässt, ohne darüber nachzudenken. Besonders gut fand ich, dass sie mehrmals betont, man solle auf seinen Konsum achten und immer darüber nachdenken, was man gesehen, gehört oder auch gelesen hat. Überall verstecken sich Botschaften, die wir als Rezipienten nicht wahrnehmen können oder wollen, weil wir uns darum keine weiteren Gedanken machen.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, weil Rose keine Angst hat zu beschreiben, was und vor allem wie etwas mit ihr passiert ist. Oft schimpft sie oder benutzt Kraftausdrücke. Dies kann ich aber vollkommen nachvollziehen. Mit ihren Worten hat mich Rose emotional berührt und ich konnte die ganze Zeit mit ihr fühlen. Ich weiß jetzt schon, dass dieses Buch mich einige Zeit nicht loslassen wird. „MUTIG“ hat mich traurig, schockiert und verwirrt zurückgelassen. Rose McGowans Leben ist kein Zuckerschlecken und ich bewundere sie dafür, dass sie die Kraft gefunden hat, sich aufzurappeln und gegen diejenigen vorzugehen, die ihr am meisten wehgetan haben.


Fazit

Ich bin wirklich froh, dass ich Roses Buch lesen durfte und finde es schade, dass es nur ca. 300 Seiten hat. Ich empfehle das Buch nicht nur allen, die Rose länger kennen und Fans von ihr sind, sondern auch denjenigen, die sich für Hollywood interessieren. „MUTIG“ ist aus meiner Sicht für alle lesenswert, egal ob Mann oder Frau.

Veröffentlicht am 06.05.2021

Sehr atmosphärisch

Blackbeard. Band 1
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Blackbeard ist einer der berühmtesten Piraten aller Zeiten. Auch wenn seine Lebzeiten (ca. 1680-1718) lange zurückliegen, ist er immer noch präsent, denn es gibt kaum ein Medium, in dem der Seeräuber noch ...

Blackbeard ist einer der berühmtesten Piraten aller Zeiten. Auch wenn seine Lebzeiten (ca. 1680-1718) lange zurückliegen, ist er immer noch präsent, denn es gibt kaum ein Medium, in dem der Seeräuber noch nicht vorgekommen ist. In dem vor kurzem erschienen Comic »Blackbeard 1: Hängt sie höher!« steht der britische Pirat ebenfalls im Mittelpunkt. Szenario und Zeichnungen liefert Jean-Yves Delitte.

Ich wollte den Comic lesen, weil mich das Thema Piraterie schon immer interessiert hat. Dabei habe ich sowohl »Assassin’s Creed IV: Black Flag« gespielt, als auch die Filmreihe »Pirates of the Caribbean« und die Serie »Black Sails« gesehen. »Die Schatzinsel« von Robert Louis Stevenson habe ich schon vor einigen Jahren gelesen. Da ich von Piraten aber immer noch genug habe, habe ich mich sofort auf den Comic »Blackbeard 1: Hängt sie höher!« gestürzt.

In dem Comic geht es allerdings nicht um die Biografie von Blackbeard, wie man es leicht vermuten könnte, weil der Titel und das Cover es suggerieren, sondern um das Abenteuer, in dem Blackbeard eine wichtige Rolle spielt. Erzählt wird dieses Abenteuer von einem Gefangenen in einem Londoner Verlies im Jahr 1721. Den Abschluss findet die Geschichte in »Blackbeard 2: Mein Tod ist süß!«.

Überrascht hat mich, dass Blackbeard „menschlicher“ dargestellt wird, als ich es erwartet habe. Irgendwie dachte ich, dass in dem Comic das Bild eines skrupellosen und kaltherzigen Seeräubers vermittelt wird. In diesem Punkt habe ich mich jedoch getäuscht. Es gibt kurze Momente, in denen Blackbeard die Maske des Gesetzlosen fallen lässt und man merkt, dass er auch nur ein Mensch mit Angst und Sorgen ist. Dies zeigt wiederum, dass es in dem Comic keine strikte Einteilung in „Gut“ und „Böse“ gibt. Jede Figur hat sowohl gute, als auch schlechte Seiten an sich.

Das Artwork greift den Geist der damaligen Zeit sehr gut auf. Dabei wird fast nichts ausgelassen, was mit dem Thema Piraterie irgendwie zu tun hat. Zeichnungen von Schiffen dürfen deshalb ebenfalls nicht fehlen. Dafür nimmt sich Delitte an einigen Stellen besonders viel Platz. Dies kann er gerne tun, denn nur so kommen die prachtvollen und detailreichen Schiff-Zeichnungen besonders gut zur Geltung.

»Blackbeard 1: Hängt sie höher!« wirft viele Fragen auf, die in der Fortsetzung hoffentlich beantwortet werden. Ich freue mich schon darauf, wie die Geschichte weitergehen wird. Ich hoffe auch, dass einige Geheimnisse aus Blackbeards Vergangenheit gelüftet werden. Diesbezüglich wurde einiges kurz angerissen und ich hoffe, dass das eine oder andere Detail noch verraten wird.

Fazit

»Blackbeard 1: Hängt sie höher!« von Jean-Yves Delitte hat mir sehr gefallen! Wenn ich könnte, würde ich sofort mit dem zweiten Band fortfahren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2021

Toll

Später
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Vor einiger Zeit habe ich mir vorgenommen, alle Bücher von Stephen King zu lesen. Kein Wunder also, dass ich seiner neuen Horror-Story mit dem Titel »Später« nicht widerstehen konnte. Außerdem fand ich ...

Vor einiger Zeit habe ich mir vorgenommen, alle Bücher von Stephen King zu lesen. Kein Wunder also, dass ich seiner neuen Horror-Story mit dem Titel »Später« nicht widerstehen konnte. Außerdem fand ich den Klappentext sehr spannend, denn dieser verrät, dass der Protagonist tote Menschen sehen kann. Diese Information versetzte mich dermaßen in Euphorie, dass ich nicht anders konnte, als sofort mit dem Lesen anzufangen, sobald ich das Buch in meinen Händen hielt.

Der Protagonist ist ein Junge namens Jamie Conklin, der zusammen mit seiner Mutter in New York lebt. Jamie ist jedoch kein gewöhnlicher Junge, denn er verfügt über eine Gabe. Diese Gabe besteht darin, dass Jamie Geister kürzlich verstorbener Menschen sehen und sogar mit ihnen sprechen kann. Die Geister haben wiederum keine andere Wahl, als Jamie wahrheitsgemäß zu antworten. Jamies Mutter Tia weiß vom Geheimnis ihres Sohnes und versucht es so gut es geht zu hüten. Irgendwann gelingt es ihr jedoch nicht, was schwere Folgen nach sich zieht.

Die Ereignisse werden aus Jamies Ich-Perspektive geschildert. Er blickt als junger Mann auf seine Kindheit zurück und sinniert darüber nach, wie sein Leben aus den Fugen geriet. Dabei erinnert Jamie die Leserschaft immer wieder daran, dass es sich hierbei um eine Horrorstory handelt. Für mich persönlich bestand der Horror vor allem darin, dass Jamie eigentlich auf sich selbst gestellt ist und ihm niemand in seiner Lage wirklich helfen kann. Nur Jamie allein weiß, wie es ist, mit Toten kommunizieren zu können und welche Konsequenzen es haben kann.

Ich habe zwar noch nicht viele Bücher von Stephen King gelesen, aber selbst mir ist sofort aufgefallen, dass »Später« im Vergleich zu den anderen „Kings“, die man kennt, recht dünn ist. Ich habe mich zunächst über diese Tatsache gefreut, da mir klar war, dass aufgrund der Seitenanzahl King gezwungen ist, sich kürzer zu fassen und nicht viel abschweifen kann, wie er es zum Beispiel in seinen anderen Büchern getan hat, die ich von ihm gelesen habe. Doch als ich mit dem Lesen fertig war, habe ich mich beim Gedanken ertappt, dass ich nichts dagegen hätte, wenn »Später« doppelt so viele Seiten hätte, da mich Kings Schreibstil wieder sehr gepackt hat.


Fazit

»Später« vermittelt einen guten Eindruck darüber, was man von Stephen King erwarten kann und macht neugierig auf seine anderen Werke.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere