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Veröffentlicht am 03.10.2021

Mit viele Liebe gestaltet

LYX Jahresplaner 2022
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Wie lange habe ich dem Erscheinen des LYX Planers entgegengefiebert! Diesen jetzt endlich in den Händen zu halten ist unglaublich toll! Jetzt warte ich sehnsüchtig darauf, den Planer auch endlich benutzen ...

Wie lange habe ich dem Erscheinen des LYX Planers entgegengefiebert! Diesen jetzt endlich in den Händen zu halten ist unglaublich toll! Jetzt warte ich sehnsüchtig darauf, den Planer auch endlich benutzen zu können. Zahlreiche Listen wollen gefüllt und Termine eingetragen werden.

Als berufstätige Mama mit Buchblog ist es nicht immer leicht, alles unter einen Hut zu bringen. Schichten, Kita, Haushalt, Rezensionen und und und wollen organisiert werden. Buch-Neuerscheinungen geraten mir leider sehr oft in Vergessenheit und eine Blog-Planung existiert aktuell gar nicht. Vor ein paar Jahren habe ich leidenschaftlich gern Bullet Journal geführt, irgendwann fehlte mir die Zeit dafür bzw. haben sich einfach meine Prioritäten geändert. Mittlerweile führe ich mit meinem Freund zusammen einen gemeinsamen Online-Kalender, den wir bequem auf dem Handy abrufen können. Für Termine funktioniert das wirklich super, aber meine To-dos, Notizen, Ideen und Pläne fliegen wild in meinem Kopf hin und her und werden so leider schnell vergessen.

Jetzt habe ich endlich einen Planer für das Jahr 2022, der mir alle Vorteile eines Bullet Journals liefert, ohne dass ich mich extra hinsetzen und die Monats-/Wochenübersichten erstellen muss. Der LYX Planer bietet eine Wochenübersicht auf einer Doppelseite in schlichtem, grauen Design, perfekt, um diese individuell zu gestalten: mit Farben, Zeichnungen, Stickern usw. Mit genug Platz für Termine, To-dos und Notizen.
Außerdem gibt es reichlich Platz für die gelesenen Bücher jedes Monats, verschiedene Tracker, Highlights und Erinnerungen.
Für die Leipziger und die Frankfurter Buchmessen hat man im LYX Planer eigene Seiten für die Eintragung aller Termine, Veranstaltungen und Erinnerungen.
Die vielen Notizseiten am Ende eigenen sich perfekt, um Ideen festzuhalten oder schnell mal etwas aufzuschreiben.

Der Planer ist vom wunderschönen Cover über die Wochenübersichten mit Buchzitaten vor jedem Monat bis hin zur Jahresplanung und -zusammenfassung mit so viel Liebe zum Detail gestaltet. Das Papier wirkt sehr hochwertig und fühlt sich gut an. Die Schrift gefällt mir richtig gut und das Lesebändchen ist super praktisch, um die aktuelle Woche schnell zu finden. Durch das Hardcover bleibt der Planer offen auf dem Tisch liegen, ein großer Vorteil, um die aktuellen Aufgaben oder Notizen immer direkt im Blick zu haben.

Ich liebe den Planer jetzt schon, bei all der Euphorie habe ich aber auch ein paar kleine Kritikpunkte, die meine Vorfreude aber in keinster Weise trügen:
– Bei manchen Wochenübersichten fehlt beispielsweise der Montag, wenn dieser in den vergangenen Monat fällt.
– In den Wochenübersichten wäre es praktisch, wenn das Datum direkt am Wochentag stünde.
– Ich bin mir nicht sicher, ob das Design des monatlichen page trackers so optimal ist. Aber ich werde es ausprobieren.
– Bei der Übersicht der gelesenen Bücher des Jahres wäre eine Nummerierung hilfreich.
– In die Auswertung „books by month“ am Ende kann man „nur“ 80 Bücher eintragen. Ich werde damit sehr wahrscheinlich locker hinkommen, für einige dürfte hier aber der Platz nicht ausreichen.


Fazit

Ich freue mich schon riesig darauf, am Ende diesen Jahres den Kalender für 2022 vorzubereiten und damit dann im neuen Jahr zu planen. Für das kommende Jahr werde ich auch wieder eine „22 in 22“-Liste aufstellen mit den 22 Büchern, die ich im Jahr 2022 lesen möchte.
Ach ich kann es einfach jetzt schon nicht mehr erwarten, den Planer endlich zu benutzen!


Allgemeines zum Buch

Verlag: LYX
Erscheinungsdatum: 27.08.2021
Seiten: 506

Unbezahlte Werbung, der Planer wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 02.06.2021

Jahreshighlight!

Der Astronaut
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„Der Marsianer“ ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und ich liebe auch die Verfilmung. Könnt ihr euch vorstellen, wie begeistert ich war, als ich erfahren habe, dass ein neues Werk von Andy Weir ...

„Der Marsianer“ ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und ich liebe auch die Verfilmung. Könnt ihr euch vorstellen, wie begeistert ich war, als ich erfahren habe, dass ein neues Werk von Andy Weir erscheint? Und wie begeisterter ich das Buch verschlungen habe? Und wie absolut begeistert ich war, als ich nach dem Ende gelesen habe, dass auch dieses Meisterwerk verfilmt wird? Ihr bemerkt wahrscheinlich meine Begeisterung, aber mal im Ernst: ich liebe dieses Buch. Nicht ganz so sehr wie den Marsianer (An Mark Watney wird nie jemand rankommen.), aber auch die Geschichte des Astronauten hat mich absolut umgehauen.

Ich muss gleich vorneweg sagen, dass ich kaum etwas zur Handlung sagen werde, denn Spoiler würden euch den Lesespaß und viele Wow-Momente nehmen. Und was alles in diesem Roman passiert, ist einfach unglaublich und alles, was ich auch nur andeuten könnte, wäre ein Spoiler. Ich liebe es, dass der Klappentext nichts verrät, außer, dass ein Mann in einem Raumschiff aufwacht und scheinbar die Menschheit retten muss. Ganz langsam erinnert er sich daran, warum er im Weltall und was seine Mission ist. Die Geschichte wird dabei in zwei Zeitachsen erzählt: das aktuelle Geschehen an Bord der Hail Mary und in der Vergangenheitsform der Weg dahin. Diese Erzählweise mochte ich sehr.

Protagonist Ryland Grace ist mir als Charakter etwas blass geblieben, ich hätte gern noch mehr über ihn erfahren. Gut gefallen hat mir, dass er die Dinge anpackt, probiert und im Falle eines Scheiterns nicht aufgibt sondern es einfach noch mal versucht, bis er eine Lösung hat. Dabei scheut er sich nicht, Hilfe anzunehmen.
Es gibt aber jemanden, den ich sofort und im Laufe der Handlung immer mehr in mein Herz geschlossen habe. Ich werde nicht verraten, wen ich meine, aber wenn ihr das Buch lest, werdet ihr direkt erkennen, um wen es geht. An zwei Stellen ist mir das Herz gebrochen und ich musste im letzten Teil ein paar Tränen verdrücken.

Der Schreibstil und die Art, wie Ryland spricht und denkt, erinnern sehr an Mark Watney aus „Der Marsianer“: locker, ehrlich und auf den Punkt gebracht. Ich mag das sehr gern. Außerdem haben mich die Dialoge und Rylands Ausdrucksweise oft zum Lachen gebracht. Beispiel: Kaffee bei Schwerelosigkeit aus einem Beutel mit Strohhalm trinken ist „Wie Caprisonne für Erwachsene.“ (Zitat Seite 233)
Ab und zu musste ich das Buch aber auch zur Seite legen, um das Gelesene zu verarbeiten, es ist schonungslos ehrlich und der Grund für Rylands Mission gar nicht so abwegig für unsere Realität.
Die Handlung ist so bildlich beschrieben, dass ich nicht nur alles vor mir sehen konnte, nein es war, als wäre ich mit an Bord des Raumschiffs und würde fremde Welten erkunden. Die Abbildung der Hail Mary vorn im Buch hat dabei sehr geholfen.

Das Ende ist einfach perfekt! Es gibt viele Möglichkeiten, wie die Geschichte enden könnte und ich ahnte ab einem gewissen Punkt, wie der Roman ausgeht. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Schluss nicht allen gefällt, aber für mich gibt es kein passenderes Ende. Ein paar Fragen bleiben offen und ich hätte über manche Dinge gern mehr gewusst, aber dass ein bisschen Raum für Spekulationen bleibt, gefällt mir.

Da es sich um einen Science Fiction-Roman mit einer Weltraum-Mission handelt, gibt es viele technische und wissenschaftliche Details. Ich persönlich finde das super interessant und beschäftige mich schon viele Jahre mit dem Universum, Planeten usw. Aber ich möchte gern darauf hinweisen, da der Roman gespickt ist mit Fachbegriffen, wissenschaftlichen Experimenten und Theorien und das manche vielleicht stört. Man muss aber nicht alle Details verstehen, um der Handlung folgen zu können.

Leider ist mir eine Sache negativ aufgefallen, die mir die Geschichte etwas schwer gemacht hat: Abgesehen von den Rechtschreibfehlern gab es auch viele logische Fehler, bei denen ich mich ständig gefragt habe, ob ich es einfach nicht verstehe oder ob das tatsächlich falsch ist. Im Buch kommt beispielsweise eine Temperatur immer wieder vor und an einer Stelle steht statt 96,415 plötzlich 91,415. Das ist noch ein harmloses Beispiel, wenn innerhalb von wenigen Zeilen aber elf, dann acht und wieder elf Tage als Reisedauer angegeben sind, dann stört das schon erheblich den Lesefluss. Die ganzen Unkorrektheiten haben der Geschichte an sich nicht geschadet, es hat mich nur oft im Lesen unterbrochen und ich finde es schade, dass es solche Fehler ins Buch geschafft haben.


Fazit

„Der Astronaut“ hat mir sehr viel Spaß gemacht und mir eine so großartige Lesezeit beschert, dass ich nach dem Ende einen richtigen Bookhangover hatte. Das Thema kann uns irgendwann tatsächlich in der ein oder anderen Weise betreffen und ich hoffe, dass wir spätestens dann endlich alle zusammenarbeiten. Freundschaft und Zusammenhalt sind die zentralen Themen des Romans und damit zeigt Andy Weir genau das, worauf es wirklich ankommt.

Ein absoluter Pageturner, durchweg spannend, unterhaltsam, überraschend und mit vielen Wow-Momenten, die mir den Atem raubten.

„Der Astronaut“ ist mein Jahreshighlight und ich kann es jetzt schon kaum erwarten, das Buch noch mal zu lesen kurz bevor der Film erscheint.


Allgemeines zum Buch

Autor: Andy Weir
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 10.05.2021
Seiten: 555
Genre: Science Fiction
Einzelband
Meine Bewertung: 5/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, das Buch wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2020

Packend, erschreckend, realitätsnah.

Er war mein Chef
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Habt ihr euch auch schon einmal gefragt, wie es wohl damals war, im direkten Umfeld von Hitler? Damit meine ich jetzt nicht die typischen N24 Fokus, sondern ein echter Bericht von einem Menschen, der dabei ...

Habt ihr euch auch schon einmal gefragt, wie es wohl damals war, im direkten Umfeld von Hitler? Damit meine ich jetzt nicht die typischen N24 Fokus, sondern ein echter Bericht von einem Menschen, der dabei war. Viele haben zu diesem Thema bereits Bücher verfasst, doch vor einigen Monaten habe ich zufällig auf dem Flohmarkt eins entdeckt, von dem ich mir wirklich detaillierte Einblicke erhofft hatte und so war es auch. Christa Schroeder kam ganz unspektakulär an die Stelle von Hitlers Sekretärin, sie war eine großartige Stenotypistin mit tollem Zeugnis und bewarb sich auf eine Zeitungsanzeige. Schon war sie Sekretärin in der Partei und aufgrund ihrer herausragenden Leistung musste sie schnell immer öfter direkt für Hitler arbeiten.

Ihr Beruf war einfach gesagt, jemand erzählte etwas, sie tippte in Steno, also Kurzschrift mit und machte später Briefe, Reden oder was immer gewollt war daraus. Sicher, das Buch ist von 1985, geschrieben von einer damals älteren Frau. Wer jetzt flüssigen Lesespaß erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Doch die Erlebnisse von Christa Schroeder ziehen einen unweigerlich in seinen Bann. Zum Beispiel wie sie vom täglichen Tee mit Hitler erzählt, wo er oft und gern auch über Alltägliches spricht. Meist hielt er lange Monologe, wer hätte es gedacht. Oder von den Erlebnissen auf Reisen, am Obersalzberg oder an anderen Orten, immer hat sie eine interessante Geschichte parat. Man hört auch heraus, was für ein Psychopath Hitler war, wer heute noch sein treuer Ergebener war, konnte eine Woche später tief in seiner Gunst gefallen sein. Nicht selten ließ er ehemalige „Freunde“ füsilieren. Auch ein Ausdruck, den ich zum ersten Mal gehört hatte.

Wie Christa Schroeder nun zu seiner Ideologie stand, wird nicht ersichtlich, doch mir ging es auch nicht darum über die Autorin zu richten, sondern mehr über Adolf Hitler zu erfahren. Alles was sie beschrieb, wurde mit Quellen belegt, am Buch befinden sich noch einmal gut 100 Seiten Anhang und zusätzlich Bilder. Erschreckend normal wirken darauf Monster wie Hitler, Himmler oder Göhring beim Spaziergang oder Abendessen. Und das macht es alles so schrecklich, diese schlimmen Verbrechen wurden von Menschen verübt, das muss man sich immer wieder klar machen.


Fazit

Packend, erschreckend, realitätsnah.

Die Vielzahl an Quellen und Bildern runden das Gesamtbild für mich ab und ich lege es jedem ans Herz, sich durch das Buch zu arbeiten um etwas aus der Geschichte zu lernen, damit es nie wieder passiert.


Allgemeines zum Buch

Autor: Christel Schroeder
Verlag: Langen Müller
Seiten: 400
Genre: Zeitgeschichte
Meine Bewertung: 5/5 Sterne

(Rezension Andy)

Veröffentlicht am 14.03.2020

Hightlight!

Wir zwei in fremden Galaxien
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Highlight! Ich kann es nicht anders sagen. Dieses Buch vereint alle Themen, die eine für mich perfekte Geschichte ausmachen: eine (ferne, aber realistische) Zukunft, eine junge Liebe, die gegen so manche ...

Highlight! Ich kann es nicht anders sagen. Dieses Buch vereint alle Themen, die eine für mich perfekte Geschichte ausmachen: eine (ferne, aber realistische) Zukunft, eine junge Liebe, die gegen so manche Hindernisse kämpfen muss, starke Protagonisten, Science Fiction-Elemente. Besonders das Science Fiction-Thema hat den Ausschlag gegeben, dass ich zu diesem Buch greife. Und was soll ich sagen? Es wurde einfach perfekt umgesetzt. Die Zukunft an Bord der Ventura, einem Raumschiff, mit dem die beiden Protagonisten und über 800 weitere Menschen von der Erde unterwegs sind, wurde meiner Meinung nach realistisch und anschaulich dargestellt. Ich hätte mir hier und da ein paar mehr Erläuterungen gewünscht, aber da es immer noch ein Jugendbuch ist, habe ich nicht all zu viele technische Details erwartet, von daher war es gut gemacht.

Die Protagonisten Seren und Dom haben beide noch nie den blauen Himmel gesehen, noch nie den Wind auf ihrer Haut gespürt, sind noch nie in die kühlen Fluten eines Sees oder Meers abgetaucht. Denn sie sind Nachkommen von Menschen der Erde, die ausgewählt wurden, sich auf eine siebenhundertjährige Reise zu begeben, um den Ursprung eines empfangenen Signals zu finden. Seren wirkt depressiv, sie sieht in ihrem Dasein, um den Fortbestand und den Erfolg der Mission zu gewährleisten, einfach keinen Sinn. Ich kann sie einerseits gut verstehen, andererseits ist es für mich natürlich schwer vorstellbar, noch nie die Erde gesehen zu haben. Seren ist ein starker Charakter, sie steht zu ihrer Meinung, lässt sich lieber einsperren, als ihre wahren Gefühle zu verstecken.

Und auch Dom, den sie trifft und mit dem sie das allererste Mal in ihrem Leben erfährt, was Liebe ist, mochte ich gern. Er ist ein Lichtblick in Serens grauem, tristen Alltag und weckt Gefühle in ihr, die sie sich bis dahin nicht einmal vorstellen konnte. Dom versucht eher, vernünftig zu sein, kann aber seine Gefühle für Seren nicht leugnen. Ich mochte die beiden Charaktere zusammen, sie erleben ihre erste große Liebe und man hat richtig gespürt, wie sie vor Verliebtsein manchmal etwas unvorsichtig waren, wenn sie gegen die Regeln der Ventura verstoßen haben.

Die Geschichte gibt einige Denkanstöße, nicht nur zum Sinn des Lebens. Ich habe mich beim Lesen zum Beispiel oft gefragt, ob es an Bord des Raumschiffs wohl besser gewesen wäre, wenn es nicht so strenge Regeln und kein festgelegtes Zuchtprogramm gäbe. Für jeden Menschen an Bord wurde der zugehörige Partner gleich mit „gezüchtet“, denn in jedem Jahrgang gab es die gleiche Anzahl Mädchen wie Jungen. Jedes Paar wurde einander am Tage der Abschlussfeier zugeteilt und auch der Job wurde bestimmt. Bei so einer langen Mission ist es klar, dass es Regeln und Vorschriften geben muss, aber wäre die Zufriedenheit der Leute nicht höher, wenn sie ein gewisses Mitbestimmungsrecht hätten?

So wird Seren als Lebenspartner Ezra zugeteilt, den sie eigentlich gar nicht mag und eine Arbeit als Automaten-Auffüllerin, bei der sie Mariana kennen lernt. Mariana war mir direkt sympathisch und auch Ezra hat seinen guten Seiten, wenn man ihn erst besser kennen lernt. Die Nebencharaktere waren interessant und sorgten dafür, dass man sich das Leben und den Alltag an Bord der Ventura gut vorstellen konnte.

Fazit

Ein gelungenes Jugendbuch, das ich einfach nicht aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil war toll, die Handlung nie langweilig. Unvorhergesehene Wendungen und interessante Charaktere sorgten unentwegt für Spannung. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für Science Fiction in Jugendbüchern interessiert.

Allgemeines zum Buch

Autor: Kate Ling
Verlag: ONE
Erscheinungsdatum: 16.02.2017
Genre: New Adult/Fantasy/Science Fiction
Seiten: 336
Meine Bewertung: 5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2019

Märchenhaft schön und tief bewegend

Cinder & Ella
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Emotional, mitreißend und einfach schön. Die moderne Märchenadaption zu Cinderella geht direkt ins Herz und lädt zum Träumen ein. Die ersten hundert Seiten habe ich am Stück gelesen, ich konnte das Buch ...

Emotional, mitreißend und einfach schön. Die moderne Märchenadaption zu Cinderella geht direkt ins Herz und lädt zum Träumen ein. Die ersten hundert Seiten habe ich am Stück gelesen, ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil ist wundervoll, so bildlich und gefühlvoll. Schon der Einstieg in die Geschichte hat mir Tränen in die Augen getrieben, ich hatte nicht damit gerechnet, den Autounfall, bei dem Ellas Mutter ums Leben kommt und sie selbst schlimme Verletzungen davon trägt, mitzuerleben.

Aber Ella ist eine Kämpferin, eine starke junge Frau, die sich, stur wie sie ist, ihren Weg zurück ins Leben hart erarbeitet. Ich kann die Protagonistin nur bewundern, sie hat wahrlich Schreckliches durchlitten, aber sie hat sich geweigert, ihr Leben nur noch im Rollstuhl zu verbringen und hat so das Laufen wieder gelernt. Mit ihrem Umzug nach Kalifornien zu ihrem leiblichen Vater, den sie zuletzt als kleines Kind gesehen hatte, beginnt für sie ein ganz neues Leben, in dem sie sich erst mal zurecht finden muss. Nicht nur in der neuen Stadt und Schule, auch in ihrer neuen Familie muss sie sich eingewöhnen. Ellas Vater hat eine neue Frau an seiner Seite, sie und seine beiden Stieftöchter, die Zwillinge Juliette und Anastastia, wissen nicht, wie sie mit Ella umgehen sollen. Und Ella selbst hält sich zurück, durch ihre Narben, die sie den Verbrennungen und zahlreichen Operationen mit Hauttransplantationen zu verdanken hat, hat sie ihr Selbstvertrauen verloren.

Zu lesen, wie fremd sich Ella in ihrem neuen Zuhause fühlt, wie unwillkommen und verloren, hat mir das Herz gebrochen. Wie ihre Mitschüler sie ausgrenzen und mobben, nur weil sie nicht ohne Stock laufen kann und Narben am ganzen Körper hat, war einfach schrecklich zu sehen. Sie kann nichts dafür, es ist ein Wunder, dass sie den Unfall überhaupt überlebt hat. Sie dafür so mies zu behandeln, kann ich nicht verstehen. Leider werden nicht nur in dieser Geschichte, sondern auch im realen Leben Menschen, die anders sind, ausgeschlossen, belächelt, niedergemacht. Das ist für mich einfach unbegreiflich.

Umso wichtiger sind solche Bücher wie „Cinder & Ella“, die zeigen, wie falsch das ist. Die uns klar machen, dass jeder Mensch wertvoll ist und es verdient hat, geliebt zu werden. Und das tut Cinder. Er liebt Ella von ganzem Herzen, obwohl sie sich noch nie persönlich getroffen haben. Durch Ellas Unfall ist der Kontakt plötzlich abgerissen, was Cinder das Wichtigste im Leben genommen hat. Deswegen ist seine Freude grenzenlos, als sie sich nach Monaten endlich wieder bei ihm meldet. Dass Cinder der weltbekannte Schauspieler Brian Oliver ist, hat er ihr nur leider noch nicht erzählt. Wie wird Ella damit umgehen? Er will sie nicht wieder verlieren. Um euch nicht zu spoilern, möchte ich an der Stelle nicht mehr verraten.


Fazit

In der Geschichte herrscht eine ganz besondere Athmosphäre, die Charaktere sind mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet, die Botschaft regt zum Nachdenken an. „Cinder & Ella“ ist ein modernes Märchen, wunderschön, aber auch herzzreißend und ehrlich. Ich würde mir wünschen, dass viel mehr Menschen dieses Buch lesen und sich zu Herzen nehmen.


Allgemeines zum Buch

Autor: Kelly Oram
Verlag: One
Erscheinungsdatum: 28.09.2018
Seiten: 444
Genre: Jugendbuch
Meine Bewertung: 5/5 Sterne