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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2018

Adventszeit in St. Peter-Ording

Dünenwinter und Lichterglanz
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Der Anfang hat mich eigentlich sehr traurig gemacht. Gerda und Hans verlieben sich ineinander. Bei Gerdas Abreise ist er nicht am Bahnhof. Über den Grund wird man im Unklaren gelassen. Ist die Liebe damit ...

Der Anfang hat mich eigentlich sehr traurig gemacht. Gerda und Hans verlieben sich ineinander. Bei Gerdas Abreise ist er nicht am Bahnhof. Über den Grund wird man im Unklaren gelassen. Ist die Liebe damit schon zu Ende?

Alida liebt ihre Fernsehsendung so sehr, daß sie dafür auch ihr ganzes Privatleben opfert. Dann wird ihr mitgeteilt, daß die Sendung mit sofortiger Wirkung eingestellt wird. Und nun? Bevor sie die Konsequenzen überhaupt richtig begreifen kann, kommt gleich die nächste Hiobsbotschaft: Ihre Oma Nani ist gestorben.

Beim Ausräumen des Hauses der Oma findet sie versteckte Liebesbriefe, eine Kette und ein Foto, das ihre Oma mit einem unbekannten Mann in St. Peter-Ording zeigt. Die Oma hat zeitlebens ihr Geheimnis um die voreheliche Liebe bewahren können.

Ich war sehr schnell von der Handlung gefangen. Die Protagonisten wirkten alle sehr authentisch und sympathisch auf mich. Es wird eine insgesamt runde Geschichte erzählt, die zwar nicht mit großen Höhen und Tiefen aufwarten kann, aber stattdessen mit friesichen Traditionen und viel Detailreichtum punkten kann.

Gerade für die Vorweihnachtszeit eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 07.11.2018

Packender Nordfriesen-Krimi

Sörensen fängt Feuer
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„Sörensen fängt Feuer“ ist der zweite Fall des ursprünglich aus Hamburg stammenden Kriminalkomissars in Katenbüll und kann ohne Vorkenntnis des ersten Buches gelesen werden.

Der erste Fall „Sörensen ...

„Sörensen fängt Feuer“ ist der zweite Fall des ursprünglich aus Hamburg stammenden Kriminalkomissars in Katenbüll und kann ohne Vorkenntnis des ersten Buches gelesen werden.

Der erste Fall „Sörensen hat Angst“, ein Missbrauchsskandal, hat die Gemeinde nachhaltig erschüttert. Die Nachwirkungen sind auch im zweiten Fall immer wieder präsent. Die Bewohner und auch die Bürgermeisterin von Katenbüll reagieren äußerst empfindlich, als es zu einem neuerlichen Kriminalfall kommt. Man fürchtet, daß der Ortsname nur noch mit Negativ-Presse in Erinnerung bleibt.

Kurz vor Weihnachten findet Ole Kellinghusen nachts Jette an einer Landstrasse: blind und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Ihren Nachnamen weiß sie nicht. Bei ersten Ermittlungen stoßen Sörensen und seine Kollegin auf eine Leiche, die allem Anschein nach Jettes Vater ist. War es womöglich Jette, die ihren Vater umgebracht hat?

Schnell wird klar, daß Jettes Vater einer Sekte angehörte. Warum hat ihr Vater sie im Keller gefangen gehalten?

Sörensen hat sein Hamburger Leben noch nicht wirklich hinter sich lassen können. In Katenbüll ist er aber auch nach drei Monaten noch nicht wirklich angekommen, war er doch gleich mit den Ermittlungen zu seinem ersten Fall beschäftigt. Seine größte Baustelle, die Angststörung, macht ihm immer noch zu schaffen. Ob es wirklich klug ist, während den Ermittlungen zu dem zweiten Fall die Dosierung seiner Tabletten zu reduzieren, muß sich zeigen.

Trotz des ernsten Themas schafft es der Autor, daß man bei etlichen Dialogen, u.a. mit Sörensens Kollegin Jennifer Holstenbek, unweigerlich schmunzeln muß.

Bereits ab den ersten Seiten war ich von der Handlung gefangen, und es ist mir immer schwerer gefallen, das Buch aus der Hand zu legen. Bis zum Schluß gab es immer wieder unerwartete und spannende Wendungen.

Wenn Sörensen mal wieder in Katenbüll ermitteln muss (was die Bürgermeisterin wahrscheinlich an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringen würde ), das Buch steht dann auf alle Fälle auf meiner Wunschliste.