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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2022

Schockierend und Fesselnd

Roxy
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Wer mich kennt, der weiß: Ich vertraue Neal und Jarrod Shusterman blind, was die Geschichten angeht. Und gerade bei sensiblen Themen kann ich mich immer darauf verlassen, dass die Bücher tief gehen und ...

Wer mich kennt, der weiß: Ich vertraue Neal und Jarrod Shusterman blind, was die Geschichten angeht. Und gerade bei sensiblen Themen kann ich mich immer darauf verlassen, dass die Bücher tief gehen und den Kern erfassen. Deshalb war ich so gehyped auf Roxy. Deshalb bin ich mal wieder völlig hin und weg. Wer jetzt denkt: „Das sagt sie doch nur wieder, weil das ihr Lieblingsautor ist.“, den kann ich beruhigen. Denn tatsächlich habe ich mich anfangs etwas schwer getan.

Das liegt aber unser Anderem daran, dass ich den Klappentext etwas anders eingeschätzt habe und den englischen auch als passender empfinde. Es geht nämlich nicht nur um Roxy (also Oxycontin) und Isaac. Auch Isaacs Schwester Ivy, die aufgrund von ADHS Adderall, welches im Buch vom Charakter Addison verkörpert wird, verschrieben bekommt, spielt eine große Rolle. Während Roxy also beweisen will, wie tödlich sie ist, möchte Addison ebenfalls etwas beweisen, nämlich dass er mehr ist, als nur der Good Guy. Deshalb hatte ich mit so viel geballter Realität gar nicht gerechnet und musste mich etwas von meiner Vorstellung lösen.

Als Belohnung bekam ich dann aber wieder geballte Shusterman-Power. Die beiden schaffen es, ihre Botschaft rüberzubringen und mit den Drogen als Persönlichkeiten geben sie denen ein Gesicht. Dadurch wird alles sehr gut veranschaulicht. Isaac und Ivy sind aber ebenfalls sehr interessante Charaktere und das Buch vermittelt, durch welche Wege und Ereignisse man in diesen Drogen-Strudel geraten kann. Ich finde, dass dadurch auch Klischees und Vorurteilen entgegen gewirkt wird. Die Autoren zeigen sowohl das schlechte als auch das gute Ende, sodass die Gefahren durch Drogenkonsum gut hervorgehoben werden, aber trotzdem auch Hoffnung gemacht wird, was meiner Meinung nach auch nicht vergessen werden darf.

In Roxy haben noch mehr Drogen ihren Platz und so habe ich selbst auch noch sehr viel rumgegoogelt und mich weitergebildet, was dieses Thema betrifft. Es ist schon schwierig zu einem Buch mit sensiblen Thema eine Rezension zu schreiben, das Buch selbst zu schreiben und die passenden Worte zu finden ist noch viel schwieriger. Doch je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat mich die Idee und der Gedanke überzeugt. Gerade das Ende hat mich sehr sprachlos gemacht und alles, was ich vorher noch als Kritikpunkt hatte, hat sich aufgelöst.

Fazit: Ein sensibles Thema, aber genau deshalb ist es so wichtig, dass darauf aufmerksam gemacht wird. Gerade weil es auch Unterschiede zwischen den Ländern gibt, wie mit medizinischen Drogen verfahren wird, ist es noch interessanter. ich könnte über dieses Thema und das Buch wohl ein eigenes Buch schreiben 😀 Aber von mir bekommt Roxy eine dicke Leseempfehlung. Lest es bitte mit Bedacht, allerdings haben die Autoren auch daran gedacht und einen kleinen Text dazu geschrieben 🙂

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Veröffentlicht am 04.02.2022

Das Gefühl von Zuhause

Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte
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„Es sind die kleinen Dinge. Kleine Schätze, auf die wir unvermutet stoßen, ohne zu wissen , woher sie stammen. Und stets dann, wenn wir am wenigsten damit rechnen. Eigentlich wunderschön, wenn man einmal ...

„Es sind die kleinen Dinge. Kleine Schätze, auf die wir unvermutet stoßen, ohne zu wissen , woher sie stammen. Und stets dann, wenn wir am wenigsten damit rechnen. Eigentlich wunderschön, wenn man einmal darüber nachdenkt.“ – Arthur

Ein Buch, dass in letzter Zeit unheimlich gehypt wurde. Ein Buch, dass bei dem ich das allerdings auch voll und ganz nachvollziehen kann! Wer Linus auf diese Reise begleitet, der wird mit liebevollen Charakteren und einer Geschichte voller Wärme belohnt.

Anfangs war ich sogar noch etwas skeptisch, da ich nicht wusste, ob der Schreibstil mir zusagen würde. Der ist nämlich manchmal etwas trocken, trotzdem humorvoll, an den richtigen Stellen voller Wärme. Ich habe allerdings schnell begriffen, dass sich das nicht widerspricht, sondern wunderbar zusammen passt. Der Schreibstil erinnert mich ein wenig an „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“ von Lemony Snicket. Allerdings ist dieses Buch deutlich weniger betrüblich.

Das verdankt es vor Allem den Charakteren. Linus wirkt anfangs sehr blass, allerdings würde ich ihn auch wirklich als „verblasste“ Persönlichkeit beschreiben. Nach und nach wird er von den neuen Erlebnissen gezeichnet. Ein wenig wie bei einem Videospiel, wo man Charaktereigenschaften sammelt… „Linus erhält: Warmherzigkeit!“. Arthus Pernassus ist schon zu Beginn ein sehr ehrlicher und offener Charakter, der für die Dinge, die er liebt, kämpft.

Allerdings sind es die Kinder, die diese Geschichte so besonders machen. Es gibt wenig Bücher, bei denen ich wirklich alle Protagonisten mag, aber dieses Mal ist das der Fall. Ich kann mich auch kaum für eine Lieblingsfigur entscheiden. Ich liebe Phees anmutige Art, Lucys Humor und Intelligenz, Theodores Vorliebe für Knöpfe und seine liebenswerte Tollpatschigkeit, Sals Entwicklung und seine grenzenlose Loyalität und Talias herzliche Momente ebenso wie ihre stumpfen Sprüche. Aber ja, ich gebe zu, dass der kleine Chauncey mein Herz ziemlich gestohlen. Wie kann jemand bitte so herzig sein?!

Obwohl ich sagen würde, dass dieser Roman durch seine Charaktere lebt, ist die Handlung ebenso schön. Zwar gibt es nicht 24/7 irgendwelche Gefahren und Abenteuer, aber das braucht dieses Buch auch gar nicht. Als Leser*in genießt man einfach die Stunden auf der Insel. Außerdem werden sehr wichtige Themen angesprochen und großartig mit der Geschichte verknüpft.

Fazit: Tja, da hattet ihr wohl Recht. Mit diesem Buch habe ich tatsächlich einen neuen Liebling gefunden und kann mich den positiven Meinungen nur anschließen.

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Veröffentlicht am 03.01.2022

Wenn 700 Seiten zu wenig sind...

Der Lotuskrieg 2
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Was. ein. Buch! Der erste Band, Stormdancer, begann für mich etwas schleppend. Zu viele fremde Begriffe und zu viele Namen haben mir das Leserleben schwer gemacht. Durch den zweiten Band bin ich jetzt ...

Was. ein. Buch! Der erste Band, Stormdancer, begann für mich etwas schleppend. Zu viele fremde Begriffe und zu viele Namen haben mir das Leserleben schwer gemacht. Durch den zweiten Band bin ich jetzt nur so geflogen. Und war am Ende sogar traurig, dass das Buch nicht noch 700 Seiten hat. 

Obwohl Yukiko wieder die Hauptfigur ist, treten weitere Charaktere in den Fokus. Alte Bekannte aber auch neue Freunde und Feinde bekommen ihren Auftritt und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Dadurch gibt es sehr viel Abwechslung und es gibt immer offene Handlungsstränge, bei denen man wissen möchte, wie es denn nun weitergeht. Dabei geht nichts verloren und alles wird immer geschickt verknüpft. So wird auch Langatmigkeit vermieden und die Spannung aufrecht erhalten. 

Selten habe ich ein buch mit so vielen Überraschungen und so wenig Vorhersehbarkeit gelesen. Ich war so oft sprachlos und völlig irritiert. Außerdem ist der Autor einfach knallhart! Wer Brutalität, derbe Sprache und Blut nicht mag, sollte vielleicht nicht zu einem Kristoff greifen. Ich mag diesen Schreibstil aber total! 

Fazit: Ich lieb's! Mehr als ich gedacht hätte. umso gespannter bin ich, was für ein furioses Finale mich wohl erwartet. 

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Veröffentlicht am 27.09.2021

Einfach magisch

Keeper of the Lost Cities – Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)
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„Ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass du genauso bist, wie du sein sollst.“ – T.

Auf dieses Buch habe ich schon länger hingefiebert und was soll ich sagen: Zu Recht! Der flüssige Schreibstil, ...

„Ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass du genauso bist, wie du sein sollst.“ – T.

Auf dieses Buch habe ich schon länger hingefiebert und was soll ich sagen: Zu Recht! Der flüssige Schreibstil, die verträumte und zauberhafte Atmosphäre und die zu lösenden Rätsel haben mich gleich in den Bann gezogen und entführt. Und diese wundervolle Reise kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen!

Die Handlung beginnt rasant und die Autorin lässt nichts anbrennen. Das bleibt auch so, denn es passiert eine ganze Menge. Doch trotzdem hatte ich nie das Gefühl, abgehängt zu werden. Für mich ist es die perfekte Mischung aus Wohlfühlen, Miträtseln, neues Entdecken und Abenteuer erleben.

Dabei ist Sophie eine ganz tolle und reife Protagonistin trotz ihrer zwölf Jahre. Ich finde, dass sie eine tolle Vorbildfunktion für jüngere Leser ist, denn sie macht zwar Fehler, trägt aber auch die Konsequenzen. Die anderen Charaktere sind noch etwas eindimensional, was aber nicht heißt, dass ich nicht jeden einzelnen liebe! Außerdem haben wir ja noch ein paar Bände Zeit, um Entwicklungen zu erleben. Einen besonderen Platz in meinem Leserherzen haben Elwin, Tiergan, Dex, Keefe und Iggy <3

Das Buch zählt als Kinderbuch, aber trotzdem ist es unheimlich spannend und die Charaktere handeln nachvollziehbar. Kleine Kritikpunkt habe ich aber doch. Das sind zum Beispiel die vielen Klischees und dass immer erwähnt wird, wie besonders Sophie ist. Also wirklich immer. Sophie geht damit aber sehr entspannt um, fühlt sich nicht besonders toll auf eine arrogante Weise, streitet es aber auch nicht ab, und dadurch wirkt es mehr wie eine Tatsache als ein in den Himmel loben. Auch das Ende ist vielleicht etwas viel Friede und Freude, aber dem Genre eben angemessen. Deshalb habe ich diese Dinge zwar bemerkt, sie haben mich aber wirklich nie gestört oder mir den Spaß am Lesen genommen.

Fazit

Ich lieb’s und ich freue mich einfach nur unendlich darauf, weiter in diese Welt abzutauchen. Absolut eine Reihe mit Wohlfühl- und Nach-Hause-Kommen-Faktor.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

So anders als alles Andere?

Will it be Forever
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„Jede verstrichene Sekunde häuft sich in deinem Rücken zu deiner Vergangenheit an. Du solltest dafür sorgen, dass du diesen Haufen gerne anschaust.“


Wer jetzt denkt „Ach, was eine niedliche, bestimmt ...

„Jede verstrichene Sekunde häuft sich in deinem Rücken zu deiner Vergangenheit an. Du solltest dafür sorgen, dass du diesen Haufen gerne anschaust.“


Wer jetzt denkt „Ach, was eine niedliche, bestimmt spannende, lustige und vor Allem ernst gemeinte Romantasy-Geschichte“, der liegt nur halb richtig. Denn HashtagWIBF ist nicht so hunderprozentig ernst gemeint. Es ist der zweite Teil einer Reihe und nachdem der erste Teil New Adult parodierte, geht es hier nun Romantasy an den Kragen.

Ich persönlich lese ja sehr gern Fantasy und Romantasy ist sozusagen der Heimathafen, mit dem alles begann. Aber trotzdem – oder eher gerade deswegen – kann ich so herrlich über dieses Buch lachen. Wahrscheinlich hat es mir auch deswegen sogar noch besser gefallen als der erste Band. Eine große Rolle spielt da aber bestimmt auch Will, der Surferboy und Barista meines Vertrauens.

Die Protagonisten, die Geschichte, die Ausdrücke, der Spannungsbogen: Alles folgt gängigen Systemen und Klischees. Und ausnahmsweise darf das mal so sein. Ausnahmsweise ist es mal etwas Positives, wenn ich also sage „Das ist ja total Klischeebeladen!“. Wobei es doch einen Unterschied gibt: WIBF ist fast schon unvorhersehbarer als einige Romantasy-Storys 😀

Fazit

Ich habe mich mal wieder weggeschmissen vor Lachen, habe mich nur zu gern auf Klischee- und Easteregg-Suche begeben und hätte noch ein paar Genres, in denen ich Allie, Will und Can nur zu gern sehen würde. Langweilig würde es mit Sicherheit nicht! Mein Favorit wäre ja eine Sci-Fi oder eine historische Kurzgeschichte.

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