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Veröffentlicht am 13.09.2020

Lasst euch von Biancas Schreibstil verzaubern! - Ein spannender Reihenauftakt

Midnight Chronicles - Schattenblick
5

„Er hat keine Vergangenheit. Sie keine Zukunft“

Worum gehts?

Roxy ist eine Hunterin mit einer ganz speziellen Aufgabe: statt die Menschen zu beschützen und sie von Geistern zu befreien, muss sie in 449 ...

„Er hat keine Vergangenheit. Sie keine Zukunft“

Worum gehts?

Roxy ist eine Hunterin mit einer ganz speziellen Aufgabe: statt die Menschen zu beschützen und sie von Geistern zu befreien, muss sie in 449 Tagen 449 entflohene Seelen zurück in die Unterwelt schicken. Dass sie zu Beginn des Buches schon nur noch knapp über 200 Tage Zeit hat und bei weitem noch nicht alle Seelen, die auf der ganzen Welt verteilt sind, zurückgeschickt hat, macht die ganze Situation nicht gerade einfacher.

Shaw kann sich an rein gar nichts aus seiner Vergangenheit erinnern, außer daran, dass Roxy sein Leben gerettet hat. Notgedrungen schließt er sich den Huntern an, mit dem Ziel, mehr über sich selbst und seine Vergangenheit herauszufinden. Dass es ausgerechnet Roxy‘s Aufgabe wird, auf ihn aufzupassen passt ihr gar nicht, denn sie hat weder Lust noch Zeit für eine Beziehung, kann jedoch das Kribbeln zwischen den Beiden auch nicht verneinen.

„Midnight Chronicles - Schattenblick“ ist der erste Band der neues New-Adult/Fantsy-Reihe von Laura Kneidel und Bianca Iosivoni. Die Bände werden abwechselnd von den beiden Autorinnen geschrieben, Band eins ist von Bianca Iosivoni geschrieben.


Meine Meinung:

Ich habe bereits einige Bücher der beiden Autorinnen gelesen und habe jedes davon bisher geliebt. Ich mag ihre Charaktere, ihre Schreibstile und ihre Geschichten. Als ich erfahren habe, dass die beiden, zwei meiner deutschen Lieblingsautorinnen zusammen Bücher veröffentlichen, wusste ich also: Die muss ich lesen! Allerdings habe ich vorher nur New Adult-Bücher beider Autorinnen gelesen, kein Fantasy.

Roxy ist eine ziemlich coole Socke, wenn sie nicht gerade eine ihrer Launen hat. Wir haben vieles gemeinsam, könnten aber gleichzeitig nicht unterschiedlicher sein. Was wir auf jeden Fall teilen, ist die Liebe zu Essen, die sie mir direkt sympathisch gemacht hat. Aber wer könnte einen Tripple-Chocolate-Cake nicht lieben?!
Dadurch ist mir auch der Einstieg in die Geschichte sehr leicht gefallen. Auch die Art und Weise, auf die sich Shaw und Roxy zum ersten Mal begegnet sind, hat mir gut gefallen, weil es nicht so ein 0815-Kennenlernen war.
Aber auch wenn mich Biancas Schreibstil wieder unglaublich gut mitgerissen hat, konnte es die Handlung leider weniger. Insgesamt ist mir alles etwas zu viel dahingeplätschert, hat sich sehr langsam entwickelt und es ist einfach nichts spannendes passiert. Die Kampfszenen, von denen es nach meinem Geschmack ruhig ein paar mehr hätte geben können, waren alle recht unspektakulär und kurz gehalten, auch hier hat mir die Action gefehlt! Ich habe wilde und heiße Kämpfe erwartet, Szenen, in denen ich das Buch kaum aus der Hand legen will aber gleichzeitig vor Angst nicht weiterlesen kann, aber diese Szenen gab es so leider nicht.
Auch die Bindung zu den beiden Protagonisten konnte ich erst unglaublich spät aufbauen. Die beiden waren mir zwar sympathisch, vor allem Shaw ist ein toller Kerl, aber ich wusste einfach nicht genug über ihn, um ihn wirklich einschätzen zu können und mit ihm mitfühlen zu können. Roxy hingegen war ziemlich launisch, was es mir als Leser schwer gemacht hat, ihre Handlungen nachvollziehen zu können.
Umso besser haben mir dafür die Nebencharaktere gefallen! Finn, Roxy’s Kampfpartner ist unglaublich nett und cool. Außerdem durften wir auch schon Warden, einen der beiden Protagonisten von Teil zwei kennenlernen, einen ziemlich lustigen Kerl mit einer ordentlichen Menge Selbstbewusstsein!

Leider konnte ich bis zum Ende keine richtige emotionale Bindung zu den beiden Protagonisten aufbauen und mich so mit den beiden freuen oder auch mit dem beiden leiden, denn sie waren mir etwas zu oberflächig, nicht ausgebaut genug. Da wir Roxy und Shaw jedoch spätestens in Teil drei der Reihe als Protagonisten wieder sehen werden, und sie auch in Teil zwei bestimmt noch mal auftauchen werden, hoffe ich, dass sich das noch ändert und ich Roxy und Shaw doch noch in mein Herz schließen kann!
Das Ende lässt uns als Leser mit vielen offenen Fragen und ungeklärten Mysterien zurück, weshalb für mich klar ist, dass ich die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen muss, damit ich die Antworten auf die vielen Fragezeichen in meinem Kopf bekomme!
Aber eben gerade durch die vielen ungeklärten Dinge, ist in dem Buch selbst eben für meinen Geschmack etwas zu wenig passiert. Ich hätte mir ein paar mehr Antworten und auch ein wenig mehr Handlung gewünscht, und auch von der Liebesbeziehung zwischen Roxy und Shaw hätte ich doch ein bisschen mehr erwartet, genauso wie von den Kampfszenen.
Insgesamt konnten mich Schreibstil und die tollen Charaktere jedoch davon überzeugen, dass ich mich schon auf die Fortsetzung freue!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 31.10.2020

Ein gelungener Reihenauftakt!

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
3

"Wir waren zu mächtig, um Feinde zu sein. Wir waren dafür gemacht, Seite an Seite die Welt aus ihren Angeln zu reißen."

Emilia fällt aus allen Wolken, als ihr der komische Typ im Museum klarmachen will, ...

"Wir waren zu mächtig, um Feinde zu sein. Wir waren dafür gemacht, Seite an Seite die Welt aus ihren Angeln zu reißen."

Emilia fällt aus allen Wolken, als ihr der komische Typ im Museum klarmachen will, dass ihre Liebe zu Rätseln damit begründet ist, dass sie eine Alchemistin ist und dass er deswegen ihre Hilfe braucht. Denn Emilia ist die Einzige, die das Voynich-Manuskript übersetzen kann, und die Zeit rennt, denn es droht auseinanderzufallen. So kommt es, dass Emilia plötzlich ihre ganze Zeit mit dem komischen Typen, Ben, und dem Goldorden verbringen muss, dem dieser angehört. Und sie lernt auch, dass sie selbst eine Silber-Alchemistin ist, und dass es für die verschiendenen Orden strenge Regeln gibt. Ob ihre Gefühle das auch wissen?

Meine Meinung:
Ich habe noch nie ein Buch mit ähnlicher Idee gelesen und so konnte Kira mich von der ersten Sekunde an fesseln! Schon der Einstieg in die Geschichte ist super gelungen, es beginnt direkt richtig spannend, und diese Spannung bleibt auch das ganze Buch über durchgehend erhalten. Es gibt viele unerwartete Wendungen und überraschende Ereignisse, die es mir schwer gemacht haben, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Auch die Protagonisten sind super! Zugegebenermaßen habe ich am Anfang etwas länger gebraucht, um mit Ben warm zu werden, aber Emilia und die anderen Alchemisten mochte ich von Anfang an total gerne. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass Emilia zeischen diesen zwei Welten lebt und dass ihr "altes" Leben nicht komplett in Vergessenheit geraten ist, sondern bis zum Ende des Buches auch vorkam.

Statt mit Zauberstäben und Hokuspokus kämpfen die Alchemisten mit Elementen. Jeder Orden hat seine spezifischen Elemente, die alle aus dem Periodensystem stammen. Am Anfang klingt das alles etwas verwirrend und es sind viele Neuigkeiten, die man als Leser, genau wie Emilia, die ja auch neu in der Sache ist, erstmal verstehen muss. Aber das ist Kira wirklich gut gelungen! Sie verabreicht die Informationen immer in kleinen Happen und gemeinsam mit ihrem wunderbaren Schreibstil kommt man wirklich schnell in die Welt der Alchemisten herein und kann mit Emilia und den anderen Alchemisten mitfiebern.

Kiras Schreibstil ist wirklich sensationell! Er ist super detailreich, ohne überlanden zu wirken und sorgt so dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte und mir alles sehr gut vorstellen konnte, mit den Charakteren mitfühlen konnte.

Und auch fürs Bücherregal macht das Buch gut was her, denn das Cover ist einfach unglaublich schön!

Fazit: Ein starker Reihenauftakt mit tollen Protagonisten, super Humor und der perfekten Mischung aus Magie und Liebe. Einzig allein ein bisschen mehr Spannung und actionreichere Kampfszenen hätte ich mir noch gewünscht. Dafür gab es viele unerwartete Wendungen und ein richtig fiesen Ende - gut, dass Teil zwei schon im März erscheint!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 07.08.2020

Nicht die typische YA-Geschichte

Dreams of Yesterday
1

"Dreams of yesterday" von L. H. Cosway erzählt Evelyns und Dylans Geschichte. Das gesamte Buch spielt in deren Vergangenheit, im Jahr 2006, und handelt von ihrem Jahr an der Highschool und ihrem Kennenlernen ...

"Dreams of yesterday" von L. H. Cosway erzählt Evelyns und Dylans Geschichte. Das gesamte Buch spielt in deren Vergangenheit, im Jahr 2006, und handelt von ihrem Jahr an der Highschool und ihrem Kennenlernen und der entstehenden Beziehung.

Meine Meinung:
Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Eveyln und Dylan erzählt, wodurch man als Leser einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Protagonisten bekommt.
Evelyn ist mir am Anfanf sehr sympathisch, weil sie eben nicht die typische weibliche Protagonistin ist: sie steht sehr stark für ihre Familie ein, liebt das Gärtnern und ist ein sehr positiver Mensch, den nichts so wirklich aus der Fassung bringt. Dylan, ihr Nachbar, den sie nur durch einen Zufall näher kennenlernt, ist das komplette Gegenteil. Er ist eher der wütende und negative Typ Mensch, der sich leicht in Rage redet aber gleichzeitig sehr viel über das Leben philosophiert. Dadurch entstehen oftmals sehr außergewöhnliche Gespräche zwischen Dylan und Evelyn, wie ich sie vorher noch nie in einem Buch gelesen habe. Trotzdem konnte ich mit Dylan nicht so wirklich sympathisieren, weil mir seine pessimistische Art nicht gefallen hat und sein negativer Einfluss auf seine Umgebung.
Anfangs ist die Beziehung zwischen Evelyn und Dylan sehr schleppend und langsam, was ich allerdings für gut befunden habe, weil die beiden sich vorher überhaupt nicht gekannt haben und sich dadurch ja erst mal näher kennenlernen mussten, bevor es zu einer wirklichen Beziehung zwischen den beiden kommen konnten. Deswegen empfand ich diesen Teil ihrer Beziehung als sehr realistisch. Plötzlich ging dann aber alles sehr schnell, vom ersten Kuss bis zum ersten Mal sind nur wenige Tage vergangen, was mich stark überrascht hat und meiner Meinung nach gar nicht zum vorherigen Verlauf gepasst hat. Wo ich noch begeistert war, wie realistisch ihr erster Kuss beschrieben wurde und wie echt die ganze Szene beschrieben wurde, konnte ich danach nur noch den Kopf schütteln und mich wundern, woher dir beiden diesen plötzlichen Sinneswandel bekommen haben. Auf einmal geht es gefühlt nur noch um Sex, der eine sehr zentrale Rolle in ihrer Beziehung und daher auch im Buch erhält.
Insgesamt konnte ich mich nicht so wirklich in die beiden Protagonisten hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen, konnte ihre aufkommende Beziehung und ihre Gefühle füreinander leider nicht wirklich nachvollziehen.
Der Umgang mit dem Thema Sex, und damit verbunden auch mit den Themen Jungfräulichkeit und Homosexualität, hat mich leider ziemlich enttäuscht. Die beiden Protagonisten wirken so, als würde sich ihre ganze Beziehung nur durch Sex definieren und die Wichtigkeit von Sex wird von allen stark übertrieben. Es wird sich stark an Klischees bedient und wenn man als Siebzehn-/Achzehnjährige*r noch Jungfrau ist, war das in dem Buch eine Schande. Im Verlauf der Geschichte wird auch viel über Homosexualität geredet, da Sam, Evelyns bester Freund, schwul ist. Allerdings werden sehr viele negative Aspekte dargelegt und insgesamt hat mir der Umgang mit seiner Sexualität einfach nicht gefallen.
Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, ist Dylans Hobbie: Er hat einen sehr feinen Geruchssinn und kennt sich sehr gut mit Parfüms und Gerüchen aus. Das ist ein sehr spezielles Hobbie, was aber auch wahnsinnig interessant klang und rübergebracht wurde und Mal etwas ganz anderes war!
Allerdings konnte mich auch das Ende des Buches nicht überzeugen. Während sich die Handlung in der ersten Hälfte des Buches sehr in die Länge gezogen hat, ging in der zweiten Hälfte alles ziemlich schnell, obwohl ich auch dort gleichzeitig das Gefühl hatte, dass nicht wirklich etwas passiert, die Action hat mir persönlich einfach gefehlt. Das Ende kam dann sehr plötzlich und zu schnell, wirkte dadurch erzwungen und hat überhaupt nicht mehr zum Rest gepasst. Ich denke, dadurch dass das Buch doch sehr dünn ist, wirkt die Handlung sehe gepresst und komprimiert.

Fazit:
Liest man sich vor dem Lesen des Buches den Klappentext durch, erwartet man eine andere Geschichte als das, was man bekommt.
Leider konnten mich weder die Charaktere noch die Handlung wirklich überzeugen, wo ich am Anfang noch richtig gut mit Evelyn sympathisieren konnte, hat mich ihre Entwicklung stark enttäuscht, Dylan und ich waren leider von Anfang an zu verschieden und kamen uns auch im Verlauf der Handlung nicht näher. Auch ihre Gefühle füreinander konnte ich nie wirklich nachvollziehen und mitfühlen, alles kam mir zu oberflächlich vor.
Bedauerlicherweise gibt es in dem Buch zu viel, dass mir nicht wirklich gefallen hat oder mich gestört hat, sodass ich Teil zwei der Reihe vermutlich nicht lesen werde, auch wenn mir die außergewöhnlichen Hobbies und philosophischen Gespräche eine angenehme Abwechslung gewesen sind, sie konnten nicht gegen die vielen Störfaktoren aufwiegen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 05.08.2020

Herzensbuch!

It was always you
1

In "It was always you" von Nikola Hotel geht es um Ivy, die nach vielen Jahren wieder ihr Zuhause besucht. Schon auf dem Rückflug trifft sie auf ihren Stiefbruder Asher, der der Grund dafür ist, dass sie ...

In "It was always you" von Nikola Hotel geht es um Ivy, die nach vielen Jahren wieder ihr Zuhause besucht. Schon auf dem Rückflug trifft sie auf ihren Stiefbruder Asher, der der Grund dafür ist, dass sie die letzten vier Jahre nie Zuhause gewesen ist. Denn kurz nach dem Tod ihrer Mutter hat ihr Stiefvater entschieden, Ivy auf ein Internat zu schicken, weil sich die beiden Jugendlichen immer nur gestritten haben.
Jetzt treffen sie zum ersten Mal wieder aufeinander, und obwohl Asher immer noch genauso fies und anstrengend ist, ist er auch ziemlich heiß und Ivy fühlt sich ziemlich zu ihm hingezogen.
Doch dann werden immer mehr Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit aufgedeckt, die ihr Wiedersehen und ihre Heimkehr noch komplizierter machen, als sie durch Asher eh schon ist.

Meine Meinung:
Fangen wir mal ganz oberflächlich mit dem Design des Buches an: Es. Ist. So. Wunderschön! Ich liebe die Farben, ich liebe die Schrift und ich liebe liebe liebe die Handletterings im Inneren des Buches, die es zu etwas ganz Besonderem machen! Eigentlich ist es viel zu schade, dieses Buch geschlossen ins Regal zu stellen, sodass man nur noch den (natürlich auch wunderschönen) Buchrücken sieht!
Aber jetzt zum Inhalt: Ivy ist eine ganz tolle Protagonistin, genauso wie Harper und Sam, ihre neuen Freunde. Asher ist ziemlich verschlossen und ich hatte leider bis zum Ende das Gefühl, ihn nicht so ganz zu kennen, aber auch er hatte trotzdem viele Seiten, die ich sehr mochte. Auch in mein Herz schließen musste ich Noah, seinen jüngeren Bruder, der zwar etwas anstregend und pupertär wirkt, aber auch richtig cool ist! Ich freue mich schon sehr, seine Geschichte im zweiten Teil der Reihe lesen zu dürfen!
Verliebt habe ich mich von der ersten Sekunde an in Nikolas Schreibstil! Er ist so leicht und flüssig, dass ich das ganze Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen habe, ohne es wirklich aus der Hand zu legen! Die geschaffene Atmosphäre ist immer so realistisch, dass ich das Gefühl hatte, an Ivys Leben richtig Teil haben zu können!
Ich muss zugeben, dass ich anfangs etwas Angst hatte, dass das Buch durch die "Stiefgeschwister-Sache" sehr klischeehaft wird und dass dies zu übertrieben thematisiert wird, aber das war zum Glück gar nicht der Fall, was ich sehr gut fand.

Fazit:
Ich musste Lachen und Weinen und habe ich dabei vollends in Nikolas Schreibstil und ihre wunderbaren und so realistisch wirkenden Protagonisten verliebt! Auch wenn es einerseits eine typische New Adult Geschichte ist, ist sie dennoch nicht überladen von Klischees und hat einige unvorhergesehene Wendungen gehabt. Vor allem in das Design des Buches habe ich mich schockverliebt!
Deshalb: Eine wunderschöne und gefühlvolle Geschichte, die ich in mein Herz geschlossen habe und die ich jedem nur wärmstens empfehlen kann! Ich freue mich schon sehr auf Teil zwei!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Schön

Die Stille zwischen uns
1

Worum gehts?
In dem Buch geht es um Mia, die seit dem Tod ihrer Eltern nicht mehr spricht. Für die Hochzeit ihrer besten Freundin Laura reist sie nach Edinburgh, wo sie schon am Flughafen auf Finn trifft, ...

Worum gehts?
In dem Buch geht es um Mia, die seit dem Tod ihrer Eltern nicht mehr spricht. Für die Hochzeit ihrer besten Freundin Laura reist sie nach Edinburgh, wo sie schon am Flughafen auf Finn trifft, den Bruder von Lauras Verlobten. Direkt stimmt die Chemie zwischen den beiden und sie haben eine Verbindung. Finn versteht Mia ohne Worte, und genauso geht es auch Mia. Doch gerade als Mia endlich wieder richtig ins Leben zurückfindet, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt, bei denen ihr keiner helfen kann.

Meine Meinung:
Cover
Fangen wir mit dem wunderschönen Cover an! Beides, Cover und Titel, gefallen mir unglaublich gut! Die Farben wirken wunderschön und haben so etwas harmonisches aber im Zusammenhang mit dem Titel auch mysteriöses, was sehr gut zum Inhalt des Buches passt.

Protagonisten
Mia ist eine sehr zurückhaltende und stille Person, was noch dadurch verstärkt wird, dass sie nicht spricht. Sie muss sich durch Blicke, geschriebene Worte und Handzeichen ausdrücken, lässt sich davon jedoch nicht unterkriegen! Durch den Tod ihrer Eltern hat sie schon einiges durchmachen müssen und vertraut Menschen sehr schwer, ihre nächste Bezugsperson ist ihre beste Freundin Laura.
Auch Finn musste in seiner Vergangenheit schon mit einigen Problemen kämpfen, die ihn noch bis in die Gegenwart belasten. Trotzdem würde er für Mia vom ersten Moment an alles tun und möchte ihr nicht mehr von der Seite weichen, will sie beschützen und für sie da sein.

Die beiden Protagonisten Mia und Finn sind beide sehr unterschiedlich, in ihre Situation konnte ich mich jedoch leider nicht wirklich hineinfühlen, da beide ein ganz anderer Typ Mensch sind als ich.

Schreibstil:
Ich glaube, so viele Zitate, wie ich sie mir in diesem Buch markiert habe, habe ich noch nie zuvor in einem Buch markiert!
Ich kam super gut in die Geschichte rein und der Schreibstil war zu großen Teilen sehr flüssig zu lesen, manchmal haben mich die gewählten Zeitformen aber irgendwie gestört und haben meinen Lesefluss doch etwas gestört, weil sie irgendwie nicht passend geklungen haben. Auch hat man einige Informationen erhalten, die mit der Handlung selbst gar nichts zu tun hatten und von denen ich nicht wirklich wusste, was ich mit ihnen anfangen soll.
Insgesamt hat mir der Schreibstil aber geholfen, gut in die Geschichte hereinzufinden.

Setting:
Die Geschichte spielt in Schottland, in Edinburgh, was mir sehr gut gefallen hat! Vor allem die Beschreibungen der Universität und der Umgebung waren unglaublich detailliert und ich hatte das Gefühl, neben Mia zu stehen und mir den Campus ansehen zu können.

Fazit:
Jasmin Winter schreibt es selbst in ihrer Danksagung: entweder man kommt damit klar, wie schnell sich Mia und Finn verlieben und eine Verbindung zueinander aufbauen, oder man kann es leider einfach nicht nachvollziehen. Bei mir war leider letzteres der Fall. Mir ist alles etwas zu schnell passiert, das erste Kennenlernen, die erste Berührung, das erste sich-ein-Bett-teilen, ohne dass es ein wirkliches sich Kennelernen gibt. Ich glaube selbst nicht so wirklich an "Liebe auf den ersten Blick" und deswegen war es für mich schwer nachvollziehbar, dass die als kurz zuvor noch als sehr zurückhaltend und schüchtern charakterisierte Mia Finn vom ersten Moment an vertraut und sich ihm öffnet, ihren Seelenverwandten findet. Mir haben die echten Gespräche abseits des ohne-Worte-Austauschs gefehlt, in dem sich die beiden wirklich kennenlernen.
Neben der Liebesgeschichte zwischen Mia und Finn handelt das Buch auch noch von den Ereignissen in Mias Vergangenheit, die teilweise als Träume oder Flashbacks eingeschoben werden und auch in der Gegenwart nochmal aufgegriffen werden.
Wo ich mich irgendwann damit abgefunden habe, dass Mia und Finn eben so schnell zueinander gefunden haben und mich endlich von der Geschichte habe mitreißen lassen können und in Mias Welt eintauchen konnte, hat mich dieser Teil sehr überrascht, da ich mit dieser Aufarbeitung Mias Vergangenheit nicht gerechnet habe und es mich leider auch nicht so wirklich überzeugen konnte.
Vor allem das Setting, aber auch der Schreibstil haben mir wirklich gut gefallen, Jasmin Winter hat wirklich viele wundervolle Sätze formuliert, die ich mir alle als Zitate speichern musste! Auch mit der Liebesgeschichte habe ich mich anfreunden können, auch wenn es bei mir leider etwas länger gedauert hat. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch jung bin, noch nie selbst wirklich verliebt gewesen bin, und das Ganze deswegen nicht verstehen kann, ich weiß es nicht. Gerne hätte ich mich besser in Mia hineinversetzen wollen und mich mit ihr mit in Finn verlieben wollen, der ein unglaublich toller Kerl ist, aber für mich ging das einfach zu schnell.

Insgesamt hat mir das Buch aber doch gut gefallen, auch wenn mich ein paar Sachen gestört haben. Da es aber ein persönliches Empfinden ist, dass mir die Beziehung zwischen den beiden zu schnell passiert ist, was anderes Lesern aber vielleicht sehr gut gefällt und zusagt, werde ich das in meiner Bewertung einfach ausklammern und gebe "Die Stille zwischen uns" wohlverdiente 4 von 5 Sterne 🌟.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere