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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2020

Eine wunderbare Kindheitserinnerung

Asterix - Der Goldene Hinkelstein
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Wer kennt sie nicht, Asterix und Obelix? Ich glaube jeder kennt zumindest die Filme, egal ob Zeichentrick oder real, wenn nicht sogar die Comics.
Dieses Jahr im Oktober ist mit "Der Goldene Hinkelstein" ...

Wer kennt sie nicht, Asterix und Obelix? Ich glaube jeder kennt zumindest die Filme, egal ob Zeichentrick oder real, wenn nicht sogar die Comics.
Dieses Jahr im Oktober ist mit "Der Goldene Hinkelstein" ein neues Abenteuer rund um die beiden Gallier erschienen. Der Band ist ein Sonderalbum. Aber worum geht es überhaupt?

"Das ganze Dorf ist in Aufruhr: Troubadix hat beschlossen, am legendären Gesangswettbewerb für die Barden Galliens teilzunehmen. Der Gewinner des Wettbewerbs wird traditionell mit dem goldenen Hinkelstein ausgezeichnet. Weil auch die Römer großes Interesse an diesem Wettbewerb haben, werden Asterix und Obelix beauftragt, Troubadix zu seinem Schutz zu begleiten. Sie dürfen ihm nicht von der Seite weichen – koste es, was es wolle. Keine leichte Aufgabe bei dem nervigen Barden."

Neben der Geschichte, die einen in alten Erinnerungen schwelgen lässt und gleichzeitig Tränen lachen lässt, ist vor allem die künstliche Gestaltung herauszuheben. Das Besondere an dem Buch ist, das es sich bei den Texten um Schriften des Original-Asterix-Schreibers René Goscinny handelt und die Zeichnungen, die wunderschön detailliert und farbig abgebildet wurden, von Albert Uderzo sind. So sind die typischen Asterix und Obelix Witze vertreten, gepaart mit dem typischen Charme und Humor der Gallier.

Ein wunderbares Buch für die ganze Familie! Egal, ob sie ein Geschenk für Jung oder Alt suchen, dieses Buch ist einfach das oerfekte Weihnachtsgeschenk! Mama und Papa können sich mit dem Buch an ihre eigene Kindheit zurückerinnern, Kinder ganz leicht an die wunderbare Welt der Gallier hineingeführt werden und so die Tradition weitergereicht werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2020

Ein wahres Meisterwerk

Splitter aus Silber und Eis
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Vorweg: Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und habe es als Jahreshighlight beendet! Ein unglaublich gutes Buch!



So, ich hoffe, jetzt konnte ich euch neugierig machen. Aber über ...

Vorweg: Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und habe es als Jahreshighlight beendet! Ein unglaublich gutes Buch!



So, ich hoffe, jetzt konnte ich euch neugierig machen. Aber über welches Buch rede ich hier überhaupt gerade?



Es geht um "Splitter aus Silber und Eis" von Laura Cardea, erschienen im Carlsen-Verlag. Es erzählt die Geschichte von Veris, die ins Winterreich reisen muss, um ihr Land, das Reich des Frühlings zu beschützen. Ihr ganzes Leben lang wurde sie auf diese Mission ohne Rückkehr vorbereitet, weiß genau, was sie erwartet. Denkt sie zumindest. Denn als sie auf den Prinzen des Winters und sein Reich trifft, scheint dieser doch nicht ganz so kalt und gefühlslos zu sein, wie man erzählt. Trotzdem hat Veris Misson nur ein Ziel: den Tod des Prinzen, koste es was es wolle.



Das Buch konnte mich von der ersten Seite an mitreißen und hat mich fasziniert! Die Handlung ist super spannend, Veris eine unglaublich tolle Protagonistin, so selbstbewusst und mutig, und der Prinz des Winters einfach nur mysteriös und geheimnisvoll, sodass man ihn unbedingt näher kennenle möchte um zu erfahren, ob sein Herz wirklich so kalt ist, wie er sagt. Besonders die Nebencharaktere haben es mir angetan, sie sind unglaublich liebenswert und so ausgearbeitet. Auch der Ort der Handlung ist einfach faszinierend! Ich wünschte, ich dürfte auch mal ins Winterreich reisen und all die wunderbaren Städte und den Palast mit eigenen Augen sehen können. Laura Cardea hat einen mitreißenden Schreibstil, der alles extrem realistisch und echt wirken lässt und gemeinsam mit der nicht aufhörenden Spannung und den tollen Charakteren ist das die perfekte Mischung!

Das Buch besteht aus nicht-vorhersehbaren Ereignissen, immer wenn ich gedacht habe, die Situation endlich durchblickt zu haben und voraussagen zu können, was als nächstes passiert, kam die nächste unerwartete Wendung und die Spannung ist wieder gestiegen. Bis zum Ende hätte ich nicht vorhersagen können, wie das Buch wirkkich endet, und so etwas passiert mir nur extrem selten.

Besonders gut hat mir auch die Karte im Umschlag gefallen, da ich mich so noch besser in die Geschichre hineinfinden konnte und alles noch echter und spannender gewirkt hat.



Ein unglaublich tolles Buch, das mich wirklich überzeugen konnte und das ich jedem weiterempfehlen kann! Wow!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.11.2020

Ein starker Reihenauftakt!

One Last Song
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„One last Song“ ist der erste Teil der neuen Trilogie von Nicole Böhm, erschienen im mtb-Verlag.
Das Buch handelt von Riley, die genau zwei Jahre Zeit bekommt, sich in New York ein Leben als Musical-Darstellerin ...

„One last Song“ ist der erste Teil der neuen Trilogie von Nicole Böhm, erschienen im mtb-Verlag.
Das Buch handelt von Riley, die genau zwei Jahre Zeit bekommt, sich in New York ein Leben als Musical-Darstellerin aufzubauen, wenn sie nicht wieder zu ihrem Vater und dem unterbrochenen Studium zu Hause zurückkehren möchte. Durch Zufall lernt sie in New York Julian kennen, der als Teil einer extrem bekannten Band den Durchbruch bereits geschafft hat. Eigentlich hat Riley gar keine Zeit für die Liebe, denn schon so hat der Tag kaum genügend Stunden und momentan ist ihr Beruf ihre oberste Priorität. Und auch Jules hat sich geschworen, nie wieder Gefühle für jemanden aufzubauen, der in der gleichen Branche unterwegs ist, wie er selbst. Und trotzdem kommen sich die beiden gerade durch ihre gemeinsame Leidenschaft, die Musik, immer näher und Riley muss bald feststellen, dass ihr Traum auch seine Schattenseiten hat.

Anfangs war ich etwas unsicher, ob mir die Geschichte wirklich gefallen wird, denn Musicals, Theater und an sich die Kunst, sind nicht meine Interesse. Allerdings wurde das Thema hier richtig spannend und perfekt dosiert rübergebracht! Nie zu viele Informationen auf einmal, es wurde kein riesiges Fachwissen vorausgesetzt und alles wurde so spannend verpackt, dass es auch mich, als Nicht-Kunst-Intetessierte, mitreißen konnte.
Riley und Julian, aus deren Sicht das Buch abwechselnd erzählt wird, sind zwei sehr sympathische Protagonisten und es hat großen Spaß gemacht, die beiden näher kennenzulernen und mitzuerleben, wie sie sich kennenlernen und mit was für Problemen sie zu kämpfen haben. Auch der Rest der Band und Rileys neue Freundin sind tolle Charaktere, die ich sehr gerne mochte.
Natürlich bedient sich das Buch an einigen Klischees, aber das habe ich erwartet, und weil es auch nicht unzählig viele waren, war gerade gut so.
Es war schön, New York aus der Sicht einer/eines Einheimischen kennenzulernen, und dadurch, dass die Autorin selbst in New York an der New York Music & Stage Academy studiert hat, wirkt alles gleich viel realistischer, glaubhafter und detaillierter.
Auch Nicoles Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen und ich war in einem richtigen Lesefluss, konnte das Buch von der ersten Seite an kaum noch aus der Hand legen und wollte immer weiterlesen. Die Handlung ist jetzt nicht super spannend, hat aber immer gerade die nötige Action und Spannung, dass sie nicht nur daherfließt sondern einen als Leser immer wieder neu packen und zum weiterlesen animieren kann.
Mein einziger Kritikpunkt, und dafür kann die Autorin nichts, weswegen ich es auch nicht in meine Buchbewertung miteinfließen lassen werde, ist der Buchunschlag. Obwohl ich eine sehr vorsichtige Leserin bin, hat dieser nach nur einmaligem Lesen einige Leserillen, etwas, das ich gar überhaupt nicht mag und das mein Herz zum Weinen bringt.

Insgesamt eine mitreißende Geschichte, die spannende Einblicke in die New Yorker Musical- und Musik-Welt liefert und diese mit tollen Protagonisten und einem schönen Schreibstil abrundet. Ich freue mich schon sehr auf Teil 2, der im Januar unter dem Titel "One last Dance" erscheinen wird und Gillians und Jazz' Geschichte erzählt, die man beide schon in Teil eins kennen und mögen lernt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.10.2020

Ein gelungener Reihenauftakt!

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
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"Wir waren zu mächtig, um Feinde zu sein. Wir waren dafür gemacht, Seite an Seite die Welt aus ihren Angeln zu reißen."

Emilia fällt aus allen Wolken, als ihr der komische Typ im Museum klarmachen will, ...

"Wir waren zu mächtig, um Feinde zu sein. Wir waren dafür gemacht, Seite an Seite die Welt aus ihren Angeln zu reißen."

Emilia fällt aus allen Wolken, als ihr der komische Typ im Museum klarmachen will, dass ihre Liebe zu Rätseln damit begründet ist, dass sie eine Alchemistin ist und dass er deswegen ihre Hilfe braucht. Denn Emilia ist die Einzige, die das Voynich-Manuskript übersetzen kann, und die Zeit rennt, denn es droht auseinanderzufallen. So kommt es, dass Emilia plötzlich ihre ganze Zeit mit dem komischen Typen, Ben, und dem Goldorden verbringen muss, dem dieser angehört. Und sie lernt auch, dass sie selbst eine Silber-Alchemistin ist, und dass es für die verschiendenen Orden strenge Regeln gibt. Ob ihre Gefühle das auch wissen?

Meine Meinung:
Ich habe noch nie ein Buch mit ähnlicher Idee gelesen und so konnte Kira mich von der ersten Sekunde an fesseln! Schon der Einstieg in die Geschichte ist super gelungen, es beginnt direkt richtig spannend, und diese Spannung bleibt auch das ganze Buch über durchgehend erhalten. Es gibt viele unerwartete Wendungen und überraschende Ereignisse, die es mir schwer gemacht haben, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Auch die Protagonisten sind super! Zugegebenermaßen habe ich am Anfang etwas länger gebraucht, um mit Ben warm zu werden, aber Emilia und die anderen Alchemisten mochte ich von Anfang an total gerne. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass Emilia zeischen diesen zwei Welten lebt und dass ihr "altes" Leben nicht komplett in Vergessenheit geraten ist, sondern bis zum Ende des Buches auch vorkam.

Statt mit Zauberstäben und Hokuspokus kämpfen die Alchemisten mit Elementen. Jeder Orden hat seine spezifischen Elemente, die alle aus dem Periodensystem stammen. Am Anfang klingt das alles etwas verwirrend und es sind viele Neuigkeiten, die man als Leser, genau wie Emilia, die ja auch neu in der Sache ist, erstmal verstehen muss. Aber das ist Kira wirklich gut gelungen! Sie verabreicht die Informationen immer in kleinen Happen und gemeinsam mit ihrem wunderbaren Schreibstil kommt man wirklich schnell in die Welt der Alchemisten herein und kann mit Emilia und den anderen Alchemisten mitfiebern.

Kiras Schreibstil ist wirklich sensationell! Er ist super detailreich, ohne überlanden zu wirken und sorgt so dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte und mir alles sehr gut vorstellen konnte, mit den Charakteren mitfühlen konnte.

Und auch fürs Bücherregal macht das Buch gut was her, denn das Cover ist einfach unglaublich schön!

Fazit: Ein starker Reihenauftakt mit tollen Protagonisten, super Humor und der perfekten Mischung aus Magie und Liebe. Einzig allein ein bisschen mehr Spannung und actionreichere Kampfszenen hätte ich mir noch gewünscht. Dafür gab es viele unerwartete Wendungen und ein richtig fiesen Ende - gut, dass Teil zwei schon im März erscheint!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 13.10.2020

Das perfekte Buch für den Herbst

Wild like a River
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Unterschiedlicher könnten Havens und Jacksons Leben nicht sein. Während Haven im Jasper Nationalpark in Kanada aufgewachsen ist, kommt Jackson aus der Metropole Edmonton. Doch als die beiden mitten im ...

Unterschiedlicher könnten Havens und Jacksons Leben nicht sein. Während Haven im Jasper Nationalpark in Kanada aufgewachsen ist, kommt Jackson aus der Metropole Edmonton. Doch als die beiden mitten im Wald aufeinander treffen, fühlen sie sich direkt zueinander hingezogen. Haven zeigt Jackson ihre Welt und öffnet sich ihm gegenüber langsam. Aber beide wissen: Jackson kann nicht für immer bleiben, denn sein eigentliches Leben ist in Edmonton.

Haven ist eine super sympathische, wenn auch teilweise sehr naive und sehr unwissende Protagonistin. Ich beneide sie ein wenig darum, im Nationalpark, gemeinsam mit Wapitis, Elchen und Pumas aufgewachsen zu sein, umgeben von der schönsten Natur. Gleichzeitig muss es extrem schwer sein, weil sie dadurch kaum Kontakt zu Gleichaltrigen hatte, alles was ihr bleibt ist ihr Vater und die anderen Ranger.
Jackson wirkt im ersten Moment wie der typische Großstadttyp. Jurastudent und oberflächlich. Doch eigentlich ist er so viel mehr. Er ist einfühlsam, besorgt, liebenswürdig und einfach perfekt. Was die beiden gemeinsam haben, ist, dass sie keine Ahnung von der Welt des jeweiligen Anderen haben.
Beide Protagonisten sind extrem vielschichtig und wirken dadurch total realistisch, was ich liebe!
Auch der Schreibstil hat mich wieder umgehauen. Ich liebe liebe liebe Kira Mohns Schreibstil einfach, er ist so wunderschön. Ich habe das ganze Buch in weniger als zwei Tagen durchgelesen, konnte es kaum aus der Hand legen und musste mich förmlich zwingen, auch mal etwas zu essen und zu schlafen.
Das Setting hat mir besonders im ersten Teil des Buches super gur gefallen. Ich habe noch nie ein Buch mit einem ähnlichen Setting gelesen, und die Idee, das Buch mitten in der freien Wildniss spielen zu lassen, fand ich fantastisch. Ich hätte sehr gerne mehr davon gehabt!

Wer mich kennt, weiß, dass ich selbst ein Auslandsjahr in Kanada verbracht habe. Das Buch hat die ganzen Erinnerungen an diese wunderschöne Zeit wieder auferwecken können, wodurch ich eine noch engere und emotionalere Bindung hatte. Danke für die Möglichkeit, zumindest in meinen Gedanken für ein paar Stunden zurück nach Kanada reisen zu können!

Die einzige Kleinigkeit, die aber wirklich nur eine winzige Kleinigkeit ist, und die meisten sehr wahrscheinlich überhaupt nicht stören wird, ist, dass mir ein bisschen die "kanadische Mentalität" gefehlt hat. Ich denke, jemand, der noch nie in Kanada gewesen ist, wird diesen Punkt schwer nachvollziehen können, aber wenn man einmal dort gewesen ist, wird man es direkt verstehen können. So hätte das Buch in jedem beliebigen Land spielen können, diese Eigenheiten, die ich mit Kanada verbinde, haben einfach ein bisschen gefehlt.

Alles in allem konnte mich "Wild like a River" aber unglaublich mitreißen und ich habe von der ersten Seite an Haven und Jackson, aber auch in die anderen Charaktere, vor allem in Havens Dad, in mein Herz geschlossen! Das Setting ist zum verlieben, genauso der Schreibstil. Deswegen zähle ich jetzt schon die Tage bis Teil zwei, "Free like the Wind", der von Jacksons besten Freund und Havens Freundin Rae handelt, erscheint!
4,5 von 5 Sterne!⭐️

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere